Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 10 (1930)
- Issue
- 48 (27.11.1930)
- Date
- 1930-11-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Auf zur Wahl! In letzter Stunde geht an Alle die dringende Mahnung: Denkt an die Zukunft der deutschen Juden, an Eure eigene und Eurer Kinder Zukunft! Die Schulpolitik der Gemeinde steht am Scheidewege. Wenn nach den Wünschen der Jüdischen Volkspartei Berlin erst einmal von einem „Netz jüdischer Schulen“ überzogen ist, vom Kindergärten bis zum Gymnasium, dann sind von uns selbst «lie Wunsche der Judenfeinde erfüllt. Dann haben wir Millionen von Gemeindegeldern aufgewendet, um unseren kommenden Generationen ein geistiges Ghetto selbst neu zu errichten. freuet Fetthalten an der Jüditchen Gemeinschaft Verbundenheit mit der deutschen Heimat das will die liberale Liste Die Nationaljuden sind eine Minderheit in unserer Gemeinde, jeder weiß es. Nur Lauheit der großen Mehrheit konnte es verschulden, daß diese Tatsache verfälscht worden ist, daß der jüdische Nationalismus maßgebenden Einfluß gewann. Es gilt, am Sonntag diesen Spuk zu verscheuchen. Ihr könnt es nur durch Stimmabgabe für die große liberale Partei Liste 1 Dr. h. c. Kleemann, R.-A. Heinrich Stern, Bertha Falkenberg, Wilhelm Marcus (für die Repräsentanz). Wo«, Stern, Brodnitz, Minna Schwarz, Ludwig Holländer (für den Landesverband) Wer Splitterparteien wählt, entwertet seine Stimme und nutzt den Zionisten! Aus durchsichtigen Gründen nennen uns unsere Gegner „radikal-liberal“. Nichts entspricht weniger der Wahrheit. Alle Schattierungen des religiösen Liberalismus, Vertreter aller maßgebenden jüdischen Organisationen, alle sozialen Schichten unserer Gemeinde sind zusammengeschlossen in der Liberalen Partei. Aber freilich: Alle sind wir unbeugsam in dem Streben für die Zukunft unserer lteligioiisgemeinde. in der Abwehr aller liatioiialjiidisclien Bestrebungen. Darum rufen wir Euch noch einmal zu: Gfiflt flll© ZUP Wählt nur liberal: Liste 1 Liberaler Verein für die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde Dr. Martin Lesser, Landgerichtsrat, Vorsitzender