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Jüdisch-liberale Zeitung · 1930-08-27 · 35 (27.8.1930) · page 1

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
10 (1930)
Issue
35 (27.8.1930)
Date
1930-08-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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^üblschllberaleZelümg Organ -er Vereinigung für das liberale Judentum e. V. 'Berant»ortl. Redakteur: Doyda. Mt lMvdniditng für da» liberale Judentum übernimmt nur sg» diejenigen Aufsätze, die ausdrücklich als in ihrem Namen Oder tu ihrem Aufträge versaht gekennzeichnet sind, die Ber- «N»ml«»g AUe andere» Artikel. Aeuheruugen «ad Vorfchlltgr erscheinen unter der Verantwortung der Redaktion. Die jüdisch-liberale Aelluugerscheint jeden Mittwoch. Redaktion und Geschäftsstelle: Berlin SW 11, tzallesche Slr. 1 Fernruf: Bergmann 3358, 3359 Postscheckkonto: Berlin 7tW 7. 137069 (Berttaifnmg für da» liberale Judentum) Nachdruck sämtlicher Ollgiual-Beittäge nur mit vorheriger Genehmigung der Redaktion gestattet. Bezugspreis durch die Geschäftsstelle '/«jährlich Al. I«» Einzelnummer 0.25. Bei freier Zusendung u Inland 039 Jür die Mitglieder der Vereinigung ist der Bezugspreis im MitgKedsbeitrage enthalten. Anzeigenpreise: Die 12gespaU.NonpareiUezeUe0t*45 Anzeigentarif durch die Geschäftsstelle. Anzeigen»»- nähme bei der Geschäftsstelle u.fämtl.Anuonceu-EMedit. Nr. 35 WBSmmmm Berlin. 27. August 1930 10. Jahrgang Zur Relchstagsivahl Zwei Wochen trennen nur noch von den Wahlen zum Deutschen Reichstag. Allseitig wird die Gefahr eines starken Anschwellens der nationalsozialistischen Wählermassen erkannt. Und als selbstverständlich wird deshalb in allm Kreisen, die für einen friedlichen Aufbau der deutschen Wirtschaft und deutscher Politik sind, die Notwendigkeit einer Wahlbeteiligung empfunden. Aber welche Partei soll diejenigen Juden wählen, die einer bürgerlichen Wirtfchaftsauffassung zuneigen? Für jüdische Sozialdemokraten ist die Entscheidung für die Abgabe des Stimmzettels kein Problem. Für alle andern aber ergeben sich aus der Neugruppierung im deutschen Parteiwesen Schwierigkeiten. Die Artikel, die wir in den letzten Wochen zu diesen Fragen veröffentlichten, haben bei unseren Lesern außerordentliche Beachtung gefunden. Zahlreiche Zuschriften zeigen, daß die Antwort auf die vorliegende Frage verschieden gegeben wird. Wir veröffentlichen nachstehend einige der bei uns eingegangenen Zuschriften und schließen mit der heutigen Veröffentlichung die Diskussion zu dem Thema: Wen wählt der bürgerlich gesinnte jüdische Deutsche bei der Reichstagswahl am 14. September? Tie Red. * Skaaksparlei und Juden Die „Jüdisch-liberale Zeitung" hat mit dankenswerter Offenheit und Nüchternheit ohne jedes Ressentiment sich der Frage einmal angenommen, kann der deutsche Jude die Deutsche Staatspartei wählen, ohne mit seinem Gewissen in Konflikt zu kommen. Nach den Ausführungen des Herrn Ludwig Herrmann in Ihrer letzten Nummer scheint das so zu sein. Maßgebliche deutsche Jrwen sind anderer Ansicht und lassen an ihrer Einstellung zur Deutschen Staatspartei auch dadurch nicht rütteln, daß man nach langem Hin und Her eine „Judenkandidatur" nur unter Auffahren aller schwerster Geschütze erreicht hat. Ist aber die Aufstellung eines jüdischen Kandidaten an ziemlich aussichtsreicher Stelle schon ein Beweis dafür, daß eine Partei nicht antisemitisch ist. Ich glaube das nicht. Bei aller Verehrung für Herrn Dr. Bruno Weil, der sicher der einzige aufrechte Demokrat, Republikaner und Friedensfreund unter den sämtlichen Kandidaten dieser Partei ist, kann seine Nominierung nicht genügen, um deutschen Wählern jüdischen Bekenntnisses so mir nichts dir nichts den Rat zu erteilen, nun ist die Bahn frei, nun wählt Deutsche Staatspartei. Gewiß, die Herren des Jungdeutschm Ordens und der Volksnationalen Reichsvereinigung sind gebildete Menschen und werden darum niemals ihre Hände zum Radauantisemitismus hinreichen, wenn auch die Judenübersälle aiff die jüdischen Viehhändler Gutmann in Autenhausen bei Coburg vor Jahren von den sogenannten jungdeutschen Regimentern verübt worden sind. Aber kramen wir nicht in der Vergangenheit. Meinetwegen hätte der Jungdeutsche Orden bis zur Gründung der Deutschen Staatspartei ruhig offiziell antisemitisch eingestellt sein können. Hütte er an diesem Tag offen und ehrlich, und wie viele haben es lange vor ihm getan — ich erinnere nur an Friedrich Naumann, Helmuth von Gerlach, Hans Leuß u. a. — und hätten erklärt: wir haben geirrt, wir haben uns von der Unsinnigkeit des völkischen Prinzips überzeugt und wir stehen jetzt im Kampfe gegen den Antisemitismus mit in einer Front. Aber wo ist das bei Herrn Mahraun bisher geschehen? Er hat wohl dem kulturschändenden Antisemitismus unter dem sanften Druck der bisherigen Demokratenführer erst den Fehdehandschuh hingeworsen, er selbst einerseits Parteiführer der den Antisemitismus bekämpfenden Deutschen Staatspartei bleibt Führer des Jungdeutschen Ordens, einer politischen Organisation (was nicht mit einer religiösen Einrichtung verwechselt werden kann), deren Hauptvrogrammpunkt der völkische Zusammenschluß ist, und nach dem Juden nicht ausgenommen werden dürfen. Herr Mahraun kann jetzt nicht mit Ausreden kommen und Gertrud Bäumer soll die nichtssagenden hinkenden Vergleiche mit den jüdischen Logen bitte weglassen, die auch keine Christen aufnehmen. Ich weiß aus ureigenster Erfahrung, und gute Freunde haben es mir aus der Gegend, wo die Wiege des Jungdo stand, nämlich in Kurhessen-Kassel, in diesen Tagen wieder bestätigt, daß der Jungdeutsche Orden einige Tage nach seiner Gründung jüdische Mitglieder aufnahm — und sie nachher aufsorderte, wieder auszutreten. Und gab es denn bisher einen Jungdomann, der Mitglied der demokratischen Partei war? In den Leiten, da drayßen der Antisemitismus seine Blüten zeitigt, habm wir deutschen Judm doppelt vorsichtig zu sein und uns die Leute auf Herz und Nieren zu prüfen, denen wir unser Vertrauen schenken. Gefährlicher noch als der Radauantisemitismus ist die Art des jungdeutschen Antisemitismus, der sich nämlich auf dm Standpunkt stellt, die Judm existieren für mich überhaupt nicht und darum können sie bei mir nicht Mitglied werden. Diese Gefahr besteht. Und wohin sich eine völkisch orientierte Vereinigung oder Partei schlagen wird, wenn es hart auf hart gehm wird, das lieber Leser überlasse ich Dir zu entscheiden. Mir und meinen Freunden, die seit vielen Jahren der demokratischen Partei angehören, die wir manche Wahlschlacht für sie mehr oder weniger freudig geschlagen haben, fällt es nicht leicht, hier offm gegen eine Partei zu kämpfen, der ich meine Jugend geschenkt habe und deren ausgezeichnetes Programm mich in die politische Arma gebracht. Nie in den vielen Jahren der Mitgliedschaft in dieser Partei hat es eine Judenfrage gegeben. Mit Stolz haben unsere christlichen Kameraden sich dm Namen Judenpartei aufzwingen lassen. Und nun heute gibt es in der Deutschen Staatspartei eine Judenfrage, die mit der Nominierung des von mir sehr geschätzten und verehrten Herrn Dr. Bruno Weil nicht aus der Welt geschasst wurde. Solange Demokraten zurückdenken können, war es nicht nötig, daß die jüdischen Parteimitglieder sich zusammenfandm, um wenigstens einen Judm durchzubringen, dm man nicht als Demokraten, sondern gewissermaßen als Juden präsentiert hat. Ludwig Haas und Georg Bernhard, um die beiden letzten jüdisch-demokratischen Würdenträger zu nennen, wurdm als Demokraten von den Parteitagen nominiert. Nie hat einer daran gedacht, sie als Judm aufzustellm oder abzulehneu. Und da liegt die Aenderung des Kurses. Wollen das diejenigen, die für die Staatspartei eintretm, nicht sehen? Nicht umsonst hat der greise Ludwig Quidde warnend seine Hand erhoben, nicht umsonst hat das Vorstandsmitglied des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus, Rechtsanwalt Willy Braubach, die demokratische Partei verlassen, weil wir die Verbindung mit diesen Leuten nicht auf unser Gewissen nehmm wollten, weil uns alles zu verschwommen ist. Es mag Juden gebm, die in dieser Lösung einen Fortschritt sehen. Die Gründung der Bereinigung unabhängiger Demokraten, der sich viele Deutsche jüdischen Glaubens wirklich fortschrittlich-freiheitlicher Einstellung angeschloffen habm, ist doch nicht erfolgt, um einm Verein zu gründen. Nein, es ist darum etwas nicht in Ordnung in der Staatspartei. Die deutschen Juden können nur Parteien wählen, bei denen die Rassenstage oder die völkische Zugehörigkeit auch nicht die bescheidenste Rolle spielt. Max Reinheimer. * Wie sollen wir wählen? Ohne Zweifel stellen die bevorstehenden Reichstagswahlen uns Juden vor schwierige Fragen und man kann wohl sagen, daß die Entscheidung für alle diejenigen, die nicht von vornherein der sozialdemokratischen Partei angehören oder ihr nahestehen, nie so schwer gewesen ist wie dieses Mal. Die Frage „Wie sollen wir wählen" hat merkwürdigerweise in den beiden letzten Nummern dieser Zeitung zwei diametral entgegengesetzte, und zwar beide' Male ganz extreme Antworten gefunden. Während Herr Moritz Simon verlangt, daß jeder jüdische Deutsche der Partei seine Stimme geben soll, die er „ohne Judenfrage" wählm würde, tritt Herr Siegmund Reis dafür ein, daß dieses Mal alle Juden sozialdemokratisch wählen. Die erste Auffassung ist so unhaltbar wie die zweite. Es gibt eine Selbstachtung und eine.Pflicht zur Solidarität, ohne die keine Gemeinschaft sozialer oder religiöser Art bestehen kann. Wmn wir daher auch bei den Wahlen nicht vergessen dürfen, was wir uns als Juden schuldig sind, so ist es deswegen doch verkehrt, nun in das andere Extrem zu verfallen und unsere politische Marschroute nur unter der Zwangsvorstellung des uns im ganzen bürgerlichen Lager umgebendm Antisemitismus zu wählen. Herr Reis schüttet das Kind mit dem Bade aus. Es ist natürlich sehr bequem und erfordert wenig politische Ueberlegnng, zu sagen „nun müssen wir alle sozialdemokratisch wählen". Damit soll, nach Ansicht des Herrn Reis, den bürgerlichen Parteien, insbesondere der Staatspartei, eine Lektion erteilt werden. Der Abfall der Juden soll „zur Warnung" dimen. Schon hier zeigt sich die Unrichtigkeit dieser Anschauung. Da die Lahl der jüdischen Wähler kaum 1 °,o aller Stimmen ausmacht und diese Zahl noch dazu sich über das ganze Reich verteilt, so würde die jüdische Wahlbetätigung selbst dann nicht fühlbar in Erscheinung treten, wenn alle — nehmen wir einmal an — 250 000 jüdischen Wähler sozialdemokratisch wählen würden. Auch wenn tatsächlich die Zahl der sozialdemokratischen Mandate sich durch die jüdischen Stimmen um einige vermehren würden, so ließe sich dies niemals mit annähernder Sicherheit feststellm. Und gar für die neu gegründete Staatspartei, die ja erheblichen Zuwachs aus bisher ganz anders eingestellten Kreisen zu erwarten hat, wird es ganz unmöglich sein, aus der ihr Anfallenden Stimmenzahl irgendwelche Schlüsse über die Entscheidung der jüdischen Wähler zu ziehen. Also mit einer Preisgabe dieser Partei bei den bevorstehende Wahlen „zur Warnung" scheint es doch nichts Rechtes zu sein. Nun kann allerdings einer Partei die gegen sie bestehende Abneigung auf andere Weise, nämlich durch Austritt und durch Verweigerung der Mitgliedsbeiträge oder Wahlspenden zum Bewußtsein gebracht werden. Sonderbarerweise erwähnt Herr Reis dieses Mittel nicht. Schreckt er vor der Anwendung dvch noch zurück? Dann könnte man auch ihm entgegenhatten: Wasch mir den Pelz, aber mach' ihn nicht naß. Aber dies führt zu der Ueberlegnng, ob es für die nicht sozialdemokratisch eingestellten jüdischen Wähler überhaupt richtig ist, in diesem Augenblick allen bürgerlichen Parteien ihre Unterstützung zu verweigern. Im allgemeinen wird man sagen können, daiß jeder Wähler, der nicht nach seiner politischen oder wirtschaftlichen Ueberzeugung wählt, seine staatsbürgerliche Pflicht verletzt und das Wahlergebnis fälscht. Wer z. B. für uneingeschränktes Privateigentum und für freie Wirtschaft eintritt, darf nicht sozialdemokratisch wählm; ebensowenig wie ein überzeugter Sozialdemokrat die Volkspartei wählm darf oder wird. Dies gilt auch für uns Judm, mit der einzigen Ausnahme, daß wir Parteien, die programmgemäß antisemitisch sind, unter keinm Umständen angehören oder unsere Stimmen güben dürfen. Ein Konflikt kann für uns Judm nur daun entstehen, wenn die Partei, der wir nach unserer politischen Anschauung angehören müßten, hinsichtlich der jüdischen Staatsbürger keine ganz klare Stellung einnimmt, zwar programmatisch den Antisemitismus verwirft, ihm praktisch aber Konzessionen macht. Kein Zweifel, daß die Deutsche Staatspurtei von diesem Vorwurf bisher nicht ganz rein zu waschen ist. Aber wie steht es damit bei der Sozialdemokratie? Gewiß, sie stellt jüdische Abgeordnete auf und sucht die politische Gleichberechtigung aller Staatsbürger ohne Ausnahme zu verwirklichen. Ihrem Kampf gegen die Volksseuche des Antisemitismus sei alle verdiente Anerkennung gezollt. Aber dies gilt doch nur in allgemein politischer und staatsbürgerlicher Beziehung und nur von der Partei als solcher. Daß es unter den Sozialdemokraten Autisemitm gibt, wird kein Kundiger bestreiten. Unserm religiösen Belangen steht auch die Sozialdemokratie — und gerade sie — vielfach sehr kühl, ja manchmal stark abgeneigt gegenüber. Ich erinnere daran, daß es ein sozialdemokratischer Minister war, -er vor einigen Jahren in Sachsen die jüdischen Schulkinder zum' Schulbesuch auch au den jüdischen Feiertagen gezwungen hat. Ich erinnere an das bayerische Schächtverbot, daß nur mit Hilfe der sozialdemokratischen Stimmen zustande gekommen ist. Auch bei anderen Gelegenheiten hat die Sozialdemokratie spezifisch reli giöse jüdische Interessen — auch soweit damit nur die Parität gegenüber andern Religionsgemeinschaften gewahrt werden sollte — nicht gerade immer mit besonderem Wohlwollen behandelt. Soweit also religiöse Dinge in Frage kommen, ist uns unter Umständen der Schutz bürgerlicher Parteien, z. B. des Zentrums, sicherer als der der Sozialdemokraten. Wer sich weltanschaulich zur Sozialdemokratie bekennt, muß indessen selbstverständlich sozialdemokratisch wählm. Aber mir scheint, daß es uns in der Achtung der Sozialdemokraten nicht gerade heben kann, wenn die ganze jüdische Wählerschaft ohne innere Ueberzeugung, ja vielfach gegen die eigene Ueberzeugung, nur aus Ressentiment gegenüber den bürgerlichen Parteien, zur Sozialdemokratie überlaufen würde. Das Bild drängt sich hier aus von der Hainmelherde, die bei hereinbrechmdem Gewitter unter irgendeinem Dach Schutz sucht. Gerade düs österreichische Beispiel, das Herr Reis erwähnt, sollte zu denken geben. Hier habm in der Tat die Inden sich von allm bürgerlichen Parteien abgewendet, und der Erfolg? Es gibt keine bürgerliche Partei in Oesterreich, die nicht ofsm antisemitisch wäre, und die Gefahr für eine Beschränkung ihrer staatsbürgerlichen Rechte ist für die österreichischen Judm well größer als bei uns. Vorgänge, wie die Neuordnung der Studentenschaft an der Wiener Universität, wären in Deutschland wohl kaum möglich, solange die Nationalsozialisten nicht obenauf sind. Darum: treue Mitarbeit in allm, auch den bürgerlichm Parteien, deren Parteiprogramm und praktische Arbeit unserer politischen Ueberzeugung entspricht — soweit dies mit unserer jüdischen Würde und Selbstachtung noch vereinbar ist. I n den Parteim, in enger Fühlung mit dm nichtjüdischen Parteifreunden, können wir für den Abbau hemmender und trennender Vorurteile am besten wirken. Die Staatspartei — um jetzt nur noch von dieser zu reden — hat ihre Ablehnung des Antisemitismus wiederholt offen und dmtlich erklärt. In der Praxis schafft allerdings, wie bisher schon bei der Demokratischm Partei, die Furcht, als „Judenpartei" zu.gellen, noch gewisse Hemmungen. Fndessm solltm wir, gerade von unserm Standpunkt als Juden, es doch anerkmnm, daß eine große, von idealistischen Motiv m getriebene Gruppe jugendlicher Menschen, die bisher überwiegend antidemokratisch und antisemitisch war, das Lager der entschiedenen Demokratie ausgesucht hat, uns, auch uns Juden, die Hand mtgegenstreckt zur gemeinschaftlichen Arbeit am Aufbau des deutschen Volksstaates. Bahnen sich hier nicht Entwicklungen an, die für dm Durchbruch der politischen Vernunft und der Achtung jÄer menschlichen Persönlichkeit zu schönstm Hoffnungen berechtigm? Und zmgt es

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