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Jüdisch-liberale Zeitung · 1930-04-30 · 18 (30.4.1930) · page 1

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
10 (1930)
Issue
18 (30.4.1930)
Date
1930-04-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Organ der Vereinigung für das liberale Judentum e.V MMMeraleZMmg üezngspreis durch die Geschäftsstelle V«jllhrllch Mr«äb— Einzelnummer 0.25. Bei freier Zusendung i. Inland OL» Für die MUgürder der Vereinigung ist der üezngspreis im Mitgttedsbeitrage enthalten. Anzeigenpreise: Die 12gefpalt.Nonpareillezette0L45 Anzeigentarif durch die Geschäftsstelle. Aazeigeuannahme bei der Geschäftsstelle u. famtl. Avnoneen-Expedtt. Nr. IS Berlin. 30. April 1930_10. Jahrgang Berautwartl. Redakteur: Bruno rvoydo. «e Vereinigung für das liberale Zudentnm übernimmt nur für diejenigen Aufsätze, die ausdrücklich als in ihrem Name« »der ln ihrem Aufträge versaht gekennzeichnet sind, dieBerautmortuno. Alle anderen Artikel, Aeuhemngen und vorse^Sge erscheinen unter der Verontwortunc, der Redamon. Die „Jüdisch-liberale Zeitungerschein» jeden Mitlwoch. Redaktion und Geschäftsstelle: Berlin 8V11, Haltesche 8tr. 1 Fernruf: Bergmann 335S, 3359 Postscheckkonto: Berlin NW 7. 137 06S ivereiniauna für das liberale Zudentumi Nachdruck sämtlicher Original-Beiträge nur mit vorheriger Genehmigung der Redaktion gestattet._ Tie Vorschläge, die in letzter Zeit von zionistischer Seite zur Linderung der Wirtschaftsnot der deutschen Juden gemacht werden, erinnern lebhaft an die Legende, die dem bekannten Zitat „Ter Bien muß" zugrunde liegt. Da prahlt ein Reisender, im Auslande Bienen von der Größe eines Schafes gesehen zu haben. Ta er zugeben muß, daß die Bienenkörbe nicht größer als die heimatlichen waren, taucht natürlich die Frage auf, wie denn die Bienen in die Körbe hineinkämen. Und großspurig antwortet der Reisende: „Tafts r laß ich sie selbst sorgen." So etwa könnte man mit einer humorvollen Wendung das zionistische Geschwätz abtun, das nun nach dem Scheitern des Palästina-Experimentes mit Hilfe der Wirtschaftsnot das zionistische Parieigeschäft neu zu beleben trachtet, wüßte man nicht schon aus den Sprüchen der Bibel, daß auf Lachen Weinen folgt. Und deshalb muß von Anbeginn an mit aller Schärfe den verhängnisvollen Plänen entgegengetreten werden, die neuerdings von zionistischer Seite propagiert werden . Hier ist mehrfach von Maßnahmen gegen die Wirlschaftsnot geschrieben worden. Von der Gründung besonderer Darlehnskassen, Mittelstandsfürsorge, Arbeitsnachweisen und dergl. war dabei die Rede. Aber stets wurde betont: Wenn auch alle derartigen Vorschläge durchgeführt werden, ein wesentlicher Wandel, eine tiefgreifende Besserung der Wirtschaftslage der deutschen Juden kann mit ihnen nicht erzielt werden. Derartige Sonderprojekte mögen als individuelle Linderungsmittel gewiß mancherlei Schmerzen beseitigen fömien, - und das rst natürlich durchaus nicht gering zu werten — eine Gesundung herb eizuführen sind sie leooch keineswegs imstande. Das Kernproblem wird durch derartige Einzellösnngen nicht berührt. Zn seiner Lösung ist Voraussetzung die Erkenntnis, daß der jüdische Arbeitnehmer Deutschlands verbunden ist mit der Gesamtheit der Arbeitnehmer Deutschlands. Die Aufgabe, die vom Standpunkt der deutschen Judenheil aus zu lösen ist, kann deshalb nicht in einer Speziallösung für die Juden liegen. Und wenn auf einzelnen Gebieten die Wirtschaftsnot des deutschen Volkes sich infolge nationalsozialistischer Verhetzung für die Juden besonders scharf auswirkt, so handelt es sich doch auch hierbei nur um eine Verstärkung dieses Leids, nicht um dieses selbst!. Ja, man kann annehmen, daß die Kraft und Bedeutung nationalsozialistischer Agitation in dem Augenblicke wesentlich geschwächt sein wird, in dem die Wirtschaftskrise der Gegenwart überwunden ist. Nichts aber wäre verfehlter, hieß es hier in diesem Zusammenhang, als die mitunter in jüdischen Kreisen zu findende Absicht, der Parole „Kaust nichts bei Juden", mit der Völkische glauben, die deutsche Wirtschaft sanieren zu können, nun die Forderung „Kauft nur bei Juden" entgegenzustellen und so Gleiches mit Gleichem vergelten zu wollen. Tenn Unrecht läßt sich ja nicht durch neues Unrecht aus der Welt schaffen. Wenn beispielsweise jüdischen Arbeitnehmern dadurch, daß wichtige Stellen als Personalchefs oder dergl. in antisemitischen Händen sind, noch besondere Nachteile erwachsen, dann bekämpfe man die Methoden dieser Personalchefs, sanktioniere ihre Handlungsweise aber nicht durch ähnliches Verhalten jüdischer Arbeitgeber gegenüber nichtjüdischen Stellungsuchenden. Es gibt keine isolierte jüdische Wirtschaft in Deutschland und kann sie nicht geben. In der deutschen Volkswirtschaft sind, dahin muß unser Streben gehen, konfessionelle, rassische und ähnliche Gedankengänge als wirtschastsfeindlich zu beseitigen. Erkennt man so, daß die Propagierung jüdischer Sonderhilfsmaßnahmen leider oft zu einer Bagatellisierung der jüdischen Wirtschastsnot in Deutschland führt, und daß jegliches Sozialgesetz des Deutschen Reiches wesentlicher ist als die jüdischen Selbsthilfemaßnahmen, so kommt man auch zu einer vernünftigen Wertung der hier veröffentlichten Auffassung: „Tie wirtschaftliche Not der deutschen Juden wird beseitigt sein, wenn die Wirtschastsnot des deutschen Volkes beseitigt sein wird, nicht früher und nicht später". Es stört auch nicht weiter, wenn das Organ der deutschen Zionisten diesen Satz als einen „klassischen Beweis" dafür bezeichnet, „daß die meisten Artikel, die zu dieser Frage geschrieben wurden, in geradezu außerordentlich leichtfertiger Weise, mit einer stutzenden Unkenntnis der Materie verfaßt wurden". jüdische Gemeindefabriken Wie denn aber jefyeu die zionistischen Projekte aus, von denen wir meinen, „daß sie in geradezu außerordentlich leichtfertiger Weise, mit einer stützenden Unkenntnis der Materie verfaßt wurden", die unseres Erachtens oft starken Dilettantismus verraten und nicht unerhebliche Gefahren in sich bergen? Was für Pläne dabei erwogen werden, und welche Kosten dem jüdischen Steuerzahler daraus noch erwachsen können, das mag ein einziger Hinweis zeigen. In der Berliner Jüdischen Gemeinde herrschen bekanntlich mit fteundlicher Unterstützung konservativer und nntteltzarteilicher Kreise die sich noch immer verschämt „Jüdische Bokkspartei" namenden Zionistent In der Begrünung zum diesjährigen Etat der Berliner Jüdischen Gemeinde wird nun tatsächlich nicht mehr und nicht weniger vorgeschlagen, als von der Jüdischen Gemeinde aus industrielle Unternehmungen zu gründen. Wörtlich heißt es: „Es gibt große Zweige in der Industrie, die ihre Fabrikate mit Hilfe von ungelernten oder nur sehr wenig angelernten Arbeitern Herstellen. Es müßte möglich sein, eine oder mehrere Fabriken auf gemeinnütziger Basis zu errichten, tu denen arbeitsfähige und arbeitswillige Gemeindemitglieder lohnende Beschäftigung finden können. Was für Fabrikate hier in Frage kämen, müßten Fach-- leule entscheiden. Es kann sich nur um Massenartikel handeln, für die Absatzschwierigkeiten nicht bestehen. Ueberhaupt wäre vor Inangriffnahme solcher Unternehmungen die Absatzfrage wenigstens in einem erheblichen Umsange zu lösen, da davon die Existenz in erster Linie abhängt. Dadurch, daß die geplanten Unternehmungen aus genossenschaftlicher Basis errichtet werden, wäre zu erreichen, daß die Arbeitnehmer von allen Tarifeinschränkungen befreit werden. Sind es doch gerade die Tarisbestimmungen, die heute vielfach schon die vierzigjährigen voll arbeitsfähigen Menscheil arbeitslos machen. Aufgabe der Gemeinde wäre es, die Initiative für die Errichtung solcher Fabriken zu ergreifen und das Kapital dafür zu beschaffen. Tie Fabriken selbst müßten so gestaltet werden, daß sie sich im wesentlichen selbst unterhalteli und auch imstande sind, die relativ mäßigen Zinsen, die die Gemeinde zu zahlen hat, dieser zu ersetzen. Für eine solche Aufgabe die leitenden jüdischen Kresie großer Unternehmungen als Fachberater und als Abnehmer zu gewinnen, wird schwer, aber bei energischem Willen erreichbar sein." Wenn irgendwo, so gilt hier das Wort, daß man den Teufel mit Beelzebub auszutreiben versucht. Es ist wohl überflüssig, deir Dilettantismus dieser ganzen Ausführungen noch im Einzelnen auszuzeigen. Auch davon soll nicht die Rede sein, daß man hier soziale Arbeit leisten will, die damit beginnt, daß man sich von tariflichen Festsetzungen befreit. Aber darauf muß wohl hingewiesen werden, daß man bei derartigen Unternehmungen unzweifelhaft mit der einen Hand Menschen Arbeit gäun wird - und aus der anderen Seite bestehende Existenzen vernichten wird. Deshalb kann gar nicht eindringlich genug vor der Beschreitung eines derartigen Weges gewarnt werden. Nicht nur, weil hier der Jüdischen Gemeinde Aufgaben gestellt werden, die toftt außerhalb ihres Msgabenkreises liegen, sondern vor .allem, weil das zu einer Stärkung antijüdischer Bestrebungen im Wirtschastslebenschaftsleben mit Notwendigkeit führen muß. Wenn jüdische Gemeinden in Deutschland Fabriken errichten werden, in denen nur Juden Beschäftigung finden, wenn sie auf jüdische Wirtschaftskreise einwirken, ihren Bedarf in diesen „jüdischen Fabriken" zu decken, so muß die Folge die wirtschaftliche Entwurzelung der Juden in Deutschland sein. Auf nach Palästina Doch die Berliner Jüdische Gemeinde ist noch bescheiden im Vergleich zur Jüdischen Rundschau. Da wird in zwei Nummern ein Artikel veröffentlicht „Tie Notlage der deutschen Juden und der Preußische Landesverband". Gezeichnet ist der Artikel von A. W. Rom; man darf wohl annehmen, daß unter diesem Pseudonym der vorgesehene offizielle Redner im Preußischen Landesverband feine nichtgehaltene Rede an den Mann gebracht hat. Dafür, daß er seine Rede nicht auf dem Verbandstag halten konnte, sollte er allerdings die Parlamentsspielerei und das Redebedürfnis seiner Freunde und nicht die Liberalen verantwortlich machen. Mer das Zustandekommen des Artikels ist schließlich nebensächlich, wichtiger sein Inhalt. Er gibt der alten Forderung „Los von Rom" einen neuen Sinn. Tenn hier wird die zionistische Patentlösung völlig offenbar. Bei der Forderung geeigneter Berufswahl fängt es an: „Bor allem unter dem Gesichtspunkt einer etwaigen Auswanderung - eine Frage, die behandelt werden muß, und auf die wir uoch zurückkommen werden — ist diese Berufswahl besonders zu begrüßen. Daß Landwirtschaft in Deutschland für Juden kein erstrebenswertes Ziel darftellt, soll hier nur festgestellt werden, die Gründe sind allmählich so bekannt, daß es nicht lohnt, sie noch einmal zu wiederholen. Daß jüdische Menschen, die auswandcrn wollen, sich der Landwirtschaft mit Recht zuwenden, hat natürlich mit dieser Feststellung nichts zu tun." Und nachdem dann noch — im Einklang mit uns — betont worden ist, daß es sich bei den verschiedenen jüdischen Selbsthilsemaßnahmen nur um Palliativmittel handelt, wird ,chas Wichtigste, das Entscheidende, das geschehen muß", verkündet. Erstens: „Tie so stark umstrittene jüdische Schule in Deutschland — sie könnte der Heranwachsenden Generation diese Erkenntnis vermitteln, ihr die Sicherheit geben, die das notwendigste ist, das erzielt werden muß." Zweitens: „Tie Verbundenheit mit dem allgemeinen Schicksal aller Juden bringt es mit sich, daß Palästina auch füir das deutsche Judentum eine konkrete, reale Hilfsmöglichikeit bedeutet. Das deutsche Judentum, das heute dazu beiträgt, Palästina zu bauen, es für weitere Einwanderer aufnahmefähig zu machen, hilft nicht nur einer jüdischen Idee, einem Judentum außerhalb seiner Grenzen, es errichtet sich damit selbst Möglichkeiten für die Zukunft, Möglichkeiten auch wirtschaftlicher Art, ftir die ihm seine Kinder einmal danken werden." Tas ist die Schlußapotheose. Kein Zweifel ist zulässig, so sieht der Retter aus. Zwar könnte man in aller Bescheidenheit wohl darauf Hinweisen, daß Palästina nicht ganz ausreichend sein dürfte; daß auch heute, nach all den Sammlungen und großzügigster Reklame in allen Teilen der Welt, allein in der deutschen Reichshauptstadt Berlin noch mehr Juden wohnen als in dem ganzen Palästina. Von Vergleichen mit jüdischen Massenzentren wie New York oder Warschau ganz zu schweifen. Und man könnte wohl auch darauf hinzuweisen geneigt Zein, daß Palästina für eine stärkere Einwanderung ein etwas heißer Boden sein dürfte, daß jüdische Arbeitslosigkeit in Palästina doch auch keine ganz unbekannte Erscheinung ist. Aber das weiß der sogenannte Herr Rom ja selbst ganz gut. Ihm kommt es ja letzten Endes nicht aus Hilfe in 'der Wirtschastsnot der deutschen Juden an, sondern darauf, diese feiner zionistischen Propaganda dienstbar zu machen. Ich will einmal ganz davon absehen, daß es dem deutschen Juden nicht ganz .so leicht wie dem Herrn Rom werden würde, sich aus der deutschen Kultur zu lösen. Wie verhält es sich mit der Frage der Auswanderung unter Außerachtlassung sämtlicher ideeller Gesichtspunkte?' Man spannt den Rahmen aller wirtschaftlichen Betrachtungen noch zu eng. wenn man zwar eine Sonderbehandlung der jüdischen Wirtschaftsnot ablehnt, auf der anderen Seite aber eine staatliche Begrenzung zuläßt. Ist doch das Wirtschaftsproblem längst zu eurem überstaatlichen geworben.. so-, wohl durch Querverbindungen der Wirtschaftsunternehmungen als auch durch die Jnteressensolidarität der Arbeitnehmer. In Großbritannien waren Mitte Februar 1930 bei den Arbeitsnachweisen über JU4 Millionen Arbeitslose eingetragen, das sind 4,5 Prozent mehr als zur entsprechenden Zeit des Vorjahres. In Polen wurden Anfang Januar 1930 etwa 206000 Arbeitslose gegen 134 000 Anfang Januar 1929 gezählt. In Schweden kamen im Dezember 1929 aus 100 offene Stellen 203 Arbeitsgesuche. In Norwegen und Dänemark waren um die Jahreswende etwa ein Fünftel der Gewerkschaftsmitglieder arbeitslos. In den Vereinigten Staaten von Amerika schwanken die Schätzungen der Arbeitslosenzahl zwischen 3 und 5 Millionen für Ende 1929. Man muß schon das Bild des ewig wandernden Juden vor Augen haben, wenn man jtun den Juden zur Auswanderung in die wenigen Länder raten will, in denen der Arbeitsmarkt, wie beispielsweise in Frankreich, zur Zeit noch aufnahmefähig ist. Wenn trotz all dieser unleugbaren Tatsachen der Herr Rom an Sonderrezepte für Juden glaubt, so ist das ein Beweis dafür, in welch erschreckendem Maße der jüdische Nationalbegriff zur Horizontverengung geführt hat. Ta wird tatsächlich das Streben nach Selbständigkeit als ein „typisch jüdisches Streben" bezeichnet und entdeckt, daß die deutsche Judenheit nicht etwa das Schicksal seiner deutschen Volksgenossen oder gar der Menschheit miterleidet, sondern daß ds „die typisch-jüdische Not erlebt". Beeinflussung der Sozialgesetzgebung Was unseres Erachtens nottut, haben wir hier schon mehrfach betont: die Wiederbelebung des religiösen Bewußtseins im öffentlichen Leben. Darüber mögen a- und antireligiöse Zionisten, wenn es ihnen beliebt, ruhig spotten. Trösten wir uns damit, oaß.zwar nicht Herr A. W. Rom, dafür aber Walther Rathenart gesagt hat: „Nicht die bange Sorge der Not, nicht der Rechengeist der Nützlichkeit, nicht der Kompromiß der Interessen, nicht das schlaffe So oder anders, nicht das Achselzucken des kleineren Uebels wirkt die Wende des Zeitalters und die Wiedergeburt der Menschheit, sondern der wortlos freudige, fraglos waltende Mut der Seele. Den aber schafft der Glairbe." Und daß ein anderer deutscher Jude, Gustav Landauer, den Satz geprägt hat: „Der Geist, der uns trägt, ist eine Quintessenz des Lebens und schiafft Wirklichkeit und Wirksamkeit". Deshalb meinen wir, es ergeben sich in der Jetztzeit für religiöse Gemeinschaften Verpflichtungen, nicht mehr in lebensferner Einsamkeit eine Angelegenheit für Fest- und Feiertage zu bleiben, sondern die Wirtschaft wieder zum Objekt ihrer Betrachtungen zu machen, Wirtschaft und öffentliches Leben mit religiösem Geist zu durchtränken zu versuchen. Das mag zunächst als recht unpraktisch oder als verstiegener Idealismus erscheinen, es ist dennoch das Wesentliche. Es kann nur nochmals im Anschluß an die früher veröffentlichten Artikel betont werden, daß, würde eine derartige Auffassung im Wirtschaftsleben wieder zur Geltung kommen, viele Schwierigkeiten alsbald behoben werden würben. Nicht mehr wäre es möglich, daß Angestellte, die einmal aus dem. Wirtfchaftsprozeß ausgeschieden sind, in diesen nicht mehr ein» geordnet werden können, wenn sie ein Alter von 40 Jahren erreicht haben. Ein entsprechendes Sozialgefetz würde das 7245451

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