Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 10 (1930)
- Issue
- 1 (1.1.1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Ernst Cohn-Wiener 2× ep/1032146
- Heinrich Mann 2× ep/1025356
- Julius Moses 2× ep/1026356
- Ludwig Holländer 2× ep/1023873
- Albert Einstein 1× ep/1003296
- Alfred Döblin 1× ep/1024930
- Alfred Kerr 1× ep/1025227
- Alfred Nossig 1× ep/1035983
- Alfred Wiener 1× ep/1506311
- Arthur Schnitzler 1× ep/1025577
- Erich Mendelsohn 1× ep/1004409
- Franz Werfel 1× ep/1000003
- Henri Lichtenberger 1× ep/1026438
- Jakob Wassermann 1× ep/1005248
- Lion Feuchtwanger 1× ep/1005753
- Oskar Walzel 1× ep/1026364
- Stefan Zweig 1× ep/1025800
- Thomas Mann 1× ep/1025357
- Upton Sinclair 1× ep/1026510
- Wilhelm Schäfer 1× ep/1026494
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«WWWMWWW» zu prüfen., ob die Steuerrechnuug von jetzt an für eine dreijährige Periode vorzuschlagen sei. Auf Antrag Dr. Lepmnnns wurde dem Oberrat Entlastung für das Rechnungsjahr 1926 erteilt. Ueber den Erfolg und die Durchführung der Turnusreisen der Bezirksrabbiner und über die dabei veranstalteten Gemeindeabende, sowie über die Seelsorge an Strafentlassenen und die seelsorgerischen Besuche in den Irrenanstalten berichtete das theologische MitgliÄ des Oberrates, Stadtrabbiner Dr. Rioger. Er beantwortete eine Anfrage von Frl. Feldmann über die Besuche bei weiblichen Strafgefangenen, wie weitere Anfragen von Dr. Wnrzburger-Heilbronn und Ottenheimer-Göpprngen. Der Vorsitzende der Kommission des Oberrates zur Schaffung einer neuen Dienstordnung für die Rabbiner und Religionslehrer des Landes, Dr. Gunzenhauser, legte diese Dienstordnung der Landesversammlung vor, wobei er die Grundideen des Entwurfes auseinandersetzte. Nach einer Diskussion über die weitere Behandlung der Materie, an der sich Dr. Gump-Ulm, Dr. Lepmann, Dr. Hirsch und der Vorsitzende beteiligten, wurde beschlossen, daß die bisherige Kommission den Dienstentwurs durchberaten soll und daß dann die neue Landespersantmlung diesen Entwurf einer von dieser bestiinmten Kommission, die voraussichtlich die gleiche sein werde, zur endgültigen Fassung übergeben solle. Nachdem der Präsident des Oberrats die Wahlergebnisse zur neuen Landesversammlung mitgeteilt hatte, dankte er dem Präsidenten der Landesversammlung, Julius Rothschild, der aus Altersgründen sein Amt niederlegt, für die mustergültige., stets gleich gerechte und liebenswürdige Führung seines Amtes. Den gleichen Dank erstattete Adler-Mergent heim dem verehrten Präsidenten auch im Namen der Lau desversammlung. In bewegten Worten dankte der Präsident für diese Ehrung. Er verabschiedete sich von seinen Kollegen und erklärte, daß ein wesentlicher Teil der ihm gezollten Anerkennung dem Oberrate gebühre. Mit einem besonderen Danke an diejenigen Mitglieder der Landesversammlung, die der nächsten nicht mehr augehören werden, da sie auf eine Wiederwahl Verzicht geleistet habet:, schloß die Tagung. ' (Jta.) Umschau Hemedenkmal in Düsseldorf. Ter Plan der Stadl Düsseldorf, ihrem großen Sohne Heinrich Heine ein Denkmal zu setzen, nähert sich der Verwirklichung. Aus deutschen und europäischen Persönlichkeiten hat sich ein Ehrenausschuß gebildet, dem u. a. angehören: der Kultusminister Dr. Becker, Rudolf G. Binding, Walter Bloem, Alfred Döblin, Fulda, Halbe, Julius Hart, Ernst Hardt, Pros. Houben, Ricarad Huch, Hanns Iahst, Alfred Kerr, Käte Kollwitz, Max Lieber manu, Franz von Mendelssohn, Thomas Mann, Heinrich Mann, Waller von Molo, der Reichskunstwart Dr. Redslob, Professor Petersen, Wilhelm Schäfer, Renee Schickele, Max von Schillings, Schmidtüonn, Arthur Schnitzler, Wilhelm von Scholz, Franz Schreker, Georg Schumann, Max Stevogt, .Her mann Stehr, Richard Strauß, Prof. Fritz Strich, Eduard Stucken, Pros. Oskar Walzel, Jakob Wassermann, Franz Werfel, Prof. Witkowski, Stefan Zweig. Die Vertreter des Auslands: Benedetto Croce, John Galsworthy, Maxim Gorki, Selmr Lagerlöf, Henri Lichtenberger, Rolland, Tagore, Theo dore Dreiser, H. L. Mencken, Upton Sinclair. Die Deutsche Dichter-Akademie erläßt einen vorr Heinrich Mann verfaßten Aufruf, in dem es u. a. heißt: „Heine ist das vorweggenommene Beispiel des modernen Menschen. Er hatte schon damals die uns gewohnte Geisteshaltung, er war sachlich bei aller seiner Phantasie, scharf zugleich und zärtlich, ein Zweifler, doch tapfer. Aus seinen großen Schmerzen machte er nicht nur kleine Lieder. Er machte daraus auch Erkenntnisse, die noch nicht üblich waren ultd Rufe einer Menschenstimme, die wie aus unserer Mitte kommt.... Wäre er da, er würde dieselben Kämpfe führen wie wir. Ungerechtigkeit und Entwürdigung des Menschen müßten ihn bewegen wie je. Sein Ziel wäre immer noch Vermenschlichung der Welt, Vergeistigung des Lebens. Er hat um uns lnrd unsere Not gewußt. Er war unter den Ersten, die soziale Geschichte schrieben. Er hat dabei das Land, das ihm die Sprache schenkte, männlich und ohne Redensart geliebt. Ihm bezeugte er Tauer, ja, ewigen Bestand.... Auch zu den überlieferten Mächten, die er angriff, und die ihn bis in die Verbannung verfolgten, stehen wir Deutsche unserer Tage nicht anders als er. War er aber Jude, so bezeugt er gerade darum die werbende Kraft der deutschen Sprache, die ihn schöpferisch machte. Als vorweggenommener Ansdruck und Typ des peut schm Europäers ehrt er Deutschland so sehr wie sich selbst. Die Ehre gehört Deutschland, wenn Fremde ihn fast unter ihre eigenen Dichter aufnehmen.... Sein Denkmal, wir wissen es und wollen danach handeln, ist unsere noch ungetilgte Schuld an Volk, Dichtkunst und Zukunft." Staalsseiretär Tr. Schässer. Der zum Staatssekretär im Finanzministerium ernannte Tr. Hans Schaffer entstammt einer alten Breslauer jüdischen Juristenfainilic. Ursprünglich Jurist in Breslau, dann Vortragender Rat, und seit 1923 Ministerialdirektor im Reichswirtschaftsininisterium, betätigte er sich auch als Verfasser verschiedener rechts und wirtschaftswissenschaftlicher Werke. Er ist auch Verfasser des vorläufigen Gesetzes des Reichswirtschaftsrats. Schon als Schüler von Pros. Tr. Benno Badt am Breslauer Gymnasium interessierte sich Dr. Schaffer für jüdische Jüeert und beschäftigte sich mit jüdischen Fragen. Er steht im 44. Lebensjahr und ist tätiges Mitglied des Pro Palästina- Komitees, hat Palästina besucht und verschiedentlich in Veranstaltungen des Pro Palästina-Komitees über diese Reise berichtet. Eine der ersten Ausgaben des neuernaunley Staats sekretärs Tr. Schösser tvird die Vertretung des Reickichiiianz Ministeriums innerhalb der deutschen Delegation aus der Haager Konferenz sein. Ein Abend des Vereins Jüdische Presse. Der Verein Jüdische Presse hatte für Sonnabend, den 21. Dezenrber, zu einem Bierabend nach den Räumeir des Demokratischen Klubs in der Viktoriastraße eingeladen. Dieser ersten Veranstaltung des vor nicht tanger Zeit gegründeten ersten jüdischen Pressevereins in Deutschland wohnten Führer der Jüdischen Gemeinde und der großen Organisationen, sowie Vertreter der Presse bei. Der Vorsitzende des Vcrcilts, Herr L. Äreindler („Jsr. Familienblatt") hieß die Gäste im Na men des Vorstandes und der Kollegen willkommen und begrüßte besonders den Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Herrn Direktor Kareski, den Leiter des Europa-Werkes des American Joint Distribution Committee Herrn Dr. Bernhard Kahn, die Direktoren des Centralvereins deutscher Staats' bürger jüdischen Glaubens Herrn Dr. Ludwig Holländer und Herrn Dr. Alfred Wiener, den Präsidenten der Bereinigung für das liberale Judentum Herrn Rechtsanwalt Heinrich Stern, dm Reichstagsabgeordnetm Dr. Julius Moses, Herrn Dr. Marl Wischnitzer, Gmeralsekretär des Hilfsvereins der Deutschen Juden, Herrn Dr. Werner Senator, Generalsekretär des Joint, Herrn Dr. Julius Brutskus, früheren jüdischen Minister der litauischen Regierung, Herrn Dr. Auerbach von der Akademie für die Wissenschaft des Judentums, Herrn Dr. I. Steinberg (nach der Revobrtion Justizkommissar Rußlands) und die Kollegenschaft von der Presse. Nach einem einleitenden Vortrag von Herrn Dr. Hirschberg („C.V.-Zeituing") über die Aufgaben der jüdischen Presse, in welchem die aktuellen Fragen des deutschm Judmtums, insbesondere der vom Central-Verein repräsentierte Abwehrgedanke, eng Umrissen wurdm, entspann sich eine angeregte Aussprache, an der Persönlichkeiten aus den verschiedenen Richtungerr des dmtschen Judmtums teilnahmen, wobei eine Klärung und Annäherung der Standpunkte sich ergab. In der Aussprache vertrat Redakteur Moses Waldmann („Jüdische Rundschau") den national-jüdischen Standpunkt; Tr. Julius Moses, M. d. R., bezeichnete sich als Pionier der jüdischen Presse in Deutschland: Präsident Kareski erörterte die Ausgaben der Jüdischen Gemeinde und nmrH die Grenzen. ihrer Wirksamkeit; den Central-Bereins-Standpunkt ver-- tratm die Herren Dr. Ludwig Holländer, Dr. Alfved Wiener und Syndikus Schweriner; aus dem Kreise der jüdischen Presse sprach noch Redakteur I. Klin-osf (Mvrnrng Journal, New Porik). Bis in dm spätm Abend hinein bliÄen die jüdischen Führer und die Vertreter der Presse in gemütlichem Gespräch beisammm. (Jta.) Die jüdische Jagend für dm Frieden. Nach längerer, Vorberatungen im Kreise der jüdischen Studmtm-Korporationm und Jugendvereinigungen hat sich im Rahmm des „Jüdischen Fr i ed en sbund es" ein Studenten- und Jugend-Beirat gebildet, der, ähnlich wie der Fraum-Ausschuß des I. F., an den Arbeiten des Friedensbundes beteiligt sein wird, überdies aber die methodische Erziehung des Heranwachsenden jüdischen Geschlechtes zum Frieden sich zur Aufgabe stellt. Das vorläufige Exekutiv- Komitee der neuen Körperschaft besteht aus den Herrm: Dr. I. Blumenthal, Werner Felix, M. Reinheimer, Martin S o b o t k e r. In einer am 19. Dezember stattgehabten Versammlung im Hotel Prinz Albrecht fand die erste gemeinsame Aussprache des Vorstandes, des Frauen-Ausschusses, sowie des Studenten- und Jugend-Beirates über das nächste Arbeitsprogramm statt. Aus der Ai-Bewegung Verantwort!.: Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugeudvereiue Deutschland» Vorsitzender: Dr. Hugo Hoffman«. Frankfurt a. Main Gott und Religion! Der Mensch ist ohne Religion ein Nichts! Religion ist unerklärliches Gefühl! Unerklärlich, wie im Gewühl des Lebens Tie Menschen immer wieder Aus Lebenstrümmerit nur durch Religion gmejm' Der Mensch ist ohne Gott ein Tier! Gott ist unerreichbarer Gedanke! Und deshalb flehen auf den Kniet: wir. Die Hände zum Gebet gefaltet, daß niemals wanke Das Vorbild „Gott": Er allein kann uns erhaltm In dem Getöse „Wett"! Ter Mensch kamt ohne Gott und Retigion nicht leben! Wir wären Nichts, oder den Tieren gleich! Doch gar gewalt'ge Gnade ward uns mitgegeben: Wir sehen Gott in dem religiösen Reich! Das ist's, was Gott und Religion bedeute: Dem Menschen Trost, der Menschheit ew'ge Freude! Das Ili-Programm Jli-BerU». Sonntag, den 5. Januar, Jlisest, Kaiserstraße 29-30. siehe Inseratenteil. Näheres! weiteren- und Führergruppe, i Sonnabend, den 4 Januar, 20.15 Uhr, bei Grete Arons, Magde-! burger Straße 25. Leitung Paul Heinrichsdorff. Frankfurt a. M. j Dienstag, den 7. Januar, 20.45 Uhr, Heimabend, Westend-! synagoge. Literaturschau. Montag, den 13. Januar, 20.30 Uhr, i Arbeitsgemeinschaft Dr. Gottschalt „Religiöser Liberalismus" bei Lion,! Sternstraße 11. Dienstag, den 14. Januar, 20.45 Uhr, Heimabend, Westendsynagog«. Rabbiner Dr. Satzberger: „Judentum und So- I zialismus". .Hella Lion, Frankfurt a. M. * j" ’"' | Aus' der' Äi-Arbeit ’ ‘ ’ ‘ ‘ T* j Frankfurt «. M. (I ü d i s ch - t i f> e r u l e I u g e n o g e m e i n - schas t.) In der Folge unserer Winterabende sprach am 26. November 1929 Herr Rabbiner Dr. Lazarus, Frankfurt, über „Religiöse Beeinflussung in Hans und Schute". An diesen Vortrag schloß sich eine angeregte Diskussion an, deren Inhalt ich hier eingefügt habe. Der Referent legte uns als Erstes die Frage vor, ob Religion lehrbar, zum Zweiten, ob eine religiöse Beeinflussung möglich und ob sie nötig ist, und zum Dritten, wie weit eine Beeinflussung erwünscht ist. Zum Ersten kamen wir zu dem Schluß, daß Religion nichts ist, was jedem Menschen von Natur aus anhafrer, sondern das Reti gion, speziell die jüdische, eine Erarbeitung höchster Lebenswerte darstellt und in Folge dessen dein jungen Menschen rurbedingt vor Augen geführt werden muH. Die von vielen Menschen aufgestellte Behauptung, Religion sei reine Gefühlssache, müssen wir als Juden unbedingt zurückivcisen, da das Judentum in seinen Grundlagen auch Verstandes gemäß aufgevaut ist und wir keine Gesetze kennen, deren Sinn wir nicht erfassen können. Logischerweise haben lvir mit der Beantwortung der ersten Frage zugleich die ziveite erledigt. Da Religion lehrbar, ist eine Beeinftussung möglich und nötig. Jeder junge Mensch steht religiösen Dingen anders gegenüber und tvird demzufolge stärker oder schwächer von ihnen ersaßt. Eine vernünftige, dem jungen Menschen angepaßte Unterweisung in Haus und Schule tvird in jedem Fall von Erfolg begleitet sein. Wie lvir uirs diese Untertoeiiung denken uub wie sic sein soll, davon weiter unten. Als Drittes stellte Dr. Lazarus die Frage, wie tvcil en.e Beeinflussung erivütlscht ist. Nach Ansicht vieler Menschen soll eine solche überhaupt nicht strttfiiiden, da der junge Mensch aus sich selbst den Weg zu einer höhere'.! Macht sinden würde. In jedem sei der Drang zu etwas Hötzerin vorhanden. Wir, als Juden, können diese Ansicht nicht teilen. Für uns ist religiöse Unterweisung frei von jedem dogmatischen Ztvang selbstverständlich, aber nur in der Schule: d. h. lvenn wir i Unterricht nur in des Wortes wahrster Bedeutung erfassen tvolten, nämlich als reines Lehrfach. Die Unterweisung im Hanse geschieht nach der persönlichen Einstellung der Eltern und ist aus diesem Grunde eine rein familiäre ÄWel egen bei: und von icdem privat zu erledigen. Die Gebräuche betvegen sich fast in jedem Hause auf anderer Basis. Eine Familie legt großen Wert auf Einhaltung der alten Formen (konservativ), die andere sucht die Formen der heutigen l Zeit anzupasseil und mit der persönlich geistigen Einstellung in Ein- klang zu bringen (liberal). Unser Judentum ist zugleich Sviiagogeureligion: im gemein-- ichastlichcn Beten und, in früherer Zeit, im gemeinschaftlichen Lerneir sehen wir das Ideal des Miteinandersüblens und Miteitlandcrvcr bttndenseins. Leider ist bei uns liberalen Inden dieses Gemcinschafts-- gefühl stark in den .Hintergrund getreten. Das Lernen und Erfassen der heiligen Schrift ist sehr vielen von uns in der Ursprache nicht mehr möglich, ja sogar das Beten in der hebräischen Sprache ist sehr vielen von uns unmöglich geworden. Ans diesen Gründen ist es Pflicht der Schule, unsere Jugend in der heiligen Sprache und Schriften zu unterrichten, daß sie in der Lage ist, jederzeit mit vollem Vevständiiis in den Urtexten zu lesen. uns zu beten. Der Reltgionsuntervteilt soll rein wissenschaftlich, neutral und nicht einer Tendenz entsprechend erteilt werden: er sott eine Feierstunde sein, die nicht nur Nenntnilse. sondern echte religiöse (befühle vermittelt. Otto Stein, Jli Frankstrrt a. M. LKgnitz. Mittwoch, den 1H. Dezember, trafen sich dre Liegnitzer Jlis in den Räumen der Silefia Lag '. Bäekerstraße, zu einem bunten Mend. Es war dies die erste gesellig-.' Veranstaltung der Saison und j wieviel von dem Apens ertvarte: ruurde, zeigte das zahlreiche Erscheinen i der Gäste. Diese Hoffnung wurde m der Tat nicht getäuscht.! Heitere Vorführungen losten einen tvahrcu BeisaUssturm aus und trugen! wesentlich zum Getingen des Abends bei. Unter Scherzen und Lachen l setzte man sich um 1t Uhr zur Kaffeetafel und tanzte ru genau so I guter Stimmung noch mehrere Stunden. Beim Abschied wurde von verschiedenen Seiten der Wunsch geäußert, die Veranstaltung noch zu verlängern, ein Zeichen dafür, wie wohl 'ich alle gefühlt haben und wie sehr solche Abende zur Festig»rg des Zusammengebörigkeitsge- I süh'.s unter der jüdisch?". Jugend be"':ag7n. vereinsnachrichien Liberale Synagoge Osten. Erster Gemcilideabend am Donnerstag, den 9. Januar, im Spiegetsaal der „Concordia-Festsäle", Andreasslraße 64, pünktlich 81Uhr. Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Saloinonski über „Religion unb Sensation", (tzesangvorträgc des .Herrn Obertanror Wilhelm Friedmann sowie Liedcrvorträge unseres Synagogeuchors. Vorträge der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums veranstaltet zum Besten des Stivendiensonds in der Aula der Hochschule, Artilleriestr. 14, abends S Uhr, die nachstehenden Borträge: 6. Januar: Dr. Ernst Cohn- Wiener: Jüdische Kunst, ihre religiösen, psychologischen und geschichtlichen Bedingungen lmit Lichtbildern). 13. Januar: Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil: Der Prozeß des Hauptmanns Dreyfus. 20. Januar: Architekt Dipt. ing. Erich Mendelssohn: Eigene Arbeiten (mit Lichtbildern). 3. Februar: Geheimrat Professor D. Dr. Bcrtholet: Der Opsergedanke in der Religion. 17. Februar: Direktor Dr. Sigmund Feist: Das Problem der jüdischen Rasse. 17. März: Dr. Ernst Cohn- Wiener: Die großen Zeitalter der jüdischen Kunst (mit Lichtbildern). D« Friedenssendung des Judentums. Der im Rahmen der „Arbeitsgemeinschaft der Konfessionen für den Frieden" gegründete Jüdische Friedensbund veranstaltet Sonntag, den 12. Januar, llhz Uhr vormittags, in der .bochtchute für Musik, Charlottenbnrg, Hardenberg-- straße, eine feierliche öffentliche Kundgebung, die dem Thema „Die Friedenssendung des Judentums" getvidmet sein wird. Die Einladung zu dieser Veranstaltung geht nicht nur vom Präsidium des I. F., sondern auch von sämtlichen führenden jüdischen Organisationen aus, die dem Friedensbund körperschaftlich angeschlossen sind: Centralvercin Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Großloge U.O.B.B., Zionistische Vereinigung, Reichsverband der Jüdischen Lehrcrvereine, Vereinigung für das liberale Judentum, Jüdischer Frauenbund, Frauenvereinigung im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten Frauengruppc Agudas Jisroel, Verband der Jüdischen Jugendvercine, Kreis Jungjüoischer Pazifisten u. A. Aus dem Programm: Oscar Wassermailii: Eröffnungsansprache. Fritz Engel: Prolog (Edith .Herrnstadt-Oettingcn). Lion Feuchtwanger: „Ter Jude als Friedenskämpfer". Botschaft von Albert Einstein: „Eine jüdische Friedensrat". Rabbiner Dr. Prinz: „Die jüdische Friedens^ sendung und die Jugend". Ansprachen von Erileftinc Eschelbacher und Alfred Nossig: zum Schluß Rezitationen aus Jesaia und Daniel. Eintritt frei. Llngesichts der starken Nachfrage nach Plätzeri empfiehlt fickt pünktliches Erscheinen. Verein Synagoge Lindrnstraße. Dienstag, den 7. Januar 1930, 20 Uhr, Versammlung im großen Saale des .Hotels „König von Portugal". Burgstraße 16. Vortrag des Repräsentanten der Jüdischen Gemeinde, .Herrn E. Ehrenreich: „Wie sind die Synagogengesänge entstanden?" unter Mitwirkung der .Herren Oberkantor Manfred Letvandotvski, .Hauptkantor Berthold Fricdmann, Kantor Schreiber mit seinem Knabenchor und Chorleiter Martin Salomon mit dem Chor des Bach Saales. Airfch'.ießend geselliges Beisammensein. Gäste herzlich willkommen. STRAHL & FALKE BLUMEN'AUSSTELLUNG BERLIN W 66 ™ MAUERSTR. 79 FERNRUF: ZENTRUM S023 u. S024 BLUMENSPENDEN . TRAUERSPENDEN TAFELSCHMUCK IIMENDEHORftTIOHEN IN HUHSTLERISCHER MISFOHRON