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Jüdisch-liberale Zeitung · 1929-07-31 · 31 (31.7.1929) · page 6

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
9 (1929)
Issue
31 (31.7.1929)
Date
1929-07-31
Page
– (sequence 6)
Language
German
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hin ein Erblicktwerden durch Seine Durchlaucht tunlichst zu vermeiden". „Ungefähr dasselbe hat man mir auch anbefohlen", sagte Wagner, noch immer lachend. „Ihnen?" fragte Calm naiv. „Sin Sie denn oo Jude?" „Soviel ich weiß, nicht." Wagners Lachen wurde bitter. „Aber ich scheine Seine Durchlaucht ebenfalls in Lebensgefahr gebracht zu haben." Calm brachte heute keinen Humor auf. „Sie können freilich driwvver lachen, Harre. Sie fahrn nach Dresden, un denn jeht Sie das nischt mehr ane. Awwer iche muß hierbleiben un mich lassen schikanieren..." Wagner wurde ernst. „O nein, Herr Calm. Es hing sehr viel für mich davon ab, wie ich dem Herzog gefiel." Calm hatte kaum hingehört, war noch immer nur mit sich beschäftigt. „Awwer jestraft warn wird der Härr von Kersten", knurrte er mit gekniffenen Augen und gefaustet aneinander gelegten Händen, „jezählt wem sin seine Tage als Minister, jeschlan’ wird er sein von Gott!" Die Maßlosigkeit belustigte und erschreckte Wagner zugleich. „Woher wissen Sie das?" „Ich weeß es. Seit heite. Awwer ob der ärmere besser is — —" „Der andere?" Die erstaunte Frage weckte Calm. Er begriff jäh, wie unvorsichtig er gewesen war diesem Fremden gegenüber. „Na, nischt für unjut, jnädiger Harre... also wäjen de Fahrt nach Halle... es wird" — „wirklich nicht gehen", wollte er sagen, hielt inne — er mußte verhindern, daß der da noch mit Leuten aus der Stadt sprach. „Es wird je woll jehn." Calm wollte hinausgehen, um die Pferde anzuspannen. Aber Wagner hielt ihn zurück. Der Regen draußen war zum Wolkenbruch geworden, zuweilen hörte man Eiskörner prasseln. „Wollen wir nicht abwarten, bis der Regen vorüber ist?" „Meinswäjn", murrte Calm mißtrauisch. Sie setzten sich an den Tisch, lauschten dem tausendfiißig über die Dächer jagenden Regen, schwiegen. Wagner spürte erst jetzt den scharfen Geruch von Gerberlohe und Tierfellen, der in der Stube beizte. „Sie haben eine große Gerberei?" fragte er endlich, um nur etwas zu sagen. „Ach nee. Es is man een kl een es Jeschäft, un de Steiern sin hoch un de Zeiten schlecht." „Es wird besser werden, Herrn Calm, bald besser werden. Es sind viele Köpfe am Werke, gute und schöne Köpfe, um alles zu ändern." „Wie rn eenen Se’n das?" Calms Mißtrauen war nicht gewichen. „Nun, in der Paulskirche in Frankfurt tagt das deutsche Parlament, und Berlin scheint zu erwachen..." „Dadermit", sagte der Lohgerber schroff, „dadermit haww ich nischt nich zu tun." Wagner ergriff die Bekehrungswut des Revolutionärs. Er beugte sich zu Calm hinüber und fragte scharf: „Und warum nicht, Herr Calm? Soll diese Zeit ewig dauern, in der man Ihnen, dem unbescholtenen Bürger, die Straßen Ihrer Heimat verbieten kann, weil Sie einem schwachsinnigen Duodezfürsten nicht passen? Soll es nicht möglich sein, von diesen Herren die Einlösung der Versprechungen zu fordern, die vor dreiunddreißig Jahren gegeben wurden?" Wagners Blick fiel, von Calm abweichend, auf den siebenarmigen Leuchter, der aut dem Schranke stand. „Auch Ihrem Volke gegeben wurden, Herr Calm?" „Die hat mer jo injeleest, Harre. Man hat uns rausjelassen ausn Ghetto und —" „Na und? Ist Ihr Los besser geworden?" „Nee. Aewen dadrumtfie halte ich nischt von Frankfurt un so. Mit Verfiejungen un Jesetze is nischt nich zu machen da. Die Gojim — die Christen wollen uns doch noch nichc —" Er unterbrach sich, winkte sich selbst ab mit flatternder Hand. „Gott hat sein Volk jestraft for seine Sinden. Es wird missen abwarten, bis es Gott wird jefallen, das annersch zu machen. Mir könn’n da nischt zu tun." Wagner fühlte das dumpfe Grübeln dieses Hirns, das an die Mauer einer düsteren Religiosität stieß. Er sprach hastig weiter: „Aber haben Sie denn gar nicht den Wunsch, das Leben Ihres Volkes zu ändern, besser zu lynchen, selbst in die Zügel zu greifen —" „Iche?" Calm zeigte an sich herunter. „Sahn Se mich an. Was bin iche? An kleencr, verkrüppelter Jude, bloß zum Auslachen jut. Nee, nee, da omne, da jehörn hin jroße Menschen, scheene Menschen, wie de Harzogin oder dar Härr von Trosegk, die mer anreden kann mit Hoheit und Durchlaucht un so —" „Bald wird man niemanden mehr so anreden, Calm. Und es gibt auch Durchlauchten im Reiche des Geistes. Auf die kommt cs an." Calm schwieg und sann dem Wort nach. Er hatte, wie alle körperlich Benachteiligten, Sinn für die große Geste und Sehnsucht danach. Wagner stand auf, trat zum Fenster, ging im Zimmer umher. „Teufel noch mal, wie das regnet! — Sie haben hier ein Klavier? Spielen Sie?" „Nee. Meine Frau selig hat jespielt." Wagners Erregung drängte ihn zum Instrument. Er schlug den Qeckel auf. „Stört es Sie oder andere im Hause, wenn ich etwas spiele?" „Nee", sagte Calm, froh, des Gesprächs enthoben zu sein. „Sarah un de Jesellen schlafen janz omne." Wagner begann, den trostlosen Regen draußen in melancholischen Arpeggien zu begleiten. Er hatte sich nie für einen großen Klavierspieler gehalten, und das Instrument war schlecht und seit Jahren verstimmt; doch waren der ironisch-selbstquälerischen Stimmung des Musikanten gerade diese Mißtöne ganz recht. Ein herberes, melodisches Thema geriet ihm allmählich in die linke Hand; und plötzlich glitt Wagner in das Vorspiel zu seinem „Rienzi". Noch einmal belächelte sein nachprüfender Intellekt sich selbst: vieles an seiner ersten Oper war aus dem Erleben der Pariser Julirevolution entstanden, die er innerlich mitgekämpft hatte, aus ganzem, heißem, jungem Herzen; nun war wieder gärende Zeit, und ein letztes, schales Schlücklein der alten hatte er heute zu kosten bekommen, und es mußte also so sein, daß er bei diesem alten Juden saß und den „Rienzi" spielte, in tyrannos — — dann war Wagner ganz verloren an das klingende Pathos seiner Musik. Calms Gedanken gingen zunächst spazieren, ganz einfache, vertraute Pfade, wie es seine Art war, wenn er Musik hörte: an seine tote Frau dachte er, die früher gespielt hatte, an seine Tochter, die das nicht wollte, überhaupt nichts wollte, sondern rätselhaft, stumpfdämmernd dahinlebte, selbst ihrem Vater rätselhaft — ein einziges Mal zischte er ein „pscht", als die Tasten gar zu laut wurden, und Wagner dämpfte. Aber dann war das Vorspiel zu Ende, die erste Szene begann. Wagner, seine Umgebung ganz vergessend oder ignorierend, sang die Worte mit grober, kräftiger, umfassender Kaoellmeisterstimme, zuerst tastend, flüchtig andeutend, dann sich steigernd — und Worten, schönen, klingenden, gedichteten Worten war Abraham Calm von jeher wehrlos hingegeben gewesen. Anfangs, als die adlige Rotte der Orsini Rienzis Schwester raubte, fand sein einfältiges Denken noch private Parallelen: hatte der Rabbiner ihn nicht neulich angesprochen, ihm gesagt, daß Sarah des öfteren mit dem jungen Dellendahl, dem Sohn des christlichen Brauereibesitzers, gesehen worden sei; daß er ihr das untersagen solle, denn würde der Goj nicht ein jüdisches Mädchen nur ausnützen und niemals, niemals heiraten wollen, und wäre es wohl ein Segen für ein jüdisches Mädchen, einen Christen zu heiraten — soweit hatte Calm gedacht, da griffen die Colonna in den Kampf vor Rienzis Hause ein, fochten mit den Orsini — o ja, er glaubte es lächelnd, sie rissen sich schon um Sarah, Sarah war schön, schöner als ihre Mutter... Da aber kam eine große, scheltende Stimme, die Stimme Rienzis, da kamen Worte, die Calm herausrissen aus sich und in das Werk hinein: „Dies ist Eur Handwerk! Daran erkenn ich Euch! Als zarte Knaben würgt Ihr unsre Brüder, Und unsre Schwestern möchtet Ihr entehren!... Verödet, arm, versiegt das stolze Rom, Und was dem Aermsten blieb, das raubt Ihr ihm, Brecht, Dieben gleich, in seine Läden ein —“ Calm hatte den Kopf gehoben, sah gespannt auf den Mund des Singenden da im Halbdunkel: War das nicht im Anfang die Leidensgeschichte seines Volkes, wie man sie ihm erzählt hatte, hundert Mal — — war das nicht dann die Leidensgeschichte seiner Zeit, da adlige Herren, Colonnas und Orsinis und Askanier und Trosegks, den Bauern die Saaten zerstampften auf der Jagd, da brutal eingetriebene Steuern das Gewerbe ruinierten — „Brecht, Dieben gleich, in seine Läden ein", sprach er dumpf nach. Da, höhnten sie nicht den Sprecher, den Rienzi? „Narren" nannten sie ihn, was hatte er sich auch auf der Straße zu zeigen, wenn Durchlauchten vorüberfuhren, der Narr ... Aber jetzt, halt, was war das, was kam da für ein machtvoller, entschlossener Ton: „Sie ziehen aus den Toren! nun denn, ich will sie Euch verschließen!" Den Colonnas, den Kersten, den Trosegks, — wer? Wer wollte denen die Tore verschließen? Der kleine Mann da am Klavier? Der einen ungeschickten Körper hatte und einen zu großen, häßlichen Kopf wie er, wie der Jude Calm? Von dem erwartete das Volk, öas ihn umstand, so viel, alles? „Wann kommt der Friede, das Gesetz, Der Schutz vor jedem Uebermut?" Jawohl, das Gesetz: wo war das Gesetz, das ihm die Straße gab für seine Steuern und das Feld und den Fluß und das Schloß für seine Arbeit, jawohl, auch das Schloß, wo die Nichtstuer hausten und dekretierten? Waren nicht alle gedernütigt vom Uebermut, Juden wie Christen? Wahrscheinlich war dieser Rienzi klein, armselig, häßlich, wie der Klavierspieler dort, gewiß auch ein Jude, wie der Lohgerber — und doch hielten sie sich an ihn, da war keine Ghettoerinnerung und keine stillschweigende Verachtung, da war nur die große Frage: „Wann machst Du uns frei?" Calm sank wieder in sich zusammen, vom Uebermaß des Erlebnisses geschüttelt, von der Verlockung übermächtig gepeinigt, sich an Rienzis Stelle zu denken — auch wurde die Musik jetzt weicher: da sieh, auch ein Adliger, ein Reicher, ein Christ gesellt sich zu Irene, zu Rienzi, er liebt das Mädchen wirklich, sie stehen zusammen, alle drei, gegen die da oben... Calm konnte sich die Szene nur noch vor seinem Hause denken, mit seinen Bernburger Nachbarn, er sah jeden einzelnen, und mit dem herzoglichen Schloß darüber... und jetzt warf der Mann am Instrument den Kopf empor, eine Marschmelodie setzte ein, wie das Militär sie spielte, wenn es durch die Stadt zog, nur schöner war diese hier und mitreißender, — Calm vergaß, daß Sarah und die Gesellen aufwachen mußten, alles war vergessen, es zwang ihn auf vom Stuhl: „Wer trüge länger Schande? Das Volk erheben wir! Wenn Trei der Römer Bande, Lohnt Glück und Größe Dir!" Abraham Calm stieg es heiß in die Kehle. „Das Volk erheben wir!" Das Volk! Zum ersten Mal gewann das Wort für ihn Bedeutung. Nicht dies eine, kleine, dies auserwählte Volk, von dem der Rabbiner erzählte, nein, sie alle, die ihn flüchtig, verächtlich grüßten aut der Straße —: es ihnen sagen, daß man zusammengehörte, daß man eins war, eins sein mußte, um frei zu sein — es ihnen sagen wie dieser da, mit gewaltigen, tönenden Worten, daß sie einstimmten: „Wer trüge länger Schande — —" Und jetzt, jetzt — wiederum sprach Rienzi — Calm war Rienzi, er stand auf dem Platz vor seinem Hause, seine jüdisch beweglichen Hände wußten sich nicht mehr zu halten, sie nahmen Schwurstellung an, seine zitternden Lippen rissen dem Sänger jedes Wort vom Munde, sprachen es immer rasch, flüsternd noch mit: „Die Freiheit Roms sei das Gesetz, Ihm untertan sei jeder Römer, Bestraft .sei streng Gewalt und Raub Und jeder Räuber Romas Feind. Verschlossen sei, wie jetzt es ist, Den Uebermiitgen Romas Tor; Willkommen sei, wer Frieden bringt, Wer dem Gesetz Gehorsam schwört. Die Feinde treffe unser Grimm, Vernichtet sei der Frevler Schar, Daß froh und frei der Pilger zieh, Geschützt der Hirt der Herde folg!" Calm hatte all die Worte, die in seinen Traum nicht hineingehörten, die er kaum verstand, Roma, Pilger, mitgesprochen — was lag an diesen Worten, es schien ihm alles so schön, so wahr... Da aber zuckte er jäh zusammen. Wie — sie wollten ihn z.um König machen? Ihn, den krüppligen, kleinen Juden, zum König? Ach nein, ach nein, nicht das — man mußte also König werden, wenn man das tat, dann konnte er es doch wohl nicht tun — Calm sank wieder in seinen Stuhl, die Suggestion wollte weichen, „Nich doche", sagte er gequält. Nun antwortete Rienzi — Calm lauschte wieder auf. Er würde annehmen, gewiß, es war alles aus — aber nein, nein, Calm fuhr empor: „Nicht also: Frei wollt ich Euch haben!" „Frei!" wiederholte er andächtig, jubelnd. „Doch wählet Ihr zum Schützer mich der Rechte, Die dem Volke zuerkannt —" Zum Schützer der Rechte! Nicht König! Ja: Schützer — das wollte er sein. Das konnte er sein. O — nicht König! Calm hielt sich am Tisch. Seine Stirn zuckte, seine Augen füllten sich mit Tränen. Sein Herz schlug im Rhythmus des Jubelchors: „Ein neues Volk erstehe Dir, Ein freies Volk — — —" Es pochte laut, hämmernd an der Tür. Wagner riß jäh die Hände vom schrillenden Klavier. Sie lauschten bleich, wortlos. Calm sah fragend auf den Zitternden. Wagner winkte ihm, zu öffnen. Er hatte seine beiden Hände auf den Tisch gestützt, eng geschlossen. Sie waren weiß vor Erregung. Draußen stand ein schlanker Mann vor einem Reisewagen, den Hut vom blonden Haar gezogen. „Ist Herr Kapellmeister Wagner aus Dresden bei Ihnen?" Calm schwieg ratlos. „Ich komme als Freund." Calm trat beiseite. Der Fremde stürzte ins Zimmer. „Semper!" schrie Wagner auf. „Wir müssen fliehen", stieß der andere atemlos heraus. „Das Hoftheater —" „Ich weiß, es ist abgebrannt, aber was hat das —" „Man hat Deinen Paß vor dem Theater gefunden. Salomon Reissiger hat Dich als Revolutionär bezeichnet, hat Dein 'Signalement gegeben, Du wirst der Brandstiftung bezichtigt." „Ich — ich —" „Ich selbst konnte der Verhaftung im letzten Augenblick entfliehen. Komm schnell. Mein Wagen steht draußen. Wir müssen nach Paris." „Von wem weißt Du, — wer weiß noch, daß ich hier bin?" „Im Gasthaus sagte man mir, Du sähest Dich hier nach Pferden um. Man ahnt noch nichts. Gottlob, daß Du noch nicht fort bist! Aber komm schnell! Es ist keine Zeit zu verlieren." Wagner griff nach Hut und Mantel. „Nich doche!" sagte plötzlich Calm laut, der in der Tür stand. „Wenn die Torwache den Härren Schwierigkeeten macht —" „Es hilft nichts." Semper zerrte Wagner zur Tür. „Wir müssen fort!" „Die Härrn solln je oo fort. Es is gleich drei. Um die Zeit fahre ich mennijesma oo sonst schonn los rnit'n Fellwagen. Die Härrn könn’n sich verstecken unter de Felle. Wir wern fahren bis ins nächste Dorf. Da kenn ich wän. Ihr Wagen wird nachkommen morgen." „Calm", sagte Wagner, „ich kann Ihnen heute nicht so danken. Aber später — ich verspreche es Ihnen, — wenn Sie einmal —" Calm war schon hinaus, öffnete das Hoftor, verständigte sich rasch mit dem Kutscher. Polternd rollte das Gefährt in den Hof. Im Torweg, auf der Treppe von oben, stand, notdürftig angezogen, Sarah, „was isn los, Vater?" „Nischt Besonderes. Ich muß zwee Härrn nach Göthen bringen. Jeh schlafen, Techterle!" Sie ging ruhig wieder hinauf. „Schön ist Ihre Tochter — bildschön!" sagte Wagner, der mit Semper herausgetreten war. Calm spannte die schweren Braunen an, legte Fette in den Wagen, ließ die beiden sich in die Mitte setzen und stapelte Felle um sie auf. Als er eine große Kuhhaut über den Hohlraum deckte, in dem sie bequem saßen, flüsterte Wagner: „Ich glaube, Sie werden bald andere Felle gerben, Herr Calm." Abraham Calm schwieg. Sein Gesicht war undurchdringlich. Schwerfällig kroch das Gefährt aus dem Hof. Schönemanns Monatshefte gehen in Westermanns Monatsheften auf. Die vor einigen Jahren gegründeten Schünemanns Monatshefte, die sich eines großen Ansehens erfreuten und durch ihren reichen Inhalt einen stattlichen Leserkreis erworben hatten, sind, wie wir erfahren, in den Verlar; von „Westermanns Monatsheften" übergegangen. Die Zeitschrift selbst erscheint nichts mehr; sie geht in WesterinannS Monatsheften auf. Es ist zu begrüßen, daß dadurch „Westermanns Monatshefte", die erste und schönste deutsche illustrierte Monatsschrift, eine noch weitere Verbreitung finden. Den interessierten Lesern unseres Blattes sendet der Verlag Georg Westermann in Braunschweig gegen Einsendung von 30 Pfg. Porto ein Probeheft gern kostenlos. Kalendarium f. die Zeit v. 31. 7. b. 7. 8. 29 IuH 1929 Tammus 5689 Mittwoch 31 23 August 1929 Donnerstag 1 24 Freitag 2 25 Sonnabend 3 26 Neumondweihe Wochenabfchnitt: Mattauß-Maffei Haftarah: Jeremia 2, 4—28; 3, 4; 4, 1 u. 2 Sabbat-Ausgang: 8.47 Uhr Sonntag 4 }7 Montag 3 28 Dienstag 6 29 Jom Kippur Koton Ab 5689 Mittwoch 7 1 Rosch Ehodesch

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