Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 9 (1929)
- Issue
- 22 (31.5.1929)
- Date
- 1929-05-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jahrgang Jüdische 5 '■ _ Tie Tagung des Wütverbandes für das religiös-liberale Jrrdentum, die vor kaum Jahresfrist weiten jüdischen Kreisen Gelegenheit gab, Erkenntnisse und Methoden jüdischer Arbeit in Deutschland an den Ergebnissen anderer Länder zu messen, hat sicherlich dazu beigetragen, daß in jüdischen Frauen der Wunsch lebendig wurde, diese Prüfungsmöglichkeiten auch einmal für die jüdische Frauenarbeit geboten zu haben. Wir begrüßen es, daß der jüdische Frauenbund von Deutschland die Anregung der Mrs. Rebekah Kohut- Amerika, ausgegriffen hat, über die Notwendigkeiten und Ausgaben eines internationalen jüdischen Frauenbundes in einem größeren Kreise deutscher Jüdinnen innerhalb Deutschlands zu beraten. Vom 3. bis 6. Juni tagt in Hamburg die Weltkonserenz der jüdischen Frauen. Aus vielen europäischen Ländern, aus Palästina und dem wahlverwandten Amerika werden sich jüdische Frauen in Hamburg zu erster Arbeit treffen, um wichtige Frauenfragen aller Länder für das notleidende, kämpfende und mit vielen Problemen ringende Judentum zu klären, zu entwickeln. Neues zu lernen und für die jüdischen Belange wichtige und fruchtbare persönliche und sachliche Beziehungen anzuknüpfen. Der Jüdische Frauenbund wünscht und hofft, daß die sorgfältig vorbereiteten Tagungen, die die würdige und erfahrene Mrs. Kohut-Amerika leiten wird, seinen Mitgliedern und Freunden Bereicherung und Anregung bringen. Die wichtigen Probleme jüdischer ReligionK- und Erziehungsfragen, sozialer und Gememdefragen, die internationalen Angelegenheiten, wie die Bedeutung des Völkerbundes, Frauen-- und Mädchenschjuh, Minoritätenschup, Palästinamandat können für die verantwortungsbewußten Jüdinnen Amerikas und Europas eine Grundlage für gemeinsame jüdische Arbeit geben und denk Gesamtwohl des Judentums dienen. Gemäß den Leitsätzen, die bel der Weltkonferenz jüdischer Frauen 1923 in Wien aufgestellt wurden, soll der internationale jüdische Franenbund dazu dienen, unter Wahrung der nationalen Gefühle der Einzelnen und ihrer praktischen Betätigung in ihren Heimatländern aus der Basis jüdisch-sittlicher Weltmission das Wissen um das Leben der Juden in anderen Ländern zu vermehren, Verständnis für die Kultur der Juden in der Welt zu schaffen, die Gegensätze der Juden untereinander zu vermindern und die Leiden der Juden in der Welt zu lindern. Wir heißen die Weltkonserenz jüdischer Frauen, zu der Deutschland ebenso wie alle anderen Länder sechs Delegierte und sechs Ersatzdelegierte entsendet herzlich willkommen. Wir wünschen aufrichtig, daß die Referate von Miß Lizzi H and s, England, Frau Siddy Wronsky, Deutschland, Mrs. Masil Q. Henriques, England, Frau Ethel Baraczs, Ungarn, Mrs. Frances D. Pollak, Amerika, Frau Ottilie Sch önewald, Deutschland, Frau Paula O l l e n d o r s, Deutschland, Frau Caroline W i j s e n - beek -Franken, Holland, Frau Anitta Müler-Cohen, Oesterreich, Frau Helene Hanna Thon, Palästina und Mrs. Rebekah Kohut, Amerika, die sich mit den Aufgaben eines internationalen Frauenbundes: Stärkung der Bekenntnistreue zum Judentum, Erziehung zum Judentum, soziale Fürsorge für das notleidende Judentum, Durchführung der allgemeinen Frauenforderungen innerhalb des Judentums, beschäftigen, einen fruchtbaren Widerhall finden mögen. Vom 9. bis 12. Juni feiert der Jüdische Frauenbund von Deutschland in Berlin aus seiner 11. Telegiertentagung das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens. Der Bund, der sich unter Führung von Bertha Pappenheim-Frankfurt am 15. Juli 1904 konstituierte, kann mit Stolz an seinem Jubeltage aus ein Vierteljahrhundert jüdischer Frauenarbeit in Deutschland zurückblicken. Es muß einer späteren Berichterstattung Vorbehalten bleiben, Wirken und Wollen des Bundes kritisch zu werten. Eine religiöse Feier, in der Rabbiner Dr. Baek die Festansprache hält, wird die Tagung des Bundes einleiten und ein gesellschaftlicher Begrüßungsabend soll die Frauen der Reichshauptstadt mit den Vertreterinnen des Reiches in sorglos heiterem Beisammensein vereinen. In den Arbeitssitzungen, die wie die gesamte Tagung unter Leitung der Bundesvorsitzenden Frau Bettina Brenner-Leipzig stehen, werden die Referate von Paula Ollendorf-Breslau, Hanna Karminski-Berlin, Bertha Eschelbacher-Düsseldorf, Frieda Weinreich-Berlin, Helene Meyer-Berlin, Professor Selma Meyer-Düsseldorf, Rechtsanwalt Tr. Marg. Berent-Berlin und die Arbeitsberichte der Bundeskommissionen hoffentlich vor einer stattlichen Zahl jüdischer Frauen aller religiösen und politischen Richtungen Zeugnis ablegen über die erreichten Ziele und das weitere Streben des Bundes'. 50 OÖÜ deutsche Jüdinnen aus Nord und SW, aus Oft und West des Reiches, die in dem Jüdischen Frauenbund von Deutschland vereinigt sind, werden in den Jubiläumstagen den tiefest Sinn des Leitgedankens nachempfinden, der dem Tagungsprogramm vorangestellt ist: „Wenn Gemeinschaften, religiöse, politische, soziale nicht außer ihrem statutenmäßig sestgelegten Arbeits- und Jdeenkreis durch ein Ethos oerbnnden sind, das gelegentlich wie eine Feuersäule aus dem Dornbusch hervorbricht, dann ist Einsamkeit besser als Gemeinschaft." Möge das Ethos jüdisch-sittlichen Verantwortungsbewußtseins diese Frauentagungen adeln. Lift Leibholz. Gründung des „Weltverbandes jüdischer Handwerker" Eine große Bedeutung wird der Tag haben, an dem die Delegierten von acht Staaten, aus gesandt von den jüdischen Handwerkervereinen, sich entschlossen, einen Weltverband jüdischer Handwerker zu konstituieren. „Einzelne Delegierte sprachen gar von der „welthistorischen Bedeutung" dieses Tages für das Judentum. Wenn. man auch noch nicht so weit zu gehen braucht, schon durch die große öffentliche Kundgebung am Sonntag im Kaiserhofsaal hat die Tagung ein weitgehendes Interesse für jüdische Kreise und auch weit darüber hinaus bekommen. Der große Saal des Kaiserhofes in Beuthen ist mit Grün geschmückt. Eine riesige Leinwandtafet „Gott segne das ehrbare Handwerk" prangt Wer der Präsidententribüne. Darunter das überlebensgroße Bildnis des von den Beuthenern sehr geehrten verewigten Rabbiners Dr. Koppstein. Es sind eine reiche Zahl von Delegierten erschienen, Abgesandte öffentlicher Korporationen haben ihre Ehrenplätze bekommen und die jüdische Bevölkerung von Beuthen hat sich massenhaft eipgefunden. — Der Pressetisch weist die Bertr.ter der oberschlesischen Tageszeitungen, dann fast alle jüdischen Zeitungen Deutschsands und dazu die Vertreter der polnisch-jüdischen Zeitungen auf. Kurz vor II Uhr erklingt feierlicher Harmoniumklang und Oberkantor Tarschis singt „Wie schön sind deine Zette, Israel". Herr Seide mann - Beuten bewillkommnet alle Erschienenen, besonders die Festgäste und die Delegierten, die über alte Grenzen hierhergeeilt sind. Ein neuer Schritt in der Weltgeschichte des jüdischen Handwerks stehe bevor. — Er grüßt den polnischen Generalkonsul, den Stadtverordnetenvorsteher von Beuthen und preußischen Landtagsabgeordneten, Herrn Z a w a tz s k i, den Rabbiner Dr. Goll i n s k i und den Sejmabgeordneten R a s n e r, sowie den Vertreter der Handelskammer. Wilhelm Marcus, Berlin, der Vorsitzende und Einberufer der Tagung und zugleich der Vorsitzende des Zentralverbandes der jüdischen Handwerker Deutschlands, stattet zuerst den Dank an die Stadt und an die Ortsgruppe der jüdischen Handwerker Beuthen, wie auch an das Verkehrsamt Beuthen ab, die den Verband so warm begrüßt und soviel Fürsorge angedeihen lassen. In Beuthen ist der älteste Handwerkerverein unser treuer Mitkämpfer. Hier findet man ein schönes Zusammenleben zwischen Juden und Nichtjuden in allen Formen und so wie in Beuthen, trotz der Grenzziehung, auch eine Verständigung mit den Menschen des anderen Staates vor sich gehe, so wollen wir auch eine internationale Verständigung unter den jüdischen Handwerkern der Welt herbeiführen. — Vielleicht erfüllen sich noch nicht heute alle Hoffnungen, aber Taktik und Tempo der neuen Zeit wollen wir übernehmen. Und wie das ganze Kulturleben nicht an den Grenzen der Staaten halt machen kann, so auch unsere Bestrebungen. Wir wollen heute auch den Nachweis für die ganze Oeffentlichkeit erbringen, daß unter den Juden massenhaft produktive Menschen sind. Nur die böswillige Unkenntnis über Juden kann behaupten, daß wir keine Handarbeiter haben. In Polen und den Ostländern ist der Handarbeiter im Judentum im stärksten Maße vorhanden. Die ökonomischen Verhältnisse in allen Staaten sind verschieden, aber der Weltverband werde sie untersuchen und kontrollieren. Schon sei festgestellt, im Osten seien sie furchtbar und schwierig. In Deutschland haben wir gleiche Rechte. Aber das Gemeinsame, die große Not des Mittelstandes, auch bei den Juden. Wir wollen die Stunde wahrnehmen, die Brücke nach dem Osten muß auch von uns zu unseren jüdischen Brüdern geschlagen werden und so sehen wir große Perspektiven. Die heutige Festversammlung sei der erste Auftakt. Möge er so gelingen, wie wir es brauchen. Wir erleben jetzt einen historischen Moment des Judentums. L- Wolfs, Berlin, der 2. Besitzende des jüdischen Hand-> voerker-Berbandes: „Die Leidenschaft flieht, die Liebe muß bleiben". Der Völkerhaß, der Machtgedanke muß seine Grenzen finden. Nicht das Schwert, sondern der Geist muß herrschen, sagen unsere Weisen und dann auch: Die Welt ruht auf drei Pfeilern: Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden!... Mit diesem Gruße wollen wir in Beuthen unsere Arbeit beginnen. Es geht jeden einzelnen Juden und jeden Menschen aller Konfessionen an, ob wir die Lage vieler Tausender von Menschen bessern wollen. Lange Zeit hat das Wort von der Unproduktivität der Juden geherrscht. Als Parasiten und Schmarotze« wurden sie bezeichnet, sie, die durch eine schmachvolle Gesetzgebung und Gewalt durch Jahrhunderte gewaltsam von jeder produktiven Betätigung serngehalten worden sind. Das Handwerk war ihnen immer verboten.. und jetzt, kaum 100 Jahre der Freiheit bei uns, und erst einige Jahrzehnt« im Osten.. und überall finden wir den jüdischen Handwerker und Handarbeiter. Und nun beginnt aber auch die Tragödie des Handwerks bei den Juden, besonders im Osten. Der Krieg hat das Meiste zerstört.... man . muß zum Aufbau helfen. Und in der ganzen Welt haben Kartelle und Syndikate eine Machtstellung erobert., hat das Handwerk noch eine Zukunft? Die Frage ist nicht zu verneinen! Das Handwerk steigt in seinen Leistungen bis zur Kunst auf. Und die Wertschätzung dem Handwerke muß erobert werden auch im Judentum. Wir haben in Deutschland viele jüdische Handwerker. Sie sind überall zu finden, was schon beweist daß wir 18 Ortsgruppen des Verbandes haben. Wir wollen keine Zedoko, sie erniedrigt das Selbstbewußtsein. Wir wollen das Recht auf Arbeit erkämpfen. Keine jüdische Gemeinde darf ihre jüdischen Steuerzahler mehr übersehen. — Die Oeffentlichkeit darf uns nicht mehr im Sttche lassen.. sonst entsteht die Bewegung zum Luftmenschentum. Der Frirdhoffchänder spotten wir. Wir haben «ns nicht vor fremden Göttern gebeugt. Judentum ist Glaube zur Aufwärtsentwicklung. Pioniere des werktätigen Judentums wollen wir sein. , Rabbiner Professor Dr. Gollinski begrüßt als Protektor des Beuthner jüdischen Handwerker- und Gesellenvereins und der Synagogengemeinde, wie auch des Rabbinerverbandes. Jüdische Handwerker nehmen in Beuthen und in Deutschland ein« geachtete Stellung ein. Ehre war immer im Judentum den Handwerkern und Ackerbauern gewidmet. Sie waren in alten Zeiten die Repräsentanten des Judentums und aus den Werkstätten und vom Pfluge eilten sie in die Lehrhäuser. Sie waren die Lehrer und „Gesetzgeber des jüdischen Volkes". Herrlich ist das Handwerk, denn es „ehrt den Meister", heißt es in den Büchern der Juden. Die grausame Gesetzgebung einer seindlichen Welt hat uns abgedrängt von dem, was wir immer getan. Nun haben wir den Willen, uns zurückzufinden und wir haben uns gefunden. Schon im Jahre 1907 hatten wir 40 000 jüdische Handwerker in Deutschland und in Polen. Rußland und Amerika noch viel, viel mehr. Es ist ein Ausweg aus der schweren Zeit. Der jüdische Mittelstand im Handel ist bedroht... das Handwerk ist der Ausweg. Ihre Arbeit geht in die Bahnen alter jüdischer Tradition. Sie ist sittliche Arbeit an der ganzen Gemeinschaft. Sie bringt auch Frieden den Menschen: „Gott segne das ehrbare Handwerk." Es folgte nunmehr eine große Anzahl von Begrüßungsansprachen. Landtagsabgeordneter Z a w a d s k i sprach als Vertreter der Stadtverordnetem, Dr. W c-i ß m a n n für die Synagogengemeinde, Obermeister B u d i c z e k als Vertreter der Handelskammer in Oppeln, Justizrat Dr. Skalier für die Vereinigung für das liberale Judentum. Sejmabgeordneter R a s n e r, Polen, die markanteste Gestalt auf dem Kongreß, spricht temperamentvoll in jiddisch, rein und klar und allen verständlich: Noch vor 15 Jahren war keine Möglichkeit, Juden zu organisierm. Der Zarismus hatte uns in den Krallen. Jetzt haben 36 o/o aller Juden in Polm von 3 Millionen als Handwerker in unserem Verbände organisiert. 150 000 jüdische Handwerker haben wir in Polen! Die Tragödie des jüdischen Volkes in Polen ist keine Redensart. 50 o/o hat der jüdische Handel abgenommen, sie übergehen in das Handwerk. Der Gedanke des jüdischen Handwerksweltverbandes ist uns eine Freude. Der Osten muß ganz zur Produktivität übergehen. Es sind große Möglichkeiten im Kleingewerbe und Handwerk, aber es ist kein Geld da und auch keine Kenntnis der modernen Wirtschaftsmethoden. Ueberall klingt die Stimme des jüdischen Handwerks bei uns mit. Im Sejm, in den Handwerkskammern, in allen Gemeinden und Körperschaften. Wir sind überall vertreten. Es geht eine große Umschichtung des deklassierten Teiles der Juden nun vor sich. Aber wir arbeiten primitiv. Vielleicht 200 Jahre zurück. Der Wellverband wird den Anstoß geben, daß wir modern arbeiten werden können. Man wird erkenne», daß die Juden zur Arbeit hinftreben. Nicht nur in der Judenschast, soichern auch im jüdischen Handwerk muß bei uns eine Umschichtung vor sich gehen. 16 000 jüdische Schuster gehen vor Armut zugrunde. Man muß Helsen und Mittel zur PrÄ>uktivierung schaffen. Wir sehen im .Weltverband einen Weg zur Erfüllung von Mealen und zur Arbeit. Die größte jüdische Handwerkerorganisativn der Welt will arbeiten... und so muß es vorwärts gehen. Gurewitz aus Kowno überbringt die Grüße der jüdischen Handwerker aus Litauen. 22 o/0 der Juden sind Handwerker bei uns. Aber überall ist ettvas für die Handwerker geschehen, bei uns ist nichts: keine Innung, keine Handwerkskammer. Noch kein Parlament hat sich mit uns beschasti-gt. Der „Ort" hat die Ausgabe, das zu erhalten, was da ist... aber wir müssen selbst das System dazu schaffen. Ein Teil in Litauen hungert, nur konstruktiv« Hilfe kann uns retten. Lewi-Prag sür die Tschechoslowakei: Das Märchen ist auch bei uns zerstört, daß die Juden nur geistige Arbeit leisten wollen. Aber auch bei uns ist große Notlage. Allen zu helfen, ist unsere Pflicht im Weltverband. Laub für Belgien: Wir kennen bei uns keinen Antisemitismus. In unserem Lande arbeiten die Juden überall mit und so feiern wir jetzt das 26 jährige Bestehen der Diamantenindustrie, einer rein jüdischen Handwerkerarbeit. 22 000 Juden sind da beschäftigt. Jede Woche wird ein Lohn von 11 Millionen Franken ausgezahlt. Die belgische Regierung hat alle Juden, die während des Krieges geflüchtet sind, zurückgeholt. Nach dem Kriege aber bekamen wir die Einwanderung vom Osten, die müssen wir produktivieren, der erste Posten ist jetzt der Weltverband. Dr. Feurig spricht für die Warschauer jüdischen Handwerker, Dr. I a r z u l s k i .für den „Ort" in Polen, Baumeister Perl aus Breslau für die Deutschen, Freymann, Königshütte, für die jüdischen Handwerker in Polnisch-Oberschlesien und Fischer sür Krakau. Aus Palästina, Rumänien, Ungarn und Lettland kamen schriftliche Zustimmungen und begeisterte Erklärungen sür den Weltverband. Seidemann konnte für die erhebenden Worte allerseits danken und Oberkantor Tarschis konnte mit dem „Hallelujas" die Feier beschließen. Die Kundgebung hatte einen großen Eindruck hinterlassen und wird auch sicher in ihrem positiven und gefühlsmäßigen Wert voll ausgenützt werden können. Der Weltverband jüdischer Handwerker wird insbesondere von den großen jüdischen Gruppen im Osten als eine Notwendigkeit, wenn nicht gar Rettung empfunden und man kann sich der Tatsache nicht «ntschlagen, daß sie alle Hoffnung auf die geistig« Hilfe von Deutschland mit nach Hause nehmen. Am Montag wurde die eigentliche Arbeit für die Gründung des Weltvevbandes geleistet. Jetzt kam die hatte praktische 336621