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Jüdisch-liberale Zeitung · 1929-04-19 · 16 (19.4.1929) · page 3

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
9 (1929)
Issue
16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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achten. So ist die Liebe zugleich Quell der Religion und > Grundlage des Gemeinschaftslebens der Menschen. Aber das Sittengesetz besagt freilich mehr als das Ge-« bot der Liebe. Achtung ist ein rein sittlicher Affekt. In der Anerkenntnis der Gleichberechtigung der Menschen, in der Idee der Gerechtigkeit gründet sich und oollendet sich die soziale Ordnung im Staat.*) Es ist unmöglich, daß der Einzelne, das Individuum, zur sittlichen Persönlichkeit wird, seine sittliche Bestimmung erfüllt, wenn er nicht die Idee der Menschheit in jedem seiner Mitmenschen anerkennt. Hat man einmal begriffen, daß ohne Liebe und Gerechtigkeit kein Gemeinschaftsleben der Menschen, also besonders auch kein Leben im Staate möglich ist, so wird man auch verstehen, daß kein Staat einseitig konfessionell eingestellt sein darf, daß vielmehr der Staat seinem eigenen Begriff nach die Gleichberechtigung aller Konfessionen anerkennen muß. So ist es in unserer staatlichen Verfassung, wie sie sich das deutsche Volk in Weimar gegeben hat, auch festgelegt; und darauf können wir stolz sein. * Nicht aber können wir stolz sein auf die Praxis des Lebens, die dem in der Verfassung aufgestellten Ideal noch ganz und gar nicht entspricht. Immer wieder müssen wir mit Beschämung von Beleidigungen und Kränkungen lesen, die unseren jüdischen Mitbürgern angetan werden. Gerade als Nichtjude erhebe ich hiergegen erneut meine Stimme. Was soll man dazu sagen, wenn irregeleitete, verhetzte Jünglinge weder vor der Majestät des Todes Achtung zeigen (Friedhofsschändungen!), noch auch vor der Heiligkeit des Gotteshauses (Bochum)! Man betet die Macht an und vergißt die Liebe; man' verhöhnt die Gerechtigkeit und glaubt „völkischen Interessen" zu dienen. Aber bedenkt man nicht, daß die christliche Gemeinschaft selbst schaden leidet, wenn fte so die Grundpfeiler aller Religion nicht zur Anerkennung zu bringen weiß? Gewiß! alle wirklichen Christen verachten und verabscheuen solch ungesundes, unsittliches Tun! Aber die Erziehung hat nicht sittliche Macht genug, gibt nicht genügend Charakterstärke der Jugend mit; Liebe und Gerechtigkeit sind nicht tief genug in den Herzen verankert, sonst könnten solche Ausschreitungen nicht Vorkommen. Es ist hohe Zeit, daß wir uns besinnen: Christen und Juden glauben an einen Gott; die 10 Gebote Moses sind uns gemeinsam, und Liebe und Gerechtigkeit verlangen, daß wrr ckls Brüder miteinandergehen. Ter Kultus der Macht zerstört das Volk, zerstört aber auch die Basis des religiösen und politischen Lebens. Wir müssen zum Ideal der Humanität zurückkehren, wenn wir unsere Zukunft nicht prekZgeben sollen. *) 2-cn Zusammenhang der Begriffe „Liebe und Gerechligkeit" mit der Idee Gottes hat H. Cohen in einem schönen Aufsatz dargetan. Bergt. Indische Lchrisien, Bd. III, 3. Ut ff. Umschau Das Judenaustreibungsedikt von 1492 im heutigen Spanien noch in Kraft? Wir hatten in der vorigen Woche eine Meldung der Jüdischen Telegraphen-Agentur aus Sofia wiedergegeben, in oer von dem Präsidenten der Jüdischen Völkerbundsltga m Bulgarien, Tr. Saul Mezan, im Hinblick auf die im Mai d. I. in Madrid stattfiudende Vollkonserenz der internationalen Völkerbundsgesellschaften an i>eu Präsidenten der Union der Völkerbundsligen die Frage gerichtet wurde, ob oas Austreibungsedikt von 1492 als effektiv aufgehoben betrachtet werden kann. In einer Nachbemerkung zur Jta-Meldung hatten wir bereits betont, „oaß uns die oacin enthaltene Frage reichlich überflüssig zu sein scheint," da tatsächlich ooch kein vernünftiger Mensch der Auffassung sein dürfte, oaß dieses Edikt noch in Kraft ist, und schließlich die Tatsachen eine klarere Sprache reden als Erklärungen oder vergilbte Eoitte. Nunmehr schreibt uns unser Mitarbeiter, Herr Tr. Golde: „Im Anschluß an me Frage, ob das Judena u s t r e i b u n g s - E d i k t von 1492 im heutigen Spanien poch in Kraft sei, wurde das Schreiben des Präsidenten der jüdischen Bölkerbunoslrga in Bulgarien wegen der Teilnahme der Juoen an der Vollkonferenz der internationalen Völkerbundsgesellschaften in Madrid im Mai d. I. mitgeteilt. Jenes offene Schreiben aber ist ebenso einseitig ungerecht wie unklug. Herrn Tr. Saul Mezan kann die Sitzung der spanischen Kortes vom 12. April 1869 nicht unbekannt sein, in welcher der Abgeordnete und spätere Präsident Emilio Castelär den wütenden antisemitischen Ausfällen oes Bürgermeisters von Bitoria mit einer Rede von so überwältigend hinreißender Kraft entgegentrat, daß nicht allein die Gesamtheit der weltlichen wie geistlichen Senatoren und die Leiter der Regierung zu einem in so leidenschaftlicher Macht noch nie gehörten Beifallsstürme hingerissen wurden, sondern auch die über den ganzen Balkan wie über Nordafrika, Vorderasien und auch Westeuropa versprengten jüdischen Spaniolen davon erneu nicht minder begeisterten und nachhaltigen Eindruck empfingen. Kein Wunder! Ter Redner hatte ausgeführt, er habe aus seinen vielen Reisen noch nie eine so warme Vaterlandsliebe angetroffen wie die der espanoles sin patria, der heimatlosen spanischen Juden, selbst seine eigene erscheine lau gegenüber der Liebe dies es Stammes für Sp anien. Er fragte den Sr. Manterola, ob er glaube, daß die Juden von heute dieselben wären, die Christus getötet haben, und der Berichterstatter fügt hrnzu: Wenn wir auch die gleiche Abstammung und die Gegebenheiten einer einheitlichen Bevölkerung leugnen und ihr Ansehen mißachten, wenn wir aber doch den Fall setzen, daß hier das katholische Gotteshaus, die evangelische Kapelle, die orthodoxe Kirche, die Synagoge und die Moschee in gleicher Weise zu erreichen sind und verehrt werden, dann müssen wir zugeben, daß hier ein gottessürchtiges Volk lebt und der Menschengeist in seiner köstlichsten Größe erscheint, der Achtung vor dem religiösen Gewissen. Daraufhin setzte eine von Madrid nach Paris weitergeleitete Bewegung ein, welche die Zurückführung der aus Spanien vertriebenen Juden in ihr altes Vaterland sowie ihre geistige, sprachliche und wirtschaftliche Verknüpfung mit diesem zum Ziele hatte. Als daher 1881 nach Pogromen m Rußland und der Ukraine eine große Anzahl der dortigen Juden sich an die spanische Regierung um Aufnahme in ihr Land wandte, wurde sre ihnen nicht allein gewährt, sondern diese übernahm auch die Kosten der Uebersiedlung. Zehn Jahre später erfolgte aus gleichem Anlaß eine wiederholte Aufnahme von weiteren Nachschüben, so daß heute in Spanien wie in Portugal eine Reihe von jüdischen Gemeinden bestehen. Die Anfrage Tr. Mezans an die Union der Völker- Die Anfrage Dr. Mezans an die Union der Völkerbundsligen zeugt von einer Unversöhnlichkeit, wie sie unter den Spaniolen sonst fast nirgends anzutressen ist. Sie erhebt die Fragesteller nicht über das : * : Versammlrmgskaleod« WJPI * Breslau. Jli „Abraham Geiger". Donnerstag, den 25. April <2. Sederabend), 20.15 Uhr, veranstalten wir im Restaurant Schaal eine gemein» fame Sederfeier. Die Kosten für ein Gedeck betragen für unsere Mitglieder Mk. 2,-, für Gäste, durch Mitglieder eingesührt, Mk. 3,50. Wir rechnen mit einer regen Beteiligung und erbitten rechtzeitige Zusagen an Alfred Berger, Breslau 13, Augustastraße 67, Fernsprecher 37754. Frankfurt a. M. Jüdisch-liberale Jugendgemeinschast. Ili-Eottesdienst Freilag, den IS. April, abends 8.30 Uhr, im Empfangssaal der Westendsynagoge. Ansprache: George Goetz, Berlin. Samstag, den 20. April, nachmittags 4.30 Uhr: Religiöse Fragen — Pessachvordereitungen. Rabd. Dr. Gottschalk. Sitzungszimmer der Westendsynagoge. Unsere Sederseier veranstalten wir Donnerstag, den 25. April (2. Sederadend), bei Dr. Hvffmann, Untermainanlage 7. Anmeldungen hierzu werden bis spätestens 20. April erbeten. s , nn>,< i i f»mww«»w«<wwini... Berlin-Rar»». Liberale Synagoge Norden, Schönhauser All« 162. Jede» Freitagabend liberaler Gottesdienst mit Chor und Predigt. Beginn 19.15 Uhr pünktlich. Freilag, den 19. April, Gottesdienst. Predigt: Hermann Fallenberg. Sonnabend, den 20. April, vormittags 10 Uhr, Gottesdienst. Predigt: Hermann Fallenberg. Pessach-Gvttesdienste: Mittwoch, den 24. April, abends 7.15 Uhr, Predigt: Dr. Swarsensky. Donnerstag, den 25. April, vormittags 10 Uhr, Predigt: Rabbiner Dr. Salomonski. Donnerstag, den 25. April, abends 7.15 Uhr, Predigt: Rabbiner Dr. Salomonfki. Freitag, den 26. April, vormittags 10 Uhr, Predigt: Rabbiner Dr. Salomonski. Freitag, den 26. April, abends 7.15 Uhr, Predigt: Prof. Dr. Friedländer. Sonnabend, den 27. April, vormittags 10 Uhr, Predigt: Rabbiner Dr. Salomonski. Berlin-Westeud. verein Liberale Synagoge Westend, Leistkkowstraß« 7-8 (Schulaula), nahe Reichrkanzlerplatz. Jede« Freitagabend liberaler Gottesdienst mit Chor und Predigt, vegin» 19.15 Uhr pünktlich. Freitag, den 19. April, Gottesdienst. Predigt: Rabbiner Dr. Klein. Freitag» den 26. April, Gottesdienst. Predigt: Rabbiner Dr. Salomonski. Sonntag, den 28. April (chaul hamaued), Pessachgottesdienst mit Predigt und Thoravorlesung. Berlin-Wilmersdprs. Liberale Synagoge Wilmersdorf (ln der Aula der Cäcilieufchule, Nikolsburger Platz): Jeden Freitagabend liberaler Gottesdienst mit Chor und Predigt. Beginn 19.15 Uhr pünktlich. Freitag, de» 19. April, Gottesdienst. Predigt: Rabbinatstandidat Dr. Manfred Swarsensky. Pessach-Gvttesdienste: Mittwoch, den 24. April, abends 7.15 Uhr, Predigt: Rabbiner Dr. Salomonski. Freitag, den 26. April, abends 7.15 Uhr, Predigt: Rabbiner Dr. Klein. i Niveau der Gegner, gegen die sie sich wenden, sondern sinkt zu diesem hinab. Selbst wenn die gegenwärtigen Zeitumstände das gelegentliche Zurückgreisen aus das längst überholte kirchliche Edikt möglich erscheinen lassen, so mußte die Anfrage danach doch in Madrid selber in der geeigneten versöhnlichen Form erfolgen,' um den Bestand der Tatsachen klarzuftellen." Jubiläumstagung des Jüdischen Frauenbundes. Der Indische Frauenbund von Deutschland begeht, wie schon mitgeteilt, im Juni dieses Jahres die Feier seines 25 jährigen Bestehens. Auf einem Presse-Tee, der in dem Hanse von Frau Kuczynski stattsand, unterrichteten die Vorsitzenden des Bundes: Frau Bettina Brenner, Paula Ollendorff und die Vorsitzende des Verbandes Groß-Berlin, Frau Falkenberg, die Vertreter und Vertreterinnen zahlreicher jüdischer und nichtjüdischer Zeitungen und Organisationen über Zweck und Ziele des Bundes und den Inhalt der Jubiläumsfeier. Vom 9. bis 11. Juni findet in Berlin eine Delegiertentagung des Bundes statt, die den Charakter einer Jubiläumstagung tragen wird. Referate von Frau Ollendorf, Fräulein Karminski, R.-A. Dr. Margarete Berent, Professor Dr. Selma Meyer-Düsseldors, Frau Johanna Meyer-Berlin, werden sich mit Rückblick und Ausblick der Bundesarbeit, der Internationalen jüdischen Frauentagung, bevölkerungspolitischen Aufgaben der jüdischen Frau in Deutschland, mit Berufs-, Ehe-, Erziehungs- und sozialen Fürsorgeangelegenheiten beschäftigen. Der Frauenbund, der sein Programm auf alter jüdischer Tradition und Verpflichtung aufbaut, sieht neben seinen praktischen Wohlfahrtsaufgaben eine sehr wesentliche Aufgabe darin, an der Ueberbrückung der konfessionellen Gegensätze in Deutschland, an der Bekämpfung des Antisemitismus und an der Unterstützung des Hilfswerks für Palästina mitzuarbeiten. Vertreterinnen aller jüdischen, politischen und religiösen Richtungen arbeiten gemeinsam an den Bestrebungen des Bundes mit. Der einstige Kronzeuge im Ritualmordprozeß von Tisza Eszlar gestorben. Amsterdamer Zeitungen berichten, daß vor einigen Tagen in Amsterdam, wo er seit Jahrzehnten als Diamantschleifer lebte und sich kümmerlich ernährte, Moritz Scharf, der einstige Kronzeuge in dem historisch gewordenen Ritualmordprozeß von Tisza-Eszlar, gestorben ist. Es hat eine Zeit gegeben, in der Moritz Scharfs Name in allen fünf Weltteilen Monate hindurch der am häufigsten genannte war. Es war die Zeit des Ritnalmordprozesses von Tisza-Eszlar, der vor dem Gerichtshof in Nyiregyhaza i. I. 1882 und dann vor dem ungarischen Kassationshofe i. I. 1884 verhandelt wurde. Der Hauptangeklagte in diesem Prozeß war Moritz Scharfs Vater, der Schächter von Tisza-Eszlar. Um die Osterzeit war die dortige Bauernmagd Ester Solymosi verschwunden, und es kam das Gerücht auf, sie wäre in der Tisza-Eszlarer Synagoge vom Schlächter Scharf unter Mitwirkung mehrerer galizischer Juden zu rituellen Zwecken ermordet worden. Unter dieser Beschuldigung wurden der Vater des 12 jährigen Moritz und die übrigen Beschuldigten verhaftet. Der kleine Moritz aber wurde von einem Komitatsbeamten in Pflege genommen. Im Verlaufe des Prozesses trat dann Moritz Scharf als Kronzeuge auf. Er sagte aus, durch das Schlüsselloch der Synagoge zugesehen zu haben, wie sein Vater und die übrigen Beschuldigten das Christenmädchen abschlachteten. Der 12 jährige Junge rezitierte seine Aussage in einer Weise, wie Schutzlinder ihre Lektion herzusagen pflegen. Man sah es dem Knaben an, daß er zu solcher Aussage präpariert worden war. Vo". berühmten Verteidiger Karl Eötvös ins Kreuzverhör genommen, gab Moritz so konfuse Antworten, daß die Anklage zusammenbrach. Bekanntlich endete der Prozeß mit einem freisprechenden Urteil. Mittlerweile hatte sich aber die antisemitische Bewegung in Ungarn unter der Wirkung der von Jstoczy und Verhovay angezettelten Verhetzung dermaßen verschärft, daß die Regierung in mehreren Gegenden des Landes das Standrecht verhängen mußte, um Pogrome zu verhindern. Als nach dem Prozeß die Person Moritz Scharfs ihre Wichtigkeit für die antisemitische Sache verloren hatte, wurde er „aus der häuslichen Pflege" des erwähnten Beamten entlassen, aber begreiflicherweise war seines Blebbens im väterlichen Hause nicht mehr, und so gelangte der Knabe nach Holland, wo er als Lehrling in die Dienste eines Diamantenschleifers trat. Nachdem er das Handwerk erlernt hatte, ließ er sich als Arbeiter seines Faches in Amsterdam nieder. Dort lebte er jahrzehntelang in stiller Zurückgezogenheit. - Nach dem erfolgten Freispruch der angeklagten Juden wurde erzählt, daß der Knabe Moritz Scharf sich seinem Vater zu Füßen warf, um Verzeihung bat und erzählte, die Gendarmen hätten ihn zu seiner falschen Aussage mit der Drohung gezwungen, daß sie ihn für Lebenszeit einsperren werden. Grundsteinlegung zum Bau des jüdischen „Settlements" in London. Mr. Bernhard-Baron, der berühmte Philantrop hat die feierliche Grundsteinlegung zu dem von ihm gestifteten Bau des jüdischen „Settlements" im Viertel St. George's im Osten von London vollzogen. Die Leitung des „Settlements" werden die liberalen englisch - jüdischen Kreise inne haben. Bernhard Baron hat für den Bau 65 000 Pfund zur Verfügung gestellt. Das „Settlement" soll ein Haus der jüdischen Jugend sein, mit Lehr-, Bibliotheks-, Turn- und Festsälen, sowie Rasenplätzen für Freiübungen. Mr. P. S. Waley begrüßte Mr. Baron mit herzlichen Worten und übergab ihm die Insignien und Münzen, sowie eine Photographie Mr. Barons, die dann unter den Grundstein gelegt wurden. Rabbi Maltuck sprach ein Gebet, woraufhin Mr. Leonhard Montefiore einen Brief seines Vaters Claude G. Montefiore verlas, in welchem es hieß, zum ersten Mal in der Geschichte des englischen Judentums werde eine solche Institution erbaut. Darauf begrüßte Anthony de Rothschild Herrn Baron. Der Bürgermeister von Stepeney, Frankel, gab der Genugtuung darüber Ausdruck, daß in East End von London eine solche Institution geschafften worden sei. Mr. Basil Henriques nannte das zu erbauende „Settlement" ein Monument der Liebe eines großen alten Mannes zur Jugend. Das Haus wird die Jugend zu guten Engländern jüdischen Glaubens erziehen. Mr. Baron, der bekanntlich über 75 Jahre alt ist, dankte den Rednern und sagte, er hoffe, die Einweihung des Hauses noch zu erleben. 4. Liste der Spenden für den Hilfsfonds Philipp Lehr, Berlin-Halensee; Adolf Ruß, Berlin NW; Frau Tr. Margarete Grünfeld, Berlin-Dahlem; Dr. med. Kurt M. Fleischer, Berlin-Schöneberg; Ernst Wallach, Berlin: Erich Bayer, Breslau; Jul. Hirsch, Dresden; Max Bendix, Elberfeld; S. Friedmann, Erfurt; Albert Schwab, Kreuzlingen (Schweiz); Max Salomon, Linden-Ruhr; Alex Adler, Linden- Ruhr; Ai »ritz Berney, Mainz; Albert Baer, Mannheim; Ludwrg Schwarz. Ratibor; Max Czapski, Berlin; R.-A. Ernst Heinr. Scligjohn, Berlin-Wilmersdors; Leo Abrahamsohn, Berlin-Wilmersdorf; Tr. Ernst Hirschberg, Berlin; Salomon Weiß, Berlm-Weißensee; Adolf Baumgarten, Breslau; Marg. Töblin, Duisburg; Louis Weiler, Elberfeld; Willy Wolfs, Frankfurt a. M.; Tr. M. Straus, Karlsruhe, Professor Dr. M. Stein, Karlsruhe; Siegst. Lobbenberg, Köln; Heinrich Heidenheim, Mannheim; Rabbiner Dr. Steinthal, Münster (Wests.); Joseph Prinz, Oppeln; R.-A. Dr. Marcuse, Stettin; San.-Rat Tr. Rich. Fronzig, Berlin; I. Ausricht, Breslau; M. Braniß, Breslau; Max Cohn, Breslau; Mathias Pulvermacher, Chemnitz; Ernst Lauter, Duisburg; Frau Marxyeimer, Düsseldorf; San.-Rat Tr. S. Wahle, Bad Kissingen; M. Grünbaum, Köln; Frau Helene Arnsdorfs, Königsberg (Pr.).r Rabb. Gustav Cohn, Leipzig; Karl Stiefel, Mannheim; R.-A. Tr. Hayum, Tübingen; Ernst Kohn, Berlin NW.; Richard Cassel, Berlin NW; Rabb. Dr. Weyl, Berlin; Justizrat Adolf Heymann, Breslau; S. Simon, Berlin; Frau Emma Brünn, Berlin; Ino Schwarz, Beuthen; Jul. Sachs jun., Breslau; Rabb. Dr. G. Salzberger, Frankfurt a. M.; Clemens Kahn, Frankfurt a. M.; Ludw. Pohl, Frankfurt a. M.; Rabb. Dr. Caesar Seligmann, Frankfurt a. M.; Rosalie Bergmann, Fürth; Isidor Schindler, Hamburg; S. Schwarz, Konstanz; Kcm.-Rat A. Mayer, Mainz; Max 'Wollenberg, Stettin; Willi Weinstein, Wiesbaden; A. Stein, Berlin; Kamme rgeuchtsrat L. Wolfs, Berlin-Charlottenburg; Alfred Reichmann, Breslau; Felix Schieß. Breslau; Siegbert Perser, Breslau; Alfred Bielschowsky, Breslau; I. Wolffohn, Breslau; Herm. Schiss, Breslau; Ern. Waldstein, Breslau; Emil Weigert, Breslau; Jul. Schindler, Hamburg; Frau Max Friedländer, Hamburg; H. Graetzer, Kryschanowitz; Albert Mann, Mainz; Direktor Hans Scheuer, Wiesbaden; Hermann Gotthrls, Berlin; Dr. Ernst Pasch, Breslau; Rabb. Tr. Vogefftein, Breslau; Ludwig Lange, Breslau; Paul Kanter, Breslau; Adolf Boehm, Breslau; Professor Dr. S. Weil, Breslau; Max Gins, Breslau; M. Schmoll, Breslau; Gebrüder Kahn, Chemnitz; Dr. L. Fränkel, Hamburg; D. Münden, Hamburg; Rabb. Dr. Italiener, Hamburg; G. H. Kühn, Liegnitz; Georg Cahn, Mainz; Dr. Tobias, Stettin; Paula Bloch, Berlin- Wilmersdorf; Arnold Schwarz, Breslau; Fritz Hecht, Breslau; Fritz Brauer, Breslau; Dr. S. Meidner, Breslau; R.-A. Dr. Wich. Kaufmann, Duisburg; Frau Minna Magens, Hamburg; Geschwister Knopf, Karlsruhe (Baden); A. Löwinsohn, Wohlan; Seminaroberlehrer Dr. Golde, Berlin-Charlottenburg.

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