Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1928-10-19 · 42 (19.10.1928) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
8 (1928)
Issue
42 (19.10.1928)
Date
1928-10-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2613366-2613947-2613989--2895-2620420
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

IMchMeraleZÄU Organ -er Vereinigung für das liberale Judentum e. V. VeMgogrei, durch di, Geschäftssteü« »/«Mhrvch M. LS» Muzeluvmmer gL0. Lei freier Zusendung i. Inland »LS Wie die MtgSeber der Vereinigung ist der Bezugspreis im MUgkebsbettrage enthalten. Verautmartl. Redakteur: Bruua La,da. Die „Jüdisch-liberale Zeitungerscheint jeden Freitag. Redaktion «nd GefchüftsfteUe: Berlin Sw 48, Wilhelmstr. 147 ‘featvnf: Vvrgmanu 3358, 3359 Voftscheckkovto: Berlin 71W 7, 137069 (Bcrdoigimg für da» liberale Judentum» Nachdruck sämtlicher Original-Beiträge uur mU vorheriger Genehmigung brr Reoattto» gestattet. Anzeigenprrif«; Die 12gespaltene NonparaillezeU« 0.45 Goldmark, die Rrktomezeile Z.00 Goldmark, bei Mederholungen Rabatt. Anzeigenannahme: .Jüdisch-liberale Zeitung^ Jaferotenabteiluag: Veriin Sw 48, Wiihelmskrohe 147 kVergmauur 3358-591. sowie sämtl. Annoueen-EMediNau. Nr. 42 Berlin. 19. Oktober 1928 S. Jahrgang Ae VroduMviemna der 9 fjnöenheit Rettung oder Gefährdung Herr Dr. Jsmar Freund hat in jüngsten Zeit im Anschluß an eine Studienreise durch Sowjetrußland mehrere Borträge über „Die Judenfrage in Sowjetruß«' land" gehalten. Die folgenden _ Ausführungen sollen die Größe und Bedeutung der Aufgabe aufzeigen, die es heute bei dem Ostjudentum zu lösen gilt, an der mitzuarbeiten eine Ehrenpflicht jedes Juden werden muß. Sie sollen ferner warnen vor dem Weg, den Herr Dr. Freund begangen zu sehen wünscht. Man schätzt die Zahl der Juden in der Gegenwart aus Grund der Volkszählungsergebnisse in den einzelnen Ländern auf vierzehn *bi3 fünfzehn Millionen. Etwa drei Fünftel von ihnen leben in Osteuropa, vornehmlich in Rußland und Polen, die je über drei Millionen Juden Heimat sind. In diesen Zahlen schon ist die Bedeutung der Ostjudenheit für das Judentum der gesamten Welt erkennbar. Vergrößert wird sie noch durch die Verschiedenartigkeit des Bevölkerungswachslums und der mannigfachen jüdischen Verlustkonten (Abfall, Mischehe usw.). So müssen die Bestrebungen, die der Schaffung oder Erhaltung der Existenzgrundlage der Ostjudenheit gelten, bei jebem bewußten Juden ernsteste Beachtung finden. Krieg und Nachkriegszeit haben das Bild von Osteuropa in besonderem Maße geändert. Technisierung des Lebens und Neuorganisation der Wirtschaft haben dem jüdischen Kleinhandel die Existenzberechtigung entzogen. Aus hungernden Existenzen sind Luftmenschen geworden, Menschen, die in ihrem, in unserem, im Menschheitsinteresse produktiviert werden müssen. Dieser Aufgabe widmen sich drei zentrale jüdische Organik sationen, verschieden in Aufbau, Ideologie und Arbeitsmethode: das amerikanische „Joint Distribution Committee", die „Jca" und die Gesellschaft „Ort". Während Joint und Jca in erster Linie Fremdhilfe in großzügigster Form darstellen, versucht der Ort* neben dem Beistand and); Organisation der Kräfte der Hilfsbedürftigen zu nützlicher produktiver Arbeit. Er vertritt am entschiedensten von den drei Verdienste vollen Organisationen den Gedanken einer planvollen Wirtschaftsgliederung. eines systematischen Neubaus der Wirtschaftsgrundlagen der Ostjudenheit. Die Hilfe, die geleistet werden muß, ist mannigfacher Art. Sie ist verschiedenartig entsprechend den Anlagen der Menschen, denen geholfen werden soll, verschiedenartig auch entsprechend den Verhältnissen der Wohnländer der Ostjuden. Drei Möglichkeiten der Hilfe sind gegeben: 1. Berufsausbildung der jüdischen Jugend in Fachschulen und Lehrwerkstätten und Gründung von Anstalten zur Weiterbildung der selbständigen Handwerker; 2. Förderung des Uebergangs zur Landwirtschaft; 3. Wiederaufbau des in der Kriegszeit erschütterten jüdischen Handwerks durch Ueberlassung von Produktionsmitteln. Auf diesen drei Gürteten wird von den bereits genannten Organisationen erfolgreiche Arbeit geleistet, und es wäre nur zu wünschen, daß jeder deutsche Jude die Verpflichtung empfinden würde, an diesem wohl bedeutungsvollsten Werk der neueren jüdischen Geschichte mitzuwirken. * Besonders schwierig sind nun die Verhältnisse der Juden in Rußland gelagert. Hier hat die Herrschaft der Sowjet-, regierung und die kommunistische Wirtschaftspolitik die Hilfsarbeii in besonderem Maße kompliziert. Ein Blick auf die gegenwärtige Berussschichtung der russischen Juden zeigt das. Dr. Singalowsky schreibt in der bereits erwähnten Schrift: „Bon den in Sowjetrußland lebenden drei Millionen Juden werden 360000 als Lohnarbeiter (darunter auch Dienstpersonal, in freien Berufen Tätige und allerlei Angestellte) und 200060 als Handwerker gezahlt. Rechnet man die Familienangehörigen der genannten Kategorien und außerdem die 170000 Mischen Bauern hinzu, so ergibt sich ein Prozentsatz von etwa 50 — in produktiven Arbeitsbrrusen (hierbei muß berücksichtigt werden, daß ein Teil der Lohnarbeiter arbeitslos und auf Unterstützung angewiesen ist). Von den anderen 50 Prozent sind 10 Prozent größere Kaufleute, die sich dem „Nep"Regime angepaßt haben (,,Nep"-Mbkürzung von Neue Oekonomische Politik), weitere 10 Prozent bilden die mittleren Handeltreibenden, die unter dem harten Druck der Steuern und Beschränkungen mühselig vegetieren und der Konkurrenz der Konsumgenossenschaften nicht gewachsen sind. Die übrigen 30 Prozent sind erwerbslos und auf Hilfe angewiesen." Wie kann diesen Menschen, einer Million jüdischer Menschen geholfen werden? Es liegt nahe, an organisierte Auswanderung zu denken. Tatsächlich wanderten von 1880 bis zum Ausbruch des Weltkrieges etwa zwei Millionen Juden aus Rußland aus. Die Erfrchrungen aber haben gelehrt, *) Ws sehr lesenswert« Schrift, die über di« hier nur gestreiften Fraen näher unterrichtet, sei ans die kürzlich im Philo-Berlagr erschienene Broschüre von Dr. A. Singalowsky verwiefen über „Ausbau uno Umbau. Zum Problem des jüdischen Wirtschaftslebens in Osteuropa^", der auch viele Einzelheiten dieses Artikels entnommen sind. daß eine Lösung der Ostjudenfrage durch Auswanderung nicht herbeigesührt werden kann. In der Gegenwart schon deshalb nicht, weil die Sowjetregierung der Emigration der jüdischen Massen ablehnend gegenübersteht und weil zudem Länder für eine größere Immigration nicht vorhanden sind: die Vereinigten Staaten haben in der Nachkriegszeit rigorose Einwanderungsgesetze erlassen, Deutschland muß sich gegen nennenswerte Zuwanderung ebenfalls sperren und Palästina, das in diesem Zusammenhang auch noch erwähnt wurde, ist ja nun schon seit Jahren mcht mehr aufnahmefähig. So ist die Auffassung, daß die Ostjudenfrage nur in den Heimatländern der Ostjuden gelöst werden kann, heute in allen ernsthaften Kreisen unumstritten. Es muß anerkannt werden, daß die Sowjetreqierung die Notlage der russischm Juden mit großzügigen Mitteln zu beheben versucht. Sie hat im Jahre 1924 eine besondere Behörde für diese Frage geschaffen, die Kommission für landwirtschaftliche Ansiedlung arbeitender Juden „Komzet", hat bestimmt, daß Juden bei der Bodenzuteilung — in Rußland kann jeder Bürger, der Boden bebauen will, unentgeltlich einen L andantell vom staatlichen Bodenfond erhalten — den nichtjüdischen landarmen Bauern rechtlich gleichgestellt sind, hat mit den großen jüdischen Hilfsorganisationen entgegenkommende Verträge abgeschlossen und hat, wie vor kurzem gemeldet wurde, neuerdings den Beschluß gefaßt, das Finanz- und Arbeitskommissariat der Sowjetunion aufzufordern, in das Budget für 1928/29 einen speziellen Posten zugunsten der Heranziehung arbeitsloser Juden zu qualifizierter Produktion und zwecks Berufsumschichtuug der Juden in den Städten und Städtchen an den Westgrenzen Rußlands einzustellen. Die politische Umwälzung hat den Juden in Rußland die Gleichberechtigung gebracht, die wirtschaftliche Umwälzung kann sie als produktive Elemente im Lande verwurzeln. Wenn das Judentum der ganzen Welt sich zu gemeinsamem Handeln aufrafst, so dürfte die Rettung der bedrängten Ostjudenheit Wirklichkeit werden. * Diese Rettungsaktion hat eine Grundvoraussetzung: daß mit ihr keinerlei politische Tätigkeit verbunden wird. Mag der Jude, der den Kommunismus bejaht, sich entsprechend seiner politischen Ueberzeugung betätigen. Sicherlich aber lehnt die überwältigende Mehrheit der Juden den Bolschewismus wegm seiner Mißachtung menschlicher Grundrechte ab. Doch dieses Pro und Contra hat mit der Rettungsaktion nichts zu tun: sie kann und darf nur zur Ausgabe haben, Wirtschaft-, lich entwurzelten Juden wieder eine Existenzmöglichkeit zu schaffen. I Nun hat Herr Dr. Jsmar Freund, der im jüdischen Leben Deutschlands ja gut gekannt ist, eine Studienreise durch das jüdische Rußland unternommen. Bon ihr berichtete er an einem Tee-Nachmittag, der in vergangener Woche bei Anwesenheit der führenden Persönlichkeiten des deutschen Judentums in dem schönen Hause Dr. Bruno Weils in Berlin stattfaUd. Herr Dr. Freund hat auf seiner Reise gesehen, wie unfrei die Menschen unter der Sowjetherrschaft sind. Er hat die Bedeutung der jüdischen Rettungsaktion in ihrer ganzen Größe erkannt — doch er mußte sehen, daß das kulturelle Leben der russischen Juden ihre jüdisch-religiöse Note verloren hat oder zu verlieren im Begriff ist, daß in den jüdischen Kolv-i nim, wo das beschlossene Zusammenwohnen von Juden der Entfaltung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur besonders günstig ist, kommunistisch A- und Antireligiosität das Judentum vernichet. Und Herr Dr. Freund hat nun derpPlan, ein Abkommen mit der Sowjetregierung herbeizuführen>. durch das das jüdischreligiöse Leben in Sowjetrußland ermöglich und gefördert werden soll. Ja er hat, wie er zur Ueberraschungder Anwesenden mitterlte, in Rußland beretts mit maßgebenden Persönlichkeiten Verhandlungen geführt. Wir wissen nich, woher Herr Dr. Freund das Mandat zu derartigen Verhandlungen nahm, und wir möchen einstweilen noch annehmen, daß er bei seinen Verhandlungen es nicht an den erforderlichen Hinweisen hat fehlen lassen, daß er nur in seinem eigenen Namen in diesen Dingen zu sprechen in der Lage ist. Wir wollen aber gegenüber den Plänen, die Herr Dr. Freund jetzt auf Grund seiner fünfwöchigen Reise mit dem ihm eigenen Eifer betreibt, mit aller Entschiedenheit betonen, daß von der Rettung Wv Gefährdung der russischen Judmheit nur ein Schritt ist, und daß Herr Dr. Freund die Mischen Hilfsorganisationen diesen einen Schritt führen wm. Wie bedenklich die Gedankengänae von Herrn Dr. Freund sind, das zeigte die Diskussion, me sich an sein Referat anschloß. Nicht eine Stimme fand sich, die den von ihm vom gMlabenrn Weg-befürwortete. Dr. BrunoWeil und Justizrat Btodnitz deuteten die' Gefahren, die die Verknüpfung der wirtschaftlichen Hilfiaktion mit einem Kulturvertrag mit SowjetruPand in sich birgt, die die Erlangung von Berechtig aun-gen für die jüdische Religion von einem kommunistischen Staat herbeiführen kann, noch dazu, wenn man glaubt, mit dieser Menschen beglücken zu sollen, die nach ihr nicht«- verlangen. Ganz besonderes Interesse beanspruchten die Tiskuffionsaussührungen von Tr. Singalowsky, der als einer der besten Sachkenner Punkt für Punkt die Unmöglichkeit der Freundschen Absichten aufzeigte. Er betonte, daß Freunds Prognose hinsichtlich des Unterganges der jüdisch-religiösen Kultur in Sowjetrußland nicht auf einer Analyse der Tat«, fachen im Lichte der Entwicklung beruht, sondern auf einer gefühlsmäßigen Beurteilung der Tinge. Sehr fein deutete er an, daß Dr. Freund die Formen der Religion mit Religion gleichsetze, und daß er, der auszog, die Religion zu suchen, sie vielleicht wegen dieser Verwechslung nirgends fand, während ein Anderer, der sie nicht sucht, der Religion überall begegnet. Hoffnungslos, führte Dr. Singalowsky aus, ist die Lage, wo es Tempel ohne Juden gibt; hoffnungsvoller aber ist die Lage, wo es Juden gibt und ihnen die Tempel schien. Sie werden gebaut werden, und wenn auch in neuer Form. Gewiß ist das gegenwärtige Bild für dm konservativen, einer reden Entwicklung abgeneigten Juden besonders unerfreulich, aber derartige Erscheinungen dürfen nicht von einem Augenblicksstandpunkt aus betrachtet werdm, denn sie find Auswirkungm einer historischen Erschütterung. Nicht nur die Synagoge, sondern die Kirche überhaupt hat einen erheblichen Teil ihres Einflusses eingebüßt. Der Weltkrieg und die ungeheuere russische Umwälzung, der gegenüber die französische Revolution ein Idyll und die letzte deutsche ein leichter Spatz ist, diese Ereignisse hatten eine innere Krise der Kirche im Gefolge, die tiefer ist, als es im ersten Augenblick scheinen konnte. Haben wir nicht ein universelles Weltbebm erlebt? Was Wunder also, daß dieses Weltbebm, das viele Grundpfeiler und.Fundamente erschütterte, auch gewisse Religionssormen ins Wanken brachte, die bereits vor dem Kriege dem Ansturm der Entwicklung nicht gut flandhaltm konnten .. . Das muh als eine Reaktion im Zusammenhang damit gewertet werdm, was Rußland überhaupt erlebt hat und in Erkenntnis dessm, daß der alte Beth-Hamid rasch schon vor dem Kriege in gewissen Schichtm einen Teil seiner Anziehungskraft einzubüßen begann. Auch hier gilt die Erfahrung, daß gerade diejenigen Formm, die am wenigstm evoluttonierm, den großen Gefahren der Revolution ausgefctzt sind. Und trotz alledem wäre es durchaus oberflächlich, all das, was in gewisfen Schichten der jüdischen Bevölkerung in religiöser Beziehung vor sich geht, als einen endgülttgm Niedergang der jüdischm Religion überhaupt einzuschätzm. — Sodann wandte sich Dr. Singalowsky der Schlußfolgerung von Herrn Dr. Freund zu. Er hege Bedenken gegen jede Art von Verquickung von Fragen des wirtschaftlichen Aufbaus mit Fragen der Kulturpolittk und zwar aus folgenden Gründen: Etwaige Enttäuschungen aus dem Gebiete der Religionshilfe können bei einer derartigen Be» quickung lähmend wirken auf das Interesse und den Wlllen für wirtschaftliche Aufbauarbeit, die doch das einzige Mittet zur Rettung des russischm Judentums vom physischen Untergänge bildtt. Dies wäre eine Sünde nicht nur gegen das russische Judentum, sondern auch gegen die jüdische Religion. Ein alter jüdischer Moralist sagte bereits: „Israel und die Thora — ist Israel vorzuzichen." Gewiß, Juden ohne Thora ist schlimm, aber noch schlimmer ist es' — Thora ohne Inden. Außerdem sehe er keine objektive Möglichkeit für eme öffentliche, positive, von außen her geführte Arbeit zu Gunsten der Religion. Organisationm wie die, an welche Herr Dr. Freund appelliert, könnm ihre Tätigkeit nur auf dem Wege der Oeffmtlichkeit und unter Anwendung von politischen Mitteln vollziehen, d. Sj>. auf dem Wege der BerhaMungen usw. Dafür fehlt aber zegliche Basis. Handelt es sich doch hier nicht um eine spezielle jüdische Frage. Die russischen Juden besitzen einen gefunden Lebens- und politischen Instinkt. Sie verlangten bis jetzt keine Ausnahmedergünsttgungen für die Synagoge und beauftragten Niemanden es zu verlangen. Man müßte sich also zu diesem Zwecke mit den Vertretern der anderm Konfessionen verbirldm. -Das wäre an sich Möglich, der Erfolg einer derarttgm allgemeinen Jnteiwention ser aber sehr zweifelhaft. Die Sowjetregierung macht zwat Konzessionm auf wirtschaftlichem Gebiete, das geschieht unter dem Drucke der elementarsten wirtschaftlichen Forderungen des Landes. Auf kulturellem Gebiete hingegen ist ihre Position minder gefährdet und daher kann sie sich hier Handlurrgetl leisten, die geeignet find, ihren inländischen und ausländischm Anhängern gegenüber als Beweis ihrer kommunistischen Pnnzrptenreinheit zu gelten. Der- Gipfel ihrer Konzessionen auf diesem Gebiete war die Milderung der religiösen Verfolgungen. Dah sie private religiöse Schulm erlauben würde, sei nicht anzunehmen. Sollte es ader^per Fall sein, so werde sie es höchstwahrscheinlich in der Ueberzeugung tun, daß ,M Juden selber", d. h. die jüdischm Kommunistm derm Verwirklichung verhindern werden. Garantien gegen die Treibereien der Partei wird sie ebenso wenig gttvHren, wie sie eS den ausländischm Großmächten gegenüber im Bezug auf die dritte Internationale tut. Wenn man die ausländischm Juden daran gewöhne, ihr« wirtschaftliche Hilfsaktion in der Art des do Ut demgegenüber der Sowjttregterung duvchzuföhken, so werde dies dem rusiischm Judentums schaden und die ausländischen jüdischm Unterhändler in eine schwierige Lage »ersetzen, — dmn wie kann man Forderungen stellm, die logischerweise zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.