Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 8 (1928)
- Issue
- 33 (17.8.1928)
- Date
- 1928-08-17
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Ute nach einem früher veröffentlichten Wahlstatut erfolgen sollen, am 9. September statt. Zum Wahlleiter ist seitens der Gemeindevorsteher Rechtsanwalt Dr. Goldschmidt ernannt, während Kaufmann Th. Eisenberg mit der Stellvertretung beauftragt wurde. Die Annahme, daß durch Einreichung einer Einheitsliste sich die Gemeindewahlen erübrigen würden, scheint sich nicht zu bestätigen, da die Qftjubcn, die anfangs ein Zusammengehen mit den Zionisten beabsichtigten und zu diesem Zweck eine „Jüdische Bolkspartei" gegründet hatten, nach lebhaften, stürmischen Auseinandersetzungen innerhalb ihrer eigenen Reihen nun eine besondere Liste einreichen wollen. Kassel. (Persönliches.) Hier ist im 70. Lebensjahre der frühere Seniorchef und Mitinhaber der bestens bekannten Dekorationsfirma Gebr. Hallo, Herr Wilhelm Hallo, nach längerer Krankheit gestorben. Wie im beruflichen Leben, so hat er auch auf gemeinnützigem Gebiete seine bewährte Arbeitskraft gern in den Dienst der jüdischen Gesamtheit gestellt. Der „Humanität" gehörte er über 40 Jahre an, und in ihrem Verwaltungsrat hat er über ein Vierteljahrhundert die Interessen der Gesellschaft, die jüdische Jugend zu tüchtigen Menschen, insbesondere zu brauchbaren Handwerkern heranzubilden, mit Eifer und Sachkenntnis gefördert. München. (Todesfall.) Am 5. August ist hier nach längerer Krankheit der in Anwaltskreisen und bei seiner Klientel allgemein geachtete und beliebte Justizrat Dr. Siegbcrt Dreifuß im Alter von 58 Jahren gestorben. Justizrat Dreifuß war ein durch Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit sich auszeichnender Vertreter seines Berufes und genoß auch in der jüdischen Gemeinschaft großes Ansehen und Vertrauen. Er wurde daher als Abgeordneter in die Tagung des Bayerischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden gewählt und gehörte auch in anderen jüdisch-kulturellen Vereinigungen, insbesondere in der München-Loge, zu den führenden Männern. Nümbrecht. (lOOjähriges Synagogenjubiläuin.) Aus Anlaß der Feier des hundertjährigen Bestehens der Synagogengemcindc Nümbrecht zeigte sich in diesem Orte ein Bild wahrer Volksgemeinschaft, wie es leider nur selten anzutreffcn ist. Bei der Feier hielt Bezirksrabbiner Dr. Kober aus Köln die Festprcdigr. Nach ihm bestieg Pastor Rieden als Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde die Kanzel, um seine Glückwünsche für die Tynagogengemeindc auszusprechen. In erhebenden Worten schilderte er das gute Einvernehmen zwischen den jüdischen und christlichen Bürgern. Glückwünsche waren weiter eingegangen vom Pfarrer Conrad und von der katholischen Psarrgemeinde Waldbröl. Bei der Feier wirkte auch der Männer- Gesangverein Nümbrecht mit. Landrat Dr. Haarmann erwähnte in seiner Festrede, daß ihm jeder Kreiseingesessen«, ob er Jude oder Christ sei, gleich lieb und wert fei, wenn er nur seine Pflicht erfülle und sich in den Dienst der Gemeinde und des Vaterlandes stelle. Ebenso betonte Bürgermeister Schmidt in einer Ansprache, daß die Nümbrechter Juden die Behörden bei allen Fortschritten nach besten Kräften unterstützt hätten. Oppeln. (Neubesetzung der Rabbiner stelle.) Tie durch den Tod des Rabbiners Dr. Braunschweiger vakant gewordene Rabbinerstelle in Oppeln ist mit Dr. Lothar Lubasch, bisher Rabbiner in Hamburg, besetzt worden. Dr. Lubasch genießt namentlich als Pädagoge einen außerordentlichen Ruf. Vallendar. (Persönliches.) Unter allgemeiner Beteiligung vieler Ortseingesessenen wurde hier Frau Emma Loeb, die im 79. Lebensjahre verstarb, zur letzten Ruhe gebettet. Als langjährige Vorsteherin des Israelitischen Frauenvereins hat sich die Verblichene um die Förderung gemeinnütziger Interessen in hohem Maße verdient gemacht, durch ihr menschenfreundliches Wesen auch überall große Sympathien erworben. Prediger Huhn aus Koblenz widmete der Entschlafenen an der Bahre warm empfundene Gedenkworte, die bei den Zuhörern lebhaften Widerhall fanden. Vereinsnachrichten Liberaler Verein für die Angelegenheiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin E. V. Mitglieder, deren Angehörige und Freunde, die sich an einem regelmäßigen Turnen in den Abendstunden beteiligen wollen, lverdcn gebeten, sich an den Generalsekretär des Liberalen Vereins, Herrn James Silberstein, Berlin SW. 48, Wilhclmstraße 147 (Telephon: F 5, Bergmann 3358, 3359), zu wenden. Es wird auf möglichst zahlreiche Beteiligung Erwachsener und Jugendlicher Wert gelegt. Mitteilungen Esplanade-Gartcn-Restaurant, Brllevuestraße. Nach den anstrengenden Sitzungen im ehemaligen Herrenhausc wird es für die Herren Delegierten sowie für ihre Angehörigen eine ganz besondere Erholung sein, in dem nur einige Minuten entfernten, herrlich gelegenen Gartenrestaurant des Esplanade-Hotels zu weilen. — Bei schönster Künstlermusik, in herrlicher Luft, werden sie kaum glauben, mitten im Zentrum Berlins zu sein, sondern werden sich weit eher wie im Traum in eine wunderbare Landschaft versetzt glauben. — Eine auserwählte Küche und bestgepflegte Weine werden mit dazu beitragen, daß die im Esplanade-Hotel verlebten Stunden gerade für die weitgereisten Herrschaften eine angenehme Erinnerung an die Berliner Tagung bilden werden. Weinrestaurant „Traube". Seit über 25 Jahren ist das Weinrestaurant „Traube", Leipziger Straße 117-118, eines der beliebtesten Restaurants von Berlin. Die Gründe hierfür sind leicht erkennbar, die reichhaltige Speisenkarte bietet alle Delikatessen der Saison sowie jedes nur gewünschte Gericht zu wirklich billigen Preisen. Eine Spezialität des Hauses ist es, stets erstklassige Küche aus dem Elsaß, Frankreich, Italien und die berühmten Wiener Mehlspeisköche zu beschäftigen. Dieser Umstand hat die Küche so berühmt gemacht. Die Weinkarte enthält nur gut« und dabei äußerst preiswerte Weine, daneben führt das Haus echte, gutgepflegte Biere. ,Vou jeher sind die eleganten Räume ein Treffpunkt der Fremden und der Berliner Geschäftswelt. Eine Neueinrichtung für Berlin sind die separaten Konferenz- und Speisezimmer für 2—40 Personen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Abends spielt das einzigartige Kammertrio Jan Starikow. Wir empfehlen den Kongreß-Teilnehmern sowie deren Angehörigen den Besuch des in unmittelbarer Nähe des .ehemaligen Herrenhauses gelegenen Weinrestaurant „Traube" bestens. Die stadtbekannten Berg'schen Lokale, deren Spezialität seit 25 Jahren die gute jüdische Hausmannskost ist, bitten um Beachtung ihrer Anzeige in der heutigen Ausgabe ds. Bl. j * | Rätsel-Ecke j * Rätselauflösung aus Nr. 31. [THEATER IM ADMIRALS PA LAST CHRISTIANE DARGYL PIERRE CORONA u HÄRTNER TERRY unoPAT ' CAS,N° “ PAB‘S GUÜDIAMARAVILIAS KEN DALI DOLORES TWINS «COIESEUM.LONOOR LONDON «..OLYMPIA. PARIS OFT KOPIERT-NIE ERREICHT | DIE ORIGINAL'LAWRENCE TILLER-6IRLS LEA SEIDL DELA UPINSKAJA'MARGARETE SCHIEGEL HANS BRAUSEWETTER HUBERT VON MEYERINCK'KURT LILIEN .PROFESSOR'FRITZ WIESENTHAL CHOREOGRAPHIE u. EINSTUDIERUNG:MAX SCHECiONEW-YORKi IN 50 BILDERN VON HERMAN HALLER UND MARCELLUS SCHIFFER AUSSTATTUNG: 1 FENNEKER Vorverkauf ununterbrochen Metier ctite CTfkofograpfiiscfie JfwMwwstrverfosiatt SerMin TV 8 -Ceipxigerotfr, 119-HO (zunächst dem Herren ha ose) A Restaurant A H KOCHHANN H Jerusalemer Straße am Mossehaus bittet um Ihren werten Besuch während der Kongreßtage mmmmm % Per Treffpunkt der Kongrettteilnehmer ist in der Friedrichstadt Berg’s Restaurant Charlottenstraße 69, a. d. Leipziger Straße Im Westen: Berg am Zoo Hardenbergstraße 27, gegenQber Ufa-Palast Jeder Kongreß-Besucher liest Die Erste Wellkonferenz liberaler Inden (Reden, Diskussion, Beschlüsse) Gründungsversammlung der World Union sor Progressive Judaism London, 10.-12. Juli 1926 Preis: im Buchhandel M. 1.80 für Mitglieder d. Vereinigung, die bei uns direkt bestellen M. 1.— Vereinigung für da» llberale Judentum E.V. Berlin SW 46, Wilhelmstrabe 147 Out ertisltener Rabbinenaiar neust Baren billigst verkäuflich Hansa 1822 Gent uns Familien- IP WMMWMWWWWWWM mm Niemand versäume an einer Elite-Rundfahrt durch GroB*Berl!n teilzunehmen. Abfahrt: 101B 1115 131B 1515 1630 (Milteipromenade Unter den Linden 44) Achten Sie auf die hellgelben Elite-Wagen mummmmummm mm Direktion Max Reinhardt Deutsches Theater 8 Uhr 8 Uhr Regie: mex Reinhardt Für Berlin etwas noch nie Dagewesenes. Ein Riesenerfolg — der stärkste seit langem. (12 Uhr-Blatt) Komödie 8'/- Uhr 8>/r Uhr ts Hegt in der £uft! Revue von Marcellus Schilfer - Musik: Mische spolianskv Riesenbrand der Begeisterung. (B Z.) Berliner Theater 874 Uhr 87. Uhr Der Prozess Mary Dugan Eine Bombensache — das Publikum ist atemlos. (B. Z.) Jüdische Literatur Jüdische Kuitusarttkei Tallesslm, Tressen, weisse und schwarze Käppchen, TefHIln. Misuasoth eehethhcher Idr den liberalen aottesdlenst sowie für orthodoxe Synagogen Jüdische Noten Hebräische Bochbandlan' C. Boas Nflg. K erlin C 2, Nene Prledrlcbstrasse 69. Telefon: Norden 9508 f Schriftenreihe d. Vereinigung I. d.1. Judentum E. V. nun Hr.i Die Grundsätze des Jüdischreligiösen Liberalismus Von Rabbiner Dr. Lewkowitz-Berlin Preis 0:50 Mk. | Bestellungen beim Verlag der „Jüdisch-liberalen Zeitung" Berlin SV 48, Wilhehnstrafie 147 H8fl NP. 3 in zweiier Auflage die seit Jahren vergriiiene Broschüre 1 Grundlagen und Ziele des {religiös-liberalen Judentums VM BP. JBNNB MrdM-BMrtMl FP3IB 0.73 MB. J. KAurFMANN VERLAG / ANTIQUARIAT BUCHDRUCKEREI FRANKFURT AM MAIN SCHILLERSTRASSE 19 GÜNSTIGSTE BEZUGS¬ QUELLE FÜR JUDAICA UND HEBRAICA KATALOQE ÜBER ALLE GEBIETE 3616