Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 8 (1928)
- Issue
- 19 (11.5.1928)
- Date
- 1928-05-11
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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jchen Juden und Engländern leicht möglich ist, weil, wie dderst Wedgewood meinte, beide einer verwandten Geiftes- «rtrlng ängehören, was er auf Grund der beiderseitigen geschichtlichen Entwicklung auszeigen zu können glaubte. Dazu kommt noch das für die englische Mentalität bekanntlich sehr wichtige Gefühlsmoment, und da sagte der Redner u. a.: Es ist nun einmal so, daß zwischen Anglosachsen und Juden eine besondere Sympathie besteht. England liebe das Alte Testament, und es sei nicht zu verwundern, daß es seinen Kindern so häufig jüdische Vornamen gebe, was anderswo kaum der Fall sein dürste. . England sei eines der wenigen Länder, in dem der Name „Jude" kein Schimpfwort, sondern eher eine Ehrenbezeigung sei, für die man hohe Achtung habe. Und des halb dürfe niemand darüber staunen, wenn eines Tages England seiner hohen Sym pathie für das Judentum dadurch Ausdruck gebe, daß es offiziell erkläre, vorausgesetzt, daß die Juden Palästinas damit einverstanden sind, daß in Palästina ein neuer britischer Staat entstehe, das siebente Dominion. Es ist nur gerecht und loyal von Oberst Wedgewood ge dacht, wenn er seiner in jeder Hinsicht ganz bedeutsamen Idee die Einschränkung hinzusügt, daß ihre Verwirklichung von dem Einverständnis der palästinensischen Juden abhängig gemacht werden soll. Ob dieses zu erreichen fein wird, ist noch sehr die Frage. Denn dem nationalen Chauvinismus und der schon bestehenden Unzufriedenheit mit dem wohl sympathievollen, aber nicht immer sympathischen England nur als Mandatarmacht, eine Unzufriedenheit, die schwere Befürchtungen für eine unumschränkt englische .Herrschaft in Palästina auslösen muß, steht gewiß in dortigen maßgebenden jüdischen Kreisen die Auffassung gegenüber, daß die restlose Einverleibung in das große britische Weltreich Palästina doch viele politische Vorteile bringen könnte. Daß sich aber England nicht eines schönen Tages über all diese Bedenken und Zwiespältigkeiten einfach hinwegsetzen wird, ist auch nicht so ganz von der Hand zu weisen. Bei der zionistischen Versammlung in Wien selbst haben die Ausführungen des Zionistenfreundes, wenn man nach dem starken Beifall schließen darf, Einverständnis gefunden - Gort, Wien liegt ia weit genug vom Schuß! Wohl haben sich auch hier wie auch anderwärts schon laute zionistische Stimmen gegen das Wedgewood-Projekt geltend gemacht, vornehmlich sind es wieder die „radikalen" Zionisten, die bei einer Durchführung des sicherlich gut gemeinten Vorschlages ihr Lieblingsideal eines selbständigen „Judenstaates" in Palästina natürlich arg gefährdet sehen. Aber diese Wahnidee läßt sich;a, wie oie bisherigen traurigen Erfahrungen ohnehin schon gelehrt haben, nicht verwirklichen, und so wird man wohl notgedrungen den Gedanken des britischen Exministers zumindestens ernsthaft, d. h. ohne die bei unseren Zionisten so beliebten nationalen Uebertreibungen diskutieren müssen. Ist es doch auch gar nicht so unmöglich, daß der Arbeiterführer Wedgewood vielleicht ni Bälde berufen sein wird, als künftiger Außenminister eines künftigen Ministeriums Macdonald seinen Worte.; Taten folgen zu lasten. Dann wird auch die nichtzionistische Judenheit erkennen, wohin Palästina eigentlich steuert und wofür Geld auch bei ihr aufgebracht werden soll. Oskar Hirschfeld, Wien. Bar kappara und der Römer Bon Julius C s e r m e l y. (Einzig autorisierte Uebersetzung aus dem Ungarischen von Maurus Mezei, Wien.) Draußen bereitete sich ein Sturm vor, und die sonst so lächÄnde Gegend des Südens erschreckte jetzt mit ihrem Zorn die WÄt. Tiefhängende graue Wolkenungetüme — schwer und drückend jede einzelne Wolke, wie die Metalldächer der römischen Kerker — bemächtigten sich des Horizontes; die Vögel duckten sich in chren Nestern, sie wagten nicht einmal zu zwitschern, und auch die wilden Tiere heulten nicht in chrer Angst; die Kriechtiere huschten unter die Erd«, und die Blätter der Büsche uub Bäume erzitterten nervös auf chren schlanken Stielen, als hätten sie gleichsam gefühlt, was ihrer erwartete. Und eine schier unerträgliche drückende Schwüle legte sich auf die Gegend, auf Mensch und Tier. Bar Kappara, der ausgezeichnete Gelehrte, hielt es in seinem Zimmer, das bloß eine schmale Tür und ein einziges kleines Fensterchen hatte, nicht länger aus. Seine Lunge durstete nach frischer Luft, sein Kopf schmerzte, und die Augen brannicn chm; nach kurzem Zögern rollte er das vor chm liegende Pergament zusammen, gab es in die Lade seines Tisches und erhob sich, um hinaus ins Freie zu gehjenl. „Wohin gehst du?" fragte ihn Jochebed, sein treues Weib. „Hinunter ans Meeresufer", erwiderte Bar Kappara. „Ich halte es hier zwischen den vier engen Wänden nicht mchr aus." Bei dieser Zeit?! Gehe nicht!" bat ihn die Frau. „Das Unwetter wird gleich da sein. Ter Sturm wird den Usersand aufwirbeln und du könntest vom heißen Sand, Gott behüte, noch blind werden." „Das Wort der besorgten Gattin: ist Gottes Wort", dachte Bar Kappara im Stillen. So setzte er sich denn auf feinen Platz zurück und neigte den Kops auf seinen auf den Tisch gelegten Arm, sein treues Weib aber stellte sich hinter ihn und fächelte ihrem Gemahl Kühle zu. i Bar Kappara schlummerte still ein, aber plötzlich schrak er auf und sprang mit gleichsam jugendlicher Kraft in die .Höhe. Er stürzte zum Kleiderhaken, hing sich seinen Burnus um und war auch schon bei her Tür, um fortzweilen. „Also dennoch?" fragte besorgt die Frau. „Ja Teure", entgegnete Bar Kappara trocken. „Ich gche, denn ich muß: gehen." „Aber weshalb denn, mein teurer Mann? Bei diesem Sturm! Siehe, wie er auch schon wütet, wie die .Bäume ächzen und wie sich die Büsche in chrer Angst zur Erde ducken." „Ich muß gchen", wiederholte Bar Kappara mit Ueberzeugung. „Nun treibt mich schon nicht mehr die Hitze, auch nicht meine Schlaffheit, oder sonst etwas; irgendein Instinkt nötigt mich, zum Ufer hinunterzugehen, denn ich werde dort etwas zu tun haben. Habe ich geträumt, meine Teure, oder war es eine Erscheinung; irgend eine fremde Stimme hat inir ins Ohr geflüstert, daß ich unserem Volke einen großen Dienst erweise, wenn ich jetzt zum Meer gehe und dort Umschau halte." Damit war Bar Kappara auch schon draußen und er stürmte hinunter ans Meer, das bereits heftig wogte. Er kam gerade zur rechten Zeit am Ufer an. Die wütenden Wellen trieben einen umgestürzten Kahn vor sich her, und der Mann, der in dem Kahn gesessen hatte, kämpfte verzweifült gegen die Gefahr des Untersinkens an. Bar Kappara erkannte ihn. Es war Terentius Flavus, ein römischer Beamter höheren Ranges, der grimmigste Feind und Peiniger der unterdrückten Juden. i Aber Bar Kappara dachte nicht einen Augenblick daran, diesen Menschen seinem Schicksal, seinem wohlverdienten Schicksal zu überlassen. Israels Moral befiehlt etwas anderes. Der Jude ist verpflichtet, sogar dem Vieh des Feindes, wenn es sich in Gefahr befindet, beizustehen, wie erst dem Menschen selbst! Er überlegte und zögerte nicht; er riß seiner! Burnus hinab, drchte chn zu einem Strick zusammen und bis zu den Achselhöhlen im Wasser watend, warf er chn dem fast schon untersinkenden Mann zu. So zog er Terentius Flavus, der die Seele eines Hamans besaßt aus dem Wasser heraus, und Bar Kappara wäre dabei wahrlich beinahe auch selbst in den Wellen umgekommen. Er führte den Mann in sein Haus, gab chm trockene Kleider, bewirtete chn, damit er zu neuen Kräften komme, untd ließ ihn dann unter Segenswünschen seines Weges ziehen. „So hast du also unserem Volke einen Dienst erwiesen?" fragte die Frau enttäuscht. „Daß du jenem Römer djas Leben gerettet hast? Er hat hundertfach den Tod verdient, so viele Judentränen sind schon wegen dieses Henkers geflossen." „Ich sehe schon, meine Teure", erwiderte ihr sanft Bar Kappara, „daß ihr Frauen sowohl lieben, wie auch hassen könnet, als das Gesetz achten. Tu hättest chn zugrunde gehen lassen, ich aber habe ihn gerettet, weil es mir die Religion, befiehlt... Tu hast mich aber gefragt, ob ich denn so unserem Volke einen Dienst erwiesen habe? Nun, ich will dir auf deine Frage antworten, Jochebed. Auch der Löwe ist ein blutdürstiges Tier; erinnere dich aber an das »ergreifende Märchen, daß der Löwe, der dem Daniel nichts zuleidd getan hat, als diesen der Tyrann in die Löwengrube stieß, eben derselbe Löwe war, den Noah zu sich in die Arche genommen hatte. Es ist möglich, daß ich unseren! Volke wirklich einen guten Dienst erwiesen habe, und wenn auch nicht Hetzt, daun vielleicht in der Zukunft..." ... Mehrere Jahre waren seitdem vergangen. Bar Kappara lernte und lehrte, und sowohl er, wie auch seine Frau vergaßen mit der Zeit das Ereignis. Nichts hatte sich geändert, grau drchte sich weüer das große Weltall. Grau und traurig, ohne jede Hoffnung auf eine Besserung. Eines TageS suchten mehrere Glaubensgenossen Bar Kappa ra in seiner Wohnung auf. Sie kamen aus Jerusalem, chre Gesichter drückten Kummer und Besorgnis aus, und sie wollten solange nicht Platz nehmen, bis sie nicht dem Meister chre Bitte vorgetragen hatten. .„Rabbi", begannen sie mit bebender Stimme, „die Römer haben mehrere unserer Glaubensgenossen in den Kerker geworfen. Man beschuldigt sie, sich gegen die Staatsgewalt verschworen zu haben. Ein qualvoller Tod erwartet ihrer. Steinigung oder Kreuzigung. Tu bist ein Rechtsgelehrter, der vorzüglichste, den wir kennen; komme, Bar Kappara, verteidige deine Brüder." „Sind sie schuldig oder unschuldig?" fragte der Meister, und er bereitete sich auch schon zum Aufbruch nach Jerusalem vor. Er ließ sein Maultier satteln und sorgte auch für Lebensmütel und dergleichen. „Sie sind unschuldig", entgegneten die Männer. „Wie Jakobs Sohn, Joseph, den Frau Potiphar in den Kecker werfen ließ. Es wird aber jedenfalls gut sein, wenn du auch dieses hier mit dir nimmst, Rabbi." Und sie drückten ihm ein Säckchen Gold in die Hand. Bar Kappara warf das Säckchen zu Boden. „Tie Richter bestechen?! Niemals!" rief er zornig. „Entweder ich verteidige mit der Wahrheit oder gar nicht. So wie ein jüdischer Richter sich nicht bestechen lassen darf, kann auch ein andersgläubiger Richter schwarzes Geld nicht annchmen." Am Morgen des dritten Tages fand die Verhandlung statt. Von römischen Söldnern bewacht, befanden sich die Angeklagten bereits im Saal, und kaum war Bar Kappara eingetreten, zog auch schon der Richter in den Saal ein. Terentius Flavus war der Richter in Angelegenhleit der Unglücklichen. Ankläger und Richter in eigener Person. Terentius Flavus, der Grausame, der kein Erbarmen kannte. Er betrachtete die Angeklagten mit solchen Augen, wie der Tiger die Gazelle, die man ihm in «'den Käfig .Hineingel-, schoben hat: friß sie! Aber schon im nächsten Augenblick heiterte sich sein Gesicht auf, und seine Züge milderten sich zu einem Lächeln, wie er Bar Kappara, den Verteidiger, bemerkte. „Sei gegrüßt, Mann, der du mir das Leben gerettet hast!" Mit diesen Worten begrüßte er voller Freude üxn Meister. < Bar Kappara erinnerte sich des Gespräches, das er seinerzeit mit seiner Frau geführt hat: er erinnerte sich an den Löwen Noahs und Daniels und an vieles andere, und auch Folgendes kam ihm in den Sinn: „Siehe, hier ist der Dienst, den ich unserem Volke erwiesen habe! Dieser -Terentius Flavus wird jetzt aus Dankbarkeit zu mir ein nachsichtsvoller und gnädiger Richter sein." Bar Kappara dachte aber nur einen Augenblick an das, die nächste Minute trieb ihm schon eine Schamröte ms Ge^ sicht: wie konnte er mir an solch niedrige Tinge denken! Und es folgte eine Szene, die mehr als erhaben war: die göttlich war. Es gibt dafür kein Beispiel in den Jahrbüchern der Rechtspflege, und es wird vielleicht auch nie eines geben. Bar Kappara begann feierlich zu sprechen: „Terentius Flavus, du kannst nicht der Richter in der Angelegenheit dieser Menschen sein. Tenn du würdest über sie befangen urteilen. Ich bin deren Verteidiger, und ich habe von deinem Gesichte abgelesen, daß du gegen mich von Dankbarkeit erfüllt bist. Diese Dankbarkeit könnte dein Herz bestechen, und du würdest mir zuliebe vielleicht vom Wege der Gerechtigkeit abweichen, während ich in diesem Streitfall nur Gerechtigkeit haben will, nicht aber deinen Tank, Terentius. Schicke also einen anderen Richter statt deiner.. du urteile nicht." Ein Gemurmel der Ueberraschung ging durch die Reihen der Zuhörer, die Angeklagten schauten sich erschrocken an, und auch Terentius Flavus, der bevollmächtigte Richter, wurde gleichsam zu Marmor bei diesen Worten. Dafür kannte er kein Beispiel, daß ein Verteidiger jemals so gesprochen hatte. „Wie hast du gesagt?" sprach er dann nach langer Zeit. „Ich habe dich nicht ganz verstanden, Kappara. Wiederhole deine Worte... was hast du gesagt?" Und Bar Kappara wiederholte mutig nochmals feine Worte, und er blieb dabei, was er gesagt hatte. „Ich will dich nicht als Richter, weil dich die Dankbarkeit bestochen hat. Schicke mir meinetwegen einen noch strengeren Richter, als du bist, aber die Gerechtigkeit müg. urteilen und nicht die Dankbarkeit." Terentius Flavus stand jetzt von seinem Sitz auf uno erhob seine Hand. „Wie groß bist du, Israel", rief er, „und wie erhaben sind deine Sitten, du jüdisches Volk. Und wenn man dick? auch hundertmal unterdrückt, und man auch tausendmal deine Vernichtung will: du wirst ewig leben, denn so sind deine Sitten, Israel!" Dann sank er wieder in seinen Richterstuhl zurück une starrte lange vor sich hin. Endlich erhob er den «Kops. Er wußte schon, was er, der Römer, dem Sohne Israels zu antworten hat. , Er erhob sich und sprach mit feierlicher Stimme: „Ich werde nicht Richter in dieser Sache sein, aber i& werde auch keinen anderen schicken, damit er statt meiner urteile. Wir werden aber die Rollen tauschen, Bar Kapparc. Tu wirst der Richter sein, ich aber werde die Angeklagte;: verteidigen. Bitte, nehme meinen Platz ein; wer die Ge rechtigkeit so betrachtet, wie du es tust, diesem Manne vertraut selbst das strenge Rom." * ... Wie der Prozeß geendet hat, darüber schweigt seine Quelle, der Midrasch. Es ist auch gar nicht wichtig, daß wir das wissen. Ich wollte bloß in die Seelen meiner Zuhörer einen Strahl von jenem Glanze werfen, in welchem die ewige Moral Israels leuchtet. BUCHERSCHAU Ludwig Strauß: Ruf aus der Zeit. Sonderdruck aus der Zeitschrift „Die Kreatur“. Verlag Lambert Schneider. Berlin. 0,50 RM. Fünf innerlich zusammenhängende Dichtungen. Aus ihnen spricht eine tiefe religiöse Sehnsucht, ein heiliges Verlangen nach dem Menschen, nach dem wirklichen Bruderbünde Zwei Strophen mögen von der Art und Form der Dichtung und ihrem gedankenschweren Gehalt Kunde geben Wenn wir ineinander legen Hand zu Hand, erglüht ein Segen, Der in keinem Ring befriedet innen zehrt, wen er durchfließt. Bis nicht jedes Herz im Bunde, brennt er uns wie offne Wunde, Und das Heil weicht aus dem Kreise, wenn der Kreis zu früh sich schließt. Streckt die Hände aus ins Dunkln! Jede offne Hand wird funkln, Jede leuchten dem Genossen, der die Botschaft noch nicht weiß. Wenn sich aller Hände fänden, alle sich ins Eine bänden, O so müßten Gottes beide Hände schließen unsern Kreis. Dienemann - Offenbach a. M. Altalena: Richter und Narr. Meyer u. Jessen, München Der Roman eines Romans. Auf 382 Seiten wird die Simsongeschichte noch einmal erzählt, ohne jede tiefere Idee aber in breiter, meist abstoßender Ausmalung der Heldentaten Simsons und seiner Liebeserlebnisse. Erwähnt man noch, daß die Philister und Juden fast immer wie Juristen von 1921? reden, so muß man bekennen: ein langweiliges, überflüssiges Buch. Woran auch der Satz nichts ändert, der wohl die Idee des Buches darstellen soll: „Du (Simson) bist ein mächtiger Mann, aber das Maß deiner Kraft ist nur der heutige Tag... Weiterleben wird jedoch nur das, was ich (der Levit) in Gebeten festgelegt und auf einem Stückchen Haut niedergeschrieben habe. Und das werden die Menschen Wahrheit nennen, alles übrige ist nur Rauch.“ Den Gedanken hat man auch sonst schon und in schönerer Umgebung gelesen. Rabb. Dr. Gottschalk- Frankfurt a. Main Veremsnachrichieu Delegierte«!«!, des Verbandes der Literaturvereine. Donnerstag, den 31. Mai ds. Js., vormittags 10 Uhr, findet in Berlin, Artillerie straße 14, ein Telegiertentag des Verbandes der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland statt, der hauptsächlich über die Organisierung der Verbandsarbeit beraten soll. Anmeldungen sind an Herrn Benas Levy, Berlin C. 2, Spandauer Straße 41, zu richten. Der Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes har eine Be ratungsstetle sür Frauen und Jugendliche eingerichtet. Sprechstunde allwöchentlich: Dienstag vormittag 11—12 Uhr im Logenhaus, Kleiststraße 10. Internationale Kämpfe beim Jüdischen Bor-Club „Maccabi" E.B werden das Publikum am 15. Mai, abends 8 Uhr, im Saalbau Frsedrichshain in Spannung versetzen. Werden doch in den Haupt kämpfen die dem Namen nach zur Genüge bekannten Münchener Hubert Ausoöck und Atfred Lang mit Friedtändcr It und Buchbaum-Maecabt durch die Seile klettern. Ausböck hat von seinen 50 Kämpfen nur t verloren. Repräsentativ startete er gegen Ungarn und die Schweiz Lang, der ebenfalls repräsentativ gegen die Schweiz und Ungarn antrat, hat von seinen 60 Kämpfen nur 7 verloren. Durch seinegroße Schnelligkeit erwarb er sich den Beinamen: Wirbelwind. Man darf neugierig sein, wie das Zusammentreffen mit Buchbaum enden wird, wobei noch zu erwähnen ist, daß Lang auch als Sieger im Kampfe gegen Wilsch-Wcsten hervorging. Sowohl Ausböck als auck Lang sind Olympiakandidaten. Kalendarium f. die Zeit v. 12. 5. b. 19. 5.28 Mai 1928 Jjar 5688 Sonnabend 12 22 Wochenabschnilt: B'har- B'chukaussai .Hastarah: Jcremia 16,19—21; 17,1—14 Sabbat-Ausgang: 8.39 Uhr Sonntag 13 23 Montag 14 Dienstag 15 2o Mittwoch 16 26 Jom Kippur Kown Donnerstag 17 27 Freitag 18 28 Sonnabend 19 29 Neumondweihe! Wochenabschnitt: Bamidbor Hastarah: Samuel I Kap. 20, 18—42! Sabbat-Ausgang: 8.58 Uhr