Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 7 (1927)
- Issue
- 21 (27.5.1927)
- Date
- 1927-05-27
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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7. Jahrgang Nummer 21 Vellage 27. war 1927 MKchKberaleZeilmg Stuttgarter Ausstellung der Zentralwohlfahrtsstelle. Im Rahme» der Ausstellung der Liga für Freie Wohlfahrtspflege, die jetzt in Stuttgart gezeigt wird, ist eine interessante Sondergrnppe der Zentralwohlfahrtspflege der deutschen Juden zu sehen. Bekanntlich haben die in der Liga für Freie Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen sieben Spitzenverbände, darunter die Zentralwohlfahrtssteüe der deutschen Juden, im vorigen Jahre bei der „Gesolei" in Düsseldorf eine große und sehr eindrucksvolle Sonderausstellung veranstaltet. Diese Ausstellung ist von vornherein so beweglich gestaltet worden, daß sie als Wanderausstellung allen Teilen -es Reiches zugänglich gemacht werden kann, und so ist bas ganze dortige Material zuerst nach Stuttgart gekommen. Am 6. Mai 1927 wurde in der Stadthalle Stuttgart die Ausstellung der Freien Wohlfahrtspflege feierlich eröffnet und soll bis 12. Juni zugänglich bleiben. Eröffnungsansprachen wurden von Herrn Staatsrat Rau, Vorstand der Zentralleitung für Wohltätigkeit in Württemberg. Graf Lerchenfelü, deutschen Gesandten in Wien, Präsidenten der deutschen Liga der Ferien Wohlfahrtspflege und Herrn Reichsarveitsminister Dr. Brauns gehalten. Das Düsseldorfer Material wurde sehr wesentlich von Württemberger Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege ergänzt. Die eindrucksvolle Koje der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Jude» ist neben den anderen Kojen der Spitzenverbänbe wieder aufgebaut worben. Schönes Bildermaterial von den jüdischen Anstalten in Württemberg, dem Waisenhaus Eßlingen, dem Altersheim Sontheim und dem Schwesternheim Stuttgart, wirb in dieser Koje württembergischen Besuchern gezeigt. Jta. Aus dm Gemeinden Berlin. iBon der Zent ralwohlfahrts st eile der deutschen Juden.) Am 12. Mai trat in Berlin die bei der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden bestehende Arbeitsgemeinschaft für Gefährdetenfürs?rge zusammen. In der von Sanitätsrat Dr. Seligsohn geleiteten Sitzung waren Hauptgegenstände der Verhandlung die Fragen des Ausbaues der Psychopathenfürsorge und der Gefangenenfürforge, sowie ein Bericht über den Stand der Reform der Fürsorgeerziehung. Zur Frage der Psychopathenfürsorge konnte mitgeteilt werden, daß erfreulicherweise sowohl in den Kreisen der Lehrer, wie der Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen das Interesse für diese Spezialaufgaben in ständigem Wachsen begriffen ist, und daß eine Reihe von Anmeldungen zur Spezialausbildung in der Psychopathenfürsorge vorliegen. Die Zentralwohlfahrtsstelle wird bemüht sein, durch Ausbildungszuschüsse, die sie entweder selbst geben oder vermitteln kann, diese Bestrebungen möglichst zu fördern. Sodann wurde die Frage der Beratungsstellen für Heilerziehung eingehend besprochen und auf die Notwendigkeit ihrer Einrichtung, gegebenenfalls in Angliederung an die bestehenden Einrichtungen der allgemeinen Psychopathenfürsorge hingewiesen. Schließlich wurde von den Plänen der Errichtung eines Heilerziehungsheims Mitteilung gemacht und eine besondere Sachverständigenkommission für Psychopathenfürsvrge gebildet, der insbesondere Rabbiner. Anstaltsleiter. Lehrer und Fürsorgerinnen angehöreu werden. In der Frage der Gefangenenfürsorge ist eine Abgrenzung der Arbeit mit dem „Sozialen Ausschuß des Allgemeinen Deutschen Rabbi nerverbandes" dahin erfolgt, daß diesem die seelsorgerische, der Zentralwohlfahrtsstelle bzw. den zuständigen Wohlfahrtsstellen im Reiche die fürsorgerische Arbeit obliegt. Die seelsorgerische und fürsorgerische Annahme von Bestellungen aus die Jüdisch-liberale Zeitung bei allen Postämtern Deutschlands. Arbeit soll in dauerndem engen Zusammenwirken untereinander, vor allem aber mit allen Organisationen der allgemeinen Gefangen- und Strafentlassenenfürsorge tätig sein. Diese Notwendigkeit der Zusammenarbeit gilt natürlich ebenso für alle anderen Gebiete der Gekährdetensürsorge. Aus dem Gebiet der Reform der Fürsorgeerziehung konnte über das Fortschreiten der Arbeiten sowohl bezüglich der Anstalten für männlich, wie für weibliche Jugendliche berichtet werden. Die Reformarbeiten sind noch nicht zum Abschluß gelangt. Schließlich beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft noch mit der Delegation zur Konferenz über Fragen des Mädchenschntzes und Mädchenhandels in London im Juni dieses Jahres. Berlin. (Freie jüdische B o l k s h o ch s ch n l e.) Am 4. Mai fand die Mitgliederversammlung der Freien Jüdischen Volkshochschule, Berlin, statt. Der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses, Herr Dr. I. Lehmann, gab den Bericht über das Herbst- und Wintertrimester. Es haben im Hervsttrimester bei 10 Zyklen 361 Hörer die Vorlesungen besucht, im Wintertrimester 620 Hörer bei 11 Zyklen. — Es erfolgte dann die Rechnungslegung und Entlastung des geschäftsführenden Ausschusses. Für das kommende Geschäftsjahr wurde Herr Rabbiner Dr. I. Bergmann zum Vorsitzenden, Herr Dr. I. Lehmann zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Berlin. (Zum 70. Geburtstag von Professor Dr. Schäfer.) Freunde und Schüler von Professor Dr. Moritz Schaefer, dem hervorragenden Gelehrten und Pädagogen, der am 21. Mai seinen 70. Geburtstag feierte, haben eine Festschrift herausgegeben, die der Persönlichkeit des Jubilars gewidmet ist und ihm an seinem 70. Geburtstag feierlich überreicht worden ist. Die Festschrift enthält Beiträge von mehr als 40 jüdischen Gelehrten und Schriftstellern, so u. a. von Dr. Pinczower, Professor Dr. Philip Aronstein, Geheimrat Prof. Dr. Emanuel Aufrecht, Rabbiner Dr. Leo Baeck, Justizrat Bernhard Breslauer, Prof. Dr. Jsmar Elbogen, Prof. Dr. F. Jüterbog, Studien» direktor Dr. Joseph Gutmann, Direktor Dr. Michael Holzmann, Dr. Kellermann, Prof. Dr. I. Marcus, Dr. Ephraim Pinczower. Direktor Ephraim Cohn-Reiß, Dr. Ernst Schäfer, Staatsrat Dr. Jacob Teitel, Prof. Dr. Moritz Türk, Rabb. Dr. H. Bogelstein. Berlin. (Der Borsitzende des Berliner Börsenvorstandes gestorben.) Nach schwerem Lei« den ist ber Vorsitzende des Berliner Börsenvorstandes. Edgar Rosenthal, gestorben. Er war seit 1905 Teilhaber -e- Ba-nkhauses Gebr. Veit & Co., und gehörte bereits lange Jahre dem Aettesten-Kollogimn der Berliner Kaufmann, fchaft an. Die Berliner Handelskammer, deren Mitglied er war. entsandte ihn in den Börsenvorstanb. -er ihn z» seinem Vvrstjtzenüen wählte. — Am 26. Mai trat -er Börsen. Vorstand zu einer kurzen Trauerkundgsbung zusammen und und faßte Beschlüsse über die Beisetzungsseierttchkette». Die Berliner Börse bleibt am Sonnabend, den 38. Mai ge» schloffen. — Der Verstorbene war ein treues Mitglied der liberalen Bewegung, der er stets -aS größte Interesse entgegen brachte. Berlin. (Bortrag.) Im Rahmen des BortragSzyMuS „Die jüdische Jugend im Spiegel der Parteien* veran. stattet -er Jugendbund Beth-Zion, Berlin, am Donnerstag, den 3. Juni, abends Uhr. im großen Saal des Ge. meindehauses, Rosenstraße 2—4, einen Vortragsabend. ES spricht Herr George Goetz, Generalsekretär der Bereist» gung für daS liberale Judentum e. B. über das Th«oa „Was das liberale Judentum der Jugend bietet*. Breslav. (DaS Beztrksravbinat Mittet, s ch l e s i e n.) Rabbiner Dr. Felix Aber, Bremem hat, wie wir hören, den Ruf erhalten, das neu zu gründende vezirksrabbinat der Gynagogengemein-en MtttelschlefienS M übernehmen. Bresla«. (Sitzung der Gemeindevertretung^ Nach einer längeren Pause, die durch die Vorbereitung des Etats in den Kommissionen ausgefüllt war, tagte am 19. d. Mts. wieder die Gemeindevertretung. Beim Beginn der Sitzung widmete der Vorsteher. Juzstizrat Petser, während die Anwesenden sich von den Plätzen erhoben, dem im April d. Js. verstorbenen langjährigen früheren BorstandSmitglieöe Sanrtätsrat Dr. Jungmann, welcher der Gemeinde in schwerer Zeit unschätzbare Dienste geleistet hat, warme Worte des Gedenkens. Im Rahmen der Tagesordnung werden alsdann die Delegierten zur BerbandStagung Liegnitz-Breslau am 26. d. Mts. gewählt. An Stelle des von seinem Amte zurückgetretenen Gemeindevertreters Curt Brtenitzer rückt Generalkonsul Senator Leo Smo. schewer ein. Für den verstorbenen WohlfahrtSöirettor Kottlarzig wird Regierungsrat Dr. Ernst Callomon in den Hauptausschuß des Wohlfahrtsamtes gewählt. Der Gesellsellschaft zur Förderung der Wissenschaft deS Judentums wurde ein Beitrag zum Jubiläums-Fonds bewilligt, und der Schaffung eines Raumes in der Neuen Synagoge für Mincha-Gebet und Bedecken bet Trauungen wurde zugestimmt. Alsdann gelangte eine Anzahl Vermächtnisse zur Annahme. Die Gemeindevertretung nahm ferner davon Kenntnis, baß die vorhandenen, zum größten Teil entwerteten Stiftungen zur Vereinfachung der Verwaltung in drei Gruppen zufammengefaßt worden find, und genehmigte den Haushaltsplan der Mora-Salvmon Leipztger-Beth» Naturforbige Opanken mH Komtess*Abs»l7 Beige mit Blond kombiniert edtier Louis XV.-Absatz, eigene« Fabrikat i Tragen Sie nur äßOw—SehUhe, Sie erheben Here Pflngettraude Für Herren: Bronn Boxcelf - Schnürschuh mV and ohne hnlL Ksoho* Original Goodyear-Wdt. HeUbronn Schnürschuh neue, bnüeeftlge Fora», emerikanhdtM HodelL Original Goodyear ged.. Bronn prima Boxcelf Oitg.Goodyear-Wiett, mit echter Krepp-Rubbenohle 12" 14" Für den Sports 4" 3°° 3” Weist Leinen - Tennltschnh mttCbromaaibeneohte n. Chrouewieehen» sohle. Gr. 0-458,50, 34—05^0, 91-55 Booittdrah ms wate*-... mbs Gummtoohk. GrOsee OO 4,50, ar-95 3,50.3«-« Rindledersondolen tethgenitit, prima Aosfflhmog. GrOese 0-45 5,50, 35-4» 4,90, 51—95 4,60.*-*» beige qnd awwioiMtiimhiiiuniiii>M chtCh« brenn echt mit passendem bntt. KMkmsetnsefx § «" | Für Kinder: Chcvr.- Spangenschuhe taBatga and Gran, Gr. M|M 5^0, 33/a« 4,90.atMß Kr i Bronn j| Spangenschuh Ü berie Paeefaneu OrOeeeSft H »55 9,90, «-548,90, 27-90*^ Gran Boxcalf- Spongenschnh £Z?0 I udt Modmng. Gr. 91 ■ V i Me 54 7,60.»-95 KF mimmmmmm?30 FsioSSntreli Serffce S01$, SchmUsir. U |M? ir.