Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 7 (1927)
- Issue
- 8 (25.2.1927)
- Date
- 1927-02-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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IWchMewleZeilmg Or««# »tr 35mtoi«iiBfl fflr ».« Ufcerafe Mae.3. Bezugapreis durch die D-schLft»fieÜe ^jährlich 4LLSI» Einzelnummer 0.20 Bei freier Zusendung t. 3nl«nd OLS 5ür die Mitglieder r « Vereinigung tsi der Dezugeprei» »m Mtigliede'ieitrage enlhnlte». n s r. OetüntmortL Redakteur Bruno Doyda Ditz „Jüdifch-Udsrolv Jsitung" srfchelnl jeden Freitag. »«SalrNon«. 0sf«tzSNasts»s: SvrllnS^V. Wilbelmftr. I4Z. Vtrnruf: Bofcnl>eiOe ALLS. 3359 0oftfd)«Mtoiiio: BarllnllWZ Ht-ISTOO» fflr Bo» Uv roi« Judentum I*aa»vru«N (AmlllcDtr Ortg»nal-v«»trag« nwr mit «oditrlgn 0«n«t,mtgung v»r ftebakilon geftatt«t. Anzeigenpreise: Die 12gespaltene Nonpareillezeile 0.45 Goldmark. die R klamezeile 3.00 Goldmark, bei :: z r. Wiederholungen Rabatt. :: ü :: Anzeigenannahme: »Jüdisch-liberal«Zeitung. FnseratenabteUung: Berlin SD 48. Dilhelmstratze 147 (Hafenheide: 33S8—5S>. sowie sämtl. Annoneen-Epped. Nr. 8 Berlin. 25. Februar IS27 7. Jahrgang Sekte». Jüdische Sekten und Pseudoniessiasse. Bon Dr. B. Schidlof. . r«SiCc ^^ionSgeschichtliche Literatur, auch der Juden selbst, hat sich - wohl aus wisienschaftlicher Gewohnheit und BeanemUchkeit und weil ihr ein anderer treffender Ausoruck Nlchr zur Verfügung stand — unter -er Sammelbezerchnuna „Seften uni Sektierer" mit jenen Parteien und Personen beschäftigt, deren Bestreben es war. dem alten, ehrwürdigen indischen Religionsbaume Aeste abzufchnerden und ihnen andere Reiser aufzupsropfen. meist Rener, die einem anderen Religionsbaume entnommen worden nnd der Jesuttengeneral Lorenzo Ricci oder Papst Clemens XIII man schreibt das Zitat beiden zu — das Wort gesprochen hat: ..Stnt nt sunt, aut non stnt" ^Sie Men wre sie sind ooer sie seien nicht" - ,'o mag dieses stolze Worr. das sich aegen iede Aenderung der Ordensstatuten Lei den Jenriten richtete, auch, iu anderem Sinne» auf das südliche Glaubensbekenntnis zutreffen. Allerdings das nur mioweit wie nicht die wesentlichsten Grundlagen des Glaubens verletzt wenden. Eine solche wesentliche Berletzun« fand aber gerade bei N^^bstrebunaen derjüdischen Sektierer inden meisten Mven statt^ Die safte der aufgrprvpften Ueyer sollten den alten Stamm den man dazu »och seiner wertvollsten Wurzeln berauben wollte so sehr verändern datzübe^hompt neues sich hätte entwickeln müssen. Ein Gewächs. daS nur wenig mehr an seine Urform erinnert, sondern viel «ich &iC nCUC dlufvfropfung sich angepatzt hätte. wevn Ja. da war nämlich immer der geistige Kehler der Sektierer und der Pseudomesitafle. Sie halten, wenn man so sagen darf, keinerlei physiologische und keinerlei pathologisch-anatomische Kenntnisse vom jüdischen Lebensbäum. Sie mutzten nicht, daß er so stark, so kräftig, so tief eingewurzelt war. datz er die fremden Säfte nicht in sich «rumebmen konnte sondern sie als krankhaft, weil durchaus wesensfremd abstotzen mutzte, wie ia ieder gesunde Körper imstande ist. den geregelten L^ensablauf störende oder schädigende Keime zu vernichten. Bei anderen Glaubensbekenntnissen konnten sich Glau- Lensmeinungen Glanüensgegeniätze und aus ihnen Parteien und Sekten entwickeln, ohne datz die Grundlehre trotz schärstzer Getznerichasi, die sich bis zu erbittertstem Hatz und bis zur gegensektigev Vernichtung anstrebender Todfeindschaft steigern konnte, nmgeandert wurde. De, Christ — aleichgültig welcher christlichen Form er sich gläubig auschlotz — er blieb immer Christ dessen Heilslehre in dem — wenn auch nicht immer genau im Wortlaute doch dem Sinne nach — anerkannten Apostolikum wurzelte. Der Bekenner des JSla-m — ov Schiite oder Sunnite — lebt und stirbt in dem Klauben an Mohammed, den Propheten. Daran änderte und ändert reine Sekte etwas. Es mögen die einzelnen Auslegungen verschieden sein, der Kultus un>d der Ritus von einander abweichen, das Wesentliche im Glauben bleibt unangetastet. Bei den jüdischen Sektierern war bas aber anders. Die Grundwahrheiten und die wesentlichen Glaubensregeln des Judentums besteben in seinem unerschütterlichen Festhalten an den einig-einzigen Gott, an der reinen, monotheistischen Idee und dem Gedanken an de» Messias, der erst dann kommen kann, wenn die Menschheit sich Lurch ihren frommen. reinen Lebenswandel, durch allgemeine Menschenliebe und Menschenverbrüderung. durch das Verschwinden von aller Sündhasttakert allem Hatz, allem Trieb zum Dösen dazu würdiq vorbereitet hat. Aus dieser Feststellung ergibt sich der Irrtum, datz von südlichen Sekten gesprochen wird, wenn man die «ReligionSsründungen" jener Pseudomefliasie im Auge hat. über sie spricht oder schreibt. Sie. die an den Grundlehren des Judentums rüttelten als sie es unternahmen, teils durch falsche Auslegung^ des Buchstabens, teils aus kratz selbstsüchtigen Herrschsucht- oder Bereicherungsmotiven Sekten zu gründen. Diese Unterneymungen gelangen ia zum Teil — aber sie hörten mit dem Augenblick ihres Gelingens auch auf. jüdisch zu sein Weder die Dabbathianer noch der-n Nach, fvlger. die Frankisten — um nur zwei bekanntere Beispiele zu nehmen — waren jüdische Sekten. Beide hatten die Grundlehren, den Glauben an den einig-einztaen Gott und die Erwartung das Erscheinen deS Meflias. der dqs ewig« Friedensre»ch bringen soll, yreisgegeben und sich somit vom Judentum abaewendet wenn sie auch einigen jüdischen Riten, der hebräischen Sprache und dem Gebrauch von Synagogen eine Zeit lang scheinbar treu geblieben waren. Auch bas änderte sich sehr bald. Die am Judentum festhalteu wollten, wandten den Sektierer» de» Rücken, die anderen wurden Christen oder Mohammedaner.» s« nach dem Lande, in dem das eine oder andere Glaubensbekenntnis Staatsreltgion war. Datz sie sich ehrlich und aufrichtig zu dem neuen Glauben bekannten, Satz ist wob! nur iebr selten der Kall gewesen, wenigstens in der ersten Generation Die Nachkömmlinge schon eher, und di« dritte oder viert" Generation hatte es meist schnn nervssen, datz ihre Ahnen Juden gewesen waren oder ste bemühten sich zumindest eS sich und der Umwelt vera»ssen zu macki-n. ES ist -aber wirklich falsch, im Hinblick auf die pseudomesiianischen Gründungen, von jüdischen Sekten zu rode». Man dürfte eher den Ausdruck da gebrauchen, wo, ohne, datz an die Grundwahrheiten gerüttelt wird, die Kormen der Reltgionsübung wesentlich von einander abweichen. Das lätzt sich aber im Judentum nur sehr schwer anwenden. Ein liberaler Jude würde genau so wie ein orthodoxer Jude sich dagegen wehren, wenn man sie beide als Angehörige verschiedener jüdischer Sekten anseben würde. Dennoch wäre gerade bei ihnen die Bezeichnung viel weniger unpassend, als die noch allgemein wissenschaftlich gebrauchte — denn in der Tat gehören beide verschiedenen tüdischen Parteien an. die. wie auch die christlichen Anhänger der verschiedenen Sekten, ihre unterschiedlichen Anschauungen sehr scharf vertreten, ohne dabei den gemeinsamen Boden ihrer jüdischen Weltanschauung zu verlassen. Keine der christlichen Sekten hat auch ihre Gründer als neue Messiasse, die gekommen sind die Welt zu erlösen, anerkannt, wie ja auch keiner dieser Saktengründer eine solch« Anbetung als neuer Christus verlangte. Luther, der doch den gewaltigsten Einfluß besaß und dem Christentum ganz neue Wege wteS. hat für sich keinerlei überirdische Heiligkeit in Anspruch ge, nommen oder zuerkannt erhalten. Deshalb blieb auch er und blieben seine Anhänger auf dem Boden deS Christentums. Ganz anders die aus dem Judentum hervorgegangenen Pfeuüomessiasse und deren Anhänger. Ihnen war eS nicht Uyr Gründung und Ausbreitung von jüdische» Sekte» zu tun, alw jüdischen Parteien mit verschiedenen aber auf dem festen Boden der Heilswabrheiten stehenden Meinungen, sondern sie begannen ihre Tätigkeit damit, datz sie diese mit dem Judentum unzertrennlich verbundenen HeilSwahrheiten leugneten, sie im Kühlen und Denken ihrer Anhänger auszurotten trachteten und eine neue Lehre predigten, die nichts mehr mit dem Judentum zu tu« batte, ja. ihm direkt feindlich gesinnt war. Die Thora, die heilige Schrift, wurde für abgeschafft erklärt. ebenso alle Gesetze, die in ihr enthalten sind: der Talmud für schädlich, ia gefährlich. AlS einzige ReligionSquelle aalt die Kabbalah. aus diesem rbaniastischem. mittelalterlichem Buche wurden gewaltsam Erklärungen für die gepredigten neuen HeilSwahrheiten hervorgesucht, darunter auch ein phantastischer Dreifalnakeitsglaube von einem dreifachen und doch einzigen Gott, ferner ein budhistischer Anschauung uachqebildeter Glaube an den ewig neugeborenen, den inkarnierten Messias. alS der sich natürlich der je-weilige neue Messias auSaah un>d dementsprechend Anerken« tunt«, nnd Anbetung nicht forderte, sondern merkwürdiger, weise auch erhielt. Die tief« messianische Sehnsucht, in der die Menschheit zu allen Zeiten, namentlich aber in solcher schwerer politischer oder wirtschaftlicher Niederaeschlagenbeit — beide Ursachen zeia-n sich ta meistens vereint — na>h dem irdischbinnnlischen Retter Ausschau hält, hat de» Pseudowessiassen ibr Wirken stets sehr erlei-si^rt. Dem Armen und Elenden ist der Trostbringer nnd Glncksve'-Heister stets willkommen. Der Ar'^e und schwache, der oft auch arm nnd schwach ist glaubt nur allzu gernan Wunder, denn leider bat ihn die bitterste LebenSerfa»runa a-lebrt dass ihn auch nur ein Wunder ans seinem Elend erlöse» kö»ne. Zeiten deS Elends nnd Mengen des Elends fftt gewisse Ziele anSmnutzen. haben Streber — politische und reliasöse — mrr zu oft ant ne^anden und verstehen es auch h^ute noch, mi? m^nch-rlcs G'-m-inschaften nur allzu» deutlich l-'l'ren. ir-rsnsa Kt abe* n'»r ein v"'-si'''eraebender. Die n^-isten Gemeinschaften solcher relia'ös.-r und politischer Hochstanler — anders kann ich sic wirklich nicht nennen — verschwinden. Aber was sse l^'d-r zatrücksgssen. da« ist eine oft noch larm^ n^chmsrl-md'e Vertnirrpna der Geiste'' und Gemiit-'- und Mcht s-lten ein aratzes Matz non Schuld und — Schulden, das niemals beglichen werden Die chSnmchs. Bon Dr B Werner. Religiöse Strömunaen verschwinden »remalS gänzlich; sie lassen immer irgendwelche Spuren zurück, aitck wenn die Ideen. auS denen sie entsta"d^ sind o^r die stvrovaaieren. auf d», Dan-r k^nen und f-inm Widerhall oelunden d^heu Sei e«. wett ste R^rn^nd^ nd-id-m fder^en ni^s aensiaend lantpn lei es w-sl ste ely falsch erkannt wurden — al-ichnsel; me»» hf«. Reltesx,^fl^jjnder anch das. waS ste erstrebten, nicht erreicht haben, wenn es ihnen nicht aelana. eine neu- Reliaion zn arlinden. so haben dennoch einzelne ihrer Gedan-ken. Riten. Zevemonien Annahme von Bestellungen auf die Jüdisch-liberale Teilung bei alle« Postämtern Deutschlands. Futz gefaßt, sich vielleicht gewandelt, aber das reügröse und kultische Leben mancher Gruppen Lauernd beeinfluht. Die Versuche, neue Religionen zu gründen, mutzten immer daran scheitern» daß eine Religion kein geschäftliches Unternehmen ist, das man ^gründen" kann. Religion. Gotteslehre gleichviel welcher Art. kann nur von Gottesmenschen in die Herzen gepflmrzt werden, nur von wahrhaft von göttlichem Geiste durchdrungenen, allem Materrellen abgewandten Idealisten. Wer weniger aus die Macht GotteS. sondern auf die eigene Macht, wer weniger auf geistrge alS auf irdische Güter bedacht ist. der vermag wohl eine Art von religiös gefärbter Gemeinschaften inS Leben zu rufen, nie und nimmer aber eine Religion. Deshalb werden solche Gründungen auch das Schicksal solcher, mehr auf das Materielle eingestellter Unternehmungen haben: über eine gewisse Ausdehnungsmöglichkeit können sie nrcht hmauS. ohne sich zu verdünnen, mit anderen, größeren, festgefügten sich zu vereinen, in ihnen aufzugehen, wobei eS ausnahmsweise Vorkommen kann, datz sie noch etwas von ihrer ursprünglichen Eigenart behalten. . Wie so manchen sektiererischen Er,chetnungen. grng eS auch dem Sabvathianismus so. Man weitz nicht, welche Strömungen von Sabbathai Z'wt und seinen Nachfolgern ausgingen, um dieser Bewegung eine fast zwe,hundertjährige Lebenskraft zu geben. Tatsache ist. datz sabbathiantsche Gedanken noch immer nicht ausgestorben sind und daß noch immer eine Sekte existiert, die in dem Sohne des Smyrnaer Kaufmannes und Vertreters englischer Firmen. Mordochai Z'wi. den Messias und ReltgionSstifter verehrt. Aber da- Wort Sekte ist zuviel gesagt, denn die Dönmehs sind keine Sekte. Sie haben tatsächlich eine Religion für sich, wenn sie sich auch äußerlich zum Islam bekennen, wie ja auch der Stifter selbst. Sabbathai Z'wi, weniger aus Ueberzeugung. als um schmählicher Gefangenschaft zu entgehen, den Turban nahm und Mohammed als Propheten anerkannte. Er. Sabbathai Z'wi. der sich als der wahre Messias, als der Sohn Gottes, ja als Gott selbst auSgegeben hatte. , , Man dürste daS Wort, datz der Mensch ein GewohnhertStier fei. auch in religiösen Dingen mißbrauchen, wenn man sieht, datz tatsächlich eine Gruppe von Menschen, darunter sogar sehr tüchtige, kluge Kaufleute. Wissenschaftler. Pol^ liker einer Lehre anhängen, die durch ihren Stifter und noch vielmehr durch dessen Nachfolger zu den phantastischsten, abergläubischsten und allzu oft direkt betrügerischen Mampulationen gebraucht und mißbraucht worden ist. ES unterliegt keinem Zweifel, daß die Dönmehs. die ihren Hauptsitz in Saloniki haben, noch Sabbathianer sind und in Sabbathai Z'wi den fleischgewordenen Erlöser verehren. Ader nicht nur in ihm. sondern auch in dessen Nachfolger Jakob Z'wi Querido und dann in dessen ,Sohn Berechfa verehrten sie die Fleisch gewordene Gottheit. Die Zahl der Dönmehs betrug ursprünglich über fünfzigtausend. Aber viele von ihnen, die zum Schein zum Islam übergetreteu waren, wurden mit der Zeit mehr oder weniger aufrichtige Mohammedaner, d. h.. sie sagten sich gänzlich von den alten Bräuchen los, ohne deshalb immer die neuen zu halten. Nicht mit Unrecht — wie aus einem Juden kein Christ, sondern ein getaufter Jude wird — nannte man diese znm Islam übergetretenen Sabbathianer Dönmehs. was eigentlich Abtrünnige, vom Glauben Abgefallene bedeutet. Und so heitzen sie noch heute. Die Zahl ist durch die fortgesetzte Verschmelzung mit der mohammedanischen Bevölkerung auf insgesamt etwa 4000 zurückgegangen. Eine genaue Ziffer kennt man nicht. eS ist anzunehmen, daß auch die angegebene Zahl zu hoch gegriffen ist. Die meisten Dönmehs sind es auch nur mehr dem Namen nach. Die einstige strenge Abschlietzung wird längst nicht mehr innegehalten, die alten Bräuche und Feste werden nicht geleiert, die früher auf das strengste untersagten Mischehen werden immer häufiger. Noch vor etwa fünfzig Jahren galt es als unerhört, datz ein Dönmeh eine Türkin. Christin oder Jüdin heirate. Sie verehelichten sich nur untereinander, lebten für sich in bestimmte» Häusern, die sie durch grüne Lamven besonders kenntlich machten und kia-tten einen Ritus, in dem islamitische, christliche und jüdische Bräuche einaewebt waren. So hielten ste gleich den Juden an der Beschneidung nach acht Tagen fest, ebenso an den jüdischen Monaten. Der neunte Ab. der Geburtstaa Sabbaibat Z'wiS. wurde schon von diesem auS einem Trauer- und Fasttage zu einem Freudentage gemacht. Außerdem feierten sie ein Fest der Seelenweihe. Das Hohe Lied gilt ihnen als heilig und dessen mystisch-erotischer Inhalt dient ihnen in eigenartiger Weise. Sie berauschen sich an den sinnlichen Wortgebilden, haben seltsame Melodien dazu geschaffen und eS wird nicht bloß Verleumdung sein, wenn berichtet wird, datz eS auch bei den Kulten dieser Dabbathianer zu manchen geschlechtlichen AuSschweifunsen gekommen ist. Die Dönmehs sind keine eigentliche Sekte, soweit sie ihre Bräuche unverfälscht erhalten haben — sie sind kein Zweig und keine Partei irgend einer anerkannten Religion. Sie sind eine Gemeinschaft für sich mit einem eigenen Gott und einem eigenen Messias Und da ihre GotteSidee sich auch in philosophisch falschen Bahnen bewegt, konnte die Religio» der Sabbaiüianer und kann auch die der DönmehS keine» Bestand haben. Es ist nur mehr eine Frage einer ganz kurzen Zeit, nnd auch die Dönmehs werden der Geschichte menschlicher GeisteSverwirrunaen auaebüre».