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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-12-31 · 53 (31.12.1926) · page 8

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
53 (31.12.1926)
Date
1926-12-31
Page
– (sequence 8)
Language
German
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l ■■■■nuiwipipn», '? --r-:r nrnrTHTfrr' MY «ehaft. mit hawunderuogs^vürdixer Kooreotratiou und voll-! endetet Stilsicherheit vorgetrsgen. Während Lion Feuc htwsnger in seinem „ Jud Süß“ und Hauff in seiner gleichnamigen Geschichte viel Worte, Erklärungen und Situationen gebrauchen, stellt Neuinann eine motivisch ähnliche Tragödie in nur wenigen Kapiteln knapp und wuchtig dar. Das alte traurige Judcnschicksal! — Der menschlich überlegene, bedeutendere Jude, der kraft der Höherwertigkeit seines Geistes und der Genialität seines Herzens mehr leistet und nützt als der Durchschnittsmensch, und der an der Unduldsamkeit und der verbissen-fanatischen Gehässigkeit der Umwelt, die ihn weder verstehen kann noch will, tragisch zugrunde geht. T)ie Großherzogin, die Gattin eines homosexuellen, seelischsterilen Fürsten, lieht den ..llofjuden’*. den geadelten Bankier Haber. Ein zartes, schwarzhaariges Kind ist die Folge dieses seltsamen Verhältnisses, mul nun hetzt die dynastisch-nationale Hofclirjuc aus unlauteren Motiven heraus den schuldigunschuldigen ..Fremdling" in den Tod. Wie der jüdische Held in der Wilhelm v. Scholzsehcn Tragödie wird auch der Uofbankier bei dem Treiben seiner Feinde von einem solchen Welt- und Lobcnsckel ei griffen, daß er gern und freiwillig auf jede Rettung seiner Person verzichtet und ein frühes, entsetzliches Ende dem Leben in einer erbärmlichen Umgehung verzieht. Sein Kind nimmt er mit in den Tod. Schwermütig und herbe, mit höchster Prägnanz — kein Wort zuviel, kein Wort zuwenig —. mit verblüffender Dialektik und feinstem Takt ist dieses ganze Trauerspiel erzählt. Die drei Hauptpersonen der Novelle, der Fürst, seine Gattin und der ..Baron Mäher", alle drei sind Aristokraten der Seele, alle drei sind gleichermaßen im Recht oder Unrecht, handeln in einem höheren Sinne unangreifbar. Verächtlich ist nur der adlige und bürgerliche Pöbel, der den Skandal heraufbeschwört und über den f all des .,1 leiden" gefiihl- und geistlos jubelt! Die Erzählung ist eine wertvolle Bereicherung unserer modernen Literatm. — - Lob sei dein Fngelhom-Verlag gezollt! Einst enthielt seine Romanbibliothek fast nur flaches Ivesofutter für müßige Stunden. Heute bringt sie mir das Köstlichste und Zarteste der zeitgenössischen Novellistik. Hat sie doch erst vor kurzem Frank Thiess* wundersame Geschichten herausgebradit. über denen als Motto und Name ..Der Kampf mit dem Engel" stellt, jenes gewaltige Symbol aus dem Alten Testament, das zugleich Sinnbild und Fazit jeder echten Kunst Ft: ..Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!".... 1) r. Lud w i g D a v i d s o li n - B e r 1 i n. Daviit Schönberger: Feierstunde am Wege. Sinaiklänge. Verlag Axel Junker. Berlin. Die Zahl der Juden, die von Gott in der Sprache und aus dem Fühlen der Gegenwart singen, ist nicht groß. Man wird daher jeden, der die Zahl zu vermehren sucht, begrüßen müssen. Der Verfasser obengena unter Bände (5> S. u. Y5 S.) gehört zu ihnen. Vertagt auch hier und da noch die Kraft, begnügt er sich zuweilen mit biblischen Anlehnungen, sind manche Ausdrücke auch unmöglich (..Zur Andacht stempeln" — .Dünke) verrichten" — ..Zufliichte" — ..Strahler" u. a. m.). so spürt man doch aus allem Frömmigkeit und verinnerlichtes Weltanschaucn. Einige Zitate mögen das belegen: ..Der ganze Erdball ist dein Sinai" — ..Die ganze Menschheit ist dein .Volk, o Gott" — ..Ich aber rufe Gott und wieder Gott“ — ..ln mir ist die Kraft, in dir ist die Kraft, die endlos am Endlichen wirkt und schafft" — ..Auf Wegen gehen, die niemand betreten, ist beten". — Gemäß seiner Einstellung singt Schönberger von allem: von Gott, von Musik, von Licnr, vom Meer, von der Stadt, vom Herbst und vom lle'.iler. Wir brauchen derartige Stimmen zur Verinnerlichung unserer Frömmigkeit und Neuformung unserer Goitess: husitcfit. Mögen* die Kräfte des Verfassers wachsen. .11 a b b i tier Dr. Go11 s cha 1 k. Abisag von Sunem. Eine Geschichte aus König Davids letztem Lebenstögen. Maria Rcnce Dauin as. Salomo trat ein bei seinem Vater. jung war er und von hoher Gestalt, mit ruhigen und ebenmäßigen Gesichtsztigen. durchleuchtet von einem inneren Feuer, das in den großen mandelförmigen Augen zum Ausdruck kam. Er war reich gekleidet, und mit ihm erschienen die Würdenträger des Reiches:, die ihm aiihingen und in ihm den künftigen Herrscher sahen, unter ihnen der 'Anführer der Leibwache, Beiioja und Nathau, der Prophet. Salomo neigte sich sehr tief vor dem Lager des Greises, und als der ihm die welke, zitternde Hand entgegen streckte, führte er sic an sein Herz und seine Lippen. ,,Siehe. Salomo, mein Sohn! Kommst du nach dem alten Vater zu sehen? Treibt dich Liebe zu mir oder ein Wunsch? Wenn es in meiner Macht liegt, ihn zu erfüllen, so sei jede deiner Bitten von vornherein gewählt.“ Salomo schüttelte ernst das Haupt. „Nein, kein Wunsc h treibt mich zu dem Herrn und König, die Sorge um den Vater hieß, mich zu dir kommen, man sagte mir, du fühltest dich schwach.“ Der König winkte abwehrend mit der Hand. „Laß das, meine Zeit ist erfüllet und meine Tage sind gezählt, bald wird es nicht mehr heißen „König David“, sondern „König Salomo“. „Das wolle der Herr, der Gott unserer Väter, verhüten, mein König, du bist nicht alt genug an Jahren, solche Worte zu sprechen, du wirst gesunden und noch lange Zeit deinem Volke ein weiser und gerechter Herrscher sein.“ König David schüttelte das weiße Haupt. „Ich bin nicht krank und kann nicht gesunden, ich bin alt und verbraucht und muß dahin-, doch nicht dir das erzählen zu lassen kamst du her, empfing ich dich-. wir wollen von anderem reden. Wie geht es deiner Mutter?" „Sie ist gesund und gleich mir in Sorge um meinen Herrn, auch von der Hoffnung beseelt, bald vor dem Könige erscheinen zu dürfen, um sein geliebtes Antlitz zu schauen.“ Der König nickte mild, „ich will sie bald empfangen, die Frau-, ich habe deine Mutter sehr geliebt mein Sohn, sie gab mir ein hohes Glück, nun ist alles vorbei,“ er seufzte ein wenig und tastete nach dem Becher. Salomo wollte ihm den Trunk reichen, aber eine Ändere Hand kam ihm zuvor, eine schmale, braune, ringgeschmücktc Hand, sic ergriff vor ihm den Ikchci und hielt ihn dem Greis an die Lippen. Salomo, der es vorher nicht beachtet hatte, schaute jetzt das Mädchen, das hier am Lager weilte, fast erstaunt an und gewahrte nun erst seine seltsame Schönheit. David bemerkte seinen Blick, lächelte matt und winkte dann dem Propheten Nathan näher zu treten, mit dem er sich alsbald in ein Gespräch über den Bau des Tempels, der nach göttlichem Gebote seinem Sohne Salomo Vorbehalten bleiben sollte, cinlicß. Der Königssohn war zur Seite getreten und hatte seinen Platz am Lager des Vaters dem Propheten überlassen, nun hingen seine Angen an dem fremden Mädchen, daß er nicht kannte und noch nie gesehen hatte. „Wer bist du?" fragte er leise, „und was tost du hier im Gemache des Königs?“ Sie saß wieder ruhig, ohne sich zu regen, in ihrer bezwingenden Schönheit und unter all den Schmuck und den kostbaren Gewändern und sagte schlicht: „Ich bin Abisag von Sunem und bin geholt, aus dem Hause meines Vaters, des Gesalbten zu warten und sein zu pflegen.“ -Wer hat dich geholt?“ „Zwei Boten.“ „Wie sind ihre Namen?" „Ich weiß sic nicht.“ „Seit wann weilst du hier?“ „Seit gestern." ..Wie war die Nacht des Königs?" über ihre Waugen huschte ein leises Rot, „Er schlief vom Abend bis zum Morgen.“ Salomo sah sic forschend an, dann sagte er: „Du bist sehr schön, Abisag von Sunem, der König, mein Vater, wird Wohlgefallen an dir finden." Sie ließ ihre weißen Zähne verführerisch durch die roten Lippen scheinen „Vielleicht ist ihm meine Jugend zu gering, meine Schönheit allzu eitel für sein gesegnetes Alter.“ Fr neigte sich ein wenig zu ihr und lächelte ernst, ..Du meinst, nur Jugend könnte deine Jugend und Schönheit entzücken, das hohe Alter des Königs verstünde sie nicht mehr?" Sie hob die großen Augen voll zu ihm auf und sah ihn stumm an. Line Weile ruhten ihre Blicke ineinander, dann sagte der Sohn des Königs leiser: „Ich möchte mit dir reden. Abisag von Sunem. willst du heute, w enn mein Vater schläft, auf das Dach des Hauses kommen? Mein Knecht wird den Tag über deiner harren und dich daun zu mir geleiten.“ Sic nickte, „Ich tue, wie du es wünschest, Sohn meines Königs.“ David wandte sich jetzt -wieder Salomo zu. „Sieh", mein Sohn, welch' schöne Pflegerin meine Knechte für mich gewählt haben,“ uncl er lächelte nachsichtig. „Sie wird dir eine Augenweide sein, König David, und du wirst Freude an ihr haben.“ Der Vater winkte müde init der Hand, ..leb will die Blüte betrachten, die 1 rächt ist nichts mehr für meinen alten Mund." Bald darauf entließ er den Sohn und seine Begleiter. Noch einen raschen Blick warf Salomb auf die Pflegerin, aber er konnte ihr Auge nicht mehr finden, das war auf den Greis gerichtet, der sich wieder zuriickgelchnt hatte und den sic sogleich sorglich bettete. Und wieder wartete sie sein den ganzen Tag und pflegte ihn und suchte ihn durch ihre Worte zu erfreuen. König Dayid aber wurde immer stiller und gegen Abend legte er sieh tiefer zurück, wandte das greise Haupt zur .Seite und schlief ein. vielleicht auch gab er sich nur den Anschein zu schlafen, weil er die Rede der Jungfrau nicht mehr hören wollte. Sie I>cug<c sich über ihn und da sie glaubte, er schliefe fest, verdunkelte sie das Gemach vollständig und schlich dem Vorhang zu, der den Eingang zu des Königs Gemach verdeckte. Vorsichtig spähte sie hinaus. Line lange Säulenreihe soh sie, die schier endlos schien und an deren Ende ein großer schwerer V erhäng ein anderes Gemach verdecken mochte. Leise trat, sie zwischen die Säulen und blieb unschlüssig stehen, wohin sollte sic sich wenden, um zu Salomo, dem Sohne des Königs, zu gelangen, wie sie versprochen hatte? Da trat ein Knecht hinter einer der Säulen hervor, sic erschrak fast, so unerwartet stand er vor ihr. „Bist du Abisag von Sunem, die Pflegerin des Königs?' fragte der Manu. Sie neigte stolz das Haupt. „So komm und folge mir zu meinem Herrn Salomo!" Er scluivi. vor dir her 11 ud sie folgte ihm in Gedanken verloren. Ihr seliöuheiisdinsnges Auge trank die Pracht und die Herrlichkeit dieses Königspalastes, in dem sic nun lebte, und immer mehr befestigte sich der Wunsch in ihr, nicht mehr von hier zu weichen, nicht mehr iu die vorige Armut zurückzuhehrcn, sondern sich hier einen Platz zu erobern. Lud es würde ihr gelingen, sie fühlte es. Selbst wenn König David kein Wohlgefallen an ihr finden und ihrer nicht mehr bedürfen sollte, hatte nicht der Königssohn sein Auge auf sic geworfen Hatte er sie nicht schön gefunden und mit ihr zu reden begehrt? Auch seines Versprechens batte er gedacht und seinen Knecht einen ganzen Tag ihrer harren lassen, nur um sie wieder zu sehen. Salomo war der Liebling des Gesalbten und der zukünftige König. Welche Aussichten bot das für eine Frau, an der er sein Wohlgefallen fand? Zwar fühlte sie schon jetzt, nie würde sie den ernsten Jüngling mit den fast strengen Zügen lieben können, aber was tats? Er würde cs nie erfahren. Uud sie dachte daran, wie einst eine Schar Reiter durch ihren Heimatsort gezogen war, prächtig angetan, und einer von ihnen, der größte und schönste, der allen voran war, der hatte sie bemerkt, die mit großen erstaunten Angen am Wege gestanden und auf den glänzenden Zug gestarrt hatte. Und der Schöne hatte ihr lächelnd gewinkt und ihr etwas zugerufen, was sie nicht verstanden hatte, dann war alles vorüber gewesen. Das war nun viele .Monde her, aber nie hatte sie dieses Antlitz, diese sonnigen Augen, clas strahlende Lächeln des Mannes vergessen können; tagelang hatte sie heimlich geweint vor Sehnsucht nach seinem Anblick, und als man im Orte erzählt hatte, es ki einer der Söhne König Davids gewesen, der hier mit seinem Gefolge geritten sei, da hatte sie nur den einen Wunsch gekannt, an den Hof des Königs zu gelangen und sei es als niedere Magd, nur um den Schönen wiederz «sehen. Im Laufe der Zeit hatte dann ihr Wunsch geschwiegen, als aller die Boten Davids gekommen waraj^ sie zu holen, glaubte sie an eine Fügung des Schicksals und verlies gehobenen Herzens Vater und Mutter, ihrem Stern zu folgen. Sic hatte gezittert vor Erwartung, als man ihrem Herrn seinen Sohn Salomo meldete, einen Augenblick lang hatte sie gehofft, gefürchtet, erwartet, er werde derjenige sein, den sic zu fcrbiidkcn wünschte, aber ihr Herz war erstarrt, als statt seiner dieser ernste dunkle . Jüngling das Gemach betreten hatte. Trotzdem war sie sofort fest entschlossen gewesen, sich sein "Wohlgefallen und wenn möglich seine Freundschaft oder Liebe zu erwerben. Unter diesen Erwägungen war sie jetzt mit ihrem Begleiter bis zu einer Pforte gelangt, von der dieser einen Vorhang hob. Mehrere Stufen führten aufwärts, und als Abisag die oberste erreicht hatte, sah sie das im Abcnddämmern matte Aufblinken der Sterne, sie befand sich auf dem Dache eines Hauses. Der Knecht war zurückgeblieben. Etwas erstaunt, fast ängstlich blickte sic sich um. Da hörte sie leise zärtliche Töne eines Musikinstrumentes, einer Leier, und als ihr Auge das Dämmern durch drang, gewahrte sie einen Mann, der auf einem Ruhebett hingestrec-kt lag und die Saiten schlug. Da wußte sie, es war Salomo, der sangeskundige Sohn Davids, der sie erwarteie. Langsam trat sie ihm näher. Das Spiel verstummte, er streckte die Hand nach ihr aus und zog sie zu sich heran. „Ich danke dir. Abisag von Sunem, daß du gekommen bist, das Herz des Einsamen zu erfreuen. „Der Sohn meines Königs gebot mir zu kommen,“ sagte sic schlicht. Er schüttelte das Haupt. „Nicht so, nicht gebot ich dir, mein Herz bat darum, ich habe mich nach dir gesehnt, seit ich dich sah." Sie lächelte Abwehr und Verheißung. „Du tust mir allzuviel Ehre, Davids Sohn, ich bin nur eine niedere Dienerin." „Deine Schönheit hebt dich in die Reihe der Fürsten töchtcrl“ Sic seufzte: ..Und muß doch Magd bleiben!" „Die Liebe eines Königs kann die Magd erhöhen,“ er drückte ihre schmale braune Hand, die sie ihm willig ließ, an sein Herz. „Der König liebt mich nicht." sic sagte es, als sei sie traurig, „er ward die arme Abisag nicht erhöhen.“ „Aber ein anderer wird nach ihm kommen und König sein.* Verhalten klang es, und er küßte sic mit den Augen. „Noch hin ich König Davids." sagte sie leise ohne aufzu6chaunu. „uud wage es nicht, ihn zu beleidigen.“ Sie wollte sich nicht allzu rasch besiegt geben. Er legte die Hand auf ihren schwarzen Scheitel. „Du sollst meines Vaters sein, so lange er deiner bedarf, sein Auge soll Freude an dir haben, aber dn sollst dich sparen für den künftigen König, er will deiner warten^ und du sollst seiner harren, denn deine Schönheit hat ihm das Herz versengt nud deine Lieblichkeit hat sein Auge verdunkelt, daß er seiner anderen Frauen nicht achtet und nur dein begehrt. Denn du bist schön, du Rose von Sunem, und lieblich wie Jerusalem." „Liebt mich der Sohn des Königs und kennt mich doch kaum!“ lächelte sie. Seine mandelförmigen Augen hingen an ihrem .Antlitz. „Was brauche ich dich zu kennen, du schönste 'Tochter in Jerusalem, mein Heiz kennt dich, das nach dem deinen verlangt, nach deinem Kusse und deiner Umarmung, aber heilig sollst du mir sein, wie das Heiligtum meines Herrn, des Gottes meiner Väter, so lange König David einen Atemzug uoeh hegt in seiner Brust, dann will ich dich zu mir nehmen und wir wollen für ewig vereint sein zu dauernder Liebe, sage mir. willst du clas, meine schöne Freundin?“ Und Abisag von Sunem neigte das schmale Haupt. Der königliche Schwärmer sah nicht das triumphierende Lächeln um die roten halbgeöffneten Lippen des Weihes, das nun sein Ziel erreicht zu haben glaubte. Er sah nur den Scheitel, um den sieh die Perlcnschmire wanden und das rasche Heben uud Senken der jungen Brüstedie matt aus dem kostbaren Gewände schimmerten, fühlte das schnelle Pulsen des Blutes in den schmalen Händen, die jetzt in den seinen ruhten. Sie sagte: „Ich gehöre nach dem König David meinem Herrn Salomo und keinen anderen Mann soll ein Blick meines Auges treffen.“ So gelobte sie ihm ihre Treue und versprach ihm noch, jeden Abend im Dämmer hierher zu kommen and Worte und Grüße mit ihm zu tauschen. Als sie später von dem Boten zuriickgeleitet zum Gemache des Königs schritt, träumte die Tochter Hanams. dos Teppichwirkers, bereits davon, Königin in Israel zu heißen. (Fortsetzung folgt.] Kalendarium für die Zeit vom l.l.b. 8.1.1927 Januar 1827! Teuies 5687 Sonnabend 1 27. Wochenabschnitt: Woero Haftarah: Ezechiel Kap. 28L bis 29 31 Sabbat-Ausgang: 4,52 Uhr Sonntag 2 28. Montan 3 28. Jom Kippur koion Schentat 5687 DienSt an 4 1. Mittwoä, 5 Donnerstag 6 V* Freitag 7 4. Sonnabend 8 5. Wvchenabschuitt: Bau Hastarah: I-eremia Kap. 46.18—28 Sabbat-SlrrSgaug: 5 Uhr ß

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