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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-12-31 · 53 (31.12.1926) · page 1

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
53 (31.12.1926)
Date
1926-12-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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MMNerakZelllmg Orm 9creM«M« Mr »<w Jn»e«(MN «. 3. Vezugspreis durch die Geschäftsstelle »/«jährlich M. 2.SÜ Einzelnummer 0.20. Del freier Zusendung i. Inland 0LS Für die Mitglieder der Vereinigung ist der Bezugspreis im Mitgliedsbeilrage enthalten. s Verantwortl. Redakteur.' Bruno Woyda vt» „lüdlsch-Udsrale Zeitung" «rfchetnl jeden KiHtg. Redaktion « 0eschSttsste»e: Berlin SW, WHfcelmftr. 147. Anzeigenpreise: Die iL-espattene Sranpareillezatte 0,45 Soldwarb, die Retlamezelle 3,00 sAdmarb, bei Sernruf: BafenbeiOe 3353, 3359 PoftfdHMfckonlo: 0*rllnnw?nr.lS7O«9 <V«r*lnl0«iM0 fflr da» liberale Judentum Nachdruck {amtlicher OrtgtnaMtottrtf» nur mit vorf)ertg»r Ounebmlftung Mr Redaktion ««Hattet. Anzeigenannahme: .Jüdisch-liberaleZeitung, ffnseratenabiettmtg: Berlin SV 48. lvtlhelmstraße 147 (Hasenheide: 3358—50). sowie samtl. Annoucen-Epped. Nr. 53 Berlin, 31. Dezember 1926 6. Jahrgang SchG Mische"' */ . Iudennot — Iugendnot. Den nachstehenden Aufsatz entnehmen wir der ..Äöfncr Jüdisch-liberalen Zeitung". Die Ausiüinungen sind nach unserer Ansicht nicht nur für Köln beachtenswert. Wenn wir dem Verfasser auch nicht in allem rönnen, so glauben wir doch, daß der ttcrir seiner Darlegungen das Richtige getrossen bat Während er zum Schluß nur an-- deutend aus die Schaffung eines Gemeindeheims j bnraewiescrr hat. erscheint uns gerade der Plan! c-rn- Errichtung eines allumfassenden jüdischen e m c i n d c Ij n u f e s" als besonders wertvoll. Wir möchten wünschen und hoffen, daß man sich in den maßgebenden Körperschaften näher mit ihm befasse. Die Schristlcitung. Es soll hier nicht die Rede sein von Nöten, die jede junge Generation immer wieder erlebt und wird erleben muffen: auch nicht non Sorgen der Zeit, die den jungen Menschen von heurc ebensowenig verschonen wie den gereisten Mann. Nur non einem Nebelstand rein praktischer Natur, von einer Not höchst materieller Art soll gesprochen werden, von einer! Not, die zu beheben durchaus im Bereich der Möglichkeit! liegt, wenn sich der Kreis der Gutgesinnten auch um einige Gutzablenüe vermehrt. Das herbeiführen zu Helsen, ist Aufgabe dieser Zeilen. Die wenigsten wissen, daß eine unbeschwerte Gemeinschaftsarbeit der Jugend, wie sie die Jugendbewegung von jeher und instinktiv betrieben hat und wie sie beute von der Jugendpflege vor allem bewußt und systematisch propagiert wird, daß eine solche Arbeit unr dann Erfolg haben kann, wenn die äußeren Umstände kein Hindernis bieten. Deutlich gesprochen: jede positive Jugendarbeit, die in Gemeinschaft betrieben wird, braucht ihr Heim. d. h. einen Raum, in dem sie, die jungen Menschen, mit ihren Leitern und Führern ungehemmt von Rücksichten auf nervöse Hausbewohner, mißtrauische Wirtsleute und andere Elemente ihre Lieder singen, ihre Bücher lesen, ihre Spiele aussühren können: einen Raum, den sie nach ihrem Geschmack ausgestalten dürfen, damit eine würdige Umrahmung gegeben sei dem bunten Bild der Tagesarbcit. den heitern und ernsten Stunden. Es ist heute allgemein die Erlenntnis durchgedrungen, daß die Jugend wertvolle Jmpnlse zur Gestaltung ihres geistigen und religiösen Lebens in gemeinschaftlicher Arbeit erhält. Aber wie so oft in jüdischen Dingen, vergißt man auch hier, daß die Jugend die materielle Unterstützung weit eher braucht als die moralische. Wie häufig wird nach der Entwicklung der Jugendgruppen gefragt und nach erhaltener wenig zuversichtlicher Auskunft dem Erstaunen Ausdruck gegeben, daß es so wenig klappen will'. Ja. verehrte Herrschaften, wißt ihr, woran daS zu einem erheblichen Teil liegt!' Die Jugend weilt nickt gern in ungemütlichen Räumen, die ad hoc notdürftig hergerichtet werden, wenn ein Bortrag stattfindet. Sie liebt Wärme und Schönheit um sich her und meidet „Heime" die nicht „heimelt ich" sind. In welch vorbildlicher Weise für die Jugend gesorgt wird, dafür gibt es die besten Beispiele gerade in K ö l n — leider nur nicht bei uns Juden. Erst kürzlich brachte eine Kölner Tageszeitung Beschreibung und Bilder eines neuen katholischen Jugendheims, das geradezu mustergültig eingerichtet ist und dessen Ban von einem seltenen Verständnis für Jugcndart und -arüeit zeugt. Daß auch Protestanten in ausgezeichneter Weise für die Jugend sorgten, dürfte ebenso bekannt sein. Nur mit Wehmut und stillem Neid sehen wir jungen jüdischen Menschen auf all die liebevollen, aber auch kirchenpolitisch eminent wichtigen Schöpfungen um uns her und fragen uns: „Wann wird die Kölner jüdische Gemeinschast auch ihrer Jugend ein Heim schenken?" Es dürfte einer Großgemeiudc wie Köln keine übermäßig , großen Schwierigkeiten bereiten, ein geeignetes Gelände in einer gelegenen Stadtgegend zu finden, unr darauf das Heim zu errichten. Geldmittel mutzten durch Sammlung und Lotterie beschafft werden. Indische Künstler und Handwerker hatten da ein dankbares Feld der Betätigung. So fände unsere Jugend eine Stätte, die ihrer würdig wäre. In einem solchen Heim müßte jede Gruppe ihren Raum haben. Da dürfte eine Bücherstube, ein Zeitschristensaal nicht fehlen, ebensowenig ein Musikzimmer. Ten religösen Bedürfnissen müßte Rechnung getragen werden durch einen Betsaal. Von selbst versteht sich.' daß für Spiel- und Sportplätze zu sorgen wäre. ° All diese Anregungen werden dem rechnenden Geist reichlich utopisch erscheinen. Nun, ein ToyoS, ein Ort für das ersehnte Seim wird sich schon finden laffen. Eines möge man doch nicht vergessen: hinter all dem steht doch noch eine höhere Forderung: der arg bedrängten jüdischen Gemeinschaft ist Hilfe dienlich. Fast vergehen sind jene Zeiten, da die Synagoge noch das allen gemeinsame Haus war, der Versammlungsraum, in dem gelernt und gelehrt wurde, in dem sich ein wesentlicher Abschnitt des täglichen Lebens abspielte. Wir haben heute kein „Haus der Versammlung", kein „HauS der Lehre" mehr und werden, wenn wir nicht bald eines errichten, auch kein Judentum mehr haben. Daher -aut da- Hans der jüdischen Jugend und baut es bald! Nom wahren Gottesdienst. sPsalm 303 Bon Dr. M. Spanier. Berlin. Gtztl. der Herr, der Ewige, redet und ruft die Erde auf vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang. Don Zion, der Schönheit Krone, erstrahlt Gott. Es kommt unser Gott und wird nicht schweigen. Feuer verzehrt vor ihm her, rings um ihn stürmt es gewaltig. Er ruft die Himmel droben, und die Erde, sein Volk zu richten. „Versammelt mirmeine Frommen, die meinen Bund geschloffen beim Opfer!" Und cs künden die Himmel seine Gerechtigkeit: denn Gott — der Richter ist er. Sela. Höre, mein Volk, ich will reden, Israel, ich zeuge wider dich, der Herr, dein Gott, ich. Nicht deiner Opfer wegen rüg' ich dich, deine Ganzopfer sind ja ständig vor mir. Nicht brauche ich aus deinem Haus den Stier, aus deinen Hürden Böcke. Dem» mein ist alles Getier des Waldes, das Wild auf tausend Bergen. Ich kenne jeden Vogel der Berge, und das Gewild der Flur ist bei mir. Venn mich hungerte, nicht sagt' ich's dir: denn mein ist her Erdkreis und was ihn füllt. Effe ich das Fleisch der Stiere? Trinke ich der Böcke Blut? Opfere Gott Dank. so bezahlst du dem Höchsten deine Gelübde', lind rufe mich an a.m Tage der Not, ich rette dich, du aber ehre mich.' Illnd zum Frevler spricht Gott:) Was hast du meine Satzungen herzuzähleu und führest meinen Bund in deinem Munde? Du hoffest ja die Zucht und wirfst meine Worte hinter dich! Siehst du einen Dieb, tust du freundlich zu ihm, und mit Ehebrechern machst du dich gemein. Deinen Mund läßt du los zum Bösen, und deine Zunge belädst du mit Trug. Da sitzt du und redest über deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du. Das hast du getan, und ich sollte schweigen? Da glaubtest du, ich wäre deinesgleichen! Ich rüge dich und stell es dir vor Augen! Seht dies doch ein, ihr Gottvergessenen, daß ich nicht zerreiße ohne Rettung. Wer Dank opfert, der ehrt mich: und wer den lrcckstcn) Weg nimmt, den laß ich schauen Gottes Seil. Der Dichter dieses PsalmS sah die geordneten Formen einer Gottesvcrchrung vor sich, wie sie nach dem b»bylonischen Exil sich immer fester ausgestalteten. Ans oem Brandopscraltar erlosch das Feuer nicht. Das Morgen- und Abendganzopfer ltamid) flammte iu der Glut, daneben wurde von Priesterhand das Speis- und Trankopfer gespendet und vor und nach dem täglichen Gottesdienst im Heiligtum das Rauchopser dargebracht. Und eine Fülle von wechselnden Privatvpfern beschäftigte die Pricsterscharen. Dankopscr, Gelübdeersüllungsopser, Sühneoyser. Reinignngsopser wurden üerangefnhrr. Immer neue Bilder boten sich dem Auge. Man schaute den heiligen Handlungeu zu, man lauschte den Gesängen und betete in den Borhöfen. Immer gründlicher beschäftigte man sich mit der Lehre Gottes: man las in den heiligen Schriften, prägte das Wichtigste dem Gedächtniffe ein und überlieferte die Deutungen dem kommenden Geschlecht. Man mußte um so mehr für die treue Bewahrung des Eigenen sorgen, als die Bevölkerung durchsetzt war mit fremden Elementen, deren Lebensführung strengen israelitischen Tittlichkeitsanschaunngen oft widersprach. Die Gefahr schlechter Beeinflussung war um so größer, wenn die üandgenossen Vertreter der herrschenden Macht waren, die mit der Selbstiickerheit ihrer amtlichen Autorität auf schwache lhemüter Eindruck machen konnten. Ein Mann, dessen Herz von religiöser Leidenschaft durchglüht war, der die großen Urgedanken der Religion lebengestaltend und umgestaltcnd answirken laffen wollte, mutzte bei all diesem äußerlich geordneten frommen Betrieb wahrnehmen, daß oft das Wichtigste und Wesentlichste nicht zur Entfaltung kam, oder gar verschüttet und erstickt wurde. Im Innersten ergriffen, rang er sich zu der Ueberzeugung durch, daß Gott mit den Donnerworten seiner Offenbarung auf dem Sinai dar nicht gewollt haben könne. DaS war nicht der Sinn jene- Bundes, den er mit seinem Volke beim Opserblut lExod. 24,5 ff.) geschloffen, damals, als einmütig daS Volk ausries: „Alles. was der Ewige geredet, wollen wir tun. wir wollen gehorchen!" Aber wer könnte.nnn dieses irrende Volk eindringlicher belehre« über den rechten Gehorsam und den wahren Sinn des Dienstes, wer ihm machtvoll überzeugend sagen, was not tnt, wenn nicht Gott selbst! Wie er unter Donner und Blitz seinen Witten ans dem Sinai kmidgetan. mühte er nun in gleicher Weise von Zion her, wo sein Heiligtum steht, das dem Berge die edelste Weihe der Schönheit gibt, belehrend, zurechtweisend, rügend aufstrahlen und allem Mißverstand wehren. Und so erscheint er dem dichterischen Auge. Sein erläuterndes, ja läuterndes Wort ist so wichtig, gewaltig und allumfassend, daß Himmel und Erde bei diesem Gerichte Gottes Mitwirken muffen. Sind sie Zeugen, Boten des Gerichts oder Richter? Es ist miißig, hier logisch scheiden Sir wollen: denn zum Ileberflutz sagt ja der Psalm selbst, daß alles Richten von Gott ausgeht. Es gilt hier dieselbe Anschauung wie im Un'ffane tankef-Gebete: „Du bist der i Richter, der Neberführende. der Kundige und Zeuge zugleich!" Ueberhanpt dient alles äußere Geschehen nur zur Verstärkung des Gefühls für die Herrlichkeit und Erhabenheit LeS Weltenrichters und die Wucht und Wahrheit seiner Rede, die hier wie in jenem Zehnwort mit dem gewaltigen Onauchi göttlicher Majestät sich eröffnet. Am Inhalt dieser erleuchtenden Offenbarung gemessen, erhält der Anruf an „die Frommen" wie überharrpt die Erwähnung des geregelten Gottesdienstes unwillkürlich eine ironische Färbung. Was das Opfern betrifft, — da ist nichts zu tadeln, da ist allxs in bester Ordnung: wenn's darauf ankäme, wäre eine Zurechtweisung überflüssig. Bemerkenswert ist die Betonung des Gegensatzes zwischen den Haustieren, die geopfert werden, und den der besonderen Obhut Gottes bedürftigen »«gezähmte» Tieren, wie ja alles, was der engeren Machtsphärc des Menschen entzogen ist — die Spitzen der Berge, die ewigen- Bäume dort oben, die weiten Flächen unbebauten Landes —- nach alter Anschauung der attumfaffend gütigen Fürsorge Gottes unterstellt ist. Der Glaube an ein Speisen der Gottheit war damals längst überwunden. Der Hinweis auf diese gröbste Auswirkung des Gedankens der Bceinflussuna des göttlichen Willens durch das Opfer ist hier nur ein besonders drastisches Mittel der Belehrung, um die Meinung zurückzuweisen, als ob man überhaupt mit etwas Aentzerlichem Gott dienen könne. Beim Dankopfer ist nicht das Opfer die Hauptsache, sondern der Dank! Die innige und unmittelbare Hingabe' an Gott, wie sie im Gebete sich äußert, daS die Not aus dem Herzen preßt oder der Dank nach der Retttrng beschwingt, das ist Gottesverehrung. Man mag darüber streiten, ob hier wie in manchen Aeußerungrn der Propheten das Tieropfer überhaupt oder nur der Mißbrauch des Opfers abgewiesen wird, auf jeden Fall wird das äußere Tun gegenüber der Schätzung der Gesinnung sehr gering gewertet, ja, es erscheint als verpönt, wenn es nicht Ansdruck von innerlichem Gefühl ist. „Gehorsam ist bester als Opfer!" sagt schon Samuel. Bewundern muß man den Freimut der Psalmenzusammensteller, die diesen Sang, dessen Ueberschrift Affaf, einen Sangmeister der Tempelchöre, als Autor nennt, zu den Liedern fügt, die im Gottesdienst des Tempels gesungen wurden, gleichwie die Weisen der späteren Zeit die Predigt vom rechten Fasten (Jesaja 58) zur Vorlesung am Jaum Kippur bestimmten. Dieser Wille aitr scharfen Selbstkritik ist eine der leuchtendsten Tugenden des Judentums. „Und zmn Frevler spricht Gott." Spricht er wirklich zum Frevler? Gewiß, was im folgenden getadelt wird, ist verwerflich: aber von eigentlichen Freveltaten ist nicht die Rede. Wenn ans den Inhalt deS Zchnworts anßespielr wird, so ist doch bezeichnenderweise nicht vom 6. Gebot die Rede. Es wird auch nicht gesagt, daß Vergehen gegen das 7. und 8. Gebot selbst zu rügen sind. Es fehlt nur an der Vertiefung des sittlichen Pfühls, an der Sorge für die innere Reinheit, die befleckt werden könnte durch den Verkehr mit Leuten, die nicht so strenge Anforderungen an sich stellen. Es liegt nicht fern, bei der Erwähnung von „Dieben und Ehebrechern" an jene fremden Beamten zu denken, die die Steuern eintreibcn für ibre Regierung, an jene Machthaber, die in ihrem Lebenswandel sich keine besonderen Schranken auferlegen. Da gab es sicher Volksgenossen, die gut« Miene zum bösen Spiel machten und durch den vornehmen Umgang vielleicht sogar sich geehrt fühlten. Die Sünde der Verflachung und Veräußerlichung des Religiösen wird auch hier gerügt. Man kann die Gebote aufzählen. man führt das Religiöse im Munde, aber man beherzigt es nicht. Man haßt Mussar! — Die erziehliche Aufgabe wird mit diesem Wort besonders oft in den Sprüchen umschrieben. Es bedeutet die Zucht, die Gelbsterziehung. die unbequeme strenge sittliche Forderung, die man ständig an sich selbst stellen muß. Wie sich das bei der Enge deS Zusammenlebens so leicht ergeben kann. — der oberflächliche Sinn weidet fick an übler Nachrede, am Klatsch. Auch hier ist nicht etwa {9. Gebot!) von falschen Zeugenaussagen vor Gericht die Rede. Es ist vielmehr jenes leichtfertige Spiel mit dem Worte gemeint, daS die Ehre deS Nächsten nicht so hoch cinschätzt wie die eigene. Sicherlich sind dieselben Kreise gemeint, an die sich der erste Teil der göttlichen Rede richtet. Sie alle gelten nicht als Frevler, sondern noch als „Fromme" und halten sich selbst dafür. Wird aber Frömmigkeit so eingeschätzt, dann zieht man das Heilige zum Gemeinen herab. Deshalb muß Gott reden und darf nicht länger schweigen; denn seine eigene Ehre wird sonst angetastet. In einem knapp gefügteu Dchlußsatz sind die Lehren der beiden .Teile der gött-

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