Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 6 (1926)
- Issue
- 51 (17.12.1926)
- Date
- 1926-12-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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HWchÜbenckZeikmg Organ -er Vereinigung für das liberale Ludenimn e. V. LeMspreis durch die Geschäftsstelle V« jährlich «. L» «nzetnummer 0.20. Bei freier Zusendung i. Inlend «Fs <?fo die Mitglieder der Vereinigung ist der Bezugegrei» im Mtt-ttedsbettra-e enthalte». u s :: VerentworN. Redakteur: Brnno Seyde. VäO ^JildlfLh-Uderal« Jeitung" *rfd)elnt feiten SreNag. RchdaAtton ii« OcfcfraftcfteHe: vrrltn SW, WUbelmftr. 147. f«rnrwf: vafnnhnld» 3398, 3388 p»M«8»MN»«e»r B*rtln tlWT Dr.U7M» (V»nhil(|«i| rat de» Ubarat« Judentum Nat)Mndi stzmM«tzae OiI|ImI>BcIMh n*t «rtt vtriwlgN •nn«l>mt0tti»t (m RvtahtUm ■•ftattat. «nzeieenpreife: Die lSgeftraliene Semrareillezetle ü-lk voldmarb. die «tsttamezeue 3,00 Geldmat». bei :: s u Mederholungeu Rebelt. Nr. 51 Berlin. 17. Dezember 1926 6. Jahrgang Wische Träger ''' Geistes. Die jüdischen Mitglieder der Dichter-Akademie. Bon Doris W i t t n c r. Der Anteil jüdischer Staatsbürger deutscher Nation betrug nach den im Jahre 1W0 ermittelten Statistiken ca. 7,87 M«, also noch nicht einmal ein Prozent der gesamten Bevölkerung des damaligen Deutschen Reiche»'. Unterdessen sind, nach dem Friedensschluß von Versailles große und stört bevölkerte Gebiete deutschen Landes «rbgeirenrlt worden. Liebe Elsaß-Lothringen, die eHeinalige Provinz Posen, erbebliche Teile Ober, schlcsicns, Danzig, da»? Mcmelland rrnd andere Gebiete niein'. Der Anschluß der deutschsprachigen Gebiete der ehenraligen babsbnrgischert Monarchie blieb vorläufig politische Utopie. Aber selbst die etwaige staatliche Bereinigung hotte an dem Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung kaum viel geändert. Im (Hegcinatz zu der geringen Kopfzahl der jüdischen Mitbürger itcbt ihr lebelchiger und leben schassender Anteil an dem geistigen und kulturellen Lasten der deutschen Nation. Fast alle wissenschaftlichen Disziplinen haben Juden als prominenteste Vertreter. (Es ist überflüssig, daran zu erinnern, daß der erste Deutsche, der nach dein kriege die unbestrittene Anerkennung der gesamten Kulturwelt diesseits und jenseits des Ozeans fand, ein Jude, nämlich Albert Einstein, war.j v\n allen schöpferischen Künsten hielten fast immer jüdische Köpfe die Tüte; ihr Einfluß ans das Theater und ihre Leistungen auf den .^Brettern, die die Welt bedeuten", sind volkstümlich genug, um einer besonderen Erwähnung zu bedürfen. Desgleichen ihr Wirten innerhalb der Publizistik ihres Landes, der sogenannten f s e n t l i ch e n Meinung". Gleichviel, da es immer noch eine unübersehbare und anSrotttzare Menge derer gibt, die weder feherl. noch hören lvollen. so ist jeder erneute Beweis für die Tatsache, daß der deutsche Jude in seinen geistigen und seelischen Beziehungen Deutscher ist und daß in dem Boden deutsches Bolkstnmsc Wurzeln seiner Kraft verankert sind, nützlich und erfreulich. Und eben ein solcher Beweis ist von der jüngsten Zeit hinwieder erbracht worden. Die deutsche Republik hat cs für tunlich befunden, der preußischen Akademie für Kunst und Wissenschaft eine be soll de re D i ch t e r a k a d e m i e mit eigenen Statuten und' individuellen Daseinsbedinguugen anzugliedern. Schon vor ihrer Entstehung haben heftige Kämpfe über die Nützlichkeit und Notipendigkeit dieser Institution stattgehabt, ist das Für und Wider in in mehr oder minder erregten Diskussionen verfochten worden. Jedoch, das elldgültige Ergebnis lvar die S ch ö p f u n g der Akademie, und inan hat sich mit ihrer Existenz nunmehr, unbeschadet der eigenen Stellungnahme, abzufinden. Und auch im Rahmen dieser neueil. ausschließlich geistigen Bestrebungen dienenden Kör^r schuft gilt es. den Anteil der deutschen Juden einer eingehenden Würdigung und Be. trochtung zll ullterzichen. Bor allem lnnßt es. das immer wiederkehrende Vorurteil zll berichtigen, daß jüdischer Geist ausschließlich zersetzend, nnll sagen, analytischen Charakters sei mrd sich daher besser dazu eigne, einznreißen als aufzubanen. Auch unter den in der jungen Dichter-Akademie vertretenen Köpfen find die meisten, die jüdischer Rasse sind, wenn auch vielleicht aus dem U m w e g e der Analyse, synthetischen Zwecken und Zielen geneigt. * * * Arthur Schnitzler. Arthur Schnitzler. ein gebürtiger Wiener, ward mit Fug ln die preußische Dichter-Akademie gewählt. Denn nur wenige, besonders begnadete Mitglieder der jungen Korporation haben für das deutsche Schrifttum in so schöpferischem b c r e i ch e r it b c nt Sinne gewirkt wie dieser Sohn der Donaustadt, in der vielfältige Raffen — die deutsche, die romanische, die siavische - zusaurmenslossen und vielleicht eben darum den Charakter der von uns allzeit mit Liebe und Sehnsucht umfangenen Metropole *tt einer besonders faszinierenden Eigenart verhalten. Man hat oft und viel über den Begriff des .O> eft c r r eichc rs" gestritten: man hat ihm Wohlwollen. Spott oder Abneigung entgegengebracht, und die konscauentesten Denker gelangten dahin, den Begriff als solchen überhaupt zu negieren. Vielleicht auch mit Recht, da der Repräsentant eines Na ti ona - l1taten staateS (mit .zehn oder .zwölf Kronländerni. statt eines Nationalstaates, kaum ie einen einheitlichen, organisch gefügten Typus darzuftellen vermochte. Und deunnoch, wenn auch etihnolvgych ein Unsinn, eine conlradictio in adjecio; körperlich, geistig, seelisch und moralisch hat es ihn trotzdem gegeben und gibt es ihn noch heute, den vielbefehdeten. scheinbar nicht existenten „Oesterreicher". Niemand hat das in schöneren, Klareren und einleuchtenderen Worten zu beweisen gewußt als der „Auch-Oest erreichet:" ft eit* Salten in seinem mit Herzblut geschriebenen Buche: «Das österreichische Antlitz". Tenn gerade jene vermeintlichen Mängel, die in den Augen des pedantischen und unerbittlichen Volks-. Sprach-, Stammes- und Geschichtsforschers dem Oesterreicher anhafteten oder ihm überhaupt den Garaus machten, liehen ihm in jedem vielleicht weniger buch- und buchstabengelehrten Sinn feine besondere Eigenart und seine individuellen, unnachahmlichen Vorzüge. Künstler würden sich ruhig zu dem freudig bejahenden Wort „Reize" versteigen. Denn gerade, daß der besagte Oesterreicher" ein .^ujc-i mi.xte" war aus deutscher .Herbheit, Kühle. Willenskraft und Selbstbeherrschung sowie aus romanischer ftormbeaalumg. musischer Trunkenheit und leichterer, beschwingterer, gleichsam tänzerischer Lebensaufsassittlg, zu guterletzt aber auch and slavischrr Weichheit und Verträumtheit. Versonnenheit und Bersoonnenheit. nebst einer gegenstairdslosen. um alle Dinge und Ereignisse des realen Lebens webenden unö schwebenden Trauer und Wehmut, gab seinem Wesen jene letzte subtile Verfeinerung, jene etwas moribunde Süße, die jungen, einheitlichen. gegen fremde Einflüße noch abgeschlossenen Völkern fehlt, und die doch vielleicht den letzten Extrakt, die „tivO fieur" -er Mcnscksheit. schlechthin bedcurrv. Und von diesen großen Bolksoersühreren. Rattenfängern wider Willen war Arthur Schnitzler, der Dichter, einer der verführerischsten, bestechendsten. Einer wohlanqeselienen Wiener Bürgerfämilic entsprossen, wandte sich der früh errvachende Arthur vorerst dem in seinem Hanse traditionellen, von Bater und Bruder erfolgreich geübten ärztlichen Berufe zu. Aber er erkannte bald, daß die exakte Wissenschaft ihn unbefriedigt ließ, nnd so wechselte er, nachdem er zuvor noch den medizinischen Doktorgrad in Ehren bestanden, schweifend und sehnsüchtig von Anatomie mid Hörsaal zum lockenden, weil noch in ferner Hoheit schimmernden Parnaß hinüber. Heute steht er auf dem Gipfel des heiligen Berges und weiß wohl kaum wehr, wie heiß und schnür der Pafstonswcg war, den er 1Pa s f ro n s we fl im zwiefachen Sinne der. Leidenschaft und des- Leide nsj zurückgclegt hat. ES mag um die Jahre 89 bis 90 des vorigen Jahrhunderts gewesen sein, mithin so eigentlich das, was man als „fin d« siede" bezeichnet«, da erregten innerlnckb Wiens und weit über dte Gemarkung der verbündeten Kaiserftabt hinaus kurze dramatische Dialoge. die in dem sogenannten „Anatol - Zvklu S" zusammengefaßr waren. Beachtung, Aufsehen, Sensation, und. nicht zu vergessen, die Entrüstung aller gestnnungStüchrigen, sittenstrengen Bürger diesseits und jenseits der schrvarz-gelben Pfähle. Wieso- Warum? — Weil hier mit einer unendlichen Zartheit iallerdingS auch Zärtlichkeit), Grazie, Behutsamkeit und jeglichem Mangel an Heuchelei jene Dinge behandelt wurden, die man zwar in aller Welt tut. aber von denen man da.znmal in guter Gesellschaft noch nicht sprach. „Doch sollst du uie vor keuschen Ohren nenne, was keusche Herzen nicht entbehren könne,r.. Mit souveräner Willens- und Gewissensfreiheit hatte Schnitzler die heiklen Fragen vom Entstehen nnd Vergehen des Lebens und der Liebe behandelt Er hatte das unverzeihliche Verbrechen begangen, die verhüllten Bilder von Eros und Hymen restlos zu entschleiern. Gewiß doch: man wußte wob! aus Volksliedern, die Bursch' und Mädel sangen. ohne sich viel dabei zu denken, daß Scheiden und Meiden weh tue. Und wenn man nicht mehr Bursch' und Mädel war und dcst eigenen Nachwuchs vielleicht schon das weniger überzeugende als überzeugte Märchen vom Klaoperstorch lehrte, so ging man selbst in die Salon- und Ehebruchsdramen Pariser Imports. die damals aerade aufkamen, unterhielt sich zwei Stunden hindurch fürbaß und lehrte alsdann befriedigt heim, in dem Gefühl, daß solche Ruchlosigkeit eben nur an der Seine gedieh, daß man selbst soviel besser nmr. und tat in der weiteren Folge so etwa, wie Arthur Schnitzler eben in seinem Anatol-Zyklus. von allen guten Göttern des ..eant" verlassen, geschildert hatte. „Niemand lügt soviel wie der Entrüstete" hat Friedrich Nietzsche einmal gesagt. Nun: die Wogen schlugen dazumal denn auch haushoch über den jungen Arthur herein. Was nicht hinderte, baß jeder Mann iund jedes Weiblein erst recht) die kleinen zierliche» Bände kaufte und verschlang. Und da die Wahrheit nicht aufzuhalten ist, so fraß sie stch auch durch den Pfefferkuchenbera der deutich-östereichiichen Entrüstung hindurch. nnd bald wagte die eine oder andere mutige junge Bühne, die harmlosesten der „Ariatol"°Slizzen a»rfzuführen. Der Dichter, unbekümmert um die Stürme, die ihn umbrandcten. dichtere unterdessen munter weiter nnd griff mit Vorbedacht immer etwas brenzlige ftragen an. £ht dem großen Rontan: „Der Ae« ins Freie" zum Beispiel das Problem des scheinbar glcichberechtgten Inden innerhalb der antisemitisch verseuchten Wiener Gesellschaft. Und er. der die Gegensätze, Reibungen und tödlichen Kränkungen, die .Zwischen be« Rassen" ausgetragen wurden, nicht nur vom Hörensagen kannte, sondern in seinem eigenen tausendjährigen Blute schmerzhaft erspüren mutzte, er teilte mit salomonischer Weisheit die Wiener Jude» feiner Zeit in zwei große Gruppen ein: in die ein«, die immer in der Furcht lebte, bei ihrer sorglich verhehlten und durch reichliche Assimtlieruu« überzuckerten Abstammung meuchlings ertappt zu werden, und in die andere, die jedem Neutralen und Unbefangenen sofort mit dem fatalen Bekenntnis zur eigenen Rasse ungefragt ins Gesicht sprang. Verleugnen oder Bekennen: ein Trittes, nämlich harmloses Da-sein, selbstverstäno liches gutes Europäertum. gab es zu jenen Zeitläuften, da. der Antisemitismus im Reich wie in der habsburgischen Monarchie in Hellen Flammen stand, für den Juden, selbst wenn er ein freier, künstlerisch schaffender Mensch war, noch nicht. Schnitzler hat sich mit diesem vitalen Problem der eigenen Existenz nur dieses eine Mal. dafür aber unter den weitsichtigsten nnd kritischsten Auspizien auseinander gesetzt und sein Roman fand neben der künstlerischen auch di« moralische Anerkennung des feindlichen wie des freundlichen Lagers. Er hatte unerschrocken manch unliebsame Wahrheit gekündet; aber eben diese inierf-chrockene LLahrheitSliebe ,var cs. die verblüffte nnd — siegte. Hüben und drüben. Skachdem er diesen, seinen persönlichen Existe»nkampf in den urbanen ftornten des „Oeftreichers" ei» für allemal geführt hatte, griff feine junge draufgängerische Streitnatur, der Sturm und Drang des werdenden, wachsenden Poeten, alle verstaubten, vermoderten, ihn reaktionär üünkenden Jnstitutiorren seiner engeren Heimat, die gleichzeitig die Rückständigkeiten der gesamten Knltunvelt in sich schlossen, «tt scharf geschliffen«:» Waffen an. Verlogene GeschichtSklitt^- rung in vielgespielten Bühnenstücken wie „Der grüne K a k c d n" nnd „Der! u n g e M e d a r ö u S". militärische ilÜberheblichkeit in seinem lange von der Zensur verbotenen „Leutnant G ustl", Hypokriste des Familienl«be»s und der ftamilientoraunei in „Com teste Mizzi pÄer der F amil ien tag", „Li ebelei". ,,Der einsame Weg". „Das weite Land". „Di« letzten Masken" und vielen anderen, über alle europäischen Bühn«» im Triumphzug ,ziel)euden Werken mehr. Einen Sturm des Beifalls wie der Empörung entfachte sei» „Professor Bernhardi". in dem er — inmitten des streng orthodoxen alten Oesterreichs — wagte, die Menschlichkeit wider da- Dogma zu verteidigen, und in dem er noch einmal, aber gleichsam nur leise, zart, abg«ti>nt. wie ein uttlder Abglanz ehemaligen Schmerzes, an d.e konfessionellen Gegensätze rührte, die selbst vor dem Haufe der Charitatz nicht haltmachen wollten Jahre um Jahre sind über diesen brennenden Zeit- und Streitfragen, wie sie sich in einem seiner Epoche weit vorangeeilten Dichterlnrn nnd -Herzen spiegelten, verstrichen. Immer reifer, immer gütiger, immer duldsamer wurden die Erkenntnisse des großen Poeten, der. ein Weiser zugleich, die um ihn sreisendc Welt und Zeit mit seiner, keinerr Halt kennenden Menschenliebe nmspannte. Und immer sublimer, immer verfeinerter wurden seine künstlerischen Mittel, seine Ausdrucköformen. Seine Worte roaren wie Filigran, zartgliedrig. zierlich, ziseliert aus edelstem Metall. Keiner in deutschen Gauen konnte sich einer Sprachkunst berühmen, die der seinen gleich gekommen wäre. Ja, seine Kunst» am Worte ward immer erlauchter, erlesener, wie von jeglicher Erdenschwere befreit. Im ganzen deutschen Reiche schrieb kaum ein anderer Dichter ein so gepflegtes, prettöses. über den Mensckren und Dingen gleichsam schwebendes Deutsch. Dergleichen kannte man allenfalls in Frankreich, wo die Erziehung zur künstlerischen Form durch jahrhundertalte. Tradition Gesetz geworden. Es blieb auch gleich, welche Kunstgattungen Arthur Schnitzler gelegentlich bevorzugte: die tänzerische Seele seines Schaffens blieb all leinen Werken — mochten es Romane. Tranken oder die von ihm besonders geliebte nnd meisterlich beherrschte Form der Novelle sein —■ zu eigen. Nur die Stoffe, denen er seine inkommensurable Kunst angebcthen ließ, pendelten allzeit zwischen den beiden Polen: Lcbenerzeugende Liebe und Tod. Entstehen und B c r g e h e « , hin und her. Vielleicht war das ein biologischer Atavismus des selbst z.mn Mediziner Borbestimmten. der einer Familie angesehener Aerzte entstammte. Av«rzu der eigenen beruflichen Anschauung des Heilkundigen, dem cs an klinischen Einsichterr und Borbildern nicht gebrach, gesellte sich hier eben noch jene letzte künstlerische Intuition, die ihn in der Ueberzengung stärkte, daß Liebe und Tvd vielleicht seltsame, aber keineswegs seltene Schlafgenoffen stno. In zahllosen Variationen bat Arthur Schnitzler die „«rs atuandi" eines eben zur Rüste gehenden, etwas dekadenten und degenerierten Zeitalters abgewandelt. Er bat um Wahn und Wähnen aller Liebenden gewußt: mochten seine Gestalten noch vor der Schwelle der Erfahrung, mitten im knospenden „Frühlingscrwachev" stehen, oder mochten sie schon abwärtsschrciten, den „Ein samen Weg" oder .Den Weg des Todes" — wie er manche seiner dramatischen Bisionen genannt — in den Schatten und die Dämmerung der Asphodeloswiescn hinab. Er hat nichts ungesagt gelassen, hat keine noch so heimliche und geheime Numree vergessen. Jedoch, dieser Dichter, der eitel Nerv und Seele, eitel Verständnis und Duldsamkeit war. sagte alles mit so hauch-. seiner Zärtlichkeit, daß einem auch das Absurdest« selbstverständlich ward. Absurd hingegen mußte unserer rauh und roh gewordenen Gegenwart, die gründlich verlernt hatte, 4241