Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 6 (1926)
- Issue
- 49 (3.12.1926)
- Date
- 1926-12-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Büste. Von Lucy Avellis. Sie sollte eine Überraschung werden — und das wurde sie auch. Frau Laura Punitzer, in gehobener Geburtstagsstimmung, betrat freudig erregt und erwartungsvoll den roten Salon, der ihr von ihrem Gatten David anläßlich der Silberhochzeit gestiftet war. Geheimnisvolle Andeutungen ihres Sohnes Maxim (eigentlich hieß er Max Immanuel nach ihrem verstorbenen Bruder) hatten an diesem Geburtstagsmorgen Frau Lauren holde Träume vorgegaukelt, in denen ein Pelzmantel eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Warum auch nicht? Maxim Punitzer war kein unbekannter Lyriker. Seine Bücher lagen nicht nur im roten Salon der Eltern — sie wurden wirklich gekauft. Frau Laura hatte seltsame Ansichten von den Einnahmen eines Dichter« — es wäre doch immerhin möglich gewesen — Aber was Frau Laura nun sah, das wäre ihr nie in ihren kühnsten Träumen eingefallen: auf hohem Sockel stand eine Büste aus Ton — bräunlich-grau, ein seltsames Gebilde mit enormem Schädel, ausgebuchteten Schläfen, schmaler, mehrfach gebogener Nase, einem winzig schmollenden Kindermündehen und geschlossenen Augen. War es möglich, sollte dieses Monstrum etwa? Ja, es sollte! .,Nun, Mutter, was sagst du?“ ertönte hell und scharf die Stimme des Sohnes, „ist das nicht eine Überraschung? Gninsky hat sich selbst übertroffen —“ Frau Laura stand regungslos. Was sollte sie sagen? Gninsky, ein junger Bildhauer, war der beste Freund ihres Sohnes. Sie durfte keinen der beiden kränken. Allergrößte Sensibilität war beider Wesensmerkmal, das heißt nur was ihre eigene Person betraf —- den Mitmenschen gegenüber setzte ihre Feinfühligkeit häufig aus. David Punitzer (in Firma D. & M. Punitzer — Damenmäntel en gros) rVttete, im Augenblick wenigstens, die Situation. „Stell dich hierher, Laura, mein Gold, nein, nicht dorten — links da hier,' sagte er mit gutturalem Schmalz in der Stimme. „Wenn du die Büste von der rechten Seite siehst und das Licht fällt drauf — is sie sogar sehr ähnlich!“ Frau Laura, noch immer aufgeregt, trat gehorsam ans Fenster neben ihren Mann, der, in gehobener Stimmung, sogar einen Arm um ihre Taille zu legen versuchte. Ganz kam er nicht herum. „Nu??“ „Ja, wirklich,“ stotterte seine Gattin, „von hier wirkt sie viel lebendiger-“ ,Ihr werdet euch schon hineinleben,“ sagte Maxim gönnerhaft und überlegen. „Natürlich habt ihr. mit euren veralteten Ansichten, nicht den richtigen Blick für solche Werte und müßt euch in gewisser Weise umstellen." Ach ja, das mußte Frau Laura wirklich. Der Chok war gar zu heftig gewesen — so jäh aus allen Träumen gerissen zu werden. Die Herren waren schon längst gegangen, als sie, die sonst stets Geschäftige, noch immer auf die Büste starrte. Mittags würden einige befreundete Damen kommen, das war nicht so schlimm. Freilich, einen reTzmantel hätte sie lieber gezeigt, als solch ein Mach- Aber diesen Besucherinnen konnte man imponieren. Sie wußten, wer Gninsky war und wenn Frau Laura es mit dem nötigen Aplomb vorbrachte, daß Gninsky eine Büste des Dichters zum heutigen Tage „geschaffen" hatte, wü^c niemand wagen Kritik zu üben. — Aber die Verwandten, die inan am Abend erwartete, die würden sich nicht einschüchtern lassen. Besonders Tante Klothilde konnte gräßlich taktlos sein — und dann die Witze von ihrem Schwager Moritz —, schon der Gedanke daran machte die arme Frau Punitzer ganz nervös. Ob man lante Klothilde zu beeinflussen versuchte, damit wenigstens s i e ihr Mundwerk zügelte? Man konnte es immerhin versuchen. Schon hing Frau Laura am Telephon: „Tantchen, hist du da? Na, rate mal, wer hier ist," flötete sie neckisch. „Ja, richtig, ich bin's, Lorch cn, ich will mir deinen Glückwunsch holen, Tanting! (Wie sic zur plattdeutschen Anredeform kam, war unergriindbar, aber sie versuchte eben alles.) „Ich freu mich schon «o,, dich heute Abend zu sehen, Tanting! Was ich geschenkt bekommen? Ja, das ist’s ja eben, der Max hat mir eine große Freude gemacht. Gninsky — du verstehst nicht? Gninsky, der Bildhauer Gninsky — du weißt doch, der schon ausgestellt hat — in der Sezession — ja, der — er hat den Max modelliert — wie meinst du? Ja, modelliert in Ton — ja — eine Büste. Natürlich später auch in Marmor — selbstverständlich. Ob sie ähnlich ist? Fabelhaft — ganz futuristisch — wie er mal später wird aussehen. Ich hin so aufgeregt vor Freude, daß ich es dir gleich mittcilen mußte — ja — ich k o n n t nicht bis zum Abend warten. Ob ich einen Pelzmantel bekommen habe? Gottbewahre, wer wird denn jetzt bei den Zeiten mit nem Pelz rumlaufen — das tät ich nie. Ich hätte es zu dir gesagt? Nein, Tantchen, da mußt du dich irren, das wird Flora Punitzer gewesen sein. Ich bin ja mehr auf die Kunst eingestellt. Was es heut Abend gibt? Rehrücken, Tantchen, komm nur nicht so spät, damit du die Büste in Ruhe ansehen kannst, ich geh so viel auf dich, du hast solch einen klaren Blick. Auf Wiedersehen, Tantchen, danke, ja — auf Wiedersehen.“ F rau Laura legte den Hörer hin und trocknete sich die Stirn. Gott, was für eine Anstrengung — und ob es was nützte? ,,'Ne Büste? Was for'n Stuß!" hatte Tante Klothilde gesagt und sie bekam es fertig, das auch heut Abend zu wiederholen. Daß ihr der Junge auch das antun mußte. — Um 11 Uhr telephonierte Maxim, Gninsky würde zum Abendbrot kommen. Nun, Natürlich — so was ließ der nicht aus — ob der Reblüeken dann überhaupt reichen würde? Es wurde ein heißer Tag, ein Kampftag erster Ordnung für Frau Punitzer. Den ganzen Vormittag iiber saß sie zijjn Angriff gerüstet. Aber es verlief ziemTich glimpflich. Die „Freundinnen“ lachten im Korridor und auf der ’rreppe über die „ausgefallene“ Sache. Frau Punitzer gegenüber wagte keine ein abfälliges Urteil. Man verstand ja auch keine Zeile von Maxim Punitzers Versen — und sie waren doch gedruckt worden. Die Damen hüteten sich daher, sich | durch eine vorschnelle Kritik zu blamieren. Gninsky konnte schon morgen der große Mann sein? Während Frau Laura in solcher Weise ihre bedrängte Stellung verteidigte, schwärmte ihr Gatte David in der Stadt umher. Das heißt: er ging natürlich seinen Geschäften nach, aber die ließen ihm doch Zeit bei Niquet ein Paar Würstchen zu essen. Und da traf er seinen alten Geschäftsfreund Sally Margoninsky (Blusen en gros), der auch etwas frühstücken wollte. „Nu, Margoninsky, was sagen se zu Ihrem Sohn?“ begrüßte er den Eintretenden. t „Uber das Antlitz des Angeredeten flog ein Schatten“, würden Romanschriftsteller sagen. Wirklich, der Ausdruck seines Gesichtes bewies, daß er durchaus vorbereitet war nicht nur Angenehmes über seinen Sohn zu hören. „Was ist los. Ober, e Paar Fraustädter und e kleines Dunkles! „Hat er Ihnen nicht erzählt? Er hat doch den Max modelliert in Ton —“ „Meschugge is der Jung,“ sagte Margoninsky, anscheinend erleichtert, daß es nichts Schlimmeres war, was mau ihm mitteilte. „Eintreten soll er in mein Geschäft, statt zu manschen mit Lehm —“ „Einträglicher war's bestimmt," lachte Punitzer, „aber was wollen Sc machen mit de jungen Leut? Mein Max muß ja auch ausgerechnet dichten, ich hab’s mir auch mal anders vorgestellt ——" „Dichten, nu ja, da kann er aber nich so viel anrichten wie der Jacques mit seiner Kneterei. Wie is se denn, de Büste?“ „Gott, wissen Se, Margoninsky, meiner Laura gefällt se sogar nich. wie so Frauen sind. „Nu hören Se, Punitzer, Ihr Max is kein Adonis und mein Jacques ist kein Bildhauer — was soll da nebbich bei rauskommen — —“ Und mit diesen wenigen Worten war die ganze Angelegenheit treffend charakterisiert. Der Abend kam — und als erster Gast Tante Klothilde im Lilaseidnen. Frau Läura merkte sofort: „Tanting^ hatte ihren besonders unangenehmen Tag und sie war schon an gewöhnlichen Tagen nicht hervorragend liebenswürdig. „Tineff,“ sagte sie, nach einem kurzen Blick auf die Büste, „warum liat dir der Max nichts Vernünftigeres geschenkt?“ Das war hart. Laura Punitzer schossen die Tränen in die Augen, sie war heute sehr nervös. Dazu hatte sie sich so angestrengt! „Dein Urteil ist zu scharf, Tantchen,“ sagte sie leise, „du mußt dich hineinzusehen versuchen. Wir aus der älteren Generation (und diese Wendung kostete Frau Lauren wirkliche Überwindung) müssen uns in gewisser Weise umzustellen suchen.“ „Wozu brauch ich mir umzustellen?” sagte Tante Klothilde unerschüttert. (Wenn sie^erregt war verfiel sic häufig in den unverfälschten Jargon ihrer Jugendtage, den sie sonst erfolgreich ffbzulegen bemüht war.) „Der Max sieht mieß aus, sogar noch mießer wie in Wirklichkeit — da macht mir keiner was vor mit neumodische Worte." Moritz Punitzers Eintreten enthob Frau Laura jeder Antwort — was hätte sie auch sagen sollen? Nun stand der Schwager vor dem Kunstwerk und wiegte .den Kopt. „Lauraleben, was for’n Kürbis haben se dir da nebbich aufgebaut? Wem soll das vorstellen?“ Aber als er das verzweifelte Gesicht seiner Schwägerin sah, tat sie ihm leid. Moritz Punitzer war ein guter Kerl. „Nu, immerhin, es ist nc sehr talentvolle Arbeit — vom Gninsky natürlich, nicht wahr? Nu ja, der Jung kann was.* Und Laura war ihrem sonst ewig witzelnden Schwager wirklich dankbar. — Es kamen noch andere Gäste*, zwei verheiratete Nichten mit ihren Männern. Alle standen sie gestikulierend und kritisierend vor der Büste. Aber das berührte Frau Laura nicht mehr. Sie sah nur angstvoll zu Tante Klothilde hin. Die war beleidigt, schien irgendwie durch das bloße Vorhandensein der Büste gekränkt. Und als Maxim eintrat, lang, schwarz, schlaksig und sich vor ihr verbeugte, reichte sie ihm kaum die Fingerspitzen. „Was hat denn die alte Schreckschraube?“ fragte der Dichter seine Mutter despektierlich. „Um Gotteswillen, Maxim, wenn Tantchen dich hörte.“ „Soll sie doch,“ sagte der Sohn ungerührt. Dann ging man zu Tisch. David Punitzer führte Tante Klodilde, die sich so unnahbar und so hoheitsvoll gebärdete, daß dem guten David der Angstschweiß auf die Stirne trat, Gerade, als man den Relirücken hereintrug und Tante Klothilden präsentierte, trat Gninsky ein. Er trug einen schwarzen, wolligen Haarschopf, einen Sammetrock und einen vielfarbig schillernden Künstlerschlips. Im übrigen war auch er keine Schönheit, sab aber entschieden intelligent aus. Er verbeugte sich kurz vor der Tafelrunde AM allgemeinen, vor der Hausfrau im besonderen und etwas länger und diese flötete von der unbeschreiblichen Freude, die ihr, Lauren, durch den begnadeten Künstler zuteil geworden. Gninsky machte eine leicht abwehrende Handbewegung, so als wollte er sagen: „es ist mir doch ganz wurscht, was du Pute findest’*, machte „dada“ zu seinem Freunde Maxim und begab sich dann auf seinen Platz, um sich in die Freuden der Tafel zu vertiefen. Moritz Punitzer erzählte Witzdhen, die von den Gästen begeistert auf genommen und von glucksendem Lachen begleitet wurden. Außer den „Künstlern“, die nicht den Mund verzogen, verhielt sich noch Tante Klothilde ablehnend, die heute, was Unliebenswürdigkeit betraf, ihren ganz großen Tag hatte. Aber auch das Abendessen ging vorüber und man verteilte sich in den Gemächern, das heißt, man bevorzugte hauptsächlich den roten Salon, um über die Büste weiter zu debattieren. Moritz Punitzer klopfte dem jungen Gninsky jovial auf die Schulter: „Ne ganz nette Sache haben Sie da gemacht, junger Mann,“ sagte er freundlich. Der Bildhauer warf ihm einen wütenden Blick zu und ließ ihn stehen. „Unmögliche Menschen, deine Verwandten," sagte er zu Maxim und dann plötzlich laut und agressiv: „Mein Werk (ja, wirklich, er sagte „mein Werk“) ist ja miserabel auf gestellt." Er bahnte sich hastig einen Weg durch die Gäste, wobei er Tante Klothilde, wohl nicht ganz unabsichtlich, auf den Fuß trat. „Wir müssen den Kopf anders arrangieren, willst du mir helfen, Maxim? Und schon hatte er die Büste vom Sockel genommen und sie auf den Teppich gestellt. Maxim sprang diensteifrig herbei, wie er überhaupt sich als der von Gninsky Beglückte und Bevorzugte gab. Und nun wurde probiert: der Sockel gedreht und geschoben, die Büste aufgestellt und wieder beruntergenommen, das elektrische Licht eingeschaltet und ausgedreht. Moritz Punitzer stand gemütlich dabei und machte» seine Witzchen« Tante Klothilde aber hatte sich mit dtm empörten Ausruf „meschugge“ in das Wohnzimmer zurückgezogen. Laura Punitzer war ihr demütig gefolgt und versuchte nun mit allen möglichen Schmeicheleien die gekränkte Tante wieder gut zu stimmen. Sie verleugnetc sogar ihr Mutterherz und sprach scharfe Worte über die heutige Jugend, ja, selbst über Maxim, der auch nicht frei von Fehlern sei.- Dies Mittel mußte unfehlbar wirken, denn zu den Lieblingsthemen von Tante Klothilde gehörte cs auf den „Dichterneffen“ zu schimpfen. Ihr Gesicht klärte sich auch wirklich etwas auf, ein mildes Leuchten war darauf zu sehen. — *Und da geschah es: ein lauter Krach wurde hörbar, dem Ausrufe des^ Entsetzens und Schreckens folgten. „Um Gotteswillen,“ rief Frau Laura und stürzte aufgeregt in den roten Salon. Inmitten der heftig gestikulierenden Gäste lag die Büste, Gninskys Meisterwerk, zertrümmert am Boden. Maxim stierte fassungslos auf sein vernichtetes Ebenbald — und Gninsky? Gnisky war einfach bewundernswert. Er stand aufrecht, ohne mit der Wimper zu zucken und ließ den Schwall der Mitleid heuchelnden Worte über sich ergehen.- In Frau Laurens Brust wogte ein Kampf verworrenster Gefühle: Schreck, Mitleid mit dem verfötterten Sohn, aber vor allem Freude, helle, jubelnde reude. Sie waren die Büste, den Anlaß so vieler Qualen los, sie war nicht mehr, in tausend Scherben lag sie am Boden, man brauchte sie nicht im roten Salon aufzustellen und Verteidigungskampfe ihretwegen zu führen — Tante Klothilde würde bschwichtigt sein — ach, alles, alles war gut. Es war zu viel des Glücks — und dies Gefühl ließ sie mit Tranen in den Augen und mit ausgestreckten Händen auf die eherne Heldengestalt des Bildhauers zuschreiten. „Lieber Gninsky, ich bin erschüttert, fassungslos, welch großes Unglück —." Aber Gninsky sagte mit sanftem Lächeln: „Beruhigen Sic sich, verehrte Frau Punitzer, es ist wirklich nur ein kleines Malheur — es war ja nur der Abguß —. das Original habe ich natürlich in meinem Atelier— ich werde mir morgen gestatten- Joseph und Poliphars Weid. schöner Jüngling, schlaf bet mir. Mein Mann ist von Hause ferne. Ich biete das Glück der Liebe dir — Komm, komm, ich habe dich gerne!" So sprach das Weib des Potiphar Zu Joseph, -em schönen Knechte,' Doch sein Gemüt mar rein und klar Und heilig Gebot ihm und Rechte. „O Herrin, wie könnt' ich solch Uebel tun Und wider Gott mich vermessen — Nein, niemals würde ich bei dir ruh'n, Mich niemals sündig vergessen." Und Joseph entfloh in wilder Hast Von -em schönen lüsternen Werbe. Doch sie voll Grimm seinen Mantel erfaßt. Sie riß ihn dem Jüngling vom Leibe. Und als ihr Gatte nach Hause kam. Wollt' das Weib an Joseph sich rächen. Den Mantel des Jünglings sie an sich nahm, Und listig begann sie zu sprechen: „Mein Gatte, -en Mantel verlor hier bein Knechh Er begehrte bei mir zu schlafen — Der Hebräer Joseph hat dies sich erfrecht, Ich fordere dich auf, ihn zu strafen!" Da flammten Potiphars Augen Wut, Er befahl, den Joseph zu greifen,' Und er ließ den Knecht, 5er so fromm und gut. Zum düstern Kerker schleifen. Das war zur Zeit, als Pharaos Traum Von den fetten und mageren Kühen Kein Weiser im ganzen Lanbesraum Zu deuten vermocht, trotz des Mühen. Durch seinen Mundschenk der König erfuhr Von Josephs Gabe die Kunde/ Daß er Träume zu Leuten gar wundersam Verstünd' mit prophetischem Munde. Und Pharao sandte Potiphar ab, Der lief auf schnellen Sohlen Und stieg gleich selbst zum Kerker hinab, Den gefangenen Joseph zu holen. Da — als er sich nahet des Kerkers Raum, Stockt ihm der Atem im Grimme, - Er lauscht und erkennt — er glaubt es kaum — Seines eigenen Weibes Stimme: „Jetzt mußt du mich lieben, o schöner Knab', Jetzt mußt du mich hold umfangen: Du mußt mich erhören, weil so lieb ich dich Hab, Jetzt stille mein heißes Verlangen!" Als so die Wahrheit zutage kam, Sah das Weib all ihr Glück zerschellen; Sie eilte zum Nil in reuiger Scham — Man barg sie tot aus den Wellen . . . Doch Joseph zu Pharao ward gebracht, Dem er jetlichen Traum könnt' erklären. Und der König verlieh ihm Reichtum und Macht Und erhob ihn zu fürstlichen Ehren. Max Rosien selb. 17 8 9 1 2 11 6 8 5 16 8 12 18 18 5 Unsere Nälsel-Ecke. 8 15 Männername Prophet 8 6 11 Truppenformation 2 14 10 16 17 2 6 2 18 8 6 7 8 18 6 8 15 8 8 14 11 16 9 2 Die Anfangsergeben Leide von an die Abonnenten der .J.-l. Ä. Reichtum an Kenntnissen Berg in Palästina 2 jüdischer Monat Hauptstadt des assyrischen Reiches 4 europäisches Königreich Baum Bivelbuch und Endbuchstaben der gelösten Wörter oben nach unten gelesen ein Mahnwvrt >