Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 6 (1926)
- Issue
- 39 (24.9.1926)
- Date
- 1926-09-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2613366-2613841-2613880--1952-2619372- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
IMchÜberaleZeilMg Or«m för fto« If»er<t(e 3u^cn(utn e. 50. Bezugspreis durch die Geschäftsstelle ^jährlich 31t. 2,50 Einzelnummer 0,20. Bei freier Zusendung i. Inland 0^5 ZDr die Mitglieder der Vereinigung ist der Bezugspreis « im Mitgliedsbeitrage enthalten. :: z :: verantwortl. Redakteur: Bruno Doyda. vis „Jüdisch-lidvrals Zeitung" erscheint jeden Freitag. Redaktion u. Seschdttssteiie: veriin »W, Wilbelmftr. 147. Fernruf: vasenhoidL 3388, 3359 Potffdwfckonto: v«rua nu* Nr.lsrsss Otofwtnlgung für La» liberal* lub*ntt>m Nad)Dru<fe f&mtllct)*r Ortglnal-BattrSga «nr mit vMl)Nlt«i 0*nct>tnlgong bar defeakllon g*ftatt»t. Anzeigenpreise: Die 12gespaltene Nonpareillezeile 0,45 Gsldmark. die Neklamezeile 3.00 Goldmark, bei rr s n Wiederholungen Rabatt. « :: :: Anzeigenannahme: .Misch'liberaleZeitung" InseratenabteUung: Berlin SD 48. Dilhelmstraße 147 (Hasenheide: 3358—50). sowie stimtl. Annoncen Exped. Nr. 39 Berlin. 24. September 1926 6. Jahrgang Dev Festmonat. vom Wert des Lebens und von der Ireude an ihm. Zum Hüttenfest. Von Rabbiner Dr. Norden (Elberfeld). Im Gegensatz zu den beiden Festen, die nun hinter uns liegen, dem Neujahrsfest und dem BersöhnungStag. und die den gemeinsamen Namen führen: jomim nauroim. die erhabenen. ehrfurchtgebietenden Tage, werden die übrigen drei Hauptfeste deS jüdischen Kalenderjahres. Petzach, Schomuaus und Sukkaus. als die drei Wallfahrtsfeste bezeichnet. Es waren nymlich die Feste, an denen die Bewohner der Städte und der Dörfer des Heiligen Landes einst nach der Hauptstadt Jerusalem pilgerten, um dort zu opfern und öu feiern. Diese drei Feste tragen einen durchaus heiteren Charakter. Mit welcher Freude man den Wallsabrtsfesten entgegenzusehen pflegte, das zeigt uns der 122. Psalm, der zu der Gruppe jener Psalmen gehört, deren jeder die Ueberschrift trägt: schir ha-maalaus „WallfahrtSlied". Ich freute mich" so beginnt das Lied, „als man zu mir sprach: Wir wollen zum Hause des Ewigen gehen." Und nun schildert der Dichter das Wonnegefühl der Pilger beim Betreten der heiligen Stadt. „Fetzt stehen unsere Füße in deinen Toren. Jerusalem. Jerusalem, aufgerichtet als eine Stadt, in der alles sich vereint! Zu dir ziehen die Ktämme hinauf, die Stämme GotteS. zum Zeugnis fstr Israel, um zu danken dem Namen des Ewigen." Mit dem Umstande, daß unsere heiteren Fette Wallfahrtsfeste waren, hängt es auch zusammen, daß das Hitttenfest nicht auf einen Zeitpunkt gelegt worden ist, wo es uns eine Ruhepause und eine Abwechslung bieten würde inmitten der arbeitsreichen Monate des Winters, ja, daß eS noch nicht einmal in den Spätherbst gelegt werden konnte. Der Zeitpunkt eines Wallfahrtsfesias war eben abhängig von den Wittcrungsverhältnissen des Heiligen Landes. Dort pflegen in der Mitte des Herbstes ergiebige Regengüsse einzusetzen. die die Landstraßen damals für Pilgerfahrten ungeeignet machten. Daneben scheint allerdings noch ein «anderer Grund für den Zeitpunkt des Hüttenfestes in Betracht gekommen zu fein: Mit tiefem Ernst hatten die Israeliten das Neujahrsfest und den Bersöhnnnastag begangen. Durch aufrichtige Buße, Reue und Umkehr fühlten sie sich jetzt in ihrem Gewisien erleichtert und befreit. Das Bolksgemüt bedurfte da offenbar einer heiteren, fröhlichen Feier, um dem Gefühl seelischer Erleichterung und Befreiung Ausdruck zu verleihen. Darum wurde das Hüttenfest, „die Zeit unserer Freude", wahrscheinlich in so ganz unmittelbare Nähe des Jaum Kippur gerückt. Auf den tiefen Ernst sollte die reine Freude folgen: nach der erhabenen Feierlichkeit sollte nun die ungetrübte Heiterkeit zu ihrem Rechte kommen. Es ist nun wiederholt bemerkt worden, daß die alten jüdischen Gelehrten das Hüttensest in Verbinduna mit dem Buch Koheleth, dem „Prediger Salomos", gebracht, daß sie empfohlen haben, diesem biblischen Buch gerade am Hüttenfest unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Man hat dies sehr auffallend gefunden. Dem oberflächlichen Leser ailt nämlich das Buch Koheleth als das Buch deS Weltschmerzes und der Lebensverneinung, der Weltverachtung und des Lebensüberdrusses. Und so wäre mau versucht, den alten iüdischen Gelehrten den Vorwurf zu machen, sie hätten in das Fest der Freude einen Ton des Leids hineingetraaen. sie hätten der Freude des heiteren Hüttenfestes einen Dämpfer aufgesetzt, gleich als hätten sie dem Volke die reine, ungetrübte Festesfreude nicht gegönnt. Dieser Vorwurf würde nach doppelter Richtung hin völlig unbegründet sein. Zunächst erzählt uns der Talmud das Gegenteil: er erzählt unS, wie am Hüttenfeste die geachtetsten und berühmtesten Gelehrten sich unter die Volksmenge begaben und an den Freuden und Belustigungen in aller Öffentlichkeit teilnahmen. Aber noch nach einer anderen Richtung hin würde der Vorwurf gegen die Gelehrten unberechtigt sein: DaS Buch Koheleth ist nämlich in Wirklichkeit nichts weniger alS ein Buch der Weltverachtung und der Lebensverneinung. Zu dieser Beurteilung ist es hauptsächlich durch seinen Anfang gekommen, der in aller Munde ist: JD Eitelkeit der Eitelkeiten! Alles ist eitel." Biele kennen von dem Buch Koheleth tatsächlich nichts weiter als diesen allgemein bekannten Anfangssatz: von ihm schließen sie auf baS ganze Buch. Das aber ist ein Fehlschluß. Wohl weiß Koheleth über die Nichtigkeiten des Lebens zu lächeln und zu spotten, wohl kommt auch hie und da ein recht bitteres Wort über die Lippen des welterfabrenen ManneS. Daß er iedvch den Wert der Freude nicht zu schätzen vermochte, daß er ein griesgrämiger Geselle gewesen, dein eS einen besonderen Genuß gewährte, ein Tröpfchen Gtft in den Becher der Freude zu gießen: wer daS von Koheleth sagt, der hat sein Buch entweder nicht gelesen, oder, wenn er es gelesen, so doch nicht richtig verständen. Aus den verschiedenen Stellen des Buckes die der Heiterkeit und der Lebensfreude gewidmet find, sei nur die eine auS dem vorletzten Kapitel genannt: „Süß ist das. Licht, und gut ist es. für die Augen, die Sonn« zu sehen. Denn wenn der Mensch viele Fahre lebt, so soll er in ihnenallen sichfreuen.unü soll audie Tage der Finsternis denken, daß ihrer viele fein werden." Ist das nicht'«in unzweideutiges Bekenntnis zur Freude am irdischen Leben? Wenn es noch einem Zweifel unterliegen würde, daß das Judentum Lebensbejahung und DaseinSfreude lehrt, so brauchten wir nur daS Buch jenes ManneS aufzuschlagen, der als düsterer, finsterer, in sich gekehrter, verschlossener Denker verschrien ist. das Buch deS Koheleth. Kann eS ein schöneres Lied auf den Wert deS irdischen Daseins geben, als die Worte: „Süß ist das Licht: und gut ist eS für die Augen, die Sonne zu sehen"? DaS ist der Wahlspruch unseres HüttenfesteS. und die hinter uns liegenden ernsten Feiertage bilden durchaus keinen Gegensatz zu ihm. Hätte das Leben keinen Wert in unseren Augen, so würden wir an den ernsten Tagen doch nicht darum bitten. Die ernsten Feste sind weit davon entfernt, die Lebensfreude zu verneinen und zu verpönen: sie wollen sie nur adeln und vergeistigen. In der Bewertung des Lebens und der ihm innewohnenden Freuden sind ernste und heitere Feste miteinander einig. Beide Festesgruppen rufen mit Koheleth: „Süß ist das Licht: und gut ist es für die Augen, die Sonne zu sehen." Auch für die Tage des Alters empfiehlt Koheleth die Lebensfreude. Mancher glaubt ja, wenn er Len Höhepunkt de» Lebens überschritten»-^^ sei auch die Zeitaekommen, sich aus dem Leben nichts mehr Lü machen: für dach. Alter zieme es sich gar nicht mehr, fröyund guter Dinge zu sein. „Nicht so," meint Koheleth. Jßentt der Mensch auch viele Jahre lebt, so soll er in ihnen allen sich freuen und soll an die Tage der Finsternis denken, daß ihrer viele sein werden. Darum Licht und Freud« immerdar, in der Jugend und im Alter. Die Finsternis wird noch früh genug kommen, und lange genug wird sie dauern." Licht und Freude sind die Wahrzeichen unseres Hüttenfestes. Licht und Freude der Wahlspruch selbst eines Koheleth, der doch gewiß der letzte gewesen ist. der sich über die zahllosen Eitelkeiten und Nichtigkeiten des menschlichen Lebens einer Täuschung hingegeven hätte. Licht und Freude daS Wahrzeichen unserer ganzen Religion. Alle ernsten Einrichtungen und Veranstaltungen deS Judentums nwllen dem Licht keinen Abbruch tun und wollen die Freude nicht schmälern. Ihr einziger Zweck ist. dem Licht die rechte Weihe zu geben und der Freude Adel zu verleihen. Der Jeslesmonai in Berlin. Von Arthur Lichten feld. Die Vorbereitungszeit des Monat Ellul auf die heiligsten Festtage unseres religiösen JahreS ist vorüber. Der äußere Mensch ist feiertäglich gerüstet und auch der innere Mensch sollte „jontifdick" sein, wie wir unsere Wohnungen zu dem Feste gereinigt haben» waS ja der Stolz jeder jüdischen Hausfrau ist. Glückwunschschreiben und Spenden find bis zum Ereio Jontif gewissenhaft erledigt: so können die Tage der inneren Einkehr, deS ZurückfindenS zu Gott und unserem besseren Selbst beginnen, Roschhaschono kann seinen Einzug halten. Die Verschiedenheit der jüdischen Bevölkerungsschichten in der ReichShauptstabt nach Art und Stadtvierteln bringt eS mit sich, daß eS in Berlin kein einheitliches jüdisches Gemeindeleben gibt, wie in kleineren KehilloS. Wenn auch für die staatliche Zusammenfassung der Gesamtheit der jüdisch«» Einwohnerschaft von Groß-Berlin der Sammelbegriff „Jüdische Gemeinde zu Berlin" maßgebend ist, so bedingt doch die angedeutete BerschiedeNartigkeit die innere Trennung in eine Anzahl kleinerer Gebilde, die sich scharf voneinander abgrenzen. Nach dem bekannten Witzwort „Ein echter Berliner stammt gewöhnlich auS BreSlau" hat die Variante ihre volle Berechtigung, „ein richtiger Berliner Jude ist auf dem Schlesischen Bahnhof angekommen". Der kleinste Teil unserer hiesigen Glaubensgenossen ist in Berlin.geboren und eS ist eine bekannte Tatsache, daß eine Anzahl Männer, die im jüdischen Gemeindeleben der Reichshauptstadt in vorderster Reihe stehen mrd viele Ehrenämter innehaben, auS den Ostprovinzen des Reiches (Ost. und Westpreußen, Posen, Schlesien) narb Berlin gekommen sind, woran mancher ihrer Gedenktage und manch« Ehrung ihrer Heimatstadt und der Landsmannschaften erinnert. Der in den lehtvergangenen Jahren nicht zum Stillstand gekommene Zuzug, besonders aus de« östlichen Provinzen und vom östlichen Ausland her, hat der Berliner jüdischen Gemeinde eine besonders markante Rote aufgedrückt, über die es leider in mancherlei Beziehung zu diskutieren Gelegenheit gegeben hat. Die vielen kleineren Synagvgenvereine privater Initiative, die neben den großen Gemeinde-Synagogen bestehen — und das ist gut so, da die Bautätigkeit -er Gemein-e zur Errichtung der notwendigen Zahl von Synagogen mit der Entwicklung nicht Schritt halten kann — bilden in gewissem Sinne eine Anzahl von Parochien, die sich um den ReligionSverein, um ihre Synagoge und ReliglonSfchule gruppieren. Auch in den Gemeinde-Synagogen und den im Rahmen dieser in den letzten Jahren begrünbeten Synagogen-Vereinen ist die Besucherschaft in den verschiedenen Stadtgegenden unterschiedlich. DieS zeigt sich deutlicher als sonst an Roschhaschono und Jomkippur durch äußere Kennzeichen. I» dem Stratzenbild selbst der Großstadt kann es nicht unbemerkt bleiben, wenn an diesen drei Festtagen die Geschäfte jüdischer Inhaber in überwiegender Mehrzahl — gottlob noch — geschloffen bleiben,- die Hauptverkehrsstraßen zeigen durch die Schließung von Kaufhäusern und großen Spezialgeschäften ein in die Augen fallendes ungewohntes Bild. Die Scharen der Andächtigen bringen durch feiertägliche Kleidung eine besondere Note in den Verkehr auf den Straßen. Um zwei Synagogen gruppiert sich, auch äußerlich deutlich erkennbar, hauptsächlich an den höchsten Feiertagen des jüdisch-religiösen Jahres daS Gemeindeleben, und zwar in der Innenstadt Berlins um die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße und in Charlottenbura um die neuere Synagoge in der Fasanenstraße. Bis zum Bau der letzteren hatten manche der jetzt im Westen -er. Stadt ansässigen Familien, die früher in den Innenvierteln der Stadt wohnten, in der Neuen Synagoge (Oranienburger Straße) ihre Plätze. Der „Zug nach dem Wetten" hat, wie in vielem anderen, auch bezüglich deS Synagogenbesuches mancherlei Umschichtung bewirkt. Diese« Unnstand trägt die' Gemeindeverwaltung durch den geplanten Bau -von Synagogen in den Außenbezirken Rechnung, bis zu deren Realisierung notgedrungen die BertinL-Synagogen genügen müssen. Die Stammsynagogen der Berliner jüdischen Gemeinde, die Alte Synagoge in der Heidereutergafse und die Neue Synagoge in Lex Oranienburger Straße, sind die einzigen, in denen vom Bau her noch sogenannte .Mgentumsplätzc" vorhanden sind, d. h. Stammplätze als Familienbesitz, die von den ersten Eigentümern bei Gründuna der Synagoge durch Uebernahme von Bauanteilen erworben wurden und sich jetzt als wertvolles Eigentum im Besitz der Nachkommen befinden, mehrfach aber bereits in andere Hände übergegangen sind. Die Alte Synagoge besteht über 212 Jahre, sie ist die älteste Synagoge der Reichshauptstadt und wurde, später umgcbaut: die Neue Synagoge wurde vor 60 Jahren eingeweiht. Ergänzend sei kurz bemerkt, daß an diesen beiden Synagogen Kantoren von Bedeutung und Rang gewirkt haben, in der Neuen Synagoge als Ctioröirigent der unvergeßliche Lewandowski. Die anderen Synagogen der Gemeinde sind bis auf diejenige in der Kaiierstraße, die in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts von einem Privatmann erbaut und später von der Gemeinde übernommen wurde, sämtlich für Rechnung der Gemeinde erbaut, und zwar wurden die Synagogen in der Lindenstraße und Lützowstraße in den 90er Jahren deS vorigen Jahrhunderts. diejenige in der Rykostratze im Jahre 1903 in Be-, Nutzung genommen. Die Synagoge in der Fasanenstratze wurde im Jahre 1912, Levetzowstraße 1914. Kottbuser Ufer 1917 eingeweiht. Die früheren Privatvereins-Synagogcu Pestalozzistratze und Münchener Straße wurden vor ungefähr 5 bzw. 1K Jahren von der Gemeindeverwaltung übernommen. So stieg die Zahl der unter der direkten Verwaltung der Gemeinde stehenden Gotteshäuser auf die Zahl von zur Zeit elf. Die Verschiedenheit wird aber nicht nur durch die Bevölkerungsschichten nach Stadtg-cgenden, sondern auch durch den in den Synagogen üblichen Ritus bestimmt. Freilich wird vielfach, ohne Rücksicht auf die Art deS Ritus, durch die Entfernungen der Großstadt bedingt, zur Vermeidung des FahrenS an Roschhaschono und Jornkivvur. das der Wohnung nächststgelegene Gotteshaus bevorzut. Der Ritus der Gemeinde-Synagogen gliedert sich sowohl in der überlieferten Tradition wie in der liberalen Richtung in je z-wei Unterabteilungen. Der konsertative Ritus wird in den Synagogen Heiderentergasse. Pestalozzistratze und Münchener Straße geübt. In diesen Synagogen wird auch noch nach ritueller Vorschrift das „Duchenen" von den Kohanim auSgeführt. In den Synagogen Kaiferstraße. Rnkestratze und Kottbuser Ufer hat die konservative Gebetordnung einige Streichungen und Milderungen erfahren. DaS Gebetbuch der liberalen Richtung ist in den Orgelsynagogen Oranienburger Straße. Lindenstraße und Lützowstraff maßgebend, währenin -er Synagoge Fasanenstraße -er deutschen Landessprache umfangreiche Zugeständnisse gemacht sind, und endlich in der Synagoge Levetzowstraße hat man die ursprünglich vorgenommenen Aenderungen gegenüber dem Gebetbuch der Neuen Synagoge später wieder in Kraft gesetzt, so -atz auch hier die Gebetorünung der Stammfynagoge in der Oranienburger Straße matz-, gebend ist. Alle Juden in der ganzen Welt verbindet über Länder und Meere hinweg die heilige Gebetsprache und unser jüdisches Kalenderjahr. Am Jontif ist jeder Jude unter den Gläubigen seines Stamme-, wo immer eS fei. willkommen und heimisch. Ob eS alter oder neuer Ritus ist. ob mit mehr oder weniger Einschaltungen in den Gebetstücken — Inhalt und Kern der Gottesverehrung ist überall der gleiche und