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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-06-18 · 25 (18.6.1926) · page 8

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
25 (18.6.1926)
Date
1926-06-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Der tote Jude. (Forts.) Von Doris Wittner. Nachdruck verboten. — Copyright by Grethleln L Co., G. m. b. H., Leipzig. Hart an den französischen Landesgrenzen, dorten, wo schlanke, edelgegliederte Kirchtürme hundertfältig wie mit Gottes Fingern in den Himmel stachen: in den blühenden Landen, wo der jahrhundertealte Zwist zwischen weltlichen und geistlichen Fürsten die Städte zerklüftet und dge Fluren ausgesogen hatte, standen jetzt Seine Söldnerheere — eine gar bunte Völkerpalette — standen die schimmernden Korps der „Großen Armee”, Gewehr bei Fuß, und verbürgten Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die geheiligten Errungenschaften der Revolution, verbürgten sie mit Pulver und Blei, so daß weder Fürst noch Untertan an solcher Freiheit und Gleichheit etwa eine unliebsame Kritik gewagt hätte. Dieweil Er das geheiligte Römische Reich Deutscher Nation in Stücke geschlagen und den Kaiser zu Wien durch kluge Friedensschlüsse nach rauchenden Schlachten gezwungen hatte, freiwillig der deutschen Kaiserwürde zu entsagen; dieweil Er und die von Ihm besiegten Mächte, die ehestens seine Verbündeten geworden waren, — bald an den Windungen des Donaustromes, bald zwischen Rhein und Main, bald auf der Pyrenäischen Halbinsel, bald jenseits des Gotthard, wo sein Stiefsohn Eugen Beauharnais als Vizekönig von Italien oder' seine Schwester Caroline Murat als Königin von Neapel residierten — neue Händel schürten; dieweil Er gleichzeitig in Paris und Wien, in Berlin und Dresden, in Prag und Mailand anwesend zu sein schien, wehte in den altersgrauen, frommen Städten an Rhein und Main und Mosel, in Worms und Speyer, in Köln und Koblenz, in Aachen und Trier, gar eifrig die Trikolore und allenthalben ragten auf den offenen Kirchplätzen, als den vorzüglichsten und vornehmsten Stellen, die Freiheitsbäume aus der Erde, zum Zeichen dafür, daß allein fraazösichc Großmut und Generosität die Gerechtsame des Bürgers zu schützen vermöchten. Und während im goldenen Mainz des Rheinbundes hochwichtige Pakte alle an der Macht belassenen oder zu neuer Macht gelangten weltlichen und geistlichen Fürsten zu'einem Schutz- und Trutzbündnis für den erhabenen Schirmherrn auf dem französischen Throne umschloß, gährte es heimlich und unterirdisch in allen Schlupfwinkeln des Rhein- und Maingaus, in Dörfern und auf dem flachen Lande, allwo der Bauer oder der kleine Bürgersmann sich noch nicht endgültig mit der ihm verliehenen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit abzufinden vermochte, sondern statt dessen nur die Einlagerung fremder Soldateska als eine Plackerei und Schinderei ohne Ende empfand. Vielfach bildeten sich — natürlich nur ganz im geheimen — kleine Bünde und Verbände, die es mit dem großen Feinde „Krieg” aufnehmen wollten und ihm die Fehde von Verschwörern und Empörern ansagten. Gutartiges Volk, mit . viel bäuerischen Elementen durchsetzt, die der ewigen Kriegsnot satt waren, womit der französische Imperator ihre Fluren für seine Besatzungsbehörden schröpfen und ihren Städten schier unerträgliche Kriegskontributionen auferlegen ließ. Zu denen, die an dieser heimlichen Unterwühlung einer offenkundigen und rechtskräftigen J3ündnispolitik keinen Anteil hatten, gehörten allenthalben in den rheinischen Bezirken die teilweise umfänglichen und einflußreichen jüdischen Gemeinden, die in der Tat das ihnen zugestandene geringe Ausmaß staatsbürgerlicher Rechte und Pflichten ausschließlich dem Regime des französMchen Kaisers dankten und daher geneigt waren, in ihm einen Patron der Freiheit und Gleichheit schlechthin zu erblicken. Je größer eine Judengemeinde am Rheine war und je angesehener oder beliebter womöglich ihre Mitglieder sein mochten, desto werktätiger war der Einfluß, den sie zur moralischen Förderung des französischen Kaisers übten. Sie suchten, indem sie in ihm einen von Gott gesandten Befreier wähnten, für ihn propagandistisch tätig zu sein, indem sie selbst, soweit es in ihren Befugnissen und Möglichkeiten lag, die allzu rigorose Handhabe der Steuerschraube zu vermeiden wußten oder indem sie heimlich in Seinem Namen Wohltaten oder Nachlässe jenen zukommen ließen, die unter der Okkupation am meisten zu leiden hatten. Der Kaiser der Franzosen wußte von diesen Freunden und Parteigängern wenig. Und wenn, so hätte er sie wahrscheinlich öffentlich verleugnet, wenn auch insgeheim sich ihrer bedient. Er wollte durchaus nicht scheinen, was er in Wahrheit war: der Förderer ihrer Befreiung und staatsbürgerlichen Reputation. Für Ihn waren sie ebenso wie die meisten Menschen oder womöglich noch etwas mehr: Kreaturen, er darum vielleicht, je nach Bedarf und Bedürfnis, klüger und weitsichtiger behandelte, als es ihre früheren Herren, deren einziger Maßstab die Willkür war, getan haben mochten. Nachdem der französische Kaiser in der Schlacht von Austerlitz zuvörderst das Konglomerat einander widersprechender und widerstrebender Nationalitäten und Kronländer, die den Hauptstamm des römisch-deutschen Reiches gebildet hatten, zertrümmert hatte, war er bei Jena mit dem, ihm längsten und hartnäckigsten Widerstand leistenden, Preußen ebenso verfahren. Preußen war nunmehr zu einem servilen Diener — denn der Name Freund kam ihm nicht zu — Frankreichs herabgesunken. Alle anderen Fürstenhäuser und Dynastien des europäischen Erdkreises — ausgenommen den Erbfeind England, der auf Frankreichs Demütigung und Untergang gierig lauerte — waren mithin entweder in Freundschaften und Bündnisse mit Napoleon oder in sklavische Abhängigkeit von ihm verstrickt. Unter diesen Umständen, wo der Usurpator immer steiler und steiler hinanstieg, menschlichen Blicken kaum noch wahrnehmbar, schien es ein insonderheit kühnes Unterfangen, daß die bedeutendsten Juden Frankreichs, Portugals, Italiens und der batavischen Republik es wagten, den Mann, der, nach seinem eigenen Wort mit einer „marmornen Hand im sammetnen Handschuh", den Erdball gängelte, an sein erhabenes Versprechen zu erinnern, auch ihrer Sache, als der Sache der Unterdrückten, der Entrechteten und Geknechteten, ein gnädiger Fürsprech sein zu wollen. Sintemalen der Kaiser der Franzosen die judenfreundlichen Anwandlungen des Ersten Konsuls einigermaßen vergessen zu haben schien. Aber trotzdem: die gebildeten, rechtschaffenen und vermögenden Juden der von Napoleon befreiten oder neugestalteten europäischen Staaten ließen nicht nach, und der Imperator, immer darauf bedacht, seinen Ruf als Hüter der Gerechtigkeit zu wahren und auszudehnen, konnte den angesehenen Juden Frankreichs wie der von ihm eroberten Länder auf die Dauer sein Ohr nicht versagen. Und gerade, weil er in deutschen Landen nicht nur von Vertretern der öffentlichen Meinung, sondern auch von Richtern, Präfekten, kurzum sämtlichen Beamten deutscher Zunge gedrängt wurde, die Juden bürgerlich vollends zu vernichten, dieweil angeblich in allen deutschen Departements des Hoch- und Niederrheins, speziell aber im ganzen Elsaß, die Erbitterung der autochthonen Bevölkerung gegen die Juden so gewaltig sei, daß mittelalterliche Ausbrüche der Volkswut schwer zu verhüten sein dürften, gerade weil man in Straßburg und Köln, in Aachen und Frankfurt alles Erdenkliche getan hatte, um dem Kaiser alle Juden als eine gemeingefährliche Rotte von Schacherern, Trödlern und Wucherern erscheinen zu lassen, und weil unter den Widersachern des Volkes Israel alle reaktionären Freiheitsfeinde und stockkirchlichen Katholiken (die in der Freiheit der Juden eine Schmälerung der Kirchenmacht sahen) sich befanden, mußte der Freiheitsheld und Freiheitskämpfer Napoleon, halb wider Willen, die Sache der Juden zu seiner eigenen machen. Und wenn er selbst sich auch nicht von allen Vorurteilen frei wußte, schien er doch fest entschlossen, eine künftige Verfolgung oder Hintansetzung der Juden nicht fürder zu dulden; und er kam auf den wahrhaft staatsmännischen Gedanken, die prominentesten Vertreter des Judentums aus allen Landesteilen zu einer Versammlung zusammentreten zu lassen, in der das Judentum selbst über seine Stellung zum Christentum oder zu den Anhängern anderer Konfessionen das Wort ergreifen sollte, desgleichen den jüdischen Notabein Mittel an die Hand gegeben werden sollten, wie unter den Juden nützliche Gewerbe, Künste und Wissenschaften heimisch werden könnten, statt des ausschließlichen Geldhandels, dem sie sich bisher vielfach in ganzen Geschlechterreihen gewidmet hatten. Das Judentum, von ganz Europa angeklagt und bezichtigt, öffentlich auf dem Armsünderbänkchen — denn als etwas anderes erschien die Notab ein Versammlung Zweiflern und Kleingläubigen unter den Juden, Böswilligen unter den Christen vorderhand nicht —, aber doch immerhin befugt, sich zu verteidigen, Anklagen mit Widerklagen zu beantworten: mit Fug sahen die französischen, portugiesischen und italienischen Juden wie auch ihre besonders bedrückten Glaubensgenossen in den rheinischen Gemeinden oder im Elsaß, diesem ewig schwärenden Eiterherd des Völkerhasses, einen Fortschritt in der Einberufung dieser Versammlung, einen Fortschritt, eine Möglichkeit und mehr als das: die Aufgabe, Fürsten und Völker über das wahre Wesen des Judentums aufzuklären und die Bekenner des, über die ganze Erde zerstreut, in der Verbannung lebenden Volkes, dessen Volkheit im Namen seines Gottes zusammengeschweißt war, endgültig aus Jahrtausende alter Knechtschaft zu erlösen. Abraham Furtado, der während der Revolution wegen seiner politischen Haltung gelitten hatte, übernahm den Vorsitz der Versammlung. Und neben ihm die besten Männer, die das Judentum in Frankreich, Holland, Italien, aber auch in den der Verfolgung zumeist ausgesetzten Gebieten Deutschlands aufzuweisen hatte. Etwa hundert jüdische Notabein aus den französischen, deutschen, italienischen und holländischen Departementstrafen in der französischen Hauptstadt ein. Die Notabeinversammlung, immer unter dem eifernden Vorsitz Abraham Furtados, setzte denn auch wesentliche Fortschritte für dag europäische Judentum durch. Die rabbinischen Mitglieder der Versammlung allerdings schädigten die Sache der Gesamtheit durch eine orthodoxe Intransigenz, die von allen Judenfeinden, insbesondere dem Grafen Mole, dessen eigene Urgroßmutter noch Jüdin gewesen und der, wie alle Renegaten, die Gunst Napoleons durch eine möglichst judenfeindliche Politik zu gewinnen trachtete, nach Kräften ausgebentet wurde. Anders Furtado, dem die revolutionären Kräfte Frankreichs staatsmännische Klugheit statt der Weltfremdheit talmudischer Lehrhäuser beigebracht hatten. Seine weise Einsicht schied das Judentum in zwei streng voneinander gesonderte Elemente: in das rein religiöse und das politisch-gesetzliche. Während er den religiösen Bestimmungen eine unveränderliche Starrheit zuerkannte, leugnete er jede staatliche und politische Selbständigkeit des Judentums. Bedingungslose Unterwürfigkeit unter die Landesgesetze des jeweiligen Wirtsvolkes war es, was Furtado in erbitterter Fehde seinen weniger erkenntnisreichen Stammes- und Glaubensgenossen abzuringen trachtete. Und der fanatische Mann blieb Sieger in diesem größten und wichtigsten Streit seines von Leidenschaften und Kämpfen erfüllten Daseins. Nachdem er sich auch zum Fürsprecher für den gefährlichsten Paragraphen der gesetzgebenden Versammlung gemacht hatte: nämlich für die Mischehe zwischen Juden und Christen, die, nach seinem flammenden Plädoyer für die absolute Gültigkeit der Zivilehe, ohne Widerspruch angenommen wurde, hatte die Notabein Versammlung das ihrige getan; das heißt, sie hatte den Boden bereitet für die Einberufung des großen Synhedrins, das wenige Tage nach Schluß der Notabeinversammlung in festlicher Weise und im Angesicht der höchsten Gesellschaftskreise von Paris eröffnet wurde. Auch diese Korporation, die zu zwei Dritteln aus rabbinischen, zu einem Drittel aus Laienmitgliedern bestand, hatte Furtado die Ehre des Vorsitzes angeboten. Er glaubte jedoch, nach seiner Pionierarbeit in der Notabelnversammlung seinen Pflichten genügt zu haben und bat einfach um Sitz und Stimme in .der hohen Versammlung. Desgleichen lat Benjamin Cerf Pereira, dem man als Juden französischer Provenienz, wiewohl Bürger der Batavischen Republik, nach Abraham Furtado, die Würde des Vorsitzes angetragen hatte. Auch Benjamin Cerf Pereira leistete auf die höchste Ehre Verzicht, aber nicht, weil er glaubte, schon genug getan zu haben, sondern vielmehr, weil er sich dieser Ehre innerlich unwürdig glaubte, seit seine Tochter, die schöne Judith Pereira, als nicht mehr unbescholtene Magd Israels, dem Venezianer David Danielo ben Sonnino zum Eheweib hatte gegeben werden müssen. (Wenig verschlug es dem vormals unbändig stolzen und hochgemuten Pereira, daß sein Schwiegersohn, der ihm immer noch als der Fremdeste der Fremden galt, eine staatsmännisch und gesellschaftlich ansehnliche Rolle am Hofe des ebenso freigeistigen wie frivolen Königs Jeröme von Westfalen — Napoleon jüngstem Bruder — spielte, und daß seine Tochter Judith alle Ehren, aber auch alle Anfechtungen dieser galanten Hofsphäre genoß.) Der Berufung in das Synhedrin hatte sich Benjamin Cerf Pereira nicht ent- I ziehen wollen, noch können, weil er sonst vermeint hätte, eine heilige Pflicht seinem Stamme gegenüber zu ver^ nachlässigen. J£r ebenso wie Mardochai Israel Sontheimer hatten mit begreiflicher Genugtuung die Berufung in-das erste jüdische Parlament und nach ihm in das wieder«! erstandene Synhedrin, die allen jüdischen Männern mit der Glorie heiliger Tradition umgebene Körperschaft, ent-, gegengenommen. Aber beide lehnten — wenn auch aus verschiedenen Motiven — jegliche Sonderehrung mit demütigem Stolze und stolzer Demut ab. Mardochai Israel Sontheimer wollte nicht als deutscher Bürger (oder vielmehr: deutscher Schutzjude, wie die offizielle Bezeichnung bis zur Befreiung durch die französischen Heere gelautet hatte) in einer von dem französischen Kaiser einberufenen und in der französischen Hauptstadt tagenden, obzwar der internationalen Judenheit dienenden Versammlung $ine eigene Auszeichnung annehmen. Benjamin Cerf Pe-, reira hingegen, der gebürtige Franzose, glaubte sich —, nach der Schande seiner Tochter — überhaupt keiner Würde mehr würdig zu sein. Sein Ehrgefühl war zu subtil und sublim, als daß es den einmal erhaltenen Schlag jemals verwinden könnte. So wurden denn andere Zierden des Volkes Israel, wie der Rabbiner Sinz^ heim, zum ersten Vorsitzenden, der uralte Schriftgelehrte Segre und Abraham di Cologna, schon ein Vollbürger Italiens, zu Beisitzern erwählt. Die in hebräischer Sprache gehaltene Einleitungspredigt Sinzheims, der, in feierlicher Tracht, die Thorarolle unter dem Arm, wie einer der Erzväter des Volkes Israel wirkte, und ebenso die in untadliger toskanischer Sprachschönheit erblühende Recje Colognas verfehlten ihren tiefen und starken Ein-, druck weder auf Freunde noch Feinde der jüdischen Sache. Als ein Deputierter in die Worte ausbrach: „Vergessen wir, woher wir stammen! Nichts mehr von Elsässer Juden, nichts mehr von Portugiesen! Ueber den Erdboden zerstreut, sind wir doch nur ein einziges Volk, denselben Gott anbetend, und wie unser Gebot es befiehlt, der Macht unterworfen, unter deren Gesetze wir leben,” entzündete diese Rede einen nicht endenwollenden Bei« fall. (Fortsetzung folgt.) Unsere Rätsel-Ecke Kreuzworträtsel. Die Wörter bedeuten: W a g e r e ch t: 1. Säugetier; 4. altes SchrbstZeichen; 8. biblische Stadt; 9. Gebetbuch; 10. Lebensbnnd; 11. Stabt in öer Schweiz; 13. Blume; 15. Sohn Mrahams; 18. biblischer Berg; 21. Elend; 22. Prophet; 23. biblisches Wasserfahrzeug; 24. Vogel; 25. biblische Männergestalt. S e n k r e ch t: 2. Schlachtort im Weltkrieg; 3. bibl. Stabt; 4. Sohn Jakobs; 5. Naturerscheinung; 6. bM. König; 7. Baum; 12. Gemahlin Adams; 14. Prophet; *15. biblischer König; 16. dänische Insel; 17. junger Mensch; 18. Tierwohnung; 19. Ge zeit; 20. Stacheltier. Sersammlungskalender Frankfurt a. M. (Indisch-liberale Jugendgemein sch aft). Ich weise an dieser Stelle nochmals auf das am Sonntag, den 20. Juni, nachmittags 316 Uhr. in Eronberg i. T. tm Garten Wilhelm-Bonn-Stratze 4 stattfinöende S o m m e r f e st hin. das nach den vielseitigen Vorbereitungen einen ganz besonders schönen und genußreichen Verlauf nehmen wird. Tanz im Freien. Wett- und Gesellschaftsspiele auf dem Nasen, Glücksrad mit wertvollen Gewinnen. Miniatur-Künstlertheater. Gartenpolonaise. Illumination und Feuerwerk werden frohe und reichliche Abwechslungbieten. Fürdiejenigen.diemit einem Auto heimfahren wollen, steht ein solches zur Verfügung. Der Preis beträgt nicht etwa, wie seinerzeit mitgeteilt 2,25 M.. sondern höchstens 1.20 Mark. Ganz besonders sei hervorgehoben, datz das Fest auch bei schlechtem Wetter stattsindet. Für diesen Fall ist in gleicher Weise ein abwechslungsreiches Programm für die Feier im Saal vorgesehen. Berlin. (Liberale Synagoge Norden.) Schön. Hauser Allee 162. — Auerbachsches Waisenhaus. Gottesdienst: Freitag, den 18. Juni, abends VA Uhr. Predigt: Rabbiner Dr. Salomonski. Sonnabend, den 19. Juni, morgens 10 Uhr. Breslau. (Indisch-liberaler Jugendverein „Abraham Geiger".) Der für Sonntag, den 20. Juni, angesetzte Nachmittagsausslng Obernigk — Jaekel findet erst Sonntag, den 27. Juni, statt. Abfahrt Hauptbahnhoj 2X5 Uhr nachmittags nach Obernigk. Sonntaasfahrkarte 4. Klaffe (1.20 Mark) selbst lösen. Treffpunkt: VA Uhr nachm. Nord- Hotel. Führung: Ludwig Freund, Ncudorfstratze 37. Fernsprecher: Stephan 33320. Fußwanderung Obernigk—Jaekel. Hin- und Rückweg ea. VA Std. Die Angehörigen unserer Mitglieder sind besonders eingeladen. Die Schönhestsbücherei der Dame von vr. med. W. Perlstern, Spezialarzt in Berlin. Wilhelm Braumüller, Univelsitäls-Perlagsbuchhandlung. Wien und Leipzig. Preis ver Bändchen l.»0 M. Bisher liegen zwei Bändchen vor: Tie „H a a r p f l e g e* und die „Gesichtspfleg e". Ter Verfasser erschließt in knapper und klarer Form, gestützt auf wissenschaftliche Erfahrung und auf praktische Erfolge, unserer Frauenwelt daS überaus wichtige Gebiet der modernen und wissenschaftlichen Kosmetik. AuS der Fülle der Anregungen, die uns beide Bücher verinitleln, seien besonders erwähnt die Kapitel über: Haarsrisuren l Bubikopf), Haartinkturen. Haarbrennen, Haarwaschen. Cchuppenbildung sowie Verhütung und Beseitigung des Haarausfalls. Im zweiten Bündchen führt Tr. Perlstein seine Leserinnen in launiger, doch stets belehrender Weise durch das weite Gebiet der Gesichtspflege. Meisterhaft gelungen sind da die Abschnitle über: Puder. Gesichtscremes, Unreinen Teint »Mitesser. Pi.sel usw.), Sommersprossen. Entfernung lästiger Haare, GesicktSfalten. Doppelkinn, Gesichtsmassage. Begrüßenswert und mitbestimmend für den Erfolg der EchönbeitSbücherei ist es. datz der Autor neben seinen grundlegenden Ausführungen eine Reihe einfacher und erprobter Rezepte angibt und Por reslamehast angepriesenen und nutzlosen Mittelchen warnt. Man kann ohne Nebertreibung sagen, datz diese Schönheitsbücherei jede Tame kennen soll und datz sie zur rechten Zeit kommt! Die reizende' Ausstattung und der gute Druck dcr Bändchen seien besonders hervorgehoben.

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