Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 6 (1926)
- Issue
- 19 (7.5.1926)
- Date
- 1926-05-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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kein „Gestern“'. — Um cs summarisch zu sagen, alle vier Nummern sind klaviermäßig modern geschrieben, modern natürlich in gutem Sinne des Wortes, und in tonaler Gestaltung. Konträpunktisch fein und interessant durchgearbeitet, verraten sie, daß der Autor nicht nur ein guter Pianist, sondern in demselben Maße auch ein guter Theoreliker sein muß. Vielleicht, ja sogar wahrscheinlich, ist das harmonische Gewand, das diesen anspruchslosen Melodien mitsamt allen ihren Paraphrasen und Sequenzen zuteil geworden ist, zu kostbar und zu schwer, uni cs für die Dauer gutzuheißen. Solch geartete Melodik verträgt nicht immer Harmonien, und wenn schon, dann nur ganz durchsichtige und einfache- Die auftnarschierenden Sexten Seite 5 zum Beispiel mit ihrer reichen Chromatik und das ausgedehnte Filigranwerk in Sechzehnteln und Zweiunddreißi’gsteln gereichen dem Werk, das doch eine Eigenart sein soll, nicht zum Vorteil: auch nicht der häufige Stimmungswechsel in der Modulation der Tonarten, der es allenfalls bewerkstelligt, daß eine gewisse Unruhe Platz greift da, wo sie am wenigsten gerechtfertigt ist. Ein mehr intensiver Zusammenhang der Harmonien und eine etwas mehr betonte Einheitlichkeit und Ruhe würden dem an sich interessanten Werke nichts geschadet haben. Die beiden ersten Bände kenne ich nicht, und vom Komponisten weiß ich nur, daß er sich zur Zeit auf einer Kunstreise in Amerika befindet, wo er große Erfolge zu verzeichnen hat. OJjcrkantor Her m a n n Zivi, Elberfeld. Isidor BlunmUlial, „Köl J&aköw“, Sabbat, und Festgesäuge, mit Anhang von „Sselichds“. Herausgegeben vom Vorstand der Synagogen-Geineinde Köln. Ein Menschenalter spricht aus dem stattlichen, mehr als JUO Seiten umfassenden Bande, ein Mann, der ums Jahr 1875 aus dem Osten gekommen ist, um in Köln, der Metropole des Westens, dauernd festen Fuß zu fassen. Ausgestattet mit einer Musikalität sondergleichen und mit einer wohltuend warmen und vornehm klingenden Baritonslimme. war er für (bis Amt des Kantors wie prädestiniert. Ausgestattet war ec aber auch mit dev Kenntnis und mit dem Verständnis des Hebräischen, so daß er voll und ganz Herr seines Berufes war. Ursprünglich amtierte er in der „Synagoge an der Glockengasse“, und als dann die neue Synagoge mit der Orgel erbaut war, unterlag es für eine künstlerische Natur wie Blumenthal keinem Zweifel, daß er mit dem damaligen Rabbiner D v. Frank in die „Synagoge an der Roonstraßc“ übei siedelte. Die beide., Männer paßten auch ausgezeichnet zueinander. Gelegentlich eines Toastes beim 25jährigen Jubiläum Blumenthals sagte der sei. Di. Frank in seiner bekannt launigen Weise: „Er hat mich reden lassen, und ich hab’ ihn singen lassen.“ — Blumenthal war in den musikalischen Kreisen Kölns eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit, und in den großen Gürzenich-Konzerten hat er mehr als einmal solistisch inilgewirkt. Seine Gemeinde wußte aber auch, was sie an ihm hatte, und sie war stolz auf ihn. Hochbet igl und geehrt und gerichtet von allen, die ihn kannten, ist er im Sommer vorigen Jahres gestorben. Sein Begräbnis war ein Kölner Ereignis, und selbst ein Wellblatt vom Range der „Kölnische Zeitung“ brachte einen AVürdignngsarükel über den „Kantor Isidor Bin m e n I li a 1“. Sein musikalisches Testament hat er in Manuskripten hiirierlassen, und nur ganz Bevorzugte hat er hin und wieder einmal sein mit Argusaugen von ihm bewachtes Heiligtum betreten lassen. Jetzt erst, nach seinem Tode, hat es die Kölner Gemeinde in richtiger Erkenntnis der Dinge für eine Ehrenpflicht gehalten, die Gesänge ihres langjährigen Kantors Blumenthal, au denen sie sich so oft ergötzt und erbaut hat, drucken zu lassen, und Fräulein Olga Blum ent hui als hinlerbliebene Tochter des Autors mit denn Vertrieb des Werkes zu beauftragen. Bluincnlbal war ein Kantor vom Können des allen Stils und vom Geschmack und der Eleganz der modernen Schule. Damit sind auch seine koinjjosilorischen Schöpfungen im wesentlichen gekennzeichnet, aus denen heraus sein ,.A\v horachämim“ zu einer piece de resisfance geworden ist. Er ist für Kantor, Chor und Orgel geschrieben und in seinen Wirkungsausmaßen hervorragend. Sehr schön ist auch sein .,11 <> d ö ai erez“ für vierstimmigen Chor, dem sich drei verschiedene „U w e n u c h o j 6 m a r“ würdig anreihen. Die vier darauf folgenden „M u s s a f Ke du schahs“ sind in ihrer .Melodik geschmackvoll und angenehm sanglich, und in den Harmonien der Begleitung von wirkungsvoller Einfachheit. An Freitag- A b e n d - (je sängen enthält das Werk drei verschiedene ..Uicho dödis“. einen ..Aduiioj mol och" und drei 'verschiedene „W <- s e h o m r u“: der S a b b a l - M o r gen- G o I - lesdi en s t : die ,.S e h a c li ä r i s - K 6d u s e h a h", ein interessant gearbeitetes ,.A u s li e b e n d e r T li o r a“ finden Kantor und den Chor, und die „Einsegnung des N e u m o n d e s“. — Von .,S c h «lösch r ü g o li m " ist nur der „Abeudgoltesdienst" aufgezeiclmel und irn Anhang das Wesentliche von „Tal und G esc hem". Alles sehr schön und in Blumeuthai,scher Manier: einfach und geschmackvoll. Auf dieselbe Weise zeichnen sich auch die „Gesänge für das Neujahrs- und das Veisöhnun gs f csl“ aus. Es ist in der Hauptsache auch wieder der „Abendgoftesdiensi", den Blumeuthai nach seinem Geschmack kompositorisch gestaltet hat, und es darf ohne jedwede Einschränkung gesagt werden, daß fachmännisches Können und künstlerische Geschicklichkeit diese ernst-würdigen Gesänge in hohem Maße auszeirhnen. — Mit der Aufzeichnung der ..Sselichös“ und der ..Pismoniin“ am Schluß des Bandes hat sich Blumen Ural zu denen bekannt, die da wissen, daß gerade dieses Gebiet auch sehr vielen Kantoren eine terra iiicogmla ist. Und aus diesem Grunde heraus ist es dankbar zu begrüßen, wenn ab und zu derartige Veröffentlichungen stattfinden. Dem Blumenthalsehen Werke sei hiermit der Wunsch mit auf den Weg gegeben, daß es krall seines ausgezeichneten Inhalts eine weite Verbreitung finden möge. Jede Gemeinde ist imstande, ein Exemplar zu erwerben. Es kostet IXU-- M. und ist bei Fräulein 01 g a B 1 ii m e n I h a 1. Köln. Beelhoveustr. 17. zu haben. Obcrka.nlor II c riiiaim Zivi. Elberfeld. Geschäftliche Mitteilungen. Die Kant-Lichtspiele bringen in ihrem Theater, zrautkratze 54, in Charlottenburg, ab 11. Mai den Lchrldfrant- Film „Seine Löhne"' zur Aufführung. Vom 21. bis 27. Mai gelangt das gleiche Stück auch in dem Film-Theater am Kurfürstendamm 25 zur Aufführung, das unter derselben Direktion steht. Tie Direktion hat in beiden Theatern durch Normierung änderst niedriger Eintrittspreise den Besuch wesentlich erleichtert. Oer tote Jucke. Von Doris W i t i n c r. (Forts.) Nachdruck vcrlmUiU. — Copyright \»y Orethlciu Är Co., Om. i>- U„ U<iipL>8- Dem gewitzten Menschenkenner, der mit Fürsten, 8chnorrern, Händlern und nicht zuletzt mit Frauen — Umgang zu pflegen gewohnt war, hatte die Wahrnehmung nicht entgehen können, daß die beiden jungen Damen, trotz aller gebotenen Zurückhaltung, dem Gespräch in durchaus verschiedener Weise gefolgt waren. Cora Per» war bei den Nachrichten ihres Vaters von Napoleons ruhmreichen Taten und den damit verbundenen Fortschritten in der Befreiung der Juden, die ihren eigenen, zuvor geäußerten Ansichten und Hoffnungen nur Bestätigung zu künden schienen, wie von heimlicher Freude überglänzt worden. Und als der Vater alsdann seine volkserzieherischen Grundsätze offenbarte, war du; Tochter wie überflutet von einer Flamme enthusiastischer Anteiliiahme. Anders, sehr anders Judith Pereira, diu verführerische Halbjüdin mit den trägen Bewegungen ihrer maurischen Mütter und Ahnen. Das Desinteressement, das sie gemeinhin für spezifisch jüdische Streitfragen gej flissentlich zur Schau trug, wurde im Hause der Freunde j nur durch dünne Schleier der Höflichkeit milde verhüllt.; Einen Sonnino aber täuschte diese durchsichtige Verschleierungstaktik nicht. Er sah hinter dem Flor scheinbar verständnisvoller Zustimmung (solange die Alten gegenwärtig waren; wenn Judith mit der Base und dem Venezianer allein war, ließ sic selbst diese wohlfeile Maske fallen) die Gleichgültigkeit der üppigen Marannen- Enkelin allen rein jüdischen Angelegenheiten gegenüber, zugleich aber auch eine begehrlich-unlautere Neugier jener großen, n i c h t jüdischen Welt gegenüber, in der die Kriegshelden, die Politiker und ihre Frauen, deren Namen über den Erdkreis flogen, entscheidende Rollen spielten. — Wohl wußte Sonnino, daß Judith im Hause ihres Vaters, Benjamin Cerf Pereiras, eines der vermögendsten und angesehensten Juden der batavischen Republik, die die Gleichstellung ihrer jüdischen Mitbürger am ehesten und gründlichsten gewährleistet hatte; daß Judith Pereira in ihrem fürstlichen Hause zu Amsterdam schaltete und waltete wie eine verwöhnte Prinzessin des Ostens. Aber er wußte auch, oder vielmehr; er fühlte es an dem Gleichklang ihres Blutes, daß diese Judith, so viel sie haben mochte, dennoch nach mehr begehrte, daß sie aus sich heraus, über sich empor verlangte; daß es sie gelüsten mochte, eine zweite Madame Recamier zu werden oder wenigstens nicht hinter den Baroninnen Arnstein i:r.d Eskeles zurückzustehen, in deren Wiener Salons Europa aus- und einging. Wie in einen gläsernen Schrein, in dem man heikle und zerbrechliche Dinge ängstlich und vorsichtig ausstellt, so sah Sonnino plötzlich in die von heimlichem Ehrgeiz verzehrte Judith hinein. Er, der niedrig geborene Sohn des entehrendsten, jede Menschenwürde und Scham höhnisch erstickenden, schmutzigsten und berüchtigsten Ghettos von ganz Europa — in die selbstgefällige, umschmeichelte Patrizierstochter, in deren Blut der höchste Adel Judas mit dem Stolz der iberischen Halbinsel zusammenfloß. Und auf einmal kannte David ben Sonnino auch seinen eigenen Weg, sein eigenes Ziel. Sie würden den Namen — Judith Pereira tragen. Hindernisse? Unmöglichkeiten? Die mochte cs geben für die Kleinmütigen, Schüchternen, ihres eignen Unwerts sich Bewußten, aber nicht für Einen, der aus der Judengasse Venedigs Schritt für Schritt emporgesfiegen — manchmal auch — empor gekrochen — war bis zum unentbehrlichen Berater eines deutschen Fürsten. V i - guren auf einem Schachbrett! Sie nach seinem Sinn zu lenken, ihre Züge zu befehligen: das war seine Kirnst gewesen, war das Geheimnis seines jähen Aufstiegs. Und würde es bleiben. Nur die Figuren würden wechseln. Seine Leidenschaft, sie hin- und herzuschicken nach eigenem Gutdünken, würde niemals erlöschen. Königin aber würde — dank der Eingebung einer ihm abholden, mit Demütigung bis an den Rand gefüllten Stunde — fortab Judith Pereira heißen. Sie matt, zu setzen, würde David Danielo ben Sonnino fürder kein Leben zu lang erscheinen Und mit der schwülen Eindringlichkeit seiner runden dunklen, sammetweichen Kugelaugen zog er au-'cnblicks Judiths Aufmerksamkeit auf steh, trank ny das We^en des ihm fremden Weibes mit allen Fibern und Sinnen ein. Und hatte die Genugtuung, Judith plötzlich, scheinbar unvermittelt und unmotiviert unruhig werden zu sehen. Auch die Frau hatte die freunde Kraft erspürt, die an ihr zerrte, die willens schien, sich ihres Blutes und — in ihm beschlossen — ihres Schicksals zu bemächtigen. Ein stummer Zweikampf war plözlicb in dem Raum entbrannt, um den niemand ahnte, außer den Kämpfenden selbst Als darum Mardochai Israel Sonlheiraer und Abraham Furiado sich jetzt erhoben und Sonthcimcr — als der Hausherr — mit einer höflichen Geste selbst gegen der» — unliebsamen Gast noch gewendet — in artigem Ton äußerte, wie um Gewesenes auszustreichen und auszugleichen: „Nichts für ungut, Herr Fmunzral, wenn in so bewegten Zeiten auch die Geister gelegentlich stürmisch auf einanderprallen! Zum Nachtessen hoffe ich noch einmal auf das Vergnügen, Ihre Gesellschaft ruhiger und friedlicher zu genießen. „Du, meine Perl,“ — und liebevoll strich er über der Tochter Haupt — „sorge unterdessen für das Wohl unserer Gäste; — Freund Furiado und ich, wir haben noch einiges miteinander zu besprechen! — Also auf nachher, meine Freunde und werten Gäste!“ I Damit hallen die beiden Männer das Gemach vo- 1 lassen; Perl Sontheimer aber schickte sich an, au! des Vaters Geheiß häusliches Werk zu schaffen. Und es schien, als lagerten auf ihrer weißen, edelgeformten Jungfrauenstirn, während sie dergleichen tat, die Träume der historischen Stammutter Rahel, die zweimal sieben Jahre also schaffte und werkte, ehe ihr Frauenschicksal sich erfüllen durfte. David ben Sonnino indes wandte sich mit seiner verhangensten Stimme, die schwüle und schwere Geheimnisse, sowie eine latente Sinnlichkeit lockend zu bergen schien, an Judith Pereira und fragte in scheinbarer Ergebenheit: „Paßt es der Demoiselle, so könnten wir noch ei« wenig im Garten promenieren, und ich erzähle der Demoiselle bei der Gelegenheit einige Kuriosa „aus den Zirkeln der Berliner „bureaux d’csprit“, die ja, wenh ich nicht falsch verstand, die hohe Ehre genießen, das Interesse der Demoiselle Pereira zu erregen? Ich batte kürzlich, bei meinem lezten Aufenthalt in Berlin, Anlaß, der Madame Herz ebenso wie der Demoiselle Lewin — pardon: Robert — meine Aufwartung zu machen und habe in diesen Häusern alle die großen und berühmten Gojim kennentfelernt, von deren Ruf die deutschen Lander augenblicklich widcrhallen. Vielleicht, daß die Demoiselle Pereira sich amüsiert über die komischen Gerüchte, die dort Von Mund zu Mund gehen?“ Und wieder lagerte das lauernde Fragen um die vollen Lippen des schlauen Venezianers. Er wußte, womit die hochmütige Judith ins Netz zu locken war. Er war als hartnäckige Meute schon hinter anderer Beute hergewesen und hatte — eine jede noch zur Strecke gebracht. Aber auch Judith Pereira war in der Kunst der Verstellung wohl erfahren. Und darum t.ru<* sie jetzt (nicht n u r ihre untadeligen Base Perl zu Gefallen) ihre gleichgültigste, kühlste Miene zur Schau (obzwar Neugier und ein eigentümlicher Sinnenschauer all ihre Nerven seltsam vibrieren ließ), als sie mit einem Sonnino aufreizenden „Dedain“ in der Stimme erwiderte: „Mir mag cs recht sein, Reh David ben Sonnino“ (wieder die verdammte Anrede, statt des ihm zukommenden Titels. „Aber warte nur, hoffärtige Judith, warte nur, auch d i r wird das Stundenglas anzeigen, wann es heißt: den Kopf hoch tragen oder ihn in den Staub beugen; tiefer, immer tiefer“ . .) „da Perl ohnedies itu Hause zu rüsten hat, mehr oder minder willkommene Gäste zu bewirten“ (noch ein Hieb; auch er wird nicht ohne Parade bleiben) „so müssen wir uns ja sowieso wohl auf eigene Rechnung und Gefahr vergnügen. Wenn Ihr mir also Unterhaltsames zu berichten wisset, so werdet Ihr eine geduldige — und je nach Eurer Kunst der Erzählung — sogar eine aufmerksame Zuhörerin finden. Aber Ihr habt recht: wir wollen zu diesem Zweck den Garten aufsuchen mit seinen Kieswegen und den bunten lulpcn, die wir aus den Generalstaaten hier erst eingeführt haben. Ich weiß nicht, aber mir erscheinen die Stuben in deutschen Häusern immer eng und dumpf; auch wenn sic es nach Größenmaß, Höhe und Licht vielleicht gar nicht sein mögen.“ „Und mich dünken die von Dir gerühmten Tulpen, die Ihr so gütig wart, uns zum Geschenk zu machen, immer töricht, aufgeblasen und dumm. Sie wollen mir stets als Sinnbild für innerlich hohle, aufgeblasene, mit falschen Farben prunkende Menschen erscheinen. Außerdem stört mich, daß sie immer in Reih und Glied stehen; ähnlich den Söldnern, die so marschieren, wenn der Befehl eines Uebcrgeordnet.cn an sic ergeht. Sie öffnen und schließen sich auch mit soldatischer Pünktlichkeit. Und zu alledem haben sie keinen Duft. Und so etwas soll man Blumen nennen. Das süßeste Gnadengeschenk der Natur. Ich weiß nicht, aber ich muß immer an Disziplin und D ill denken, wodurch man die reizenden Gottesge^chöpfe flirfiAi eigentlichen Wesen entfernt und entfremdet. Es ist ebenso, wie wenn man mir mein lebendes Herz aus der Brust reißen und an seine Statt einen steinernen Block legen wollte. Diese Tulpen — so scheint mir wenigstens 7— haben die Seele der Blume, den Duft, verloren und dafür einen äußeren Vorzug eingehandelt: nämlich Haltung. Verzeih, Judith, wenn ich Euer gewiß sehr kostbares und wohlgemeintes Geschenk nicht nach dem Willen det Geber zu würdigen vermag!“ — (Fortsetzung folgt.) IH! Unsere Rätsel-Ecke Kreuzworträtsel. Wagerecht: 1. Bibl. grauen gestalt; 4. Ltammivatcr; (>. Gottesoerehrung; 7. Behälter; 0. Lohn von 4; 11. ,ydt; 12. .summ in her Schweiz; 14. Hiilserttritcht; 15. weibl. Vorname; 17. biblisches Land; 18. Metall; 21. Brotfrncht; 22. Teil des Gesichts; 2-2. jüdisches Wort! für Vater. | Senk r e ch r : 1. Bit)rischer König; 2. Pflanze;! -!. Seesäugetier; 4. weibl. Vorname; 5. gemahlenes Getreide; 8. biblischer .Vönig; tu. Gebetbuch; 11. Wind- I richtung; 12. Gemahlin Aatobü; 10. was das Judentum sein soll; 17. hebräischer Prophet; 18. Säuglings' Pflegerin; Iß. .Nenn,reichen des frommen Juden; j 20. ,>lnü im •vmv,', oder weiblicher Vorname. s.! Auflösung der Rätsel vou voriger Nummer: i Ä n f I ii | it u g : Hiob — Hieb. Am 16 Mai wählt Liste 21