Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-04-23 · 17 (23.4.1926) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
17 (23.4.1926)
Date
1926-04-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2613366-2613841-2613858--1778-2619176
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

¥ 6. Jahrgang Nummer 17 Beilage 23. April 1926 Aus den Gemeinden Berlin. IW egg ang von Rabbiner Dr. Gott» schalk.» Rabbiner Dr. Gottschalk, der bisher an dem „Friedenstempcl" im Berliner Westen amtierte, ist als Religionölelirer nach Frankfurt a. M. berufen worden. Dr. Gottschalk hat seine Studien auf der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin absolviert, war dann Rabbiner in Könitz, Wcstpreußen, wo er den nach Berlin berufenen Rabbiner Dr. Weyl ersetzte und folgte dann einer ehrenvollen Berufung an die Brüdergemeinde in Posen als Nachfolger des bekannten Historikers Prof. Dr. Bloch. Als die Provinz Posen polnisch geworden war, übcrsicdclte Dr. Gottschalk nach Berlin. Berlin. lK a n t o r c n f o r t b i l ö n n g.s In der Zeit vom 4. bis 25. Juli veranstalten die Unterzeichneten Oberlantoren der Jüdischen Gemeinde in Berlin einen Fortbildungskirrins. der sich ans die Gestaltung des Gottesdienstes wahrend des ganzen Jahres erstrecken soll. Ter Lehrplan umfaßt folgende Unterrichtsacgenständc: Bortragskunde des traditionellen EhgsonnS sowie des modernen Kantorats. Hierbei soll möglichst ans die verschiedenen Riten Rücksicht genommen werden. Stimmbildung. Borlesungen über Musikästhetik und Geschichte der gesamten religiösen Musik. Dinim und Minhvgim sowie andere wichtige hebräische Momente für den Beruf sollen eine eingehende Würdigung erfahren. Außer den Unterzeichneten wirken ein Rabbiner und ein Musikgelchrter. Der Unterricht wird von Sonntag bis Freitag in vier Vormittagsstunden erteilt. Die Teilnahme am Kursus ist unentgeltlich. Für Aufenthalt und Rciie jedoch müssen die Teilnehmer Sorge tragen. Nach Maßgabe der verfügbaren Geldmittel iverden hierfür Zuschüsse erteilt. Die Gemeinden werden dringend gebeten, ihren Kantoren nicht nur den Urlaub für die Teilnahme, sondern auch einen materiellen Zuschuß zu gewähren. Schriftliche Anmcldunacn sind bis spätestens Mitte Juni an einen der beiden Unterzeichneten zu richten. Ohne vorherige Anmeldung ist die Teilnahme nicht gestartet. Soweit es erwünscht ist, wird für Unterbringung und Verpflegung Sorge getragen. Felix Asch, Berlin W->>, Schwäbische Straße iß. Maann s Davids o h n , Berlin W 15, Knciebeckstr. 41. Berlin. f,v ü n f z i g ß e v G e tut r t s r a a.« Am 2!. April vollendete Herr Fritz (s o e tz . Ehcsredaltenr der „Boiii'chcn Zeitung", hervorragendes Mitglied des Reichsbnndcs jüdischer F-rotusoldaten. sein 5n. Gebensiahr. Berlin. l.F ü d i s ch e 2> czitatvr i n.s Johanna Mener^ die außer ihrer rczitgrorischen auch eine pädagogische Tätiglrst ansüöt. übernimmt die zeitgemäße Weiterbildung junger Riädcheu durch literarische Zirkel und Vorbereitung aus den Besuch von Knnststätten. tWcimar.) Anfragen: Uhlaud A Eassol. ((£• i u g r m e I u d u n g.j Das preußische Staat-sministcrium hat durch Beschluß vom 12. Februar 1026 die Zuteilung der in der cingemeindekcv vormaligen Landgemeinde Kirchditmold und in den Gemeinden Harleshausen. Ihringshausen. Nieder- und Obcrzwehrcn. Waldau und Sandershguscn im Landkreise Eaüel wohnenden Israeliten Mr Synaaoacngemcindc Eanel bestätigt. Casfct. lB v m G c m c i n d c v e r e i n.s Der Israelitische Gcmeindeverein hielt letzten Sonnabendabend eine Mitgliederversammlung ab. Rcchisanmalt Lcivinsvhn erstattete Bericht über die vom Perein zu den innerhalb der Gemeinde angeregten Fragen unternommenen Schrille. Die früher als wünschenswert bczeichnetc Einrichtnna eines gemischten Chores ist trotz des Votums der meisten Gemeindcmitgliedcr aus Gründen lokaler Natur nicht zur Tatsache ge worden. Der Plan soll aber weiter einer baldigen Verwirklichung nahegebracht werden. Durch die seit kurzem hier ge schasscne Einrichtung eines Kpnmtorinms wurde die Drage der Behandlung und Bestattung der auf Wunsch eingeäscherten jüdischen Leichen erörtert. Seitens des t^emcindevorstandes iß eine grundsätzliche Rcgeluna dieser Angelegenheit bereits erfolgt. Den Interessen und Bestrebungen des Turn Vereins Bar Kvchba wurde weitgehende Fördernng zugeiagt, wie auch Rechtsanwalt Dr. Kotzeußein namens der Gemeindevertretung die erbetene finanzielle Nntcrstntznna für den Verein in Aussicht stellen tonnte. Gin informatorischer Bortrag des Vorsitzenden Tr. H erzbcrg über die Bedeutung sportlicher Ertüchtigung kür die jüdische Jugend wurde zurückgcstellt. Die Vorstandswaht ergab durch Zn.t ruf die Wiederwahl der statutengemäß ausscheidenden Mitglieder. Der Vorsitzende machte in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied des Komitees für die Errichtung eines jüdischen Museums auf die auch von ausivärtigen Gönnern bereits tatkräftig unterstützte Sammlung aufmerksam und erbat die Mithilfe aller Geineindeinitglteder zur würdigen Ausstattung des Unternehmens. Eine durch Z,eitungsnotizcn und Eingcsandtes veranlaßtc lebha'te Polemik über Separa tionsgcfahren innerhalb der Gemeinde, die in Wirklichkeit nicht bestehen, wurde mit der Erklärung beendigt, daß anw der Gcmcirideverein gegenüber dem Sturme im Glase Wasser die erforderliche Wachsamkeit bewahren werde. Iobannisbnrg. iE i n b r n ch in die S n n a g o g. e.l Im Tempel der Snnagogcngemeinde ist ein Einbruch verübt worden. Der Einbrecher hat sich mittels einer Leiter und nach Eindrücken einer Fensterscheibe Eingang o-eichas't und die Liebesgabensammluna entwendet. Der Täter konnte trotz Verfolgung der Spur durch den Kreispolizeihund bisher nicht ermittelt werden. Leipzig. tH a n d w c r k e r t a g n n g.) Der siebente 'Verbandstag dcS Zentralvcrbgndes jüdiichcr Handinerler Deutschlands iSitz Berlins findet am Al. und "1- G2ß in Leipzig statt. Tie Tagung wird durch eine Festsitzung eingelcitet werden. Außer den üblichen Grschästsbertchtcn werden die Herren In Kahn-Iranlsurt a. M. und Alired Muskatblatt-Lcipzig über „Erziehung zum Handwerk" referieren. Moringen. lT o d des G c m e i n d e n o r st c h er s.» Im 82. Lebensjahre verstarb der Vorsteher der hiesigen Gemeinde, Hcrmaitn Jakobs, nachdem cs ihm wenige Monate vorher noch vergönnt war. mit seiner (Gattin das Fest der goldenen Hochzeit zu begehen. Die Gemeinde beklagt den Heimgang ihres verdienstvollen Führers. der stch für den Fortbestand und die Erhaltung des Gemeinwesens mit besonderem Eifer eingesetzt bat. Daß der Verstorbene sich auch im allgemeinen hoher Wertschätzung erfreute, bewies die starke Beteiligung ans allen Bevölkernngskretscn des Ortes bei der Beisctzungsscier. Oberstedten. lG e n e s n n g S h c i m.j Aufana Mai ivird das Genesungsheim der Kaiknstistirng in Oberstedten wieder eröffnet. Meldungen erholungsbedürftiger Israeliten beiderlei Geschlechts sind unter Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses an Fräulein Eilly Epstein. Frankfurt a. M., Lange Straße 30, zu richten, wo auf Wunsch gern« jede weitere schriftliche oder mündliche Auskunft erteilt wird. Schwabach. (Amtsjubiläum.) Am 11. April konnte Herr Distrrktsrabbiner Dr. S a l o m o n M a n n e s aus eine 25jührige Tätigkeit als Seelsorger in hiesiger sowie in den zum Distrikt gehörigen neun Knltusgemeinden zurückblicken. Seitens des Stadtrates, der beiden Dekanate, der Schulbehörden. des Verbandes Bayerischer israelitischer Gemeinden, vieler seiner Amtskollcgen sowie vieler Freunde und Gönner wnrden dem Jubilar Glückwünsche zuteil. Schweinfnrt. tRabbiner Dr. Stein 60 Jahre.j Rabbiner Dr. Stein. Schweinfnrt. Mitglied des Rates bayerischer israelitischer Gemeinden, beging kürzlich seinen 60. Geburtstag. Dr. Stein hat am Hildesheimer Rabbiner- Seminar ilnd an den Universitäten Berlin und Wür.tzburg studiert. Seit 35 Jahren ist er als Rabbiner von -Schmcinfitrt tätig. West heim b. Haßsurt. tS v n a a o g e n e i n st u r z.j Unter weithin hörbarem Krachen stürzte hier die alte leerstehende Synagoge neben dem katholischen Pfarrhaus in iich zusammen. Eine benachbarte Scheune wurde nicht unerheblich dabei beschädigt. Witten. (C»i vldcue H o ch z e i t.s Am 24. dieses Monats beacht der Vorsteher der Synagogeugeinciude Witten, Herr itzcorg Blank, mit seiner Gemahlin das seltene Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar, weit Über den Kreis seiner Gemeinde als Mitorganiiator aller Wohliahrtseinrichtnnaen Westfalens wohlbekannt, ist ein überzeugungstrcncr liberaler Jude. Ihm war echte Frömmigkeit niemals an starres Dogmentnm und abgebrauchtes Zcreinoiiicll gebunden, weshalb er allzeit für Anpassung religiöser Erscheinttnasformett an die Bedürfnisse der Zeit mntia eiugetreten ist. Möge ihm mit seiner gleichgesinnten Gattin noch ein langer glücklicher Lebensabend beschicdcn sein! iS! Lersammlrmgskalender fff j <W 4» 5 @V0 ♦ Brr litt. 12 i b c v a I e S n n a g o g e A' o r d e u.) Schönhauser Allee 102. —- Au er baltisches Waisen ha ns. Gottesdienst: Freitag, den 23. April, abends 7!« Mir, Predigt: Sonnabend, den 2-1. April, früh 10 Uhr. Berlin, l I ii d i i ch - li b c vale v F u g e tt d v e r e i n.j Wir bitten Sie, uns den Beitrag für das zweite und dritte O.nartal 1026 ans das Postscheckkonto Nr. 0086 der Frau Margarete Lichtenstein für den Jüdisch-liberalen I'ugendvcrcin cinznienben. Bis zum 1. Mai nicht cingegangene Beträge werden wir uns erlauben, per Nachnahme cinzuziehcn. Heinz Lichtenstein. Kassenwart. Breslau. sF ü d i s ch - l i b e r a l e r I n g e n d v e r c t tt ,.A b r a h a v.r Geiger".) Der erste TageSausflug findet Sonntag, den 2. Mai, „Rund um den Zobten" statt. Treffpunkt 8.'> Uhr früh vor dem Nordhotcl. Abfahrt 0 Uhr Hauptbahnlws. Sonntagsfahrkarte vis Srroebel hat jeder Teilnehmer selbst zu lösen. Führung: Ludwig Freund, Reudorsstr. 37: Telephon: Stefan 33 320. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Musikinstrumente mitbringen. Ter Ausflug findet bei jeder Witterung statt, Frankfurt a. M. <I ü d i s ch - l i b c r.«r l c Fu gend - a c m ü i » i ch a s t.l Wir machen nochmals aus die für Sonntag, dcg 2. Mai d- I. geplante gemeinsame Fahrt nach Worms aufmerksam. Herr Prof. Hülsen hat sich liehenswürdigcrtveise bcreiterklärt, die Führung in Worms zu übernehmen und die hauptsächlichsten Sehenswürdigkeiien zu erläutern. Wennschon der Name dieses kunstverständigen Führers für das iüclinaen der Beranstaltung bürgt, so kommt noch hinzu, daß sich auch Herr Rabb. Dr. Holzer in Worms für einen Teil der Führungen zur Verfügung gestellt liai. Herr Loacnvräsidcnt Kiefer. Worms, hat ferner zngesaat. daß der Wormicr Logcniaal zu einem aemütlichen .',it>ammei'?ein uns nach den Führnngcn zur Verfügung steht, io daß wir einen genußreichen Tag erwarten können. Die Heidelberger Ortsgruppe des Ili hat sich übrigens uns angeichll-ücn und wird am gleichen Tag nach Worms kommen. Wegen Fahrveisermäßigung u>w. werden rechtzeitige Anmeldungen 'oiort an Herrn Mar Gnndcrs-heim, Hcrmannstratze 5. schriftlich erbeten. *m++4*+**+++4+0+t+<>40'>++4+++*<>*+++***‘>+*4**4*+*+***4**4*4* | ff I Spreäisaal j ff \ Von der Lage der Erwerbslosen. Wem hat Hc^r Hein; Leon mit seinen Ausführunge". unter obiger Spitzmarte im Sprechsaal der Nummer 13 die'er Zeinnia 2'utzen bringen tvoiien'-' Vermutlich den iüdiichen Ertverbslosen. Und doch, geliorce ich zu diesen bedaucrnswcrtcu Aienscheti. ich würde gegen seine im zweiten Teile seines ..Eingesandt" av.igestelltcn Thesen mst der gleichen Entschiedenheit protestieren, mit der ich als Arbeitgeber gegen den ersten Teil seiner Anssuoriingen 'Widerspruch erheben muß. 1. Es gibt leinen Arbeitgeber, der ohne Not bzw. ohne ausreichenden, in der Gegenseite liegenden 2lnlaß überhaupt einen Eingestellten aus die Straße setzt, ge'chweige denn einen jüdi'äwn oder gar ctncu solchen ijüdiscbcn oder nichttiidtschenj Angestellten, der ..jabrzchntclaug seine Kraft, sein ganzes Leben einem GefchäftsbetrieHe" gewidmet hat. Ich sage, „ohne Not"! Um so zahlreicher sind allerdings diejenigen Fälle, in denen alte Angestelltenverhältnisse gelöst werden müssen, weil die 9kot es erfordert, ja es schon längst erfordert hätte. Wer täglich aus den Kreisen seiner Abnehmerschast die leider nur allzu bekannten Rundschreiben erhält, mit denen sich alte, auf eine ruhmvolle Vergangenheit zurückblickeuöe. vor einem Jahre noch kreditwürdige Firmen für zahlungsunfähig erklären, und wer sich dann weiter der Mühe unterzieht, die Gründe für diese Zusammenbrüche zu erforschen, der wird fast immer ans das gleiche Bild stoßen: Umsatz. Gewinn und Kasseneingänge sind seit Beendigung der unseligen Inflation erheblich kleiner geworden, nicht kleiner geworden dagegen sind die Unkosten, ein Umstand, der den Zusammenbruch teils hcrbeigeführt, teils beschleunigt hat. Die Wirtschastskrisis hat einen noch nicht dagcwcsenen Umfang angenommen, sie kann nur überwunden werden, wenn Handel, Gewerbe und Industrie den Mut anfbringen. die in so kühnem Wagemute während der Inflation eingeleitete Expansionspolitik rücksichtslos ab-- znbanen. Dazu gehört, neben schärfster Disposition im Einlänf. neben persönlicher Sparsamkeit und fleißiger Arbeit, vor allein die Ausmerzung aller ttberflüssigen Unkostenpositionen. So schmerzlich das für den zur Entlassung kommenden einzelnen Angestellten ist. so wichtig ist es für dte Allgemeinheit, zu der die Angestelltenschaft gleichfalls gehört. Je früher ans diese Weise durch Ueberwindung der Krise eine Ankurbelung der Wirtschaft möglich wird, um '» eher erfolgt die SUücffeör zu normalen Verhältnissen, unter denen allein der tüchtige Angestellte sein Brot finden kann. 2. Soweit der Protest des Arbeitgebers gegen die un« bcgriittdeten Vorwürfe des Herrn Heinz Leon! Wenn Herr Levy nun aber weiter nnverständlicherweisc auSsührt. es sei unjüdisch. Glaubensgenossen brotlos zu machen, aber es heiße gar. dem ganzen Judentum eine» nie wieder gutzumachendcu Schaden zu fügen (also der Komparativ), wenn man christliche?lngcstettte entlasse, so ist es nun Sache der jüdischen Angestellten, hiergegen energischen Widerspruch zu erheben. Ich nehme natürlich nicht an. daß Herr Levy bas beabsichtigt hat, aber cs ist zweifellos, daß sein Appell an die Arbeitgeber im Effekt so gedeutet werden muß: ..Zwar sollt Ihr überhaupt keinen Angestellten entlassen, auch wenn Euch die Spesen zugrunde richten. Könnt Ihr aber die Ent-- rassnng nicht vermeiden, sv übt sie eher dem jüdischen als dem christlichen Angestellten gegenüber aus: denn der entlassene christliche Angestellte vergrößert das Heer der Haleukreuzler uttb stärkt somit die antisemitische Bewegung." Ich bestreite, daß die Entlassung einen nicht antisemitischen christtichctt Angestellten in eilten antisemitischen verwandelt. Tritt jedoch in der Tat ein entlassener christlicher Angestellter in die Reihen der Hakenkreuzler ein. so hat er schon längst, der Gcsinmtng — und vielleicht auch der heimlichen Betätigung — noch, dahin gehört, und er hätte schon früher aus dem Betriebe des indischen Arbeitgebers entfernt werden müssen. Psaßgebcnd für die Entschlüsse des Arbeitgebers können aber derartige Erwägungen in keinem Falle sein. Ich möchte meinerseits folgenden Appell an die Kreise non Handel. Gewerbe und Industrie richten, und ich glaube, damit allen Bcteiltaten, auch der Angcstelltcuichgst, ohne Unterschied der Religion, besser zu dienen als Herr Levu. dessen Aussührnngen nur geeignet gewesen sind. Vennrrchignng und Widerspruch hervorzurusen: „Suchet die Euren Betrieben durch die Krise drohende Gefahr unter ändert« dadurch zu bannen, daß Ihr die Spesen verkleinert, sonst brecht Ihr zusammen und tretet auch Eurerseits in die Reihen der Erwerbslosen, zugleich andere Betriebe tnit Euch reißend. Soweit Angestelltenabbau hierzu ersvrdcrltch, versuchet. Euer Ziel zunächst durch Verkürzung der Arbeitszeit zu erreichen. Es ist besser, alle dtngestclltcn gleichmäßig ans die Hälfte ihrer bisherigen Bezüge zu setzen, als einen Teil von ihnen gänzlich brotlos zu machen und den attdcrcn Teil tm Vollbesitz seiner Einnahmen zu lauen. Ist aber guckt Hg?, nicht dnrchzusühren. io verfahret bei der Ausnuihl der zu entlassenden Angestellten nur nach dem Gesichtspunkte: „Eichlia und znverläina oder nickt:", ..Familienvater oder ledig", „lange Jahre oder fitric Zeit tätig", und roj~ct die Frage: ..indisch od'r! nichkfüdi'ch lticrbcj außer acht, nicht zuletzt im Interest'e des Judentums, dem die Sralten d'cier Zeitung ge-! widmet und."! Breslau. Fritz Warschauer. leckniscke Modelle für Ausstellungen, Museen und Erfinder Erich Bürberg, Berlin SW 61 Inh: Dipl.-Ing. Kurt Gerson Gitschiner Straße 107, Amt Dönhofi 7760 Eigenes Konstruktionsbüro / Mechanische Werkstatt Chemisch-technisches Laboratorium CXHXDDQDDOXlDna[XDODDDDaaoaDaaDGDaaDDDDO l

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.