Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 6 (1926)
- Issue
- 15 (9.4.1926)
- Date
- 1926-04-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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»Mer und bescheidener Mensch. den lieb gewann, wer immer ihm nabetreten dürste. — Eine schlickte Schulentlassung leitete, sich in ikrem Verlauf wt Abschiedsstunde wandelnd den jeder öffentliche« freier abgeneigten Mann ins Privatleben hinüber. ES war nickt nur die dem feinfühligen Menschen eigne Scheu vor Umiubelung, die ihn Jakob LöwenbergS. des 70jährigen Dichters, gedenken Metz. Indem er daS Bild dieses deutschen Juden formte, umgrenzte er Weg und Ziel deS eignen Wirkens für Deutschtum und Judentum. Aus beiden Quellen Kraft empfangend, schuf Coblenz an sich und -er Jugend. Immer noch strömt ihm. dem Iunggebttebenen, diese Kraft lebendig zu. Er wirsie. wie bisher, zur Harmonie einen, und dem Menschenkreis weitergeben. der ihm in Treue zugetan ist. Leipzig. sA rbe i ts l o s e n d e m o n st rat i o n.) Der „Neuen Leipziger Zeitung vom 2. April entnehmen wir folgende Notiz: Am Donnerstag morgen gegen 349 Uhr kam es in der Löhrstratze vor und in dem Hause der Israelitischen Religionsgemeinschaft zu heftigen Lärmszenen. Jüdische Arbeitslose. in der Hauptsache Polen und Galizier, forderten die Auszahlung der bisher von der Gemeinde ans freien Stücken gewährten Unterstützung, trotzdem ihnen feit etwa einer Woche bekannt war, -atz die Unterstützungsgelder abgebraucht und weitere Summen nickt bewilliat sind. Die Gemeindeverwaltung nahm polizeiliche Hilfe in Anspruch. Einem größeren Polizeiaufgebot gelang es schnell, die Ordnung herzustellen. Hierzu wird uns mitgeteilt: In Leipzig halten sick zur 'Zeit etwa 150 erwerbslose Israeliten uichtdeutscher Staatsangehörigkeit auf. die von der Stadt keine Unterstützung erhalten. Die Israelitische Religionsgemeinde hatte sich der notleidenden Glaubensgenossen in hochherziger Weise angenommen und 20 000 Mark ausgeworfen. die zur Unterstützung dienen sollten. In einer Gemeindesitzung am 32. März dieses Jahres erklärte der Vorsteher Dr. Goldschmibt die uneünstige Lage der Gemeinde. Die Gemeinde müsse zwar ihren übernommenen Verpflichtungen Nachkommen. für die Zukunft habe iedoch jede Ausgabe, die nicht unbedingt sein müsse, zu unterbleiben. Auch WvbltätigkeitSausgaben müßten zurückgestellt werden. Israelitische Arbeitslose. die sich bei der Gemeindesitzung als Zuhörer befanden, brachten einen Antra" ein, man möge die Arbeitslosenfrage auf die Tagesordnung setzen oder einen Ausschuß mit deren Erörterung beauftragen. ZSährend der Aussprache drang eine große Anzahl Erwerbsloser mit Gewalt in den Sitzungssaal. Es entstand ein ungeheurer Tumult, der sich erst nach geraumer Zeit legte. Nack dieser Sitzung war in der Zahlstelle der Israelitischen Neligtonsgemeinde in der Löhrstratze durch Ausbang bekanntgegeben worben, datz Unterstützungen an Erwerbslose nicht mehr zur Auszahlung gelangen könnten, da Mittel hierzu weder vorhanden, noch von den Gemeindemitgliedern neu bewilligt worden wären. Trotzdem dies den Erwerbslosen bekannt war, versuchten sie am Donnerstagmorgen die Unterstützung abznhoben. Auf di« mündliche Erklärung, datz kein Geld vorhanden sei. kam «8 zu den eingangs erwähnten Lärmszenen. Um di« Erwerbslosen für die kommenden Feiertage nicht gar» aufsitzen zu lasten, bot die Gemeinde für Unverheiratete eine einmalige Beihilfe an Lebensmitteln, für Verheiratete die Hälfte der bisher zur Auszahlung gelangten Unterstsitzungssumme. (Unverheiratete Erwerbslose hatten bisher 10 Mark. Verheiratet« 18 Mark und für jedes Kind 2 Mark bis zum Maximum von 22 Mark wöchentlich erhalten.) Die Erwerbslosen erklärten sich mit der gebotenen Beihilfe nicht einverstanden und bestanden auf der Weiterzahlung der Untersiützuugsflltze. Es wurde dann eine Versammlung im Lokal -er jüdisch-sozialdemokratischen Arbeiterorganisation „Poale- ,ßton*. Löhlstratze 11, abgehalteu. Da ein größere- Polizeiaufgebot di« Umgebung des Israelitischen Gemeindeamtes sicherte, verliefen di« weiteren Kundgebungen ohne Zwischenfall. Bad Salzuflen. (Jubiläum.) Der Vorsteher -er hiesigen Gemeind«. Herr Silberbach, konnte in letzter Woche seinen 75. Geburtstag begehen, an dem die Gemeindeangehörigen den lebhaftesten Anteil nahmen. In Würdigung der besonderen Verdienste, di« sich der trotz seines hohen Alters rüstige Herr um die Gemei-deinteressen und die Ausrechtevhaltung des Gottesdienstes auch durch die eigene Betäti-- gunug als Vorbeter erworben hat. war ein Feftgoltesdienst veranstaltet worden. ff j Aus der Bewegung J|f| Berlin. (Liberaler Synagoge »verein Norden.) Der vierte Gemeindeabend des liberalen Synagoaenvereins Norden in der Aula der Königstädtischen Oberreal» schule, am 25. März, war stark besucht. Herr Rabbiner Dr. Salomonski sprach über das „Moderne indische Eheproblem": das Thema löste allgemeines Interesse und großen Beifall aus. Gesänge des Synagogenchoreö unter der Führung seines Dirgenten, des Herrn Max Cohn. Rezitationen des Schauspielers Alfred Olickki füllten den Abend. In liebenswürdigster Weise hatte sich Oberkaniox Wilhelm Friedmann mit seiner Kunst zur Verfügung gestellt. Er sang Arien von Händel. Mendelssohn und Lieder von Schubert. l\ Bersammlungskalender ||f Breslau. (Jüdisch-liberaler Jugendverein „Abraham Geige r">) Mittwoch, den 14. April. 834 Uhr abends. Gruppe „Süden" bei Herrn Waisenhaus-Direktor Kolodzinsky, Gräbschener Straße 61/65. Einleitendes Referat: Herr Hermann Sachs: ,Hst Zins berechtigt?" Freie Aussprache. Vereinsmitglieder, dic der Gruppe nicht angehören, als Gäste willkommen. Berlin. (Liberale Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162.) Freitag, den 9. April, abends 734 Uhr. Gottesdienst und Predigt, Rabbiner Dr. Salomonski. Sonnabend, den 10. April, früh 10 Uhr. Neumonds-weihe. Frankfurt a.M. (Freisinniger Verein für jüdisches Gemeindeleben. Ortsgruppe der Bereinigung für das liberale Judentum e. B. Berlin.) Der letzte Vortrag aus unserem Zyklus „Das Judentum innerhalb der Kultur der Gegenwart" findet am Montag, den 12. April, abends 8 Uhr. im Saale des Dr. Hoch'schen Konservatoriums statt, und wird Herr Frank Rothschild bas Thema „Der Jude in der Musik" (mit musikalischen Erläuterungen) behandeln. Karten im Vorverkauf bei Firnberg und an -er Abendkaste. Frankfurt a. M. (Jüdisch-liberale Iugendgem e i n s ch a s t.) Zu der am Donnerstag. den 15. A v r i l 1926. im Trausaal der Königsteiner Synagoge stattfindeuden Mitgliederversammlung laden wir hiermit nochmals herzlich ein. Hauptpunkte der Tagesordnung sind: 1. Neuwahl des Vorstandes: 2. Anschaffung eines eigenen Heims und 3. Besprechung neuer Pläne. Stimmberechtigt sind nur Mitglieder, die ihren Beitrag für das erste und -weiteQuartal bezahlt haben. Zahlungen erfolgen an Frl. Jrve Basel, hier, Eckenheimerlandstratze 22 oder auf deren Postscheckkonto 40 582. Die am So »»tag, b e» 2. Mai. stattfin-en-e Fahrt »ach Normsoll ir«K einen ganz besonders er* tnnerungSreichen Dag bringen. ES fei hervorgehoben. datz Herr Prof. Dr. Hülfen die Führung von hier aus uritmacht und die Sehenswürdigkeiten in Worms gemeinschaftlich mit dortigen Kunstkenner» -eigen wirb. GS ist aber gleichzeitig ein gemütliches Beisammensein vor der Rückfahrt geplant. daS -er ganzen Fahrt einen besonders schöne« Abschluß bringen wird. Die Kosten der Fahrt belaufen sich nur auf Eisenbahnkart« (verbilligt durch die gemeinsame Fahrt) und einen geringen Beitrag für di« Kaffee- oder Abendtafel. DaS Mittagessen kann mitgenommen oder nach Belieben in Restaurants bestellt werden. Für den Gabriel-Rietzer-Abeud sind eine Reihe von wertvollen künstlerischen Darbietungen vorgesehen. Wir besichtigen u. a. die Stadt, den alten Iudenfrledhof. die mittelalterliche Synagoge, die Raschikapelle. den Dom und das Cornelianum. Abfahrt voraussichtlich 8.04 Ilhr vorm. Frankfurt, Hauptbahnhof. 9.33 Uhr Ankunft in WormS. Rückfahrt von dort abends 7.10 Uhr. Ankunft in Frankfurt abends 9.08 Uhr. „ _ Wir erbitten Anmeldungen bis spätestens Io. 91 $ r 11 schriftlich an Herrn M a x G u nö e rsh c i m. H er mannst r a tz e 5. Am Donnerstag, den 22. April, findet der nächst« Heimabend bei Dr. Hofftnann, Niedenau 37. statt. Stud. phil. Hermann Geiger spricht über daS Thema: „Synagoge—Konzertsaal". . Gelfeukirchen, Am 13. April Vortrag von Fräulein SachS-Bochmn über das Thema: „Die Frau als Hüterin und Erneuerin religiös-jüdischen Lebens". Königsberg i.Pr. Dienstag, den 13. d. M., spricht Herr Rabbiner Dr. Vogelstein-Breslan. Näheres wird noch bekanntgegeben. Ein Zeichen. Erzählung von Hermann Blumenthal. Es war in Beiz, an einem herbstlichen Samstagnachmittag. ln einem Winkel des großen Bethauses saßen einige Juden aus den verschiedensten Teilen des Landes beim „dunklen Abendmahl", und während sich die Abenddämmerung langsam niedersenkte und sie auf den Sabbat- Ausgang warteten, sprachen sie über die Allbarmherzigkeit Gottes. „Groß ist die Güte des Allmächtigen," sagte ein Jude aus Podolien. „Er übt Gnade gegen den Sündigen und verzeiht dem Reuigen. Ein Bai Tschiwe (Reuiger) findet mehr Gnade bei Gott als ein Frommer, wie geschrieben steht. Den Rang, den ein Bai Tschiwe einnimmt, kann kein Chassid (Frommer) erreichen." „Laßt ab von Eurem bösen Wandel, Kehrt zurück, Ihr Sündigen, spricht der Ewige," zitierte ein Jude aus dem Halyczer Kreis, und ein anderer aus dem östlichen Winkel des Landes meinte: „Zuweilen kommt es vor, daß Gott dem Sündigen ein Zeichen gibt. „Genug gesündigt! Kehr um, noch ist es Zeit!" Wohl dem, der diese Warnung beherzigt, denn noch ist das Himmelreich sein." „Wahr ist es," nahm der Podolier wieder das Wort. „Bei uns in Podolien lebte einst ein Mann Reh Schemaje Rubin, dem eine solche Gnade zuteil wurde. Reb Schemaje war weit und breit als Geizhals bekannt. Er war reich art Gütern, aber kein Armer konnte sich rühmen, von ihm auch nur eine Prity1) erhalten zu haben. Hartherzig wies er alle Unglücklichen, die ihn um Hilfe angingen, ab. Aber auch für sich hate Reh Schemaje kein Herz. Er gönnte sich kaum das Notwendigste. Wenn er einmal Fleisch aß, so roch es sicher schon ein wenig, und am Abend saß er im Dunklen, um Kerzen zu sparen. Er betete viel — das kostete ja nichts — und hielt sich für einen frommen Mann, aber das ist die wahre Frömmigkeit nicht. So lebte Schemaje bis zu seinem fünfzigsten Lebensjahre dahin. Sein Vermögen wuchs mit jedem Tage, denn er nahm mehr Prozente, als vorgeschrieben war, und brauchte fast nichts. Die Tränen und das Blut von armen Witwen und Waisen klebten an seinem Gelde, aber Schemaje kümmerte sich nicht darum, ihn rührte die Not seines Nächsten nicht. Der Allmächtige hatte aber Erbarmen mit Schemaje und beschloß, ihm eine Warnung zu schicken, Schemaje hatte eines Nachts einen entsetzlichen Traum. Er träumte, daß er gestorben sei und in seiner Stube auf der Erde liege. Still und ernst waren die Menschen, die das Zimmer betraten, doch war an ihnen keine besondere Trauer zu erkennen. Schemaje sah und hörte alles, was um ihn vorging, und eine Flut von Gedanken bestürmte ihn. Immer wieder fragte er sich, ob er auch reinen Gewissens vor dem Thron des Allmächtigen werde erscheinen können. Er hatte stets die Gebote befolgt und niemals ein Kapitel im Gebetbuch überschlagen. Auch hatte er Tag für Tag bei jedem Wetter in der Morgendämmerung das Reinigungsbad genommen. Dennoch quälte ihn eine Unruhe vor dem Kommenden, denn plötzlich stand es klar vor ihm, daß er ein wichtiges Gebot vernachlässigt hatte. Kein Armer hatte jemals von ihm eine Gabe erhalten, und er batte auch mehr Zinsen genommen, als vorgeschrieben war. So hatte er sich mit Sünde beladen und sein Seelenheil aufs Spiel gesetzt . . . Schemaje wurde gewaschen und in die Totenkleider gehüllt. Dan legte man ihn auf die Bahre und trug ihn auf den „heiligen Ort" hinaus. Nur wenige folgten dem Sarge, und es wurde dem Toten nicht viel Gutes nachgesagt. Erst jetzt merkte Schemaje, daß er keinen Freund in der Stadt hatte! Er wurde ins Grab gelegt und mit Erde bedeckt. Da wurde es unheimlich still um ihn. Schemaje lag unbeweglich und grübelte darüber, was nun kommen werde. Da erfolgte ein Schlag, dem Donner gleich, und die Erde spaltete sieb. Schemaje sah vor sich eine Erscheinung auftauchen, die ihn zusammenfahren ließ. Der tausendäugige Engel Malech Doimy stand vor ihm. „Folge mir," rief der Engel, und auch seine Stimme schallte wie Donner. Schemaje erhob sich und folgte dem Engel. <i *1 Ein halber Hefe S In kurzer Zeit durchschritten sie weite Landstriche« Während des ganzen Weges sagte sich Schemaje seinen Namen vor, den er sich gut einprägen wollte, denn er wußte, daß man bald Rechenschaft von ihm verlangen werde. Da betraten sie die Vorhalle zur Ewigkeit. Der Tausendiugige stellte sich vor Schemaje hin und rief: „Ma schmejchu?" (Wie ist dein Name?) Da geschah es, daß Schemaje plözlich sein Gedächtnis verlor und zu stottern begann. Er zählte viele Namen auf, die ihm einfielen, doch den seinigen wußte er nicht zu nennen. Bei jedem falschen Namen erhob der Engel eine Feuerrute und schlug auf Schemaje ein, daß ein brennender Schmerz seine Glieder durchzuckte. Das ging so *eine ganze Weile, ohne daß sich Schemaje, so sehr er auch sein Hirn zermarterte, auf seinen wahren Namen besinnen konnte. Endlich ließ der Tausendäugige von ihm ab und steifte eine neue Frage: „Ma melachtejcbu?" (Was war deine Beschäftigung?) „Ein Geldverleiher war ich," erwiderte Schemaje. „Ein Wucherer warst du, der den Armen gegenüber keine Gnade kannte," schrie der Engel. „Du nahmst zwanzig und dreißig vom Hundert, und bei unerfahrenen Leuten versuchtest du die Prozente zweimal einzustecken, indem du sie einmal beim Auszahlen des Geldes abzogst und am Verfallstag noch einmal verlangstest Du hast keinen verschont, keinen bemitleidet . . . Das war deine Beschäftigung." Ein schwerer Seufzer entrang sich den Lippen Sehe-, m&jes, denn er erkannte, daß er zur ewigen Verdammnis verurteilt sei. Eine Weile überließ ihn der Engel den zermürbenden Gewissensqualen und stellte dann seine dritte Frage: „Usaktu beeminal?" (Hast du redlich gehandelt?) Auf diese Frage wagte Schemaje nicht zu antworte« und sagte nur: „Ich habe stets den Namen des Heiligen gepriesen und nie ein Gebet ausgelassen." „Das genügt nicht, um deine Sünden gutzumachen,** rief der Engel aus, „Du hast wider die Gebote des Ewigen gehandelt, du hast den Armen deine Tür vei> schlossen und dich mit Sünde beladen." „Ich will büßen," stöhnte Schemaje. Da erzitterte der Boden und tiefe Finsternis hüllte alles ein. * Schemaje erwachte in Schweiß gebadet. Schäumt stand auf seinem Munde, und es dauerte eine Weile, bis er seine Glieder bewegen konnte, denn er fühlte sich wie gerädert. „Welch schrecklicher Traum," stöhnte er, kroch müh-' sam aus dem Bette und machte Licht. Er streifte die Hemdärmel in die Höhe, um sich die brennenden Arme zu kühlen, und da erstarrte er, denn seine Arme waren voll Striemen und die Zeichen von Rutenschlägen waren an ihnen deutlich erkennbar. Da wurde es Schemaje klar, daß er nicht bloß geträumt hatte. Seine Seele hatte wahrhaftig vor " Äetn Richterstuhl des Allmächtigen gestanden. Doch er hatte Gnade gefunden. Noch einmal war es ihm vergönnt, auf diese Welt zurückztikehren, um Buße zu tun un«L ein neues Leben zu beginnen. Seit dieser Nacht war Schemaje wie ausgewechselt« Er verlieh sein Geld nicht mehr auf Zinsen und führte einen Haushalt, wie es sich für seinen Stand gehörte« Viele verschämte Arme lebten von ihm, und sein Haus, das früher öde und verlassen gewesen war, wurde zur Zufluchtsstätte aller Bedürftigen der Stadt. Er starb hochbetagt, von der ganzen Stadt betrauert, und gewiß ward ihm jetzt in jener Welt ein anderer Empfang zuteil« „Seht, Schemaje Rubin hat das Zeichen, das ihm Gott gegeben, zu deuten verstanden und rettete seine Seele vor der Verdammnis," schloß der Podolier seine Erzählung^ und seine Zuhörer waren mit ihm eines Sinnes. AuslH»ng der Rätsel von voriger Nummer: 1. Kreuzworträtsel. AHA E M O D MI A j NI 2. Sttchrätsel. Danket dem Gwigen, denn er ist gütig,- denn ewig wühret -eine Gnade. (Psalm 136.) galeadaNma IN vle Seil vom 10.4. fc 17.4.1920 April im Nistau 868« Sonnabend 10. 36. Nemnonbweibe Wochen-Abfchnitt: Schemini. Haftarach: Samuel II. Kap. 6.1—19 Sabbat-Ausgang: 7.87 Sonntag 11 27. Montag 12 38. DienStag 13 29. Mittwoch 14 80. 1. Tag Rosch Choö. Jjar 868« Donnerstag 18 1. 2. Tag Rosch Chod. Freitag 16 2. Sonnabend 17 3. Wochen-Abfchnitt: TaSria und Mezanro 'Vjä Haftarah: II. Buch Könige, Kav. 7,8—20 Sabbat-Ausgang: 7,50