Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 6 (1926)
- Issue
- 11 (12.3.1926)
- Date
- 1926-03-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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WWWPMVWWW - ' ' 1 IMchLemleZriliW Organ der Vereinigung für das liberale Judentum e. V. Bezugspreis durch dieGeschäftsstelle »/«jährlich SLL50 Einzelnummer 0,20 Lei freier Zusendung i. Inland 0Aj Mr die Mitglieder t er Vereinigung ist der Bezugspreis .: im Mitglieds beitrage enthalten. :r s :: Chefredakteur: Dipl-Lng. Bruno Doyda. Viv „Züvisch-ttveralv Jettung" erscheint jsvsn Srvitag. Redaktion u. Seschüttssteile: verlin 9W, Wlltielmftr. 147. lernruf: Vasvnheida 3358, 3359 Poftfd>eckhonto: Berlin nW7 nr.197069 (Vereinigung fOr da» Udral» JuOentum NadiOrudi fAmtlld)»r Original-Beitrag» nur mit vorheriger Genehmigung Der Redaktion gestattet. Anzeigenpreise: ‘Tic 12gespaltene Nonpareillezeile 0,45 Goldmark, die R klamezeUe 3.00 Toldmark, bei :: u :: Wiederholungen Rabatt. :: u u Anzeigenannahme: „Jüdisch liberale Zeituus" Änseratenabteilung: Berlin ED 48. Dilhelmstrahe 147 (Hafenheide: 3358—39). sowie fämtl. Annoneen-E?ped. Nr. 11 Berlin, 12. März 1920 6. Jahrgang Religion und Duell. Die Duellfrage ist jetzt auf deutschem Boden iü ei» neues Stadium getreten. Auf dag jahrzehntelange Drängen religiös-ethisch eingestellter Mäuuer und Frauen Lat der Reichstag ein Gesetz augeuomme», «ach dem Offiziere, die zu« Duell herausforderu oder am Duell teilnehme«» mit Dienstentlassung bestraft «erde«. Dieses Gesetz soll in Kürze aus sämtliche deutsche Beamte« ausgedehnt «erden. In dem Kampf gegen das Duell hat bisher namentlich die Zeutrumspartei vom religiösen Standpunkt aus die führende Rolle gespielt. Die Redaktion hat geglaubt, datz sich auch das Judentum ernster als bisher mit dem Problem des Zweikampfes und seiner Beziehungen zum Geiste der Gewalt anseiuandersetze« mutz. Die folgende« Aufsätze solle« zu einer Klärung der Frage beitrage« und «erden hoffentlich lebhafte« Widerhall finden. Um vollkommen unparteiisch zu fein, hatte« wir uus auch an den jüdischen Studentenverband gewandt, der seine« Mitglieder» die Satisfaktion, d. h. die Austragung von Ehre»- fachen mit der blanke« Waffe, zur Pflicht macht und glaubt, datz auch der jüdische Studeut solange am Duellwese« teilnehmen «uh. wie überhaupt Studenten es üben: Die K. C.»Orgauisation. Leider habe« wir eine« Aufsatz bisher nicht erhalte«. Wir würde« es begrüben, wenn in Beantwortung der heutige« Aufsätze , anch der K. C.-Standp««kt unseren Lesern dargestellt würde. Die Redaktion. Das Duell vor dem Horum der jüdischen Religion. Bon Hans MärgoliüS. Das Duell „vor dem Forum der jüdischen Religion" scheint auf den ersten Blick hin unbedingter Verurteilung sicher.. Uns es dürfte nicht schwer sein, das auch des näheren üarzutun und zu begründen. Es ist gewiß: unzweifelhafte Grundgedanken der jüdischen Lehre sieben dem Begriff deS Duells aufs schärfste entgegen. Die unbedingte Heiltgbaltung des Lebens isi ein erstes Gebot des Judentums: Alles Dasein und Leben ist von Gott geliehen". Der Mensch hat das Geliehene zu ehren und in Treue zu bewahren. bis der Herr es von ihm wieder fordert. Und damit — so will es scheinen — verbietet sich von selbst jede Gefährdung und Verletzung des Lebens, jede Schädigung und jedes eigenwilliao Jn-die-Schan"»-schlagen. Aber ist dem tatsächlich so? — Wer mit unbefangenem Blick Religion und Wirklichkeit einander gegenüberstellt, der erkennt, datz nirgends mit einer irgendwie „wörtlichen" Uebertraguna religiöser Gedanken in die Welt des Wirklichen wahrhaft etwas gewonnen wird, datz nicht aus einer Herrschaft der Religion, sondern allein in wechselseitiger Durchdringung von Religion und Wirklichlichkeit ein eigentlich religiöses Leben erwächst. Und so scheint mir denn auch erst hier der eigentliche Ansatzpunkt unserer Frage gegeben. Es genügt nicht zu wissen, datz die ausgesprochene Satzung der ivdifchen Lehre eher auch Gedanken und Gebote anderer Religionen dem Begriff des Duells entgegen sind Es tut vielmehr not. danach zu fragen, ob es nicht nur dem Wortlaut einer ihrer Satzungen, sondern dem Ideal eines religiösen Lebens selbst widerspricht. Und hier allerdings ist die Antwort n i ch t s o g l e i ch gewitz. Der Gedanke des Duells begreift in sich eine Dreiheit von Momenten, und drei Begriffe vor allem sind es auch, die seine Verfechter wieder und wieder geltend »u machen wissen: den Begriff des „W e t t st r e i t" — den Begriff der »Ertüchtigung" — den Begriff der „E h r e". Das Duell, scdenfalls in seinen leichteren Formen, so wird,gesagt, sei in wahrstem Sinne ein „Wettstreit" und als solcher von Wert und Bedeutung. Und es ist ohne Zweifel: der Gedanke des Wettstreits hat einen eigentümlichen Reiz für den Menschen. Aber vielleicht ist dieser Reiz nicht in iedem Falle gleich gegründet, und ein gleicher Name verwischt die Verschiedenheit äußerlich ähnlicher Dinge, die dock durchaus nicht innerlich identisch sind. Wenn das Duell ein Wettstreit ist. so ist es das bestenfalls etwa im Sinne der olympischen Spiele, etwa im Sinne der Sängerstreite — und das sind sicher hohe Vergleiche. Aber wer auch nur diese näher betrachtet, findet sehr bald, baß sie bei aller Schönheit ihres Begriffes im wirklichen Leben kaum etwas an höheren Werten besagen. Man weitz. wie Platon über das lächerliche Gebaren bei den olympischen Spielen spottet. Man weitz auch von der äußersten Banalisierung der Kunst, die das Phänomen der Meistersänger bezeichnet. Vielleicht noch deutlicher aber wird das lächerlich Banale solcher Art von „Wettstreit" offenbar, sobald man sein modernstes Beispiel: die Rekorde des Sports ins Auge faßt. Daß einer gut zu schwimmen weiß und ein anderer zu laufen versteht, bas sind gewitz Daten von Wert. Aber daß der eine Z Yi Sekunden früher ans Ziel gelangt, das ist die belangloseste Sache der Welt — und eine Banalität ohnegleichen, in ihr einen „Sieg" zu feiern. Der wahre Gedanke des „W eilst reit s" besagt eine durchaus andere Art von Kampf und Sieg. Daß seder für sich und an seinem Platze das Beste zu leisten strebe. — das ist seine einzige. Forderung. — und sein Schiedsgericht: das Urteil der G e s ch i ch t e k Die Rinnen der streitbaren Sänger von Nürnberg, die Namen der Sieger in «den olympischen Spielen sind sehr verblaßt. Aber di? Namen der Starken und Tapferen im Leben, der Dichter und Denker und Kämpfer, die nicht um das Prä des Moments gestritten, die nirgendwo in die Schranken der Laufbahn traten, die Namen der Männer, die, w o sie standen, das Beste zu geben sich mühten, — sie sind geblieben: vom Gerichtshof der Geschichte gekrönt und in die Bücher der Erinnerung geschrieben... Es ist im allgemeinen nichts gegen das Fechten zu sagen, solange es „Sport" oder ..Kunst" sein kann und sein will. Aber es ist darüber hinaus ein „Wettstreit" nur in dem falschen und wertlosen Sinn aller sportlichen „Kämpfe" und als solcher ohne Belang und banal. Aber, so sagt man. das Duell sei doch mehr als Sport überhaupt. Es sei eine Probe des Muts, es sei „Ertüchtigung" des Mannes für seinen wahrsten Beruf. Und vielleicht war es das wirklich einmal — einmal, als es tatsächlich. wenn nicht „sein", so doch ein Beruf des Mannes war. mit der Kraft seiner Hände das Vaterland gegen den Feind zu schützen, einmal, als es Kriege gab in echtem und gutem Sinn. Aber esaibt keine „Kriege", es gibt auch kein „Vaterland" mehr. An s e i n e r S t e l l e sind heute die drei: Heimat — Nation und Staat. Und die Heimat ist ein engstes Stück Erde. Landschaft, jenseits der Länder undohne Acht ihrer Grenzen. Und d-er Gedanke der Nation ist ein Gedanke kultureller Gemeinschaft, u« die keine Kämpfe mehr,geben. Nur die.Staaten führen noch Kriege: aber hasind ßjchtKrieae seyer treue« Zeit -er Vaterländer. nicht Kriegs um Geüaltt der Kultur, sondern künstlich -konstruierte Maksenwovde unter dein BÄnner.öär Oekonomie — dazu ihrem Zweck kaum anäepatzt! Denn die Fraaen der Wirtschaft der Völker sind bester am „grünen Tisch", als auf dem „Felde der Ehre" zu lösen. Und wer in diesem Jahrhundert vom „Felde der Ehre", vom „Krieg fürs Vaterland" und von der „Ertüchtigung des Mannes zum Kampfe" mit lautem Worte zu sprechen hat. ist: Atavist im besten Falle — zumeist gewitz betrogener Betrüger — und gar nicht selten nur ein Heuchler aus Passion. Die Lehre des Judentums und nicht anders die Lehre des Christentums haben bislang dem Kriege ihre Zustimmuna nickt versagt. Es ist aewitz: das war eine gröbliche Jnkonseguenz. Man konnte gewitz im Zweifel sein, ob das Brot des Abendmahls den „Leib des Herrn" „bedeutet" oder ob es der „Leib des Herrn" „ist". Mer mau konnte kaum im Zweifel sein, ob der Satz „die Rache ist mein!" den Krieg verstattet oder versagt. — Man konnte gewiß im Zweifel sein, ob Schreiben oder Fahren eine „Arbeit" ist. die die Rübe des Sabbats stört. Aber man konnte kaum im Zweifel sein, ob das Gesetz „Du sollst nicht töten!" Kriege erlaubt oder verbietet. Doch! — ich sagte vorher: es geht nicht immer an, die religiöse Satzung unbodinat „wörtlich" ins Leben zu übertragen. Und so war es vielleicht auch einmal tatsächlich bercchtiat und. wenn dem Worte, so doch nicht deur Geist der Neliaion entgegen, wenn sie den fürs Vaterland" als beilia deklarierte. Aber das w a r es vielleicht und.i st es nickt mehr. Der Kriea von heute widerspricht nicht nur einer religiösen Satzung, sondern dem innersten Gesetz der Religion. Der Fromme wird auch einen Mord und mancherlei Sünde liebend verstehen, aber er wird den Altar zerschlagen, von dem noch einmal „im Namen Gottes" für den Mord der Masien geworben würde. Und wenn „Ertüchtigung" dazu vonnöten wäre, so wäre sie Frevel und nichts außerdem. — Aber das „Duell" im Sinne kriegerischer „Ertüchtigung" ist kein Frevel, sondern nur Romantik und Atavismus. Denn Ertücktigunn znm Kampf von heute würde in Wahrheit nicht auf der Mensur erworben, nicht im Duell, sondern im technischen Bureau. Aber wenn das Duell in seinen leichteren Formen als „Ertüchtigung" und als „Wettstreit genannt zu werden pflegt, so wird es dock in e r st e r H t n s i ch t als notwendiges Datum menschlicher „E b r e" hingestellt. Und darin erschöpft sich zumeist auch die ganze Rechtfertigung des Duells auf Leben und Tvd. Aber was bezeichnet der Begriff der „Ehre"? Es ist gewitz. daß oft genug kleinliche Dinge einer bloßen Konvention als „Ehre" herbeigemüht werden, um ein Du-ell zu begründen. Aber es scheint doch auch andererseits ohne Zweifel, daß dort. wo einer auf Leben und Tod sich zu stellen bereit ist. irgendein tiefstes Motiv jedenfalls lebendig sein mutz. Man wird vielleicht auch hier daran zweifeln können, ob dieses Motiv „Ehre" ist. Und wer mit unbefanqenem Blicke zusieht, wird sehr vi"l eher einen Hatz und einen Akt der Rache zu erkennen haben, — vielleicht, daß das Gefühl verletzter Ehre nichts anderes ist als eine Form von Hatz und Rachewillen überhaupt. Doch ist damit bereits ein Urteil gesprochen?... Hatz und Rache sind aewitz nicht Ideale religiöser Satzung. Aber es ist unzweifelhaft, datz sie natürlich sind und. wenn darum nicht gesollt, so dock keineswegs, wo sie wurden, unbedingt zu verwerfen. Mer das Duell ist ja nun dnrchaus nicht ein reiner Akt der Racke, ein reiner Ansbruch des Affekts, sondern gebändigter Affekt. —.Da ist einer, der sich im innersten beleidigt, um ein Bestes und Schönstes seines Lebens betrogen steht. Und es wäre verständlich, wenn er tm Rausch > seiner Empfindung hinginge und den erschlüge, der ihn getroffen bat. Abr gerade das nun geschieht hier nicht. Er stellt sich zum Kampf — um eine bestimmte Stunde — am bestimmten Ort — unter genauer Ueberleguug aller näheren Betrachte. Und dies hat gewiß als Bild und Vorstellung seinen bestimmten ästhetischen Reiz. Ls ist gerade um dieses Maßes in der Leidenschaft, um dieser Bändigung der Affekte willen „schön" anzusehen. Aber es ist: n i ch t g u t. es ist: g e g e n Ra t u r und Geist und ,'o in zweifachem Sinne Sünde und Frevel. Denn es ist wider den vernünftigen Geist, einem Affekt des Hasses zu folgen. Und es ist wider die Natur, einen Akt der Rache in die Grenzen vernünftigen Verhaltens einzuengen. Sind Hatz und Rache als Fakten der N g t u r i e n s e i t %/ von Gut und Böse, so werden sie zum Frevel als bewußte Akte der Vernunft. Denn soviel ist gewiß: die Ordnung des Geistes kann nichts anderes sein, als eine Ordnung des Erkennens und Verstehens, nichts anderes damit als ein Reich der Liebe zuletzt. Der aber sündigt gegen den Geist, der mit seinen Mitteln Haß und Rache Übt. Und so gewitz alle Religion die Sachwalterin des Geistes, seine erste und tiefste Offenbarung'ist. so gewiß wird auch alle Religion jeden Zweikampf unbedingt verneinen. der im Namen der „Ehre" de» sw &.«*a sSrtifpa ju bewußter Tat verdichtet. Das Duell. Bon Rabb. Dr. Gvttfchulk. Die Frage, wie sich das Judentum zum Duell stellt M oou zwei Gesichtspunkten auS zu beantworten. Im DveL treffen der Gewalt- und der „Ehrenstandpunkt" zusammen. Wie steht das Judentum zu beiden? Die erste Frage ist oft genug beantwortet worden und Neues läßt sich kaum hinzufügen. Wenn etwas neu ist. dann ist es Höchstens die Tatsache, die gerade wir jetzt beobachte», datz man auch auf jüdischer Seite an Dingen Gefallen find«, die bedenklich an Gewalt grenzen und mit Blutvergießen im Zusammenhang stehen. Ich rechne dahin die Verherrlichung der „jüdischen Flieger im Weltkriege", den „Boxklub" und selbst das ..Ehrenschießen" am Grabe jüdischer Soldaten. Ich brauche nicht zu betonen, daß ich den persönlichen Mut der an all diesen Dingen beteiligten Jude» nicht herabsetzen will Aber wogegen man sich wenden muß. das ist die Einstellung auf die Verherrlichung der rohe» Kraft, die Verhüllung des Blutes durch den Begriff Technik und die Gleichgültigkeit gegen jüdischen Geist, der sich für mich im Schutz als „letzter" Ehre offenbart. Ich habe mich ja über das Thema „Judentum und Weltfriede" schon ausführlich an dieser Stelle geäußert und brauche den» nichts hinzuzufügen. Höchstens den Ruf zu erneuern: her» ausans der Passivität gegenüber dem Standpunkt der Gewalt und des Blutes, hinein in die Reihen der Friedensfreunde! Und dazu gehört es zunächst einmal, daß wir alles entschieden ablehnen müssen, was — unter welchem Namen auch immer —. der Gewalt huldigt und der rohen Kraft, daß wir Technik, Mut und Geschicklichkeit. Sport und edle Körperkultur nicht in den Dienst der Me n s ch e n z e r st ö r u n g stellen dürfen? Irgendwie müssen mir doch schließlich unsere Gesinnung deS Friedens bekunden, irgendwie müssen wir doch mehr tu» ‘f4 ,1-'- ,-1“ »fs .»tilt»»» u»S fit» Jt»„ STUp'fffrJnfu'tt andächtig beten' Wer das aber will, weiß, wie er sich dem Duell gegenüber zu stellen hat kann nur Abscheu empfinden für einen Weg. der über Blut und Leichen geht — um so der „höheren" Gerechtigkeit zum Siege zu verhelfen. Jude sein ist der größere Mut als der. der den Austrag durch Waffen „nicht fürchtet". Aber wo bleibt dann der „Ehrenstandpunkt?" Hören wir Lazarus in der „Ethik des Judentums": „Nun kann auch der Ehrenkoder die ethischen Motive bereichern und veredle» ... je nachdem sein Ehrenvrinzip beschaffen Ist: dieses kan» aber auch von Torheit, Eitelkeit und einseitiger Borniertheit erfüllt sein und die ethische Gesinnung verwirren und erniedrigen statt sie zu klären und zu erhöhen." — Und noch schärfer Cohen in der „Ethik des reinen Willens": ..Die Ehre ist das Gewissen der Polittk. Daher ist das Satyr spiel des ZweikamvfeS um die falschen Ehren eine so widerwärtige Frivolität. Ein Zerrbild der Ehre wird ausgespielt gegen die wirkliche Ehre, welche ein Menschenleben besitzt... Es handelt sich hier überhaupt um die elementare Form der Rache, welche das Widerspiel des Rechts und damit der Sittlichkeit bildet . . . Datz es sich um wahrhafte Ehre nicht handeln kann wo der Mord gepflegt wird, der Totschlag und die Körperverletzung, deren Ausgang ungewiß ist. darüber kann kein Zweifel aufkommen. Verhöhnung svon Recht und Sittlichkeit) mutz es genannt werden, wenn man eine Ausnahme vom Mordverbot öffentlich anerkennt." Klar ist hier und bei Lazarus angedeutet, welche Stellung die jüdische Religion auch vom „Ehrenstandpunkt" aus zum Duell einzunehmen hat Allen prahlerischen Rede» von .Manöesehre" gegenüber gilt es fest. ö. h. jüdisch z» bleiben! Wir setzen nicht nur unsere esgene. wir fetzen deS Judentums Ehre aufs Spiel, wenn wir der Waffe ein > Reckt einräumen, das nur dem Gewissen zukommt und