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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-01-22 · 4 (22.1.1926) · page 8

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
4 (22.1.1926)
Date
1926-01-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
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? Die Juden von Strasburg. > Novelle von Meta Opet-Fuss, Breslau. Es war um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Heiß brannte die Julisonne vom Himmel hernieder, und einige ihrer lichten Strahlen verirrten sich sogar in die düsteren Gassen des Straßburger Jude®Viertels und gaben ihnen ein freundlicheres Aussehen als sonst. Doch die Menschen, die, von dem schönen Wetter herausgelockt, sich zwischen den schmalen niedrigen Häusern ergingen, schienen den blauen Himmel kaum zu sehen. Gesenkten Hauptes schritten sie einher, manche mit den Spuren überstandener Krankheit auf dem bleichen Gesicht, und wo sich zwei in einem Gespräch zusammen fanden, da sah man bekümmerte Mienen, und immer wieder erklang die bange Frage: „Ist bei euch noch alles gesund?“, und „wie wird es uns noch ergehen?“ Ein hochgewachsener Mann, von der Last der Jahre wenig gebeugt, wurde von allen, die ihm begegneten, ehrfurchtsvoll gegrüßt Wohl dankte er, allein er schien die Vorübergehenden kaum zu bemerken, seine dunklen Airgen waren träumerisch wie in eine ferne Welt gerichtet An einer Straßenecke löste sich ein älterer Mai.n aus einer plaudernden Grupoe und trat auf ihn zu. „Edler Rabbi, habt ihr keinen Trost für uns?" begann er. „Auch wir Juden sind durch die Seuche genug gestraft, sollen wir auch noch um unser Hab und Gut und unser Leben bangen müssen?“ „Fürchtet euch nicht, liebe Freunde, wir sind alle in Gottes Hand“, sagte der Angeredete. „Heute abend mögt ihr ins Bethaus kommen. Ich habe der Gemeinde eine tröstliche Mitteilung zu machen.“ An diesem Freitagabend war das geräumige Bethaus der Straßburger Judengemeinde bis auf den letzten Platz gefüllt, denn schnell hatte es sich im Ghetto herumgesprochen, was der Rabbi zu jenem Manne gesagt. Die üblichen Gebete waren beendet, aber niemand erhob sich, um nach Hause zu gehen, sondern mit Spannung waren die Augen aller auf den ehrwürdigen Greis gerichtet. Und der Rabbi begann mit einem Dankgebet und pries den Herrn, weil er gnädig sei gegen die Judengemeinde und die Krankheit in den Mauern des Ghettos nicht so arg W’üten lasse wie sonst überall in der Stadt Ein Murmeln wurde in den Reihen der Andächtigen laut, das sich bald zu Worten verdichtete „Wir werden diese Gnade Gottes büßen müssen“, rief ein alter Mann aus der Menge, Der Rabbi blickte den Sorecher unwillig an. In den dunklen Augen glühte verhaltener Zorn. Die schmalen Lippen waren fest geschlossen. Man verstand sein Schweigen. Bald trat Stille ein. Und der Rabbi erzählte den Autherchenden. daß sie noch nicht zu verzweifeln brauchten. Zwar sei das Volk nach wie vor in dem Wahne befangen, daß die Juden die Brunnen vergiftet und dadurch die Pest im Lande verursacht hätten, aber die Männer, die im Rate der Stadt Straßburg sitzen, hätten ihm durch geheime Boten mitgeteilt, daß sie von der Unschuld der Juden überzeugt seien und sie schützen würden, soweit es in ihrer Macht stehe. Da der Rat beim Volke in hohem Ansehen stehe, so hoffte der Rabbiner, daß die Juden vorläufig nichts zu befürchten brauchten, und die Gcmeindcmitglieder hegten die gleiche Zuversicht. Froher als seit langem gingen sie heim. l- Als einer der letzten verließ Jakob, ein Mann in mittleren Jahren, das Gotteshaus, Der Kleidung nach konnte man ihn für einen Hausierer halten. Sein Sohn Rüben, ein dunkellockiger Jüngling, der kaum 20 Jahre zählen mochte, ging an seiner Seite. Vergebens suchte der Sohn ein Gespräch in Gang zu bringen. „Laß mich jetzt in Ruhe, mein Sohn,“ sagte Jakob unwillig. „Warte, bis wir zu Hause sind. Ich habe etwas Wichtiges zu überlegen.“ Beide beschleunigten ihre Schritte und verschwanden schließlich in einem der schmalen düsteren Holzhäuser. Ein zwiefacher Ruf der Freude scholl den Eintretenden entgegen, und zugleich wurden am oberen Ende der Wackligen Holztreppe zwei Frauengestalten sichtbar. Die behäbige Frau Esther blieb oben stehen, aber die sechzehnjährige Ruth sprang dem Vater leichtfüßig entgegen und umarmte ihn so stürmisch, daß er beinahe hinuntergefallen wäre. Von Frau und Tochter geleitet, trat Jakob mit dem Sohne in das kleine Wohnzimmer, dem der weißgedeckte Tisch und die brennenden Sabbatlichte etwas Festliches gaben. Vom Sofa her nickte Moses, Jakobs Schwiegervater, ein hochbetagter Mann, den Eintretenden freundlich zu. Dann starrte er vor sich hin, ohne sich um die Anwesenden zu kümmern. Seitdem er die Achtzig überschritten, schenkte er den Ereignissen der Gegenwart immer weniger Aufmerksamkeit, zeigte aber für die kleinsten Erlebnisse seiner Jugendzeit ein überraschendes Gedächtnis und erzählte seinen Angehörigen oft aus jenen längst vergangenen Zeiten, Während die beiden Frauen gespannt dem Bericht Rubens lauschten und den Rat von Straßburg, der die Juden seiner Hilfe versichert, gar nicht genug loben konnten, blickte der Greis scheinbar teilnahmslos vor sich hin. „Warum freust du dich nicht mit uns, Vater?“, bemerkte Frau Esther schließlich ungeduldig, während sie eitlen appetitlich aussehenden Fisch in gleiche Teile zerlegte. „Worüber soll ich mich freuen?" erwiderte der Greis kaum verständlich. „Als ich jung war, noch viel jünger als du, liebe Ruth, da haben sie meine beiden Eltern erschlagen, sie und viele andere Juden." „Du hast es uns schon oft erzählt, Großvater,“ unterbrach ihn Ruth. „Es war behauptet worden, daß ihr ein Christenkind getötet hättet, obwohl es euch nicht bewiesen werden konnte," „So ist es,“ nickte der Großvater. „Der Erzbischof von Mainz selbst hatte versprochen, uns zu verteidigen. Er hielt sein Wort, aber gegen die Wut der Menge konnte er nichts ausrichten. Erst, als meine Eltern und die anderen bereits hingeschlachtet waren, gelang es ihm, eine Untersuchung durchzusetzen, und es stellte sich heraus, daß der eigene Vater das Kind getötet hatte, Die Ehre der Gemeinde war gerettet, aber die unschuldig Gemordeten konnten nicht mehr lebendig gemacht werden. Aehnlich erging cs den Juden um dieselbe Zeit in Worms, Speyer und Bacharach, und nicht anders wird es auch uns ergehen, wenn ihr nicht auf der Hut seid. Verlaßt euch nicht auf die drei oder vier Männer, die im Rate sitzen. Flieht, solange es noch Zeit ist.“ „Und dich, Großvater, sollen wir hier lassen, allein und schutzlos?“, fragte Rüben. „Was liegt an mir?“, sagte der alte Mann, „meine Tage sind gezählt, bald hat mich das Grab. Vielleicht auch hat man Erbarmen mit einem gebrechlichen Greise.“ „Lieber sterbe k a, als daß ich dich hier allein zurücklasse," bemerkte Frau Esther, während sie mit banger Sorge von einem zum anderen blickte. Jakob strich nachdenklich seinen dunklen Vollbart, während er ein Stückchen Barches in den Mund schob. Dann begann er: „Ich habe schon daran gedacht, die Kinder allein fliehen zu lassen, doch ich fürchte, wir würden sie dem sicheren Tod entgegenschicken. Weit ist der Weg, auch bis zur nächsten Gemeinde, und ihr wißt, daß schon in den übrigen Stadtvierteln die Pest viel mehr Opfer fordert als im Ghetto, aber am schrecklichsten wütet sie draußen auf dem Lande, in den Dörfern. Wie leicht könnten die Kinder krank werden, noch bevor sie die nächste Gemeinde erreichen. Darum, denke ich, daß es am besten ist, wenn wir alle hier bleiben, auf Gott vertrauen, und geduldig abwarten, was er uns schicken wird. Auch ich werde vorläufig nicht mehr über Land gehen, du sollst keine Angst mehr haben, meine Esther, daß ich unterwegs von der Krankheit ergriffen oder von unseren Feinden getötet werde, die uns jetzt mehr beneiden und hassen als je. Fast in jedem Hause, wo ich diese Woche anklopfte, um meine Warf» los zu werden, hatte der Tod Einkehr gehalten. Mir, dem Juden, spie man ins Gesicht. Man gibt uns die Schuld an allem Unheil. Darum werde ich fortan daheim bleiben. Unsere Ersparnisse werden uns über die schwere Zeit hinweghelfen.“ „Du Armer, also ist es dir unterwegs ergangen," rief Frau Esther erschüttert aus. „Aber," fuhr sie fort, indem sie zärtlich seine Hand drückte. „Dankbar sollte ich den Unmenschen sein, die dich angespien haben. Sie brachten dich zu dem Entschluß, wozu ich dich durch alle meine Bitten nicht bewegen konnte, daß du nun endlich bei uns bleibst, du Guter." Jakob strich sanft über den Scheitel seiner Frau und erhob sich. „Ich habe heute noch einen Gang vor, auf dem du mich begleiten magst, Rüben. Unterwegs magst du erfahren, worüber ich heute auf dem Heimwege nachgesonnen hatte. Und dich, liebes Weib, bitte ich," wandte er sich-an Esther, „in Ruths Kammer das zweite Bett vorzubereiten, wir werden heute abend noch einen Gast bekommen. Heute nachmittag, als ich nach Hause wanderte mit dem leeren Sack auf dem Rücken, begegnete mir, kaum eine Stunde von Straßburg entfernt, ein stämmiger Mann, seiner Kleidung nach ein Handwerksmeister, in Begleitung eines jungen Mädchens, Er sah gutmütig aus, und als er Miene machte, mich anzusprechen, blieb ich ruhig stehen, denn ich fühlte, daß ' mir dieser Mann nichts Böses zufügen würde. Und wißt ihr, wer cs gewesen ist, Peter Schwarber, der im Rate unserer Stadl sitzt. Wie gut war cs, daß ich ihm nicht ausgewichen bin. „Es ist euch vielleicht bekannt, daß ich cs gut mit den Juden meine," begann er. „Was in meinen Kräften steht, habe ich getan und werde ich stets tun, um euch vor den Angriffen unvernünftiger Mitbürger zu schützen." „Herr," erwiderte ich ihm, „die Juden sind nicht undankbar, euer Name und die Namen eurer Freunde werden im Ghetto mit Ehren genannt, und sogar in unseren täglichen Gebeten denken wir eurer." Peter Schwarber ließ mich nicht weiterreden. „Ihr habt mir nichts zu danken," sagte er. „denn nur um der Gerechtigkeit willen kämpfe ich für euch. Zwar habe ich heute eine große Bitte an euch Juden, doch ob ihr sie erfüllet oder nicht, ganz gleich, ich werde euch auch ferner beistehen." „Redet," erwiderte ich, „gern wollen wir euch gefällig sein.“ Da wies er auf das liebliche Mädchen an seiner Seite und sprach also: „Dies ist Margarete, meine Tochter, ihre Mutter starb vor drei Monaten an der Pest, mein kleiner Sohn folgte ihr nach wenigen Tagen ins Grab. Nur dieses eine Kind ist mir geblieben. Wir wohnen in einer Gegend, wo die Krankheit furchtbar wütet. Ich könnte es nicht ertragen, wenn auch mein Gretchen mir entrissen würde. Darum kam ich aut den Gedanken, sie ins Judenviertel zu bringen, wo die Menschen klüger und vorsichtiger sind als bei uns und sich besser vor der Seuche zu schützen wissen.“ — — „Klüger und vorsichtiger?“ unterbrach ich ihn. „Ihr glaubt also nicht wie die andern, daß wir durch ein Bündnis mit dem Teufel in den Besitz rettender Gchcimm?ttel gelangt, und daß wir, um die Christen zu verderben, Brunnen und Flüsse vergiften?“-Er lachte dröhnend auf. „Würde ich dann die Hand zu eurem Schutze bieten, wenn ich euch eine solche Verruchtheit zutraute?“ sagte er, und dann fuhr er fort: „Könnt ihr mir also eine Familie in eurem Ghetto nennen, wo ich meine Tochter unterbringen kann gegen gute Entschädigung? Leute von eurer Art müssen es sein, zu denen man Vertrauen haben kann." Da begriff ich, daß Peter Schwarber seine Tochter am liebsten in meiner Obhut gesehen hätte. Er mochte es wohl sehr eilig haben, das Mädchen aus der Umgebung der Pestkranken zu entfernen, er wollte nicht länger suchen, vielleicht gefiel ich ihm auch. Kurz, ich besann mich nicht lange und versprach ihm, ihn heute abend um 10 Uhr am Tore mit seiner Tochter zu erwarten. Bist du mir böse, Esther? Wir haben doch noch Platz in Ruths Kammer." Zärtlich strich er über den schon leicht ergrauten Scheitel seines Weibes. „Du konntest gar nicht anders handeln,“ erwiderte, Esther nach kurzem Besinnen, „und es ist sein letztes Kind," fügte sie feuchten Auges hinzu. Ruth aber jubelte auf. Ein Mädchen ihres Alters würde die Genossin ihrer Tage, die Schlafgefährtin ihrer Nächte sein. Welch' eine erwünschte Abwechselung in diesem traurigen Dasein, durchzittert von der Angst vor drohender Verfolgung, dieser Angst, die schon seil Monaten lähmend auf den Gemütern ruhte, die keinen Scherz, kein frohes Lachen mehr aufkommen ließ. Nur Rüben blickte verdrossen vor sich hin. Der stille in sich gekehrte Jüngling beschäftigte sich nicht allein mit der Lehre seiner Väter, sondern zum Leidwesen seines Großvaters auch mit den profanen Wissenschaften, wobei er sich nicht gern stören ließ. Doch er sagte nichts, denn seine Eltern duldeten keinen Widerspruch. Zur festgesetzten Stunde begaben sich Vater und Sohn auf den Weg. Schweigend gingen sie nebeneinander her, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt. Rüben blickte zum Himmel hinauf, wo die Sterne in wunderbarer Pracht leuchteten. Es war nur ein schmaler Himmelsstreifen, den er durch die Häuser der engen Gasse erblicken konnte, allein seine Sehnsucht nach Erkenntnis wurde mächtig beim Anblick der strahlenden Gestirne. Jeder dieser unzähligen Sterne bedeutete eine Welt, größer als die Erde, und, seinem Auge unsichtbar, gab es Millionen und Milliarden solch geheimnisvoller Welten. Erschauernd tauchte seine Seele in die Unendlichkeit des Alls, beugte sich in Ehrfurcht vor seinem Schöpfer, den er vergebens zu begreifen trachtete. Warum muß ich forschen auch da, wo ich nur anbeten sollte, dachte der Jüngling, und seine Stirn furchte sich. Er sah im Geiste die mißbilligenden Blicke des frommen Großvaters, der jedes profane Studium als einen Verrat an der Lehre betrachtete und von den mathematischen, astronomischen und medizinischen Studien des Enkels nichts hören mochte. War es doch sein Lieblingsplan, daß der Enkelsohn Rabbiner werden sollte. Auch seine Eltern hatten ihn zu diesem Beruf ausersehen, zu dem er selbst sich nicht entschließen mochte, doch die Eltern waren nicht so starrsinnig wie der Alte, sic waren stolz auf den begabten Sohn, und der Vater, wenig gebildet, aber in hohem Grade wissensdurstig, ließ sich gern von ihm belehren. „Warum blickst du fortwährend nach dem Himmel, mein Sohn?“ fragte er. „Was dort oben geschieht, wird dir doch verborgen bleiben, so viel du dich auch mühst." „Vieles haben die alten Weisen schon erkundet, mehr noch ist zu erforschen übrig geblieben. Warum soll nicht auch ich zu denen gehören, die nach Erkenntnis streben," erwiderte Rüben. „Und was bliebe mir noch, wenn ich das nicht hätte?", fuhr er halb im Selbstgespräch fort. „Was uns allen bleibt,“ sagte der Vater ungeduldig. „Ein Leben in Arbeit für die, die wir lieben, und in Gottesfurcht," „Aber in noch größerer Furcht vor den Menschen," warf der Jüngere in spöttischem Tone ein. „Das nennt ihr Leben, o, wenn das Leben heißt, dann möchte ich lieber sterben, ehe ich so trübselig und entsagend geworden bin wie-—" Ein trauriger Blick des Vaters ließ ihn verstummen. Wir müssen entsagen, weil wir Juden sind, sprach es aus diesem Blick voll Schmerz und Ergebung. Gesenkter Hauptes schritt Rüben weiter, eine geraume Zeit, Plötzlich aber hob er den Kopf und seine Augen strahlten, „Ich weiß es wohl, Vater, daß du es nicht gerne sichst, wenn ich mich mit den Naturwissenschaften beschäftige," begann der Jüngling. „Siehe, als ich Arzt werden wollte, hast du cs mir nicht erlaubt, aber du konntest nicht verhindern, daß ich immer mit Eifer das zu ergründen suchte, was den Menschen gesund, und was ihn krank macht. Warum hat die Pest in unseren Gassen so viel weniger Opfer gefordert als unter den Christen!" „Weil wir mit dem Teufel verbunden sind, uns der bösen Krankheit durch Zauber erwehren konnten, während wir durch Vergiftung der Brunnen und Flüsse sie in die Häuser unserer Peiniger getragen, so behaupten jene. Wir aber wissen, daß dem nicht so ist, sondern daß wir Juden deshalb zum größten Teil von der Seuche verschont geblieben, weil wir nach dem Gesetze Moses leben, das höchste Reinheit und Mäßigkeit von uns fordert in allen Dingen, strengste Absonderung des Reinen vom Unreinen, des Gesunden vom Kranken, des Lebenden vom Toten. Mehr oder weniger ist cs uns allen bewußt, daß dies das Geheimnis unserer größeren Widerstandsfähgikeit ist. Aber sage, Vater, warum bergen wir als Geheimnis, was auch die Christen retten und zugleich uns ihr Vertrauen gewinnen könnte. Vater, auch die Christen sind Menschen w:e wir von Fleisch und Blut, dSfch ihr Herz wird sich der Dankbarkeit nicht verschließen, sie werden uns nicht länger verfolgen, wenn sie sehen, daß wir ihr Bestes wollen. Ich will zu ihnen hinausgehen und sie die levi tischen Reinheitsgesetze lehren, ich will ihnen sagen, daß sie mäßig sein müssen, nicht zu viel essen und vor allem nicht zu viel trinken dürfen, wenn sie gesund bleiben wollen, daß sie sich häufig waschen und baden und vor allem Tag und Nacht die Fenster offen halten müssen, um die frische Luft hineinzulassen. Sie werden mir folgen, sie werden mich segnen, den Juden, und wir alle werden aut* atmen können nach banger schwerer Zeit.' Jakob nickte stumm, er teilte nicht die Hoffnungen des Sohnes, doch er wollte ihn nicht mutlos machen, (Fortsetzung folgt.) Geschäftliche Mitteilungen. ftür alle Kraalen biirftc hie Fd.'tc Crrfinbuna auf ricftrotcdmtfc&cm öci'ictc. das neuartig, ftafiile, Hont Gtront urmMtöncuac Hetzkissen, „ffiärntofir" genannt, non geätzter Bedeutung sein. TaSsetde besitzt allen im Handel befindlichen Heizkissen gegenüber ganz bedeutende Vorzüge. Eine Gtromaufnahmc von zwei Minuten genügt, init__ midi Abschaltung den Apparat zn einer Wärmespeicherung von mehreren Stunden zu bringen. Tie Handhabung ist die denkbar einfachste uno santi sogar von Schulkindern auSgesührt werden. Nachdem man ein Erwärmen an t>cn vernickelten Flächen bemerkt, zieht man den Sleckkontalt borauS, nimmt die Uebcrfangssteckcr ab und legt den Apparat an die zu erwärmende Stelle. Man bat nicht nötig, >vie bei den im Handc-l befindlichen Heizkissen, ständig unter Strom zu liegen, matt braucht keilte Litze, die häufig durchlranspirierl ist, tttit ins Bett tfU nehmen, man vermeidet eine Kurzschlntzaesabr und ist ein Verbrennen des Bettes vollkommen unmöglich. Tie beige nasse Kon,Prelle ist wunderbar damit auszuführen indem ein angesiuchictes 2höi um Ven erwärmten Apparat gekcgt wird. Dieser Därmofix ift auch als Ftiszwärmcr im Bett, wie auch bei' Autofahrten, im Flugzeug. >m Kinderwagen ein angenehmer Wärmeipender. 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