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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-01-15 · 3 (15.1.1926) · page 8

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
3 (15.1.1926)
Date
1926-01-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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SWWWWWWWWWWWWWWM Sarai. ErrählunZ au» dem alten Aegypten von Max Rosenfeld. (Schluß.) Apappus wies Abram schroff zurück, und schon begann die Musik. Der König setzte sich und hatte nur Augen für Sarai, die mit den Blumen im Arm feierlich in die Mitte trat. Abram stand abgewandt und verhüllte sein Gesicht. Sarai schritt zur Musik, einen durchaus keuschen, geheimnisvollen Tanz, fern von jeder Sinnlichkeit; sie streute Blumen, die roten vor Abram, die weißen vor Apappus. Halb sprechend, halb singend, ließ sie zu ihrem Tanz diese Worte vernehmen: ,,Eine Blume erblühte am Ufer des Euphrat, Keusch und rein. — * Des Schöpfers Hand führte sie an das Ufer des Nil, Ihr blühender Mund war stumm. — O, daß die Blume sprechen könnte, Wie einst die Blumen im Garten Eden. — Ein Gelübde legte ihr Schweigen auf, Heiliges Schweigen der Keuschheit: Hab' acht, hab* acht, Daß du die kleine Blüte nicht zertrittst, Die kleine, keusche Blüte. —! Zertritt die kleine, keusche Blüte nicht. — O, sündige nicht, o, sündige nicht, Zertritt die kleine Blume nicht! — Sie verhüllte sich nach und nach immer mehr mit ihrem weißen Schleier, bis sie völlig verschleiert dastand. Die Musik schwieg. Wie anbetend näherte sich Apappus Sarai. „Dein Tanz war keusch — keusch wie ein Schwesterkuß. Doch deine liliemreine Keuschheit bringt meine Liebe zur Raserei. Nun bist du erst völlig das Ziel meiner Wünsche, Von allen Weibern, die ich sah, bist du die lieblichste. Du bist meine Welt und das Meer meiner Seligkeit, du bist der erquickende, kühlende Quell in der dorrenden Wüste meines verschmachtenden Daseins, du bist die ewig stillende Ruhe, die Zuflucht meiner irrenden Seele. Ja, ich liebe dich, engelhaftes Mädchen, meine Liebe zu dir ist allgewaltig.“ Er wollte sie umfangen, doch Sarai bebte zurück. „Du täuschest dich selbst, o König. Laß mich von dannen ziehen mit meinem Bruder; bin ich ferne, so ist auch deine Liebe dahin.“ „Meine Liebe zu dir ist unvergänglich.“ Sarai hob die gefalteten Hände zu ihrer Brust empor. „Ach, was ist Liebe — Liebe ist wie Zephyr, kommt und verwehet so leicht; Liebe ist wie ein Sommerfalter, du glaubst ihn zu haschen und er fliegt davon; Liebe ist ein süßer, seliger Gedanke, du denkst und vergissest ihn; Liebe ist eine Blume, eine Blüte; getrennet vom Stamm ihrer Kraft und von der Wurzel ihres Lebens geschieden, muß sie in all ihrer glühenden Pracht dahinwelken, als wäre sie nie gewesen —" Apappus faßte ihre Hände und hielt sie fest. „Und mag auch alle Liebe verwelken — meine Liebe zu dir, herrliches Mädchen, wird niemals verwelken, und aber, sie wird niemals verwelken. Meine Liebe zu dir ist wie der ungetrübte Himmel, hat Sonne, Mond und tenfsend funkelnde Sterne, hat leuchtenden, jubelnden Tag und dämmernde, träumende Nacht —, ewig unendlich ist meine Liebe zu dir —" Ein heulender Wind zog durch den Palast. Blitze zuckten draußen durch die Finsternis, fern grollte der Donner. Der Oberstkämmerer und alles Gefolge eilten bestürzt zum Tore, das der Wächter geöffnet hatte. Abram war auf die Knie gesunken und betete händeringend. „Berühre nicht meinen keuschen Leib, König — laß mich!“ rief Sarai. Aber mit großer Leidenschaft umschlang Apappus sie. „Komm, komm, du mußt die Meine werden! Siehe, ich bin Herr über Aegyptenland, mir gehorchen alle Völker am Nil — du sollst meine Königin sein! Komm, komm, sei mein! Du bist die einzige Erfüllung meiner Sehnsucht — der reine Duft deiner zarten Weiblichkeit berauscht mir die Sinne; dein Atem ist süß wie Ambra. Komm, laß mich die Kirschen deines Mundes pflücken und reiche sie mir im Kusse dar — küsse mich mit deinem Atem! Stille den glühenden Durst meiner liebekranken Seele!“ Neue Blitze zuckten, von heftigem Donner gefolgt. Sarai wehrte entschlossen den König ab, der sie aber nicht frei ließ. Er führte sie gewaltsam die Stufen empor zu dem Teppich, den er zur Seite riß. „Laß mich frei, ich bin geheiligten Leibes . . . der Herr beschütze mich!" Ihr durchdringender Schrei verklang hinter dem niederfallenden Teppich. Das Unwetter entlud sich jetzt mit allergrößter Heftigkeit. Blitz und Donner folgten dicht auf einander, und gewaltiger Sturm brauste über Dahschur hin. Abram befand sich allein in der Halle, er sprang aut. „Pharao Apuppus, höre mich an, die Wahrheit will ich künden. Wehe mir, was habe ich getan, wohin brachte mich die feige Lüge. Herr, mein Gott, ich höre dich in deiner Donnerstimme, du zürnst gerecht, doch bittre Reue wühlt in meinem Herzen. Vergib, o Herr, vergib! Gott, du mein Gott, verlaß mich nicht! Du hast mich bis hierher behütet, erlöse mich auch jetzt von dieser Qual, gib mir mein Weib zurück, gib es mir rein und fleckenlos zurück!" Der ganze Himmel schien in Flammen zu stehen, der Donner schwoll zu fürchterlichem Getöse an, ein starker Einschlag erfolgte. Sarai floh in einer Feuergarbe vor Apappus, sie eilte zu dem am Boden knieenden Abram. „Abram, nimm von mir das furchtbare Gelübde!“ „Ach, du, mein Weib, es ist gelöst!“ Mit Schwert und Lanze bewaffnet kam der Oberstkämmerer besüürzt herein und auf Apappus zu, der wie gebannt auf den Stufen stehengeblieben war. „Aufruhr! Aufruhr im Himmel und auf Erden! König, bewaffne dich, das Volk ist zügellos und dein Land furchtbar heimgesucht. Die Götter grollen.“ Abram stand vom Boden auf, laut erhob er seine Stimme. „Der eine, wahre, einzige Gott, er grollt, grollt mir ob meiner Sünde. Die Stimme des Herrn sprüht Feuersflammen, die Stimme des Herrn mahnt mich zur Buße. UNSERE RÄTSEL-ECKE SKeichhohrätsel. Umkehrrätsel. Es ist mein Wort auch hierzirlanö Als Zeitung Londons sehr bekannt. Manch Jude liest's, weil sich's bewährt; Und auch manch Anti-Wort (verkehrt). o b a n Q 8 e m t t o g u b e n Drehrat sel. n u a a d f t 1 a 8 o o k e P P e r m 8 z c i s a h e a r t n r Wörter von nachfolgender Bedeutung entstehen: 1. König von Babylon; 2. relig. Tugend; 3. alttestamentliches Land; 4, babylonischer König. i ErgänzungsrLIsel. . amue . Prophet . slmod. Teichel . aari . Gebet . dali . Kleinastatischer Hafen . ücke . Körperteil . ndig. Farbstoff . ssua . Stadt in Oberaegypten Die Punkte sind durch Buchstaben zu ersetzen, so daß Wörter von nebenstehender Bedeutung gebildet werden. Die Anfangsbuchstaben nennen senkrecht eine alte Stadt in Palästina, die Endbuchstaben ein Gebirge daselbst. H Durch Umlegung von fünf Hölzchen und' Berschte« bung eines Buchstabens erhält man einen Berg in Palästina. * Auslösungen der Rätsel von voriger, Rümmer: 1. Weisheit und Schönheit. Salomo — Salome. 2. Kammrätsel.; a. b. 8. a. 1. °* Lm b i a To n V b » e a a e r n n s 3. Zahleurätsel. 1. Adalia; 2. Bileam; 3. Rebekka; 4. Abarim; 5. Babel; 6. Adam; 7. Noah; 8. Elias; 9. Lea. — Abrabanekl. Höre, König, ich habe dich belogen — Sarai ist mein Eheweib, nicht meine Schwester . . . .“ Gebeugt trat er vor Apappus. Sarai trat an seine Seite und schluchzte laut. „Sein Weib, sein armes Weib bin ich. Ein fürchterlicher Eid schloß meinen Mund.“ „Gelöst! Gelöst!“ rief Abram. Das Wetter draußen ließ nach, es klärte sich langsam auf. Apappus sah Abram und Sarai lange an. „So mag die Welt vergehen und ich mit ihr!“ Er ballte die Fäuste gegen Abram. „Vergeltung, Lügner! Nieder auf die Knie!“ Abram warf sjch nieder. „Ich will gestehen, die Wahrheit sollst du wissen, König. Als ich mich hier gefangen sah, glaubte ich, wenn du Sarai sähest, ihre Schönheit, und hörtest, ich sei ihr Gemahl, du möchtest mich erwürgen und sie zu deiner Lust behalten. Da ließ ich Sarai einen heiligen Eid schwören, daß sie zu jedem spräche, sie wäre meine Schwester und mir es desto besser ginge. O schnöde Eigenliebe, o erbärmliche Furcht!" „Du hast mich um mein Glück betrogen,“ rief Apappus in bebendem Zorn, „hier auf der Stelle mußt du sterben. Die Lanze her — mein Blut ist wild, durch deinen Tod wird es erst wieder ruhig. So tue ich nun mit dir, wie du es feig gefürchtet hast.“ Er hatte dem Oberstkämmerer die Lanze entrissen, Abram bot seine Brust dar. „Ich bin zum Tode bereit.“ Apappus hob die Lanze — da warf sich Sarai mit einem Schrei zwischen ihn und Abram. „Dann töte mich zugleich, o König! Denn ohne Abram mag ich nimmer leben. Ja, lieber gäbe ich mir selbst den Tod und folgte ihm, den ich von ganzer Seele lieben muß, ins Jenseits. So töte mich zuerst, Apappus!“ Apappus bebte zurück und ließ die Lanze fallen. Er bedeckte die Augen mit der Hand. „Wie ich dich liebe, Sarai, kann mein Mund dir niemals künden — fühle es — das größte Opfer meines Lebens bringe ich jetzt dir. Doch nein —: was sage ich — Opfer?“ Er lachte bitter und gequält. „Ich liebe dich ja nicht — ich habe ja ein steinern Herz, wie wäre es der Liebe fähig. Du bist ein fremdes Weib. Ist dieser nicht dein Gatte? Heißt er nicht Abram? Auf, Abram, nimm dir nun dein Weib und ziehe, wohin du magst!“ Er wendete sich ab, während Abram und Sarai sich jubelnd in die Arme schlossen. „Sarai," rief Abram, „du mein teures Weib, ich habe dich wieder. Gepriesen sei der ewige Gott! Dank edelster König!“ Sarai wandte sich nochmals Apappus zu. „Friede sei mit dir, Pharao! Magst du die kleine Blume bald vergessen . . . Lebe wohl, Apappus, lebe ewig wohl!" Abram umschlang sein Weib mit seinem Arm, sie wandten sich dem Ausgange zu. Sie eilten durch den Garten und durch die offene Pforte in die nun wieder sonnig bestrahlte Landschaft. Apappus verharrte abgewendet, stumm und regungslos; sobald Abram und Sarai nicht mehr sichtbar, machte er taumelnd einige Schritte, als wollte er sie zurückrufen, dann fiel er schwer ächzend zu Boden. Der Oherstkämmerer rief Diener herhei, sie trugen den König wieder auf sein Krankenlager. Die Leibärzte boten all ihre menschliche Kunst auf, — vergebens, an demselben Tage noch starb Pharao Apappus. BÜCHERSCHAU Die Lehren des Judentums: Gekürzte Handausgabe. Herausgegeben von der Vereinigung für Schriften über jüdische Religion. Begründet vom Verband der Deutschen Juden. Obige Schrift ist eine gekürzte Ausgabe der bis jetzt erschienenen 4 Bände der „Lehren des Judentums“, die von der oben erwähnten Vereinigung herausgegeben werden. Diese gekürzte Ausgabe ist sehr zu begrüßen, weil so diese Schriften viel besser als Aufklärungsmaterial hinausgegeben werden können und auch in christlichen Kreisen, wie es selbst erfahren, viel Freude und Anerkennung gefunden haben. Auch für den Religionslehrer ist dieses Handbüchlein von großem Werte, weil es ihm, ähnlich wie Freudenthals Religionslehrbuch, eine Ergänzung zu dem jüdisch-ethischen Unterricht bildet und manche Darlegung zusammenfassend vertieft. Die einzelnen Darbietungen sind inhaltlich nicht gleich wertvoll, manche auch etwas zu gedrängt und zu allgemein. Aber jeder wird wissen, was er daraus hervorholen kann. Ich würde es begrüßen, wenn dieses Büchlein allen Schulen für die Lehrerbibliothek wie Schülerbibliothek zugesandt wird. Hier haben wir cs bis jetzt so gehalten. Straßburger-Uim. Joseph Tschcrkassky: H. Berthold, Schriftgießereien und Messinglinien-Fabriken. Seit dem Zeitalter des Humanismus, seit Reuchlin seine hebraistischen Streitschriften in die Welt gehen ließ, hat sich der hebräische Druck in gleichem Maße wie die allgemeine Druckpresse entwickelt. Besonders wertvolle hebräische Druckwerke kamen allerdings fast regelmäßig aus Holland oder Polen. Jetzt zeigt Tscherkassky, früher selbst Inhaber einer großen Schriftgießerei in Kiew, Jetzt Leiter der orientalischen Abteilung der deutschen Schriftgießerei H. Berthold A.-G., Leipzig-Stuttgart, in einem geschmackvoll zusammengestellten Katalogwert die hohe Kultur der hebräischen Typographie in Deutschland. Für jeden Liebhaber und Kenner des schönen Drucks stellt der prächtige Berthold-Band eine interessante Lektüre dar. Wer, als Redakteur oder Schriftsteller, mit hebräischem Druck zu tun hat, wird ihn mit seinen Anregungen nicht entbehren können. Dr. Botho Laserstein. 8. Schachnowitz: Die Messiasbraut, die Geschichte einer verlorenen Hoffnung, historischer Roman aus dem 17. Jahrhundert. Hermon - Verlags - Aktiengesellschaft, Frankfurt a. M. ' Der vorliegende historische Stoff, das Leben Sabbatai Zewis, ist brav verwendet; aber er ist so recht in der Art bearbeitet, wie wir ihn uns aus den Büchern unserer Schulbibliotheken „für die reifere Jugend“ zu entnehmen pflegten. Ermüdende Längen, die von einer gewissen pädagogischen Pedanterie zeugen, fehlen nicht. Will man, was im vorliegenden Falle naheliegt, die Arbeit in schulmäßiger Weise würdigen, so kann man sie als „in Anbetracht des Fleißes genügend“ bezeichnen. D r. Max Mayer- Berlin. Inhaltsangabe des zweiteiligen BismarS-Filmes. Wir verweisen hier ans hat soeben erschienene Geleitbuch zum Bismarck.Film. das. von Professor Ludwig Ziehen, dem Autor deS Fimmanuslriptes, verfaßt, in hinreißender Schilderung das Leven und die Persönlichkeit Bismarcks und diu hoch dramatischen Ereignisse jener Epoche mit ihrer Krönung durch die Reichsgründung behandelt. 24 Bildtafeln, die die schausten Szenen und Porträts des Filmes darstellen, verleihen dem Buch einen veionderen Schmuck. Es ist überall -zu dem außerordentlich billigen Preise von 1.S0 Ml. erhältlich. Der vaterländische Zweck deS BiLmarck-Filnis bestimmt auch den inneren Aufbau und die zeitlichen Grenzen seiner Handlung. Bismarcks Jugend wird in einem kürzeren Borsviel behandelt, das uns den werdenden Bismarck zeigt, den Studenten in seiner üverschäumenden Kraft, den Referendar in seiner Auflehnung gegen den BureaulratiSmus und auf Knievhof den „tollen Bismarck", der aber hier eine innere Wandlung durchmacht und durch seine Verlobung mit Johanna v. Puttlamer den festen Halt für sein Leben findet. Enden mutz aber die eigentliche Harrdlung deS Films mit der Reichsgründung im Jahre 1871. Die dann folgen» den inneren Kämpfe oder gar die Geschichte seiner Entlassung würden nur trübe Erinnerungen wecken, nicht einigend, sondern trennend wirken und so den vaterländischen Zweck des Ganzen vereiieln. Der Hauptteil deS Films umfatzt also die Zeit, in der Bismarck in das politische Leben eintritt. bis 1871. ein in sich wohl abgeschlossenes Drama, das sich in vier groben Abschnitten ausbaut. Zuerst BiSmarck als Anhänger Friedrich Wilhelms IV. und doch in starkem Gegensatz zu ihm: sein erstes kühnes Austreien im Vereinigten Landtag, dann im dramatischen Szenenwechsel die Tragödie der 1848er Revolution, in die er als Führer iöuigstreuer Bauern einzugreifen sucht, und dann sein Wirken als Gesandter in Frankfurt a. Main, aber immer noch gebunden durch die schwächliche Haltung Friedrich Wilhelms IV. Da kommt der grotzc Umschwung durch die Lhronlwsteigung Wilhelms I. und durch den Kampf um die Armcereforin, dessen Haupimomentu wir sin dramatischer Steigerung erleben: die Ablehnung der Vorlage und ihren Eindruck auf den König, die Berufung Bismarcks und in einigen bezeichnenden Bildern dessen Kampf gegen die Mehrheit, der seinen Höhepunkt in der Schleswig-Holsteinischen Frage erreicht und uns Bismarck gleichzeitig im Kampfe gegen die Einmischung der andern Grotzmüchte, die Abgeordneten und seine höfischen Gegner zeigt. Der Uebergang nach Alscn bildet den siegreichen Abschluß dieser Poliiil. Ter dritte Abschnitt ist der Krieg 1866: Aus dem Kriege' selbst nur zwei kurze Szenen, dafür aber möglichst eindrucksvoll die großen Ereignisse in Rikalsburg. vor allem den Kampf mit dem König selbst, wohl der schwerste, den Bismarck je bestanden. Kaum ist hier der Sieg erfochten, ballt sich ein neues Gewölk im Weiten zusammen. Ter letzte grotzc?lbschnitt behandelt den Krieg 1870/71 und seine Vorgeschichte. Hier werden wir zuerst in das gegnerische Lager geführt uni» sehen daS Ringen zwischen Napoleon und der Kaiserin Eugcnie, die ihren schwachen, kranken Gemahl zuni Kriege treib!. Ems und die Einser Depesche führen die entscheidende Wendung herbei, der Krieg mit Frankreich beginnt. Der Film bringt einmal einige große Schlachtenszenen zur Erinnerung an jene große Zeit, vor allem aber zeigt er, wie auch hier Bismarck nicht ruht und fein Geist auch hier im Felde der treibende und führende ist. St. Prwat, Sedan und Doncherb. der Brief an König Ludwig von Bayern und dessen Antwort in Hohenschwangau bilden T)iei. die Höhepunkte, bis die Kaiierlrönung in Versailles die Vollendung von Bismarcks Werk bringt. Hier endet die eigentliche Handlung des Films, einige eindrucksvolle Bilder sollen noch die Entwicklung der späteren Zeit andentcn. zuletzt in gewaltiger Symbolik Deutschlands Fall und die Hoffnung seiner Auferstehung. Wä 'm°IL Elektrischer Bett- und FuBwHrmer der Neuzeit D. R. P. a. NI. 15.- gegen Voreins. od. Nachn. ERICH BUBBERG, Berlin SW61, Gitschlner Straß« 107

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