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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-01-15 · 3 (15.1.1926) · page 1

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
3 (15.1.1926)
Date
1926-01-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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MWM«MV^WMst«WWWWMWWM»WMW^»WWWWWWWIWW»WWWWWWWWWWWWWW!v^rf. *V«A-T-'WTB^fpljn^ l r\ IWch liberaleZMng Organ der Vereinigung für das liberale Judentum e. V. Bezugspreis durch die Geschäftsstelle l/4 jährlich M. 2.90 Einzelnummer 0.20. Lei freier Zusendung i. Inland 0.29 Für die Mitglieder der Vereinigung ist der Bezugspreis : :r :: im Mitgliedsbeitrage enthalten. :: :: :: Chefredakteur: Dipl-Ina. Bruno Doyda. vis „Iüdifch-liberals Zeitung" erscheint jeden Srvitag. Redaktion u. SeschüttssteNs: vsrlin SXV, Wilhelmflr. 147. Sernruk: Safenhelds 3358, 3359 poftschsrNNonto: veriinNV?7 Nr.1S7vav (Vereinigung für Vas liberale luOentum NacfcOruck fümttidjer Original-Beltrüge nur mit vorheriger Genehmigung Oer ReOahtlon gestattet. Anzeigenpreise: Die 12gespaltme Noupareillezeils 0,49 Goldmark, die Reklamezeile 3,00 Goldmark, bei :: :: :: Wiederholungen Rabatt. :: :: :: Anzeigenannahme: jüdisch-liberale Zeitung* Fnseratenadteilung: Berlin SD 48, Dilhelmstraße 147 (Hasenheide: 3398—99), sowie sämtl. Annoncen Lxped. Nr. 3 Berlin, 15. Januar 1926 6. Jahrgang Ae antisemitische Mmationale. s General Deimling und die Juden als Kriegsteilnehmer. Bon Doris W i t t n e r. In der süddeutschen Pensionopolis Baden-Baden Hansen einträchtig lich beieinander 62 oder 64 Exzellenzen, vordem fast ausschließlich aus den hohen Posten der wilhelminischen Generalität Sie führen ein beschauliches Dasein, beziehen ihr ansehnliches Ruhegehalt von der Republik, die sie dafür monarchistisch bespeien, fühlen sich persönlich gekränkt, wenn sie etwa einem „Fremdstämmigen" in der Lichtenthaler Allee begegnen, und unterhalten sich, mangels anderer Beschäftigungen, gemeinhin damit, daß sie laut und dröhnend Deutschland als den Sieger des Weltkrieges verkünden, den Dolchstoßprozeß als einen standesgemäßen Zeitvertreib behandeln und in besonders weihevollen Stunden neben dem „?our le merite" das Hakenkreuz anlegen und dazu vielstimmig das vaterländische Lied anstimmen: „Siegreich werden wir Frankreich schlagen". Locarno und London existiert für sie nicht: Stresemann und Luther gelten ihnen als Baterlanösverrüter. Und wenn sie auch nicht in das Rotwelsch der jungen Generation verfallen, wonach man von besagten Staatsmännern nicht anders redet als „das Schwein mutz abgekillt werden", so sehen sie doch diese hofsnungsfrohe Jugend mit einem gewissen ermunternden und ermutigenden Wohlwollen an. und jeder, der es wagt, anderer Ansicht zu sein als sie. wird von ihnen gesellschaftlich in strengsten Boykott getan. Um ihres fossilen Charakters willen tragen diese petrefakten Herrschaften ldie beiläufig ein ebenso geruhsames als unschädliches Dasein führen) im Volksmund den charakteristischen Spitznamen „Das Wachsfigurenk a b i n e t t". Inmitten dieses durch panoptikumartige Reize ausgestatteten „Wachsfigurenkabinetts" lebt und webt und strebt ein vielbefehdeter Störenfried, der vormalige Kommandierende General der Infanterie. Berthold von Deimlings auch er Exzellenz, auch er Inhaber des ..kour le merite". hoher Orden sowie hoher und allerhöchster Gunstbeweise, auch er vor der „Umwertung aller Werte" strammer und straffer Monarchist sMittelpunkt der Zabernaffärc). Vorgesetzter des Generals Ludendorff, Chef der Operationsabteilnng im Großen Generalstab, siegreicher Feldherr im Hottentottenkrieg, bei Ausbruch des Krieges Kommandierender General auf dem vorgeschobenen Posten der westlichen Bastion Straßbnrg. Auch der General Deimling. Exzellenz, der von den „Wachsfigurenkabinett- Exzellenzen ignoriert wird nach dem Heineschen Motiv: „Und grüß' mich nicht unter den Linden", hat die biblische Altersgrenze der sievenzig Jahre längst überschritten. Dennoch fühlt er sich noch zu jung, um zu rasten, geschweige zu rosten. Der Weltkrieg, den er bis zum 17. September 1917 erfolgreich — und zwar nicht wie viele seiner exzellenten Kameraden hundert oder zweihundert Kilometer hinter der Front — mitgekämpft hat, hat seine Anschauungen vom „frischen, fröhlichen Krieg" oder auch vom „rauhen Kriegshandwerk". wie der musisch gebildete Bürger es nennt, wesentlich revidiert Als er sehr bald erkannt hatte, daß nach der ersten verlorenen Marneschlacht der Krieg für uns militärisch nicht mehr zu gewinnen war. und als er sich dem mathematischen Exempel, daß drei wider zehn sich auf die Dauer nicht zu halten vermögen würden, nicht mehr verschloß, riet er frühzeitig zu einem ehrenvollen Berständigungsfrieden. Und als er. die Not des Volkes und die Aussichtslosigkeit des männermordenden Krieges nicht länger verkennend, offiziös und offiziell besagten Verständigungsfrieden anregte und propagierte, ward er auf Betreiben seines ehemaligen Untergebenen, des Generals Ludendorff, der nunmehr an der Spitze der Obersten Heeresleitung stand, von seinem Obersten Kriegsherrn kaltgestellt. Zwar mit allen Ehren, dem Großkreuz mit Schwertern und einem allerhöchsten allergnadigsten Handschreiben, aber doch immerhin, — kaltgestellt. Denn — eine solche Mentalität war nicht .preußisch". „Man verständigt sich nicht mit dem Feind, sondern man vernichtet ihn". Die 64 Baden-Badener „Wachsfigurenexzellenzen" haben sich mit dem Feinde zwar nicht verständigt, dafür haben sie ihn aber auch nicht vernichtet. sondern sind vielmehr von ihm vernichtet worden, und zwar gründlich. Trotz aller nachträglichen Geschichtsklitterung und Legendenbildung. Berthold von Deimling aber hörte nimmer auf, das Vaterland, dem er viele Jahrzehnte aufopfernd gedient, zu lieben und ihm, wenn auch nunmehr auf andere Weise, zu dienen. Und wenn er vormals Vertreter einer „rasenden Soldateska" gewesen sein sollte, so setzte er sich nunmehr für zeitgemäße parlamentarische Bräuche ein und suchte durch seine eigenen Erfahrungen und Mitteilungen aus dem Weltkriege nicht wie seine exzellenten Genossen den Bürgerkrieg zu schüren, wohl aber den B ü r g e r f r i e d e n zu schirmen Er organisierte in Baden-Baden einen Bürgerschutz, schuf eine Wehr, der er die alten deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold lieh, lang ehe sie in Weimar zu Reichssarben nominiert wurden. Ja „schaudervoll, höchst schaudervoll!" Er ging sogar unter die Demokraten, unter jene Demokraten, gegen die bekanntlich nur Soldaten helfen, und er suchte im Reichsbanner eine republikanische Institution von Treu und Ehrlichkeit zu organisieren. Wen wundert es. daß er darob von allen nationalen Offiziersverbänden in Acht und Bann getan, von ehemaligen Untergebenen in der Presse und vor Gericht mit Schmutz beworfen und sogar als verantwortlich für den Verlust des Weltkrieges urbi et orbi beschimpft und gescholten wurde? Wie Groener als „Revolutionsgeneral", ward er als „Reichsbannergeneral" öffentlich angeprangeri. Er aber konnte über all diesen kleinlichen Eifer und Geifer lächeln und die Achseln zucken und seinen Kritikastern erwidern: „Das sind die Weisen. — Die vom Irrtum zur Wahrheit reisen: — Die im Irrtum verharren. — Das sind die Narren." Je mehr demagogischer Aberwitz aber gegen ihn geschlendert wurde, desto größeren Wert gewannen seine dokumentarisch und statistisch belegten Mitteilungen aus dem Weltkriege, von denen wir hier nur folgen lassen, was unmittelbare Beziehung hat am die viel verlästerte Teilnahme (oder vielmehr Nichtteilnahme) der Juden an dem großen Völkerbrande. Bor dem unkestochenen Richter der Nachwelt werden die Worte des Generals von Deimling den Wert ihrer Echtheit und die Echtheit ihres Wertes bezeugen. Allen heute schon modernden, in absehbarer Zukunft längst vermoderten „Wachsfigurenkabinetten" zum Trotz! Und nunmehr hat der General von Deimling selbst daS Wort: „Fahre ich da jüngst von Baden-Baden nach Karlsruhe. Bummelzug. Dritter Klasse. Im Wagen dicker Tabakrauch und Geschäftsleute. Am Fenster ein modern gekleideter, jüngerer Herr mit Monokel und Hakenkreuz an der Krawatte. Ich sehe mich auch ans Fenster und schaue hinaus in die Pracht der Frühlingslandschnft. Mit halbem Ohr höre ich. wie die Leute beim Politisieren sind. Sie streiten darüber. wer und was an unserem Unglück schuld sei. Sozen, Revolution, Dolchstoß. Kriegsgewinnler, Stresemann, Ludendorff — so schwirrt es bunt durcheinander, und je näher wir an Karlsruhe kommen, desto röter werden die Köpfe und desto heftiger die Gestikulationen. Da fährt plötzlich mit schnarrender ostelbischer Stimme der Herr mit dem Hakenkreuz in die Debatte: „Meine Herren, ich werde Ihnen sagen, wer schuld ist an der ganzen gottverfluchten Schweinerei: Niemand anders als die Juden. Die Juden haben den unglücklichen Ausgang des Krieges herbeigefübrt, sie haben die Revolution gemacht, und sie sind schuld, daß alles so teuer isi. daß unsereiner setzt dritter Güte fahren muß. Dafür hat man aber während des Krieges im Schützengraben keinen Juden ziu seihen bekommen. Sie kennen doch, meine Herren, das schöne Gedicht vom „jüdischen Soldaten: „Ueberall grinst sein Gesicht, nur im Schützengraben nicht . . ." Bevor ich noch die Wirkung dieses antisemitischen Ergusses auf die Mitreisenden beobachten oder ihm widersprechen konnte, hielt der Zug. Er hatte sein Ziel Karlsruhe erreicht. und alles stieg aus. Auch der Herr mit dem Hakenkreuz, der ja nur ausgesprochen hat, was heutzutage in vielen Hirnen spukt. Es ist nichts Neues, daß die Juden als Sündewbock herhallen müssen. Wenn tm Mittelalter unser Volk von einem Unglück heimgesucht ivurde, wenn die Pest oder die Cholera ins Land kam. wer war schuld? Tie Juden. Sie sollten die Brunnen vergiftet haben und mußten diesen finsteren Merglauben durch schwere Verfolgungen büßen. Das war im dunklen Mittelalter. Wenn aber heute im Zeitalter der Elektrizität und des Radio, da die Menschen durch die Lust fliegen und unter dem Wasser fahren, wiederum der Ruf ertönt: „Die Juden siyd an allem schuld", und wenn der hanebüchene Unsinn von den irregeführten und verhetzten Massen geglaubt und stumpfsinnig nachgeschwätzt wird, so gereicht das der deutschen Kultur wahrlich nicht zur Ehre. Wer ist denn am verlorenen Kriege schuld? Doch nicht die Juden. Sondern schuld ist die erdrückende Uebermacht der Feinde an Soldaten und Kampfmitteln und die furchtbare Wirkung der Hungerblockade, die das deutsche Volk ausgepceßt hat wie eine Zitrone bis auf den letzten Tropfen. Und schtUd ist. daß nicht rechtzeitig ein Frieden der Verständigung zuwege gebracht worden ist. der uns vor der entsetzlichen Katastrophe bewahrt hätte. Ebensowenig sind die Juden schuld an der Revolution. Die Revolution ist nicht gemacht worden, sondern sie kam, weil sie mit Naturnotwendigkeit kommen mußte als Folge der Unterlasftmg rechtzeitiger Reformen im Innern und als Folgen des unglücklichen Kriegsausganges, auf den das deutsche Volk nicht vorbereitet war. so daß es plötzlich aus allen Himmeln seiner bisherigen Siegeszuversicht herabgestürzt wurde. Nun hat mein antisemitischer Mitreisender den Juden auch noch Drückebergerei im Kriege vorgeworfen und behauptet. man habe keinen Juden im Schützengraben gesehen. Nuw ich habe als Kommandierender General viele Juden im Schützengraben gesehen und habe die Wahrnehmung gemacht, daß die jüdischen Soldaten und Offiziere ihre Pflicht und Schuldigkeit gerade so getan haben wie ihre christlichen Kameraden. Manchem Juden konnte ich das Eiserne Kreuz verleihen, einigen sogar das Kreuz i. Klasse. Gewiß wird auch Juden ge. geben haben, die ihr Leben höher schätzten als kriegerische» Lorbeer; solche hat es aber auch unter den Christen gegeben. Die gehässige Verallgemeinerung des Vorwurfs der Drückebergerei. die ist es. die jeder Gerechtdenkende auf das schärfste verurteilen muß. . Der Borwurf der Drückebergerei wird übrigens am schlagendsten widerlegt durch das Ergebnis sorgfältiger Er- Hebungen, die durch Vermittlung der jüdischen Kultusgemeinden während des Krieges und gleich nach demselben angestellt worden sind. Nach diesen Erhebungen (vgl. „Die deutschen Juden als Soldaten im Kriege 1914—1918" von Dr. Jacob Segall. Berlin. Philoverlag) haben etwa 100 000 Juden am Feldzug teilgenommen: das beißt: die jüdische Bevölkerung in Deutschland hat restlos den auf sie entfallenden Anteil an Kriegsteiln ehmern gestellt. Etwa 800V0 jüdische Kriegsteilnehmer sind an der Front gewesen, d. h. vier Fünftel aller jüdischen Feldzugsteilnehmer. . . . Etwa 12 000 jüdische Kriegsteilnehmer haben die Hermat nicht wiedergesehen. Das heißt, die deutschen Juden haben Blutopfer gebracht, die nach Lage der Dinge durchaus entsprechend sind. Etwa 35 000 sind kriegsdekoriert. 23 000 befördert worden, darunter mehr als 2000 zu Offizieren. Das heißt, die jüdischen Kriegsteilnehmer haben an den Erfolgen kriegerischer Leistungen in einer dem Durchschnitt entsprechenden Weise teilgenommen. r Im Flugzeugdienst waren mele Hundert ludricher Soldaten. Der mit dem Orden „?our le merite dekorierte Fliegerlentnant Wilhelm Franke war ein Jude. Aber was ein waschechter Antisemit ist. schert sich den Teufel um die Statistik. So hat bald nach dem Kriege der Herausgeber einer antisemitischen Wochenschrift in München einen Preis von 1000 Mark für den Nachweis ausgesetzt, daß eine jüdische Familie während des Krieges drei Wochen lang auch nur drei Söhne im Schützengraben gehabt habe. Ein Rabbiner aus Hannover legte daraufhin dem Preisaussetzer eine Liste von zwanzig Familien seiner Gemeinde vor. aus die diese Voraussetzung zutraf. Da der Aussetzer des Preises den Nachweis nicht anerkennen wollte, stellte der Rabbiner Klage beim Landgericht München auf Zahlung des ausgesetzten Preises. Nach Durchführung der Beweisaufnahme, in der der Kläger ein Verzeichnis von weiteren fünfzig jüöischeu Familien aus anderen Gemeinden vorlegte, die bis 7 und 8 Söhne int Felde hatten und von denen einige den Verlust von drei Söhnen zu beklagen haben, erkannte der Beklagte den erbrachten illachweis an und zahlte an den Kläger den ausgesetzten Preis von 1000 Mark, der für gemeinnützige Zwecke verwendet wurde. Mir selbst ist ein Fall bekannt, daß eine jüdische Witwe vier Söhne im Felde hatte, von denen drei fielen. Sie reklamierte hierauf den vierten Sohn für den Etappendienst. Bevor ihr Antrag zur Ausführung kommen konnte, fiel auch dieser vierte und letzte Sohn. Macht euch einmal klar, ihr Judenhasser und Judenhasserinnen, was in der Seele einer solchen Mutter oder in der Seele von Kriegskrüpveln vorgeht, wenn sie immer und immer wieder hören, die Juden seien Drückeberger gewesen. Wer das nicht fühlen kann, muß schon eine gute Portion Roheit besitzen. Der gleiche Wille und das gleiche. Sehnen erfüllte in den Augnsttagen des Jahres i914 unsere jüdischen Volksgenossen wie uns. Sie haben wie wir für unser Vaterland gekämpft und geblutet. Sie wollen es gemeinsam mit uns wieder aufbauen. Und wir können und wollen sie beim Wiederaufbau nicht entbehren. Darum fort mit der Juden Hetze! Sie baut nicht auf, sondern sie reißt ein: sic lenkt das Urteil des deutschen Volkes ab von den wahren Fehlern und Schäden, und sie steht im Widerspruch mit den Geboten dessen, der gesagt hat, man soll seinen Nächsten lieben wie sich selbst." Zur Frage des Numerus Clausus. Bon Dr. Hugo Spiegler. Wien. Aus moralischen Gründen sieht die Juöenschaft der gan« zen Welt in geschloffenem Abwehrkampf gegen den in einzelnen Staaten teils geplanten, teils schon praktizierten Plan, die Zulassuna der Bevölkerung zu gewissen Berufen nach einer konfessionellen Prozentnorm zu regeln. Es ist natürlich kein Wort darüber zu verlieren, daß ein solcher Versuch so ziemlich allem widerspricht, was seit der Verkündigung der Menschenrechte während der französischen Revolution immer wieder — zuletzt in den famosen Friedensschlüssen nach dem Weltkriege — an klingenden Phrasen von der Gleichberechtigung aller Staatsbürger produziert und von der Philosophie, schönen Literatur und nüchternen Jurisprudenz formuliert worden ist. Wer also aus dem Boden der Theorien von 1789 und 1848 steht, mutz schon die bloße Diskussion üher einen konfessionelle» Numerus clausus wie einen Faustschlag ins Gesicht empfinden.

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