Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 6 (1926)
- Issue
- 1 (1.1.1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2613366-2613841-2613842--1636-2619018- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Dornum 1× ep/1044450
OCR text
MMMeraleZÄM Organ -er Vereinigung für das liberale Judentum e. V. Bezugspreis durch die Geschäftsstelle ^jährlich M. 2.50 Einzelnummer 0.20. Bei freier Zusendung i. Inland 0.25 §ür die MUgUeder der Vereinigung ist der Dezugspreitt :: :: im Mtgliedsbettrage enthalten. :: L :: Chefredakteur: Dipl.-Vng. Bruno Doyda. Vis „Jüdisch-liderals Zeitung" erscheint jeden Sreitag. Redaktion u. SefchSttssteNe: Berlin SW, WNHelmstr. 147. Sernruf: kasenhelds 3358, 3359 PoftfcDecfckonto: Berlin 11W7 nr.moö© (Vereinigung für das liberale Judentum Nachdruck sämtlicher Orlginal-veltrLge nur mit vorheriger Senehmigung der Nedaktlon gestattet. Anzeige n p r eise: Die 12 gespaltene. Nonpareille^« 0,45 Goldmark» die Rrklamezeile Z,00 Goldmark, bei :: u :: Dtederholungen Rabatt. :: :: 4 Anzeigenannahme: «büdisch - liberale Zeitung* Änseratenabteilung: Berlin SD 48, Dilhelmftraße 147 (Hasenheide: 3358—59). sowie sämtl. Annoncen-Exped. Nr. 1 Berlin, 1. Januar 1926 6. Jahrgang Der Kamps für den Völlersriede«. Ein jüdischer Vorkämpfer für den Völkerfrieden. Johannes von Bloch, der Initiator der Haager Friedenskonferenz. Zur 23. Wiederkehr seines Sterbetages (25. Dezember). Von Vinjamin Segel. Wenn einmal, wie der fromme Glaube überzeugt ist. der höchste Richter über die Anstifter des Weltkrieges Gericht halten wird, so werden sie sich nicht damit entschuldigen kön- . wen, sie waren nicht gewarnt worden,- denn Gott wird zu ihnen sprechen: Habe ich nicht Propheten zu euch geschickt, die euch zur Umkehr und zum Frieden mahvieu. die euch ’ mit.Fcucrzungen predigten, den Haß fahren zu lassen und eure Völkerstreitig-keiteu nach den Anforderungen der Gerechtigkeit und des Friedens zu ordnen? ... Le 0 Tvlst 0 i war solch ein Prophet und B. Suttner, um nur die hervorragendsten zu nennen. Der geniale Dichter, der in jungen Jahren als Offizier selber dem Kriegsgvtt gedient, und die österreichische Baronin, Tochter einer langen Ahnenreihe von berühmten Heerführern, hatten ihre ganze Kraft der Bekämpfung des Krieges gewidmet. Aber sie wurden, wie alle Friedensfreunde, von den praktischen Menschen als Utopisten. Träumer verhöhnt. d,e von den wahren Bedürfnissen des Gebens keine Ahnung hatten und an die harte Wirklichkeit die poetischen Maßstäbe einer idealen Welt anlegten. Die führenden Staatsmänner, welche die Schicksale der Völker-und ihrer Länder regierten, sahen achselzuckend, mit überlegenem Lächeln auf diese Schar von weltfremden Idealisten herab, die es wagten, das heilige Reckt der brutalen Gewalt anzuzwcifcln und an der altehrwürdigen Ordnuna des organisierten Menschcnmvrdes zu rütteln, die das Heil des Menschengeschlechtes verbürgte. Und in der Tat. sie konnten sich darauf berufen, daß alle Proteste gegen den Krieg, alle Forderungen eines internationalen Schiedsgerichtshoses stets mir ans den Reihen der Intellektuellen gekommen waren, die in der Svöäre des Geistes atmeten und dem unmittelbaren Lebenskampf um die Güter dieser Erde fernstanden. Es war etwas ganz Neues, bis dahin Unerhörtes. als im Jahre 1899 aus den Reihen der Wirklickkeiisrnenschen, der Führer und Organisatoren des europäischen Wirtschaftslebens dem Völrerfricden ein mächtiger Fürsprecher. dem Kriege ein heftiger und unerbittlicher Gegner erstand, nämlich Johann von Bloch, der wirkliche Urheber der Haager Friedenskonferenzen. Es wäre eine Ehrenpflicht der Inden, für eine genaue, streng wissenschaftliche, urkundlich beglaubigte Biographie dieses merkwürdigen Mannes zu sorgen, solange noch zahlreiche seiner persönlichen Bekannten am Leben sind und die Einzelheiten seines Lebenslaufes sich leicht feststcllen liehen. Er selbst hat zeit seines Lebens über alles, was ihn persönlich betraf, nichts ucrössentlicht.- bei aller leidenschaftlichen Subjektivität war er nämlich einer der objektivsten Menschen der Welt, gina vollstündia in seiner Arbeit ans und verschwand völlig hinter seinem Werk. Eine möglichst lückenlose Schilderung seines Lebens wäre ein wichtiger Beitrag zur Kenntnis des modernen Judentums, denn er repräsentierte eine der markantesten und prächtigsten Typen des jüdischen Stammes. * * * Am 24. August 4898 wurde die ganze Welt durch die Kunde überrascht, daß der russische Staatskanzler und Minister des Aeußecn Graf Muraiview allen in Petersburg akkreditierten auswärtigen Vertretern ein Rundschreiben überreicht hatte, in welchem er sie im Namen seines allerhöchsten Herrn und erhabenen Monarchen Nikolaus II. aufforderte. „auf dem Wege internationaler Bcratnna die wirksamsten Mittel zu suchen, um allen Völkern die Wohltaten eines wahren und dauernden Friedens zu sichern und vor allem der fortschreitenden Entwicklung der gegenwärtigen Rüstungen ein Ziel zu scheu". Taö merkwürdige Dokument enthielt irr kurzen, knappen Worten eine entschiedene. ja scharfe Verurteilung des Krieges, und ein warmes Bekenntnis zu der Idee, „den großen Gedanken des Weltfriedens triumphieren zu lassen über alle Elemente des Unfriedens und der Zwietracht". Infolge dieses Manifestes trat bekanntlich im Mai des folgenden Jahres die erste Haager F r i e d e u § 10 « f c r c n ft zusammen. Aber bei seinem Erscheinen horchte die Well erstaunt und ungläubig ans. Daß gerade aus Petersburg eine solche Stimme kam. schien unerklärlich. Man witterte dahinter einen diplomatischen Kunstgriff der fingerfertigen, russischen Regierung, die es in der Tat., wie wir weiter unten sehen werden, zu unehrlichen Zwecken benutzte. Einige Monate darauf erschien auf den Büchermärkten von Berlin. Paris und London ein gcoßmächtiges Buch in sechs dicken, schweren Großoktavbänden, mit unzähligen Mapvcn. Tafeln, Abbildungen. Diagrammen und graphischen Darstellungen unter dem Titel „Ter Krica der Zukunft" von Johannes von Bloch, aus dem Russischen übersetzt. Das Original war bereits vor längerer Zeit in Petersburg hcranseelommcn. Nun machte das Manifest des Zaren den Eindruck, als wäre es ein Resume des Blochscheu Werkes, die markantesten Sätze des Manifestes waren eine förmliche Wiedergabe der von Bloch gebrauchten Wendungen und Ausdrücke. Aber schon früher munkelte man in diplomatischen und verwandten Kreisen, daß der Zar zum Erlaß des Manifestes durch „äußerpolitische Einflüsse" veranlaßt worden wäre. In Deutschland waren besonders die alldeutschen und antisemitischen Blätter über den armen Nikolaus wütend, weil er ihre seligen Träume von baldigen blutigen Kriegen zu verscheuchen drohte,- sie überhäuften den erhabenen Selbstherrscher aller Reußen mit ehrfurchtsvollen Vorwürfen und schoben die ganze Schuld an dem Unheil ans — Bloch. Wer war dieser Bloch? Nach dei Versicherung eben dieser Blätter ein kleines, polnisches Indiern. einst einer jener „hosenverkaufenden. semitischen Jünglinge", wie sic Trcitschke in seiner edlen Phantasie geschaut, ein ehemaliger Trödler, der sich ans irgendeine unheimliche Weise in die Gunst des Zaren crngeschlichen hatte, und sein Vertrauen zu internationalen, jüdischen Zwecken mißbrauchte. Es wurde nämlich bekannt, daß dieser ehemalige, jüdische Trödler sehr hohe, internationale verwandtschaftliche Beziehungen hatte. Einer seiner Schwiegersöhne war der Führer der „Hofpartei" unter den Polen im preußischen Hcrrcnhause und im Reichstag, HerrenhauSmitglieü Josef von Koscielski, dem mau den Spitznamen Admiralski gab weil er die Flottenpläne des ihm persönlich befreundeten Kaisers eifria unterstützte. Seine Gemahlin, die Tochter des ehemaligen jüdischen Trödlers. spielte dank ihrer großen Schönheit und ihrem Geist bei Hose eine hervorragende Rolle. Ein zweiter Schwiegersohn war der Bacon Joses Weißenhof. Sprößling einer alten baltischen Freiherrnfamilie. Nesse eines berühmten Generals dieses Namens, persönlich bedeutend als Schriftsteller, der dritte Schwiegersohn war gar der Fürst R u s p 0 l i vor: der „schwarzen" (papsttreuen) römischen Aristokratie. Außerdem erfuhr mau. daß dieser vielseitige, internationale Schwiegervater den russischen Ministern gegenüber die Sache der russischen Inden sehr energisch und hingebungsvoll verteidigte. Und eben dieser Bloch war zweifelsohne der Inspirator deS Zaren gewesen. Grund genug für die Alldeutschen und Antisemiten, dahinter eine Intrige der „goldenen Internationale", des jüdischen Großkapitals im Zusammenhang mit der Alliance Israelite Universelle usw. zu erblicken. Wie es sich in Wirtlichkeit damit verhielt, erfnhc man erst nach dem Tode Blochs aus den Tagebüchern der Baronin von Suttner. sHiec ergänzt nach der Mitteilung eines persönlichen Freundes Blocks.) Die Petersburger Zensur, die im allgemeinen viel milder geüandbabt wurde als sonst in Rußland, unterbreitete das Buch „Der Krieg der Zukunft" porschristsgemäß dem Kriegsmknistcrium zur Begutachtung, und dieses mußte dem Zaren Rapport erstatten. Das Kriegsministerium stimmte für die Erlaubnis zur Herausgabe mit folgender Begründung: ein so umfangreiches, strengwissenschaftliches und technisch-fach- I männisch gehaltenes Buch wird nicht viel gelesen werden, ist also weit weniger gefährlich als der Roman der Flau von Suttner: „Die Waisen nieder!" Da die Zensur diesen sreigelassen habe, so mag das Blechsche Werk um >0 eher passieren. Der Zar kannte Blochs Namen von früher her als den eines der Führer im Wirtschaftsleben des russischen Reiches und war neugierig, den Inhalt seines Werkes über ein für einen russischen Kaiser so wichtiges Thema kennenznlernen. er ließ sich also die Aushängebogen bringen. Man legte ihm die wichtigsten Kapitel vor. und sie machten auf ihn einen niederschmetternden Eindruck. Aber vieles war ihm unklar, er befahl, den Verfasser ans Warschau telegraphisch hcrbeiznrufcn. Der unglückliche Nikolaus II. war ein schwacher Charakter. ein Gemisch von Wcichherzigkert und Grausamkeit, von Furchtsamkeit und Starrsinn: seine Intelligenz war beschrankt, seine Bildung mangelhaft. Bloch hatte einen schweren Stand. Acht Tage hintereinander hie't er ihm stundenlang Borträge über den Krieg, erklärte ihm die Diagramme, Tabellen und Zeichnungen des Buches. Dem Selbstherrscher aller Reußen ging ein Licht ans ... So also würde das Ding ausrehen! . . . Das war der Krieg! . . . Und das würden die Folgen sein! . . . Vom Krieg hatte er bis dahin nur gehört, die glänzenden Manöver und die schimmernde, goldstrotzende Außenseite, das war alles, was er davon mit eigenen Augen gesehen. Nun wurde ihm das wahre Wesen gczciat . . . Mutlosigkeit und Angst bemächtigten sich seiner. Aber Bloch mußte ihn bei der Eitelkeit zu packen und machte ihm klar, daß er sich mit ewiaem Ruhm bedecken würde, wenn er. der mächtigste Monarch aus Erden, den niemand der Furcht vor dem Kriege zu verdächtigen wagen würde, die Anregung gäbe, daß alle Staaten mit der Abrüstung anfingen und sich ans die Einsetzung von Schiedsgerichten einigten. Nikolaus II. war von dem Vorschlag entzückt. und «erfaßte zusammen mit Bloch das Manifest, an dem die Minister nur wenige formale Aendernngen Vornahmen. bevor sie es in die Welt lnnansließ.'n. Die Herren Minister Sr. Majestät und die ganze Bureaukratie waren in der größten Verlegenheit. Ihnen war, als wollte die ganze Welt cinstürzen. da der Zar. der berufene Beschützer des Krieges, diesem den Kriea erklärt hatte. Die Rüstungen waren für sic eine ewige Quelle von reichlichen Nebeneinnahmen, die die regulären Gehälter zehnfach über« stiegen. Bei jeder Kricgsliefernng stahl man mit vollen Händen. Was sollte daraus werden, wenn es keine Rü. stungen mehr gäbe? Der Kriegsminister verwünschte die ganze Geschichte von Herzen und äußerte Bloch gegenüber, daß er tief bedauere, das Werk nicht unterdrückt zu haben. Mer der Graf Mnrawjem zwinkerte schlau mit den Augen. Nun hatte der Zar der ganzen Welt gegenüber die Friedens, liebe Rußlands auf das nachdrücklichste bekundet. DaS konnte diplomatisch aufs glänzendste ausgenntzt werden, um den Argwohn der Konkurrenten einznschläfern. Rußland war das friedfertigste Lamm von der Welt und konnte im Stillen weiterrüsten. Einige Wochen nach dem Abrüstungs- Manifest des Zaren bestimmte der russische Finanzminister das bescheidene Sümmchen von 200 Millionen Rubel für den Bau einiger neuer Kriegsschiffe . . . Indessen blieb die diesbezügliche kleine Zeitungsnotiz von den meisten Zeitgenossen unbemerkt. In der Welt hallte es vom Frieöensmanisest wider, und man traf überall Vorbereitungen zu der ersten Friedenskonferenz die im Mai in der Hauptstadt von Holland zusammentreten sollte, um eine neue Epoche in der Geschichte Europas, ja vielleicht der ganzen Welt, eiuznleiten. Mittlerweile interessierte sich auch das breitere Publikum für das schwerfällige, sechsbändige Werk, lernte es jedoch nur aus Zeitungsartikeln kennen. Vor dem Verfasser aber richteten sich seine umfangreichen Folianten wie eine Mauer auf. hinter der er ganz verschwand. Nur die engen Kreise der wissenschaftlichen nnö praktischen Volkswirte und Finanz« Politiker kannten seinen Namen längst als den eines der bedeutendsten und erfolgreichsten Führer und Bahnbrecher auf dem Gebiete der Industrie, des Bankwesens und des Eljenbahnbaues. Aber auch hier kannten nnr vereinzelte den Weg. den er bis zu dieses Höbe dnrchmessen hatte. Johannes lJochanan Gottlieb) Bloch war im Jahre 1835 in dem kleinen polnischen Städtchen R a d v m geboren, als Sohn eines blutarmen Zrzithmachers. Im Cheder erwarb er einige dürftige Kenntnisse im Hebräischen und im Schreiben. Als er ungefähr zwölf Jahre alt war, siedelte sein Vater nach Warschau über, wo die Familie in einem der Zeiten Höfe des jüdischen Proletarierviertels Unterkunft fand. Das Gewerbe des Zizithspinnens war in der Hauptstadt womöglich noch weniger einträglich als in Radom: dagegen konnte der Junge sich hier einige Kenntnisse im Polnischen und im Rechnen aneigncn. Kurze Zeit durfte er sogar eine Art Real- und Handelsschule besuchen. Schließlich trat er als Laufbursche in das Bankhaus Töplitz ein. Das ermöglichte ihm, sich sogar Bücher zu kaufen, die er die Nächte hindurch verschlang. Der Laufbursche brachte regelmäßig Rechnungen und Briefe an den in Warschau stationierten General Tiesenhausen, dessen Gelder das Bankhaus verwaltete. Der General zog den anfgewecktcn Jungen mit den sinnenden klaren Augen oftmals ins Gespräch und ge-- wann ihn schließlich so lieb, daß er ihm eine selbständige Stellung an seiner Dampfmühle anbvt. Hier entfaltete Bloch großes organisatorisches Talent, erkannte mit scharfem Blick die Wichtigkeit der Eisenbahnen, die damals in Rußland ihren Einzug hielten. Der Einnndzwanzigjährige trat 1857 als selbständiger Eisenbahnuutcrnehmer in Polen auf. erwarb sich im Verlaufe von drei Jahren ein ansehnliches Vermögen und gediegene Erfahrungen. Marquis W i e l 0 - pvlski, der als Zivilregent des Königreiches Polen mit großem Eifer die wirtschaftliche Entwicklung des Landes förderte, übertrug dem jungen Unternehmer den Barr wichtiger Eisenbahnlinien. Bei dieser Gelegenheit trat Bloch in geschäftliche Verbindung mit dem Baron Leopold Kronenberg, dem wichtigsten Pionier des industriellen und kommerziellen Aufschwungs des Königreichs Polen seit Mitte der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Eine Anzahl jüdischer Familien stand damals an der Spitze dieser Bewegung, die den Wohlstand Polens begründete und der, nach den Aufständen von 1831 und 1863, ans allen Aemtern verdrängten Intellektuellenschicht sowie dem verarmten und verfolgten Adel ein auskömmliches Dasein sicherte. In Polen herrschte zu jener Zeit den Juden gegenüber eine Vcrbrüdernngssiimmuyg, und in der jüdischen Plutokratie entstand eine Strömung, ähnlich der. die etwa ein halbes Jahrhundert zuvor in Berlin vorwaltetc. Die reich und vornehm gewordenen Bankiernnd Jndustricllenfamilien traten zum Christentum über, aber arrs einer gewissen Rücksicht auf die Ehrlichkeit wurden sie nicht katholisch, sondern protestantisch. Ter Protestantismus schien an die Tragkraft ihrer Glanbensfreudigkeit ungleich geringere Ansprüche zu stellen als der Katholizismus. Dagegen überzeugte sich die zweite Generation, die sich mit dem polnischen Hochade! verschwägerte, rasch von dec allein scligmachendcn Wahrheit dec katholischen Kirchenlclire . . . Ter Baron Leopold Kronenberg war einer der ersten Männer im Lande, es gab kein Gebiet der praktischen oder, idealen Kulturarbeit, auf dem er nicht bahnbrechend und schöpferisch wirkte. Seine Schwester, eine junge Dame non erlesener Schönheit, wurde von den ersten Kavalieren Polens umworben. Aber sie verliebte sich in den Kompagnon ihres Bruders. Bloch bezahlte den Preis für ihre Hand mit