Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 5 (1925)
- Issue
- 32 (7.8.1925)
- Date
- 1925-08-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2613366-2613788-2613820--1436-2618798- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Tunis 1× ep/1048155
- Ukraine 1× ep/1001131
OCR text
m Organ -er Vereinigung für das liberale Judentum e. V. Bezugspreis durch dieGeschäftsstelle '/«jährlich M. 2.50 Einzelnummer 0,20. Bei freier Zusendung i. Zuland 0.28 vre „Jüdisch-lideralv Zeitung Erscheint jeden -rettag« Redaktion u. oeschüttssteUe: verlin 9 W, Willjelmftr« 147. Anzeigenpreise: Die 12gespaltene Nonparerllezckle 0.48 Goldmark, die Rrklamezeile 3,00 Goldmark. bei jor viv jwigiiGvcr per ouninguiig iji vci «pcjiijjüpinv Ehesredakteur: Dipl.Lng. Bruno Doyda. Sernruf: Amt LÜtzow flr. 9166*61 poftfcfcMfcfcottto: Berlin nW7 Ne.isros» , (ttirtlnlflvnf für Oat llbttale }uC«ntum NodjOrudt fftmtftcftnr Orlelnal-BtltcSfl« nur mit v«ri)Mla<r 0«n«hmtgung Oer tteftaktian seftattet. Anzeigeuauuahme: »Mdisch^ltberale Zettung Tnserateuableilung: Berlin SD 48. Mlhelmstratze 147 (Lüizow: 9169-61). sowie sämtl. AnnoncenLxpeditionen. Nr. 32 Berlin. 7. August 1925 5. Jahrgang 2 \ jüdische Pädagogik. Der jüdische Lehrer der Zukunft. Bon Semino roberlehrer Dr. Golde. Die Frage -er Persönlichkeit und Tätigkeit -es zukünftigen jüdischen Lehrers ist nicht von derjenigen -es Unter, richts und -er Erziehung zu trennen, sie steht daher im Mittelpunkt der modernen religiösen Bewegung. In dem gegenwärtigen Wende- und Hochpunkt auf dem Entwicklungsgänge -es preußisch-deutschen Judentums darf sie nicht noch Gefühlswallungen. und mögen diese einem noch so warmen Herzen entströmen, auch nicht nach Parteieinstellung, und wäre sie noch so breit und stark verankert, entschieden werden, sondern bedarf einer gründlichen fachlichen Erwägung unsorgfältigen Klarstellung. Für den. der von -em Glauben an eine fortschreitende Entwicklung des jüdischen Gemeinschastslebens in unserem Vaterlande getragen ist. wird sie geradezu zu deren Schicksalsfrage. Die Erziehung beruht auf der bewußten Beeinflussung -er Kindeöseele im Sinne ihrer Selbstentfaltung. Hier mutz gleich anfangs auf die bedeutsame Tatsache hingewiesen werden, -atz es eine Großtat -es jüdischen Genius ist die Seel« des menschlichen Individuums erkannt zu haben, sowohl die Seele des Bolksgeistes. von der bei den Propheten oft die Rede ist. als die des einzelnen und des KindeS. Daher fordern die Weisheitbücher der Bibel folgerecht auch die sorgfältigste Jn-ivi-ualerziehung. so -atz sie schon tn diesem innerlichsten Punkte der Erziehungsarbeit von der neuesten Zeit Nicht übertroffen, ja selbst keineswegs durchweg erreicht werden. Sogar Plato Ha&t tit seiner e-elgestalteten Ethik die individuelle Seite des menschlichen Daseins als ein Hindernis für die zur Verwirklichung seiner Ideen führende wahre Sittlichkeit an, so daß er in seiner eingeschränkten Auffassung von der , Ehe die Kinder dem Elternhause entreißt, um sie -er öffentlichen Gemeinschaftserziehung im Dienste der polis, des Stadtstaates zuzufüyren. In gleicher Verallgerneinermia nimmt die Kirchenlehre an, daß durch den christologifchen Begriff der Gnadenwahl die Seelen der Menschen prädaterminativ voneinander geschieden und teilweise dauernd in fesseln geschlagen seien*!. Erst die Renaissance entwickelte die Persönlichkeit des einzelnen zu individueller Freiheit, und die pädagogischen Romantiker des 18. Jahrhunderts fov-erterr demzufolge auch das Recht der Kindesseele auf selbständige Entwicklung. Aber das Bewußtsein des Gemeingeistes war noch so sehr im Zwange geistiger Gebundenheit befangen, daß die neue Gefahr des seelischen Mechanismus heraufzog. welche die allgemeine Erziehung von verschiedenen Seiten her dreifach bedrohte. Einmal war er -er Rationalismus**) der Philanthropisten. Bon romanischem Geiste erzeugt, bestimmt er das Wesen und Verhalten im Zahle,rverhältnis durch die fein berechnende Registratur der Zu- oder Aberkennung von Maritenpunkten. Wohl wurde durch die Stürmer und Dränger -es deutschen ästhetischen Idealismus ihr in den ersten Landerziehungsheimen Mitteldeutschlands gepflegtes Ideal erschüttert, und Goethes sonniges Lächeln lieferte es dem öffentlichen Spotte aus. Aber im offenen Kampfe überwunden, kam es durch die posterula, ein Hinterpförtchen der Hochfeste, wieder hereingeschlichen und herrscht unter 'dem Borwand ausgleichender Gerechtigkeit noch heute schicksalbe stimmend unter uns. Eine zeitgemäße Umwandlung erfuhr es durch die Sozialisieruna im modernen Landerziehungsheim. Dessen Vertreter wetteifern miteinander, ihre Erziehungsmethoden zu immer größerer Freiheit fortzubilden. aber alle stimmen doch darin überein, daß die Familie heute die Ausgabe der Erziehung nicht mehr zu leisten vermag, da sie nur noch eine Wirtschaftsgemeinschaft ist. Einige von ihnen bezeichnen als die Aufgabe der Erziehung bereits die Nationalisierung der Jugend, die eben letzt das von Wilhelm v. Humboldt angestrebte Sumanitätsideal ablöst, so daß schon Grillparzer sagte: Wir kommen von der Humanität zur Nationalität uwvon da zur Bestialität. Dagegen fordert das Judentum, seiner uralten Tradition folgend, die Erziehung durch die Eltern im Hause, und da die Juden schon frühzeitig in der westlichen Kultur auf- *) Hieraus ist auch der zum Staat sgesetz erhobene Glaubenszwang des euius resio, eins religio! zu erklären wie die entsprechende Auffassung unter den Mönchen der spanischen Inquisition, in Glaubensdingen dürfe man die in -er Sünde Verharrenden wie ungebärdige Kinder zum rechten Glauben zwingen.' In Wirklichkeit bewiesen sie gegen die jüdischen Eltern, denen sie ihre unmündigen Kinder entrissen, um sie hinter Klostermauern aufzuziehen oder auf unwirtlichen Inseln auszusetzen, keine größere Gefühllosigkeit wie als Beichtvater am Königshofe und im Familienkreis der Reichen und Vornehmen. Seine jüngsten Auswirkungen reichen bis in die aewalttätigen Uebergriffe subalterner Verwaltungsorgane der fremdländischen Besatzungen auf deutschem Gebiete hinab. **) Er hat seinen Ausgangspunkt in dem Streben nach klarer Einheitlichkeit der katholischen Lebensformen am spanischen Kömgshofe. von wo er an de« französischen Eingang fand, um von hier aus auf verschiedenen Wegen in die gesamte westliche Kulturwclt überzugehen. 5F*= Aus dem Inhalt: Dr. Golde-Berliu: Der jüdische Lehrer der Zukunft. — Em. Goldschmidt-Dortmund: Jüdische .Heimatgeschichte im Schulunterricht. — Dr. Breslauer-Berlin: Glossen zur Tagung des Landesverbandes. — Dr. Spanier-Magdeburg: Pädagogische Randbemerkungen. Arthur Silbergleit-Berliu: Gottes Seele. — Else Dormitzer-Nürvberg: Der alte Judensriedhof in Rom. — Johanna Bach-Mühringen: Jüdische Krauengestalten des 18. Jahrhunderts. — Haus L. Lriun: Der Gast Elia. Die iiidische Gegenwart. — Aus den Gemeinde«. — Der jüdische Sprechfaul. — Bersamnrlnngskalender. — Kalendarium. Die Juden in aller Dell. In der demnächst erscheinenden Nr. 8 der «Blätter für; Demographie, Statistik und Wirtschaftskunde der Juden" veröffentlicht der bekannte jüdische Statistiker Jakob Lestschinskh grundlegende Untersuchungen über die Zahl der Juden in allen Ländern der Welt. Laut den letzten Volkszählungen, von denen mehrere freilich einige Jahre zurück!ieg«r, wurden in den verschiedenen Erdteilen und Landern die folgenden Zahlen ermittelt: lDie eingeklammerten Ziffer» geben die Jahreszahl der letzten Volkszählung, sowie den Prozentsatz zu der Gesamtbevölkeruna an.) I. Europa: Polen (1321) 2 829 466 (10,4%); europäisches Rußland (1920) 2 626 667 12,8%); Ukraine (1920) 1772 479 (6.9%); Sonst. Rußland (1920) 854188 (1,2%); Rumänien (1919) 834 844 (4,8%); Deutschland (1919) 575 000 (1%); Ungarn (1920) 473310 , (2,0%); Tschechoslowakei (1921) 354 342 (2.6%); England und Irland (1921) 286 000 (0.7%); Oesterreich (1923) 300 000 (4.6%); Litauen l1923 155 126 (7.6%); Frankreich (1921) 150 000 (0.4%); Holland (1920) 115220 (1,7%); Griechenland (1920) 110000 (2.2%); Lettland (1920) 79 644 (5%); Eurov. Türkei (1922) 85 000 (4.5%); Jugoslawien (1921) 64 221 (0,5%); Belgien (1920) 50 000 (0,7%); Bulaarien (1920) 45 600 (0,9%); Italien (1921) 45 000 (0,1%); Schweiz (1920) 20955 (0.5%); Schweden (1920) 6 474 (0,1%); Dänemark (1921) 5924 (0.2%); Estland (1922) 4639 (0,4%); Spanien (1919) 4000 (0,02%); Danzig (1919) 4000 (0.1%); Portugal (1920) 2000 (0,03%); Finnland (1920) 1618 (0.05%); Norwegen (1920) 1457 (0.05%); Gibraltar (1921) 1300 (7.6%); Luxemburg (1922) 1270 (0,5%). II. Asien; Asiat. Rußland (1920) 170 813 (0.5%): Sibirien (1920) 32 731 (0,4%); Turkestan (1920) 20000 (0.8%); Kaukasus usw. (1920) 58 082 (0,3%)- Republik d. Fernen Ostens (1921) 60 000 (3.8%); Mesopotamien (1920) 87 488 (3,1%); Palästina (1922) 83 794 (11.1%); Asiat. Türkei (1922) 70 000 (0,8%Y; Persien (1922) 55 000 ( 0,7%); Syrien und Libanon (1922) 35 600 (1%); Arabien (1920) 28 000 (0,5%); Indien (1921) 21788; Buchara und Chiva (1920) 20 000 (0,6%); Afganistan (1922) 18 000 (0.8%); China und Japan (1920) 6000; Aden und Perim (1921) 3794 (6,8%). III. Anika: Brit. Süd-Afrika (1921) 62 103 (0.8%); Transvaal 11921) 33 515 (1.6%);Kaplan'd (1921) 21242 (0,8%); Fxanzöi. Marokko (1919) 84 302 (1.6%); Span. Marokko (1922) 18000 (3%); Algerien (1921) 73967 (1.8%); Aegypten (1917) 59 581 (0.5%); Abessynien (1920) 50000 (0.5%); Tunis (1921) 47641 (2.8%); Tripolis (1918) 18 660 (2.4%); Tanger (1922) 12 000 (24%). . IV. Amerika: Bereinigte Staaten (1920) 3 600 000 (3%). Kanada (1921) 126196 (1.4%); Argentinien (1921) 100 000 (1.4%); Mexiko (1921) 20 000 (0,1%); Kuba (1922) 5 p00 (0,2%); Chile (1920) 3 300 (0,1%); Brasilien (1920) 27 000 (0,1%) Surinam und Carucao (1921) 1 343 (0,7%); Jamaika (1921) 1250 (0,1%). V. Australien: Neu-Süd-Wales (1921) 10 150 (0.5%); Bic. toria (1921) 7 677 (0,5%); Neu-Deeland (1921) 2380 (0,2%); West-Australien (1921) 1919 (0,6%) Queensland (1921) 1003 (0,1%); Süd-Australien (1921) 743 (0,2%); Tasmanien (1921) 130 (0,1%). Es leben demnach in Europa 9 232 576 Juden, das sind 2.1% der Gesamtbevölkerung: in Asien 896 622 (0.1%); in Afrika 426253 (1%); in Amerika 3 884989 (2,1%); in Australien 24 002 (0.4%). In der ganzen Welt leben demnach 14163 542 Juden, die 1% der Gesamtbevölkerung der Wett bilden. Nach Hinzurechnung der schätzungsweise« Vermehrung feit den letzten Volkszählungen lebten Anfang 1935 14830 882 Juden. gegangen sind, so haben sie überraschend schnell einen nachhaltigen Einfluß auch aus die erkenntnistheoretischen Grundlagen der modernen Erziehungslehre gewonnen. Daher die große Zahl jüdischer Psychologen. Psychiater und Psychoanalytiker, wobei es natürlich gleichgültig ist. daß manche von ihnen das angestammte Religionsbekenntnis ihrem Forscherdrange zum Opfer gebracht haben. Auf der Beröandstagung entspann sich zwischen Vertretern der verschiedenen religiösen Richtungen eine Auseinandersetzung darüber, ob die Eltern oder die Schule und hier wiederum die paritätische oder die jüdisch konfessionelle an den Gebrechen unserer modernen Erziehung schuld seien. Wohl kann die Schule die häusliche Erziehung sowohl fördern als auch hemmen, aber hauptsächlich bleibt diese bei uns doch an die Stätte des Hauses gebunden. Hier aber kommt es nicht so sehr darauf an, wieviel Zeit daran gewendet werden kann als vielmehr darauf, daß die zur Berfüguna stehende knappe Zeit zu klaren, richtunggebenden Maßnahmen ausgenutzt werde. Freilich erfordert die moderne Erziehung überlegene Kenntnisse, die groß genug sind, um die aeistia seelischen Bedürfnisse des werdenden Menschen dentlich genug zu verstehen, so daß ihnen in ihren verschiedenen Erscheinungsformen genüge geschehen kann» und dazu eine der miterziehenden Umwelt mindestens gleichwertige sittliche Kraft. Dabei darf die Erziehung aber nicht Sn äußerer Ablichtung abirren. wie es noch vielfach im Schwange ist. vielmehr mutz -er Kindesseele ihre eigene EntwrcklungLbahn freiaegLben werden, und ganz im Sinne des mjsanthropischen Naturromantikers Rousseau hat der Erzieher seine initiativen Anregungen reichlich durch selbsthemmende Zurückhaltung zu regulieren. Die Erziehung darf erst dann als erfolgreich angesehen werden, wenn sich das Kind der sördersamen Bedeutung der für ihn eingesetzten Erziehungsmaßnahmen bewutzt wird und sie nun seinerseits als Freundesrat zwanglos in Anspruch nimmt. Ihre höchste Belohnung erfährt sie durch das wundersamste unreinste in der Skala der Gefühle, die Elternlieüe. die mit Staunen in der werdenden Persönlichkeit des Kindes die eigene Art und Seele verjüngt und gewandelt wiederkebren sieht. Die Aufgabe des jüdischen Lehrers ist es, als fachlicher Vertreter solcher Erziehungskunst immer tiefer in die Geschichte ihres Entwicklungsganges einzuöringen. Erfahrungen zu sammeln und sie praktisch anzuwenden, um auch seinen Unterricht Mehr als bisher in ihren Dienst zu stellen. Insbesondere hat er die Möglichkeit des erziehenden Unterrichts auf ihrem ursprünglichen Gebiet, dem Ncligionsunterricht, der Verwirklichung näher zu bringen, eine Aufgabe, die bisher im allgemeinen Sinne von Herbart am bedeutsamsten. aber vergeblich zu lösen versucht, und der auf jüdischer Serie bisher der Orthodoxe Raphael Samson Hirsch wohl am ehesten aerecht geworden ist Der Lehrer würde auch vor allem hierdurch dem jüdischen Religionsunterricht die Wertschätzung sichern, von der er bis setzt noch weit entfernt ist. und deren er doch so dringend bedarf. Biel früher als die Erziehung wurde die Lehre deS Unterrichts erforscht und systematisiert. Sie geht schon aus die Sokratik der hellenischen Zeit zurück und war in Deutschland zu verschiedenen Malen die Folgeerscheinung von religiösen und kriegerischen Umwälzungen. Nachdem aber in Preußen durch Wilhelm v. Humboldt und seine Mitarbeiter das gesamte höhere und Bolksschulwesen auf humaniorcr Grundlage aufgebaut worden war, stürmten nacheinander die veränderten wirtschaftlichen, sozialen und zuletzt parteipolitischen Strömungen gegen sein festgefügtes Bollwerk an, und als erst die Autorität des objektiven Wissensgehaltes erschüttert war. gab es für die sich überstürzenden umwälzenden Neuordnungen keinen Halt mehr. Noch wogt der Kampf zwischen Schule und Universität, die sich mit aller Kraft für die Wahruna des ihrem freien wissenschaftlichen Betriebe notwendigen Wissensbestandes cinsctzt. Auch die Frage der Lehrerbildung in Preußen ist von diesem noch andauernden Schwanken ergriffen und bis heute ungelöst. Nach dem Prinzip der Einheitsbildung aber wird als Vorbedingung für die nach akademischem Prinzip zu regelnde Ausbildung der Bolksschullehrer die für jedes akademische Studium erforderliche Reifeprüfung einer Bollanstalt gesondert. Der Ausbildung zum jüdischen Religivnslehrer soll diejenige des Bolkschullehrers voran- oder parallel gehn. Eine einheitliche Entscheidung darüber wird nicht getroffen werden können. Aus dem Lehrertag« zu Köln haben die Seminardirektoren Dr. Steinihal und Carlebach vom Westen und Peritz in Königsberg so verschiedenartige Forderungen gestellt, daß die unterrichtlichen Einrichtungen regional verschieden zu treffen sein werden. Aber über die Grundauffassung der Funktionen und der Persönlichkeit des jüdischen Lehrers darf ein Zweifel nicht bestehn. Der Sichrer wird auch fernerhin sein Schnkamt in der jüdischen Gemeinde» und soweit er stimmlich begabt ist, auch' -as Kantorat in ihrer Synagoge zu versehen haben. Wen« aber ans der Berbandsta-guna auch die Meinung laut wurde, die Anforderungen -er Wissens müßten eingeschränkt werden, daß ihm auch die Zeit bliebe, nebenher noch das Schächtawt aus->«üben, so darf dies nicht ohne de« ernstesten WAeZvrnA hinge-