Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 5 (1925)
- Issue
- 28 (10.7.1925)
- Date
- 1925-07-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Jahrgang Judentum und Weltfrieden. s Wie Fre'chert, Gesetz mb Freude durch je ein Fest bei uns Serherrlicht werden, so auch der Gedanke des Friedens. Das reiheitsfest ist auch das Friedensfest. Acht Tage lang halt « uns in feinem Bann, und sieben Lage erzählt es von veraangenen Zeiten. Aber dann am achten, gerade, wenn es scheiden will, schnell, bevor uns das Leben wieder empfängt, da hebt jene großartige Zukunstsschau an des Propheten Iefaia. Nicht mehr um ein Volk geht es, sondern um alle Völker., mcht vom Krieg wird gesprochen, sondern vom Frieden, nicht von Vergangenheit, sondern von Zukunst. „Und es keimt ein Reis hervor aus dem Stamme Jfai und ein Zweig entsprösset seinen Wurzeln . . . Und es durchgeistigt ihn die Gottesfurcht. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Hüften sein, Treue der Gurt feiner Lenden. Und es geschieht am selbigen Tage — Jsäi wird dastehn als Panier der Völker und zu ihm werden die Völker sich wenden." Um die Größe dieser Prophetenschau vom Weltfrieden ganz zu würdigen, muß auf die Umstände hingewiesen werden, unter oeneu sie erfolgte: unter dem dröhnenden Schritt des Feindes, unter dem Toben und Kriegsruf der Affyrer. Und damit ergeben sich uns drei Momente, die für unser Thema entscheidend tzE öas Judentum, eine Religion der Zukunft; das Iu-entum, mie Religion des Menschen,- das Judentum, eine Religion des tebens. Bon hier aus ersteht uns die Weltgeschichte, von hier aus die Forderung nach dem Weltfrieden. Das Judentum, eine Religion der Zukunst. Und damit ist ausgesprochen, daß Judentum jedes Ausruhen haßt, daß ihm tveitgefchlchte nicht ein träges Beharren, sondern ein dauerndes Streben bedeutet. Der Messias, der Erlöser, er wird nnst kommen. Aber das bedeutet nicht ein müßiges Warten, das bedeutet kein Wunder, das plötzlich hereinbricht, das bc- "»^^^Jewaltige Energie, die jeder von uns zu entfalten hat. „Am Tore Roms sitzt der Messias", heißt eine jüdische Legende, „und wartet. Auf wen wartet er? Auf dich." — Ja. das Judentum, eine Religion der Zukunft — das bedeutet die Entwicklung vom Krieg zum Frieden. Mag die Bibel in ihren ältesten Teilen von Kriegs- und Schlachtenlärm widerhallen, mag Gott dort der „Mann des Krieges" heißen — schon Gideon, dem Haudegen, leuchtet es auf: „Adonaj schalom, Gott ht der Friede". — Dann kommt der Prophet und hämmert es em: „Das Werk der Gerechtigkeit ist Friede. Der Dienst an der Gerechtigkeit ist Ruhe und Sicherheit auf ewig." Und dann hebt die Weisheit des Talmud an: „Der Friede, das ist die Hefe im Teig." Und im Mittelalter ruft es Maimonides aus, der hochberühmte Philosoph und Gelehrte: „Die Weisen und Propheten wünschten nicht darum die messianische Zeit, damit Juda zur Weltherrschaft gelange und andere Völker unterjoche, sondern, damit es sich, stei von jeder Zwangsherrschast, ungestört dem Forschen in der Gotteslehre und dem Wissen widme und der ewigen Seligkeit teilhaftig werde." Md in der Neuzeit vernehmen wir Lazarus, Steinlhai und Evhen. — Lazarus, der das Bekenntnis ablegt; „Vom Standpunkt der Menschheit ist Krieg der Abgrund aller ethischen Kultur ... mit Massenmord, Dauerhaß. dem ganzen Otterngezücht des rohsten Wettkampfes, des Neides, der Rachsucht, welches das sonst unschuldige Dolksgemüt vergiftet, weil es Uebeltat als Tugend, Zerstörung und Vernichtung als Segen preist.". Und Steinthal. dir die Bibel dahin versteht: „Mag also die Menschheit von einem Paare adstammen oder nicht, das wäre immer nur eine bedeutungslose Tatsache. Aber die Verbrüderung der Menschheit als Ziel ist eine erhabene Idee, an deren Verwirklichung jeder einzelne an seiner Stelle, aber auch jedes Volk an seiner Stelle arbeiten soll. Die Einheit der Menschheit nicht als Tatsache der leiblichen Geburt, sondern als Betätigung einer sittlichen Kraft, diese fordert und hofft der Prophet." Und Cohen schließlich, der den Krieg den „Satan der Weltgeschichte" benennt, behauptet: „Die Grundkraft der Menschenseele ist ebenso gewiß der Friede, wie er das Ziel der Menschenge chichte ist." Daß aber auch Nichtjuden unsere Religion so verstehn, dafür zwei Beispiele: Gunkel und Sellin. ..Die Gleichberechtigung der Völker und darum Friede auf Erden, das ist der letzte Gedanke der alttestamentarischen Religion" ^.sagt Gunkel — und Sellin: „In dieser Erwartung des Gottesreiches ist überhaupt auf der Erde die Idee aufgegangen, daß es eine Geschichte der Menschheit gibt — in die sich die der einzelnen Völker eingliederi; daß alles Geschehen in dieser 3eit im Himmel und auf Erden hmstrebt auf ein großes ethischreligiöses Ziel, ein Reich des Friedens, des Guten und der Gottesgemeinschaft: ein Reich, da Huld und Treue sich begegnen, Gerechtigkeit und Frieden sich küssen." Das Judentum, eine Religion der Zukunft, das bedeutet also: nicht stehen bleiben, bedeutet, die Liebe zum Nationalen verbinden mit der Liebe zum Menfchheitsgedanken, bedeutet vie Treue zur Heimatgrenze verknüpfen mit der Treue zur Heimat Gottes. Gott aber ist überall, der eine Gott, er ist aller Gvtt, ist international, ist Kosmopolit — denn Gott ist die riebe, und die Liebe, die wahre, ist grenzenlos. Das Judentum, eine Religion der Zukunft, und darum muß rs immer wieder und wieder Werte umwerten und überprüfen, Ethik schaffen und Ethik vernichten. Und so ergibt sich von hier aus bas zweite: „ _ . Das Judentum, eine Religion des Menschen. Ja, das ist ttn weiteres Bedingnis für Frieden — wie sehen wir den einzelnen Menschen an, welche Rolle spielt er in der Weltgeschichte. „ Es ist richtig, der Prophet spricht es aus: „Und es geht «in Reis hervor aus Ifai . . Und damit bekennt er sich M -er Theorie, baß ungeheure Umwälzungen letzten Endes Das judaistische Institut. 3n den letzten Tagen des Juni wurde in London «die Weite Iahreskonserenz des teilenden Komitees für das Institut für jüdische Wissenschaften bei der Hebräischen Aniversttät in Jerusalem abgehaiten. Anwesend waren: aus England Oberrabbiner Dr. I. H. Hertz, der in der Konferenz den Vorsitz führte, ferner Dr. A. Buechler, Dr. S. Deiches, Dr. Al. D. Eder, und Dr. Eh. Weizmann: aas Frankreich: Großrabbiner Dr. I. Levi, Dr. Liber, Dr. Manuel und I. NMitsch; aus Deutschland: Pros. Dr. Freimann, Prof. Dr. I. Horowih, Prof. Dr. Sodernheim und Prof. Dr. Weil; «endlich Dr. I. L. Magnes, der das amerikanische und das palästinensische Komitee repräsentierte. Als Sekretär fungierte Herr Leo Kohn. Rach der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Dr. Magnes wurde der Bericht über die Arbeit des vergangenen Jahres unterbreitet. Bon den auf Grund der Beschlüsse der letzten Iahreskonferenz emgeladenen Professoren waren nur die folgenden ln der Lage, dem Ruf Folge zu leisten: Prof. Klein, der einen Kursus über palästinensische Topographie abhielt und eine Forschungsklasse über biblische Topographie leitete: Prof. Margolis, der über ,Hebräische Interpunktion" las, and ein Seminar über Septuaginta des Buches Iosua leitete, ferner einen griechischen Kursus für Anfänger abhielt, der jetzt von Dr. Schwabe fortgesetzt wird: Prof. Michael Gutttnann, der eine Reihe Borlesungen über die „ethische und rechtliche Gemeinschaft zwischen den Juden und den Nachbarnationen zur Zeit der Tanaim" hielt und eine Forschungsklaffe über Halacha leitete. Dem Institut schloffen sich einige in Jerusalem wohnende Gelehrte an, die sich in den Forschungsklassen betätigen. Rabbi Assaf, Dr. Aberoni, Rabbi Kesowsky und Mr. Zur! wurden dem judaistischen Zweig, Dr. Maier, Mr. Dellin und Dr. Danach dem orientalischen Zweig des Instituts attachiert. Im ersten Semester waren 200 Studenten am Institut inskribiert, von denen 60, unter ihnen fünf Frauen, im Besitze akademischer Diplome waren. Die meisten waren Lehrer. Die übrigen Hörer waren Zöglinge europäischer Universitäten, ferner Ilnqualifizierte, die als außerordentliche Hörer zugelassen wurden. Im gegenwärtigen Semester setzt Prof. Klein seinen Kursus über biblische Topographie fort, Prof. I. R. Epstein hält einen Cinführungskurfus über Mischna-Trxte, Dr. Aberoni liest übe» „Das Leben der Tiere in der Bibel", Dr. Maier über „Mohammedanische Architektur in Jerusalem", Rabbi Addas liest über „Die Organisation der babylonischen Ieschiwoth". Das Institut ist in einem gemieteten Gebäude in der Nähe der Universität am Scopusberge untergebracht und wird später in das setzt im Bau befindliche Gebäude der Univerfitätsbibliochek verlegt werden, wo ihm entsprechende Räume zur Verfügung stehen. Dr. Magnes teilte mit, daß sich in Amerika ein Komitee zwecks Unterstützung des Insiilnis gebildet habe: demselben gehören an: Felix M. Warburg, Dr. Adler, Rosenbloom, Richter Mack, Louis Marshall mrd Mr. Unterberg. Es wird von einem beratenden Komitee unterstützt, das sich aus den Professoren « Ginsberg, Davidson, Marx. Zeytlin, Dr. Adler und Dr. Wolfson 8 zusammensetzt. Zum Schluß berichtete Dr. Magnes über di-e fi- 5 nanzielle Lage des Instituts und teilte mit, daß er während seiner 8 jüngsten Anwesenheit in Amerika Versprechungen betreffend weit- 8 reichende finanzielle Unterstützung erhielt. Es folgte eine ein- 8 gehende Diskussion über das System des Verwaltungsinstituts « sowie über dessen Beziehung zur hebräischen Universität als Gesamtheit. Es wurde entschieden, daß das Institut ein Teil der Universität, aber autonom mit Bezug auf die Ernennung der Professoren die Budgetierung und das Arbeitsprogramm ist. Zum Präsidenten des leitenden Komitees wurde der Oberrabbiner des britischen Reiches, Dr. I. H. Hertz, gewählt. Das leitende Komitee setzt sich aus je fünf Vertretern jedes der gebild-eten oder noch zu bildenden Landeskomitees zusammen. Palästina, Amerika, England, Frankreich und Deutschland erhalten je fünf Vertreter: Oesterreich, Tschechoslowakei und Ungarn zusammen fünf. Polen und Rumänien zusammen fünf Vertreter. Das leitende Komitee muß jedes Jahr eine Sitzung abhalten, um die allgemeinen Richtlinien des Instituts zu bestimmen, das Budget zu fixieren, Professoren zu ernennen, einen Vorsitzenden, einen Sekretär und einen Schatzmeister zu wählen. Die Administration wird von dem Exekutivbeamten geleitet, der die beschlossenen Richtlinien durchzuführen hat. Die Tagung wählte ein Subkomitee zwecks Aufstellung einer Lifte der zu berufenden Professoren und Rektoren. Das Subkomitee, bestehend aus Oderrabmer Dr. Hertz, Dr. Buechler, Prof. Freimann, Oberrabbiner Dr. Levi und Dr. Magnes, hielt sofort eine Sitzung ab und unterbreitete dem Plenum eine Kandidatenliste, über die eingehend beraten worden ist. Es wurde beschlossen, an eine Anzahl hervorragender jüdischer Gelehrter in Europa und Amerika Rufe ergehen zu lassen, daß sie Lehrstuhle an dem Institut bekleiden. Man beriet über die Herausgabe einer periodischen Publikation des Instituts und über die Sti-ftung von Stipendien für an den Forschungsarbeiten teilnichmende Studenten. Zürn Schluß wurde den Herren Dr. Magnes und Dr. Schlesinger für ihre große Arbeit im Interesse des Instituts einstimmig der Dank ausgesprochen. von einem ausgehen, einem, der mit Erlöserkraft, etnem, der mit dem Gottesfunken in seiner Seele die Masse fortreißl zu neuem Erleben. Aber damit wird dem Nebenmenschen nicht der Stempel der Wertlosigkeit aufgedrückt, nicht der Stempel der Masse, die nur dazu da ist, kommandiert und abgeschlachtet zu werden. Nein, der Nebenmensch ist der Neben mensch und für seinen Tod kennt die Bibel das Wort: „Die Seele, die sündigt, soll sterben" — was also heißt: nicht als gleichgiltige Menge sind wir zu behandeln, sondern als Wesen Mit Herz und Gewissen, am Maßstab der Ethik sind wir zu messen — oder wie man auch sagen kann und wie es das Judentum immer ansah: Staat und Religion sind nicht zu trennen. Was natürlich nicht zu verwechseln ist mit jener äußeren Verbindung von Staat und Kirche, wo Religion kommandiert oder zensiert wird. Was nichts zu tun hat und haben soll mit Gewissensschnüffelei und Ketzerriecherei. Nein, Staat und Religion sind nicht zu trennen, das bedeutet: Staat und Religiosität: bedeutet. was wir vorhin schon einmal gehört: es durchgeisttge den Führer die Gottesfurcht: fein Denken fei fromm, feine Frömmigkeit geistvoll: bedeutet die Erkenntnis des jüdischen Weisen: „Wer einen Menschen leichtfertid tötet, dem rechnet man es an. als hätte er eine Welt vernichtet": bedeutet aber auch die Erkenntnis Kants: Politik darf nicht ein Problems ecbnieum fein, nicht Sache des politischen Moralisten, sondern muß zum probfema morale werden, zur Sache des moralischen Politikers, dem es eine sittliche Aufgabe ist, den ewigen Frieden herbeizuführen. Ja, das Judentum eine Religion -es Menschen — das bedeutet: nur der darf Dolbsführer sein, her entschlossen ein Friedensführer fein will — nur der darf Menschen gebiete» wollen, der selber das Menschengesüyl besitzt, dem Politik nicht bloß ein Rechnen und Klügeln, nicht bloß die Sache des kalten Verstandes, kein Ränkeschmieden und Kniffeerhenken, sondern der an das Schicksal seiner Millionen mit heißem Herzen, mit glühender Liebe, mit frommem Brennen tritt und ehrfürchtiger Scheu. Das Judentum, eine Religion des Menschen — und darum kann nur der ein Dolksführer fein, der dank seiner inneren Kraft und Größe als Panier dasteht für die anderen Völker und zu dem die anderen Völker sich wenden. Das Judentum, eine Religion des Menschen und dämm eine Religion des Lebens! Und dieses Dritte unserer Religion enthält wieder einen bedeutenden Grund, wenn nicht vielleicht den bedeutendsten, der uns für den Weltfrieden arbeiten heißt. „Siehe, ich lege Dir heute vor. Leben und Tod. Du aber wähle das Leben!" Und dieser Gottesrus an das Leben, er ist ein Menschenruf für uns geworden. das Jenseits wird hauptsächlich bei uns verherrlicht, sondern das Leben in dieser Welt. „Nicht die Toten loben Gott, nicht die in Grabesstille versunken", erklingt es schon bei dem frommen Psalmisten. Mit dieser Heiligsprechung des Lebens ist aber alles bereits oorwegqenommen, was heute in neuerer, moderner Sprache für die Friedensbewegung ins Treffen gcsiihrt wird. Schon damit ist die Wahnvorstellung zerstört, als wenn es nur ein Feld der Ehre gibt und als wenn das Leben nicht auch eines wäre. „Heilig ist kein Krieg,- heilig ist kein Tod, heilig ist nur das Leben," sagt Stefan Zweig. Io. schon damit ist ganz klar ausgesprochen, daß die Friedensbewegung Bewegung ist. Und kann es einen größeren Schauplatz geben, auf dem die Menschheit die Kräfte entfaltet. als es da<s Leben selber ist? Ist Liebe der Mutter kein Heldentum, Arbeit des Vaters nicht edelster Kampf? Ist Glühen des Jünglings für Ideale nicht Ruhm für ihn und aller Orden wert? Und der Kampf gegen Haß und gegen Lüge, der Kampf gegen Anrecht und Gewalt jeder Art, -er Kampf für den Armen und Unterdrückten — soll das weniger sein, als der Kampf mit Hem Schwert und kein Zeichen von Nationalgefühi? Wie sprach denn der Deutscheste alter Deutschen in seinen „Reden an die Nation?" „Nicht die Gewalt der Arme, noch die Tüchtigkeit der Waffen, sondern die Kraft des Gemütes ist es, welche Siege erkämpft". „Der Kampf mit den Waffen ist beendet. Es erhebt sich, so wir es wollen, der neue Kampf: der Grundsätze, der Sitten, des Charakters." Genau so wie Fichte aber lehrte die Bibel: „Nicht durch Macht, nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Ewige Zebaoth." Und man sage auch nicht, daß es die Liebe zum Ich ist, die wir mit der Liebe zum Leben verwechseln. Wahrlich, den Juden trifft das nicht. Vom ersten Pesfach vor 3000 Jahren bis zur Universität in Jerusalem hat der Jude wahrhaftig gezeigt, daß er nicht um der eigenen, lieben Person, sondern um der ewigen Idee willen leben gewollt und zu sterben gewußt. Fragt die Scheiterhaufen im Mittelalter, fragt die Flüchtlinge oOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO S Seit dem l. Juli 1925 befinden sich % I unsere Äüroräume in t Berlin SW. 48, Mhelmstr. 147* f Telephon: Lrihow 9160-9161 | S Adisch-liberale Vereinigung für das o | Zeitung liberale Judentum ($. V. S OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO