Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 5 (1925)
- Issue
- 27 (3.7.1925)
- Date
- 1925-07-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jahrgang Unsere Korderungen an den Giaat. Oer Schluß der Landesverbandstagung. In der ©origen Nummer hatten wir über die Bedeutung der ersten Lon-esverbandstog-ung und über ihren Verlauf eingehend berichtet. Die Verhandlungen wurden am Montag, den 22. Sunt, nachnttttags, fortgesetzt. Beginn der RachmWrgSsitzung: 3,40 Uhr. Dr. Peyser (Üb.): Der Etat gibt stets Gelegenheit zur allgemeinen Aussprache, und diese ist ausgiebig erfolgt. Zu unserer Freude hat sich in den wichttge« prinzipiellen Punkten eine Aebereinstmmnmg gezeigt. Dagegen ist hier iu der Debatte eine Auffassung geäußert worden, die nicht unwidersprochen bleiben bann. Es würde gesagt, daß die aufzulegendrn Mittel nicht altem für Deutsche, sondern für den Klar bereitgestellt werden müßten. Ich widerspreche dieser Auffassung, weil ich in ihr einen Versuch erblicke, die Organisation der deutschen jüdischen Gemeinden in den Dienst des polittschrn Zionismus zu stellen. Wir ehren und «fps-ktter« trotz Gegnerschaft die zionistische Anschauung, und zwar mehr, als sie es umseren Anschauungen gegenüber tut. Das ist aber eine Geschmackssache und darüber haben wir uns hier nicht weiter zu unterhalten. (Anruhe bei der Volkspartei.) Jdo folgt jeder der Methode, dran er nun eimnai gewöhnet, und anstatt Euch drum zu schelten, sag ich Dank Euch, wohl versöhnet.*' Wir wünschen aber nicht, von dritter Seite mit Ihnen zusammen- «fpanrrt zu werden. (Zurufe: Wir auch nicht!) Und so sehr wir Ihnen zubilligen, daß Ihr« Worte echt und treu stnd, sobald Sie vom Judentum sprechen, so sehr kommen uns Zweifel, wenn Sie?Motgedruugen einmal von Ihren dewtschen Gefühlen sprechen. (Zurufe: Denunziation! Glocke des Präsidenten. Weitere Zurufe: Verleumdung!) Ich gebe sofort eine Begründung für diese sagenannte Verleumdung Ihrer Gesinnungsgenossen. Herr Dr. Oskar Cohn hat iu meiner Gegenwart erklärt, er wüßte nicht, ob die Erhaltung des deutschen Volkes es wert wäre, daß deretwegen ein neuer Krieg geführt werde. (Lebh. Zurufe llaks: Unwahr!) Herrn RechtsamvaA Alfred Klee habe ich gestern abend wohl richtig verstanden, wenn er gesagt hat, das Judentum hätte in feinen Bestrebungen nur eine Zukunft, wenn fremde Einflüsse «usgeschattet würden, und es ist chm heute der Lapsus passiert, als von der deutschen Sprache die Rede war, die deutsche Sprache niemals als Muttersprache zu benennen. Ich fiche hier iu ehrlicher Msicht als bewußter religiös empfindender und auf Vergangenheit und Tradition der jüdischen Geschlechter stolzer Sude, aber als guter Deutscher, sobald es sich um Volksferra handelt. Und ich glaube, daß ich in dieser Auffassung die Mehrheit hinter mir habe. Es gibt aber auch viele, die nicht so von mir und meinen Freunden denken. Soeben ist eine Broschüre erschienen, die den Mel führt „Das deutsche Judentum und seine Mischen Gegner". Da bezeichnet ein Herr Marx als Gegner der deutschen Inden zuerst die Zionisten und dann die uattonaldeutschen Inden, beide in innigstem Verein. Wir lehnen, wie gesagt, eine solche Zusammeivspannu-ng ab. (Gelächter links.) Wir haben hier Aufgaben, bei denen sachliche Beratungen von Anfang an die größte Dolle spielen und werden trotz der starken gegnerischen Haltung stets bereit fein, uns ohne Schärfe an der Arbeit zu betätigen und die gemeinsamen großen Ziele mit Ihnen zu verfolgen. Kommen Sie von der jüdischen Volkspartei uns dagegen si^tt mit sachlicher Gegnerschaft mit der bei Ihnen beliebten Dialektik, so sage ich Ihnen schon heute: Sie werden auf jeden derarttgen Angriff eine geharnischte Antwort erhalten (Lebhafter Mderspruch links — große Anruhe — vereinzelter Beifall). Frau Olleuborf (lib.): Ich bin hier, um im Namen der liberalen Franen unserer Freude und unserem Danke Ausdruck zu geben, daß wir in dieses Haus einziehen konnten. Wir tragen die Schnsucht danach in unserem Herzen, mitzuarbeiten am jüdischen Leben, seit dem größten Ereignis der Mischen Geschichte, seit dem Auszug der Kinder Israel. Dieses große Ereignis ist ja auf Veranlassung der jüdischen Frauen geschehen, und das scheint offenbar im Laufe der Geschichte vergessen worden za sein. Wenn wir mm hier milberaten dürfen, so tan wir das in der Hoffnung, daß wir bald Gelegenheit haben werden, auch in unseren Gemeinden Mitarbeiten zu können. Wr sind hierher gekommen nicht als Frauenrechtlerinnen, auch nicht als politische Frauen, sondern um in der großen, jüdischen Familie als Mütter mitzuarbeiten. And wenn wir einen Augenblick politisch sein dürfen» so möchte ich darauf Hinweisen, daß uns eine Verfassung vorgelegt worden war, in der ein Passus stand» daß der Verband die Bestimmung treffen darf, in den ihm angeschlossenen Gemeinden für die Wahl zum Landesverbände und Rat das Frauenwahlrecht ausguschl-ießen. Wenn solche BestÄmmmgen überhaupt noch möglich sind, dam» ist eS höchste Zeit, -atz wir Frauen kommen, um mihzuarbeitei» am Aufbau des deuKchen Judentums. Wir wollen hier lernen, was die Äugen Männer bisher getan haben. Da bisher die jüdische Verwaltung von den Männern allem gemacht worden Sfi, «wo es nicht so herrlich weit gebracht hat, so hoffen wir, daß, wenn wir Frauen Mitarbeiten düvftu, es vielleicht etwas bester gehen wird. Da möchte ich einiges sogen. Mit einigen Rednern sind wir Frauen durchaus nicht einverstanden. Daß die wichtigste der allerwichtigsten Ausgaben des Landesverbandes darin bestünde, 82 Bezirksrabbiner einmüsetzen, das erscheint »ns nicht als das wichtigste. Ich rühme mich der Freundschaft mehrerer Rabbiner. Ob ste Bezirksober Großstadt- oder Kleinstadt- oder Landesrabbtner stid,ip aber nicht so wichüg. Etwas gang Ernstes Seat dahinter. Moya «olle« Sie denn diese Gelen Rabbiner und Lehrer «inftellen, wenn Ne keine3oden hab^8^MH^Kdoch^dotzMz»M W2M» haben, die den Willen haben, von Rabbiner« und Lehrern geführt zu werden. Aller Augen sind auf den Landesverband gerichtet. Wenn heute irgend etwas Schlechtes in den Gemeinden ist, dann hat es jetzt geheißen: Es ist das letztemal, wartet nur, der preußische Landesverband wird alles besser machen. Und nun kommt der preußische Landesverband, und wir möchten sagen: Die Rede von Herrn Dr. Freund war wundervoll, und wenn sie köstlich war, dann ist sie Mühe und Arbeit gewesen. Aber der Tenor dieser großen Rede ist nicht: Wie halten wir den Verfall des deutschen Judentums auf. Der Tenor ist: Wie erhalten wir möglichst viel Mittel, um möglichst oie-l Rabbiner und Lehrer einzustellen. Dieser Tenor ist für uns nicht dos Wichtigste. And wenn ich Sie daran erinnern darf: Vor ÄiÄger Zeit war hier ein« Gemeindeversammlung und ei« verehrter Gegner von mir hat ganz besonders die Fragen angegriffen und hat gesagt: Für den Verfall des deutschen Iu-dentums sind hauptsächlich die Frauen verantwortlich. Da möchte ich doch sagen: Nein, nicht die Frauen find verantwortlich, sondern wett Sie die Frauen nicht beteiligt haben am Aufbau, stnd Sir verantworttich. Darum find wir dankbar und unendlich erfreut, daß wir jetzt hier Mitarbeiten dürfen, wo es so dringend notwendig ist. Ich kann auf das einzelne nicht «ngehen, nur das eine oder andere herausheben, um zu verteidigen, daß ich fett jeher dafür eingetreten bl«, soziale Aufgaben zu lösen. Wem» die unehelichen Gebürter» gestiegen find, so ist das eine Folge von Verhältnissen, für die wir alle verantwortlich sind. Wie könne« wir aber arbeite«, doch nur, wen« wir positive Maßnahmen treffen. Die Frankfurter Gemeinde bat einen Antrag ««gebracht zur Einrichtung eines Ausschusses für Bevölkernngspolttck, der diesen starken Mißständen abyelfen soll, sowohl dem Geburtenrückgang wie der Sterblichkeit der unehelichen Kinder, die uns durch dem Tod oder durch die Taufe verloren gehen, wenn wir uns nicht um ste kümmern. Das klingt sehr gelehrt, aber lassen Sir mich eine gang persönliche Bemerkung machen. Ich »var bei der Kölner jüdischen Ausstellung. Das erschütterndste Dokument auf dieser Ausstellung war das, das beweist, daß schon im Jahre 321 es eine Iudengemeinde gegeben hat, und das die Verfassungsurkunde dieser Iudeng-vmennde darstellt. Diese Urkunde erzählt soviel, daß wir gar nicht genug tun können, um nach ihren Gesichtspunkten bevölkerungspolitisch tättg zu sein. Gestern abend und auch mitunter heute ist jo unendlich viel von der Einheit des Judentums und von der Versöhnung gesprochen worden. Ich habe die feste Ueberze-ugnng, die soziale Äroeit, die dem Verfall des Judentums entgegentritt, ist der beste Boden für die Versöhnung aller Parteien und vielleicht der einzige, auf dem wir uns wahrhaft treffen können. Ich muß auch ein Wort der Erwiderung gegen Herrn Berger sagen bezüglich seiner Angriffe gegen den Deutsch- Israelitischen Gemeindebund. Me Verhältnisse der gefährdeten Jugend sind uns über den Kopf gewachsen. Wir haben nicht genug Anstalten, um die in der Kriegs- und Nachkriegszeit vollkommen entnervte Jugend zusammenzuhalten. Hier können die beiden Anstalten des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes nicht genügen. Deshalb müssen wir ihn unterstützen. And ich bitte Sie sehr, nehmen Sie nichts von den paar Pfennigen, die ihm bewilligt worden sind. Aber das ist gar nicht das wichtigste bei den sozialen Arbeiten. Das ganze System muß geändert »verden. Mitleid haben wir genug in der Welt, aber Gerechtigkeit brauchen wir. Mitleid ist sehr billig. Wenn wir die Gerechtigkeit haben werden, werden wir uns eher treffen, meine Herren von den anderen Parteien. Man braucht Mitleid, gewiß, indem man Almosen gibt. Almosen unterstützt ja die Armut, verhütet sie jedoch nicht. And nun finden Sie Positionen im Etat, z. B. für den Dausonds -der Gemeinden. Das ist wert, daß man ironisch darüber wird. Sie wollen Baufonds unterstützen und Sie haben Hunderte und Tausende von Juden, die der Hort der Gemeinden und au6) der Steuerzahlung waren, die aber keine Wohnung haben und zugrunde gegangen sind. Me Forderung für die Mi'ttelstandsfürsorge, für die Wohnuwgssursorge und die Unterbringung der Juden muß eine erhebliche Stärkung erfahren, denn die psychische und physische Krankheit hängt aufs engste mit der Wohnungsnot zusammen. Tuberkulose und Prostitution sind WohnungskrankhÄten, und daß sie in den jüdi- Zahlt den fälligen Beitrag für bas dritte Quartal in Höhe von 2)1.230 auf das Postscheckkonto der Vereinigung für das liberale Judentum Berlin Ar. 132069 ykLhersätader vorigen Rümmer. Für Berüa die Bellags beachten.) scheu Gemeinden stärker hervorgetreten sind, daß wir in den Großstädten unter den Prostituierten eine vechättmsmäßig unendlich große Zahl von Jüdinnen haben, hängt eng mit der Wohnungsnot zusammen. Ich stimme mit Herrn Dr. Klee überein. Die Art drr Hilfe wie bis jetzt geht nicht mehr. Aus der Karlsbader Hilfskonserenz »var u. a. ein Ostjude, der mir außerordentlich sympathisch war, der hinausgeschrien hat: Gebt uns doch nicht immer Geld, lehrt uns, wie wir uns selbst Helsen können. Das sollen wir. Me haben heute von der jüdischen Schule gesprochen. Es ist noch viel wichtiger, daß wir die Aufgaben des täglichen, sittliche,» Lebens erfüllen. Die Reinheit des jüdischen Lebens ist verlorengegangen, aber auch die Reinlichkeit. Im jüdischen Proletariat im Kriege waren die Verhältnisse schlechter als im christlichen, und jüdische Frauen und Mädchen haben nicht wirffchaften gelernt. Daß die Gemeinden dafür sorgen, daß Haushaltvngsschulen entstehen für alle Mischen Mädchen ist nicht nur eine Frage der Schulung, sondern der jüdischen Reinheit, der Reinlichkcit, die der Anfang aller Reinheit ist. Darum ist es notwendig, daß der Landesverband einige von -diesen Hofftmngen aufnimmt. Wir wollen dabei nach Richtungen nicht fragen. Wir fragen nur, ob es sich um Mische Mensche« handelt, und das ist nie uns genug. Dann wollen wir helfen, alle jüdischen Mißstände zu beseitigen. Das ist unsere große und wichtige Ausgabe. Die Gemeinden stehe« also vor unerhört großen Abgaben und auch Ausgaben. Es ist erforderlich, Heime zu schoGen. Wir haben neulich ln unserem Ortsgefängnis 11 jüdische Mädchen gehabt, die wegen gewerbsmäßiger Anzucht verurteilt waren. And der Direktor des Gefängnisses fragte sowohl Herr« Dr. Vogetstein wie mich, wo diese Mädchen hkckämen, »oem» sie «ttlasien würden. Wir wußten es wicht. Wir haben keine AM«- Wir baden für diese gefährdete und verwahrloste — durch Misere Schuld-verwahrloste — Jugend nichts getan. DaS find die ßlaiaahea, öle wir löse« wollen. Im Rate sitzt eine einzige Fra«. Wir bitten Sie, lassen «Sie uns wenigstens da, wo wir bisher ausgeschattet worden sind, in den Gemeinden Mitarbeiten. Sie verlieren sonst nicht die Frau, sondern die Kräfte, die wir Ihne« entgegenbrüngen, die Kräfte, die zur Erziehung eines glücklichen jüdischen Zukunstslebens dienen sollen. (Lebhafter Beifall bä den Liberalen.) Dr. Sandler (3üd. VolkSp.): Wenn ich hier einiges Grundsätzliche über unsere Anschauungen sagen soll, so könnte ich mich darauf beschränken, dir Einheltsidee zu vertreten, die für uns die fundamentale Voraussetzung für jede weitere Entwicklung -des Judentums ist. Prinzipiell gesehen führt diese Idee zu gewissen Forderungen, die wir vertreten werden. Wir sehen die Förderung der Einheitsidee durch die Praxis vor allem in den vier folgenden Punkten: Zunächst in der Idee der Demokratie. Für die demokratische Auffassung haben die Jude« als Minderheit überall das nötige Verständnis und Interesse. Mann kau« die Demokratie begründen von einer gewissen polttischen Doktrin aus. Eine wahre demokratische Grsinnung zwischen Juden kann aber nur aus dem Einheiisgedanken heraus fließen, -nur dann werden solche Erscheinungen unmöglich sein, wie wir sie jahrzchntelang in Dmischland erlebt haben, daß Juden ei-ngetreten sind für das gleiche Wahlrecht zum Reichstage und zum Landtage, und daß sie in den Gemeinden eingetreten sind für das Klassenwahirecht. Wir wissen, daß in der Zeit von 1906—1924 in 10 großen Gemeinden Versuche gemacht worden sind, das Ausländerwahlrecht zu unterbinden. Wenn wir die Autonomie der Gemeinden haben werden, dann ist die Gefahr der Verdrängung der AuÄünder, besonders in den westlichen Gemeinden, noch viel größer. Immerhin werden rvir gegen diese Gefahr zu kämpfen haben, und wir werden gegen sie kämpfen, ausgehend nicht von parteiischen Strömungen, sondern von dem Einheitsgeda-nken, den wir vertreten. Alle Juden sind nach unserer Auffassung ein Aeis «m unserem Stamme, und damit bin ich schon mitten im' zweiten Punkte: der Behandlung der Ostjudenfrage. Diese Frage hat in der letzten Zeit in der Oeffenilichkeit eine so große Rolle gespielt, daß hier die Parl-rien zu der Frage Steilung nähmen müßten. Aber -ni«ht mit allgemeinen liebenswürdigen Redensarten darf diese Stellungnahme erfolgen, sondern sie muß zu ganz bestimmten Forderungen kommen. Sie erinnern sich,, daß 1921 bei der Beratung über die Karenzzeit zum Wahlrecht zum Derbandstage damals diese Fragr schon ausführlich behandelt wurde. Es si-nd damals Gedanken ausgesprochen worden, die ich nicht noch einmal skizzieren möchte. Wir möchten festgestellt wissen, daß die Ostjudenfrage behandelt werden muß unter dem Gesichtspunkt, daß dieses Res-rrvoir im Osten die wahre Kraftquelle ist, von der wir deutschen Juden leben. Sie kennen die Zahlen, Sie »viffen, daß ein Drittel aller deutschen Juden nicht heiratet, ein zweites in Mischehen lebt und nur ein Drittel der deutschen Juden heiratet und »neistens in Zwei-klnderehen lebt. Das Judentum müßte demnach allmählich verschwinden, wenn es nicht einen Zuftuh aus dem Osten hätte. Ganz ebenso ist es mit drr jüdischen Wissenschaft. Auch sie muß immer wieder aus dem östlichen Reservoir gespeist werden, und es ist kein Geheimnis, daß die traditionell und religiös Treuesten fast durchweg aus dem Osten stammen. Die Anwendung dieser Erkenntnis zeigt sich leider nicht in dem Gesichtspunkte, unter dem heute die Ostjudenfrage behandelt wird. And doch sollte in dieser Beziehung der Einwanderung «lue größere Beachtung geschenkt werden. Ich erinnere Ge daran, daß auch heute in Polen gegen die Ostjuden ein wirtschaftlicher Vernichtu-agskamvf geführt wird, umd daß Amerika seine Tore ’ geschlvsieu hat. Sn diesem Jahre,-in dem man rechnen konnte m» einer AvSioanderM^szahl von 250000 Seelen, werben gegen 10000 eingelassen. Wen« ich dies mber der Mch^Wdea jla^ach^