Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 5 (1925)
- Issue
- 25 (19.6.1925)
- Date
- 1925-06-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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>z. Zasisang Kummer 2S 19.Jüf ’iini Religion und Aberglaube. Von Rabbiner Dr. G. Sa 1 zberge r-Frankfurt a. M. Was Glaube und was Aberglaube sei, darüber urteilen verschiedene Zeiten verschieden. Ein Glaube, -er ehemals für legal gehalten wurde, kann später als Aberglaube verworfen und früherer Aberglaube kann zum Glauben erhoben werden. Die Grenzlinien verschwimmen, und nicht einmal die Menschen der gleichen Zeit vermögen sie mit Sicherheit zu ziehen. Das hat ftinen Grund darin, daß beide eben Glaube sind: eine wirkliche oder vermeintliche Enthüllung von Tatsachen, die über die wahrnehmbare Welt hinaus liegen. Äon jeher lockte und trieb es die Menschen, die Schranken zu durchbrechen, die ihrem Verstände gesetzt sind, den Schleier zu lüsten, der das geahnte Geheimnis letzter Wahrheiten deckt, teils aus Witzbegierde und mehr noch aus Neugier, teils aus dem Verlangen, Einfluß auf die verborgenen Kräste zu gewinnen oder ihren Einfluß auf den Menschen zu seinem Besten zu lenken. Es bleibt daher nicht bei dem theoretischen Aberglauben an Götter und Geister aller Art, sondern man versucht auch durch Zauberei ihn nutzbar zu machen. Zumal bei den entscheidenden Mechselfällen des Lebens: Geburt und Heirat, Krankheit, Not und Tod, greift man zu den erprobten Mitteln, die das Gewünschte herbeiziehen und das Gefürchtete bannen sollen. Auf welche Mittel die Menschheit bei dieser Jagd nach dem Glück: nach Liebe, Gold, Sieg und Macht und bei dieser Flucht vor dem Anglück verfallen ist, das stellt, wenn auch die Mittel bei den verschiedensten Völkern und Religionen wiederkehren, der menschlichen Phantasie ein glänzendes Zeugnis, ein um so traurigeres der menschlichen Vernunft aus. Der Himmel droben und die Tiefe drunten, die Sterne und die Wolken, die Abgeschiedenen und die Gespenster müssen die Geheimnisse der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft offenbaren, Namen und Iahten, Tage und Stunden, Kräuter und Steine, Blut und Speichel, Zauberformeln und Manipulationen absonderlichster Art müssen dem Wahn menschlichen Machtgelüstes dienen. Viel schwerwiegender als der Wahn selbst ist nun aber die moralische Verwirrung, die er anrichtet. Wir wollen nicht einmal davon reden, daß die Zaubermittel zumeist nur den Priestern vertraut und überantwortet waren und diese daher eine gefährliche, oft genug mißbrauchte Gewalt in Händen hatten. Die fortwährende Ansicherheit und die beständige Angst vor der Welt, in der ja alles möglich schien, und vor einander ließ in diesen heidnischen Menschen kein ruhiges Vertrauen, keine Lebensfreude und keine umfassende Menschenliebe aufkommen. Dagegen trieb der Aberglaube sie in eingebildete Gefahren, in Wahnsinn und Verzweiflung, in grausige und abscheuliche Verbrechen. Von hier aus verstehen wir den unerbittlichen Kampf, den die jüdische Religion gegen den gesamten theoretischen und praktischen Glauben oder also Aberglauben des Altertums geführt hat. „Anzucht und Zauberei", mit den zwei Worten kennzeichnet Iehu, der sich als Vollstrecker göttlichen Gerichtes fühlt, die Tod fänden Ijebels, deren Konflikt mit Elia wohl am deutlichsten die Klust zwischen heidnischer und israelitischer Weltanschauung aufdeckl (II. Buch der Könige 9,22). Weil Israels Religion in der Moral verankert war, darum konnte sie kernen Pakt schließen mit der Aninoral babylonischer, äoyplischer, kanaamtischer und sonstiger Religionen. „So du in das Land kommst, das der Ewige dein Gott dir gibt, sollst du nicht lernen zu tun nach den Greueln jener Völker. Nicht soll bei dir sich jemand finden, der seinen Sohn und seine Tochter durch Feuer schreiten läßt, der Wahrsagerei oder Zeichendeuterei oder ge- Heime Künste oder Zauberei treibt, der Bannungen vornimmt oder einen Totenbeschwörer- oder Wahrsagegeist befragt oder sich an die Toten wendet. Denn ein Greuel ist dem Ewigen jeder, der solches tut, und um dieser Greuel willen, rottet sie der Ewige dein Gott vor dir aus. Ganz sollst du sein mit dem Ewigen deinem Gotte ' (V. Mose 18,9-13). Es läßt sich nicht leugnen, daß auch die Geschichte des Gottesvolkes wie von Götzenglauben, so von Zauberei nicht frei war — hätten sonst die Propheten mit beißender Ironie den Widersinn des einen, mit flammendem Zorn die Zuchtlosigkeit der andern gegeißelt? Derselbe Saul, der in Ae^ereinstimmung mit der Thora Moses die Zauberinnen aus dem Lande jagt, sucht und findet o.m Ende doch die Zauberin im Lande, die ihm den abgeschiedenen Geist Samuels heraufbeschwört. Die eherne Schlange aus Moses Tagen mußte nachmals der König Hiskia zerstören, weil man Abgötterei mit ihr tritck. Trotz aller Gebote und Gesetze, trotz aller Mahn- und Strafreden war eben der Aberglaube auch in Israel nicht gänzlich auszutilgen. Auch im talmudischen Schrifttum ist nicht wenig von Dämonen, ihrer Schädlichkeit und Unschädlichmachung die Rede. Gar im Dunkel des Mittelalters, da die Kabbala für ihre mystischen Lehren die Herzen bereit fand, war dem Aberglauben Tür und Tor geöffnet. Hier waren es heidnische Reste, die durch das Medium des Ehristentums ins Judentum eindrangen. Nur in Achten Zeiten wie die des maurischen Spanien und in klaren Geistern wie Maimonides wird mit der Anbedmglheit der alten Propheten jede Trübung vom Monotheismus abgewehrt. Was in der Bibel selbst gegen ihn zu verstoßen schien, wie etwa die eherne Scylange des Mose, wurde im monotheistischen Sinne allegorisch gedeutet. „Ganz sollst du sein mit dem Ewigen deinem Gotte" — das Wort wurde in klarer Erkenntnis seines Zusammenhangs und seiner weit darüber hinausragenden Bedeutung immer wieder zum Kampfruf gegen jeden Aberglauben. 3n der Tai trifft dies Wort den Kern des Glaubens und der Religiosität des Judentums. Die Gewißheit, daß es nur Einen Gott gibt, und er der Ewige ist, daß Er dein Gott ist und du zu ihm „du" sagen darfst, daß du ihm ganz und gar gehörst mit Leib und See e, mit deinem ganzen Denken und Fühlen, Wollen und Handeln, Erleiden und Sein —schließt alle abergläubische Furcht vor bösen Mächten, aber auch alle abergtäubische Hoffnung auf ihre Bezwingung aus. Was dabei die schweifende Phantasie einbüßt, gewinnt die Moral. Diesem Einen Gott soll der Mensch und darf der Mensch vertrauen. Damit zieht in des Menschen Brust zum erstenmalDertrauen auf dieWett und das Leben, Freude an der Welt und am Leben ein. Vor dem Schöpferwort: „Es werde Licht!" flieht die Nacht des Chaos mit ihrem tollen Wust und Spuk; es wechseln Tag und Nacht und Land und Meer nach ewigen, weisen und en Gesetzen. Die wilde Begier, den Vorhang gölt- Wirkens und Schaffens zu zerreißen und ins AÜerheiligste einzudringen, wird zurückgedrüngt und beschwichtigt. Nicht was der Mensch in seiner Selbstsucht von den verborgenen Kräften wünscht und wie er zum Ziel seiner Wünsche gelangt, ist mehr die Frage, sondern was Gott vom Menschen will und wie der Mensch den göttlichen Willen erfüllen kann. Gottes Wille aber ist nicht Opfer, ist nicht einmal Gebet, ist überhaupt nichts was Gott'für sich fordert, sondern nichts anderes als daß der Mensch zum Sinne seines eigenen Lebens komme, „nichts anderes als Recht tun, Liebe üben und in Demut wandeln mit deinem Gotte." Gibt so die Religidn des Judentums gegenüber dem Wahn der trunkenen Antike einer nüchternen Vernunft ihr Recht, so wäre es doch irrig zu meinen, sie sei bloße Nüchternheit, reine Vernunft und wisse nicht um das Geheimnis. Gott hat sich iir seinem Wesen nicht enthüllt, auch dem Mose nicht, nur seine Forderung an den Menschen hat er kundgetan. „Das Verborgene bleibt des Ewigen unseres Gottes: was aber uns und unfern Kindern geoffenbart wurde, ist: zu tun alle Morte dieser Thora" (V. Mose 29,28). Geborgenheit und Verborgenheit sind auch in der Sprache der Bibel von einem Stamm. Die allzu große Vernünftigkeit hat in unserer wie in anderen Aeugionen zum Anglauben geführt. Aber merkwürdig: als könnte der Mensch nicht ohne irgendeinen Glauben leben, stellt sich für den verworfenen Glauben (religio) der Aberglaube (=öberglaube, superstitio) ein. Nicht nur im Volksmärchen spukt er als Aeberrest des alten Heidenglaubens, er beherrscht auch weite Gebiete des täglichen Lebens. Bewußt oder unbewußt frönt ihm auch mancher Jude, der jede „Gläubigkeit" weit von sich weist. Deshalb unser Judentum eine superstitio zu nennen, wie es wohl zu römischen Zetten und auch noch am Ausgang des Mittelalters geschah, heißt freilich Tag in Nacht kehren. Selbst solche, die uns fluchen möchten, müssen -och, wo sie Seher sind, jenes Seherwort des Heiden Bileam von uns gelten lassen: (IV. Mose 23,23) „Keine Beschwörung gibt's bei Jakob und keine Zauberei in Israel: jetzt läßt sich von Jakob und Israel nur sagen: was hat Gott getan!" \ I Nie jüdische Gegenwart. Schenkung despreußischen Llriierrichtsministeriums an die Jerusalemer Llniversität. Das Preußische Unterrichtsministerium hat beschlossen, der hebräischen Universität in Jerusalem eine große Dücherschenkung zu übermitteln. Die Büchersammlung, die demnächst nach Jerusalem abgehen wird, enthält u. et.' Handschriften-Katvloge der preußischen Staatsbibliothek. Titeldrucke. Universitäts- und Schulschriftcn, ferner Bililiotheksdoiiblelteii und Dissertationen der preußischen Universitäten. Eine Statistik der ostjüdischen Einwanderung. Der tzaushaltsausschuß des Reichstages nahm die deutschnationalen Anträge an. wirksame Schutzmaßnahmen zugunsten der gefährdeten und mißhandelten Minderheiten in fremden Staaten und eine bis zum l. April d. 2. fortgcsührte Statistik über den Umfang der ostjüdrschen Einwanderung seit August 1914 vorzunehmen. Schlechte Konjunktur für Antisemitismus. 3mrt Haushalt des Reichsministenums des Innern hatten die großen bürgerlichen Parteien den Antrag gestellt, den christlichen Kirchen und Synagogen für kulturelle Zwecke 1200000 Mark zu bewilligen. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten angenommen mit den Stintmetl der Deutschnattvnalen. des Zentrums, der Deutschen Volkspurtci. der Demokraten, der Bayerischen Bolkspartei, der Wirtschaftspartei und der jetzt 1Z Mann starken vereinigten völkischen Fraktion. Die Tatsache, daß die Völkischen für eine Position der jüdischen Synagogen stimmen, hat großes Aufsehen erregt. Der sozialdemokratische „Vorwärts" meint, es werde jetzt klar erkennbar, daß b« der Versöhnung der Ludendarsf. Greese und Straffer der Antisemitismus geopfert wurde, der selbst den Völkischen zu dumm geworden ist. Von anderer unterrichteter Seite mnd der Ansicht Ausdruck gegeben, die Völkischen, die sich als die Garde tzindenburgs gerne präsentieren, lMcii eingesehen, daß sich ein Radauantisemitismus mit dieser ihrer vermeintlichen Stellung nicht verträgt und hätten darum beschlossen, fiir einige Zeit mit antisemitischen Demonstrativschrittenznruckzuhnllen. Oer AeichsprSfideni und per konfessionelle Friede. Der Reichspräsident v. Hin-evborg empfing am 12. Juni die Vertreter der drei großen Aeligtonsgemainfchast«, in Deutschland zur Entgegennahme ihrer Glückwünsche anläßlich seines Amtsantritts. vtauwnä des Deutschen evangelischen Kirchendundes überbrachte der Präsident des Evangelischen Öberkirchcnrats itt Berlin, Dr. Kap-rr, die Wünsche der Gesamtheit der deutschen evangelischen Landeskirche. Der füastbiichöfUche Delegat. MeihbUchef Dr. Deitmer, sprach dem Reichspräsidenten die Glückwünsche der katholischen Religionsgemeinschaft aas. : Als Vertreter des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, zugleich im Namen der gesamten deutschen Zudenheit, begrüßte der Präsident der Berliner jüdischen Gemeinde. Kammergerichtsrat Dr. Leo Wolfs, den Reichspräsidenten. Sein: Ansprache hatte den folgenden Wortlaut: , - ihres größten bandrS Euere Exzellenz zu begrüßen und ihre ehrerbietigsten Glückwünsche zum Antritt Ohres hoben ArnttS auszuspreche». Gleich allen übrigen Deutschen hegen sie die feste Zuversicht, daß Euerer Exzellenz beschieden sein möge, dieses Ohnen vom Volks übertragene Amt in selbstloser Pflichterfüllung durch viele Zahrs zu verwalten. Wenn Euere Exzellenz es ausgesprochen hotom, dak Sie es als 3hre Aufgabe betrachten, alle» Parteien und allen Bekenntmsien in gleicher Weise gegenüderzulrelen, jo nehmen wir diese Worte voller Vertrauen auf und erblicken in Ihnen die Gewähr dafür, daß die den Juden durch das Reichsaesetz vom 3. 3uti 186!) Mgestcherle Unbeffckränkthert in der Ausübung der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte durch die Gesetzgebung nicht angetastet und in der Verwaltung tatsächlich und dauernd durchgeführi wirb, daß aber auch Angriffe aus unsere Religion, wie sie unberechtigterweise aas schlecht unterrichteten Kreisen leider hervorgegangen sind, in Zukunft unterbleiben werden.' Gleiche Rechte — das erkennen wir freudig an —- dringen gleiche Pflichten mit sich, und so werben alle deutschen Zuden wie bisher ihre volle Kraft in hrngebenber und eifriger Mitarbeit an den vaterländischen Aufgaben einsetzen. Möge die Amtzseit Euerer Exzellenz frei bleiben von Zwist, Haß und Mißgunst ber deutschen Brüder untereinander! Dann wird sie für unser geliebtes Vaterland sein eine Zeit des Aufstiegs zu alter Größe und Herrlichkeit." Reichspräsident v. Hindenburg bankte den Vertretern der Religionsgemeinschaften für die Glückwünsche und sagte: „3d> öebe Ahnen bei dieser Gelegenheit erneut die Versicherung, daß ick in meinem hohen Amte mit gleicher Gewissenhaftigkeit alle Bekenntnisse und Weltanschauungen achten und stets den Geist innerer Volksgemeinschaft schützen werde. Wenn ich einen Wunsch anfchließen darf, so bitte ich Sie. diesen gemeinsamen Empfang i der Vertreter der verschiedenen Bekenntnisse durch den Vertreter' des Deutschen Reiches nicht nur als eine bloße Form anzusehen. Wie Sie, meine Zerren, sich hier zusammenyefvnden haben, um mir Ihre gleichgestimmten Wünsche auszudrücken, so möge auch in den Reihen der Kirchen und Gemeinschaften sich stets der Sinn für Versöhnlichkeit, jenseitige Achtung und einträchtige Zusammenarbeit finden, ohne den die Zukunft Deutschlands nicht gefördert werden kann." Russische Zuöeu als »tferbeuer. Der Vorsitzende des weißrusstschen .^omerds", Kommiss«»: Prischz-rpoff, der zugleich auch Acherbankommissar für die Sowjetrepublik Weißrußland ist, meldet telegraphisch der Zentralregierung in Moskau: ,Zmn 5. Mai 1928 sind an die arbeitenden Juden aus Weißrußland, welche zum Ackerbau Übergehen, 7064 DeMattn, von den für das Fahr 1925 voraemerkten 10 000 Desstatin, verteilt worden. Es haben sich 63 Arielen und 2 Siedlungen gebildet. Der Boden ist für Ackerbau vollständig brauchbar. Die Frühlingssaat ist gänzlich gesichert. Große Landflächen sind mit Kartoffeln, Lupinen und Klee bebaut. 636 Familien find bereits einaeordnet. Die weitere Komplettierung der landwirtschaftlichen Artelen wird fortgesetzt. Wir hoffen, unsern vorgem-rrkten Plan im Rahmen des nächsten Budgets auszuführen. Die einzelnen Landarbeiter bekommen Erdflclchen laut allgemein festgesetzter Ordnung." Oer Anteil der italienischen Inden am Kegierungsjabttäum. An» Tage des fünfundzwanzigjLhrigen Jubiläums des Regierungsantritts König Viktor EmanuelS III. fand im jüdischen Tempel zu Rom ein feierlicher Gottesdienst statt, dem der Unlerstaatssekretär Grandi als Vertreter des Ministerpräsidenten Mussolini. Prinz Lolomra als Vertreter des Königlichen Hofs, der Bürgermeister von Rom sowie einige jüdische Senatoren und andere bochgefteliie Perföntichkeiten beiwohnten. Der Oberrabbmer von Rom, Prof. Sacerdott. der den Gottesdienst leitete, rühmte \\\ seiner Predigt die großen menschlichen Eigenschaften des Königs und hob desten Verdienste um das rialienifche Volk und dessen freandschastliche Beziehungen zur ita-Uenischen 3udenheit hervor. Zum S«l)tufz des Gott-e»dienstes sprach Öberrabbiner Sacerdott in Anwesenheit der offizieller« Persönlichkeiten das Kaddis6)-Gebe! zum Andenken an die im Kriege gefallenen jüdischen Soldaten aus Rom. Au6i in anderen Städten Ztaiieirs, w z. B. in Florenz und Triest, fanden in den Synagogen Zvdiläums.Gvttesdiensie statt. 2n Triest fand bei dieser Gelegenheil in Anwesenheit offizieller italienischer Periönlichkeilen die feierliche- Enthüllung von Wei Gedenktafeln statt: die «ine zum Andenken an dir Regirrungsepoche des Königs Viktor Emanuei U., die .zweite zum Andenken an die im Kriege gefallenen jüdischen Soldaten c«i> Triest. Beide Tafeln rühren von dem bekannten jüdischen Klinstlrr Arduinr Beltram her. Das Sfsrim-Mosmm in. Odessa. Zn Odessa wurde ein Vlnseunc auf den Rn men drs jüdischen Schriftstellers Abramowitjch (Mendele Mancher Sforim) eröffnet. Das Museum Lars laut BerfüIUnz der Sowfet-Regierung au^ allen ukrainischen Museen sämtliche ausgestellten Sachen, die mit dar siidischen Kultur irgendwie verbunden sind, für seine Zwecke entnehmen. Für unsere Znseraten-Abteilcmg suchen wir zum 1. Juli 1925 eine Stenotypistin die auch mit buchhalterischen Arbeiten vcriraut sein muß. Echristliche Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnis, obfchristen und Gehaltsatisprüchen an die Jüdisch liberale Zeitung, Berlin W 8 Mau*r»fraße22