Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 45 (19.12.1924)
- Date
- 1924-12-19
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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tznaiilr fifvgultt, K«heu. Der Gemeitröevorstand selbst hätte vielleicht richtig -tzxan getan. von sich aus zu gelegeuer Zeit ßtvzvwtzifen, wqL er in den letzten zwei Jahren, den schwersten, die jede kulturelle religiöse Körperschaft tit Detttschloph ic W hm\m\ ftoife, tzsksisttt hat, ljk? öatu hitzS um so eher tun können, weil er mit Recht stplz auf seine r»»N allen NtchAUisW ur»t-rstützto. ewftwifyt Pfi&M mW* dlttz« föHu. Mmnchx m\ heu AuSsjjhkunqen H* Herrn «ltmauu, auf Oie ich allerdings, trptzösm ich mich teil fttnf ychren iM 'utenisy mit ggßn jüdischen GyniMisMsM m Pj-e-deu lMMßt hobt. nur mch eiugcheDher uochmattg^ AWr-? Mtttzn n«d in vyuex AithlnstSWlWß mit igMiltcheu oft? Milchen nutz Lenjeuigeu wGttüotschsn Kreisen, -je Äenandie.il des „tristen Kapitels" hei der Einteilung der DreDner üudenschatt seitens -es Herrn Altmann n«^ aut warten nrWte. Ach nehme Hgpon Hbstand, au den krmtzgMichtltchen PetrachtWgen des Herrn Ylltmsitt» üdzr den Dresdner Gun- KHp-Mnan Eichung zu nehmen, da ich mir vorsfellsn sann. W -aß Ürlois Me? die GchänHeit dieses Bgue» nicht gh- Nanaig ist non der tzinstellMg än ißWchen fragen, Auch tzß Wtznheit des Dresdner l^otteßdiensteß »mi allen ihren SirMMttan stehtz nicht zur Di»knüivnr bedauerlich »st nur. SSvtt. die tieszchendeu Wrknngen au» Herz und Teele, die NUN -Sch Dresdner GvtttzStzieM aOgohen. nur LMihiß lleermal rm Wre auf sich wirken kalsey, Pej dieser Geieg.oumöchte ich Herrn UftMun Wien, ferne mit. dieieu» Artikel peqpnneue PpWENdg zum Veinch des hiesigen tÄottesdrenMs hei den liberalen Aspde« in Dresden Mfe sutftzezr?ö'iu. an Lxt und «tell^ m beginnen. M nehme au. -aß Herr ftltmann mne entiprechegde Tättsmt 'Mang noch nicht emfaltet hat. da er befürchtet« « dies geht wenigstkNS ans seiner» UnssührMgen lierpor guß dem WMerHan miri'Mt der Hraei mMiehen m merden. Ich Herrn Altmann die Veruhignlra aeden. -an jene Atem, die er als knjjurMmh W- Pe ich als am Misch bezeichne, d»e Grundlabe «tuetz wqhphaften HtherallMÜd oerechte« dnrch.,uführea beabsichtigen, als dies in iüdi-sche»» Armen lehr läufig van de», AveNen geült wurde, die tu Äeuticher Poltttt bei der Durchsetzung der Fortzevung nach Demokratie. GletchlmMigung der Anden nlw. stets in erster vlNie Ml, finden »varen, Hiermit formne ich auf den schweren Parmurn den Herr Altmann den Drosdner Weralen. ingcht. und deu er auf die bekannte Dresdner .Neuigkeit« zurückfuhrt, daß sts vur einiges Jghron ein Gemeindowahlrecht. SMN das das irühere vreußttche vaMaahmavlrecht als reWlutzmtu^'^^^mkittltch anznigrecheu war, reformiert *Men. Dm BMuntnug des Herrn Asttmgnn. haß in Dreßdeu sammche lÄemtzlndemitgnedev akiipeß und vamues recht kaden, NmMt dabei «M it^i einuM, Weichheit hestcht rmch uue por nur hMchtslch der Pflichten, Stenern, werden Uy allen iNemeindemlüliederu erha-en. Rechte hat nur ein Aen, nutz mm das aktive Wahlrecht nur dWenisen Äschen, me drei Jahre lang im Oiemeu>dehezivk mÄneu und Gteneen Mlen, das Minne Hadlrecht vorlsuar weiterhin d^iM GMgtsamehyrmselt. Wenn die. Verteilung derMM und Pflichten seltene des Etgates so geregelt märeu. M. -tes tmtpW der Dresdner mLsistynsgemeinde ihren Mtaliedepn geHenuher erWst ist. ich glaube. Herr Attmann "anöe an -er Mzttzo -ev M«fiu! m Demokratie und imrechtmEelt: der Varstand emer jüdischen Aeliaions- Mmutze.-er nach schwerem Ringen dieses noch immer nicht Mrale Wabkrrcht konzediert hat. mutz sich seitens ms Herrn A'ttmann Len Vormnrs -er BequMlichkett und Andoleuä »igchen laden. .. Wjs Miter als Demokratie nnä GepMmkeit wollen vte Mtglieder m Dresdner RsstgtgnAemeiWs. die heute wter Sonderrecht netzen: gleiche Rechte und gleiche MM« ifttjiVi t» Araaen des Wahlrechts, des Gottes, «re-nstes uuh aller ihrer kulturellen NetzükMste, Go wie die luslquentrechteten Kreise der GameindtzmitglrMr $>e« lidarulW.Juden, kein Recht fyxt«chme« mMm> sondern nur Jw tot alorchen Mstumae« zu bewirt,» haben, die slercken Rechte fordern. >* demt fein orthodoxer Inh, daran, den DelUVel z« «ümn^n uW die Vrael zum % sMyn-tor zu Was man mrlk. ist vielmehr! nur, Hgtz die. Dresdner (HemeMde^ cchemo Mtz eß andere GeneeMen tBeM», LW>- M W«.j^tt langem tun, neben dem fWeearen Gottesdienst der ^rqLliyuagoge auch für einen richtigen grstrodores» Gottesdwnu. an anderer Stelle toogt, chindl das Vicht Kyrserunaen, lm-re, sich gerade, die ychEen «ns ihrer damotrawchen Weitanschanung heraus an erster Liello mnsetzen muhten? Sollen die.vritzodyren KM«. PerLrano« zu tzvn -cheralen Juden gewrnuen hünneu. wenn ein Vertreter S«, Krene, st»s was chno» am -eiligste« ist, daß indische ^ehet. vor dem jeder Jude, ganz gleich -vie seine Migiöse Emstelluua ist. zumindest Resvett mk Ehrfurcht haben sollte, ols „wertlose Küllstzk der Zeit" hezeschnet- Ms 1« Lrchem ^usommenhaug werter vom Retigiotthtttzierricht bezüglich der Koosbedeckuüa der Schüler gesagt iü, entspricht auch nicht den Tatsachen. Ein Antrag, Hatz bei dem st V h L ä i - sch e n Uuterncht die Knaben Kopfbedemrua zu tragen haben, ist vor Jahresfrist mit Stimmengleichheit abgelehnt worden,' es wurde lediglich gebilligt. Hatz Kinder örtlmdoxer Äfeije aus ihren Wunsch hin bei die-ie'm llnthrrichj Kopf« Deckung tragen dürfen. Auch die Andeutungen über Hie SitzMtfrage stnnmen mit den Taliachen nicht überein, doch aus alles elnzugetz^n. würde äUN'tzit Wrr,n. den Ausführungen des Herrn Ultmann z« uxteilkv, ^st, ulselnziges Ergebnis einer anoestpengten, pptt jüdiWem PstlchtÄewustt,y,n Hvrchtränkten Arbeit Hes Ge»neindrrM U\ U* Men.äMi Jahren uwv ,nr buchen eine Atzänhexuua in Perleiuya des wöHentl;chen Woraabschvittes. Herr MiUu4amu .ftlA L _ S, >. •’ •./_c t — Drrsdnso Jüdische» <Äemein-e mitzusprechen, Die andere HtöklEboit ist nur. daß Sie aHMtsich alles dqs. mall an ''väiqkor kulturellor und fiMnziellev Arbeit Positives ge- Met »st. totschwerqen, weil es Ihnen in Ihren Hept, die DEnsr GEinhe W Wgxund hes BertzerLens stehend zu MldeW, nutzt patzt. Hader» Sie nichts aetztzri von der GchiGsstng -er „Jüdifchs»» MittelstandÄstche". di« «S «Mtz-q m. >iert über «inem Jahr täglich \0(\ Juden fpele aut« B,rpfl«auus erhalten, und habe»» sie nichts gehört von der B«sründnn« H«r Jüdischen Leschstttz. di, oß m hiß O jungen Jttberr ermöglicht, abends m geheizten Räumen sich aus- «»uhatten unh Her Lektüre zu psleaeu? Haben Sie nichts gehört von dem grotzzügige« Jinsntbrotzramm. besten Durch, fuhrMg die Äamoind« pö-d,m AuismMfb-uO bewahrt »pH Heu Angestellten ertr-gfiche SotzvpeOäktniste gerad» in de»» letzten zwei Jahre«, die für LanieWe deutsch«; Kultusbeamte« den wirtfchafrlichen M betzrutet haben. geichasf,u staben? Ich tviederhol«. Her« Ättm-ann. iedtz stpitif ist zu begrünen, den« sie Stbt die NküAjchkeit, Fehler zu ««fürne« und zu beseitigen, «wer ein ArtM, de« güeß. Wgtz geschaffen ^t. Üsterchaupt «tcht tzWßivt U«d tzM« MmMe.Arr«K«« wrt M wtrLlichey NeMtnltfe« «pH chuGude« «Ht Wer, elummmen, ut Vlcht als Kkthiff z« wertes. MxMvd e« stch «och. *ut die A GchuL^atz« ein- $**&*& k«lw NcherM iu »mer Ftzchst« tMsGMnßL AnfiM. '«in. uns «e PttzMi»» Wep dm grundlegend«« Probleme, einer. MM« «MAchuke. di« gnlätzlich «in«z kürzM tzter adzetzglMe« TorttW t« ßfutz k«m< ist zu jesrührru «en« nur durch sts können Mitzperständvin« Setkltrgt UW -kgrtzeiten geschaffen »ueedev, Doch wenn Heer Alimamr zu elmx fp eminent Wichtigen Fpgge, von der ich mir schr wohf vorstellen kann, daß auch von Gegnern der jüdischen Wttk. Wie es in der borßits er-Mlmttn Veri'gmmiinrg auch gefchey«« ist, ernsthafte prinzipielle Gegenargnmente vorgebracht werden können, im wesentlichen nichts weiter zu sagen hat als: „ich sehe Schwierig-keiten, weit man eine höhere Töchterschule, eine Mädchenvotksschule. ein Gymnasial «jn« Regl-? imd »in« Wojksschnle miudestevs sofort schaffen chühje/ -« ich n»ntz sggsn. wenn man nur so gegen dm nid sich q Bolksschüle zn argumentieren vermag, dann lohnt es ssch wirklich nicht, die PiMssion erst gnszunehmen. Göeui'mvßnia wie es sich nicht verlohnt, ans die von Herrn Alttnan» selbst als Lophisma hezeichneten MluhgußfWrun-- gen zu erwidern, dm technisch jlbexhaupt nur dadurch ermöglicht werden konnte»», wejl dem Gchreiber dieieß Wort, und Schlutzfolaern»»gen in den Mund gelegt wnrben. die e»> ohne Hex große Logiker und Jurist zu sein, als der ex nach den Ausführungen des Herrn Aitmgnn von diesem angesehen wird, schon auf Grund von ein ganz wenig gesnudem Nen-? scherrvcxstgnd viowalß batte äußern können. Slur soviel, wen»» ich nicht nach A^fchlnb meiner Schulzeit während Mtziuer SiMttteuzeil in einen pontiussn jjidMers Kreiß gepatzen »oäre. der mein Interesse für astas Jüdische, daß in mir fchlmnmerte. ermerks hätte, ich glaube, von jüdischem Geist wäre bei mir nicht viel?.» entdecken, Und heute noch bedauere ich »mendsich die ungehenertzn Lücken, die in »«einem slidischen Wissen klaffen und die nie zu füllen sind, »neil das ttidische Paknum bis zrrm 18, Lebensjahr erelürsichepweise niemals iviedep nachträglich zu füllen ist, Herr Ästmann. schgiten Si« hinein in die Dresdner Berhältnisse. mch wen»; Sie etMs Moriches entdecken, sagen Sie es z»»nächst den Äreifon, die üernieu sind, »u Dresden die jüdischen Geschicke zu senken, und erst wenn Lie dort fein Gehör finden, treten Sitz wieder au di« iüdiich« Hessentttchkett lttrd kritiiieren Sie. aber picht unter Jortlassnug wichtiger Tatsachen und unrichtiger Wiedorggte bestehender Justände, denn nichts wird erreicht dadurch, daß wem die Dresdner indische Gemeinde dIkch unrichtige Berichs«rstattUtM nt den Augen bar jüdischen ^effenttichk^ii. die sich aus eigener Keuninisuahme nur schwer ein Bild von den tatiächlichsn Berbglsninen machen kamt, bergbMetzeu versucht. ' Dr. John Levy, Isl. E-hx Stzkßrw Schrsstleitung; Die war?»! sp liebenswürdig, mir zwei durch meinen Arnksl „Vor öem lrnLergfly.g" inspirierte fitsichritten vprznlegev mit der Frage oh sch dazu noch etwas zu sagen habe. Be» den Alisfüstrimgeirdes Herrn Rud. Apt kann ich »»sich daraltf beschränken, Mort füx Wort zu unterstreichen, auch das pv»» der sgNWtitativen) Dürftigkeit des von iniv vorgkbpachtev Materials, Etz liegen allerdings »;ych manche «udrre»s Eoncreta vor. hie ich Rau»n»»»angels »vegey nicht «Wfsthrt habe. Alles, lvgs die Gemüter der Ortssittge- »essei»e»s »nit Gprge erfüllt nrn hie Ankunft ihres hochkunivierten liberalen Gev»«in»veiens und mit Bitterkeit über zügellose Anlnaßung einer Ji>»»nigra»lte»lschar. die 7a-n»n hier marn» geworden, sich heiste als Herren desselbe»» Gemeindehar»ses suhlt, unter dessen. Dach sie aesterr» mit der Geste der Den«»; tznb Bescheidenheit Schutz gesucht und gnurrden hat. ist von Herrn Avt rm beredten A»»sdruck gebracht »vprd?y. Auf di« etwas langgtrnige und mit persönlichen Spitzen reich aarnierte Ge.geuerklüru»»g des Herrn Dr. John Leu») will ' ' " ' ' - 0 erst ... .. .. .. . . Mp, die Dresdener, »vifser» ganz gut, was mit ieiicnt Bassns gemeint war. Rä»»»lich. -atz es uu Endeffekt genau g;»f das gleiche herauskvmmt. lvie »venu sie anck das vassive Wahlrecht Hätten. Eß ist ja schon in je»»em Artikek darauf hinge- »vipsßn wtzOeu. daß es. wie wahrscheinlich andersrvy arjch, leider Leute in Dresden gibt, die dltrch Geburt oder Naturalisasiou Deutsche, die gewisse fötale, hivlogisch zrvgr snttzreffanto, atzer den» Prinzip der A»»fwärtseptw»cklung nicht «erqd« förderlich? ataprstische Neigungen haben und eine in» V«th-Hauttdrosch z»t Pin ff gezüchtete Ü ultur höher sMtzen ql« aste Dlfätolinel, gttor öettMen ttlitperfitäten zMmmengeno;nn»en. Ed braucht wohl nicht erst gesagt zu »verde»», dgtz Senk es sind, die von dm» pstiude»» a»»s d»e .Kandidatenliste gefetzt werden mit» dem RücklyärtdknrH ihrer Ma»»danten Nürfpan»so»euila leisten m»'tsfen, »vollen sie nicht vertx-quentzörüchLg werde»», Qh der vor drei Jahren aus Wglüstyk einaeipanderte Herr Orchüdo».le»pl,»r die Politik de« DreHh?ner Gemeindehauses selber »nacht oder d»rrch set»»r« Junktiongr machen läßt »po ist da der U»»te»schied? Bei dieser Gelegenheit soll »»och etwas näher au,' das neue Dresdner Wahlrecht eir»geaal»aer» werden: Als es vor zwei Jahren den Ostiuden einaeräumt »vordeu war, Pb? wohl sie weher nach Len geschxieh«nsn Gesetzen her Persas»'u»»a Nftch nach den unllkschrikheuen der Berprts'.st und Bisti-gteit darauf Anspruch hatten, erzlyangen die mit dein. Wahlrecht Beschenkten unter der Drohung m»t einem fit aller Dcfsentlichkeit mit Plakaten. Flugblättern u»ih soiisttgen poleMisch-ägltaivriftbel» Mittel»» geführten Wahlkampf ein KviMromitz« nach ruelchem her »»e»»e Ge»»»einderat aus 18 Liberalen und 7 Orthodoxen zusammengesetzt sein sollte. Kürz darauf schon saittzsn Ersatzwahle»» statt. IN densn hie Liberalen «inen Sitz an die Hrjhotzyxen verloren. Ergebnis: 12 LtNrale, 8 ^rlhodoxe. Jür Januar ist wieder eine Etgärs..',»n»gswahl anhera»«)»t. und es ist leider sch?»» jetzt durch «in vor acht Tagen geschlossenes Kompromiß entschieden, dgß d«r Hiherglitzmus auä» a»tS hiestr Mahl nm eine »yeiterc. noch daz»; besonders »vimtige P-sitio»» geschwächt kjervorg« he» wird. In dürren Worte»» ausg cürückt: S ch v »» w ähre n d der e r st e n O ahlp o». i o d e haben die Liberalen b'e i z »v e i E r gäuz »r n g s w a b l c n zwei wertvolle Stimme n a n d ie O rthodoxe n verloren, urid sie brauchen nur noch z »o «i »o e i t e r e SN »»»»»» e n ein z u b ü ß e u . »»m ans der Atehrh e i t in die M in d e x I» c i i, — n n d da»uit an die Kand aedrückt zu feint Das allepschünste gb«r ist. das vor z»vei Jghxen geschlossene „KtzMprotzutz« ll-i Liberale — 7 Ortbohoxei syllte nach Drei» »tt»d OlgtchtzN «inen dau-ernsten Zustautz gavanlieren. hergestgt«. daß für jeden ansich«id;nden Liberalen ein liberaler Ersatzmann gewählt werden sollt«, und inugekehrt. GS liegt »üir düpchsuK sfr», den yrthp-o^e» einen lenttmcntglen Bprmnrt ans ihr«« Taktik zu mM«N. denn in der Politik, find scheinbar, wie »m Kriege, all« Mittel erlaubt. Hoffentlich aber nehlneu sich die Liberalen diese harte Lehre aä notam nnd ziehen in aller Zukunft hi« Kyisfeauenzen harans! Herrn Dr. H«vy schein«»» die Multzat« öeS ,,»»ur^ attivcn MavlrMs noch nicht zu genügen, und er »cht?ibt: „Wsyn h»f Bermlusta der Rechte und Psttchien se»iens des Staates sp tzerege» wäre wie in der DresDtzy Religisnsgemeinhe. nmrde Herr Alt man»» sich LN die Spitze Letz Kämpfer für Demokrat^ und Gerechtigkeit stellen^ Aber, abef, Herr ««^tyr «ms et r«rmn tzMicarpU! Muß mau wirklich ÄhchM «pst sagen, daß kein Staat her Welt, selbst der d«mokritischste njcht. den Fpem-en das Wahlrecht geht, unh daß gib fremde Me aeltest. di« nicht durch GeMrb ober NaturaliitztiLn das staqtShürgerrücht erworben M«u? Ihre D»g? leftiß, Herr Gr. I. %, r« Mdlku»»geRh sie »st, entbehrt, scheint Wir. der 8s«i§ nnb «Uch «u» wenig der GrüMichkett: ES ßk»ügt m s«W, Lies und jenes h-h.e»r Li« nicht ge- -pß-ert, -. tzie es auf Gkpnh php «in ganh mm gesundem 3»kenschenverstanö niema/tz stätte»» >mßern können". Mgn hat Ihre These vom negativen iiidischen Geist dsck unmttttl» bar nach Ihrer Rede fcstgcna.'wlt und niedriger gehängt. Warum schiviegcn Lie denn da? Heute crken»»cn Li«. Latz Ihre Aeirstcrung dem aesnndcn N?enfchcnversta»»d ividkr» fprülst. aber mit dieser Srke»»'NtMs alle»»» werden Worte, die Hunderte gehört habe»», nicht annulliert. Es genügt auch nicht, alle Argumente, womit ich die jüdisch-konsessionellcir Lchtilpläne ad obsurdum geführt habe, mit einer eleganten Geste beifeit« z>; schieben »md?,»» ichrotben. ich hätte weiter nichts gesagt als „ich sehe Schwierrgkeiteu", und „es lohne sich nicht, die Diskussion erst aufzunchme»»". Versuchest Sie lieber, mrine Argument« zu »videklagen und z»t zeigen, wie di« Kchlvjerisk«jt«»i d«p Schulo»üa»»»satt»n zu jiberwinden sind, Di« Sied-wendrlna «öS verlotzttt sich nichts ist sehr heaueu», ober nicht sghr überzouspskd. Im übrigen. Herp Dr, I. L.: Es kommt auf Ihre, menschlich s»veisgllos »obr wertvolle Person ebensowenig an wie aus »itelne, sondern einzig und alle»»» auf die Sache. Meine Absicht »var, «ine glte. hochkultiviert« liberale Gsmeinde aufmerksam zu rugchen auf dtp Gefahren, sie itzx seitens -er orthodoxen Jnvzsivl» drohen. Und daß ick fein« Gespenster gesehen l>abe. daß diese Gefahr yicht nur in meiner Eii»l>ildung bo,steht, berueist her Widerhall, den meine „»varnende Ltimrn^, »vie Hie so schön schreiben, gef»n»dett hat. und der ZunnnnrenNlutz aller wahrhaft libsral Gesinnten zu einer geschlossenen Phalanx. Taistit Ölpit befohlen, Herr Dr. John Levyl B ertholö % ltmaun. A n »n erk»»ng de r Redaktion: Ä>!»t dem Abdruck der vorstehenden Aenßsrung schließen wir vorlärrfig die Diskilsision über die Dresdner Gemeiiitze»ierirültnisse. Wir geben uns der Hpsfnnna hin. daß die »»» Dresden uezlHegrü»»dete OrtSgrirvoc der Bereiniguna sjir das liberale Judeytuur dazu bettragen wird^ daß sich die Dresdner Gemmudevcrhältq niste i»n Kinne des jüdischen Libsralis»»ms wei-tergestalten. Wir pel'lveiscn auf das «»»derer Htello veröffentlichte In-, serat dex hsntize»» -fiunmer. MCHiRSCHAU. * "t“M " fT| ffWMIJ f f | f.f P.lf f 1 PPGPI Ernst We|ß: „Daniel“. Per jutige Prager Dichter Era^t Weiß \var. vor Jahren^ als seine ersten größeren Romane erschienen, ein aufgehender Komet am Literal»irhinimei, Seit geraumer Zeit leuchtet er. nun als allgemein sichtbarer Fixstern mit ziemlich dauernden! Licht. dLqnchmal verdunkelt sich sein Glanz etw-as, manchmal strahlt er hell auf. -- Welchen Weg und was für ein Schicksal, diese ganz unge^öhnKche geistige Potenz haben wird, ist noch völlig ungewiß. Seine mir bisher bekannten erzählenden Werke behenden jedenfa Us ein ganz außerordentliches Talent uncl gehen der Hoffnung Raum, daß wir von diesem Dichter noch Großes zu envarten haben. Schon seine ersten Romane „Die Galeere" und „Der Kampf“ verschafften dem Aijtpr weit hingehende Beachtung. Beide behandc}n den tragischen Konflikt zwischen Wollen und Müssen: hfp strich, heben, htaldTt Liebe —- hie Arbeit, Pflicht, Bestimmung r-r Im „Kampf“ ist noch viel überhitzte, na Slrindberg erinnernde, ungeklärte Erotik; aber das Buch hat wundervolle Partjeen. 8c> ist vor allem sein Anltakt sehr eindrucksvoll! — Die „Galeero" zeigt schon bei Gestaltung und Durchführung de* Problems den Meister. Nur. weniges moderne Dichter konnten ein ,'Ungoethischos" unserer Tage so ergreifend schildern! —- Der Roman „Mensch gegen Mensch", kurz nach dem Kriege erschienen, ist voll Güte und Menschentiupi, allein ewas flüchtig iji Konzeption und Durchführung. —Pie neueren erzählenden Schriften des Dichters, sein Gedichtwerk „Versöhnungsfost" und seine Dramen kenne ich leider noch nicht. Ich >veiß n.ur« daß sein Stück „Qlympia“, das in» März 1923 im Renaissancetheater 24 Berlin erstmalig aufgeführt wurde, bedeutenden Erfolg hakte. Jezt legt der Berliner Vev»ag „Die Schmiede" in sorgfältiger Ausstattung, und schönem Druck eine biblische Legende von £n»st Weiß „Daniel“ vor. $ie erzählt in hymnischem farheoglühendem $tflf von der Vcrhannnng des jüdischen Vollees nach Babylon, von dem geblendeten König Zedckia und dseren Bfudar Jp|akim, der sein Weih Rahd, Daniels Mutter, verläßt Md am Hpfe Nebukndnerars zum Renegaten an seinem Volk und der göttlichen Idee wird. Rahel hlciibt allein zurück und muß ~ ähnlich wie chs Königstochter Gudmn 1. t niederer Magdsarbeit ihr Leben fristen, Unvergeßlich ist die phantadevoile Schilderung des aften Babylon, dieser größten und prächtigsten Stadt der alten Welt mit ihren Karawanen und mäir«b*nteaften Sonnenuntergängen' ihren funkeis an Türmen und Faiästen und ihren schmutzigen Euphratflutcn und bunten Segelp.. ~ Per Stil jsh mtt großem Glück in der Sprache der Hitzel gehalten und trotz seinen reichen Schmucks immer schlSeht und voller Melodie. Er übertrifft an Schönheit und Glut den mehr archaischen Stil Hauberts in Salambo. Pie in tiefstem Eiend dahinlebende, unglückliche Ratzel muß ihr einziges Rind verlassen penn Daniel wird vom Höchsten berufen, um dem verlassenen Volke wieder ein gottgesaudter Vcfkünd-er der absoluten Idee und der immanenten Vergeistigung z»}'werden. Hjcr weilet sich dies schöne Prosagedicl\t in* Große und Symbolische, um dann plötzlich rasch und unvermittelt abzubrechen. — Man hätte dem Erzähler gern noch länger gelauscht, um nun von dem weiteren irdischen Wirken Daniels etwas zu erfahren, Aber das jähe. Schließest de? Dichter* ist wohl künstlerische Absicht, Alanche Komponisten des CülOUcceivta haben bei einigen ihrer schönsten und eindrucksvollsten Melodien, für Violine ähuRcb rasch und ohne auflösende Scldußakßorde geendet- — Sie haben durch diese Kürz® vielleicht erreicht, daß man da? stlacMingen 4ßr Kanülen* noch ohne Ermüdung und ynversonnen genießen kann. . Aehnllch wie bei diesen alten Weisen geht es mit dresern Prosagedicht von Ernst Weiß: —- seine hoLnaufraaschende und jäh vefkiingends^ kurze Melodie bleibt einem noch lange im Ohre haflep; ' Dr, Ludwig p a v i d s o h wReM. Wflbelmlne Fabian; Das ßchäpinagswerk, (Mose? L Kap» l*r3)* Verlag „Megomh', Wie?. t Ein Originelles Schrift eben — Pebersetzung uncl Erklärung der ersten drei Kapitel der Qepsdh herV0rgegangen nicht au* wissenschaftlichsim Trieb, sondern aus dein vermeintlichen Konflikt des Lebens mit den Anschauungen der Bibel über di* KetzöpkuWi den Walt und den Sündenfall des Menschen. Pie Vsr, fasserin *st eine römisch-katholische Frau, dis, wie aus dem Vorwort sich ergibt, nach innerer Harmonie gerupigen hat und diese in der peiüHch alenogeo Erfüllung d«r *»h* Gebots gewinnt. Von bi«? au, kum.mt »ie eur intensiven öesebäft^uog mit dev Sanren heiligen schritt. Von ihrer Eahevqllen VcrserAung in die Abel bietet sie uns in dem Wenkeben ein® sigsnarttge Probe dar. 8je findet io den ersten Klettern de» Etzstztzn Metzes ttest-! und ieinsianige. nicht nm Weg« Regende AullarsÄtzon über Leben und Kultur ausgesprochen; jH»e G«- dsnk»n «eugen von emd-Wtzenchem, psvchdlogMbs» j.”st?hen und werfen ott ein übermstzbende* Liebt auf mnoehen biblischen Rntz- Merkwürdig wie der Kommentar ist die Geberretzv.ng. Mn n*^b Wort sinn und Wortstellung sich den» Urtext ^ufs engste nstselMeßl, Dabei gebt es neben höchst treglieben Etymslegiea piekt ebne «Urke GeuWstss-mtzSiten ab. die di* Eebsktrasung yfebt reebt genleßbuv W»4b«t. Einer Fortsetzung dieser Arb^»i muß «» m KpEMg M*|$gen*ebe». . Dr, Löwen»Umm, Speurfeu