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Jüdisch-liberale Zeitung · 1924-10-11 · 35 (11.10.1924) · page 8

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
4 (1924)
Issue
35 (11.10.1924)
Date
1924-10-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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BÜCHERSCHAU Samay Gronemann: Kawdoloh und Zapfenstreich. Erioneranden an die ostjüdische Etappe 1916/18. Mit Zeichnnngan von Magnus Zeller. Jüdischer Verlag, Berlin, 1924. Seitdem wir in den letzten Jahren eine Flut von Xrie.grhiiehern, Feld-Erinnerungen und langatmigen Zeitdeutungen wehrlos über uns ergehen lassen mußten, sind wir gegen diese Literaturgiattung mißtrauisch geworden, und jeder Verlag, der uns. njit einem Kriegsbuch airfwartet, weiß, daß er damit ein Wagestück begeht, welches leicht auf den Bücherramschkarren oder in der Schicuderecke dies Warenhauses sein trauriges Ende finden kann. Allein dieses mit amüsanten Zeichnungen Zellers geschmückte Buch Gromemanns, ist mehr als lediglich ein Erinnerungsbuch aus der trübsten Zeit deutscher Geschichte. Es ist ein Kulturdokument, das ein vortrefflicher Beobachter mit offenem Auge und warmem Herzen geschrieben hat, und das sicherlich über den rasch vorüberrauschenden Tag hinaus seinen Wert behalten wird. Sammy Gronemann, der vor Jahren den Roman „Tohuwabohu“, dieses überaus witzige — mitunter sogar zynische — Spofctbuch gegen das seelisch-leere, oberflächliche und jeder Tradition entwachsene Assimilationsjudentum geschrieben hat, ist durch dieses Werk mit Recht allgemein rühmlich bekannt geworden; man nahm mit Erwartung seine neue Schrift, die seine Erlebnisse während de« Krieges schilderte, zur Hand. Wenn Gronemann im Vorwort den Leser vor seiner Schrift, mit dem er „gewisse Kreise“ gern „ärgern“ möchte, warnt, muß man lächeln! Mit diesem Buchte, diesen entzückenden, witzigen Plaudereien, ärgert der gute Sammy niemanden, sondern macht jedem — ganz gleich auf welchem Standpunkt der Betreffende steht — eine Freudei Wirklich, es ist dem Autor gelungen, sein neuestes Musenkind im Goethe sehen Sinne „frisch und neu und mit Bedeutung auch gefällig" zu gestalten. — Gronemann ist der geborene Beobachter und liebenswürdige Erzähler. Schade, daß sein Anwaltsberuf ihn hindert, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. In seinem „Hawdoloh und Zapfenstreich" erzählt er von seinem Leben als Soldat, militärischer Preßkuli, Dolmetscher für Jiddisch, Theaterdirektor im fernen Osten, in den polnisch-russischen Nestern Kowno, Wilna, Bialystlok usw., alles Orte mit starken jüdischen Bevöik'erungsgruppen, die sich dort trotz allem Schmutz, Elend und furchtbarster Not über die Jahrtausende hinweg eine rührende Gottessehnsucht, eine außerordentliche geistige Regsamkeit und «im gewisses seelisches Höhentum bewahrt hnben, wi« es tatsächlich in Westeuropa selten geworden ist. Mit großer Liebe, Sachkenntnis und ohne die geringste Schönfärberei sind die jüdischen Zustände und Typen gezeichnet; das Leben und das ganze Milieu dieser so ungewöhnlichen Individuen hebt sich mit seltsamer Leuchtkraft von dem Tun und Treiben anders gearteter Menschen ab. Dabei ist das Ganze, wie gesagt, in einem prächtig-munteren, an die besten Fontanc’schen Causerken erinnernden Ton erzählt; überall sind behaglich ausgicbrcitete Anekdoten eingcflochten. Bedeutende und interessante Menschen, wie die Dichter Eulenberg, Richard Dehmel, Arnold Zweig; die Maler Hermann Struck, Zeller, Schmidt-Rottluff; der Historiker Professor Bergsträßer usw. treten in der Etappe in seinen Gesichts, kreis,. verkehren mit ihm und .werden in launiger, liebenswürdig-witziger Weise geschildert und persifliert. Und dies alles vor dem ungeheuren Hintergrund des Weltkrieges, diesem entsetzlichsten soziologischen Krankheitsanfall in der Menschheitsgeschichte des letzten Jahrtausends. ‘tuchr ^ksch sind' die komischen und tragikomischen unfreiyttlagjen Scherze der militärischen Zensurwirtschaft geschildert ■tt.kur*, das ganze Buch hat schon derartige Qualitäten, daß es «aÜÄvht den Namen des Verfassers dereinst vor völligem VergtessemweTdlen schützen wird. Nur ein kritischer Einwand muß mit freundlichem Ernst, aber trotzdem mit Nachdruck geltend gemacht werden: — Gronemann ist radikaler Zionist. Dieser, mit aller Entschiedenheit betonte Standpunkt verleitet ihn schon in seinem großen Roman zu mancherlei Ungerechtigkeiten! Achtung vor andersgerichteter Ueberzeugung muß jede Partei für sich geltend machen können! — Gronemann wird nicht müde, Anschauungen, wie sie etwa in dem Kreise der „deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens" verbreitet sind, zu verspotten. Allein auch in diesen Kreisen gibt es Juden, die mit derselben Liebe wie Gronemann an den großen Kultirrgütern des Judentums hängen und diese in die Zukunft hinüberretten wollen. Auch in diesen Kreisen gibt es nicht wenige, auf die das Judentum stolz sein kann! — Es steckt ein tiefer Sinn in der Anekdote von Friedrich dem Großen, der eine Partei anhörte und ausrief: „Ihr habt Recht!" und als ihm der gegnerische Standpunkt klargelegt wurde, erstaunt entschied: „Verflucht, — Ihr habt rach Recht!" — So einfach liegen di« Dinge nicht, daß in einem so gewaltigen Komplex von Fragen, wie eie das jüdische Problem nach vielen Richtungen hin aufwirft, nur eine Meinung und ein Standpunkt berechtigt sein könnte! — Die beachtenswertesten Gegner dies Zionismus sind schließlich nicht Menschen und ihre Ansichten, sondern eine ganze Reihe . nfcht wegziudiskutierendier Tatsachen! — Trotz dieses prinzipiellen Eimvands ist aber.— wie bereits betont — das Gronnannsche Buch ein überaus reizvoll geplauderte« Stückchen Kulturgeschichte, das, wie Hor&z sagt, „zugleich ergötzt und belehrt" . . . Dr. Ludwig Davidsohn, Berlin. Josuas Berufung (Oskar Sydow), komponiert von Aron Friedmann (Berlin). Es gibt Komponisten, die nur von Zeit zu Zeit in begeisterter Stimmung etwas schaffen, dann aber in die Ruhe des Alltags treten; weit häufiger finden wir jene schaffenden Musiker, deren produktiver Strom nie versiegt, und die den Faden am folgenden Tage dort wieder aufnehmen, wo sie ihn des abends vorher abgebrochen halben. Zur Kategorie der erstgenannten Meister gehört Aron Friedmann, der ausgezeichnete Komponist und Musik-Forscher, der uns jetzt mit seinem Opus 70, einer Ballade „Josuas Berufung", wieder eine prächtige Arbeit lieferte. Das Charakteristische an Friedmanns Arbeiten scheint uns, daß er jede Stimmung, jedes Wort sinnvoll musikalisch untermalt; das bewundern, wir in seinen religiösen wie in seinen weltlichen Gesängen, ganz besonders in der vorliegenden Ballade. Hier zeigt er ein treffsicheres lyrisches Mitempfinden, nicht nur in der Solostimme, sondern auch in der Klavierbegleitung, die sich frei entwickelt, ohne die Grundstimmung zu tangieren. Virtuos ist es, wenn in dem Moderato-Saiz der jüdische Steiger so seelenvoll durchklingt. Da werden die Noten zur Seelensprache: unmittelbarster Ausdruck des Unbewußten. Das ist die Kunst, die aus dem Herzen kommt und zum Herzen geht. So hat Friedmann wieder ein Opus geschaffen, das keine Durchschnitts-Sänger, sondern nachschaffende Künstler verlangt, die alle jene Vorzüge der Komposition in reale, herzliche Töne umzusetzen vermögen. Singer- Halle a. S. Silber mann. Roman von Jacques de Lacretelle. Deutsch von Walter Rode. E. P. Tal & Co., Verlag. Leipzig 1924. Als vor etwa anderthalb Jahren unser Pariser Freund, Rabbiner Louis-Germain Levy, in dieser Zeitung über „Das Judentum in Frankreich" berichtete, schrieb er u. a.: „Ganz besonders hervorgehoben sei noch der äußerst beachtenswerte Roman „Silberniann“ von Lacretelle, der erst kürzlich erschien und preisgekrönt wurde. Er hat viel Anklang gefunden". Jetzt liegt das mit dem „Prix Femina" gekrönte Werk des jungen katholischen Aristokraten in deutscher Ueberset-ung vor, wofür man dem Verlag Dank wissen muß. Ist dieses Buch doch gerade für Deutsche in einem Sinne aktuell.’ der sic vor Scham erröten machen muß. Wie wir deutschen Juden nach der Synthese von Deutschtum und Judentum streben, so eifert Silbermann für die Verknüpfung von jüdSschem und französichem Geist Er, der frühreife Jüngling, überragt seine Schulkameraden gewaltig an Geist und Wissen. Keiner von diesen ist bei den Großen des französischen Geistes so heimisch wie Silbermann, keiner lebt so mit ihnen wie er. Doch eben, weil er seinen Klassengefährten überlegen ist, wird er von diesen beschimpft und verspottet, boykottiert und verfolgt. Ein einziger Freund nur, ein Protestant, steht dem „Juden" voller Bewunderung für das sprühende Feuer seines Geistes zur Seile. Alle anderen aber hänseln und schlagen ihn, denunzieren reinen Vater, einen Antiquitätenhändler, durch finstere Inirigucn im Blatt der „wahren Franzosen Frankreichs" als Betrüger und zwingen ihn selbst schließlich, das Gymnasium zu verlassen. Silbermann faßt den Entschluß, Frankreich, dem er mit all seinen Geistesgaben zu dienen bereit war, zu verlassen und nach Amerika überzusiedeln. Man glaubt von den deutschen Verhältnissen reden zu hören, wenn es in diesem ausgezeichneten Buche heißt: „Was soll dieser antisemitische Ausbruch in Frankreich? Was die Organisation dieses Krieges gegen uns? Ist es eine religiöse Bewegung? Ist es der alte Rachedurst, der sich wieder belebt hat? Lächerlich, euer Glaube ist nicht mehr so stark! Nein, so hoch braucht man die Gründe eurer Angriffe nicht zu suchen. Ich will dir sagen, welches die wahren Gründe sind, die zum Schlag geführt haben: Es ist die niedrigste Selbstsucht, es ist der häßlichste Neid, Seit einigen Jahren sind in euer Land jene Leute eingezogen, mit feinerem Gehirn, mit größerer Kühnheit und größerer Beharrlichkeit, die bei allen ihren Unternehmungen größeren Erfolg hatten; und anstatt mit ihnen zu wetteifern um .der Allgemeinheit willen, tut ihr euch zusammen gegen sie und wollt euch von ihnen befreien. Euer Haß ist dasselbe Gefühl, welches bewirkt, daß oft in einer Arbeitergruppe derjenige, der am geschicktesten und geschwindesten arbeitet, von den anderen einen Messerstich bekommt. Dies wird dadurch bewiesen, daß die Klasse, die am erbittertsten gegen uns sich wendet, das Bürgertum ist, das hohe Bürgertum, weil es Konkurrenten in jenen Karrieren auf« tauchen sieht, die bis dahin seine Domäne gewesen waren. Im Bürgertum viel mehr als in der Aristokratie, die bei ihrem Müßiggang unseren Reichtum braucht, vielmehr als selbst im Volk, das von der angeblichen Erbfeindschaft nahezu keine Kenntnis nimmt, wird am meisten geschrien: „Tod den Juden!" Man kann dieses Buch gar nicht warm genug empfehlen. Ganz besonders geboten dürfte eine weite Verbreitung ia nicht jüdischen Kreisen sein, die in Beziehungen zu den Schulen odet zur Jugend stehen. Kein Jude, sondern der katholische Aristokrat Lacretelle legt seinem jungen Helden Silbermann die Worte in den Mund: „Und das ist auch die Tatsache, die an der Spitze der ganzen Frage steht: Wir sind begabter als die anderen. Wir sind euch überlegen. Wenn dü davon nicht überzeugt bist so betrachte unsere relativ geringe Zahl auf cter Er die: Wir sind bloß sieben Millionen ... in Frankreich nur achtzigtausend . . . und jetzt bedenke, welche Stellung wir einnehmen. Höre gut, was ich dir sage: Das Wort vom Auserwählten Volk, das ist nicht etwa eine Uebertreibung des Propheten, das ist eine ethnologische Wahrheit, mit der ihr euch abfinden. müßt." Mag das Buch, dessen Titelblatt eine Zeichnung Josef Tenglers schmückt, weite Verbreitung finden. Das wäre der beste Dank für den Verlag und den Ucbersetzer, die durch die Herausgabe des Buches in deutscher Sprache eine Kulturtat vollbrachten Woyda - Berlin. Ilse Sonnenfeld, Der Abgrund. Roman. Verlag Walter Severin, Hagen. Ilse Sonnenfeld stellt in diesem Werke die These auf: Mann und Weib werden sich gegenseitig stets ein Rätsel bleiben. Einsamkeit für jedes von ihnen, Feindseligkeit gegeneinander müssen deshalb für immer eine unüberbrückbare Kluft gerade zwischen denen ziehen, die es früher oder später nach letzter körperlicher Vereinigung drängt. Diesen Abgrund zwischen den Geschlechtern in seiner Wirkung besonders auf das Weib zu schildern, unternimmt die leider allzufrüh dahingeschiedene Verfasserin, eine Enkelin unseres größten jüdischen Historikers, Heinrich Graetz. Ihr Tod hat das vielversprechende Werk leider Fragment bleiben lassen. Die Menschen, die darin auftreten, sind nur in großen Umrissen gezeichnet, soweit es nötig ist, ihre Stellung am und zum Abgrund darzutun. Der tiefempfundene Epilog läßt darauf schließen, daß die Verfasserin nur eine Wahl gekannt hat: Der Sprung in den Abgrund und Versinken oder dauernde seelische Einsamkeit. Die Juden- — oder vielmehr Antisemitenfrage — ist in dem Verhältnis zweier junger Menschen, eines Christen und einer Jüdin lebenswahr gestreift. So ist das Werk, trotzdem es Fragment geblieben ist, als Zeugnis tiefinneren Ringens, für den Leser von erschütternder Eindruckskraft, Dr. Max Mayer, Berlin. Osteuropa-Institut in Breslau. Das geltende Jüdische Minderheitemecht. Mit besonderer Berücksichtigung Osteuropas. Von Georg Landauer, Verlag von B. G. Tcubner in Leipzig und Berlin 1924. 124 Seiten, Die vorgenannte Schrift, die im Rahmen der Veröffentlichungen des Osteuropa-Instituts in Breslau erschienen ist, ist eine eingehende Darstellung des Rechts der Juden als nationale Minderheit und der damit im Zusammenhang stehenden Probleme, Sie gewinnt dadurch sehr an Wert, daß das jüdische Minderheitenrecht mit der Entwicklung und den Problemen des allgemeinen Minderheitenrechts in Zusammenhang gebracht ist. Dabei wird als das Besondere des jüdischen Problems nachdrücklich hervorgehoben, daß die Juden in keinem Staate Mehrheilsnation sind und infolgedessen an keinem solchen einen Rückhalt haben. Der Verfasser weist auch auf die verschiedenen interessanten juristischen Fragen hin, die sich besonders aus dem Verhältnis der Juden zu Palästina und der Stellung der „Jewish Agency" ergeben. Die Antworten macht er sich allerdings beneidenswert leicht. Nicht juristische Leser müssen sich hüten, seine Ansichten in dieser Hinsicht als gesicherte Ergebnisse hinzunehmen. — Die einleitende Darstellung über die innere Lage der Juden gibt dem Unorientierten kein objektives Bild. Trotiz dieser im Rahmen des Ganzen nicht so sehr erheblichen Mängel erfüllt die Schrift ihren Zweck durchaus. Sie liefert einen wichtigen Beitrag zu der Kenntnis der Verhältnisse, unter denen unsere osteuropäischen Glaubensgenossen leben und zu ihrer Rechtslage, ist auch darüber hinaus durch die Beleuchtung interessant, die das Problem des juristischen Schutzes der nationalen Minderheiten überhaupt erfährt. Dr. L 11 i e n t h al -Berlin. Tödliche Entfettungskuren. Don ft. Kort, Leiter des künstl. HöHensvnnenbäbes „Aklis". ' Schlank sein ist Mode uit& deshalb suchen besonders die Damen auf alle mögliche Weise, von ihrem Körpergewicht etwas herimterzubrinsien. Marienbad war überfüllt. Die zurückgekehrten Besucher wollen weiter ab nehmen und schlucken Pillen oder lassen sich Injektionen machen. Ans Wien kommt die Nachricht, da« eine Dame -er ersten Gesellschaftskreise sich dadurch den Tod geholt hat. Auch itt Berlin ist ein Todesfall voraekommen. Wenn der Ausgang auch nicht oft tödlich ist, so habe ich als Resultat -er Pillen und Injektionen, -och io oft solche Zusammenbrüche an der Gesundheit gesehen, datz vollständiger Krästeverfall eintrcit. und >dazu wurde die Haut schlaff und faltig. Wie kann inan aber sein überflüssiges und oft g-esnndheitschädliches ftett losw'erdcn? Da wird uns gleich das Allheilmittel der künstlichen Höhensonne empfohlen werden, d-enkt die freundliche Leserin. Diesmal nicht, obwohl die Bestrahlung durch Verbesserung des Slofsiveltsiels auch zur Verminderung des Fettes beiträgt. Tas Einfachste wäre kräftige Muskelarbeit bei mäßigem Leben. Ein Schwerarbeiter oder ein Briefträger, der täglich Tausende von Stufen steigt, wird nicht über ftctisucht ,’,u tlagen haben. Diese Muskelarbeit kann oder will natürlich nicht jeder leisten, auch würde der Nichtaewohnte bald an Uebermüdung zusamwenbrechen und an der Gesundheit Srlmden leiden. Ich will deshalb einen Apparat beschreiben, der diese Muskelarbeit leistet, ohne dah Ermüdung eintritt. weil der Wille bei der Muskeltätigkeit ausgeschaltet wird. Es ist dies der in der Medizin längst bekannte Entscttungsstuhl nach Pros. Bergonie. Bei diesem werden durch eine sinnreiche Anordnung die Muskeln bewegt jnicht die Gliederl nnd dadurch Muskclarboit geleistet, während der zu Entfettende ruht kann dabei lesen, und manche schlafen sogar) nnd nach der Sitzung ist er frischer als zuvor. Ein großer Vorteil besieht darin, daß auch einzelne-Körperstcüen l-Hüste, Gesäft. Beine usw.) entfettet werden können. Die Haut bleibt dabei vollständig' straff und fallenlos. Eine Kur dauert gewöhnlich 25. Sitzungen von je 50 Minuten (1 Monat), und es können während dieser Zeit Gewichtsabnahmen bis zu 40 Pfund eimreten. ^itr Beschleunigung der Abnahme trägt auch die sachverständige Vibriationsmassage während der Kur bei, und auch gegen vorsichtige Injektionen ist nichts einz»wenden. Wer sich die Bcrgonie-Entfettungsstühle ansehen will, kann dies im künstlichen Höhensonnenbade „Aktis", Belle-Alliance - P l a tz 6a, tun in der Seit von 10—1 oder 4—7V>. Uhr. Sur Benutzung ist jedoch Voranmeldung nötig, da die Stühle oft ans Monate hinaus besetzt sind. ' _\u*/m Anzeigenpreis c: DaS fettgedruckte Wort für die Rubrik „Kleine Anzeigen* kostet 3a Goldpfennlge, jedes andere Wort 15 Goldpsennige Kleine Anzeigen Anzeigenannahme in sämtlichen Annoncen. Expeditionen und in der Anzeigen «Derwoltung der Züdisch - liberalen Zeitung. Hermann DaSwih, Verlags. Abteilung, Serlii, S 42, Alexandrinenstraße 95/96 (OSnhoff 437—439) Wohnungstausch "l Unterricht Musikinstrumente Buchführnngö . 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