Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 32 (19.9.1924)
- Date
- 1924-09-19
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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ttaffett, auch der Konservator öer Mark Brandenburg, Hie Erhaltung nicht für gegeben hielt. Mit schwerem Herzen Mußte sch Mich leider fügen. Da aber die Llinagogengcnieinde Iriedland noch bestand, ohßtrtch kein Ittbe ansässig, so habe ich seit meinem Amtsantritt «eit 1878 daran gearbeitet, daß die Gemeinde Iriedland auftz-«tt lutb Jon erreicht, daß die Gemeinde zu Lübbe« ae- «orig, höheren Lrts genehmigt worden. _ An Axiedland blieb aber der mehrere hundert Jahre alte «etedhof. ans welchem die verstorbenen bis von der Letp- -i-er und schlesischen Grenze bestattet werden mußten, da ein anderer Begräbnisort für Inden nicht gestattet war. Dieser Friedhof in Iriebland, «velcher somit mehrere hundert Jahre besteht, ist nnaefithr 450 Quadratmeter groß und mit einer zwei Meter hohen rnassiver« Matter umgeben. Diese alte Mauer ist dem Verfall nahe, und «nenn nicht ichlenntgst eine große Reparatur vorgenvmmen wird, so muß ntcht allein die Mauer, sondern der ganze Iriedlwf verwüsten. Die alten verwitterten Grabdenkmüler »velche zmn großen Teil umgesallen und -erbrochen, bieten ein trauriges Bild, u«d die alten Anschriften geben Zeugnis von de«n Umfang beß großen Bezirks und Qrtschafte«. aus welchen die Toten «Ur dort bestattet werde«; durften. Gebt schwer wird es mir, diesen Aufruf an edle Glaubensgenossen des In- und Auslandes zur Kenntnis z«t bringen, aber die bittere Stotlvcndigkeit zwingt mich, noch zumal die kleine Lübbener Gemeinde selbst einen Irtedhof besitzt. daher nicht in der Lage, zwei solcher Stätten .zu unterhalten. Edle Glaubensgenossen, glauben Sie meinen Worten, tun Eie ein edles Werk, darnit der alte Irtedhof erhalten bleibt, denn Sie vvttbrillgcn eine Gott gefällige Tat. Spenden sind zu richten an Wilhelm Wolfs in Lübben. Postscheckkonto 84508 Berlin. Dff«»bach. Am in. d. M. verschied plötzlich Rabbiner Dr Israel Goldsch«nidt, der nach Mjähriger Tätigkeit in der rsraelittscheu Religions-Gemeinde Qffenbach seit dem Jahre 1AV hier im Ruhestand lebte. Dr. Goldschtnidt trat «uohl zun« letzen,nal im Jahre 1921 bei der Bersamrnlllttg des Rabbiner-Verbandes in Frankfurt vor die Oekkentlichkett. und zivar mit eine«» Antrag svgk. „Iü-isch-lihernle Zeitung" v»m 17. November 1922), in dem es n. a. heißt: „In Anbetracht dessen. 1. daß das Judentum iei«e geschichtliche Se««>bnna darin erblickt, den Glauben an einen Gott zum Gemeingut der Menschen zu machen und in dem Glauben an de« gemeinsainen Vater die Menschen zu verbrhdern: 2. daß die Propheten Israels das ,.M'"»"«ltnie Reich", das «strich des Völkerfriedens als das Ziel der Geschichte der Menschheit perkündet haben; fl. daß das 'Judentum in der Zerstreuung Israels «tntor alten Völkern erne prvvidentielle Iordernng seiner Attsigh'' enste der Menschheit erblickt; 4. daß her letzte Krieg gezeigt hat, wieweit die Menschheit von dem Ziele der Völkerverbrüderung entfernt ist und dadurch die Lehnsucht nach den; ewigen Jkttzdrn in Millionen Herzen der besten Menschen entflammt hat: ü. daß der Wilivnsche ..Völkerbund", «penn auch nicht die letzte Lösung dieses höchsten Problems der Menschheit, so doch die Siusühruua diese» hohen Ideals in die politische Realität bedeutet - beantrage ich zu beschließen, daß der deutsche Rabbinerverband in Verbindung trete a) mit den Rabbinerverbänden und den führenden Rabbinern der ganzen Welt. >>« mit dein „Deutsch-israelitischen Gemeindebund". dem Eentral-Berein", den Ziunisten-Iührern. der orthodoxen „Ireien Bereinigung", den« „Verband der deutschen Juden" »siv.. <*) mit den verschiedenen autzexöetztschen jüdischen Organisationen. u«n zu erklären: daß das Ittdentnln der Gegenwart als Religion in erster Linie die Pflicht hat. sich i«, den Dienst der „Völkerbund"-Idee" zu stellen und zu beschließen: Einen Weltverein der Israeliten zur Propagandafiir einen Völkerbund zu begründen. Es ist höchste-ZE.-daß sich das Judentum der Gegenwart als Restgiv«. am IeinV geschichtliche Gendung wieder besinne »nd wst schöpferischer Begeisterung positive Arbeit dafür leiste. Dg- Iudcntnln «vachse mit feinen alten höheren Zrveckeu. Wenn die anderen Religionen ebenfalls als Religionen ihre ungleich reicheren Kräfte und Mittel der Verbrüderung öer Ddenschen direkt «vidmen «vollen, wird es unsere Religion mit Dankbarkeit im Namen der Menschheit begrüßen. Das Judentum leidet am «neisten unter der Zerrissenheit der Bölktzr und glaubt darum als Religion das traurige Vorrecht zu haben, im Dienste des Völkerfriedens die Initiative zu ergreifen." Dieser Antrag wurde zrvar einstinnnig angenommen, blieb jedoch im Schoß einer Nom Mission ruhen. Möge der Tod des Antragstellers dern Rabbinerverband Veranlassung geben, die segensreichen Vorschläge endlich in die Tat umznsetzen. Das wäre das beste Gedenken für den Vere«oigton, dem in den Kreisen des liberalen Judentums die Treue über den Tod hinaus gewiß ist. Rothenburg <He««en>. Ei«« treuer Sohn seiner Heimat ist der vor ciunt 40 Jahren als armer Junge ansgewanberte Deutsch-Amerikaner M. M. Rothschild-Ehieago. Ih«n verdankt die hiesige israelitische Gemeinde nicht nur große finanzielle Zriwciiduuger,. die ihr die Restauration des kürzlich durch besondere Ieierlichkeiten eingeweihten Gotteshausetz möglich machten; auch die Ortsarmc«, «eheu in Mr. mviuhb JtdLia&si# 'Dieersfüi^s li andeluiifcfr" i^lhnrc-nhuffer' OlCur’cbar 'uiu, , Ä Alleinige Fabrikanten* $ana-6psel!ichaf« m.b.H Clf-vp Rothschild ihre« Kptzltäter. her sie schon HLirftg durch Liebestgaben-Levdungen nud Bgrgeldge»ätzrrmi «nt»,stützte. An welchem Au-maß« sich der Genannt« di« Siebe und Wert, schätzung seiner Landsleute erwarb, beweisen die Abrunaen, die ihm bei seinem letzten Aufenthalt am hiesigen Orte bereitet wurden. Rach Besichtigung der Diakonnissenstation und Uleinkin-erschitle, wo die Ansaffen znr Begrüßung kleine Gedichte vortrugen, wurden dem Gast auf dem Rathanse der Magistrat und die Stadtverordneten durch Bürgermeister v. ftttfU twrgesteklt. Gleichzeitig ließen die dankbaren Rothenburger durch ihren Bürgermeister mit einem herzlichen Danke-moi't ein Gemälde überreichen, daein Rothenburger Motiv darsteüt. Mr. Rothschild gab seiner Ireitde über die Ehrung Ausdruck und bat, nicht so viel für da» zu danken, was er an den Armen getan habe. Sr kenne ans den bitteren Erfahrungen der Äugend die Schattenseiten der Armut, und darum helfe er den Armen Rothenburgmit besonderer ftreu-e. Oie er nie aufge« hört habe, seine alte Heimat zu lieben, mach« er auch tenseits -es Teiches kein Hehl ans seiner deutschfreundlichen Gesinnung. Otuttßart. Der Verein zur Abwehr de» Antisemitismus, der vor M Jahren durch Rudolf p. Gneist und Heinrich Rickert unter Beteiligung einer große« .Zahl hervorragender Männer wie Theodor Mommsen, Wilh. Ioerster. Erich Schmidt. Isidor Loewe. Charles L- Hallsarten Von ck«r ntieksten dlummer ab kschnnen wir mit cisr Veröffentlichung der ERINNERUNGEN von ClemenHne Kr*mcr'Mttn<J»«sn. In diesen Aufzeichnungen au« der Jugendzeit der Verfassern zieht ein Stück Geschiente des süddeutschen Judentums an dem Leser vorüber. Die liebenswürdigen Schilderungen, die uns in glücklichere Tage zurückführen, beweisen von neuem die innige Verbundenheit des deutschen Juden mit seiner Heimet. Wie trefflich Clementine Krämer süddeutsches Wesen eu schildern weil), wie sehr sich in ihr die Synthese von Deutschtum und Judentum verkörpert, das wissen unsere Leser aus ihren eehlreichen in diesem Blatt veröffentlichten Arbeiten. Selbst der „Miesbacher Anzeiger" glaubte übrigens die bayerische Volksseele nicht besser als durch den Nachdruck einer ihrer Erzählungen darstellen zu können. Und wollte die Novelle der mutigen Kämpferin für die Glefchberech» tigung des deutschen Juden auch dann noch weiterdrucken, als unsere Freundin den „Mies* bacher" auf die Notwendigkeit einer Einheit von Theorie und Praxis hinwies. mm. in» Leben gerufen wurde und -essen jetziger erster Vorsitzender döx Retchsministera.D.Dr.-Ing.h.c. Georg Gotbein ist. veranstaltet seine diesjährige Haupt Versammlung am Montag. 22. Oeptember. abends VA Uhr. in Stuttgart im 4aale des Eliarlottenbof lEharlotenstr. 221. Ans der Tagesordnuna stehn u. a. Porträte de-^ Borsitzendrii Reichsminister a. %. Dr. Gvthein und Stuttgarter Otadtpfarrer» Lamvarter. Der lentere vchandelt das Thema Antisemitismus fm Lichte der GefchiMe. Es sprechen noch Reichskanzler D. Kehre üb ach. württembergtscher TtaatSpMident a. D. Hieb er und der rchatzm«ister des Vereins. ReichStassabgordneter Dr. Hermann Fischer. — Die Verhältnisse in unserem Vaterlande hätten sich lange nicht so ungünstig und traurig aestaltot. wie die» leider geschehen ist. wenn nicht die reaktionären Kreise.: denen wir das Unglück unseres Vaterlandes in erster Linie verdanken, sich einer schmutzigen und gewissenlosen antisemitischen und dentschvölkischen ^etze bedient hätten, um mit deren Hilfe wieder ig den Besitz der alten Privilegien und Vorrechte m gelangen. Unser Volk kann nur gesunden, wenn das Gift das durch unzählige, von antisemitisch-deutschvölkischex Seite vorgeürachte Lügen, Verleumdungen und Fälschungen in den deutschen VolkSkörper hineingebracht «vorben ist. aus diesem «vieder entfernt wird, und «penn in weitestem Maße Aufklärung über die wahren Zwecke und Ziele dieser Hetz' Propaganda verbreitet »vird. Diesen Zwecken dient in erster Reihe die in Rede stehende Veranstaltung. Möge sie in hervorragendem Maße dazu beitragen, den inneren Frieden in unsere«« Vaterlande wiederherzustellen und znr sittlichen Ertüchtignna unserer deutschen Volksgenossen beszutragen. Aus der Bewegung. s Nerlt*. <Liberaler Verein für die Anaelegenheite«r der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Bezirksgruppe Rorden.l Am 13- September fand im Auerbachschen Waisenhaus eine «ehr stark besuchte Versammlung der Bezirksgruppe statt. Rabbiner Tr. Gott schalt sprach unter der Devise „Erneuerung" Worte des Gedenkens zürn IM. öleburtstag Moritz Laza r us'. Nach ihm Dr. Max Mayer, Syndikus der Bereinigung über „Die Ueberwindnng des Indifferentismus". Der erste Redner legte dar. daß der Streit, ob Lazarus in «einer Grundanschanung liberal oder konservativ gervesen sei. zugunsten der ersten Ansicht entschieden werden müsse. Er zeichnete das Lebensbild des großen Gelehrten als eines pom Elternhaus her tief religiösen Manne», der bei aller pietätvollen Beachtung überkommenen religiösen Brauches dem Gesetz der religiösen Entivicklung für die Gemeinschaft in weitem Maße Rechnung getragen sehen wollte. Dr. M a n e r legte zuerst dar. daß man unter „IndisferentismuS" keine Mafsenbeiveguna zu verstehen habe, sondern die Summe der religiösen Gleichgültigkeit einzelner. Tie Bekämpfung dieser Gleichgültigkeit könne deshalb nur durch Beseitigung ihrer Ursachen in mühevoller Älemarbeit erfolgen. Religiöse Erziehung der Jugend, beispielgebende Lebensführung der Aelteren und Aufrüttelung der Gleichgültigen ohne Ansehen der Person müßten mit der lebendigen Gestalturtg unseres religiösen Lebens Hs«rd in Hand gehen. Religiöse Formen, dle dem Bedürfnis der Masse Rechnung tragen, könnten allerdings nur auf Gru«td eines religiösen Massenbedürfnisses allgerneinere Anerkennung erlangen: dabei komme es weniger darauf an, dem einzelnen die volle äußere Widerspiegelung gerade seines religiösen Innenlebens zu geben, als durch die Uebung religiöser Gerueinschaftfprm «ein individuelle» religiöses Gefühl in ein Masiengefühl überrnleiten. Bor dem Schlüsse der Versammlung wurde noch auf die Bedentunq der deinnächst «tattnndenden Wahlen für den Preußischen Landesverband der jüdischen Synagogengemeinden und zu den Lnnagogen-Borsteherämtern der jüdischen Gemeinde Berlin hingewiesen. Berlin. iIüdisch-li-eraler Iugendverein E. AI Lml Tvnerstag. den 11. September 1624. wurde die Reitze der Winterveranstaltungen eröffnet mit einem Bortrag von Ellen« Littmann über den „Prophetismus". Das Wesen, die Stellung und das Wirken der Propheten suchte die Roduert« in anreaender Weise ihren Zuhörern näherzubringen. Wie die Propheten zu ihrer Berufung gelangten, welche Rolle sie «m Leben und im Bewußtsein ihres Volkes spielten mrd wie sich ihre Idee« entnückelten und schließlich abrunüeten. suchte sie darzustellen. Unter anderem rotes sie daraus hin. daß man die B"'vnen der Propheten hinnebmen «Nüsse, wie sie in der Bibel ständen, ohne z,» prosaischer oder gar platter „Erklärung" zu gelangen. Vielleicht könne man Lei de«' Propheten zwei Gruppen nnterscheiben, solche, die einen gerechten nnd solche, die einen liebenden Gott erleben. srachdrücklich wandte sie sich gegen die vielfach verbreitete Meinung, die Propheten hätten dem Kultus an sich feindlich oder.ablehnend gegenützergestanden. Rein, bloß einem Kultus, der gegenüber dem sündhaften Leben der All-, tags eine leere Zeremonie, ja. eine Heuchelei gewesen sei> galt ihr erbiterter Kampf. An den Bortraq schloß sich eine Diskussion, in der manches gute Wort fiel, und durch bis in manchen Punkten die Ansführungen Ellen Littmann» erweitert wurden. — Die Veranstaltung war — erfreulicherweise auch von jüngeren Mitgliedern — gut tzesucht. Bretzlau. lIitdisch-libergler Iugendverein „Abraham Geiger"). Am U. September erörterte unsere Gruppe ll unter Leitung von Herrn Berger da- Thema: Warum lind und bleiben «vir liberale Inden'? Unser Mitglied Iräuletn Grete Lewin sprach die einleitenden Worte: Wir sind ein Apsammenschluß ernster denkender ju««ger Menschen, die sich bemühen. Lehre und Leben Judentum in Eiuklana zu bringen. Nicht Kamps gegen andere Richtungen ist unsere Aufgabe, sondern Verbreitung vom Wissen im Judentum.- In diesem Sinne fasten wir unsere Arbeit auf und erbitten Iörderuna seitens aller Kreise, denen die Zukunft der Gemeinschaft am Herzen liegt. Beherzigende Worte, die freudige Zustimmung auslösten. Die Aussprache war reckt lebhaft, ein anwesender <Äast unterstrich unsere Iorderuna nach Verbreitung von Wisten. An unseren« nächsten Gnrppenabend behandeln «vir die Ircig«: Unsere Stellung zum Zionismus, SersammlungsKalender. Berlin. lLiberaler Verein für die Angelegenheiten der Jüdischen Gerneinbe zu Berlin, Bezirksgru«'"e Norden.) Ami Auerbachschen Waisenhaus. Schönhauser Allee 162, findet wieder regelmäßig abends ti'A Uhr Freitag-Abend-Gotteöbienst mit ^rgel, Ehor und Predigt statt. An den hohen Ieier tage», «vird im Auerbachschen Waisenhaus ein liberaler Gottesdienst mit Lrgel. Ehor und Predigt abgehalten. Breslau. iIüdtsch-liberaler Iugendverein .Abraharni Geiger". Geschäftsstelle Höfchenstr. 61. 2 Tr. links.) Mittoch, den 24. September, abends pünktlich 8'^ Uhr r Zusammenkunft der Gruppe H im Vereinszimmer vom Restaurant Braune, Höfchenstr. 06. Thema: Unsere Stellung zum Zionismus. Leitung: Alfred- Berger. VeretNiSmitgliedrr, die der Gruppe nicht ange^ hören, als Gäste willkommen. Liegnitz: Montag, den 22. September, abends Uhr. in den Räumen der ,.StlestaÄLoge".^Snnagogenstr. 2. Vortrag von Herrn Generalsekretär Dickmann. Berlin, über das Thema: „Die Bedeutung der Iran im religiösen Leben". Magdeburg. ^"dikchZiberaler Jugendbund 'tv^t"/) Am Dienstag, den 28. September, findet abends ein Vortrag, des Herrn Dr. Li l i e n t h a l- Berlin statt über das Ttzemar Jugend und Neutralität. ftolenbaritun für Me Seit vom 19.9. Ml 27.9. September 1924 1 El«l 5684 Freitag 19. Sonnabend 20. 20. 21. Wochen-Abschnitt Ki stowau 15. B. M. Kap. 26) Hastarah: Ies. 60, 1—22 Sonntag 21. Montag 22. Dienstag 28. Mittwoch 24. Donnerstag 25. Ircitag 26. Sonnabend 27, .>» 28' 24. 25. 26. 27. 28. Wochen-Abschnitt Rizzowim (5. B. M. Kap. 29,6) Hastarah: Ies. 81. 62. 83 Sabbat-Ausgang 6.87 Am 12. September verschied unerwartet unser emeritierter ftäbhiner Herr Dr. M ßflldscliidf 30 Jahre, bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1919, war er der religiöse Führer unserer Gemeinde. Ausgerüstetmit einem überaus reichen theologischen und weltlichen Wissen hat er als Kanzelredner, als Lehrer unserer Jugend und als wissenschaftlich tätiger Gelehrter reiche Saat in die Herzen ausgestreut. Seiner umsichtigen Fürsorge für die Armen und Bedürftigen entsprangdiesegensrejcheSehöpfung der israelitischen Hilfskasse. Seine herzliche Liebenswürdigkeit, seine aus mitfühlendem Herzen fließende Fürsorge für alle Bedrängten, sein warmes Interesse für jedes einzelne Gemeindemitglied sichern ihm die dauernde Dankbarkeit und Verehrung der Gemeinde. Der Vorstand der israeLReli«ioM«emeinde Offenbach am Main.