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Jüdisch-liberale Zeitung · 1924-09-05 · 30 (5.9.1924) · page 8

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
4 (1924)
Issue
30 (5.9.1924)
Date
1924-09-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Verzage nickt. Vom Ernas VtnOkn Ein Skolb doch wixd fanxner noch ln (Mm «Ad* Sesl* foofcek». Za nwtr Bahn — ffihrt m Umb, Es lehrt dich immer vorwärts schreiten. Und jede Qual — vergeht einmal Im Stundenschlag der frohen Zeiten. Dann lächelst du — Vergang nem zu, Und alle«, was wie Leid erschienen, — Du siehst es klar — so offenbar, Es wollte läuternd dir nur dienen. TUSCHE. Erzählung aus dem kleinbürgerlichen Leben. Von Clara Schott, Leipzig. In der Tat, Frau Bendel hatte etwas sehr Rauhes, das Schicksal war hart mit ihr umgegangen und hatte alle ihre wärmeren Gefühle erstickt. Eiligst ging das junge Mädchen nun an die Arbeit; ein Kissen, das sie, wie alles andere, „für Berlin“ stickte, mußte fertiggemacht werden, damit sie das Paket fortschicken konnte. Zu den Feiertagen wollte sie Wirtschaftsgeld haben, und jetzt hatte sie auch noch Privatausgaben, sie mußte sich zum Kränzchen unbedingt ein Paar Handschuhe kaufen. Alles andere, eine ganz breite rosa Schärpe und dazu passende Bänder ins Haar, lieh ihr die gute Flora. Aber — und daran hatte sie noch gar nicht gedacht — Tanzschuhe! — Das war aber fatal, wie sollte sie denn das nur machen? — Da klopfte es ans Fenster, der alte Wolf tippte mit der Krücke seines Stockes daran. Sofort öffnete Tusche. „Guten Morgen,“ sagte sie freundlich, „heut ist es ja so still auf der Bank." „Nu, se sein noch in Schul. — Ich hab' dir was zu erzählen, mein Leben, komm' raus." „Acht wo denken Sie hin, schon am frühen Morgen? Ich habe keine Zeit, ich muß sticken.“ „Nu, laß ’s Fenster offen, stick' und hör', was ich Neues hab'!“ Schnell setzte Tusche ihr Wollkörbchen auf das Fen- »terbrett, stellte ihren Stuhl auf den Tritt und nun lauschte sie. „Hör, was ich dir wer' erzählen: Die Wirtin vom »schwarzen Adler“ schickte zu mir. „Wolf,“ sagte sie, „Sie müssen mir sagen, wie das da zugeht. Wohnen zwei Herren bei mir, die Cohns besuchen. Wenn sie Cohns besuchen, müssen sie doch Juden sein. Wenn sie aber Juden sind, können sie doch nicht bei mir essen, und das naben sie schon zweimal getan! Und dann, sie sind viel feiner wie die Juden, und doch sollen's welche sein. Nu, wie geht das zu?" „Verstehst de, mein Kind, sie hat gemeint, alle Juden müssen sich kennen, und alle Juden müssen so einfach sein wie die hier in M. Nu soll ich ihr sagen, was de Herren sind, und ne ganze Maße. Verstehst de?" Und wie wir noch so reden, kommen sie grad' rein. Nu weißt de, der alte Wolf is' doch viel in de Welt gewesen, — warum, ich weiß nicht wie man red’ zu feinen Leuten? „Guten Abend, meine Herrn," hab' ich gesagt, und hab' se gefragt, wies ihnen hier gefällt. „Ganz nett,“ hat der eine gesagt. „Nu, ein Wort gibts andre — kurz, ich hab' sie unterhalten — wer mer Gut's gönnt.! Un rat' mal, was der junge Herr mich gefragt hat, Tuscheleben?“ — Der Alte machte ein schelmisches Gesicht und blinzelte das junge Mädchen an. „Wie kann ich das wissen?“ Tusche blickte zu ihm auf. „Er hat gefragt, wer die hübsche Mod ist, mit die langen Zopf, die er gestern hat vorübergehen sehen. — Nu, Tusche, was sagst de dazu?" — Sie errötete tief. „Wer weiß, wer es war." „Nu, wer hat de längste Zopf in der Stadt?" Wieder zog der Lahme den Ton in die Höhe und machte die eigenartige Handbewegung. „Hab' ich gesagt, das schönste Mädchen ist auch gleichzeitig das beste in der Kille.“ „Ach, das ist nicht wahr, andere sind auch gut." Und nun erzählte sie von ihrer Freundin Flora, wie herzig die zu ihr sei und daß sie sie mit zum Kränzchen nehmen werde usw. Inzwischen war nach und nach die Bank voll geworden. Schmul und Wolf hatten ihr Zankduett beendet, und nun war letzterer zu Cohns gegangen, denn der Vorsteher hatte nach ihm geschickt. Die Ereignisse überstürzten sich eben im Städtchen. Direkt ms Kontor hatte ihn Herr Cohn genommen, „Wolf," begann er. „Sie sind im „Adler" gewesen, wie ich gehört. Offen und ehrlich -—: was geht vor?" „Nu, weiß ich denn? — Bin ich der Schadchen? Ich war Ihnen doch nicht vornehm genug, Ne haben sich doch einen aus Berlin verschrieben." „Nun," wandte Herr Cohn ein, JSbe nehmen es nicht übel, für meine Tochter muß ich einen haben, der feine Bekanntschaften hat. WoK, Sie sfa! ein alter Mann, der nicht mehr viel herumkommt, aber ich weffi, reden können Sie, und was einer nicht vermag, bringen oft zwei zustande. » Offen gestanden, der junge Mann macht allerlei Ausreden, mir scheint, daß ihm irgend etwas nicht paßt. Vielleicht, da Sie ihn schon kennengelernt haben, bekommen Sie heraus, was es ist." Ueber Wolfs Gesicht flog ein eigentümliches Leuchten. Es kam ihm ein Gedanke und er erhob sich etwas hastig. ,,Wolf, wenn's zustande kommt, sollt Ihr sehen, daß es Euer Schaden nicht war, wenn ich mich auch vorher an einen anderen Schadchen gewendet." Der Herr Vorsteher drückte dem alten Mann warm die Hand und begleitete ihn bis zur Tür. Der Alte ging direkt zum «Adler". „Der junge Herr Sternow sei auf seinem Zbosr, der andere sich das Schloß ansehen gegangen," httft es. Des traf sich gut. Afleruugs machte der Mann ein emtecmfeM Geeicht, ab auf «ein „Herein" der Lahme angehuamelt kam, aber sehr bald wußte dieser durch sein treuherzige« Wesen ihn für sich zu gewinnen. Und gesprochen hatte er, bald wie ein Advokat, bald wie ein Philosoph, und ab er den jungen, sehr gemfitsvoBen Mann genugsam sentimentaHsiert hatte, begann er. „Hören Sie, Herr Sternow! Wenn ich an Ihrer Stelle wäre — ich ließ' mir nicht um die Welt eine aufreden, s' Geld geht weg, aber's Weib bleibt einem sein Leben lang. Un scfalecnste auf der Welt is e Weib, des man nicht lieb haben kann. Herr Sternow, Sie brauchen doch kein Geld zu erheiraten — Sie brauchen sich doch nischt zu verkaufen — und was is es anders, als ein Verkaufen, wenn ein reicher Vater sagt, for mein' Tochter kauf' ich mer e hübschen Mann? Verstehen Se, der Vater gibt Geld, daß einer seinen Mießnick fortholt. Er kauft sich e Packträger for ihr, und der sollen Sie sein, so e schöner Mensch? — Herr Sternow, wenn ich an Ihrer Stelle war', wüßte ich, was ich tät’." „Und was denn?" fragte der andere sichtbar amüsiert. „Ich möchf mer nehmen ein bildschönes Mädchen, wenn sie auch arm ist. So eine, wie Se haben vorgestern gesehen hier Vorbeigehen, mit die lange braune Zopf bis auf die Erd'." Wie ein Feinschmecker alten Wein anpreist, so zog der alte Wolf die Lippen zusammen, und seine noch glänzenden schwarzen Augen etwas zukneifend, blinzelte er sein vis-a-vis lauernd an. „So!" Herr Sternow war in sehr gute Laune durch den Alten gekommen. „Hören Se, ein schön' Weib ist alles auf der Welt, Herr Sternow, Sie kommen nach Haus, un wenn Sie noch so reich sind, e Geschäft bringt immer Sorgen — Sie kommen nach Haus, mit dem Kopf voll Sorgen, un so e schön’ Weiberl, wie mein Tuschelleben ist, kommt Ihnen voller Anmut entgegen und reicht Ihnen sein Mündchen zum Kusse hin — wer mer Gut’s gönnt, wie Ihnen da der Sonnenschein ins Herz fliegt. Warten Sie mal, was sagt doch Schiller?” — Der Alte machte verzweifelte Anstrengungen, kramte aber vergeblich in seinem Gedächtnis herum. „Nu, egal, eppes hat er darüber gesagt. Sie sind doch e Gebildeter, Sie werden's selbst wissen.“ „Gewiß, gewiß!“ Der junge Mann schüttelte sich vor Lachen. „Nu das also von der Schönheit," begann der Lahme wieder, „Aber nun will ich Ihnen erzählen, was for e Juwel rie Ist! Seit vfer Jahrs, wo fli ist, srnihrt ste ihr» alte Matter darob 1 aad fc Master Asti Vsratete» st, sfc Gebei Mbtsr — «r Arbeit wts s lob «Käs Bober Bur," M St«»«» Mt „was soll mir hob das alias, wbrlnkh — „Nu sag' icb denn, ss soll Ihoaa was sollen? «nähT Qn’biöß von «ab»' Tasobsfobsn." JÜnd das bfibsebe MB<kbm «ft den Zßpfe* hdft Titsch«? Ha, ha, ha!" Br ladMa feat auf. „fusshs, was M dann das für em Natns?" Da öffnete sich <fte Tür and Herr Sternow seit er schien, worauf es der Alte für angebracht hielt, sich so * * * Ein paar Tage darauf stand Tasche sehr ersaßt jpg dem Spiegel und kleidete sich zum Kränzchen an. Die Mutter hatte ihr die Zöpfe geflochten und reichte fl« fetzt den Mullrock. Ueber die Schärpe war das fange MBfltehea in Ekstase. Sie drehte sich hin and her, damit sie im Spiegel, der nicht allzu groß war, die Eleganz bewanden» konnte. Frau Bendel, die sonst so indolent, sah heute ihr Kl«! entzückt bis in die Seele an. Wie tauig frisch stand sie da vor ihr! Aber mit dem leider so wenigen Geschick, das die Juden darin zeigen, sich mit etwas ganz nnd ohne Nebengedanken freuen zu können, kamen auch schon cKe Sorgen bei ihr. „Nun ja," dachte sie, „wer wird sich um sie-kümmern? Wer ist für sie dort? Die Herren, die da sind, haben keine Augen für ein armes Mädchen, ja wenn's eine Tochter von Cohns oder Levys wäre!" Sie seufzte. Tusche, mit sich selbst beschäftigt, hörte nicht Ihr Bild im Spiegel lachte sie an. ,,Muftchen, bitte rück* doch die Schärpe noch etwas herum. So, ach ist der Anzug schön! Bin ich fein! Nicht wahr, die reichsten Mädchen können sich auch nicht anders zeigen, nicht?" „Osser!“ Die Mutter lächelte stolz, so stolz und glücklich, wie es die Tochter nie gesehen hatte. „Tusche!" Flora ließ diesen Ruf von ihrem Fenster aus ertönen. Tusche öffnete das ihrige, und die Freundin rief ihr zu: „Bist du fertig?" „Ja!" „Nun dann komme!“ Schnell nahm Tusche ein Tuch, küßte die Matter und huschte davon. (Schloß folgt); BÜCHERSCHAU Joh. Ferch Mensch, nicht Jude! Roman. Ernst Oldenburg- Verlag, Leipzig. (Geh. 2.50, geh. 4.—) Eine jüdische Familie, mit strenggläubigen, gewohnheitsortbodoxen, rassenzionistischen, gleichgültigen, kommunistischen und rein sozial-ethisch denkenden Elementen — eine christliche Familie, mit ererbten unbeugsamen und engsten klerikalen, moralischen und politischen Prinzipien, leicht angekränkelt von völkischem Ungeist. Dazwischen zwei Menschen, die durch das Hohelied ihrer Liebe die Stimmen des Religions- und Rassenhasses übertönen, die schier unüberwindliche Kluft zäher Unduldsamkeit zwischen beiden Lagern übexbriieken und schließlich, nach hartem, leidvollem Ringen, unter dem Segen aller ihr Glück finden, Treue Helfer im Kampfe um ihr Recht, als Menschen sind ihnen zwei Freimaurer, und diese Bewegung wird zu einem Kernproblem des reKgionsphilosoplrisch gefärbten Romans. Der Verfasser, offenbar selbst Freimaurer, gibt uns einen Einblick in die Motive dieser Gemeinschaft, die wohl dem Ziele zustrebt, das Leben der Seele in einen möglichst vollkommenen Einklang mit depi irdischen Sein zu bringen und so den harmonischen Bruder-Menschen heranzubilden, der sein eigenes und der Anderen Leben in edler Schönheit, wahrer Freude und menschlicher Güte zu gestalten sucht. Leider wird demgegenüber der Begriff Religion nur als ein Komplex von Formeln und Vorschriften hingestellt. die, auf geheiligter Tradition fußend, keinerlei Widerspruch dulden, selbst auf die Gefahr der Drangsalierung tiefster menschlicher Gefühlswerte. Würde aber wirklich die Judenheit hinter geistigen Ghettomauern eingeschlafen sein, würde tatsächlich das ganze Religionsgehäude nur noch von der Vergangenheit leben, dann hätte nicht ein wertvoller Teil der Jugend, die doch instinktiv aus innerer Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit handelt, gerade hier neue Lebenswege gefunden und lohendigen Geist hineingetragen. Wer seinem Kinde mittel» Gesetzen und Vorschriften Glück und Seelenfrieden raubt, bat das Recht verwirkt, ein religiöser Mensch genannt zu werden. Die Jugend aber, die lebendige Religion in sich trägt, wird sich nicht verkaufen lassen, und bei Bekenntnis-Unterschieden einzig und allein die Frage zu stellen haben: ist unsere Liehe stark genug, um eine Brücke zwischen beiden Weltanschauungen zu schlagen und so ein Stück wahrhaften, harmonischen Menschentums aufzurichten? — Der Kampf der beiden um den Steg ihrer Liebe ringenden Menschen ist teilweise mit feinfühlendem Sinn für tiefstes Leid und jauchzende Freude (fargestellt — Die Ausmerzung verschiedener Satz- und' Wortfelder würde dem Buch zum Vorteil gereichen. J. Welnsall-Berflu. J. Benzinger, Geschichte Israels bis auf (Be griechische Zeit (Sammlung Göschen Nr. 231.) 3. verbesserte Auflage 1924, Das Büchlein ist ein guter Abriß auf Grundlage der Wellhausenschen Gesamtanscbauung mit Heranziehung aller neueren Forschungen über die gleichzeitige Geschichte des Orients, in knapper, aber gut verständlicher, in bestem Sinpe populärer Form. Es behandelt einleitend die Geographie Palästina» und seine Zustände in vorisraetitischer Zeit, orientiert bei Gelegenheit über den Wert der biblischen Quellen sowie über die wichtigstes chronologischen Probleme, und verfolgt die Geschichte des Volkes Israel von seinen Anfängen bis zur Zeit Alexanders, sowohl die politische wie auch die Kultur-, Literatur- und Religionsgeschichte. Auch mit dem Inhalt kann man im allgemeinen einverstanden sein: Der Verfasser vermeidet — mit wenigen unbeträchtlichen Ausnahmen — waghalsige Hypothesen; er stellt die afftest am entliehe Religionsentwickkng nicht als Vorbereitung auf das Neue Testament dar — wenigstens nicht mit ausdrücklichen Worten, und er charakterisiert Personen, Volk und Ereignisse ohne Voreingenommenheit. Ganz ohne Vorbehalt freilich ist das Büchlein auch für den liberalsten Juden nicht annehmbar: Nicht bloß bei der einseitig abfälligen Beurteilung des Religionsgesetzes als eines „entsetzlichen Formalismus" (S, 137 ft.) tritt die christliche Einstellung des Verfasse*» hervor. Aach sonst kommt die a^WniWg •**) iSnm in IM* Dt. it»c« zehn Gebote habe ich gar nicht erwähnt gefunden, i wenig einen Hinweis darauf, daß die gesamte Golfes Gottesverehrung und Religiosität ebenso bei Moses 1 Propheten wie im Volke trotz aller geacbäcbtftch vsasOUKtlichen Mängel stets reiner als die der Umgebung wem, daß Israel keine eigene Mythologie kannte and keine ■sjhftrhu Ergänzung seines männlich-mannhaften Gottes, dfeft dieser durch seinen ethischen Charakter tote genese von den Äffdnischen Göttern sich unterschied «sw. Naben dem, was von den Propheten erzählt wird, erscheint die Fortiaseong dessen« was von ihnen nicht erzählt wird, ab ein bederik&her Moagsl, wenn z. B, der Heiligkeitsgedanke Jesajas und dk Knecht- Gottes-Lieder und die Verschiedenheft der meeebidsdhen Hoffnungen. bei Hosea, Jesaja 2, 11, 32, JcsSmts und ßodkSffe, besonders die universalistische Messiasidee, nicht etomsl erwähnt wird. Welcher Prophet zuerst Monotheist darf, wird ebensowenig deutlich, wie Unterschiede zwischen Bundesbuch und Bundesbuch mit seiner Hintansetzung dea Kultus! und Moral, seinem sozialethischen Id mustergültigen ethischen Fundierung des Recht» i haupt sehr schlecht weg. Ebenso sind die guten Se Persönlichkeiten nicht genug herausgearbeitet, etvra 1 geheure reBgiös-natioaale Schöpferkraft, Saub kert, Davids künstlerische und religiöse Fein anderes Merkwürdige, z. B. Datierung and Gw des Werkes Esras, die Bemerkungen JL T3 tf - -- mangel im alten Israel, muß Ich dem Wtw« nwhritki dk feantworttmg überlassen): — Man merkt flbesall, der ist von der Kritik, flicht von der sutbawsnden Syof— an sein Bach beraugegamgea; nicht a— Lfebe mm w/bmm Ge&Osiaode stellt er ihn dar, um zu zntgfe^ wie wftp aoft dm mm Israel Zusammenhängen, eoadexn i Zeit voller Schwächen war, 1 bracht! Insofern gehört Am wumdenen Phase der aSttertanenfBeb— whna letzten Kodes in dae wflhehmnieebs MbUm1, nicht einmal ein Jude eine und schade, daß dfe sonst so hoch—rJsflte BSbeftorsehung bd allem gute» TOQen sich Wrioriscber Objektivität d-cfefcgsn kann! Trotzdem gferibe ffufelM «fl* JhM. MlluMWr und Jogendverefna, däsBÖchlefe fwwna atogb nÖt — S4bsiunterricht, dazu Ist — auch ns Knapp) Ä Rspetftnskuu anfl Grundlage für Unterricht oder Krane wohl bcaufeen Moos Dia durch den Charakter der Gfedraascbcn Bfetenl besagte KQne hat der Verfasser — rinom Voong anazangfesa verstanden« der größeren Werken «bsr denselben Gegenstand fehlen muß: Die grüßen Lfaxlen der Entwicklung treten kräftig heraus. Das Ist besonder« für uns Liberale von Bedeutung. Wir müssen «ns immer wieder daran erinnern fassen, wie das, was uns in perspektivischer Verkürzung als einheitliches System des Judentums erschein!, aas tausend Einzelheiten ge» wöhntkheu Lehens entstanden ist, ans religiösen und politL sehen, egoistischen und idealen Tendenzen, aus menschlichaUzumenschlichem und tiefster Lebensweisheit gemischt. Die für die Entstehung einer erhofften neuen jüdischen Religiosität notwendige Relativlsierung der Tradition wird dadurch nur gefördert, und sie ist das Vorpflügen für künftige Ernte. Aber auch positive Religiosität wird so geschaffen: Es ist doch auch immer wieder erhebend — und auch trostvoll für unsere Zeit — zu sehen, aus wie kleinen Anfängen das herausgewachsen isf, was heute die drei Weltreligionen, und damit die halbe Menschheit erfüllt, ergreifend, wie die Zufälligkeiten und Notwendigkeiten der Völkerschicksale mit den Strebungen genialer Menschengeister sich vereint haben, der Gottheit lebendiges Kleid zu weben, und tief Ehrfurcht zeugend, wie die Vorsehung Israel oft gegen seinen Willen ihren Weg zu führen verstanden hat; und es muß die Liebe und Verehrung zum Judentum stärken, wenn man an dieser Geschichte des alten Israel in konzentrierter Lösung und darum desto stärker erfährt, wie es in «Len Irrungen des rechten Weges doch bewußt gs- Mt F « eh s - Chemnife,

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