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Jüdisch-liberale Zeitung · 1924-09-05 · 30 (5.9.1924) · page 1

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
4 (1924)
Issue
30 (5.9.1924)
Date
1924-09-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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i IWchtbemleMmz Hrgan der Vereinigung für das U-eraße Indent«« & & Mmk-MHMAIMdlt Viiibcttdb «. IüBO EdeMmmuutrVM. Set ffirier Styutattg i Snlaud <W» A8r Mt SN§dNtNtU tztr OffrtHum ifl Stk BEDNgtertit :: i» MWUchtGtNm-e tN-ßO«. rr :r s GHchf»edet4t»rr DiPsi-Eeg. Bruno Doyda. Die „Indisch - liberale - Leitung" erscheint seden Sreitag. SchrMleiiung und SsschättssteUe: Berlin, cnauerftra&e 22. Sernruf: Amt Merkur Nr. 8725 Postscheckkonto, BtdtnflW T llr.137069 tV»r«tniguno fflf &as tlb«ral« Invontnn») Nachdruck sämtlicher Orlglnal-voltrag, nur mtt voryerloer Sonohmtgung der Uedotcnon gestattet l MWAOlOtGPGOtftt flt SMjMtolt Mt|QpdtM8(|tVt oM Dtid««K» Mt 9U*l«int|«*l« $00 Geldmark, ü x s M Vtedte-siungen Rade«. rr rr r: O»M»M«nnt-«tr St. Richter » Tt» S.M.K.H« WIIW 9 HNpwnWn|WQt W/W% (t)UII||WV(fC7 Döuhoff 7AR» sowie sämtliche Annonern-ExpedMonen. Rr. 30 Berlin, 5. September 1924 4. Jahrgang SSSSSSSSS»« ttnfttt Bibel. Deuäkmnpf ofiet gegen alle soll Las Merkmal des Natur- WsKmdeS -kr Menschheit gewesen sein. Wir leben oder — vegetiere» wieder in einer solchen Atmosphäre des Kampfes: Kampf der Völker und Volksschichten gegeneinander, Kampf der Individuen. Und das Ziel Ser furchtbaren Disharmvvie: der Streit um den Kutterplatz auf Erden. Mit dtefkr Losung glaubt man der Weisheit letzten Schluß gefunden s» Häven. Aber wenn der Mensch eine Kampfpause eintreten läßt und sich einen Augenblick der Ruhe gönnt, dann fühlt er mit unwiderstehlicher Selbstsicherheit, daß diese Lösung dvS Lebensproblems der Menschheit eine innere Unwahrheit ist. Denn es gibt ja viele, die sich den Futterplatz erkämpft haben und im Vollbesitz aller notwendigen und entbehrlichen materiellen Lebensgüter sind und dennoch nicht am Ziel ihrer Sehnsucht stehen. Darum können wir nicht umhin, in alle» Kämpfen der Menschen geistige Differenzen festzustellen, so wahr der Geist es ist, -er das leitende Prinzip -e- Daseins ausmacht. Es handelt sich im tiefsten Grunde immer um Weltanschauungskämpfe. Wer ein feines Ohr für die leisesten Regungen des Zeit- und Weltgeistes hat, wird sogar behaupten müssen, daß sich alles, wie auch heute, ausschließlich um ei n e Lebensansicht dreht: das ist die religiös-sittliche. Dann ist es natürlich, daß wir immer wieder unfere Stellung zur Bibel präzisieren müssen, weil sie das religiöse Buch schlechthin und an sich ist. Unter welchem Gesichtswinkel wir auch immer an die Betrachtung der Heiligen Schrift Herangehen, so ist doch das Eine «Lwiderleglich. daß sie das größte Literaturerzeugnis W, daje ein Mensch oder ein Volk geschaffen hat. Unermetz- Rch ist der Umfang und die Tiefe der Wirkung, die von dieser kleinsten Bibliothek ausgegangen ist. Fm Gegensatz zu «röere» gewaltigen Schöpfungen der Weltliteratur ist die Bibel ein Volksbuch geworden. Sie geht über alle Bölkergotftttt hinanS und ist Anfang und Ziel der Bildung und efittung im Morgen- und Abendland. Scho« dieser Gesichtspunkt müßte in der modernen Judeuhett einen berechtigten Stolz auslösen. Allein es geht »»- damit wie dem Genie, daS die Menschheit mit einem «eltdurchdringenden Gedanken, mit einer einzigartigen Wahrheit beglückt. ES ist sich der Größe seiner Schöpfung nicht bewußt, es setzt diese Idee aus sich heraus mit einer wundersamen Selbstverständlichkeit, gleichsam mit der Einstrlt deS Kindes, das zuweilen mit instinktiver Gewißheit findet. was -er Verstand der Verständigen nicht sieht. Mit dieser genialen Naivität hat das Judentum die Bibel hervorgebracht. Und auch dies haben wir mit dem Genie ge- «emsam, daß wir nicht gewillt ober fähig waren, dieses Gold in Scheidemünze «mznsetzen. Wir sind nicht die Verbreiter der biblischen Gedanken in der Welt, vielmehr die Erfinder des religiösen Wertes, das Genie in der Religion. Jede- Genie bedarf des Talentes, das die neuen Werte unter die Menschen bringt, sie ihnen plausibel macht und für ihre — Verflachung sorgt. Das Christentum hat die lebemdtgen Gedanken Israels in alle Zone« getragen, fo wie eS diese Wahrheiten verstanden oder umgebogen hat. Denn der objektive Beurteiler mutz feststellen. — und bte Geschichte wird einst ein solcher sein — daß die neue Religion nichtan gefunden Werten enthält, was nicht klar und bestimmt schon in -er alten ausgesprochen ist. Auch nicht eine Vertiefung de» jüdischen Lebensansicht hat das Christentum erzeugt, soudern eben eine Umbiegung vollzöge«, die für den charakterfesten Bekenner des Judentums schlechterdings unannehmbar ist. Freilich ist das Talent prakttfcher -» Werke gesungen, indem es verstanden hat, die große Heerstraße r« ziehen und feine Wahrheiten, die im tiefsten Gruube unsere Wahrheiten sind, auf dem Markte höre» zu laffen, während -aS jüdisch-religiöse Genie, wie jede- Genie, unpraktischer war, nicht bereit, KompromMe zu schließen auf Kosten der Reinheit höchster menichheitlicher Werte. Daraus ergibt sich für uns die eindeutige. der historttche» Gerechtigkeit gemäße Einstellung z« unserer Bibel. Wir dürfen dieses heilige, d. h. die tiefste« religiöse» und ethische« Ideen mit «wergleichlicher Klarheit verkündende Buch nicht unter fremde» Gesichtspunkten betrachten, sond«n eg einzig «rrd allein auS jüdischer Psyche heraus er- Mre». Da» schließt bk «fümfte, innere Kritik nicht a«S. yuchl <Ber die HypmKt«. tote fk m protestantflche S» thedertheoloaie de« Aste» Testament gegenüber zu handhabe» beliebt. Die horrende Sestchrfamkeit. die vier anfgeootea wird, darf uns nstht verleiten, auch die ForschungS- «eLhode anzuerkennen. frte von vornherein jeder Angabe dyr Bwel fvwtffch gegenübersteht und erst »ach Bestätigung Wd Beglaubigung der biblischen Berichte auS Aegypten, Babylon und Assyrien sucht. In dieser fremden Betrachtungsweise steckt gegen Israel der Vorwurf der Leichtgläubigkeit ober des Betruges; im besten Falle werden wir vier S« betrogenen Betrügern gestempüt. Ein Werk begreife« kan« man immer imr dann, wenn man sich auf feinen Wan-punkt stellt. Die Bibel verstehen. daS heißt: sie anS sich heraus erklären, aus dem jüdischen Geiste, der sie sich zm» Ruhme und der Menschheit zu ihrer eigenen Vollendung geschaffen hat. Denn die Heilige Schrift ist nun einmal ein Kind jüdische» Die Bibel und Israel sind Wechselbegriffe. Nur der Eigenart unseres Stammes konnte ein solches Buch h«vorgehen. unk, als es abgeschlossen war. hat eS wiederum die Gestaltung unseres Geistes und Gemüts so merkwürdig beeinflußt, das, wir ohne nnsere Bibel niemals zu dem geworden wären, was und wie wir sind. Deshalb v.i——>,^—yUt— Aus dem Inhalt: Rabb. Dr. Löwenstamm-Spandau: Unsere Bibel. — Rabb. Dr.- Jelski-Berlin: Alter und neuer Glaube. * i Dr. Ludwig Davidsohn-Berlin: Beer-Hosmann. — J1 Franz Cingia: Verzage nicht. — Clara Schott- Leipzig: Tusche. ft Die jüdische Gegenwart. — Ans den Gemeinden. — f. Aus der Bewegung. — Der jüdische Sprech- R saal. — Bersamrnlungskalend^r. — Kalendarinm. U I '^pi'iiiiii^iiiiT'; |!,i;niii^uiiiiiii^|it;iiiiii^i!i:ii,.|;yH’iiiiirg^riiuiij^ni’in«j|i,nilinyiWMi^yBif^1^BMiiyywiiua|yiMioui^ymnii»yiitMiiq|ypifiBii|yini>i«iy^ Rabbiner in der Iugendwohlfahri. Im preußischen Wohlfahrtsministerium ist eine Mustersatzung für eine städtische Deputation für Jngenömohlsahrt (Jugendamt) oder einen Jugendwohlfahrtsausschutz im Rahmen eines städtischen Wohlfahrtsamtes entworfen worden. In dieser Mustersatzung ist bemerkenswert, daß außer für die leitenden Beamten der Stadt eine Anzahl Sitze im Jugendamt für in der Jugendwohlfahrt erfahrene Männer und Frauen vorgesehen sind. Die Mustersatzung sieht ferner vor, daß außer je einem katholischen und evangelischen Geist, lichen auch der Rabbiner der Synagogengemeinde dem Jugendamt angehören soll, sofern der Rabbiner auch in der Stadt seinen Wohnsitz hat. In Orten, wo mehrere Rabbiner sind, dürfte die Gemeinde das Recht der Entsendung erhalten. Die Ernennung des Rabbiners soll nach vorheriger Aufforderung durch den Magistrat erfolgen. Das Jüdische Minderheitenrecht aus der interparlamentarischen Konferenz. In der Sitzung der interparlamentarischen Union vom 25. August hat der lettische Deputierte, Rabbiner Nurock, folgende Rede über die Frage der jüdischen Minderheiten gehalten: „In diesem Parlament der Parlamente ist dem Minderheitsproblem der gebührende Platz zuerkannt worden. Es wurde größtenteils von Repräsentanten jener Minderheiten behandelt, die so glücklich sind, einer Nation anzugehöreu, die in einem anderen Lande die Mehrheitsnation bildet. Ich will heute hier über die gerechten Wünsche und Forderungen der Minderheiten einer Nation sprechen, die viel« Millionen zählt, aber nirgends eine Mehrheit, sondern in zahlreichen Ländern eine gewichtige Minderheit bildet. Diese Nation hat sich in den betreffenden Ländern seit vielen Jahrhunderten festgesetzt und hat überall in jeder Beziehung zur Entwicklung ihres Vaterlandes in wtrtschAtlicher. wissenschaftlicher. literarischer und künstlerischer Beziehung vetgetragen. Dieses Volk hat rmglücklicherwttse kein Stammland, in dem es selbst eine Mehrheit bildet und dort die Rolle des Wirtes spielt. Ich spreche von den jüdischen Minderheiten in der ganzen Welt, insbesondere aber von jenen in den neugegründeten Staaten. Ich möchte voransfchicken, -aß ich keineswegs gegen mein Heimatland Lettland irgendeine Klage erheben will. Me deutschen, jüdischen, russischen und polnischen Minderheiten Lettlands glauben und hoffen, daß es ihnen auf dem Boden des heimatlichen Parlaments gelingen wird, mit der lettländischen Mehrheits-Nation zu einem gerechte» Einverständnis S« gelangen. Seit dem Sturz -es Zarenreichewerden vielen Hunderttausend en von Juden in den neuen Staaten ihre Rechte, insbesondere die Bürgerrechte, vorenthalten. Davon werden vor allem diejenigen Inden betroffen, die während deS Kri von der zaristischen Regternng ge, mat m verlassen, und denen daS Recht der sprachen wird. Wir, die wir die Interparlamentarische Union a§S da- Weltparlament und den Völkerbund alS feine Exekutive <m* sehen, können nicht an der Tatsache glattbgüktig vorübevgehen, daß eine Minderheit von viele» Millionen eryttert. die im Kriege ungeHeure Opfer gebracht hat. jetzt aber von jedem Gewinn, den der Krieg den MknderheitSvö lkern gebracht hat, ausgeschlossen ist, indem ihr alle primitiven Rechte entzogen werben. Es ist dieselbe Nation, Seren Propheten vor einigen tausend Jahren die Ideale d«S Völkerbundes und -eS Weltfriedens proklamiert haben. Unsere gerechten Forderungen sind: 1. Sicherung -rr nationalen Autonomie: 2. Erleichterungen in der Erlangung der Bürgerrechte und Gewährung -er RückkehrerlauhniS an die Kriegsflüchtlinge." üntersiijtzi Eure Organisation! Postscheckkonto der Bereinigung für daS liberale Judentum E. B., Berlin NW. 7. Nr. 137 9-9. » stehen und fallen wir Juden mit der Bibel. Mt We hübe» wir der Welt unser Bestes gegeben. Ob auch i b r Beste-, mag die Menschheit selbst entscheiden. An -er Leistung erkennt man die Persönlichkeit. Die heilige Schrift ist unsere ureigene Leistung: an uns selbst und an der Weltkultur kann man die Früchte dieses größten ekhffchen Literatur- Produkts betrachten. Ruhig könne» wir daS Enöurteil der Weltgeschichte über unsere Bibel avwarten. Wir haben unS in diesem Buche ausgesprochen, nnsere intimsten jüdischen Gedanken, Gefühlsregungen und Willensforderungen. In ihm haben wir unsere Ueberzeugung ntedergelegt über die tiefsten Fragen der Seele: Was ist mit dem Leben? Was ist der Mensch? Was der Nebenmensch? Was dir Welt? Was ist mit Gott? Wohin führt die Weltgeschichte? Dieses gewaltige Bnch ist unser Spiegel. Wie wir in Wirklichkeit sind, unsere Realität, und wie wir sein sollen, unser jüdisches Ideal, das zugleich das MenschHeitsideal bedeutet: hier ist beides in scharfen Zügen gezeichnet. Ein Blick unsererseits in das Werk, und wir haben ein Korrektiv für die Schwächen unserer jüdischen Existenz. In allen Ratlosigkeiten unseres jüdischen Gesamb. oder Einzeldaseins müssen wir zu diesem Ausgangs- und Mittelpunkt zurückkehren. Denn der alles beherrschende Grundgedanke der heiligen Schrift ist die unwiderlegliche «ud «nzerstördare Wahrheit, daß das Leben deS Individuums «ud der Völker allein auf Recht und Moral, nicht auf Gewalt gestellt werden darf. Der Vorrang des Sittlichen ist aus jeder Seite in Bild und Gegenbild so Überzeugend ausgesprochen, daß sich der Wucht dieser Sprache niemand entziehe» kann. Ans dieser Grundlage wird ein großartiger, einheitlicher uns umfassender Plan für die Geschichte des Menschengeschlechts entworfen mit dem höchsten Ziel, die Alleinherrschaft der Sittlichkeit auf Erden zu begründen. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Bibel der Gedanke hindurch, daß die Geschichte nicht ein Werk de- Zufalls, sondern des Einzigen Gottes, -es Urquells und Urbilds aller Heiligkeit ist. kurz: die Weltgeschichte ist das Weltgericht. DaS ist Uuiversalismns.in erhabenster Reinheit, etwas Höheres gibt es nicht, mit dieser Weltanschauung stehen oder fallen wir. Mit dieser Geschichtsauffassung sind wir Inden. daS kleine Hänfletn Israel, extstenzberechttgt auf dem rasenden Ozean des Völkerlebens, ja wir haben eine verpflichtende Aufgabe, die übermenschliche Kräfte und eine ungewöhnliche Lebensdauer erfordert. Darum leben wir noch herrte, weil wlr ein notwendiges Glied für die Realisierung des. göttlichen Erziehungsplanes sind. Lassen wir nun, um die innere Wahrheit unseres Standpunktes jttt beleuchten, die einzelnen Teile der Bibel vor unserem Auge erstehen, indem wir einen Gang durch dieses Heiligtum machen und nur die großen Konturen des Bildes zeichnen. Mit einem grandiosen Satze beginnt das gewaltige Buch: Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. In diesem mächtigen Akkord schwingt die ganze jüdische Weltanschauung mit, die den Zufall blindwirkender Naturkräfte auSschlietzt und den ganzen Weltprozeß in den Willen eines einzigen, höchst weisen Weltgeistes legt. Alle Mythologie ist vereint und verbannt. Ueber dem Urgrund alles Seins schwebt und webt der Schöpfergeist und wirkt mit der vollendeten Freiheit göttlicher Gedanke« auS dem Chaos den KoSmoS, die Schönheit des Alls: alles, waS er geschaffen, war sehr gut. Die Natur nicht ein Blendwerk der Hölle, unsere Welt nicht die schlechteste aller möglichen Dafelnsformen, vielmehr in stufenweiser Entwicklung von einer höchsten Intelligenz in die Wirklichkeit gerufen: Hier stehen wir gleich zu Anfang auf dem lcbenschaffenben Boden jüdifcher Weltbejahrmg und Lebensfroh-eit. Und am Ende des ersten Blattes der zweite Fundamentalsatz: der Mensch ist im Ebenbilde Gottes geschaffen. Unsterblich wie der Meister, dastehend als das Ende der Schöpfung und zugleich ein neuer Anfang, alles Geschaffene wett unter und hinter sich lassend, wird ihm die ewige, unvollendbare Kulturaufgabe zugewtesen: die Beherrschung der Welt, an der er arbeiten wird, bis die Erziehrrng des Menschengeschlechtzur Erkenntnis des Einzigen Gottes erfüllt fein wirb. Meser menschheitliche Erziehungsgedanke ist Anfang wä ZtÄ der biblischen Weltanschauung. Zur Verwtrk- Kchmsg Meter tfofgatie wird ein Volk erkoren, das sich erhaoeuer sittlicher Persönlichkeiten alS seiner Stammväter rühmt. Sind die mythischen Ahnen der Völker Helden im gewöhnlichen Ginne deS Wortes, Mensche» halb, halr» Götter, Halbgötter, die im Zeichen der Gewalt und List ihre Taten vollbringen. f& liegt t» Abraham der Grundzug Israels auSgepÄgt, Richtung auf daß Ethische. .Löandle vor mtr und werde vollkommen.^ Meser Charakter ist der ^p»S des reliMs-stttlich orientierten Repräsentanten des Menschengeschlechts, der Vorkämpfer des sittlichen MonvthoiSmnS, der Wegebahuer für die Sendung Moses, des Propheten, -er fein Volk von äntzeren Sklavenketten befreit «Nd Lm durch eine innerliche, reine, geiMae Lebensansicht me Möglichkeit gibt, das Werkzeug zur Verstttlichnng der Menschheit z» werden. Dieser Zweck war nur durch eine innere Koruolidiecung deS Volkes in einem eigenem Lande zu erreiche«. Kanaan wird in Besitz genommen, und eS beginnt die ein Jahrtausend währende Entwicklung der ffraekitffchen Nation, in der sie ihre Bestimmung nicht erfaßt, j« rückläufiger Bewegung ihre Eigenart verleugnet und voü den Großmächten -es Altertums ihrer Unabhängigkeit beraubt wird. Diese Zeit des Abfalls wirin den. auf die Thora störenden MfchichtMbchern voll innerer Wahr«

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