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Jüdisch-liberale Zeitung · 1924-06-27 · 20 (27.6.1924) · page 5

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
4 (1924)
Issue
20 (27.6.1924)
Date
1924-06-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
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4. Jahrgang Nummer 20 I. Beilage 27. Juni 1924 ZMchliberaleZeidmg Die biblische Geschichte im Dienste -er Bibelknnde. Bortrag, gehalten in der 64. Jahresversammlung des Vereins isr. Lehrer der Rheinprvvinz und Westfalens von L. Meyer-Lünen. Die Bibel enthält die Geschichte Israels aus seiner bedeutendsten Zeit. Sie gibt uns Kunde aus der Zeit, da es ein Volk wurde, da es emporstieg zur Macht und wieder abwärts ging, und führt uns, — wenn wir die Bücher der Makkabäer auch zur Heiligen Schrift rechnen — bis in die ruhmreichen Tage der Hasmonäer. Sie berichtet uns' aus jenen Zeiten, da die Propheten begeistert redeten, die Psalmisten ergreifend sangen. Die Heilige Schrift ist ferner die älteste Urkunde unserer Religion. Sie belehrt durch weise Worte über Gott und die Tugend und führt uns beispielgebende Gestalten vor. Und endlich ist sie ein Buch von hohem schrifttümlichenWerte. Sie erzählt markig und anschaulich? Denkerseelen ersannen ihre Sprüche, aus Dichterherzen quollen ihre Lieder. Die Gottesfreude jauchzt in ihnen, und das Leid wandelte sich den Sängern in ein Lied. Aus allen diesen Gründen hat die Schule die Pflicht, die ihr anvertraute Jugend die Bibel kennen zu lehren. Das könnte am besten im hebräischen Unterrichte geschehen. Denn wer ein Buch im Urtexte liest, dringt viel besser in seinen Geist ein, als wer es in einer Uebersetzung, und wäre sie noch so gut, kennen lernt. Auf dem Wege von der einen Sprache in die andere geht viel an Schönheiten und Feinheiten verloren. Aber einen hebräischen Unterricht im eigentlichen Sinne des Wortes haben wir nicht. Unsere Jugend wird im Hebräischen unterrichtet, damit sie — ich will mich schlicht volkstümlich ausdrücken — beten lerne. Doch wie die Verhältnisse einmal liegen, wird dieses Ziel im allgemeinen bei weitem nicht erreicht. Wieviel weniger ist es uns möglich, die Schüler in den Urtext der Bibel einzuftthren. In dem Plan für systematische Religionslehre und in dem für nachbiblische Geschichte kann die Bibelknnde naturgemäß keinen Platz finden. Die erwähnten Fächer und die biblische Geschichte nehmen die ganze Zeit, die uns für den Religionsunterricht zur Verfügung steht, in Anspruch, so daß wir keine besondere Stunde für die Bibelkund-e ansetzen können. So muß den das religiöse Unterrichtsfach, das sich unmittelbar auf die Bibel stützt und die Schüler mit dem erzählenden Teil der Bibel bekannt macht, die b i b l is ch e Geschichte, auch die Aufgabe erfüllen, die Jugend in die Heilige Schrift einzuführen. Und ein Einblick in Bücher für den Unterricht in der biblischen Geschichte, die in weiten Kreisen bekannt und richtunggebend geworden sind, kann uns lehren, daß ihre Verfasser die Aufgabe des biblischen Geschichtsunterrichts, die Jugend die Bibel kennen zu lehren, anerkannt haben. Das Buch, das — soviel ich weiß — bei uns z u e r st im Unterricht nt der biblischen Geschichte benutzt wurde, war Büdingers Kleine Bibel. Büdinger sagt in der Vorrede zur 1. Auflage: „Auf solche Weise... kann die Kleine Bibel für junge Mädchen, etwa im Alter von 9—14 Jahren, auf geraume Zeit^ ein unterhaltendes religiös-moralisches Lesebuch sein. Auch für solche Jünglinge und Knaben, die nicht den erforderlichen Bibel unterricht in hebräischer Sprache genießen können, wird dieses Buch in der Schule und!>et Privatunterricht mit Nutzen anzuwenden sein." Demgemäß erzählt Büdinger auch in der Bibelsprüche. Müller- Heidelberg sagt in den Vorbemerkungen zu seinem „Buch für unsere Kinder": „Dabei soll die Erzählungsweise der Heiligen Schrift durch häufige Anwendung der direkten Rede und durch möglichst wortgetreue Wiedergabe charakteristischer stellen ungeschmälert zu ihrem Rechte kommen." Auerbach, Ltern und Flehinger — letzterer in seinem Buche für die reifere Jugend — behalten in etwa die Bibelsprüche bei. Plaut will in seinem Buche für die Kleinen, wie er sich ausdrückt. „mit der Einführung in die Bibelsprüche einen leisen Anfang machen." Müller, Sondheimer und Flehinger — dieser in seinem Buche für die jüngeren 'Schüler — fügen den Geschichten Bibelsprüche wortgetreu an. Viele weitverbreitete Bücher für den Unterricht in der biblischen Geschichte enthalten auch Proben aus den Büchern der Psalmen und der Sprüche und Reden der Propheten. Der beste Beweis, daß man nicht nur Geschichten geben, sondern die Jugend in die Bibel entführen will. Somit steht der Unterricht in der biblischen Geschichte im Dienste der Bibelkunde, und da drängt sich uns nun die Frage auf: Wie hat er sich in diesem Dienste bewährt? Leider muß gesagt werden, daß die Schule ihre Aufgabe, die Jugend in die Bibel einzuführen, nur in ganz geringem Maße erfüllt hat. Wo sehen wir bei Erwachsenen ein frohes Aufleuchten der Augen, wenn von irgendeiner biblischen Erzählung die Rede ist. wie wir es wahrnehmen. wenn ein Lieblingsdichter erwähnt wird? Wer liest in stillen Stunden im Buche Hiob, wer erfreut sich an der Schönheit der Psalmen oder läßt sich Anreißen vom Schwung der prophetischen Reden? Die Bibel wäre ein Lieblingsbuch unserer Glaubensgemeinde, wenn wir die Jugend in der rechten Weise in sie eingeführt hätten, denn dies Buch kennen, heißt auch, es lieben. Wie kommt es, daß die Schule hier versagt hat. da sie doch sonst ihren Aufgaben gerecht wird? Zunächst ist da zu bemerken, daß in der biblischen Geschichte in der Hauptsache nur die erzählenden Teile der Bibel behandelt werden, daß somit ein großer Teil der Bibel der Jugend unbekanntes Land bleibt. Und die erzählenden Teile der Bibel lernt die Schuljugend in einer Darstellung kennen, die sie von den ursprünglichen Erzählungen wesentlich unterscheidet. Die Bibel ist für Erwachsene geschrieben, und doch sollen schon Sechs- bis Zehnjährige sie kennen lernen. Die Kleinen verstehen aber die Bibelsprache nicht. Was bleibt da anderes übrig, als die biblischen Erzählungen in Kindergeschichten umzuwandeln. Nehmen wir ein Beispiel! Sechsjährige Kinder lernen die Schöpfungsgeschichte. In der Bibel lauten ihre fünf -ersten Verse in der Auerbachschen Uebertragung: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und öde, und Finsternis war über der Tiefe, und der Geist Gottes web etc über den Wassern. Da sprach Gott: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, daß das Licht gut war, und schied zwischen dem Licht und der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, die Finsternis aber nannte er Stacht. Da ward Abend und ward Morgen — ein Tag." In diesen wuchtigen, feierlichen Sätzen hören wir den dröhnenden Ruf des Weltenschöpfers. Welche Freude, die erhabene Schönheit dieser Verse mit Schülern etwa im Alter von 11—14 Jahren zu genießen. Aber es wird wohl niemand so vermessen sein, zu glauben, daß man diese Worte der Bibel mit den Kleinen durchnehmen könne. Darum erzählt auch Müller den Inhalt dieser Verse wie folgt: „Die Erde und der Himmel heißen zusammen die Welt. Auch alles, was man auf der Erde und am Himmel sehen kann, gehört zur Welt. Es gab aber einmal eine Zeit, in der war die schöne Welt noch nicht vorhanden. Die Sonne schien nicht bei Tage und der R)ond und die Sternlein leuchteten nicht bei Nacht. Es gab noch keinen Himmel und keine Erde, keine Menschen und keine Tiere. Alles das war am Anfang noch nicht. Stur der liebe Gott war schon da. Er ist immer gewesen und wird auch immer bleiben. Gott wollte nun die Welt erschaffen. Zuerst schuf er den Himmel und die Erde. Gott befahl, und es stand da. Aber ans der Erde war es noch ganz finster. Darum sprach Gott: „Es werde Licht!" Auf einmal wurde es überall ganz hell. Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Stacht. So entstand der erste Tag." Diese Kindererzählung ist in ihrer Act sehr schön. Aber lernt durch sie das Kind die Bibel kennen? Nein, denn in dieser Erzählung tönt nicht der feierliche Klang der Schöpfungsgeschichte. Sie gibt den Inhalt wieder. Die Form ist von der ursprünglichen Darstellung grundverschieden. Ein anderes Beispiel: B. 1—5 im 37. K. des 1. B. M. lauten in der Uebersetzung von Arnheim-Zunz folgendermaßen: „Und Jakob wohnte in dem Lande des Aufenthalts seines Vaters, im Lande Kanaan. Das sind die Nachkommen Jakobs. Joseph, siebenzehn Jahve alt. war ein Hirt mit den Brüdern bei der Herde, und er war als Knabe bei den Söhnen Bilhahs und den Söhnen Silpahs, der Weiber seines Vaters? und Joseph brachte üble Nachrede von ihnen an ihren Vater. Israel aber liebte den Joseph vor allen seinen Brüdern, weil er ihm ein Sohn hohen Alters war, und machte ihm einen bunten Rock. Als seine Brüder sahen, daß ihn sein Vater liebte vor allen seinen Brüder«, da Haßten sie ihn und vermochten nicht, mit ihm freundlich zu reden. Da hatte Joseph einen Traum und erzählte ihn seinen Brüdern, und sie haßten ihn noch mehr." Das gibt Auerbach in seinen Biblischen Erzählungen so wieder: „Jakob lebte nun im Lande Kanaan. Er hatte zwölf Söhne. Rüben usw. Die beiden jüngsten waren Söhne der Nahe!. Joseph hütete mit seinen Brüdern die Schafe. Wenn nun die Brüder etwas Böses taten, so erzählte er es dem Vater. Jakob aber liebte den Joseph mehr als seine anderen Söhne, weil er ein Kind seines hohen Alters war, und ließ ihm einen bunten Nock machen. Darum beneideten ihn seine Brüder und konnten nicht mehr freundlich mit ihm reden. Einst hatte Joseph einen Traum uttd erzählte ihn seinen Brüdern." Müller erzählt es in seinem Buche für unsere Kinder auf folgende Weise: „Von den Söhnen Jakobs war Joseph der bravste. Er war ein folgsamer, fleißiger und sittsamer Knabe und machte seinem Vater viele Freude. Die anderen Söhne Jakobs waren aber nicht so brav. Wenn sie draußen auf dem Felde die Herden des Vaters weideten, taten sie manchmal Böses. Das mochte Joseph nie leiden. Wenn feilte Brüder ein Unrecht begangen hatten, berichtete er es dem Vater. Dieser hatte den Joseph lieber als seine anderen Kinder und ließ ihm einen bunten Rock machen. Die Brüder hätten auch gerne so schöne Röcke gehabt. Sie wurden zornig ttnd neidisch auf Joseph und konnten kein freundliches Wort mehr mit ihm sprechen. Dazu kam noch etwas anderes. Joseph hatte nämlich zwei Träume, über welche sich seine Brüder ärgerten." Ich erwähnte schon in der Einleitung: eine Uebertragung kann niemals den Urtext ersetzen. Aber die Uebersctzungen stehen dem Bibeltext doch sehr nahe. Auerbachs Bearbeitung entfernt sich schon merklich von ihm, und es ist einem beim Lesen, als sätze man neben dem Text den Lehrer, der aufmerksam macht und erklärt. Auerbachs Darstellung ist für die Kleinen zu hoch. Müller aber hat die Aufgabe, die er sich gestellt, die biblischen Erzählungen in Kindergeschichtcn mnzuwandeln, wie auch dieses Beispiel zeigt, vortrefflich erfüllt. Wie Müller im ersten Teil seines „Buches für unsere Kinder" erzählt, so muß man den Kleinen die Geschichten vortragen, damit sie sich leicht -'erstehen. Uno er «aßt i m m e r seine Darstellung dem Verständnis der jeweiligen Altersstuse an. Aber seine biblischen Geschichten haben mit den ursprünglichen Erzählungen, von einigen Stellen abgesehen, nur noch den Inhalt gemein. Ja, was verschlägt denn das? Die Kinder sollen doch den Inhalt kennen lernen. Ganz gewiß, aber wir wollen ihnen doch die Bibel bekanntmachen, und da kommt es sehr ans die ursprüngliche Form an. Der beste Stoff macht noch lange nicht das Wesen einer Dichtung aus, erst die Form gibt dem dichterischen Erzeugnis das Gepräge und den Wert. Wir wollen uns das an einigen Beispielen veranschaulichen. Schillers edles FrethettSdrama Tell kann, ohne daß an dem Inhalt auch nur etwas geändert wird, in einen blutrünstigen Hintertreppenroman umgewa»- delt werden. Nebenbei bemerkt: Darauf beruht zum große« Teil der geschmackverwüstende Einfluß des Kino, daß der Film nur den rohen Stoff gibt. Wir erinnern uns. daß «S früher eine beliebte Aufsatzaufgabe war. den Inhalt eines Gedichtes wieöerzugeben. Und wenn da nun ein Schüler sehr gut garbeitet, den Inhalt richtig und in gutem Deutsch dargestellt hatte, so war sein Aufsatz doch etwas ganz anderes als das Gedicht. Uhland hat uns ein Bersklemod „Lob deS Frühlings" geschetckt. Das Gedicht lautet: Saaterrgrün, Bcilchenduft — Lerchenwirbel. Amselschlag, — Sonnenregen, linde Lust! — Wenn ich solche Worte singe. — Braucht es da noch großer Dinge, — Dich zu preisen. Frühlingstag! Ich gebe jetzt den Inhalt des Gedichtes wieder. Wenn man jubelnd ausrust: „Saateugrün, Beilchendnst, Lerchenwirbel, Amselschlag, Sonnenregen, linde Lust," so braucht man nicht mehr mMklingendc. hochtönende Worte zu suchen, um den Frühlingstag würdig zu preisen. Ich habe, was die Verse enthalten, wicdergegeben, an einer Stelle sogar mit den Worten des dichterischen Erzeugnisses selbst, aber der Wiedergabe fehlt alles, was das Gedicht erst zmn Gedicht macht. Wir sehen: die Form erst gibt einem dichterischen Erzeugnis — einen guten Stoff vorausgesetzt — den Wert und das Gepräge. Und darum müssen wir, wenn unsere Kinder die Bibel kennen lernen sollen, sie ihnen iu einer Form bieten, die dem Urtext möglichst nahe steht. DaS können wir aber nicht, wenn wir früh mit der Einführung in die Bibel beginnen, wir müssen in diesem Falle die Darstellung dem Verständnis der Schüler anpassen. Aber auch bezüglich des Inhalts müssen wir auf die Schüler Rücksicht nehmen. Es ist selbstverständlich, daß wir Stellen, in denen das Verhältnis der Geschlechter zueinander in der der Bibel eigentümlichen heiligen Unbefangenheit behandelt wird, den Kindern vorenthalten. - Wir ersparen ihnen auch das Wandern der öden Strecken in der Bibel. Es ist nichts verloren, wenn sie die Geschlechtertafeln oder Vve genaue Vorschrift über den Bau des Stiftszeltes nicht kennen lernen. Bedenklich aber ist es, wenn dem Inhalt einer Geschichte Gewalt angetan tvird, weil sie Kindern nahegebracht werden soll, und das geschieht bei Jakobs Geschichte, jedoch nicht allein bei ihr. Die Gestalt dieses Erzvaters ist eine der am meisten anziehenden in der Heiligen Schrift. Er ist fromm und lebt in der heiligen Ueberlieferung des Hauses. Aber das Schlechte in ihm gewinnt zwü-- mal die Oberhand: er erschleicht die Erstgeburt und gewinnt durch einen schändlichen Betrug den Segen des Vaters, der für den Bruder bestimmt war. Er mttß fliehen, und im Kampfe des Lebens obsiegt er. oft mit der ihm eigenen List. Nach Jahren kommt er reichgesegnet, aber auch sittlich geläutert zurück. Ehrwürdig ist die Greisengestalt Jakobs unherzergreifend sein Vaterleiö. Es gewährt viel Freude, reiferen Schülern, die schon Verständnis für einen gemischten Charakter haben, die Gestalt Jakobs nahezubrmgen. Aber schon die ganz Kleinen lernen die Geschichte Jakobs. Ihre Angen leuchten, wenn man ihnen seinen Traum erzählt. Können die Kinder es aber verstehen, daß einer, -er den Bruder überlistet, den greisen blinden Vater niederträchtig getäuscht hat, mit einem so schönen Trarmt und so herrAWitt Verheißungen belohnt wird? Nein, das können sie nicht, iwS daher muß Jakobs Tat in einem milden Licht övfcheinvn? mit Advokatenkünsten wird Esau angeschwärzt Und Jäkvb gelobt. Es fohlt nicht viel, daß Jakobs Verhalten den Tugenöpreis bekäme. Hören wir, was Müller den Kindern erzählt: „Esau kümmerte sich nicht um die heiligen Pflichten des Erstgeborenen. Er fand seine Lust nur an der Jagd. Ihm fehlte die Gottesfurcht. Viel besser als Esau eignete sich Jakob für die Würde des Erstgeborenen." Und was erzählt die Bibel? „Die Knaben wuchsen heran, und Esau wurde ein jagdverständigerMann. einMann des Feldes, aber Jakob ein frommer Mann, der in Zelten wohnte." Wahrlich: „Im Auslegen seid frisch und munter! Legt ihr's nicht aus, so legt was unter!" Im biblischen Israel galt Jakob, wie Jesaja 43,27 und Hosea 12. 3 und 4 beweisen, als Betrüger. Der Schulmeister, der die biblische Geschichte erfand, wäscht ihn rein. Wir sehen: Der Inhalt der biblischen Erzählungen, die mit den Kittdern behandelt werden, wird ihnen in einer mehr oder weniger bibelfremden Fornt dargeboten, und nicht alle G e s ch i ch t e,t werden ihnen tnhalts - getreu überliefert. Aber so muß verfahren werden, weil eben Kindern, die für die Bibel noch nicht reif sind, biblische Geschichten erzählt werden. Darum schrieb Müller „Ein Buch für unsere Kinder" und unser Freund Wallach- Aachen die in ihrer Art vortreffliche „Kleine Kinderbibel. Enthaltend biblische Erzählungen im Nahmen der kindlichen Vorstellung und Fassungskraft". Eine Frage: Wenn solche Bearbeitungen in ihrer Art Mt sind, warum denn gegen sie eifern? Man gebe sie doch ruhig den Kindern. Später kann man die Jugend ja immer noch in die Bibel selbst einsühren. Gegen wertvolle Bearbeitungen von Werken des Schrifttums, für die die Kinder noch nicht reif sind, ist nicht viel zu sagen. Niebuhrs Griechische Heroengeschichten, seinem vierjährigen Sohne erzählt, sind eine köstliche Gabe. Johann Peter Hebels Biblische Erzählungen sind ein echtes Werk des Rheinländischen Hausfreundes. Aber unsere „Biblischen Geschichten" sind nicht zum Lesen, sondern zum Lernen da. Da wird vorgetcagen. abgefragt, zusammengefaßt, wiederholt und immer wieder eingeprägt. Was der Schulmeister mal in die Hände bekommt, AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA1 MODERNE TÄNZE GESPIELT VON DER KAPELLE BERNARD EITE UND ANDEREN ERSTKLASSIGEN KÜNSTLERN NUR AUF VOX- MUSIKP LATTE NI * VOX-HAUS AM POTSDAMER PLATZ BERLIN W 9 POTSDAMER STR’ T¥¥¥¥¥¥¥¥T¥T¥¥¥T¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥f¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥T¥¥¥Tf¥¥T¥¥TT¥TTTTT¥¥TT¥T¥T¥T¥¥T¥¥¥¥f¥¥f¥¥¥T¥l¥¥¥¥¥¥¥¥T¥T¥TT¥Tf¥¥fTTfT¥¥¥¥¥¥ff¥»

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