Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 15 (23.5.1924)
- Date
- 1924-05-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Fritsch hat! — Dann wird Luther beschworen. Selbstverständlich bringt man als Redner nun ein Zitat, das das Gegenteil des Antisemitischen besagt. „Ja, rufen sie dann wohl, „das ist -er junge Luther! Der alte, erfahrene hat anders gedacht!" — Gut, zitteren wir also alte, erfahrene Leute! Und man bringt ihnen die erfahrenen Goethe und Bismarck gegen die von ihnen angcrufenen jungen. Dann werden die Gesichter der Antis so lang wie die der anderen fröhlich? aber das macht ihnen nichts aus! Sie zitieren lustig weiter. Bestimmt Mommfcn als Judenfeind. Sind aus allen Himmeln gefallen, wenn man dagegen feststellt, daß Mommsen bis au sein Lebensende Mitglied des Vereins — zur Abwehr des Antisemitismus gewesen ist und das schöne Wort geprägt hat: „Kanaille bleibt Kanaille, und der Antisemitismus ist die Gesinnung der Canaille." Macht ihnen alles nichts! Sie schütteln alle Blamagen non sich ab wie Enten das Wasser. Und das nächste 'Mal treten sie in Versammlungen wieder mit den gleichen Zitaten auf: es ist diesmal vielleicht keiner da, der cs besser weiß . . . Nicht einmal ihr Programm ist ihr geistiges Eigentum. Die vernünftigen Gedanken stammen aus dem sozialistischen, die Gewaltideen aus dem kommunistischen Programm. Neuerdings haben sie auch Silvio Gesell mit seiner Lehre angepumpt: „Zins ist arbeitsloses Einkommen und darum Ausbeutung." (Darum hänge man die Juden auf, und es gibt keine Aus- Ibeninng mehr; Christen nehmen bekanntlich keine Zinsen!) Diesen Salat begießen sie mit dem Essig und Oel des Nationalismus und als Pfeffer wird eine unglaubliche Portion Judenhaß darübergestreut? der ist so sehr die Hauptsache, daß jeder normale Magen verdorben wird. Aber die Antis verdauen alles! Denken ist ihr schwacher Punkt. So polemisieren sie z. B. gegen die alttestarncntlichen und talmudischen Jremdcugesetze — so wie sie sie aus den gefälschten Uebersetzungen kennen — und merken nicht, daß sie damit die Juden erhöben, wenn diese Uebersetzungen stimmten — erhöben, vom antisemitischen Standpunkt aus gedacht! Denn was ist Antisemitismus anders als übelster, deplacierter Fremdenhaß? Einmal hat mir das auch ein Bremer Rechtsanwalt in öffentlicher Versammlung zugegeben. „Gerade, weil die Juden s o sind und so tüchtig sind, wollen wir sie nicht in Deutschland haben. Sonst kommen sie uns über!" Das war zwar dumm, aber ehrlich! Taub und blind sind sie gegen alles, was gegen ihre Behauptungen spricht. Und setzen sich mit zynischer Frechheit oder unglaublicher Beschränktheit darüber hinweg. Als ich einst einem Studienrat die antisemitische Ilebersetzungsfälschung im Kolnidre nachwies und erklärte: „Sie werden in Zukunft eine Lüge anssprechen mit der Wiederholung dieses Vorwurfs", rief er mir unter dem Beifall seiner Getreuen zu: „Nee, ich verstehe ja kein Hebräisch!" In Nintcln habe ich vor kurzem unter Berufung auf die Autoritäten Strack und Delitsch u. a. m. die antisemitischen Talmudsälschnngen gebrandmarkt. In der Diskussion produzierte sich ein Seminardirektor: „Es steht aber doch gedruckt da, ich hab's gelesen, also muh eS doch wahr sein!" Dieser Landdtenstmädchenstandpunkt bei einein Seminardirektov — einem Menschen also, den man doch eigentlich unter die Gebildeten rechnen müßte! So beredt die Antis sind, wenn es gilt über die Juden lvszuziehen, so schweigsam sind sie, wenn man ihre ansgemachten Eseleien, z. B. ihre wunderbaren Ethymologicn, vorsührt ober die 'ganze Unmoral, Unmenschlichkeit und Untermenschlichkei: ihrer Bestrebungen au der Hand unserer Geistesgrößen, die für Humanität gekämpft haben, aufzeigt. Sie stecken alles ruhig ein. Es scheint ihnen in ihrem bornierten Fanatismus überhaupt nicht zum Bewußtsein zu kommen? als ob sie auf diesem Ohre vollkommen taub wären. Oder lebt in ihnen bet ihrem antisemitischen Heevdentierwesen unbewußt der Grundsatz, nach dem die Führer bewußt handeln: „Der Zweck heiligt — alle Mittel"? Selbst Frauen sinken in solchen Versammlungen auf ein tiefes Niveau. Ich habe es erlebt, daß Krauen lachten, als ich, gegen den Vorwurf der „Drückebergerei der Juden im Kriege" mich wendend, der natürlich auch in jeder Versammlung auftaucht, vom Schmerze jüdischer Mütter beim Heldentod ihrer Söhne sprach. Man bedenke: eine Mutter, die über den Scclenschmerz einer andern Mutter lachen kann! Dabei handelt cs sich oft um ideale Menschen, die man früher als vernünftig und gut kennen gelernt hat! Das alles beweist, daß wir es hier mit einem krankhaften Zustande zu tun haben, mit einer Massenpsychose übelster Art. Es ist das „Delirium judaicum". So wie die Kranken beim dciinmn tremens weiße Mäuse und Natten sehen, so sehen die waschechten Antis bei diesem Delirium judaicum überall Juden. Alles erscheint ihnen „verjndet" und darum huudeschlecht. Sich selben aber sieht man als hochwertigstes Exemplar des homo sapiens, ohne zu ahnen, daß man eine Fratze des Menschentums vorstelli, ein wahrer Fastnachtsnarr ist — wenn auch ein gefährlicher! In lichten Augenblicken gibt der eine oder andere das auch zu. So rief von Graefe am 11. März im Reichstag aus: „Das Gesagte genügt, um nachzuweisen, wie lächerlich geradezu das M o d e v v l k i s ch e, das heute von so vieleil als reizender F a s ch i n g s d o m i n o übergestülpt wird, auf diejenigen wirkt, die das völkische Problem in seiner Tiefe erfaßten." Der Gute! Er ahnt nicht, welches Urteil er sich damit selber sprach... Jeder Völkische hat übrigens — das ist bei jedem Fanatismus so — das E ch t v ö l k i s ch e gepachtet. Und der Konkurrent, der, das nicht anerkennen will, ist, wenn auch kein jüdisches Blut in ihm ist, doch „verjndet". Wie sehr dieser krankhafte Zustand alle Kreise ergriffen hat, möge der Umstand beweisen, daß man schon als Philosemit gilt, wenn man nicht auf die Juden schimpft. An eine unanständige Rolle des Juden in Stücken, Romanen und Erzählungen ist man so gewohnt, daß ein Buch, das wie meines: „Die Sünde wider das Volk", einige nur anständige, keineswegs idealisierte Juden bringt, als Tendenzschrift gewertet wird. Selbst von Juden! Ist mir doch aus ihren Kreisen gesagt worden, ich hätte auch einen recht unanständigen Juden hineinbringen müssen..« Ja, das deiirium judaicum ist ansteckend. Massenpsychose! Leider kann man nicht alle, die daran leiden, dahin bringen, wohin sie znm allergrößten Teil gehören, damit unser Volk nicht ganz durchseucht werde. So viele Narrenhäuser gibt es ja auf der ganzen Welt nicht! . von kleinen und kleinsten Antisemiten. Im „Drachen", der Lustigen sächsischen Wochenschrift, die früher Hans Reimann redigierte und die jetzt von Hans Bauer geleitet wird, stand das folgende Geschichtchen: . i Bei L.en strengen Juden ist es üblich, daß am Pessachvorabend alle herumliegenden Brotkrümel gesammelt und verbrannt werden, damit das hohe Fest keine Spuren gesäuerten Brotes vorfinöe. Auch ein in der Hallischen Straße 180 wohnender Israelit hatte Liesen frommen Brauch geübt, hatt« aber so spät begonnen, Latz der Sonnenuntergang, Las Merk» mal des Anbruchs des Peßachs. ihn überraschte, als er die Krumen wohl gesammelt, aber noch nicht dem Feuertode überantwortet hatte. Da er am Peßach auch mit Feuer nichts zu tun Hasen durfte, übergab er die Streichholzschachtel mit den BrotrSsten der Portiersfrau seines Hauses und bat sie, die Verbrennung vorzunehmen. Aber btt' Portiersfrau mißtraute. Ihr ahnte Schauer« liches. Sie lief zur Nachbarsfrau und erzählte von dem seltsamen Aufträge. Und die Nachbarsfrau hatte schon davon gehört. d>gß die Juden Christenkinder schlachten, und bestärkte L<ip Mißtrauen. Da verständigten die beiden die Polizei rurd die Polizei ließ die Streichholzschachtel abholen. Auf der Wachstube ging man daraufhin unter Anwendung und VeachLlmg ausgedehnter Sicherungsmaßnahmen unter Benutzung von Pinzetten und Nadeln an die vorsichtige Oeffnungder Schachtel. Die Herren von der Polizei fanden Brotkrrunleu in ihr. Für joden wahrhaft Deutschen erhebt sich aus dieser buchstäblich .uviftrcu Geschichte, die am Freitag, den 25. April dieses Jahres in Leipzig geschehen ist, die berechtigte Frage, welche ho.'ondcre indische 'Gemeinheit wohl dahinterstecken mag. Last'die Schachtel weder Dunamit noch Leichenteile enthielt. * t Das folgende, ebenso hübsche polnische Gegenstück entnehmjen wiv der Wochenschrift „Mysl Niepodlega": Ort dea- Handlung ist eine Elementarschule in einem Provin^städtchen bei Warschau. Personen: der Pfarrer, ferner etn Schulinspektor, die Lehrerin und die Schüler. JnspMor: „Sage mir, mein Kind, weshalb ist die Achse dieses Glwbus schief geneigt'?" Schüller:: „Herr Inspektor, ich war es wirklich nicht, ich bin nicht! schuld daran!" JnspsMor (zum zweiten Schüler): „Bitte, sage dus mir!* Zweier Schüler: „Herr Inspektor, ich bin es auch nicht gewesen'.! Der Globus war während der Panse gar nicht in der Klasse und . . ." Inspektor (zur Lehrerin): „Die Jungen wissen es nicht, Wollen Sie doch bitte die Sache erklären!" Lehrhrin: „Herr Inspektor, die Jnngens sind wirklich unschuldig. Wir haben den Globus bereits so gekauft!" Der Marrer mischt sich ein. Er sieht, wie sich der Unmut auf dein strengen Gesicht des Inspektors zu regen beginnt. Vorwurfsvoll zur Lehrerin: „Wie vst habe ich Ihnen doch schon gesagt, daß man nicht bei Inden kaufen soll!" KalÄldarium für die Zeit vom 23. bi» 31. Mai. Mai 1924 ssjar 3684 * Freitag 23. 19. Wvchcn-Abschnitt B'har (3. B. M. Kap. 25—26.2) Haflgrah: Jeremias Kap. 32 Sonnobend 21 20. Sonndag 25. 21. Montng 26. •Jv> Dienstag 27. 23. MibtVvch 28. 0.1 Donrerstaz. 20. 25. FreiLrg 30. 26. Sonnabend 4 31. 27. W o ch e n - Ab sch n i t t B 'ch ukaussai (3. 21. Kap. 26,3-27) Nenmoirdweihe. Haftarah: Jeremias Kap. 10 gründet Hal-'vy mit der „Jüdin", die am 23. Februar 1835 in der Großen Oper zur Uraufführung kam. Noch gegen Schluß des gleichen Jahres — wirklich mit Blitzesschnelle — entsteht die Kvnversntionsopcr „Der Blitz" und offenbart zu allgemeiner Ueberraschung eine kräftige Begabung für das seinkomische Genre. Zu hohem Ansehen gelangt, wird Halövy Mitglied der Akademie, seit 1854 sogar ihr ständiger Sekretär: ein Amt. das bis dahin nie ein Musiker begleitet hatte: in dieser Eigenschaft hat er über gestorbene Mitglieder wie Onslvm und Adam Gedächtnisreden (eloges) gehalten. Segensreich wirkt er an Pariser Konservatorien, wo er allmählich vom Hilfslehrer zum Professor für Komposition als 'Nachfolger von Fötis ausrückt. Unter seinen Schülern Gonnod und ein Genie: Bizct, zugleich sein Schwiegersohn. HaGoys schriftstellerische Verdienste würdigte bald nach dessen Tode, der am 17. Mürz 1862 in Nizza erfolgte, Arthur Pongin in einer lesenswerten Spczialstndie. Unser Interesse konzentriert sich auf die beiden Opern „Die Jüdin" und „Der Blitz". Nimmt man alles Tanzhafte, Pantomimische, den Trinkchvr als bloße Arabesken, so wird man den ernsten Grnndzng nicht verkennen, den Halövy in der „Jüdin" zu wahren gewußt hat. Nachdem die Ouvertüre verklungen ist, in der noch der Einfluß des verehrten Meisters sortwirkt, sind wir ans den Domplatz in Konstanz zur Zeit des Konzils 1414 versetzt. Reichssürst Leopold hat die Hussiten besiegt und ans dem Münster ertönen die Festklänge des Te deum laudamus. Allein Eleazar, ein reicher Juwelier, und seine Leute, „die jüdische Ketzerbrut", gehen unbekümmert ihrer Arbeit nach. Man dringt in sein Hans und schleppt ihn und seine Adoptivtochter Recha vor den Oberschultheitz. Die Jüdin nimmt die ganze Schuld auf sich: als Eleazar sie schließlich fragt, ob sie in Glanz und Pracht, aber als Christin «als Gattin Leopolds) leben wolle, erklärt sie, ihrem Glauben treu zu bleiben. Im Augenblick, da sie in den Kessel gestürzt wird, zeigt Eleazar den: Kardinal Brogni. dem ungewußten Vater, das Kind, das ihm verloren gegangen ist. Wer sich über Scribcs psychologisch grausames Libretto näher unterrichten will, den verweise ich auf Eisenmanns großes Opernbuch lS. 100). Die musikalsche Ausbeute des Werkes, dem das nationale jüdische Element in Halövy entschieden zu statten kam, liegt vor allem in der weihevollen Passahfeier im Hause des Goldschmieds, mit welcher der 2. Akt einsetzt. Wie Vorbcter und Gemeinde, alternieren hier Eleazar und Recha und der Chor miteinander betend: „Kehr', o Gott unsrer Bätcr. heute bei uns ein". In anderer Weise wirksam beteiligt sich der Chor an der bekannten gemessenen Kavatine Brognis „Wenn ew'ger Haß": eindringlich auch der große Fluch des Präsidenten. Nein — menschlich berührt uns außer Nechas schöner Romanze „Er kommt zurück" die Gestalt Eleazars am nächsten: in seiner zweifelnden Arie mit Bassethörnern wohnt eine echte (Wut. „Der seltsame Einfall", erklärt Hans lick, „den Eleazar eine pathetische Baterrollc. dem Tenor znzntcilen, entstammt einer ganz persönlichen Beziehung. Halövy hatte die Nolle ursprünglich für den Bassisten Levosseur gedacht. Der Tenorist Nonrrit, der Nechas Liebhaber singen sollte, bewog jedoch den Komponisten zu dem Wagstück, die Nolle des Inden für ihn zu schreiben. Dieser geistvolle dramatisdie Sänger war es überdrüssig geworden, lauter sentimentale, zärtlich girrende Liebhaber zu singen. Tics ist and) manchem der besten deutschen Tenoristen widerfahren: Tichatschck, Niemann. Wachtel, Sontheim und andere zählten den Eleazar zu ihren Glanzrollen." Manchmal klingt Nossini an, etwa in den modischen Koloraturen des Schmuckrerzetts. Noch heute bannend der unheimliche Marsch, der den 5. Akt eröffnet — der voraufgehende Chor wird ja meist sortgelassen: hier führen Brücken zum Lohengrin. — Ob ihn nicht doch seine ursprüngliche Veranlagung wehr zum Lyrisch-Zarten. Federnd-Leichten und Eleganten als zu pathetischer Dramatik und gewaltsamen Eruptionen, mehr znm Sologesang als zu Massenwirkungen bestimmte'? Der „Blitz" scheint es zu bestätigen. Diese Oper ist chorlvs. weist nur 4 Personen auf: 2 Tenöre und 2 Soprane, also für intime Thcaterräume wie geschaffen. Die schlichte Handlung ist gewandt geführt, nur etwas in die Länge gezerrt. Die Musik atmet sprudelnde, unvergrnbelte Fröhlichkeit und gibt sich dabei sehr sauber in Satz und Gefüge. Die sinngemäße Deklamation der Franzosen verschmilzt mit italienischer Sangesfreudigkeit. Gewiß mutet uns Lioncls große Arie etwas veraltet an, wenn er das Stemannsleben in ausführlicher Breite beschreibt: aber herzliche, rührende Momente brechen durch, wo er seiner Sehnsucht nach Mutter und Heimat 'Ausdruck gibt. Glücklich charakterisiert sind die beiden Schwestern: Henriette, die das Land liebt, und Frl. Darbet, welche die Lockungen der Großstadt iricht entbehren kann. Ein schönes Beispiel für Leitmotiv bietet die einschläfernde Weise in (Georges großer Szene. Von der in Melodik und Rhythmus pointierten Ouvertüre an bis zum Schluß Herrscht jene graziöse Heiterkeit vor, durch den orientalischen Einschlag des Wehmütigen vertie kt. Dke dem „Blitz" folgenden Opern wurden durch die wachs-rnden Erfolge Meyerbcers verdrängt, dessen Hugenotten 1836 erschienen und den er sich nnnmehr zum Muster nimm?. Höchstens die „Königin von Enpern" (1841) gefiel, dank ihren abwechsclnngsreichen Nhythmen, ihrem melodiösen Pathos, ihren beschwingten Chören, insbesondere jedoch mcgen ihrer prunkvollen Ausstattung. Den KlavierauÄZing hierzu fertigte in der Pariser Leidenszeit — Richard Wesgner, der in seinen Memoiren immerhin anerkennen ml'ctz, daß ihn: „das Befassen mit einer Halövy schen Partitur ei'«te unverglcidilich interessantere Lohnarbeit war als die schmachvolle Bemühung um Tonizettis Favorite". Die fle^rrlose Neinhcit seines Wesens bestätigt auch er. nennt ihn einen „eigentümlich gutartigen, wirklich anspruchslosen Map»" und bedauert nur gelegentlich seines letzten Besuches Halöyys ästhetische Erschlaffung. «Verständnisloser Radikalismus". DaA ,£i ü d i i cf) c W vchcnblat t", Organ der Achduth, bespricht in Nr. 9 den Ideenaustausch liberaler Rabbiner, über hem wir jüngst berichtet haben. Fulgender Geistesblitz sei festgelialten: „Demgegenüber stehen Forderungen von verständnislosem Radikalismus. wie die Forderung des dritten Diskussionsredners, der Rabbiner müsse seine Gesinnung auch in der Lebensführung zur Geltung bringen." Im allgemeinen pflegt mau diejenigen, die dieser Selbst-. Verständlichkeit entgegenhandcln, Heuchler zu nennen, GARBATY CIGARETTEN v J mmamm