Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 10 (18.4.1924)
- Date
- 1924-04-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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T ftändlichste». vom Wirtschaftlichen aus zeigen. Vova«-- setzung Labet fei. dah es im Seelenleben der Menschen keine getrennten Bezirke und Dörfer geben könne. Er behaupte, Laß der Mensch, der auf die Reinheit feines Denkens etwas gibt, auf die Dauer einen Zwiespalt seines Seelenlebens nicht vertragen könne, sondern zugrunde ginge. Der Mensch müsse von einheitlichem Gesichtspunkte aus sein ganzes Leben ordnen. Zum Thema übergehend, nannte der Redner ÄndividualiSmn»" diejenige Anschauung, welche den Menschen als isolierte- Individuum betrachtet, als gehörte er dem ersten Geschlechts des Lebens an und sei aus sich selbst gestellt. „Sozialismus" bezeichne jede Anschauung, die den Menschen begreift als Glied seiner Gruppe. Der Jude der alten Zeit war sozialistisch eingestellt, seine Bindung war autoritär und bestimmt durch die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. In diese mischte sich frühzeitig ein individueller Zug. Die Anschauungen wechseln im Saufe der Geschichte. Innere Zusammenhänge bestehen zwischen der Wirtschaft und der Religion. Wer bestimmend war, ist nicht -u erkennen. Im Wirtschaftsleben des Mittelalters herrschte eine gebundene Weltanschauung. Zünfte und Innungen waren ln jeder Beziehung gebunden. DaS prägte sich im Seelenleben aus: jedes Mitglied denkt und handelt gebunden. Nicht anders der Jude: er richtete sich nach der Denkform der Majorität, legte keine kritische Sonde an das überlieferte Religiöse. Wieder wandelten sich die Zeiten. Am Ende de- 18. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts ist da- Streben nach Befreiung von wirtschaftlichen Fesseln» ebenso von religiösen Ueberlieferungeu vorhanden. GS herrschte eine Sehnsucht nach der Befreiung von Bindungen im Reiche des Geistes. Die Pioniere des Freihandels bauten zugleich die Formenwylt des Religiösen ab. An der Schwelle der Gegenwart sind wir wieder auf dem Wege zu etnem gebundenen Denken. Der Mensch von heute ist dadurch bestimmt, hast er Glied einer Berufsgruppe ist. In die gebundene Wirtschaftsform segelten wir schon im Anfänge des 19. Jahrhunderts hinein durch Zusammenschluß und Schutz des Gewerbes, durch die Entstehung der Konventionen und Kartelle Bon ihnen wird dem einzelnen alles vorgeschrieben. So entsteht der Zustand von heute, wo jeder einzelne nur in der Denkform seines Berufedenkt. DaS prägt sich auch im Sittlichen aus. Man beurteilt di« Menschen nicht nach dem Charakter, sondern nach ihrem völkischen Zusammenhänge. Auch wir Juden werden in diese Gedankenretse htneingespannt. Wir steuern auch im religiösen Leben wieder in eine gebundene Form hinein. Das solle kein Werturteil sein. Die Freiheit ist oft mißbraucht worden, man verlor die Bindungen vollständig. Keime zur Besserung seien vorhanden, die Wandlung vollzieht sich unbemerkt und unbewußt. Ins Religiöse übertragen bedeute das. daß das Aalten Gottes die Zeiten ändert. Wir werden nicht zu früheren Jahrhunderten zurttckkchren. Es bleibe die Hoffnung, daß der Mensch das Recht der Bindungen anerkenne, gebunden durch Vorfahren, durch Denkformen, d'e sich erprobt haben. — Die Ausführungen des Redners zwingen zum Nachdenken. Daß sich an sie keine Aussprache knüpfte, beweist noch nicht, daß die Anwesenden sich ganz auf ihren Boden stellten. Versammlungskalender. Megnitz Montag, den 28. April, abends 8 Uhr, Vortrag von Herrn Lehrer Hirschfeld-Berlin über das Thema: „Das Leben der deutschen Juden im Mittelalter". Magdeburg. Hier wird am Montag, den 28. April. Herr Seminarlehrer Falkenberg-Berltn einen Vortrag halten. Näheres in der nächsten Nummer. Schueidemühl. Sonnabend, den 26. April, findet eine Versammlung statt, in der Herr R.-R. Heinrich Stern-Berlin über das Thema: „Liberales Ju- ' - "ntum" sprechen wird. Die Tagung des Central-Vereins. (Schluß.) ständewurden wiedergewählt. Neu in den Hauptvorstand gewählt wurden u a. Schriftsteller Julius Bab-Berlin, Direktor Erich Lewy-Berlin, Justizrat Makower-Berlin, Untversitätsprofeffor Dr. Arthur Nußbaum-Berlin, Dr. Hugo Zwillenberg, i. Fa. Hermann Tietz-Berlin, Kammergerichtsrat Leo Wolfs-Berlin, Rechtsanwalt Foeröer- Breslau, Julius Vamberger - Bremen, Rechtsanwalt Dr. Merzbach-Magdeburg und Rechtsanwalt Dr. Krombach-Essen. Der zweite Tag wurde eröffnet mit einem Referat von Prof. Goldstein-Darmstadt über die Juden in Amerika. Herr Dr. Freund führte aus: Das deutsche Judentum steht in einem Kampf um Sein oder Nichtsein. Diesen Kampf können wir nicht quantitativ, sondern höchstens qualitativ führen; es ist n.cht ein Kampf des Knüppels, sondern ein Kampf des Geistes. Wir müssen dem Zerrbild, das unsere Gegner vom Judentum entwerfen, ein Bild des wahre« Judentums entgegenstellen. Aber was ist Judentum? Darüber muß Klarheit geschaffen werden. Nicht nur für den Gegner, sondern vor allem auch für uns. Jeder einzige von uns mutz das Inventar des Judentums unter dem Gesichtspunkte der Apologetik in sich aufnehmen. Dazu wird nötig sein, die Anlage eines apologetischen Archivs, einer Sammlung dessen, was Judentum ist und was über Judentum geschrieben worden ist. Das Judentum mutz wieder die Lebensgrundlage eines jeden von uns werden und in seinem Geiste die Jugend systematisch erzogen werden. Ueber die Jugendfrage referierte Dr. Ludwig Tietz, Vorstandsmitglied der deutsch-jüdische» Jugendgemeinschaft. Der Referent weist auf die Bedeutung her Jugend für den CÄ. bin. Er betont die besondere» Arbeitsmethode» der Jugend, die sich wesentlich von den Methoden der großen politischen Organisationen unterscheiden müssen. Er betont die positive Arbeit der Jugend. Jüdische Jugend müffe mit positiv-jüdischer 'Arbeit, mit der Verbreitung jüdischen Wissen-, mit der Beschäftigung mit jüdischen Problemen beginnen. Neben diese geistige Arbeit mutz, dem Willen und dem Geist der Jugend entsprechend, die Ausbildung des Körpers. Wandern. Sport und Turnen treten. Diese Kameradschaft, das Vertrauen aneinander ist die notwendige Voraussetzung zu wirksamer Arbeit, zu einer Arbeit, für die sich die Jugend begeistern kann. Deshalb ist eine selbständige unabhängige Jugendorganisation erforderlich. Der EB. hat in der Deutsch-jüdischen Jugendgemeinschaft di« Jugend- Organisation gefunden, mit der er zusammen arbeiten kann, und mit der er in de» zwei Jahren ihres Bestehenbereiterfolgreich und wirksam zusammengearbeitet hat. Egilt jetzt, die Arbeit tm Reiche auSzubretten. Die in Gruppen und Grüppche» zersplitterte deutsch-jüdische Jugend mutz zusammengeschlossen werden. Der geeignete Rahmen für diesen Zusammenschluß ist die deutsch-jüdische Jugendgemeiuschaft. die außer Einzelmitgliedern ja bereits bestehende Organisationen. wie der Jtt, der jüdische Turnverein Nb und die studentische Ortsgruppe deS CB. angeschlossen sind. Zusammenfassung der Jugend. Unterstützung durch dt« „Alten" dort, wo eS notwendig ist und wo eS gewünscht wird, in einer Weise, die dem Gefühle, dem Geist« der Jugend angepaßt ist. muß unsere nächste Aufgabe sein. Die lebhafte Diskussion, die dem Referat Dr. Tietz folgte, bewies, -atz dt« Hauptversammlung sich der Bedeutung der Jugend für die Zukunft des Centralvereins bewußt war. Es wurde folgende Resolution angenommen: Aus dem Gedanken heraus, baß die Jugendbewegung für die Aufgaben des CB von allergrößter Bedeutung ist. hält die Hauptversammlung es für erforderlich, daß 1. innerhalb des Hauptvorstandes ein Jugenddezernat geschaffen wird, das in stetiger direkter Verbindung mit den uns nahestehenden Jugendgruppen ist: 2. Hatz in der CB.-Zeitung eine ständige Rubrik für die Jugendbewegung geschaffen wird. Biblische Gestalten in modernem Gewände. Von I. Wolfsohn-Breslau. IV Isaaks Opferung und Jephtas Tochter. Diese beiden Geschehnisse sind scharfe Gegensätze durch die Art des Geschehens und die Charaktere der Handelnden Personen. Wir müssen sie zunächst einzeln ausführlicher betrachten, um sie richtig vergleichen zu können; nach diesem Vergleich werden wir unschwer Personen und Geschehnisse in der Gegenwart finden. — Isaaks Opferung oder, da es ja nicht zu dieser gekommen, richtiger gesagt Abrahams Prüfung bildet eines der ergreifendsten biblischen Gemälde. Aeltere und spätere Meister haben deshalb diesen Vorgang als Motiv gewählt. Wir sehen auf diesen Bildern die altehrwürdige Patriarchengestalt mit wallendem, weißem Bart die Hand mit dem Schlachtmesser über seinem Kinde erhoben, den Blick noch einmal gen Himmel gerichtet, auS dem ein Estgelskopf blickt oder ein heller Lichtstrahl dringt: etwas weiter dann in einer Hecke den später zum Opfertier genommenen Widder. Das Gewaltige dieser Erzählung hob auch in einem kürzlich gehaltenen Vortrage ein liberaler evangelischer Theologe hervor, der sich als Thema die Wirkung her modernen Religionswissenschaft und Bibelforschung gestellt hatte und aus und an anderen Stellen das Legendenhafte biblischer Darstellung und Erzählungsweise veranschaulichte. Das Kapitel über de Prüfung Abrahams schilderte er als eines -er ergreifendsten, aber er meinte, „man könnte sogar das Auftauchen deS Widders, also die Rettung Isaaks, bedauern, wenn es zum Kinbesopfer gekommen und die Prüfung bis zum Ende vollzogen wäre, dann erst hätte sich seine Seelengrötze und Ergebung rn den Willen Gottes in ihrem ganzen Umfange gezeigt." Wir möchten doch solche, mehr ästhettsterende Betrachtung gerade dieser Bibelstelle ablehnen. Wenn man schon annimmt, daß der Erzähler sie aus dem Fühlen der damaligen Zeit heraus gebracht hat und sie von einem ganz freien, dem Empfinden der Jetztzeit Rechnung tragenden Standpunkt betrachtet, so könnte man vielleicht zu einem ganz anderen Ergebnis gelangen: nämlich: die eigentliche Prüfung des Abraham beruhte gar nicht auf seiner Willfährigkeit, dem Ewigen seinen einzigen Sohn zum Opfer zu bringen, sondern darauf, ob er die Fähigkeit besaß, die Stimme zu hören, die ihn von der Ausführung dieses Opfers abhielt. Gewiß, das klingt sehr ketzerisch; außerdem stehen dem die Worte des Engels bet dessen zweitem Erscheinen (1 B. M. K. 22. V. 16) entgegen Aber könnte man nicht Vers 18 als Ergänzung anstatt als Wiederholung von Vers 16 auffassen? Denn schließlich hatte ja Abraham auch der Stimme Gottes gehorcht, die ihm befahl, das Opfer zu unterlassen: auch für diesen Befehl hatte er das innere Ohr gehabt. Vergegenwärtigen wir uns doch einmal, wenn wir die urihistorischen Teile der Bibel als Legenden ansehen und uns auf denStandpunkt der freien Forschung stellen, den Untergrund, auf dem die Erzählung von der Prüfung Abrahams entstanden ist. In einer Zeit des Götzendienstes und der Anbetuna der Gestirne ist einem Manne die Er» kenntnis gekommen, es müffe ein höheres Wesen geben, durch das die letzteren erst gelenkt, und das auch di« Geschicke der Menschen leite. Daß diese höhere Macht keine dinglichen Opfer verlangt, kann ihm noch nicht zm» Bewußtsei« kommen, dazu wurzelt er noch zu sehr in seiner Zeit. Aber den anderen Göttern bringt man auch Menschenopfer, di« eigenen Erstgeborenen. (Außer den ausgegrabeneu Opferstellen dürfte das gerade die Erzählung von Isaak- Opferung beweis««.) Den mit seiner Magd gezeugten JSmael und -essen Mutter hat er um des häuslichen Friedens willen auf göttliche Weisung in die Fremde gehen heiße». Jetzt ist sein ihm von -er Gattin geborener Sohn herangewachsen, da mahnt den in solcher Umgebung und An* schauung alt gewordene» Abraham sein religiöses Gewissen, daß er doch eigentlich diesen Knaben -er Gottheit als Opfer schulde. Die Abtragung dieser Schuld mutet zwar feinem Empfinden UebermenschlicheS zu. doch er bezwingt sich und will der in seinem Inner» tönenden Mahnung folgeleisten. Solche Empfirchnngen hatten wahrscheinlich in jener Zeit auch noch Tausend« Väter und Mütter außer ihm. Als nun Abraham seinen Wille» in die Tat umsetzen will, erscheint ihm nicht nur das Uvbermenschliche unmenschlich, sondern er hört mit geistigem Ohr auch eine göttliche Stimme tu seinem Innern, daß eS auch ungö ttlich sei. daß ein solches Verlangen von seiten der von ihm erkannten Gottheit deren Art geradezu widersprechen würde. Anstatt de- Kindebringt er seinem Gotte den sich zufällig zeigenden Widder dar. Bis zum Gottesdienst ganz ohne Opfer gelangte er noch nicht: zu solcher Auffassung gehörte noch ein Jahrtausend weiterer Entwicklung. Aber die göttliche Stimme in seinem Innern ruft ihm noch weiter zu, -atz er ob seiner Erkenntnis von der Unmenschlichkeit -es Kinde-opfergesegnet und deshalb auch als ein Segen für die ganze Mensch» hrit fortwirken werde. — Und nun die Erzählung von Jephtas Tochter! Mutet dieser Gegensatz nicht als ein Rückfall in Barbarei an? Der Richter und Krtegsheld Jephta hat seinen Jehowah nur als Kriegsgott und nicht als milden Allerbarmer erkannt, ihn nur durch falsche mündliche Ueberlieferung kennen gelernt und daher verkannt; sonst hätte er fühlen müssen, daß dte Erfüllung seines leichtsinnig ausgesprochenen Gelübdeeine Sünde wider den heiligen Geist -er Gottesi-ee seine- Erzvaters Abraham war. Und wenn bei Isaaks nicht zustandegekommener Opferung -er Opfernwollende der schwerer leidende Teil war. hier zeigt sich die Größe und Erhabenheit eigentlich nur bei dem Opferobjekte. Jephta wirdem modernen Empfinden keine Liebe und Achtung, nur ein bedauerndes Mitleid mit seiner Charekterschwäche abnötigen. Anders Jephtas Tochter, die trotz jugendlicher Lieblichkeit sich mutig und tapfer für ihren Vater opfert. Die bewundernswürdige Wahrheitsliebe der Bist e l" lwi« sich ein bekannter und sehr geschätzter evangelischer Bibelforscher einmal über das Alte Testament ausgeürückt hat) kommt hier deutlich zur Geltung. Kein Wunder geschieht, das mutige und bedauernswerte Menschenkind wird nicht. wie Iphigenie in Aulis. noch im letzten Augenblick durch eine Gottheit gerettet, und Jephta hat kein Öhr für die Stimme seines Gottes Aber es heißt (Richter K. 11, V. 40) „von Jahr zu Jahr gehen die Töchter Israels zu singen von der Tochter Jephtas vier Tage im Iahre". Das Buch der Bücher hat dieser Jungfrau Unsterblichkeit verliehen Sollte man nicht meinen, daß unser vielgeschmälstes Kol nidre-Gebet dem Gelübde Jephtas seinen Ursprung verdankt? — In der neueren und neuesten Zeit finden wir viel«, sehr viel« Gestalten wie dte des Jephta und nur sehr wenige wie die -es Abraham. Opfer werden gebracht aus starrer Pietät, aus falschem Pflichtbewußtsein, aus unedlem Ehrgeiz, an Unrechter Stelle. In Politik und Religion, in Staat und Gesellschaft glauben sich große Teile der Bevölkerung verpflichtet. eher Leben, Gesundheit und Wohlfahrt ihrer Teuersten zu opfern als wortbrüchia zu gelten: wohlverstanden nur zu gelten, in Wirklichkeit sind sie nicht gebunden. Andere wieder fühlen sich gefesselt durch Versprechungen. die sie für die Zukunft geben, für eine Zukunft, die die Gegenwart völlig anders gestaltete und hierdurch den einst Gelobenden seines Gelübdes entband. Und die Opfer sind oft zu willig wte Jephtas Tochter, zu willig, weil s i e den anderen den Vorwurf der Wortbrüchigkeit ersparen wollen. Wenige machen sich frei und hören die Stimme der Zeit, die nicht, solche, sondern ganz andere Opfer verlangt. So kann man vielen sagen, daß es falsch und unmenschlich ist. einem Nationalstolz, der in dieser Zeit nur als machtlos tönerner Götze erscheinen muß. Hunderttausende von Kindern -es Volkes hinzuopfern. Len Rest der Wohlfahrt des Vaterlandes völlig preiszugeben nur um des Gefühles willen, als pflichtbewußt zu gelten, was durchaus nicht gleichbedeutend ist mit wirklicher Pflichterfüllung. Anderen wieder muß man bedeuten, daß das für eine bestimmte wirtschaftliche oder sonstige W-eltanschauung abgelegte Bekenntnis nicht zu Opfern verpflichtet, die im Augenblick gegen Vernunft und Verstand verstoßen. Wenn hier nicht Einzelheiten erörtert werden, so geschieht es, um nicht in ein politisches Fahrwasser zu geraten. Wenige sind es. die wie Abraham die Stimme der Vernunft, der wahren Menschlichkeit hören, eine Stimme, die ihnen sagt: „Nicht alles, was gewesen, nicht alles, was uns überkommen. ist für immer bindend und verpflichtend: was zu scharf gegen das innere Gefühl geht, darf nicht aufrechterhalten und innegehalten werden." Das gilt für Politik und Religion, für Staat und Gemeinde, für Nationalismus und Pazifismus, für Familie und Gesellschaft. Und wenn wir die ersten Uranfänge einer liberalen Anschauung in der Bibel suchen, so können wir sie vielleicht in der Gestalt des Abraham erblicken, indem wir seine Prüfung durch die Opferung JsaakS einmal von einem anderen, dem modernen Empfinden mehr zusagenden Standpunkt aus betrachten. KARL. A. KLEIN automobile a.-g Eisenacher Sfr. 111-112 Telephons Nollendorl 6860—61 Hauptstr. 81-82 PERSONENWAGEN e/20 ps Aga 9/30 ps Presto 12/40 ps Steyr «cyi. 17/50 PS DlIX Unter den Linden 42 7,„p»<>» r-.o«» General-Vertretung KurfGrstentfamm 1 Telephon: Lfltzow 1683 LASTWAGEN; Magirus .» Vomag 3, ♦, s.° L.W.D. 30