Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 10 (18.4.1924)
- Date
- 1924-04-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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praxtS gedacht ist und die Verwirklichung jedes sogenannten Ideals daher bet genauerem Hinsehen als Nutzen sich erweist. Der Begriff des Ideals steht ziemlich fest, aber der Begriff davon, was als Ideal zu gelten hat, ist das Schwankendste, Relativste, Subjektivste, was es gibt. Zu allen Zeiten und in allen Ländern haben die Menschen die verschiedensten Ideale, ja, es können Menschen in e i n e m Lande zur selben Zeit völlig entgegengesetzte Ideale haben; wir brauchen uns als Beispiel hierfür nur die zahllosen Idealisten vor Äugen zu führen, die heute in jeder der vielen, auch in den entgegengesetztesten politischen Parteien sind. Was erstreben letzten Endes alle diese Idealisten? Nichts als nur Nutzen, und zwar — und das ist'S, weshalb wir sie Idealisten nennen, oft unter vorbildlich idealistischer Hintansetzung ihres engeren Organismus, -es Körpers, zugunsten ihres weiteren Organismus, ihres Standes oder ihres Volkes. — Wenn nun Juden Gegenwartsbetrachtunaen über das Pessachfest anstellen, so wird jedes Geschlecht und jeder Einzelne zu anderen, zu verschiedenen Anknüpfungspunkten, Ergebnissen und Nutzanwendungen gelangen, je nach seiner subjektiven Auffassung von dev Welt und ihren derzeitigen Bedürfnissen, oder, was das Gleiche ist, je nach dev Art, wie sein eigener Verstand eingeordnet ist in den Ablauf der Dinge. Wir können es genau verfolgen, wie jedes Geschlecht seine jeweiligen Hochziele in diesem Fest symbolisierte. In alter Zeit, als das Volk Israel, im eigenen Lande seßhaft, Ackerbau und Viehzucht trieb, mußte Pessach, das Geburtsfest dieses Hirtenvolkes, ganz folgerichtig zugleich das Dankfest für die erste Ernte des neuen Jahres, zugleich auch das Geburtsfest des Frühlings werden. In späteren Epochen verglich man die menschenunwüroigen Verhältnisse im Exil und in der Diaspora mit dem Frondienst in Aegypten und ersehnte sich in Elias einen zweiten Mose zur abermaligen Heimführung in das gelobte Land der Väter. Die verschiedenartigen Auffassungen der heutigen jüdischen Parteien über das, was als Ideal zu gelten hat, ist uns bis zum Ueberdruß bekannt, aber lehrreich ist's, daß alle aus dem einen Pessachfest für ihre ungleichen Wünsche sich Anregung, Begeisterung, Hoffnung schöpfen. So feiert der Nationaljude im Pessachfest vorwiegend die Befreiung Israels zu nationaler Selbständigkeit; der religiöse Jm>e dagegen denkt an die Geburtsstunde der Religion. Die Beispiele ließen sich beliebig vermehren, denn jeder einzelne, jede Partei, jedes Geschlecht, alle knüpfen an die Vergangenheit die Gegenwart, jeder nach seinen Wünschen, Hoffnungen, .Bedürfnissen, — und es findet jeder das ihm Entsprechende, das ihn Tröstende, Fördernde, Erhebende. Eins der wesentlichsten Kriterien der menschlichen Persönlichkeit ist die Zweckhaftigkeit der Lebensführung, das Gestaltenwollen der Z u k u n f t. Diese Zielstrebigkeit hat sich alle Gebiete menschlichen Fuhlens, Wissens und Wollens unterworfen und beherrscht das ganze Leben. Sie beherrscht auch die Religion. Daher sind denn die Zutunstsaufgaben das Wichtigste; was die Religion dem Menschen in der Außenwelt bietet, wichtiger als alle Betrachtung der ' Vergangenheit und Gegenwart. Es zeigt sich, dag für! das Zukunftsstreben, ganz wie für das Leben in der Gegenwart die Begriffe „Nutzen", d. h. Förderung der menschlichen Lebenspraxis, und ,FZHea1" zusammensallen, und daß alle Religionssysteme sich über dieses zeitlich-letzte Ideal einig sind. Es lautet: „Friede auf Erden". Freilich, die verschiedene Art der Anknüpfung entzweite die Religionssysteme in der Vergangenheit; die verwirrende Vielheit der Erscheinungen und das dadurch bedingte Gegeneinander der Bedürfnisse und Leidenschaften zersplittert sie in der Gegenwart, aber das Endziel der irdischen Zukunft ist ihnen allen das Gleiche, — auch wenn ihre Lehren über eine etwaige himmlische Zukunft auseinandergehen;' wir sprechen hier nur von der Erd e. In keinem religiösen System nun ist aber das Zukunftsiöeal des „Friede auf Erden" mit solcher Liebe, mit solch plastischer Darstellungskunst, mit solch prophetischer Eindringlichkeit geschildert, wie im Judentum das messianische Zeitalter. Und bei keiner festlichen Gelegenheit wiederum tritt dieses ideale Zukunftsbild so in den Vordergrund aller Betrachtungen wie bei unferm' Pesiachfeste. Hundertfältig erklingt in Liedern und Gebeten der Wunsch nach Rückkehr ins gelobte Land und nach Wiederaufbau des Tempels. Aber, — und das ist das Charakteristische am Lehrgehalt des Judentums,' — dev Gedanke an diese Wiedevkehr nationaler Freiheit ist untrennbar von dem Gedanken an den Anbruch der messianischen Zeit, die als ein Heilszeitalter für die ganze Menschheit gedacht ist. — Durch das größte Werk der europäischen Literatur, durch Goethes Faust, geht ein ähnlicher Gedanke: erst nachdem Faust ein für die Gesamtheit wertvolles Werk vollbracht hat, findet er die eigene Erlösung. So kann auch den Juden Freiheit erst kommen, wenn sie der ganzen Menschheit kommt. Der Messias, den Israels Propheten küirden, kommt zu allen Völkern der Erde; erst in der allgemeinen Freiheit findet Israel die sciuige, und so wird das nationale Freiheits- und Frühlingsfest Israels zu einem Symbol des allgemeinen Völkerfvühlings der Zukunft. Ob die Weltgeschichte tatsächlich diesen, dem zeitlichletzten Nutzen der Menschheit entsprechenden Verlaus nehmen wird, — wir wissen es nicht. Mer das wissen wir, daß wir nach diesem Ziele streben müssen mit unserer ganzen Kraft, und daß keiner lebt, dev diesem Streben sich entziehen dürfte. Jeder Einzelne ist mitverantwortlich für das Kommen des Messias; ein jeder muß beitragen zum Bau des Zukunftstempels. Und in diesem ,^Beitragenmüssen", in dieser religiösen, sittlichen Pflicht liegt nun das, was auch zwischen Aegypten und dem gelobten Land einst lag: die Wüste. Sie zu durchwandern, unermüdlich trotz aller Beschwerden, unbeirrbar trotz aller Gefahr und Anfeindung, das ist die Forderung der Stunde des Auszugs; es ist zugleich die Lebensaufgabe jedes einzelnen Menschen. Schon unsere Weisen sagten, die ganze Geschichte Israels sei wie eine Wüstenwandermrg, vom Pessach Aegyptens bis zum Pessach der Zukunft. Aber dieser äußere Friedenszustand unter den Menschen muß vorbereitet und erworben werden durch ein Anderes, durch die Verbundenheit des Außen mit dem Jnnnen, durch religiöse Läuterung jeder Einzelpersönlichkeit. Deshalb soll sich, so lehrten die Alten weiter, jedes Geschlecht und jeder Einzelne so betrachten, als sei er selbst aus Aegypten gezogen. Hier liegt der Grundgedanke alles religiösen Erlebens: das Ziel anfweisen, führen konnte ein anderer, Mose, aber gehen mutzte jeder selbst. — Jeder Mensch wird, wenn er zur Welt kommt, in die Knechtschaft und in die Finsternis geboren, wird verkettet in die Außendinge, deren Unwirklichkeit und Relativität er zunächst in der Begrenztheit seiner Sinne und seines Verstandes nicht zu erkennen vermag. Aber für jeden einzelnen schlägt einmal im Leben auch — bachazi hallajlah — „in der Mitte dev Nacht", die Stunde, da der Befreier vor ihn hintritt, dem er folgen kann, wenn er will. „Und das Volk glaubte dem Mose" — da zog es hinaus. So kann ein jeder aus dem Verstricktscin in die Dinge hinausziehen, der tief im Innern seinem Führer glaubt. Dieses Wort „Glauben" ist aber nicht das äußerliche „Etwas für wahr halten", sondern es ist das altdeutsche gelobian, „sich angeloben", „treu sein" — so wie ja auch das hebräische Wort wajjäamen an der eben zitierten Stelle (II. Mose 4,31) „treu sein" bedeutet. Mit diesem Treusein ist schon viel getan, der größte Teil der Nacht ist überwunden, denn: „Es war um die Zeit der Morgenwache", da entzog sich Israel den Aegyptern endgültig; trocknen Fußes wunderte es durch das rote Meer. Die Aegypter, das heißt alle die, die ihrer Wesensart nach im Lande der Knechtschaft heimisch sind, sie alle ertrinken im roten Meere ihres Blutes, ihrer Leidenschaften; der „Israel" aber, der Gottesstreiter, zieht trocknen Fußes hindurch, und wie eine Mauer so starr steht zu seiner Rechten und zu seiner Linken das sonst tosende, sturnrbewegte rote Meer der Triebe, dem göttliche Stimme ein donnerndes Halt gebot. — Dankbar für die Errettung aus der Knechtschaft des Dinglichen stimmt jeder, der so weit kam, Loblieder an, wie Mose und die Seinen, am jenseitigen. User des roten Meeres; erwartnngsvoll schaut jeder Wanderer umher und hofft, schon in der Sicherheit des gelobten Landes «r sein. AVer diese Hoffnung trügt? wer auf Sicherheit eines „Landes", auf von außen gegebene Garantien hofft, der findet sich nicht in der Freiheit, die nur die starke, von innen strömende Sicherheit des Ich kennt. Mizrajim ließ der Wanderer hinter sich zurück, mit Frohn und Arbeit — aber auch mit seinem gleichmäßigen, geregelten Mlauf der Geschehnisse, mit seiner relativen Sicherheit. Ja, zum Fristen deS leiblichen, dinghaften Lebens hatte es dort stets gereicht, und wem trotz aller geistigen Erkenntnis sein Ding-Sein, sein Leib noch wichtiger ist als sein Geist-Sein, der sehnt sich dann wohl zuvück nach den Fleischtöpfen Aegyptens und murrt wider den göttlichen Führer. Da aber tönen vom Gottesberg die mahnenden, fordernden Worte: „Ich bin der Ewige, Dein Gott, der ich Dich herausgesührt habe aus Mizrajim, dem Hause der Knechte." Wer stark ist, hört auf dieses Wort, geht seinen Weg weiter und opfert die letzten Reste seiner ägyptischen Berstricktheit in die Dinge und seiner durch sie bedingten Triebe. Die Rauchsäule, die von diesem Opfer aufsteiat und ihm in der wechselnden Form einer Wolke die Unwirklichkeit alles Dinghaften vor Augen führt, wird sein Führer bei Tag, wie es bei Nacht die Feuersäule wird, die von den letzten Opfevbränden seiner Leidenschaften emporlodert. Durch den Wolkenschleier der Dinge (die indische Maja) und durch das Feuer der aus der Bedingtheit entstandenen Triebe muß der Mensch hindurch, — oder wie es in einer anderen Erzählung der Bibel symbolisch Largestellt wird, alles, was über zwanzig Jahre alt ist in Israel, muß sterben, alles zugrundegehen, was noch in der Sklaverei gelebt und sich sicher gefühlt hat in knechtischem Tun. Wenn so dev letzte Rest von Eröenschwere überwunden, der ganze Mensch seelisch erneuert ist, dann steht jenes Israel da, welches wie Bileam in der Wüste selbst seine Feinde segnen müssen, und das würdig und fähig ist, in's gelobte Land, in die wahre Freiheit einzuztehen. „Ich bin der Ewige, Dein Gott" — dieses I ch liegt drinnen in Dir, und wenn Du es nur richtig erkennst, so führtes Dich heraus aus der Sklaverei im Dienst der Dinge, spricht zu Dir, wie einst zu Israels Stammvater: „Mache Dich auf und gehe aus dem Lande Deiner Geburt (der dinglichen Welt, in die Du hineingeboren) in ein Land, das Ich Dir zeigen werde!" Wem dieses heilige Jch-Land einmal richtig vor Augen steht, der macht sich auf und wandert durch Meer und Wüste hindurch seiner göttlichen Heimat zu. Der richtet in sich selbst das Messias-Reich auf und nimmt in seinem eigenen Leben die Jahrtausende vorweg, die der Menschheit angeblich und hoffentlich einmal das irdische Messias-Reich des Außen bringen sollen. Gr nimmt für sich die Zeit vorweg, in die sein leibliches Leben nicht mehr hineinragen wird. Aber seine neue, religiöse, geistige Einstellung wird es auch mit sich bringen, daß er im praktischen Leben als ein Mensch erscheint, der die Errichtung des zukünftigen, irdische» Messias-Reiches fördern hilft, indem er Friedfertigkeit, Liebe und Veredlung pflanzt unter den Menschen. So besteht der religiöse Mensch als einer, der ivtc seinem inneren Erleben wie in seinem äußerste Wirken Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, mit.. einem Wort die Außenwelt der Zeit, verknüpft mit trer,J Innenwelt der Zeitlosigkeit, die Welt der Dinge mit dem Geiste. Diese Verknüpfung zu vollziehen, religiös sich zu erneuern zu einem ganzen Menschen, sowie auch die zwei Dreiecke, miteinander verknüpft, zu einem völlig Neuen, Ganzen, zu unserm Davids-Stern, dem jüdischen Sinnbild der Religion, sich verbinden und erneuern, das ist Sinn und Aufgabe der menschlichen Wüstenwanderung durch das Leben. Die Erkenntnis dieser Aufgabe zu fördern wiederum ist der Zweck aller geschichtlich-traditionellen Religions-Systeme mit allen ihren kultischen Einrichtungen und Festen. Es ist auch der Zweck des Judentums, der Zweck unseres Pessachfestes. — Unser Ritus bringt es mit sich, daß die Begehung des Pessachfestes einer befonders sorgfältigen Vorbereitung der jüdischen Häuser bedarf: — dev jüdischen H-erzen auch! — Wer Ohren hat zu hören,, höret Laufe dargestellt. David Kaufmann gibt für die auffällige Erscheinung, datz in einem jüdischen Buche, das für den Gottesdienst verwendet wird, die Jagd dargestellt wird und noch dazu auf ein Tier, das zum Genuß verboten ist, folgende Erklärung: Wenn der Seöerabend mit dem Sabbatausgang zusammenfällt, so ist die Reihenfolge der Segenssprüche schwer zu merken: Wein. Weihesegen. Licht. Unterscheidungssegen, Zeitsegen. Hebräisch: Jajin. Kiddusch. Neer. Hawdoloh. S'man. Nach vielfach geübter Gewohnheit bildete man aus den Anfangsbuchstaben dieser Worte ein Merkwort: JaKnHaS. Daraus wurde im Laufe der Zeit: Jagt den Has'. Die Hirschjagd in einer gedruckten Hagadah erklärt Dr. Carl Schwarz in folgender Weise: Man verwendete in der ersten Zeit des Drucks gern dieselben Druckstöcke für verschiedene Bücher, und da in der Druckerei keine Hasenjagd, wohl aber eine Hirschjagd vorhanden war, so nahm man diese. Aehnlich tat man es mit dem Bilde des Königs David, das in einer Hagadah genau aussteht wie der König auf einer Spielkarte. In alten Hagadahs spielt eine besondere Rolle der Prophet Elia. Er wird ja nach dem sagenhaft umrahmten Prophetenworte als Vorläufer des Messias am Sederabend erwartet. Darum steht man häufig das Bild des aus einem Esel reitenden Propheten. Das Bild ist natürlich an der Stelle der Hagadah. bei deren Rezitieruttg die Tür geöffnet wird. Daß diese eine Reihe von nicht gerade sehr einladenden Psalmvcrsen enthält, beweist wohl, wie richtig die Vermutung von David Cassel ist. daß die Tür bei dieser Gelegenheit nicht für den Propheten Elia geöffnet wird, sondern um nachznsehen, ob nicht unberufene Lauscher dahinterstehen. Mancherlei Neligionsgeschichtliches kann man aus den Bildern der Hagadah sehen. Jakobs Traum und die Erscheinung am brennenden Dornenbusch bringen in der Hagadah von Serajewo die Darstellung von Engeln, aber mit heiliger Scheu hat sich der Künstler davor gehütet, den Engeln irgendein Gesicht zu geben: jedesmal ist ein Flügel so gehalten, daß nichts davon zu sehen ist. In derselben Hagadah sieht man Raban Gamliel, wie er seine Schüler unterrichtet, und eine Familie, die zur Synagoge geht. In beiden Fällen tragen nicht alle dargestellten Personen eine Kopfbedeckung. Man kann dies wohl als einen Beweis dafür ansehen. datz zur Zeit der Entstehuna dieses Buches sowohl beim Lernen wie beim Gottesdienst die Kopfbedeckung nicht überall üblich war. Sehr beliebt ist in den 'Hagadahs die Darstellung der vier Kinder, des Weisen, des Bösen, des Einfältigen und dessen, der noch nicht fragen kann. Der Böse wird fast immer als Krieger, der den Schild am rechten Arm, also verkehrt, trägt oder als Landsknecht mit langer Hellebarde dargestellt, was ganz deutlich auf die Abneigung der Juden gegen die bewaffnete Macht hiwdeutet. Drollig naiv wird öie Dummheit und Einfalt der beiden letzten zu kennzeichnen versucht. In neuerer Zeit haben verschiedene Künstler versucht, die Hagadah mit modernen Bildern zu schmücken, Jacob Steinhardt, Budko, Kunstadt. und man mutz zugeben, daß es ihnen gelungen ist. neuen Wein in die alten Schläuche zu schütten, um zu zeigen, datz die alten Themata sich auch vom modernen Standpunkte aus behandeln lassen. Schließlich möchte ich noch auf eine kleine Veröffentlichung Hinweisen, die vor einigen Jahren bei F. Gurlitt von Dr. Carl Schwarz herausgegcben ist: die Bilder aus den Hagadahs von Prag (1626). Mantua (1861) und Amsterdam aus derselben Zeit. Der Bilderschmuck der Hagadah zeigt deutlich, datz unsere Vorfahren keine Scheu getragen haben, das angeblich so strenge Verbot der bildlichen Darstellung von Menschen und Tieren zu übertreten, wenn es sich darum handelte, den Gottesdienst zu verschönen und die Freude an ihm au erhöhen. Und die oft wirklich künstlerische Behandlung der Gegenstände und die zumeist mit großem Geschmack ausgewählten Farben zeigen auch, daß unter unseren Vorfahren mancher Künstler gelebt hat, der nur durch die widrigen Umstände verhindert wurde, sein Talent zu entfalten. GARBATY Qualifäfrmarke CIGARETTEN