Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 4 (1924)
- Issue
- 3 (16.2.1924)
- Date
- 1924-02-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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/ / statt. In diesem ZkursuS werden folgende Fragen zur Besprechung gelangen : „Religion als Erziehungsprinzip", „Praktische religiöse Maßnahme n", „Lebenskund e", „P ä - dagogik und Psychologie" („Allgemeines", „die Erziehungsmethode im Heim", „das schwer erziehbare Kind"), „Gesundheitsfürsorge" („Hygiene des Kindes", „Hygiene in der Anstalt", „die Ernährung des Kindes"), „W i r t s ch a f t s f ü h r u n g" („buch- und verwaltungsmäßige", „praktische Wirtschaftsführung"), „Handfertigk e i t s u n t e r r i ch t". Anmeldungen sind möglichst umgehend zu richten an die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin C 2, Rosenstr. 2/1. Aus dem Gemeindeleben. Berlin. Liberale Schulkonferenz. Am Sonnabend, 2. Februar, fand eine vom Liberalen Verein für die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde zu Berlin E. B. veranstaltete Aussprache über die Frage der Gründung jüdischer Schulen in Berlin statt. Sowohl die Befürworter wie die Gegner der Gründung jüdischer Schulen in Berlin hatten Gelegenheit, ihre Argumente gründlich vorzutragen. Beschlüsse wurden, da die Veranstaltung lediglich informatorischen Zwecken diente, nicht gefaßt. rrauerseier für Oberkantor Klein. In der "Neuen Synagoge veranstaltete der Verein der Neuen Synagoge und die Vereinigung zur Pflege hebräischer Musik am 26. Januar eine Trauerfeier für den verstorbenen Oberkantor Klein. Die Gedenkrede hielt Herr Rabbiner Dr. Warschauer, der des Verstorbenen als des hervorragenden Kantor, der bei seiner Gemeinde unvergessen bleiben wird, gedachte. Darbietungen des Synagogenchors unter Leitung seines Dirigenten, Kellermann, und Alfred Wittenberg bildeten den Rahmen für die stimmungsvolle Feier. Nachspiel zu den Borstandswahlen. Die Wahlen zum Berlner Gemeind vorsand, über diin der Nr. 1 unserer Zeitung berichtet worden ist, sind von dem orthodoxen Repräsentanten, M. A. Locb, bei der Aufsichtsbehörde (Polizeipräsidenten) angefochten worden, weil ein falscher Repräscntantenstellvertreter einberufen worden sei. Der Polizeipräsident hat darauf di- Wahlen für ungültig erklärt. Die Wahl mußte daher wiederholt werden. Der neue Wahlakt, der am 3. d. M. stattfand, führte zu demselben Ergebnis wie die frühere Wahl. Zum stellvertretenden Mitglied des Gemeinde- Vorstandes an Stelle deverstorbenen Herrn Eli Lazarus war inzwischen der konservative Repräsentant Goldschmidt gewählt worden. BreSlau. In der letzten Sitzung der Repräsenlantenversammlung hat die Neuwahl eines Teiles de- Gemeindevorstandes stattgefunden. Wiedergewählt wurden die Herren Dr. Jungmann, Emil Waldstein, Max Markus, neugewählt die Herren Dr. Goldschmidt, Martin Fraenkel und Erich Bayer. Ausgeschieden sind, nachdem sie auf eine Wiederwahl verzichtet hatten, die Herren Dr. Schottländer, Mark und BielschowSky. Aus aller Welk. Eine allweltliche jüdische Jugendliga für den Aufbau Palästina-. Wien (I.T.A.). Hier besteht eine Bewegung zur Schaffung einer allweltlichen jüdischen Jugendliga für den Aufbau Palästinas. Anreger ist Herr S. Lewinson aus Berlin, der sich um die Gründung einer österreichischen Organisation der allweltlichen jüdischen Jugendliga bemüht. Der Sitz der Zentrale der allweltlichen Liga soll Berlin sein. Das Wiener Borbereitungskomttee hat gemeinsam mit dem Berliner Zcnttalbüro beschlossen, i m M a i d. I. nach Wien die erste allweltliche Konferenz der jüdischen Jugendorganisationen aller Länder einzuberufen, um das Programm und die Arbeitsmethoden der allweltlichen jüdischen Jugendliga festzusetzen. Die »nichtigsten Aufgaben der Jugendliga sollen sein: 1. Heranziehung der jüdischen Jugend aller Länder für den Aufbau Palästinas, 2. Erziehung von Chaluzim, Schamrim usw. Religion und Wiener Sozialdemokraten. Wien (I. T. A.). Der Parteivorstand der sozialdemokratischen Partei Oesterreichs hat die Zustimmung dazu gegeben, daß für die nächste Wahl in den Vorstand der jüdischen Kultusgemeinde in Wien eine sozialdemokratische Liste kandidiert, die von der Parteiorganisation offiziell und direkt unterstützt werden soll. Gegenüber den Gegnern einer solchen Beteiligung wurde vom Parteivorstand erwidert, daß nach Mitteilungen einiger Kultusangestellter von 52 000 Steuerzahlern der jüdischen Gemeinden 30 000 Angestellte seien. UebrigcnS hätten die Nationalratswahlen bewiesen, daß sogar die jüdische Orthodoxie sozialdemokratisch wähle. Man könne möglicherweise auch die Mehrheit im Kultusvorstand erlangen.! Die Prager Hilfe für das notleidende Deutschland. Prag (I. T. A.). Am Sonntag, den 3. Februar, fand in Prag ein großes, von allen Prager Synagogen veranstaltetes Konzert zugunsten der Angestellten der jüdischen Gemeinden Deutschlands stalt. Das Resultat ist sehr befriedigend. Die Einwanderung nach Palästina Dezember 1923 und Januar 1924. Jerusalem (I. T.A.). Während des Monats Dezember sind 379 Einwanderer in Palästina cingctroffen. Unter ihnen waren 20 Christen und 7 Mohamedauer, die übiizen Juden. Im Monat Januar sind 390 Einwanderer nach Palästina gekommen. Die Schechitafrage in Estland gelöst. Riga (I. T.A.). Nach einem Telegramm aus Reval au die Zeitung „Das Folk" hat der estnische Landwirtsckjaftslniiiister Kerem in bezug auf die rituelle Schlachtung eine Verordnung erlassen, laut welcher die Koschcr-Schlachtung ohne jede Einschränkung erlaubt ist. Die einzige Forderung ist die, daß das Vieh vor der Schlachtung auf weiches Material gebettet iverdc, wie dies in den skandinavischen Ländern und Finnland Brauch ist. Eine neue Attacke gegen die Schechita in Polen. Warschau (I. T. A.). In der Sitzung der administrativen Sejm-Kommission vom 5. Februar stand ein von den der Rouwoj- Organisation angehörenden Abgeordneten eingcbrachtcr Gesetzentwurf zur Diskussion, der das Verbot der jüdischen rituellen Schlachtung in Poleit fordert. Die Diskussion wurde vertagt. Der jüdische Grundbesitz in Ostgalizien. In L e nl b e r g fand, wie die I. T- A. meldet, eine Konferenz von mehr als 200 jüdischen Großgrundbesitzern aus Ostgalizien statt, die veranlaßt war durch die Bestrebungen der polnischen Regierung, auf dem Wege der Agrarreform den jüdischen Grundbesitz zugunsten des polnischen zu verdrängen. Im Verlauf der letzten Jahre seien etwa 40 000 Juden aus den landwirtschaftlichen Berufen herausgeftoßen werden. Zurzeit sind in Ostgalizien etwa 600 Großgrundbesitze und einige tausend Klcingütcr in jüdischen Händen, außerdem existieren etwa 1500 jüdische Gutspüchter, mehrere tausend Gutsaufieher, Müller usw. Im ganzen ernähren sich in Ostgalizien ettva 200 000 Juden durch landwirtschaftliche Berufe. Jüdische landwirtschaftliche Kolonien auf der Krim. Der landwirtschaftliche Sachverständige und Direktor der Wiederaufbau-Arbeit des Joint in Rußland, Dr. Joseph Rosen, entwickelte dem New Aorker Vertreter der jüdischen Telegraphen-Agentur den Plan, die durch die wirtschaftliche Politik der Sowjetrcgierung cxistenzlos gewordenen russischen jüdischen Kleinhändler in größerer Zahl auf der Halbinsel Krim anzusiedeln und dadurch zu produktiver Arbeit zurückzuführen. Der Anfang sei bereits mit 300 jüdischen Familien von zusammen 1500 Seelen gemacht. Auf der Krim gäbe cs zahlreiche unkultivierte Ländereien, die bester Ackerboden und in jeder Beziehung als Sicdlungsland geeignet seien. Die russische Negierung stellt das Land unentgeltlich zur Verfügung. Der für den Beginn einer großzügigen Kolonisation erforderliche Betrag belaufe sich etwa auf eine Million Dollar. Revision des BeiliS-Prozesses. Moskau (I. T. A.). Der berühmte russische Rechtsanwalt A. S. Sarudnij, der dem Verteidigerkollegium im Beilis-Prozeß augehört hatte, richtete an die Sowjetregierung das Ersuchen, eine Revision des Prozesses des seinerzcit in Kischinew wegen Ritualmordes verurteilten, späterhin freigelassenen Juden Beilis anzuordnen. Er begründet sein Revisionsverlangen damit, daß die gegen die Juden in Verbindung mit den» Beilis-Prozeß erhobene Blutl» schuldigung für immer aus der Welt geschaffen werden müsse. — Die Sowjetrcgierung ist daran, eine besondere Rechtsbehörde für die Frage der Revision dieses Prozesses zu schaffen. Die jüdische Einwanderung in Argentinien. Paris (I. T. A.). Nach offiziellen Berichten der Jewish Colonisation Association (Jca) sind im November 1923: 25 025 Einwanderer in der Republik Argenttnien eingetroffen, von denen 1098 — meist aus Polen stammende — Juden waren. Ein Teil von ihnen findet in den landwirtschaftlichen Siedlungen der Jca als Hilfskräfte Beschäftigung, ein anderer Teil hat eigene Siedlungen zugewiesen erhalten. Aus der Bewegung. Vorstand der Vereinigung. Die Berliner Mitglieder des Vorstandes der Vereinigung traten am 20. Januar d. I. zu einer Sitzung zusammen, um über die Grundlagen zu beraten, auf denen in der nächsten Zeit die Arbeit für die in erfreulicher Entwicklung befindliche Bewegung beruhen soll. Es wurde ein Arbeitsausschuß zur Erledigung der laufenden Angelegenheiten bestellt, in ihn wurden vorläufig — vorbehaltlich der Bestätigung durch die nächste Sitzung des Gesamtvorstandes — die Herren Jaulus (als Schatzmeister), Lilienthal (als Schriftführer) und Woyda berufen. Ferner hat der Vorsitzende des Vorstandes, Herr Rechtsanwalt Stern, das Recht, an den Sitzungen des Arbeitsausschusses mit beschließender Sttmme, der Generalsekretär der Bereinigung, Herr Dickmann, mit beratender Stimme teilzunehmen. Der Arbeitsausschuß hat seine Arbeiten inzwischen ausgenommen und Herrn Lilienthal zum Vorsitzenden bestellt. In der Vorstandssitzung vom 20. Januar ist ferner beschlossen worden, den Beittag (einschließlich des Beitrages für die Zeitung) auf 1,50 M. pro Vierteljahr festzusetzen. Der Arbeitsausschuß wurde beauftragt, unverzüglich einen Goldetat aufzustellen und sämtlichen Vorstandsmitgliedern vorzulegen. Die „Jüdisch-liberale Zeitung" wird voin 15. März ab wieder wöchentlich erscheinen. Im Zusammenhang damit wird vom 15. März ab eine Neuregelung der Redaktion erfolgen, di- Herr Bruno Woyda als Chefredakteur unter Mitarbeit der Herren Laserstein und Lilienthal übernehmen wird. Der Arbeitsausschuß wird regelmäßig Rundschreiben an die Vorstandsmitglieder, Ortsgruppenleiter und B.'rtrauensleute herausgchen lassen, in denen über den Fortgang der Arbeit berichtet wird. Ortsgruppe Stettin. Nach längeren Vorbereitungen und Ueberwindung mancher Schwierigkeiten kam am 5. Februar d. I. hier eine Versammlung zustande, zu der die Vereinßiung für das liberale Judentum ihre hiesigen Mitglieder, sowie Freunde der Bewegung geladen hatte. Nur klein war die Zahl derer, die sich eingcfunden hatten, von denen inan aber überzeugt sein durfte daß sie aufrichtiges Interesse für die Sache besaßen. Nach Worten der Begrüßung und des Bedauerns über die bisherige Untätigkeit der Ortsgruppe durch Herrn Rabbiner Dr. Nellhaus sprach der Generalsekretär der Vereinigung, Herr Dickinann, über das Thema: ^Religiöser Liberalismus". Er sprach von dem liberalen Judentum als von einer Weltanschauung, deren vollste Berechtigung sich aus dem jüdischen Schrifttum und der geschichtlichen Entwicklung des Judentums erweisen läßt. Der Liberalismus des 19. Jahrhunderts habe in gewissem Sinne Fiasko erlitten und erleiden müssen, weil er sich zu sehr in Kleinigkeitskrämerei verlor und die Aufbauarbeit vernachlässigte. Der jüngere Liberalismus erzürnte die Notwendigkeit, mehr auf den Kern und das Wesen der Religion zu achten und positive Arbeit zu leisten, er war durch seine Veranstaltungen bestrebt, jedes einzelne Mitglied seiner Organisation aus einem Mitläufer zu einem Mitkämpfer zu erziehen. Die Religion sollte und soll für jeden zu einer Lebensmacht werden, die ihn ganz erfaßt und beherrscht. Heute sehe der Liberalismus seine Hauptaufgabe nicht in der Polemik gegen die anderen Richtungen im Judentum, sondern in dem Kampf gegen den Jndisfercntismus, die Wiedergewinnung der unzähligen deutschen Inden, die höchstens noch Trotzjuden sein mögen, sei die vornehmste Pflicht d:s religiösen Liberalismus. Der Redner hält daher eine ausgedehnte, energische Werbetätigkeit für notwendig und fordert hierzu auch in der hiesigen Gemeinde aus. Im Anschluß an den Vortrag entwickelte sich eine äußerst lebhafte und anregende Diskussion, aus der die Ausführungen von Herrn Rabbiner Dr. Wiener und Herrn Feldberg, d'm Vorsitzenden der Gemeinde, besonders hcrvorgehoben zu werden verdienen. Herr Dr. Wiener wies nach, daß das Judentum nicht nur als ein System von Anschauungen oder Glaubenslehren aufzufassen sei, sondern vor allem als der Zusammenhang jüdischer Menschen, und daß das Judentum ohne die Jndenheit nicht wirksam werten könne. Daher seien alle Bestrebungen zu begrüßen, welche auf die Erhaltung der Judenheit abzielen, darum habe auch die Arbeit der zionistischen Organisation ihren Wert. In religiöser Beziehung befürwortete Dr. W. aber volf und ganz die liberale Auffassung des Judentums und hieß die Erneuerung einer Ortsgruppe in der hiesigen Gemeinde willkommen. Eine Ortsgruppe, die es zuwege bringt, »wglichst viele Gemeindemitglieder für sich zu gewinnen und ihnen durch Vorträge, durch die Zeitung usw. religiöse Werte zu vermitteln, sie zu jüdischen Menschen in des Wortes bester Bedeutung zu machen, fände seine volle Unterstützung. In gleichem Sinne sprach Herr Feldberg für die Neukonstituierung einer Ortsgruppe, indem er erllärte, daß es ein bedauerlicher Zustand sei, wenn in einer Gemeinde wie Stettin, deren Mitglieder zu mindestens 80 o/o liberal seien oder sich wenigstens so nennen, keine Ortsgruppe der liberalen Bereinigung vorhanden sei. Ein Zusammenschluß sei unbedingt erforderlich, um auf diesem Wege die vielen Lauen und Abseitsstchenden für die Aufgaben und Angelegenheiten der Gemeinde stärker zu interessieren. In der weiteren angeregten Diskussion setzten sich die Herren Dr. Meyer, Rosenberg und Hirsch mit besonderer Wärme für die jüdisch-liberale Bewegung und die Wiederbelebung der Ortsgruppe ein. Nach einem kurzen Schlußwort des Herrn Generalsekretärs empfahl Herr Dr. Nelll-aus die sofortige Neukonstituierung der Ortsgruppe und die Bildung eines Arbeitsausschusses. Beides wurde sofort vorgenommen, die anwesenden Damen und Herren trugen sich bis auf wenige in die Mitgliederliste ein und zeichneten ansehnliche Spenden. Somit darf die Vereinigung mit dem Verlaus und dem Erfolg der Versammlung durchaus zufrieden sein. Der neugewählte Arbeitsausschuß wird seine Propagandatätigkeit sofort aufnehmen, unk> hofft, in kürzester Zeit die Zahl der Mitglieder von zurzeit 60 auf 200 erhöhen zu können. Magdeburg. Die hiesige Ortsgruppe der Vereinigung veranstaltete am 6. Februar einen Elternabend, um über die Erfassung der Jugend zu beraten. Vor einer gutbesuchten Versammlung bot Herr Lehrer Robert Hirschfeld ein ausführliches Referat, das die Grundlage einer äußerst lebhaften und angeregten Diskussion bildete. Dir Stimmung der Versammlung fand ihren Ausdruck darin, daß allgemein eine intensivere Arbeit im Sinne des liberalen Gedankens gefordert wurde. Als praktischer Erfolg ist die Gründung einer Jugcndgruppe für Kinder im Alter von 11—16 Jahren zu buchen, die unter der Leitung von 2 Damen Uftd 2 Herren stehen und von Herrn Rabbiner Dr. Wilde unterstützt werden soll. B. Segel,Philosophie desPogroms. Philo-Verlag, 1923. Die lleine, aber inhaltsreiche Schrift bildet in der Hauptsacheeine Auseinandersetzung mit Hans Blühers Secessio Judaica, die ausgetragen wird rnit den scharfgcschliffenen Waffen des Geistes, des Wissens und des Stolzes. Dazu kommt als Münze ein guter Schuß echten Humors, aber auch des bitteren Leids, daß ein Mann, der Deutschland und sein Volk liebt, beiden soviel Schmerzliches sagen muß. Nebenbei hält der Verfasser dem Leser ein aufschlußreiches Privattssimum über den wahren Marxismus gegenüber dem „jüdischen M.", wie ihn sich Herr v. Kahr denkt. — Der Philo-Berlag wußte wohl, was er tat, als er die ausgezeichnete Schrift seines verdienstvollen Mitarbeiters — der wirtschaftlichen Notlage zum Trotz — herausgab. Möchte sie nun auch recht viele Leser finden, hüben und drüben, den einen zur Ausrichtung, den andern zur Aufllärung. St. Freie jüdische Volkshochschule. Innerhalb des Zyklus .Soziale Gegenwartsprobleme* findet am Donnerstag, den 21. Februar, abends 7 y2 Uhr, im Synagogengebäude Fasanenstr. ein Dortrag von Herrn Rabbiner Dr. Wiener- Stettin über. »Religiöse Probleme" statt, auf den wir hiermit besonders Hinweisen. Pressefonds. Zur Ausrechterhaltung unserer Zeitung gingen weiterhin ein: Frankfurt a. Main: Leopold, Levi, Dr. Merzbach, Dr- Baerwald, Dr. Warmbrunn, Dr. Blau, Dr. Mayer, Ferdinand Stiefel, Julius Erlanger, Dr. Scherer, Albert Cohen, Dr. Salfeld, Stephanie Forchheimer, Dr. Hahn, Dr. Lazarus, Dr. Geiger, Dr. Seligmann, Simon Mayer je 10,— M.. Aachen: Gustav Blumenau 3,50 M. D o r t m u n d: Frau M. Jacoby 2,50 M. Berlin: Dr. Breslauer, Justizrat Breslauer je 1,— M.; Kommerzienrat Hamburger 3,50 M.; Dr. Tirschtigel 1,50 M.; S- Herzberg 4,50 M.; Max Stern 3,— M. Sommerguth u. Aschner 4,— M.; Alfred Joel 1,50 M.; Georg Proskaucr 8,50 M.; Albert Lewitt 1,50 M.; HanS Lewin 3,50 M.; Ludwig Schlesinger 3,50 M.; N. Conitzcr 0,50 M.; Fritz Choyke 3,50 M.; Max Simon 14,— M.; Hans Bauchwitz 0,50 M.; E. Bergmann 1,50 M.; Georg Hahn O, 50 M.; Max Proskaucr 3,50 M.; Julius Friedländer 1,50 M.; Siegmund Cohn 3,50 M.; Julius Blumenfeld 3,50 M.; Frau B. Stahl 0,50 M.: I. Kuttner 0,50 M.; M. Rösch 1,50 M. Schönau a. K.: Georg Bremer 0,50 M. Lucken Walde: S. Hermann 8,50 M. Stettin: Max Wollenberg 3,50 M. Breslau: Dr. Korn 0,50 M.; Max Löbell 5,— M.; Eduard Ri-senfcld 1,— M.; Justizrat Hausmann 0,50 M.: Paul Kanter 3,50 M.; Ludwig Loewe 1,— M.; I. Pelz 2,— M.; W. Srherbcl 3,50 M. Forst i. L.: Mar Levy 3,50 M. Chemnitz: Daniel Flieg 6,50 M. Königsberg i. Pr.: D. Grünberg 3,50 M. S ch w e i d n i tz: Justizrat Landsberg 2,— M. Planen: Alex Löwenthal 1,50 M. Wehdem: PH. Coblenzer 1,50 M. Bielefeld: I. Hermann 0,60 M.; Franz Friedmann 3,50 M. Hamburg: John Philipp 0,50 M. (Fortsetzung folgt in der nächsten Nummer.) Für unser Berliner Büro suchen wir eine perfekte Stenotypistin, dimit sämtl. Büroarbeiten vertraut ist. zu möglichst baldigem Eintritt bei angemessenem Gehalt. Höhere Schulbildung Bedingung. Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslaus, Ze"gnisabschrisien und Angabe des frühesten Eintrittstermins an unserBüro Berlin W8, Mauerstr. 22. Vereinigung für da» liberale Judentum e. v. •* ß Arbeitsgemeinschaft jüdis^-Nberaler Jugend-Vereine \ ln Deutschland _ f» 3H Berlin. I* •I W 8. Mauerstr. 22 — Fernsprecher: Merkur 8725 'Z tz - S Donnerstag, den 21. Februar 1924, * I* abends 8'U Uhr. Ros-nstr 2 4 lBobnhof Börse): % il Vortrag von Herrn Rabbiner Dr. Lehmann: f« Rosse und Religion. y %ß Freitag» den 29. Februar 1924, abends 7'/« Uhr: Freitogobendfeier \ '# im Logenhaus Kteiststr. 10 - Herausgeber: Vereinigung für das liberale Judentum e. V„ Berlin W 8. — Verantwortlicher Schriftleiter: i. V. E. Dickmann, Berlin. — Druck: R. Lantzsch, Berlin S 14, Wallstr. 55.