Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 3 (1923)
- Issue
- 27 (5.10.1923)
- Date
- 1923-10-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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haben derartige Untersuchungen bekanntlich gezeigt, daß die Quellen des riesigen Reichtums oft nichts weniger als scruber uns lauter sind. Der alte Reichtum des Hauses Rothschild verträgt dagegen in jeder Hinsicht eine Prüfung seiner Quellen. Das ist die erste und vielleicht politisch und sozial wichtigste Folgerung, die wir aus der wifsenfcliastlielsen Biographie Meyer Amschel Rothschilds, des Frankfurter Begründers des Weltha'uses, die hier zuni ersten Male aus Grund archil>aliset>er Quellen geboten wird, ziehen können. Es wirs gezeigt, ivie lner durch Fleiß, Klugheit, Sparsamkeit und Glück ein vornehmes und danerlmile-.' Gebäude entsteht, das nicht, Ivie so viele ähnliche, schon in der nächsten Generation zerfallen ist. Trog seines streng hjstorischwissenschmtlichen Charakters kann das Buch auch als belehrende und unterhaltende Lektüre für die reifere Jugend empfohlen werden. Besonders Lob verdient die äußere Ausstattung, die wir heute im Buchverlag selten so geschmackvoll und gediegen sinden. Es wird daher auch als Bar Mizwa-Gcfchenk sich recht gut eignen. H. sJf. G eschi<hte der Juden in Magdeburg. Bon Dr. Moritz Spanier. Verlag von L- Sperling G Co., Magdeburg. 1923. Der Verfasser, der zu den Veteranen des deutschen liberalen Judentums gehört und unfern Lesern als geschätzter Mitarbeiter unseres Blattes wohlbekannt ist, gibt auf Grund fleißiger historiscljer Quellenstudien eine Geschichte der Juden in Magdeburg dis auf unsere Zeit. Magdeburg gehört zwar nickst zu den großen, alten Jndengemcinden in Deutschland. Auch heute ist die Zahl der jüdisckten Eimvohner ver liältni-.'inäßig nickst allzu groß. Immerhin wohnten, wir urkundlich crmiescil. schon im Jahre 965 hier Juden unter der Herrschaft des Bischofs. Trotz zahlreicher Verfolgungen siedelten sich auch immer wieder Juden an, denen man, wie heute, die Schuld au allen :nöglieheu Uebeln in die Schuhe schob und die bei jeder Gelegenheit als bequeme Ablenkung für die Wut des Pöbels herhalten imistten. Im Jahre der Vertreibung der Juden aus Spanien (M92) wurden sie auch aus dem Erzbistum Magdeburg ausgetriebcn, wobei 1400 Jnoen zum Wanderstab greifen mußten. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts sind dann wohl keine Juden für längere Zeit in Magdeburg ansässig gewesen. Auch dann finden nur ein Jahrhniroerl lang höchstens einige talentierte „Schutzjuden" dort. Erst als im Jahre 1807 die Stadt zum Königreich Westfalen geschlagen wurde, besserte sich die Lage der Juden, und bald erstand wieder eine ansehnliche Gemeinde. Aber erst im Jahre 1850 konnte ein Gotteshaus erbaut werden. 1 Obwohl sich das Schicksal der Magdeburger oerhältnismäßig jungen jüdischen Gemeinde wenig von dem des deutschen Gesamijudentums unterscheidet, sind solche Gemeindegeschichten, wie sie Dr. Spanier in nmsterhafter und in jeder Hinsicht ansprechender Weise abgefaßt hat, sehr verdienstvoll, denn sie lehren uns an der Hand des Änzelfalls das Ganze der Geschichte unserer Glaubensgemeinschaft besser kennen, mcil immer der besondere Fall, das Beispiel, anschaulicher wirkt, als sie beste Allgemeindarstellung. H. N. Aus der Jugendbewegung. Schriftleiter: Ernst Heinrich S e l i g f o h n (Berlin-Grunewald) Aus der Praxis des Jugendgottesdienstes. Von Hans Lömenberg. Gruppe „WeftM" des Ili-Berlin. - Bei allem was für die Iugend bestimmt ist, soll man daran denken, datz „für die Äugend dos Beste gut genug ist". Ganz besonders soll man dieses Wort deherzigen, wenn es sich dämm handelt, einen Iugendgoltesdienst emzurichten, denn gerade die.I ugend besitzt ein sehr ausgeprägtes religiöses Empfinden. Wird diesem religiösen Feingefühl der Kinder auch Rechnung getragen? , ' ' i I. Was die äußere Form anlangt: Die Betsaalgottes-- dienste lassen gerade darin sehr viel zu wünschen übrig. Kinder sehen und hören alles und werden aon allem beeinflußt. Wenn man das Betlokal für den Jugendgottesdienst betritt, sieht man auffällig angebracht ein Schild: „Trinkt echt Patzenhofer"! Ferner steht ein Schanktisch unverdeckt beiseite; die Kerzen befinden sich in Blumentöpfen, die doch durch Manschetten leicht zu verdecken sind. All das raubt den Kindern die andächtige Stimmung; sie sind zu abhängig von nutzeren Einflüssen. Wamm wird der Schanktisch nicht — wie beim Gottesdienst der Erwachsenen — verdeckt und das .Schild von der Wand entfemt? Ein Vorsteher hat einmal kurz vor Beginn des Jugendgottesdienstes den Aufseher beauftragt, den Raum nach seinen Angaben würdig zu gestalten; warum sorgt die jüdische Gemeinde nicht dafür; warum kann die heilige Lade nicht geölt werden, damit sie nicht knarrt? — Es ist der Vorschlag gemacht worden, datz der Prediger im Omat erscheinen solle; ich glaube jedoch nicht, datz das auf die Kinder grotzen Eindruck machen wird. — Die Aufseher mühten bessere Pädagogen sein! Abgesehen davon, datz sie die Kinder nicht durch ihren Anzug zum Lachen reizen sollen, brauchen sie nicht zu winken, wenn die Gemeinde sich erhebt. Vorbild für die Kinder seien der Prediger und der Vorsteher; wenn die sich erheben, tun die Kleinen es ihnen von selbst nach. — Wenn der Aufseher den Kindem sagen will, sie sollen vor Beginn der Andacht ihre Notdurft verrichten, so braucht er sich nicht vor die Kanzel zu stellen und das in den Saal zu rufen. Konnte der Aufseher nicht — wie es ein Prediger tat — von Bank zu Bank gehen und leise die Kinder bitten, nicht während des Gottesdienstes hinauszngehen? Ich betone nochmals, datz Kinder derartige Geschmacklosigkeiten — und das ist eine — auch als solche empfinden. — Man halte mir nicht entgegen, das feien Aeuherlichkeiten! Die Er wachfenen können sie ignorieren, Kinder sind von ihnen abhängig. Die Erwachsenen würden bei der jüdischen Gemeinde Vorstellungen erheben, wenn der Betraum nicht würdig wäre; warum kümmern sie sich nicht auch um die Betsäle für den Jugendgottesdienst ihrer Kinder? 'Aber die meisten jüdischen Ettern sind in jeder Beziehung gegen den Juden in ihren Kindern zu gleichgültig! II. Eine andere Frage ist, ob für die verschiedenen Altersstufen mehrere Jugendgottesdienste stattfntden sollen. In diesem Punkte stimme ich Frau Rosenthal-Budwig (Nr. 2 der Mitteilungen, Jahrgang 1923) zu. Teilung in Sechs- bis Zwölfjährige — für sie sollte ein Jugendgottesdienst eingerichtet werden — und über Zwölfjährige — diese sollen jedoch mit ihren Eltern zum grotzen Gottesdienst gehen — Abgesehen davon, datz jene Aetteren keine Dummheiten machen können — auch das kommt aus Mangel an religiöser Erziehung leider sehr oft vor —, würden sie so allmählich für den Gottesdienst der Erwachsenen herangezogen werden. Die Predigten werden sie mM verstehen; wenn nicht, so schadet das auch nichts. Voraussetzung sind natürlich Kenntnisse im Hebräischen. III. Was die Gebete des Jugendgottesdienstes betrifft, so möchte ich wünschen, datz autzer der Thoravorlesung und ganz wenigen Gebeten des Vorbeters alles von den Kindern gebetet wird. Zu dem Zweck ist es erforderlich, datz der Chor unter die Kinder verteilt sitzt. Zur Auswahl der Gebete will ich mich jetzt nicht äußern, da — wie ich höre - bereits eine neue Jugendgottesdiensbagenda bearbeitet wird. Vorbedingung für j e d e n Jugendgottesdienst ist allerdings, datz alle Kinder — etwa pom achten Jahre ab — die Gebete flietzend lesen, übersetzen und erklären können. Nur dann wird der Jugendgottesdienst seinen Zweck erfüllen. Datz dies auch in wettem Matze vom Religionsunterricht abhängt, steht fest, und deshalb ist cs notwendig, ihn zu reformieren. Damit ist aber noch nichts erreicht, solange die Kinder nicht zu Hause arbeiten, denn in der Schule kann in dreiviertel Stunden nicht viel geschafft werden. Das sagen alle Religionslehrer. und jeder Schüler wird das bestätigen. Die meisten Kinder arbeiten aber nicht zu Hause. Die Schuld dafür aber trifft einesteils sie selbst, die in den Religionsunterricht gehen, um sich vergnüglich zu unterhalten, indem sie die Lehrer ärgern und sonstige Dummheiten machen: der andere Teil der Schuld fällt auf die Eltern, die sich nicht darum kümmern, ob ihre Kinder arbeiten oder nicht, ob sie infolgedessen ihr Wissen bereichern oder nicht. Was die Verbesserung des Religionsunterrichtes an sich anlangt, so mag das einem anderen Aufsätze Vorbehalten bleiben. Von berufener Seite ist vorgeschlagen worden, die Predigt früher zu legen, damit. die Kinder nicht schon ermüdet sind, wenn der Prediger die Kanzel besteigt. Inhaltlich hat Frau Rosenthal-Budwig zu den Predigten bereits das Nötige gesagt. Datz Kinder nicht Butze tun können — weil sie keine Sünder sind — und nicht über ihre Taten Nachdenken können, ob sie auch immer recht gewesen — denn die Versuchung tritt an sie in dem Matze noch nicht heran — hatte ich für selbstverständlich. Als Ersatz für den Sabbatgottesdienst erfüllt der Iugendgoltesdienst vollkommen seinen Zweck; ebenso an den hohen Festtagen an Stelle des Hauptgottesdienstes. Darum sollten die Kinder diese Jugendgottesdienste regelmäßig besuchen: am Sabbat solange, bis sie lieber zum Gottesdienst am Frettagabend oder — wenn möglich — am Sabbatmorgen gehen wollen, am Jom kipper und Rosch haschana bis zum zwölften Jahre. 'Auf jeden Fall sollte man es den Kindem und älteren jungen Leuten selbst überlassen, am Sabbat zwischen Haupt- und 2ugendgottesdienst zu wählen. , »- Synagogenbau in Vergangenheit und Zukunft. Von cand. iur. Fritz Karger (Berlin). (Schluß.) Seitdem Ende des Barock ist aber keine künstlerisch wirllich bedeutungsvolle Synagoge mehr entstanden. Dies wird dadurch erklärt, datz seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts der Baukunst überhaupt in ganz Europa schwer darniederlag, wenn man von den doch nur vereinzelten bedeutenden Schöpfungen absieht, die im ersten Drittel dieses Jahrhunderts, unter der Herrschaft des Klassizismus, entstanden sind. - Datz fast alle Synagogen, die seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden sind, künstlerisch ganz minderwertig sind, braucht nicht zu verhindern, datz uns diese Synagogen sonst lieb und wert sind; wir schätzen diese Synagogen aus Pietät, weil wir in ihnen von Kindheit an dem Gottesdienst bcigewohnt haben, nicht wegen ihrer ünstlerischen Eigenschaften. Hier sehen wir wieder, was uns auch schon die vorangegangene geschichtliche Entwicklung zeigen tonnte, datz die Synagogenbaukunst der europäischen Juden sich stets der sonstigen europäischen Baukunst parallel entwickelt. Wenn wir also über die Zukunft des Synagogenbaus Nachdenken, müssen wir uns überlegen, wie sich wohl die Zukunft der europäischen Baukunst überhaupt gestatten wird. Die Samen für diese zukünftige Entwicklung liegen in unserer Zeit; vielleicht können wir aus der Balckunst unserer Tage auch auf die zukünftige Entwicklung unserer Baukunst schließen. Die gegenwärtige sakrale Baukunst ist nun in einem schlimmen Zustand; neben gedankenlosen und untünstlerischen Anlehnungen an Baustile vergangener Zetten sehen wir höchstens tastende Versuche, zu einem eignen Stil zu gelangen, die aber noch nirgends zu einem voll befriedigenden Ergebnis geführt haben. Anders ist die Lage der profanen Baukunst. Wenn auch hier von einem eml>ettlichen Stil noch nicht die Rede sein kann, so finden wir doch immerhin schon zahlreiche Proben einer selbständigen, schöpferischen Baugesinnung. Von hier kann auch eine neue Blüte sakraler Baukunst ausgehen. Eine solche Entwicklung vom Profanen zum Sakralen wäre durchaus nichts so Ungewöhnliches; war doch auch die Urform der christlichen Kirche, die Basilika, ursprünglich nur eine Art Versammlungs- und Markthalle. Man hat von manchem modemen großen Industriebau gesagt, datz er wie der Tempel einer neuen Weltanschauung wirke; sollten die Erbauer dieser „Quasi-Tempel" nicht auch wirkliche Tempel schassen können? Wie einst diese Tempel im einzelnen cmssehen werden, können wir noch nicht wissen; dies soll uns ja gerade der geniale Baumeister sagen, der uns den Tempel der Zukunft schaffen soll, durch ,f den ausgesprochen wird, was, uns selbst nicht bewußt, in uns allen schlummert. Nur soviel wissen wir wohl, datz in diesem neuen Tempel vieles anders sein wird, als in dem alten, besonders in dem des lebten Jahrhunderts. Die neue Baukunst wird sich weniger an Mtes anllammern, die neuen Bauten werden stolzer und Heller sein als die alten, lind nicht nur die Architektur wird eine andere sein, sondem auch die Dekoration. So wird z. B. der neue Tempel nicht mehr durch elektrische Lampen erleuchtet werden, deren Form Wachskerzen imitiert. Wann dieser neue Tempel entstehen wird, ist noch nicht abzusehen, denn für die nächste Zukunft wird eine fruchtbare Entwicklung der Baukunst durch die wirtschaftliche Lage verhindert. Hoffen wir, datz diese Nöte bald überwunden sein mögen, damit die Synagoge unseres Jahrhunderts basd herrlich erstehen möge! Vom Zungjudenheft der Tat. Bekenntnis, nicht Kritik kann allein Ergebnis sein des Lesens dieser Schrift. Denn, was an Emzelheiten gesagt wird in den verschiedenen Aufsätzen — meist aplioristisch (im weitesten Sinne) gehalten wegen der Kürze des Raumes —. ist nur geeignet, schöpferisch anzuregen - gerade weil uns manches fremd und unbehaglich ist —, aber der (Fach-) Kritik bietet es nicht genügend Fläche. Datz doch diese Schriftensammlung nicht unwesentlich, ja lierausfallend dasteht aus bisher Gebotenem, dankt sie dem lebendigen Geist, der jedes Wort durchprüft, der die Brücke schlägt, wo in groß gezeichneter Zusammenfassung die Einzeldinge ausein anderzufallen drohen. Zu eben diesem Geiste gilt es sich zu stellen, ihm sich zu verschreiben (denn wer von uns könnte sich ihm entziehen?). Kritik aber ist nicht am Platz, wenn überragend, wie hier geschieht, denen, die es bisher nicht sahen oder übersehen konnten (und werden das bloß christliche „Tat"leser sein?), die Möglichkeit einer Schau gegeben wird fast auf das Ganze des geistigen Riesenkompleres, das wir heute Judentum nennen. Der gemeinsame Rhythmus, dies Hinreitzen zur Harmonie zwischen Idee und Gestattung, der „freudige Dienst am Geiste", „am unbedingten", „formschaffenden", er wird zum Liede, das wie Quell bald und bald wie stäubender Fall aus den Wotten dieser Menschen springt. Dem m ü s s e n wir uns schenken. Nichts ändert daran und darf uns abftotzen von diesem Wege: keine Manieriertheit der Dittion, keine noch so fremde Richtung der Spekulation ^oder anders geartete Zielhaftigkeit und Einstellung zur Arbeit am Judentum. Wie ein Stroin ist dies geistige Geschehen hier. Was da steht an' Selbstbekenntnissen ist ehrliches Leben, keine Literatur. Menschen, nicht Aufsätze. Es wird der Leser ein Bild gewinnen über viele wesentliche Richtungen im heutigen Judentum. Lücken freilich empfindet, wer um die Bewegungen weiß, und vermißt die „Jugendlichsten" der Juden von heute — und einen Aufsatz „Liberales Judentum". Wir Liberalen müssen, gerade aus Liberalismus, die Totalität des jetzigen jüdischen Geschehens uns nabebrrngen, so schwer es manchem fallen mag, wenn imr nur die alten lebenspendenden Quellen in ihm. und sei es noch so trüb', springen sehen. Nur so kann es uns gelingen, die wir Bannetträger der reinen Religion sein wollen, alle Kräfte unserm Dienste zu werben. Dann zu stauen und reinigend zu sondern, das wäre Dienst am Geist und die schönere Aufgabe der Jugend. Mutz denn aber — die Anregung zu dieser Schrift kain von nichtjüdischen Kreisen — die Anrufung unseres Ich?., unseres Gesamtichs zumal, immer von außen kommen, soll denn die Bibel immer von andern übersetzt werden? — - Fast will es scheinen, als ob wir zwar eine gut ausgebaute Apologetik hätten (wie sie unsere soziologische Situation auch erfordert) . . . aber die Möglichkeit scheint verloren, „von sich (von seinem Judentum) zurückzutreten wie ein Maler von feinem Bilde — wer das vermöchte"!? Paul Falkenberg. Ili-Berlin. »1 Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugend-Vereine in Deutschland 5t 3« Berlin Büro: Berlin W 8, Mauersiraße 22 (Zentrum 162) Donnerstag, den 11. Oktober j§ 1923, abends 8V2 Uhr» in der ss, Rosenstr. 2/4 (Bahnhof Börse) *§ Dortrag des Universitätsprof. Herrn Dr. Gustav Mayer: ‘J „Lassalle und das Judentum". •1 fi i| fi ji Sonntag, den 14. Oktober 1923 fi Tagesausstug 1nach Spandau — Spandauer |« Stadtforst. Treffpunkt 8.05 •J Uhr Bahnhof Charlottenburg, ^Bahnsteigs. Abfahrt8.17Uhr. fi »I fi »| Donnerstag, den 25. Oktober f» 1923, abends 8Vt Uhr, in der •1 Roseustratze 2/4 Dortrag des fi Hm. Rabbiner I. Lehmann: »J „Raffe und Religion". I' Gäste zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen! i| fi 3(i Breslau Büro: Höfchenstraße «1 ll l. j= Montag, den 15. Oktober, abds. 8 Uhr in den Räumen der Gesellschaft »Tin» \ tracht", Am Anger: »I Außerordentliche Mitglieder- C* Versammlung il 8—880 Uhr: Bibliothek (es wird um Rückgabe aller entliehenen Bücher \ ersucht). tl 8% Uhr pünktlich söhne Rücksicht aus 5, die Anzahl der Anwesenden) Tin« \ tritt in die Tagesordnung: l§ 1. Antrag des Vorstandes aus Satzungs» f| Änderung: Neuregelung des Vorsitzes. *, 2. Entgegennahme von Anträgen und f= Wünschen aus der Versammlung. Anschließend: Vortrag des Herrn \ Erich Bager: f§ Der jüdische Liberalismus — ft eine Rotwendigkeil. Zugleich geben wir bekannt, daß in diesem Winter folgende Kurse statt» ff finden: §tz 1. Herr Rabbiner Dr. Dogelstein: \ Hebräisch sür Fortgeschrittene, wä» *3 «deutlich. Beginn Anfang Dezbr. 5» 2, Herr Rabbiner Dr. Dogelstein: SL Besprechungen über Grundfragen des t Judentums, 2—3wöchentlich. Beginn M Anfang Januar. lg 3 Herr Rabbiner Dr. Sänger: Bor» \ tragszyklus : Die Aodifizierung de« *| jüdischen Religionsgesetzes. 4—5 ssg Vortrage. Beginn Mitte November- %. 4. Herr Dr. Elk: Mystische Strömunfi gen iw Judentum, I4tägig ab 22. #t Oktober. \ 5. Herr Erich Bayer: Lektüre des 2. ff Buch«; Mose, 1—2wöchentlich. Be» || ginn Mitte November. H Wir bitten, sich möglichst bald zur ff Teilnahme an den Kursen in die bei Hz Herrn Berger und in der Eröffnungs» % Versammlung ausliegenden Listen ein» ff zutragen. Weitere Kurse und Bor« ft träge sind noch in Vorbereitung. Der Beittag, der laut Vorstands» 's beschluß vom 15. September 1923 mo» ft natlich den Wert von zwei Straßen» 's bahnfahrten nach dem Stande am Tage der Zahlung entsprechen soll, ist bal» gl digst aus Postscheckkonto Breslau 17443 .5 Alfred Berger einzuzahlru. ’S I« Herausgeber: Vereinigung für das liberale Judentum e. B., Berlin W 8. — Verantwortlicher Schriftleiter: E. Dickmann, Generalsekretär. — Druck: R. Lantzsch, Berlin S 14, Wallstr. 55. —..