Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 3 (1923)
- Issue
- 22 (1.6.1923)
- Date
- 1923-06-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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7* V«:.* V v-r\»TT'^T'V^T’y>'”’r* T?*-w«-,w,v.vn» H-'yvwi'-r .4°^v-^wf«>-wv *vv-, 7.''^-^", T..i;»-ytay>"-v. 'V^-,4^., ,W"^T"v '»■"JV,;.^ lv'^.-1.',Jji;i.^IV V1” MMWWWW vT“/l-*^F?r Wj T1 TtWhFJF -1 beruhen und aus einem tiefen seelischen Zwang eines Wahrheilssuchers hervorgeaangen sind, führen zu dem Resultat» daß sowohl der Begriff „schriftliche Lehre", wie auch „Halacha le Mosche mi Sinai" für den Talmud kein historischer, sondern ein dogmatischer Befrist ist. der jenseits aller wissenschaftlichen Erkenntnis liegt. Wie die göttliche Vorsehung und die menschliche Willensfreiheit, wie Gottes Gnade und Gottes Gerechtigkeit, obwohl sie einander auszuschlietzen scheinen, nach talmudischem Glauben nebeneinander bestehen, so bestehen auch die einander auszuschlietzen scheinenden wechselnden Auffassungen des Begriffes „schriftliche Lehre" als Peschal und als Derasch nebeneinander. Es ist dieselbe Paradoxie, von der Baeck in seinem Wesen des Judentums spricht. Und was von der schriftlichen Lehre gesagt ist, gilt in verstärktem Matze von der mündlichen Lehre. Erst die Interpretation späterer Sahrhunderte hat, nach der Darlegung von Kaatz, diese originale talmudische Auffassung verdunkelt, änsbesondere waren es die Männer, die an der Schwelle neuer Geistesentwicklungen des Judentums standen, Moses Mendelssohn und Samson Raphael Hirsch, welche für das Judentum jedes Dogma ablehnten und nur Gefchichtswahrheiten und Mizwos gelten liehen. Demgegenüber betont und beweist Kaatz in der vorliegenden Schrift den rein dogmatischen Eharakter der mündlichen Lehre. So ist seine Schrift ein dankbar?u begrüßender, auf eigenen neuen Wegen wandelnder Beitrag zur Dogmatik resp. Theologie des Judentums. Unter dem Pseudongm Emil Bernhard gab der als feinsinniger Dichter bekannte Rabbiner Dr. Emil Lohn in Bonn eine reiche Auswahl von Gedichten des <3ehudaHalevi4) in neuer Uebersetzung heraus. Der Ueberfetzer hat recht mit der Feststellung, datz alles bisher an Uebersetzungen Gebotene ohne Ausnahme ungenügend war. Denn es mutz selber ein Dichter sein, wer einen Dichter übersetzen will. Nicht um Wiedergabe des originalen Rhythmus und vielverschlungenen Reimes handelt es sich bei solchen Uebersetzungen, sondern um einen Versuch, den Dichter selbst in seiner Glut und Sehnsucht, in seinem Rubeln und Weinen, in seiner Zartheit und Grötze, in seiner Grazie und seinem Pathos, in dem ganzen lebendigen Eindruck, den er im Original Hervorrufi, auferstehen zu lassen. All das ist in den mit dithyrambifchem Lobs verherrlichten Uebertragungen von S. Heller nicht zu finden; noch viel weniger in den anderen Uebersetzungen. Denn Heller hat es wenigstens verstanden, in grandioser Virtuosität den originalen Rhythmus und Reim in einigermatzen Erträglicher Sprache wiederzugeben und sich dabei als Meister der Sprachbeherrschung erwiesen. Emil Lohns Uebertragungen lassen vom Geist des Dichters einen Hauch empfinden. Reben der meisterhaften Uebersetzung ist die künstlerische und feinsinnige Auswahl des besten und charakteristischsten aus 2ehuda Haleois Dichten hervorzuheben. Die letzten 30 Seiten machen zum erstenmal den Versuch, aus den Gedichten selbst das Leben der wunderbaren Mannes erstehen zu lassen, das wir sonst nur aus dürftigen Notizen kennen. Druck und Ausstattung des Buches sind vornehm und künstlerisch und machen das Buch zu einem der kostbarsten Geschenkbiicher unserer jüdischen Literatur. Originale Dichtungen sind die „Loblieder des Llijahn Rappeport"5), denen Marlin Buber das Geleitwort auf den Weg gibt: „Mein Freund Llijahn Rappeport, einst Mathematiker und Doktor der Philosophie, jetzt Mitglied einer Landarbeitergenossenschaft im Tale Zesreel, hat diese Loblieder zumeist im Krieg geschrieben. den er als österreichischer Offizier an der galizischen Front erlebte. 2ch weitz über diese Loblieder nichts anderes zu sagen, als datz sie es wirklich find: sie find zum Lob Gottes geschrieben . . . Auch diese Spätlinge sind ein ,gülden Kleinod Davids'." Die tiefe Pfalmenfrömmigkeit, aus Sehnsucht und Demut, aus tiefstem Verbundensein mit Gott geboren, findet hier neue Worte und Bilder, die in ihrer Schlichtheit und antiken Grötze von überwältigender Macht auf gleichgestimmte Seelen sind. Unter dem Titel „Das jüdische Jugendbuch"^ haben M. Steinhardt, Heinrich Loews und L. Z. K l ö tz e i gemeinsam eine Sammlung von Erzählungen, Gedichten, interessanten Darstellungen belehrenden Inhalts herausgegeben. Das Buch vermittelt eine^ ganze Menge jüdischen Wissens in ansprechender Zorm. Gute Illustrationen in reicher Mannigfaltigkeit verleihen dem empfehlenswerten Jugendbuch einen besonderen künstlerischen Reiz. Als ein gleichwertiges Jugendbuch besonderen Lharakters stellt sich uns das künstlerisch ausgezeichnete vornehme Buch „Mose, eine Erzählung für die 2 u g e n d " von Frieda Weitzmann, mit vierzehn Bildern von Käte Ephraim - Marcus7) dar. <3n der Sprache Grimm'fcher Märchen erzählt die Verfasserin den Kindern, wie es den Hebräern im Lande Aegypten erging, von Moses Geburt, Rettung, Kindheit, von Moses im Königsschlosse, von Moses als Beschützer der Hebräer und all die anderen Geschichten von Moses, bis er von Gott zum Retter der Hebräer bestimmt wurde. Die Illustrationen, nach Lilien'scher Manier in wenigen charakteristischen Linien, die sich vom weitzen Untergrund plastisch abheben, gezeichnet, begleiten den Text und geben dem prächtigen Werk seinen wertvollen Reiz. Das Buch ist in vornehmster Weife aus- 4) 2ehuda Halevi, ein Divan. Ueberlragen und mil einem Lebensbild versehen von Emil Bernhard. Lrich Reih Verlag, Berlin. 5. a. S. 165 Seiten. 5) 2m Marcan Block Verlag?u Köln am Rhein. 1928. 8. 67 Seilen. A 6) Welt-Verlag, Berlin. 8. Mit 28 Bildern. 216 Seiten. 7) 2. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. 1920. 8. 62 S. estallel und macht dem Verlag nicht geringere Ehre als er Dichterin und Künstlerin, die es geschaffen. Von den jüdischen Sagen und Legenden fürjungundalt, herausgegeben von Bernhard Kuttners) ist ein fünftes Bändchen erschienen, das alle Vorzüge der früher erschienenen Bändchen aufweist. Auch die Erzählungen dieses Bändchens sind geschickt und voll sicheren pädagogischen Taktes ausgewählt und gut wiedererzählt. Datz unter den jüdischen Sagen und Legenden neben dem vorwiegend religiös und moralisch Erbaulichen sich auch rein Unterhaltendes finde, erweist der Erzähler durch die Aufnahme der drei letzten Stücke dieses Bändchens, die Proben profaner Lektüre darstellen. Von dem anerkannten Meister der Wiedererzählung jüdischer Sagen, dem allzu früh uns entrissenen Micha Sosef den Gorion, liegt uns der Schlutzband der ersten Serie der Sagen, die die Zeit vor Moses behandeln, vor unter dem Titel „Die zwölf Stämme"^). Unter den Stichworten „Mythisches, Midraschim, die Erzählung. Beilagen" werden in vier Büchern die Legenden und Sagen von den Stammvätern und den Söhnen Sakobs wiedergegeben. Der Verfasser schöpft aus dem reichen Quell des haggadifchen Schrifttums alter und neuer Zeit, das er wie kaum ein Zweiter beherrscht, den schier unerschöpflichen Stoff, und in dieser Sammlertätigkeit, noch mehr als in der Wiedergabe, liegt die hervorragende Bedeutung des Buches. An sich find die Geschichten in ansprechender Form wiedererzählt; allein die straffe Zusammenfassung der Massen fehlt. Roch späht der Reichtum jüdischer Dichtung in den Midraschim nach einem Schwab aus, der „die schönsten Sagen des jüdischen Altertums" kongenial wiedererzählt. Sn zweiter Auflage ist die historische Erzählung „ A k i b a ", historische Erzählung aus der Zeit der letzten Kämpfe der Süden gegen die römische Weltmacht; nach talmudischen und römischen Quellen bearbeitet von Dr. M. Lehmann w) erschienen. Die Vorzüge der Erzählungskunst des Verfassers sind bekannt: Großes Geschick in der Anordnung des aus geschichtlichen Quellen geschöpften Stoffes, plastische Darstellungskunst, psychologischer Takt, Wärme der Sprache und die Gabe interessanten Erzählens. Aber das Letzte, das den Meister kündet, fehlt: die echte Dichterkraft, die sich nicht definieren lätzt, die als lebendiger Funke in^der Seele glüht und Seelenglut zu entfachen weitz. Wo wir Poesie erwarten, ist Rhetorik. Die Gespräche, an deren Ueberflutz die Erzählung leidet, sind nüchtern. Die apologetische Tendenz tritt allzu aufdringlich in den Vordergrund. Ganz anders spricht zu uns im Vergleich damit „Diefremde Erde" von Lotte Gumtaui >). Hier ist dichterische Kraft und Schönheit, Glut und Snbrunst, Melancholie und Tragik. Die alte Geschichte von Moses und dem Auszug der Hebräer aus Aegypten wird unter der wundervollen Erzählungskunst einer Künstlerin lebendig, wie der Marmor des griechischen Bildhauers. Wir fühlen den Pulsschlag der Menschen. Die Seelen der Geknechteten sprechen zu uns aus ihrer dumpfen Gedrücktheit. Eisig weht es uns an in der Nähe des menfchenverachtenden grausamen Pharao und seiner machtgierigen Priester. Plastisch treten alle Gestalten hervor: Miriam und Aaron, Amram und Sochebed und der böse Maheli. Wundervoll sind die Figuren des jungen Prinzen Merenptah und der lieblichen Dina gezeichnet. Alle überragend aber die einsame suchende Grötze Moses. Wir sehen ihn wachsen und werden, kämpfen und zagen, hoffen und glauben. Die Landschaft selber wird uns lebendig in ihrer glühenden Schwüle und stillen Einsamkeit. Wie brausende Gewässer fluten die Ereignisse an uns vorüber ohne Stillstand und reitzen uns in ihren Wirbel. Es ist ein ergreifendes wundervolles Buch, das freilich manchen fremd anmuten mag, weil der Lapidarstil der Bibel umgeschrieben ist in die Sprache, Empfindung und Phantasie einer modernen Dichterin. * * * Roch ein letztes Buch, das wir uns bis zum Schlutz anfbewahrt haben und das um feiner einzigartigen Bedeutung willen eine eingehende Besprechung verdient, liegt uns vor: „Romantische Religion" von L e o B a e ck l2). ist eins der interessantesten Probleme für den historisch und geschichtsphilosophisch Snteresjierten, das in diesem Buche eine neue Antwort findet: das Rätsel der Ausbreitung des Ehristentums» das Problem des wunderbaren Sieges des Galiläers über die klassische Kultur. Biele haben sich an diesem ungelösten Rätsel abgequält, Döllinger und Hausrath, Schürer und Harnack und zahllose andere. Zum erstenmal äutzert sich zu dieser Frage in einer hinreitzenden, origi- , nalen Weise ein jüdischer Denker und Forscher. Sn ge- J nialer Sntuition gewinnt er einen neuen hochragenden Standpunkt, von dem aus geschaut alles neu und eigenartig erscheint. Vielleicht zum erstenmal seit den neunzehn Jahrhunderten der Loslösung des Ehristentums von der jüdischen Muttererde, findet ein jüdischer Gelehrte den Mut, zu einer tiefeindringenden Kritik des Ehristentums, zu der er alles Rüstzeug der modernen Wissenschaft mitbringt. Denn Baeck ist gleichermatzen heimisch in der Dogmatik des Ehristentums, wie vertraut mit der ganzen Fülle der christlichen Kultur; er hat sich eingefühlt 8) 2. Kaufmann Verlag, Frankfurt a. M. 1920. 8. 75 5. 9) Literarische Anstalt Rütten & Loening, Frankfurt a. M. 1919. 8. 508 Leiten. 10) 2. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. 1920. 8. 581 L. 11) K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. 8. 188 Leiten (s. a.). 12) Londerabdruck aus der Festschrift;um 50jährigen Bestehen der Hochschule für die Wissenschaft des 2udentums. 8. 48 Leiten. in die eigensinnig konsequente und doch so widerspruchsvolle Persönlichkeit eines Paulus wie seines treuesten gewaltigen Süngers Luther, in Augustinus wie in Schleiermacher. Reiches, schier lückenloses Wissen auf jedem Gebiet, das er auch nur streift, intellektuelle Wahrhaftigkeit und Peinlichkeit, tiefer sittlicher Ernst und Verantwortungsgefühl, psychologisches Verstehen letzter seelischer Motive, geschichtliche Zeinhörigkeil lassen Baeck als den Berufenen erscheinen, in solcher welthistorischen Sache als Dolmetsch des zu seinem geschichtlichen Bewutztsein wiedererwachten Sudentums aufzutreten. Rur wer so, wie Baeck, mit sich gerungen und sich's nie leicht gemacht hat, wer so den höchsten Matzstab an sich selbst anlegt, dessen Sätze gemeitzelte Wahrheiten sind, letzte Endsummen langer Denkreihen, nur wer so beherrscht und fein, in so edler künstlerischer Vollendung seine Sache führt, hat das Recht, dann aber auch die Pflicht, zu reden. Und so begrützen wir das reiche Buch, das nur den Anfangsteil eines großen Werkes darstellt, gleichwohl aber schon auf seinen 4L Seiten mehr Geist und Stoff bietet als viele dickleibige Zolianten. Sn kühner Synthese unternimmt Baeck den Versuch einer Darstellung des Ehristentums von einem leitenden Gesichtspunkt aus. Er unterscheidet zwei Haupttypen der Zrömmigkeit, die klassische und die romantische, und stellt unter diesem Gesichtspunkt Sudentum und Lhristentum einander gegenüber: das Judentum die klassische, das Lhristentum die romantische Religion. Sn einem einleitenden Kapitel zeigt er, meist in Zitaten der Schöpfer und Wortführer der deutschen Romantik, Wesen und Sinn der Romantik, um dann an Hand der Geschichte nachzuweisen, datz Romantik nicht erst als Reaktion gegen die deutsche Aufklärung geboren, sondern so alt ist wie die Menschheit selbst. Solange Gefühl neben dem Verstand und gegen den Verstand sein Ligenrecht geltend macht, solange gibt es Romantik. Die asiatischen und hellenischen Mysterien und Mythen waren Romantik. Aus ihnen trank die der Sophisten überdrüssige griechisch-römische Welt der Läsaren mit durstigen Zügen; aus ihnen wob Paulus durch Mischung mit jüdischen Gedanken und Überlieferungen das Gewebe des Ehristentums. Und der Romantiker in Paulus hat über den Süden in ihm den Sieg davongetragen. „Das, was der Sieg des Ehristentums genannt wird, ist in Wirklichkeit dieser Sieg der Romantik gewesen." Zug für Zug wird nun dargetan, wie alles, was dieses Paulinische Lhristentum kennzeichnet, romantischen Ursprungs ist und romantische Wesensart aufweist; das Glaubenserlebnis, das den Menschen zum Objekt der göttlichen Gnade macht und das die Schleiermacher'sche Definition der Religion als des Gefühls der fchlechthinigen Abhängigkeit erst in seiner Tiefe verstehen lätzt; der Zwiespalt zwischen weltlicher Kultur und Lhristentum und der innere Widerspruch, in dem das Lhristentum zu der auf Zreiheit beruhenden sittlichen Sdee der Geschichte steht; die zentrale Bedeutung der Sakramente, die nicht in Symbole umgedeutet werden dürfen, sondern das stete Neuerlebnis des Heilswunders bedeuten; der Begriff der „Kirche", durch die sich Humanität in Konfession verengt („die Herrlichkeit Gottes erfüllt nicht mehr die Welt, sondern nur noch die Kirche") und als Surrogat des Erlebnisses die Autorität geschaffen wird; die Setzung des Dogmas anstelle der Wahrheit, wodurch dann auch die Wahrhaftigkeit in der romantischen Religion ihren beherrschenden Wert verliert; die Aufhebung des „Gesetzes" und die Lehre von Erbsünde und Teufel; die Degradierung der Ethik, die Sinn und Grund durch den romantischen „Glauben" des Paulus einbützt; die Verflüchtigung der Sittlichkeit in Sentimentalität oder lebensfremde Kasuistik. Dabei ist Baeck peinlich bemüht, dem Lhristentum, seinen Sdeen wie seinen Persönlichkeiten gerecht zu werden. Er spricht von Zran; von Assisi als der rührendsten Erscheinung des Mittelalters, rührend in ihrer heiteren Reinheit und ihrer unendlichen Sehnsucht. Von Luther hebt er, ausdrücklich und scharf gegen Luthers Widersacher sich wendend, hervor, datz trotz seines „lortiter pecca“, trotz seiner Verwerfung des Dekalogs und der sittlichen Tat, an deren Stelle er den Glauben setzt, aus feiner Persönlichkeit die strenge sittliche Forderung hervortrat: „aus feinem Gewissen und seinem Leben hervor hat er trotz allem das Sündigen verdammt und jedes Gebot zur Tugend und Sittlichkeit hochgestellt; nur fein Glaube war rücksichtslos und amoralisch. Darin lag, ganz wie bei Paulus, der Widerspruch seiner Persönlichkeit.., Das Buch von Baeck bedeutet eine Tat. Begierig sind wir auf das Echo, das von christlich-theologischer Seite ertönen wird. Auf jüdische Leser wird es wirken wie Schleiermachers Reden über Religion „an die Gebildeten unter ihren Verächtern". Schluß folgt. : Arbeitsgemeinschaft jüdisch * liberale^ Jagenö^tlereirr^ Jn^Oeuffrillonö. |; 311 Berlin. | ► Büro: W 8, Nlouerflraße 22 fZrnttiim 162). 2 : Sonntag, den 5.3nni 1925 | [ Lagesausflug l Oranienburg — Lehnitz — Birkenwerder. z Treffpunkt Uhr vor d.Ltettiner Vorortbahnhof. Abfahrt ö^Uhr. | Erfahrene und umsichtige W irtschafterin für größeren Haushalt gesucht. Alter ca. 30 bis 36 Jahre. Offerten mit Zeugnisabschriften unter 5. T. an die Geschäftsstelle dieses Blattes. Herausgegeben von der Vereinigung für das liberale Judentum L.V. — Verantwortlich: Dr. Laefar Leligmann, Rabbiner in Frankfurt a/M. — Druck: Gebrüder Maurer, Berlin 80.26, Elisabeth-Ufer 28/29