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Jüdisch-liberale Zeitung · 1923-05-04 · 18 (4.5.1923) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
3 (1923)
Issue
18 (4.5.1923)
Date
1923-05-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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von liberaler Leite, besonders durch Herrn Lipschitz, darauf hingewiesen, daß die jetzige Einrichtung, nach der alle Luden auf einem Friedhof beigesetzt werden, 40 Lahre in Berlin bestanden hat, ohne daß irgend ein konservativer Rabbiner daran Anstoß genommen hat. Warum heute plötzlich die Trennung Mischen Frevlern und Sadikim gerade auf dem Friedhof? Rach liberaler Anschauung ist es eine Herabsetzung derjenigen, die auf dem allgemeinen Friedhof seit vierzig Lahren begraben worden sind und eine Verletzung der Gefühle der Hinterbliebenen. Gegenüber dem von konservativer Leite herangezogenen Rabbiner-Gutachten beriefen sich die Liberalen auf Moritz Lazarus, der in dieser Frage grundsätzlich den Standpunkt der Duldsamkeit eingenommen hat. Rabbiner-Gutachten können hier für die Liberalen schon deshalb nicht ausschlaggebend sein, weil es sich für sie nicht um eine Frage des Ritualgesetzes, sondern des Littengesetzes handelt, für die man sich bei dem Lthiker Lazarus am besten Rat holen kann. Aber da beide Parteien eben die Dinge von ganz verschiedenen Standpunkten aus betrachten, redete man den ganzen Abend aneinander vorbei. Die stundenlangen Reden der Konservativen und Zionisten konnten die Liberalen nicht überzeugen. und umgekehrt leider auch nicht. Kennzeichnend waren besonders die Darlegungen eines zionistischen Redners, der von der Duldsamkeit ausgehend, auf geradem Wege zur schlimmsten Unduldsamkeit gelangte. Mir persönlich, so begann er, liegt nichts daran, wo ich beerdigt werde. Aber eigentlich mühte er verlangen, daß diejenigen Luden, die in Mischehe leben, auf einem besonderen Felde begraben werden. „Wir wünschen, daß der Standpunkt aufhört, der uns im Tode gleichmachen will." So gesprochen von einem Repräsentanten der Berliner Lüdischen Gemeinde im Lahre 192). Die Mitternacht war schon nahe, als die hitzige Debatte endlich ihren Abschluß fand und Herr Marcus, der als „Reutraler" in der Versammlung bei der Abstimmung die Entscheidung geben sollte, zu Wort gelangte. Herr Marcus gab zum ersten Male durch seine Stimme die Entscheidung für die rechte Leite des Hauses, gewiß ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Repräsentantenversammlung und der Lüdischen Gemeinde. Das getrennte Feld auf dem Friedhof ist beschlossen, und seine Verwirklichung hängt jetzt nur noch vom Gemeindeoorstand ab. Die übrige Tagesordnung bot nicht mehr viel Lnteressantes. Bei der Beratung der Besoldungsordnung wurde aus der Versammlung heraus der sehr berechtigte Wunsch ausgesprochen, daß der Vorstand die Verwaltungsorganisation beschleunigen möchte, damit die Beamten Gehälter bekommen, von denen sie auch leben können. Die Abstimmung in der Zriedhofsfrage wird in ollen jüdischen Kreisen Deutschlands Aufsehen und Besorgnis erregen. Wohin sind wir schon gekommen, wenn die Orthodoxen nicht mehr mit uns anderen Luden zusammen begraben sein wollen, und — ausgerechnet im Rainen der Duldsamkeit — ihr besonderes Feld auf dem Friedhof verlangen! Breslau. Die Hauptoersammlnug der Ortsgruppe Breslau des Lüdischen Frauenbundes fand am 17. April nachmittags 5 Uhr im Repräsentantensaale des Gemeindehauses unter zahlreicher Beteiligung statt. Die Vorsitzende, Frau Beate Guttmann, erstattete den Lahresbericht und gab einen Ueberblirk über die verschiedenen Arbeitsgebiete, wobei sie besonders auf die reichen Anregungen hinwies, die eine Folge der Tagung des Hauptoorstandes in Breslau im September des Vorjahres waren. Ln erster Reihe gedachte sie der Gründung des Schlesischen Provinzialverbandes» dem heute bereits 36 Städte angehören. Ferner berichtete sie Uber den Ltipendienfonds, aus dessen Mitteln bedürftige alte und kranke Personen unterstützt werden. Seine bisherige Leiterin, Zrl. Selma Wiener, die in dankenswerter Weise sich dieser Arbeit widmete, hat leider ihr Amt niedergelegt. An ihre Stelle ist Frau Licht getreten, der es gelungen ist, viele Spender zu gewinnen, so daß nach Auszahlungen m den letzten Monaten in Höhe von 20 310 Ji noch immer 67 100 Ji m der Kasse vorhanden sind. Für Akademiker, die noch kein- Besoldung haben, ist in der Räho der Kliniken ein billiger Millagstisch eingerichtet worden, über den Frau Vial und Frau Eassiror die Oberaufsicht führen. Die Gemeindeschwester hat im Laufe des Vorjahres 3054, in den ersten Monaten dieses Lahres bereits 413 ambulante Fälle betraut. Mit interkonfessionellen Vereinigungen, so mit dem Schlesischen Hausfrauenbunde und dem Schlesischen Zrauenverbande, steht die Ortsgruppe in enger Verbindung, und auch in der Wohlfahrtspflege find viele ihrer Mitglieder eifrig und mit Erfolg tätig. Die Mitgliederzahl ist auf 800 gewachsen, sie «Hiß ober noch viel größer werden; denn jede jüdische Frau müßte sich der sozialen, Arbeit des Bundes anschließen. Das war auch das Leitmotiv des Berichtes, den Frau Paula Ollondorff über die Arbeit der Beratungsstelle erstattete, die an jedem Montag vormittag von 11—1 Uhr im Revräfentantensaale tagt und eine soziale Arbeit leistet, die zugleich modern und jüdisch im besten Sinne dieser Worte ist. Erfreuliches konnte auch Frau Lohanna Lohn über die Fortentwicklung des Kinderheims auf der Moritzstroße mitteilen, das als einzige Anstalt ihrer Art hierorts vorfchulpflichtige Kinder vom 2. Lebensjahre an aufnimmt und betraut. Allerdings wachsen die Ausgaben bedrohlich an, so daß eine Steigerung der Einnahmen sehr wünschenswert erscheint. Die Kinderfürsorge untersteht einer Kommission unter Leitung von Frau Emmg Vogolftein. Sie richtet ihr Augenmerk hauptsächlich auf Unterbringung von Kindern auf dem Lande und hat zu diesem «Zwecke ein Heim in Eharlottenbrunn auf sechs Monate gepachtet. Erfreulicherweise konnte Frau Bial mitteilen, daß es auch trotz ungemein gesteigerter Kosten gelungen ist. 20 Plätze im Lüdischen Kur- Hospital in Warmbrunn zu sichern. Viele Gesuche liegen bereits vor. Der Mädchenklub soll weiter aufrechterhalten werden. Seine Räume, die nur abends gebraucht werden, sollten freilich tagsüber anderweitig verwertet werden. Linen erfreulichen Kassenbericht konnte Frau Hedwig Engel geben. Einnahmen und Ausgaben stehen bei einem Bestände von 25 131,70 M im Gleichgewicht. Außerdem sind 3500 Ji fest angelegt, und es ist anch aus früherer Feit die Lfaak Schäferstiftung in Höhe von 1000 Ji noch vorhanden. Rach erteilter Entlastung wurde der Vorstand durch Zuruf wiedergewählt. An Stelle der infolge ihres Gesundheitszustandes ausscheidenden Frau Regina Reißer trat Frau Lulie Henschel. Nachdem allen Freunden und Gönnern des Vereins, in erster Reihe dem Vorstand und dem Repräsentantenkollegium der Lgnagogengemeinde, wie auch allen verdienstvollen Mitarbeiterinnen der Dank ausgesprochen worden war, hielt Frau Dr. phil. Guttmann-Henschel aus Berlin einen Vortrag, über „Die Frau im Werke Dostojewskis", der sehr beifällige Aufnahme fand und bei allen Hörerinnen, das Verständnis des russischen Dichters wesentlich gefördert hat. Den Dank der Anwesenden kleidete Frau Paula Ollendorff in warme Worte. Danzig. Am 13. April d. L. jährte sich zum zwanzigsten Male der Todestag des großen jüdischen Lthikers Professors Moritz Lazarus. Die hiesige Ortsgruppe der „Vereinigung für das liberale Ludentum" hatte am 25. d. M. zum Gedächtnis dieses Tages einen Vortragsabend über Lazarus' Hinterlastenes Bekenntnisbuch „Die Erneuerung des Ludentums" veranstaltet. Ln temperamentvoller Weise schilderte der Referent des Abends, Dr. Richard Zcmsmer, zunächst das Leben und die Persönlichkeit Lazarus', und gab dann eine scharf pointierte, klare Lnhaltsangabe des Buches. Die zahlreich versammelten Zuhörer erhielten einen Einblick in die Seit, da die krasseste Orthodoxie noch als die alleinige offizielle Vertretung des Ludentums in Erscheinung trat. Wenn heute die Gedankenaänge des Lazarus'schen Buches weiten Kreisen der Sudenheit schon selbstverständlich scheinen, so ist das eins der Verdienste des kraftvollen Mannes, der mit diesen Ldeen vor wenigen Lahrzehnten noch gegen eine Welt von Dummheit und Fanatismus ankämpfte. Fum Schluß hob der Referent noch hervor, daß weder Lazarus, noch das heutige liberale Ludentum sich gegen die Orthodoxie an sich wende, sondern nur gegen jenen engherzigen Geist in der Orthodoxie, der allen Nicht-Orthodoxen die Zugehörigkeit zum Ludentum in Ueberheblichkeit und Anmaßung abspricht. Ln der Aussprache schilderte Rabbiner Dr. K a e l t e r an einigen treffend gewählten Beispielen aus dem Loben der Emigranten, wie aktuell das Lazarus'sche Buch noch heute ist und wie notwendig es wäre, Lazarus' Forderungen in der Praxis Geltung zu verfchsffen. — Die hiesige Ortsgruppe der- „Vereinigung für das liberale Ludentum" ist zur Seit der einzige jüdische Verein, der hier regelmäßig Vorträge Uber jüdische Probleme veranstaltet. Geo. Aus dem Auhrgebiet sendet uns ein Freund unserer Bestrebungen folgende Seilen, die wir abdrucken, ohne uns seinen Ausführungen, die uns manchmal allzu sehr zu verallgemeinern scheint, vollkommen anschließen zu können.: Die Großgemeinden Berlin, Breslau u a. klagen über finanzielle Schwierigkeiten, ihre Lasten steigen tagtäglich — ihre Finanzkraft bricht zusammen. Wer das draußen im Lande, in den Kleingemeinden liest, faßt sich an den. Kopf und zupft sich an der Rase, damit er sich von seinem wachen Sustandr überzeugt, denn es hört sich an, wie ein Traum. Man benutzt die Steuereinschätzung von 1921, erhebt davon höchstens 40—50 Prozent Steuer und glaubt mit diesen lächerlichen Lummen im Lahre 1923 noch Gemeindehaushaltspläne ausgleichen zu können. Die Einnahmen der Kaufleuto sind entsprechend der Lndexzahlen gestiegen. Ln Kleingemeinden bezahlt man 70—100 Prozent für 1922 und unter 300 bis 500 Prozent der Veranlagung von 1921 werden die Kleingemeinden ihre Etats nicht ansotzen. Die evang. Kirchengemeinden des Ruhrgebietcs haben durchweg 100 Prozent für 1922 und 500 Pro;, für 1923 angesetzt, ohne daß es auch nur laut geworden wäre, daß jemand diose^Sahlen zu hoch fände. Lin katholischer Geistlicher der hiesigen Gegend hat seinen. Gläubigen für Deckung der Fehlbeträge am Ende des Steuerjahres eine freiwillige Sammlung vorgeschlagen; Da legten ihm die Kirchenbesucher an 2 Sonntagen 200 000 Jt auf die Lammelteller. Die Mitglieder dieser Gemeinde waren Ruhrbergleute. Man hat mir erzählt, daß alle Finanznot der Großgomeinden zu Ende wäre, wenn die Besucher von Oberhof und Schreiberhau ein Sehniel ihrer Reisekosten und Aufenthaltsgelder den Großgcmeinden geopfert hätten. Man kann sich nicht genug über diese Rechenmeister wundern, die unsere Großgemeindon verwalten. Nicht mit Unrecht rechnen sich all die „Landflüchtigen", die einst in der Kleinstadt saßen, aus, daß sie jetzt viel mehr für ihre Person, ausgeben könnten, weil die Großgemeinde einen so geringen Steuersatz für Sgnagogensteuer ansetz el Sollten die Großfirmen, wenn man es ihnen, in Sachwerten umrechnet, nicht auch heute noch bereit sein, die Goldmark von 1913 zu zahlen? 20MarkSold, gleich 100000 Mark P a p i e rl Rechnet die Friedensetats nach diesem Satz um, dann hungern keine Beamten und Klagen nicht Witwen, Waisen und Greise. A. F. K. Buchau a. F. Am 1. Mai beging Oberlehrer M. Marx, Kantor der Lsraelitischen Gemeinde, sein 25jährlges Ortsjubiläum. Der Lubilar hat in dieser Seit seine Volksschule als eine- Musterschule erhalten und sie im Sinne und in den Erfolgen seines Vorgängers, Lehrers B. Straßburger, weitergeführt. Gerade diese Schule zeigt, wie notwendig uns die jüdischen Volksschulen sind und daß wir alles daransetzen müssen, uns diese Güter zu erhalten. Daneben leitet Herr Marx den Gottesdienst in der Sgnagoge. Wenn die Buchauer Sgnogoge durch ihr „Glöcklein" berühmt ist, das immer noch läutet, so auch durch seinen mustergültigen Gottesdienst. Es vereinigt sich hier Kunst mit Religiösität, Gemeindeleben mit erfolgreicher Arbeit, und wir möchten nur wünschen, daß dieser Gottesdienst nicht auch dem Drucke der Verhältnisse weichen muß. Auch sonst ist Herr Marx allerseits ein wirklicher Freund und Berater derer gewesen, die seinen Rat und seine Hilfe suchten, ohne Unterschied der Konfession. Als Vertrauesmann der „Liberalen Vereinigung" hat er stets ihre Lnteressen aufs wärmste gefördert in der „liberalen" Gemeinde Buchau. Attentate gegen jüdische Häuser. Su der unter dieser Uebersrhrift in Rr. 15 der „Lüdisch-liberalen Leitung" veröffentlichten Meldung des L. L. B. aus Frankfurt a. M. teilt uns das Rabbinat Mainz mit, daß sich die geschilderten Vorgänge nicht in Mainz zugetragen haben.. Tatsächlich haben sie sich teils in Klein-Langheim bei Kitzingen a. M., teils in dem Städtchen Gunzenhausen ereignet. tückisches Hinckereienck im Olten. Der Krieg und die zahllosen Ludenverfolgungen in Osteuropa haben unter der dortigen jüdischen Bevölkerung ein furchtbares Kinderelend hervorgebracht, das so ungeheuer groß ist, daß nur durch die vereinten Kräfte der jüdischen Glaubensgenossen der ganzen Welt wirksame Hilfe gebracht werden kann. Lin-e absolut sichere Sah! der jüdischen Waisenkinder, vor allem aber auch der Verwahrlosten, j wird sich wohl nie ermitteln lassen. Daß aber mindestens 150 000 solcher Unglücklichen als Opfer des Krieges und der 'Pogrome zu-! rückgeblieben sind, geht aus allen Berichten einwandfrei hervor. Lm! Lahre 1921 gab es unter 11 Millionen Kindern in der Ukraine! 700 000 Ganz- und Halbwaisen, das ist der 16. Teil. Sweifellos? liegen die Verhältnisse bei den Luden noch viel ungünstiger. Man l kann sicher annehmen, daß mindestens 10 Prozent der jüdischen Kinj der in der Ukraine hilflos bestehen. j Aber das allein erschöpft nicht die Größe des Unglücks. Dem Hunger, den Leuchen, den Gefahren der Straße erliegen in erster j Linie die Kinder. Die Sterblichkeit der jüdischen Lugend erreicht i eine beängstigende Höhe. Wenn, wir hören, daß in Odessa in der! ersten Hälfte 1922 esu Sehnte! der jüdischen Bevölkerung gestorben ist, so können wir uns ungefähr eine Vorstellung davon machen, wie! groß dort die Kinder- und Säuglingssterblichkeit gewesen ist. Da naturgemäß nur ein kleiner Teil der Kinder in Kinderheimen untorgebracht werden kann., so reden die Ziffern der Todesfälle in diesen Heimen eine erschütternde Sprache. Ln Otschakow starben nach einer jüngst vorgenonimenen Statistik von 260 Kindern mehr als 25 Prozent. Ln einem Säuglingsheim in Odessa sind nicht weniger als 53 Prozent ii'i Luli gestorben, in einem Kinderheim in Llifabethgrad sterben monatlich 25 Prozent. Für die Uoberlebenden ist die Lage trostlos. Kinder werden von Lnfektionskrankheiten heimgesucht, vor allem von Hautkrankheiten, die eine Zvlge der Unsaubcrkeit und der Vernachlässigung sind, unter der Sehntausende leiden. Der Favus, eine der unangenehmsten und vor allem schwer zu bekämpfenden Hautkrankheiten, grassiert. Rach allen Mitteilungen machen die hautkranken, von. Ungeziefer gequälten Kinder einen geradezu entsetzlichen Eindruck. Es fehlt an dem Notwendigsten. Ln den Anstalten gibt es nicht genug Betten und Bettwäsche. Ruhrkranke Kinder schlafen zu drei und vier in einem Bett. Ls fehlt an Seife und Desinfektionsmitteln., an Röntgenapparaten zur Bekämpfung der Hautkrankheiten. Ls fehlt an Kleidern und Schuhen, es fehlt an Wäsche. Viele Kinder gehen nackt ud bloß umher. Die Lüdische Wellhilfskonferen; hat die Ludenheil der ganzen Welt äufgerufen, durch Opferwilligkeil eine großzügige Hilfsaktion zu ermöglichen. Spendenliste. 2ndem wir mit der Veröffentlichung der bisher für die Zeitung eingegangenen Spenden fortfahreu, bitten wir alle Leser dringend, von neuem ihre Opferwilligkeit zu beweisen und den Fortbestand ihrer schwer gefährdeten Zeitung durch größere, dem gegenwärtigen Stand der Mark angepaßte Spenden zu sichern. 2üdifch-liberale Zeitung. Augsburg: Bertha Untermager 500 JI, Simon Linstett 300 JI, Lmanuel Polatschek 2000 Ji Berlin: Bernhard Gerstel 1000 Ji, Lharlotte Simonstein 100 M, Dr. Max Silberslein 4750 Ji, Bachmann u. Wolffheim 1000 Ji, Fritz Koch 1000 Ji, L. Remisanskg 500 Ji, L. Hamburger 50 Ji, Dr. V. Kellcrmann 100 Ji, Wilhelm Zriedmann 50 Ji, Philipp Kosack 350 Ji, Hans Danziger 1000 Ji, Lissi Labahn 1000 Ji, Gustav Salomon 500 Ji, Wolf, Retter u. Lacobi 25 000 Ji, Ludwig Erhemel 1000 JI, Adolf Leiser 1000 Ji, Hugo Rosenthal 3000 Ji, Richard Hammerslein 3000 Ji, Ludwig Lewg 2000 M, K. Wiener 2000 JI, Hugo Kcch 2000 M, M. Werlhauer 5000 Ji, M. Lendig 3000 M, Ernst Wallach 3000 Ji, Martha Loewindorsf 500 Ji, Loseph Rosonstock 3000 Ji, Doris Schloppor 2000 Jl, M. Rosenthal 7000 «li, Heinrich Limmenauer 1000 Ji, Alfred Loel 3000 Ji, M. Abraham 500 Ji Berlin-Lharloltenburg: Paul Schlochauer 150 Ji, Moritz Roth 1000 Ji, Dr. Holzmann 500 Ji, Lng. 5. Herzberg 500 Ji, L. Blumenthal 1000 JI, Anna Blaschke 2000 Ji, Prof. Dr. Laffe 500 Ji Berlin-Dahlem: Albert Seligsohn 700 Ji Berlin-Friedenau: Leo Brg 2000 Ji Berlin-Haleasee: Lames Schreier 10 000 Ji Berlin-Lirhterfelde: Eurt Lewg 2000 M, Prof. Dr. Felix Rosenborg 1200 Ji Berlin-Schöneberg: Bruno Böhme 10 000 Jl Berlin-Wilmersdorf: Kurt Sachs 7000 Ji Vernburg: Ernst Hartmann 1000 Ji Bernstein: Fritz Schoeps 2000 Ji Bielefeld: Rechn.-Rat Gust. Klarenmeger 250 Jl, Moritz Weinberg 5000 Ji Veuthen: Erich Zweig 1000 Jl Bochum: L. Goldstaub 1000 Ji, Simon 1000 Ji Brauufchweig: B. Megerfcld 1000 Ji, L. Wolfssohn 500 Ji Breslau: Ludwig Lange 1000 M, Naumann u. Eo., anläßlich der Hochzeit des Herrn Bager 1000 Ji, Emil Waldstein 1000 Jl, Arthur Berger 500 Jl, Ernst Landsberger 250 Ji, Paul Fuß 500 Ji, Rabb. Dr. Vogelstein 1000 Ji, Harrg Brodziak 500 Ji, Lehrer W. Freundlich 350 M, Th. Wrzesinski 2000 Ji, Lul. Gruenbaum 1000 Ji, Ludwig Lange 2000 Ji, Martin Baerwald 3000 Ji, Lacob Lobethai 3000 Ji, Gebr Ha.nach 2000 Ji, Felix Epstein 600 M, Erich und Walter Bager 3000 Jl, Gustav Piotrowski 1000 Jl, Ed. Riesenfeld 1000 Jl, Albert Moses 1000 Ji, Lohn Levi 7000 M, Simon Beruh. Levi 1000 Ji, Eurt Gruenbaum 2000 Ji . Eastel: Emma Werlheim 100 Jl Eoblenz: H. Herzberg 100 Ji, Earl Stern 500 JL Danzig: Louis Nagel 2000 Ji Darmstadt: Ernst Langenbach 2000 Ji Dortmund: B. Meger 2000 Jl, M. u. Dr. Wolff 4000 Ji, D. Stoppelmann 2000 M, Csrau Vorreuter gesammelt 53 000 Ji Duisburg: Earl Rüben 1000 cft, Th. Lauter 2000 Ji, Herm. Strauß 2000 Jl, Max Loews 3000 Jl Düsseldorf: San.-Rat Dr. Mager 500 Jl, Sgnagogengemeinde 5000 M Elberfeld: Viktor Fische! 2000 Ji, Gruenbaum 7000 Ji, Beruh. Henz 1000 Jl J Esten: H. Buchrach 20P0 Jl I Frankfurt a. Al.: Lulius Erlanger 3000 Ji, Ferdinand Stiefel 1 500 Ji, Gustav Kauffmann 200 Ji, Max Kauffmann 200 M, Emil Kauffmann 50 Ji, Adolf Adler 1000 M, Simon Mager 500 Ji, Meger 3000 Ji, Lacob Scherer 3000 Ji Freiburg: L. Lilienthal 1500 Ji Fürth i. Bagern: Lust. Dr. Wittelshöfer 100 Ji, Siegfried Reu 500 Jl, Lust. Dr. Wittelshöfer 300 Ji Gelfeakircheu: Theodor Frenkel 2000 Jl, L. Großmann 500 Ji, S. Katz 300 Ji Glogau: M. Abraham 2000 Ji Göppingen: Leop. Gutmann. 500 Ji Gr.-Strehlitz: Adolf Simon 500 Ji Halle: Eduard Lohnheim 1000 Ji Hamburg: Paul Levg 2000 Ji, Louis Saulmann 2000 Ji, Paul Lovg 3000 Ji, Adolf Tasparg 7000 Ji, Lldolf Levg 2000 Ji, H. Levg 600 Jl Heilbronn: Dr. Gumbel 2000 Ji Herford: L. Llsbacher u. To. 25 000 Ji Hiudenburg: Hugo Roth 2000 Ji . Homburg: Leo Hirsch 1000 Ji Königsberg: L. Fabian 10 000 Ji, San.-Rat Dr. Lamuelson 1000 Ji, Eonrad Lacobsberg 500 Ji Konstanz: Gebr. Spiegel 2000 Jl Köln: Dipl.-Lng. Ernst Blaschke 11000 -K^Ger.-Ref. Arnold Mager 1000 Jl, Heinr. Marx 1000 Jl, Dipl.-Lng. Ernst Blaschke 1000 M, Lsrael Levg 500 Ji Liegnitz: Hanm Wiener 300 Jl, Verthold Metis 500 Ji Lünen: Louis "Meger 1000 Ji , 1 Lüneburg: Dr. mod. Philipp 1000 Ui Luxemburg: Rabb. Dr. Fuchs 20 000 Jl Magdeburg: Lulius Wertheimer 2000 Ji, Dr. Wilde 300 Ji Mannheim: R. R. 3000 Jl, Borthold Reiß 5000 Ji Maricnflief^ M. Swarsonskg 1000 Jl München: Ciuvi! Roson-thal 2000 JL, Lacob Wogl 7000 Ji Reidenstein: Hermann Lacob 1000 Ji Nürnberg: H. Schönonberg!000 Jl, Lulius und L. Heilbronnei 1000 Jt, Karl G'.lggenhoim 2000 Jl, Lnglaendor u. Blumontba! 1000 Jl, Selma Schul Hofer 300 Ji, Leo Prager 2000 Ji, Max Reu 500 Jl, Bern!). Thurnauor 3000 Jl Oberstem: Lda Wolfberg 1500 Jl, R. R. 2000 Jl Oppeln: Los. Proskauor 5000 Jl Pforzheim: Hugo Straus 2000 Jl Ratibor: Max Lacobowitz 1000 Ji, Alfred Fröhlich 1000 Jt Rheda: Louis Stern 1000 Ji Rhegdt: Kurt S. Baor 1000 Ji, Sallg Schnoek 2000 Ji Schneidemühl: Dr. Bieber gesammelt 13 740 M Schweidnitz: S. Salieivski 1500 Ji Stettin: D. Laßmann u. Zeidler 1000 M Stolp: Dr. Max Reumann 2000 Ji Striegau: Paul Rosenfeld 200 JL Stuttgart: S. Krautkopf 1000 Jl, Arthur Hirsch 500 Jl Wiesbaden: Adolf Blumenthal 7000 Jl, L. Pappenheimer 1750 Jl, Gobruoder Selig 3000 M Würzburg: Gebr. Suche! 2000 Ji, Lazarus.1500 Ji (Fortsetzung folgt.) Nachdruck sämtlicher Origiualbeiträge nur mit'Genehmigung der Redaktion gestattet. Eingesandts Manuskripte werden nur zurückgesandt, weuo Rückporto bestiegt. Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugend-Vereine IIIII.IIMI,ln Deutschland. Ui Breslau Büro: Höfchensirasse 61. Himmelfahrtstag Donnerstag, den 10. Mai 1923 Ganztagsausflug nach Charlottenbrnnn- Reimsbachtal (Treffahrt mit Iii-Liegnitz) Treffpunkt früh 5 Uhr am Nordhotel. Abfahrt 5M Uhr vom Hauptbahnhof, Bahnsteig 5. Sonntagsfahrkarten 4. Kl. nach Charlottenbrunn selbst lösen. Sonntag, den 6. Mal 1923 vormittags 11-12 Uhr Bücherausgabe >m Saale der Oeselischaft „Eintracht“, Tauentzienstr. 12. III Berlin Büro: Berlin W8, Mauerstr. 22 Fernsprecher: Amt Zentrum 162 Sonntag, den 13. Mai 1923 Halbtagsausflug nach Nikolassee-Wannsee Treffpunkt: :,/<IOUhr Bahnhof Dahlem-Dorf Gäste herzlich willkommen. Herausgeber: Bereinigung für das liberale Ludentum e. B., Berlin W. S. — Berantwortlicher Schriftleiter: Dr. Hugo Rathanfohn, Lharlottenburg. — Druck: Gebrüder Maurer. Berlin SO. 26. Elisabeth-Ufer 28-29. ck

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