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Jüdisch-liberale Zeitung · 1923-04-13 · 15 (13.4.1923) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
3 (1923)
Issue
15 (13.4.1923)
Date
1923-04-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Zur Beachtung! Wir bitten diejenigen unserer Leser, die es bisher verabsäumt haben, den Abonnementbetrag von Mk. 3000» für das Vierteljahr April-Zum der jüdisch-liberale« Zeitung" umgehend auf das Postscheckkonto Berlin Ar. 13T069 einruzahlen, damit die Zusendung der Zeitung keine Unterbrechung erleidet. Jeder muß mitbelfen, daß dem liberalen Judentum fein einziges Organ erbalten bleibt werden. Darauf hätte er nur zu erwidern, daß heut im Weitster der Auhrbeletzung derartiges nicht geschehen dürfe, wenn may den Anspruch darauf erheben wolle, sich „Deutscherju nennen; wenn auch das Geld im Lande bleibe, so würde doch Material ins Ausland gebracht. Die Zaun-Baterländer-Theorie der Zionisten sei ein Unding. Diejenigen, die sich (Zionisten nennen und andererseits sich durch Wort und Tatzum Deutschtum bekennen wollten, seien „Zwischenschichtler„, Leute» die hin- und herschwanken und nicht wissen, wohin sie gehören. Deshalb könne auch ein wirklicher (Zionist nicht deutscher Beamter sein und dürfe es nicht. Kürzlich habe in Gleiwitz ein deutscher Regierungsrat aus Berlin für den Keren liajessod gesprochen. Besonders erwähnt der Redner den Ministerialrat Badt aus dem preußischen Ministerium des Snnern. Er wirft ihm vor, es fertig zu bringen, in einem Landtagsausschuß, den. die Beratung der Novelle zum Sudengesetz von 1847 obliege, den preußischen Staat zu vertreten. Bei diesem Gesetz, das auf eine Vermehrung der Zahl der Repräsentanten und Gemeindevorstandsmitglieder hinausläuft, wollten za nur die (Zionisten Geschäfte machen, weil sie hofften, mit Hife der Stimmen der eingewanderten Ostjuden mehr Sitze zu erhalten. Hierbei sei es dem Ministerialrat unmöglich, seinen Zionismus auszuschallen und nur Vertreter der preußischen (Znteressen zu sein; andererseits zeige sich hierbei auch, daß die Ostjuden eine Kraftquelle des (Zionismus darstellen. Gegen diese Uebelstände müsse angekämpft werden. Für chn sei die jüdische Einheitsfront nicht das Primäre; „alljüdische" Gemeinschaftsgefühle gingen bei ihm nicht über das deutsche Vaterlandsgefühl. 2m weiteren Verlauf seines Vortrages gab Dr. Naumann eine geschichtliche Entwicklung des Zionismus. Die Balfour-Declaration habe den Zionisten die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina zugesichert. inzwischen habe aber die englische Regierung erklärt, daß Palästina nur eine englische Kolonie werden dürfe; eine andere Entwicklung würde sie nicht 'zulassen. Darum hätten sich die Zionisten einer anderen Taktik zugewandt. Die Auswanderung nach Palästina sei nicht mehr ihr oberstes Ziel. (Das dewsisen die niedrigen Ziffern der Ausgewanderten). Sie wollten jetzt in den Galuch-Ländern für eine Festigung und Vertiefung des jüdischen Rationalgefühlr sorgen. Dadurch hätten sie einen großen Teil der Sugend gewonnen, und nicht den schlechtesten. Diese jungen Menschen verzichteten auf jeden nichtjüdischen Verkehr usw. und die ganz radikale Bewegung führte allmählich dahin, daß die Süden zu Fremdlingen im fremden Wirtsvolk werden. Diese Tatsache begründe die Behauptung, daß der Zionismus eine der Triebkräfte der Sudenfeindschaft sei. Schon längst hätte man dem entgegentreten müssen. Der E. B. habe hier versagt, und deshalb hätte seine Bewegung sich genötigt gesehen, hier die Initiative zu ergreifen. Sn der Diskussion ergriff zunächst Herr Regierungsrat Hamburger das Wort. Der Antisemitismus der achtziger Sahre sei mindestens so groß gewesen wie der heutige, und damals habe es noch keine zionistische Bewegung oder Ostjudengefahr gegeben. Rur eine sehr geringe Zahl Ostjuden lebten in Deutschland, die keine Aufenthaltrberechtigung hätten. Bezüglich des Keren bsjessod sei Herr Dr. R. in einem großen Srrtum. Tr laufe durchaus nicht den deutschen Snteresien zuwider; die Volkswirtschaft habe sich in den letzten Sahren immer mehr mit der Weltwirtschaft verbunden. Darum schädige die Ausfuhr deutscher Maschinen keinesfalls die deutsche Volkswirtschaft. — lieber die Tätigkeit des Ministerialrats Badt sei Dr. R. schecht informiert. — Am Schlüsse seiner häufig sehr sarckorstischen und von der Mehrzahl der Anwesenden mit großem Beifall begleiteten Ausführungen zitiert der Redner noch einige Stellen aus einem Artikel des Herrn Sind. Kufchnitzki—Freiburg (jetzt München) in der „Schlesischen Zeitung", der sich nicht entblödet, sogar von deutschvölkischen jüdischen Studenten zu sprechen. Bei dem Verbände national-deutscher Süden herrsche die nationalistische Phrase allzu sehr vor. Rach dem Vorsitzenden der Breslauer Zionistischen Vereinigung, Rechtsanwalt Sakobsohn machte -er Syndikus des Tentralvereins in Schlesien, Herr Rechtsanwalt Foerder folgende Ausführungen: Zunächst habe R. das Problem falsch gestellt, wenn er von der Ostjudenfrage und dem Zionismus als den treibenden Kräften der Sudenfeindfchaft rede. Beide verdienten überhaupt nicht die Bezeichnung „treibende Kräfte". De:m jeder Kundige wisse, daß diese treibenden Kräfte einmal der Rassenwahn und in zweiter Linie der Kampf gegen die jüdische Moral und Religion bilde. Alles Uebrige, darunter auch die Fragen des Themas, sei Beiwerk. Unter den unzähligen antisemitischen Flugblättern gebe es nur eine verschwindend kleine Anzahl, die sich gegen die Ostjuden oder den Zionismus als Quelle des Antisemitismus richteten. Die Ostjudenfrage sei eine unmittelbare Folge der deutschen Polenpolitik während des Krieges, die durch den bekannten Aufruf der Obersten Heeresleitung „Zu den Süden in Polen" gekennzeichnet wird. Zwangsweise Deportation vieler Tausende von Arbeitern, die in der Mehrzahl noch heute im Lande sind (Ruhrrevierl), Pogrome und zwangsweise militärische Einziehungen nach Kriegsende wegen der deutschfreundlichen Haltung der Süden während der Okkupationszeit und die immer wiederholten Versprechungen, den Süden Recht und Gerechtigkeit zu bringen, bilden die Quelle der an sich für Deutschland unerwünschten Einwanderung. Es werde hier Deutschland aber ein moralischer Wechsel präsentiert, den es einlösen müsse; dessen sei sich die deutsche Regierung bewußt. Eine radikale Austreibung der Ostjud» würde diplomatische Schwierigkeiten zur Folge haben, die gerade vom Standpunkte eines guten Deutschen zu vermeiden sind. Michin haben wir als deutsche Süden die Pflicht, unserer Regierung, die die Qstjuden nicht etwa aus Philofemitismus duldet, ihre Lage nicht durch allgemein gehaltene Proteste zu erfchwereo. Daß sich vor Verbrecher niemand stelle, habe der zionistische Redner nachhaltig betont. Man müsse das Problem auf alle Ausländer unterschiedslos zuspitzen und auch die zahlreichen Landfremden, echtruMchen oder sich erst nach Dem Kriege auf angebliche deutsche Abstammung besinnenden Elemente bekämpfen, die sich genau ebenso unliebsam wie ein Teil der Ostjuden in Deutschland bemerkbar machten. (Z. B. Loringhoven.) Es sei auch falsch zu sagen, daß wer den Palästina-Aufbau betreibe, nichts in deutschen Angelegenheiten zu sagen haben dürfte oder )wei Vaterländer habe. Die ganze Problem-Stellung Naumanns sei insofern verkehrt, als er fordere, man müsse an alle Angelegenheiten nur unter dem deutschen Gesichtswinkel Herangehen. Eugen Fuchs hebe in seiner programmatischen Rede vom 2. März 1918 erklärt, gewisse Fragen z. B. religiöse, müßten zu gewissen Zeilen auch vom jüdischen Gesichtspunkte aus betrachtet und erledigt werden. Gerade das Sudentum komme aber bei Raumann durchweg zu kErz. Seine Ausführungen stellten das Ergebnis einer Kühlen und rein verstandesmäßigen Ueberlegung dar, ohne jedes Gefühl für den Geist des Sudentums, feine Vergangenheit und sein einigendes Band. Unter den übrigen Rednern ist noch Referendar H i r f ch b e r g zu erwähnen, der für die deutschjüdische Sugend das Wort ergriff. Sn vielem fei man fast geneigt, mit Naumann zu gehen. Doch fehle bei ihm das Wichtigste, das Gefühl für das Sudentum, und das werde sich die (tagend nicht rauben lassen. Die Versammlung endete mit einem Zuständigen Schlußwort des Herrn Dr. Raumanm Als neue Argumente gegen die Oftjuden brachte er einige Vorfälle aus dem Berliner Gemeindeleben vor, so z. B. daß die Ostjuden Berlins acht eigene Sgnagogenvereine gegründet hätten, daß sie auf dem jüdischen Friedhof einen besonderen Begräbnisplatz verlangt hätten u. a. Die weiteren Ausführungen riefen den schärfsten Widerspruch der Versammlung hervor, der sich in vielen Zwischenrufen Luft machte. Auf die Herrn Dr. N. entgegengerufene Frage, was denn das Sudentum seines Verbandes fei, hatte er als Antwort nur die Gegenfrage, was denn das Sudentum der anderen fei. Smmer und immer wieder betonte er sein deutsches Gefühl. Dazu stand allerdings eine fast am Schlüsse seiner Rede getane Aeußerung in scharfem Widerspruch: er glaube nicht an die Ewigkeit der Sudentumr, auch nicht an die des Deutschtums, sondern an die der Menschheit. Derartige, Widersprüche fanden sich im Belaufe des Abends noch vielfach. —7 Der Höhepunkt der Ausführungen des Herrn Dr. Naumann war vielleicht doch die Definition feines Sudentums, zu der er sich entschließen mußte: Das Sudentum sei ihm eine hohle Schale, die mit deutschem Nationalgefühl angefüllt werden müßte. — So also sieht das Sudentum dieses national-deutschen Süden ausl Aus üeMtsgrupprn und lkemeindm. Berlin. Am Donnerstag, den 19. April, tagt die Repräsentantenversammiung der SUdischen Gemeinde. Zwei Versammlungen des Liberalen Vereins Berlin. Die Ortsgruppe „der westlichen Vororte" des Liberalen Vereins veranstaltete am 19. und 20. März to Wilmersdorf und in Schöneberg zwei Versammlungen, die sehr gut besucht waren und sehr angeregt verliefen. Sn beiden Versammlungen sprach Herr Rabbiner Dr. E o b l e n z über das Thema: „Der deutsche Sude der Gegenwart". Sn formvollendeten, vielfach von lebhaftem Beifall begleiteten Ausführungen, legte der Redner die Stellung des deutschen Süden, seine Beziehung zum Sudentum und zu seiner deutschen Umwelt, seine religiösen Bedürfnisie und feine ethischen Aufgaben dar. Besonderen Beifall fand der Redner, als er in schönen, von warmer Vaterlandsliebe erfüllten Worte« für die deutschen Süden unserer Zeit den Zionismus und den Keren Hajessod ablehnte. Mit geistvollen Ausblicken auf die politischen Ereignisse der letzten Zeit zeigte Dr. Eoblenz, wie der deutsche Sude sein eigenes Schicksal am lebendigsten an dem Schicksal seines eigenen, deutschen Volkes erlebt und wie innig unsere vaterländischen Empfindungen mit den religiösen Bedürfnisien des modernen Süden verknüpft sind. Der Redner ging dann ausführlich auf die kultischen und erzieherischen Aufgaben des liberalen Sudentums ein und entwickelte ein klares Programm des jüdischen Religionsunterrichts. Er schloß mit einem eindrucksvollen Appell an das deutsche Gewissen des liberalen Süden und mit dem Bekenntnis zu den grundlegenden religionsphilosophischen Lehren Eohens. Die hinreißenden und i«haltsreichen Ausführungen fanden begeisterten Beifall der großen Versammlung, die den Worten des Redners ergriffen gelauscht hatte. Sn beiden Versammlungen sprach dann das neue Mitglied der Repräsentatenversammlung, Herr Moritz R o s e n t h a l über „Die Gemeindepolitik", insbesondere über die Finanzfrage. Mit gründlicher Sachkenntnis erörterte der Redner die Schäden der bisherigen Verwaltungsprazis und sprach vor allem ausführlich über das unglückliche Sudengosetz vom Sahre 1847. Er entwickelte dann in großen Linien das liberale Programm und die vielen dringenden Aufgaben der neuen Repräfentantenverfammlung. Auch die Ausführungen Rofentha ls, insbesondere - seine scharfen Angriffe gegen die Machenschaften gewisser zionistischer Kreise, die eine zeitgemäße Neuorganisation der Gemeinde zu verhindern suchen, fanden in beiden Versamlungen lebhaftesten Beifall. Man hatte allgemein den Eindruck gewonnen, daß die liberale Sache in der neuen Repräsentantenversammlung vo« Herrn Rosenthal warmherzig und energisch vertreten wird. Als dritter Rednetz sprach in der Wilmersdorfer Versammlung Herr Dr. Ssmar Freund über „Staat, Kirche und Sudentum seit der Reichsverfasfung". Sn ausgezeichneten historischen, tiefgründigen Ausführungen und in fesselnder Beredtsamkeit legte der Redner die öffentlich rechtlichen Beziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaft, insbesondere der jüdischen Gemeinde, dar. Er erörterte außerdem ausführlich die Einwirkung der Reichsverfassung und ihren Einfluß auf dar alte Sudengesetz von 1847. Sn beiden Versamlungen schloß sich an die Ausführungen der Vortragenden eine lebhafte Aussprache. Sn Schöneberg kam es zu einer sehr ausführlichen Diskussion, nachdem der bekannte Berliner Zionistenführer Herr Dr. Klee mit dem ganzen Brillantfeuerwerk seiner Rethorik für den. Zionismus und den Keren hajessod Propaganda gemacht hatte. Als aber Rabbiner Dr. Eoblenz dem streitbaren Zionsschwormrr in glänzender und überzeugender Weise entgegentrat. gab es wohl niemand in der Versammlung, der den Sirenenklängen Du. Klees erlegen wäre — und selbst die buntesten Raketen waren erfolglos verpufft. Beide Versammlungen waren ein großer Erfolg des Liberalen Vereins und bewiesen in erfreulicher Weise, wie groß trotz aller vaterländischen Nöte das Snteresse für unsere jüdische Gemeinde ist. Görlitz. Am 22. März setzte Herr Rabbiner Dr. Schüftan in der hiesigen „Literarischen Gesellschaft" vor einem abermals überfüllten Hause seinen Vortragszyklus über den „Talmud" fort. Die Zuhörer, fast nur- Andersgläubige, nahmen auch diesmal mit größtem Snteresse die Ausführungen des Redners entgegen, die sich u. a. auch mit dem Verhältnis des Talmuds zu dem Ehristentum und zu den Schriften des Reuen Testaments befaßten. Besonders wirkungsvoll war die Auseinandersetzung mit Dinier und Fritsch und die kritische Beurteilung und Widerlegung der von ihnen gegen das talmudisch-rabbinische Schrifttum erhobenen Beschuldigungen. Der spontane Beifall und zahlreiche Danksagungen beweisen, wie stark in Kreisen Andersgläubiger das Snteresse an Aufklärung ist. Mainz. Wie fast alle Nachrichten aus dem besetzten Gebiet, so laufen auch die auf das jüdiche Gemeindeleben bezüglichen jetzt nur recht spärlich und ziemlich verspätet ein. Snfolgedessen nehmen wir erst heute Notiz von der Feier des 80. Geburtstages des seit ungefähr zwei Sahren im Ruhestände lebenden Prof. Dr. S i g m u n d Salfeld, welche am vorletzten Sonnabend unter Beteiligung weiter Kreise stattgefunden hat. Die Mainzer liberale jüdische Gemeinde — bekanntlich gibt es dort auch eine orchodoxe schärfster Observanz von der Richtung des „Ssraelit" — ließ es sich nicht nehmen, ihrem langjährigen Seesorger, Prediger und Sugendbildner, der 40 Sahre an ihr — nach vorheriger lojähriger Wirksamkeit in Dessau — tätig war, eine erhebende Feier im Anschluß an den Sabbatgottesdienst zu veranstalten. Der Amtsnachfolger von Rabb. Prof. Dr. Salfeld, Dr. Levg, widmete im Namen der Gemeinde in formvollendeter Rede dem Subilar heiße Worte des Dankes für seine verdienstvolle Tätigkeit, worauf der Gefeierte tief ergriffen in beredten, zu Herzen gehenden Worten dankte. Sn der Wohnung reihte sich Deputation an Deputation. Unter den Gratulanten waren katholische und protestantische Geistliche zu finden, sowie der Obersrhulrat, frühere Ggmnasialdirektor Dr. Helm, der den vorbildlichen Erzieher im Namender Lehrerschaft beglückwünschte. Auch wissenschaftliche Deputationen fehlten nicht mit ihren Glückwünschen. Sst doch Prof. Salfeld. aus dessen Feder erst jüngst ein viel beachtetes Werk über das „Sudenerbe in Mainz" geflossen ist, von Bedeutung als Forscher auf historischem Gebiet. So ist von ihm u. a. zu dem von Petz begründeten, jetzt von Harrg Breslau fortgeführten Standard-Werk der „Monumentale Germaniae hisiorica" das jüd. Martgrologium in Nürnberg beigesteuert worden. Ebenso ist er Verfasser einer beträchtlichen Zahl von Arbeiten religions- und kulturgeschichtlichen Schalls. Möge dem Subilar an der Seite seiner gleichstrebenden, für alles Gute, Schöne und Edle begeisterten tteuen Lebensgefährtin noch ein langer, sonniger Lebensabend beschiedea sein. - Dr. Earl Pinn. Antworten 5» L. Breslau. Die Fälle, in denen Bereinigungen deutschvölkischer Tendenz ganz ungescheut Süden um Hingabe von Gelder» angehen, mehren sich zusehends. So hat in den letzten Tagen in Breslau die „Arbeitsgemeinschaft für Wahrheit, Recht und Ehre" einen Geldsammler zu verschiedenen jüdischen Zirmen geschickt. Wir werden darauf hingewiesen, daß der Sitz dieser Arbeitsgemeinschaft München ist und als Redner bei ihren Veranstaltungen Leute wie Graf Reventlow und Adolf Hitler aufgetreten sind. Daher ist bei der Hingabe von Geld Vorsicht geboten. Aachdruck sämtlicher Orlginalbeiträge nur mit Genehmigung der Redaktion gestattet. Eiugesaudte Manuskripte werde« nur znrückgesandt» wenn Rückporto beiliegt r Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-liberaler Jugendvereine Deutschlands. Jli Breslau Büro : Höfchenstr. 61 Montag, den 16. April 1923 abends 8*)s Uhr im Saale der üesellschait „Eintracht“, Tauentzienstr. 12 (Eing. nur Anger) gemeinsame Versammlung mit dem liberalen Hauptverein der Synag<'geogeme)nde Breslau. Vonrag des Herrn Rabbiner Dr. Saenger: Jüdisches aus Spanien. DieiiMag, oen 17. Aprl abenos 8>|- Uhr beginnt Herr Erich Bayer in seiner Wohnung Friedrich Wilhelmstiaße 25 einen Kursus über HIOB, Lektüre, Erläuterungen und Besprechung. Freitag, den LI. April.abends 8V« Uhr im Saale der Spinoza- Loge, Schweidnitz-r Stadtgraben 9 gemeinsame Freltagabendfeler. Zahlreiche Beteiligung bei all Veranstaltungen erwünscht. Gäste willkommen. Einzahlungen der Beitrages s> r das 2 Quartal (M. 300— einheitlich für alle Mitglieder) baldigst auf Postscheckkonto Breslau Nr. 17443 AI'red Berger erbeten. Ab 20 April erfolgt Einziehung aller rückständigen Beiträge zuzügl M 50 —für Mahngebühr. ..»MMWWMIM Jli Berlin Büro: W. 8, Mauerstr. 22 Amt Zentrum 162. Sonntag, den 15. April Vormittagsausfriig nach dem Grunewald Treffpunkt Stadtbahnsteig des Bahnhof Zoo um 9 Uhr. Abfahrt 9« Uhr. Donnerstag, den 19 April abends 8')« Uhr in der Rosenslr. 2-4 (Bahnhof Börse) Vortrag von Herrn.Prof. Dr. Etbogenübsr Das Religiöse Leben der Juden in Nordamerika. ft Abitur Obersekundareife verbandsprüfung. -Bismarck - Pädagogium. Direktor Hans Danziger, Berlin, Alte jakobstr. 124. Inh. Julius Sachs BRESLOD, Schweidnitz«1 Stadtgraben 13 Musikalien jeder Art, Violin- und Lautensaiten MUSIK ALIEN - LEIHINSTITUT Herausgeber: Vereinigung für das liberale Sudentum e. V., Berlin W. 8. — Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Hugo Rathansohn, Eharlottenburg. — Druck: Gebrüder Maurer, Berlin' SO. 28, Elisabeth-Ufer 28-29. 4 591991200895

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