Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 2 (1922)
- Issue
- 38 (22.9.1922)
- Date
- 1922-09-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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hL nlcht He Kraft hetvorgebwcht, we roft -rauchen. Sie wurde chaotisch durchgeführt. Der einzige Dcost der, daß sich auch die Außenwelt in einem chaotischen ustand befindet. Und das Resultat? Ich glaube, in dem Momente, da die Außenwelt ihren chaotischen Zustand überwindet, wird sich auch unsere Lage verbessern. Budichest. Ungarns Dank an einen südischen Forscher. Vor einigen Tagen hielten die ungarischen Naturwissenschaftler in Kestthelh eine Wanderversammlung ab, auf der dem verstorbenen großen jüdischen Gelehrten, dem Professor der Medizin Dr. Max Schlachter, Lob und Anerkennnung gezollt wurden. Zur selben Zeit erschien der Sohn Max Schlächters, der infolge des Numerus clausus gezwungen tvar. an einer ausländischen Hochschule sein Doltvrdiplom zu erwerben, an der Bickapester Universität, um sein Diplom legalisieren zu lassen. Sein Ansuchen wurde mit der Begründung abgewiesen. daß es einen gefährlichen Präzedenzfall bilden würde, wenn man dem ausländischen Diplom eines Inden Landesgültigkeit erteilen würde. Verkündigung der palästinensischen Verfassung. Die Verkündigung der vom englischen König bestätigten und bereits am i. September im offiziellen Amtsblatt in allen drei Landessprachen veröffentlichten palästinensischen Verfassung fand mit großem Pompe am 11. September statt. Feld« marschall Allerchy, der Eroberer Palästinas, war aus Aeghpten als Gast zu dieser Feier eigens nach Jerusalem gekommen. Im RegiemrigAMaste wurde eine Parade und nachher ein großer Empfang abgehalten, Ms dem die neue Verfassung vorgelesen wurde. Nachher leistete Sir Herbert Samuel, bei Übernahme seines nunmehr in der Verfassung verankerten Amtes den Diensteid, wobei er in einer bedeutsamen Rede ausführte: Die heutige Zeremonie bezeichnet eine weitere Stufe in der langen Geschichte der heiligen Landes. Ich hoff«, daß unter dem breiten Schutz des britischen Imperiums eine friedliche Periode gwHett Fortschrittes für Palästina beginnen wird. Diese Periode wird ein Ausleben sowohl der Araber als auch der Juden bezeichnen. Wenn England nach Erfüllung seiner im Mandat festgelegten Aufgabe die Verwaltung Palästinas niederlegen wird, dann wird es Palästina zurücklasscn bevölkert, reich und autonom, würdig der großen Eipoche seiner historischen Vergangenheit. Arabischer Proteststreik. Das Exekutivkomitee des die arabische Bevölke. fordert, am 1*1. Sep. lamierNng der Perfassung, zum Zeichen des Protestes in den allgemeinen Streik zu treten. Wie Reuter meldet, hat tatsächlich «n diesem Tage ein« arabische Protestdemonstration. stattgesunden, wobei di« nichtjüdischen Läden geschlossen blieben und die arabischen Handwerker streikten. Misch-theologisches Seminar Vreslav. Im Wintersemester 1922/28 werden lesen: Herr Seminarrabbiner Prof. Dr. Guttmann: a) Talmud Traktat Gittin . . d) Deeisoren: Taaruboth . . . c) Einleitung in die Mischna im Anschluß an Frankels Darke« ha-Mischnah ...... d) Talmud: Baba Mezia . . . Herr Dozent Dr. Heinemann: ».) Geschichte der Religionsphilosophie des Mittelalters nach MaimonideS. b) Kursorische Lektüre des Sohar c) Homiletische Uebungen . . . d) Talmudische Abschnitte über das Gebet aus Berakhoth und Megillah .. e) Ilebersicht über die Thora. f) Hebräische Grammatik wort, Syntax) . . 6 Std. wchtl. Ober-Abt. 4 . . (Zeit. Ol Ob.u.M.-Abt. » 9 Unter-Abt. für sämtliche Abteilungen Ober-Abt. Ob.u.M.-Zlbt. M.u.U.-Abt. tt U.u. M.-Abt. Mittel-Abt. 8) Uedersicht über dar Gebetbuch mit geschichtl. Betrachtungen tu Erörterung der gesetzlichen Vorschriften.2 St. wchtl. Unter-Abt. Herr Dozent Dr. Lewkomitz: a) Grundlagen der jüdischen Religion .2 „ b) Hebungen zu Scheler, Religiöse Erneuerung ..1 % , c) Judentum und Buddhismus nebst Lektüre aus Texten zur indischen GotteSmysttk . . 2 „ d) Pädagogik der Gegenwart mit Uebungen.2 * Herr Dozent Dr. Rabin: a) Talmud: Traktat Makkoth kursorisch. b) DaS Buch Jesaja. c) Pentateuch-Kommentare . ♦ d) Geschichte seit Mendelssohn . o) Uebungen zur Gaonenzeit. . f) Lektüre mittelalterlicher Dich. tungen ...1 g) Die historischen Bücher der Heiligen Schrift..... 2 Herr Rabbiner Dr. Simonsohn: a) Nascht zur Thora..... 2 b) Mischnah........ 2-3 o) Talmud kursorisch .... 2 d) Schulchan-Aruch ..... 2 , „ Die Aufnahmeprüfung findet am 26. Oktober statt; die Vorlesungen beginnen am 29. Oktober. Anmeldungen sind bis zum 25. Oktober an den Vorsitzenden des Dozentenkollegium-, Herrn Dr. I. Rabin, Wallstraße 14, zu richten. Alle Vorlesungen werden unentgeltlich gehalten. Den Studierenden aller Fakultäten steht es frei, an einzelnen Vorlesungen teil zu nehmen. ES ist dazu die Anmeldung beim Vorsitzenden deS Lehrer-KollegiumS und die Erlaubnis des betreffenden Dozenten erforderlich. das Lehrerkollegium -er Zü-ifch-thevlogifchen Seminars. Dr. Rabin, z. Zt. Vorsitzender. Breslau, den 10. September 1922. Iiiöisch-wisserischastliche Kurse in Breslau. Im Wintersemester 1922/23 werden folgende Vorlesungen und Uebungen abgehalten: Herr Prof. Dr. GuHtmann: Talmud 2 Std. für Fortgeschrittene » o»nä.M.Grüne.wald: Grammatik 2 , » Anfänger r > (r ff Historische Bücher der Bibel ..... 2 » * „ „ Dr. Heinemann: Aramäische Grammatik mit Lektüre aus Daniel.1 „ n Dr. Hei ne mann: Einführung in in das Gebetbuch.1 9 Dr. Jacob: Bibel: Genesis . . 2 9 w „ Mischnah .... 2 , Dr. Lewkowitz: Religionsphilosophie der Gegenwart.... 1 v vr. R abin:Bibel: Deuteronomium. der Prophet Micha .... 2 g Dr. Rabin: Geschichte (Uebersicht über die Jüd. Geschichte von der Einwanderung bis zum ersten Exil . ..1 g Lehrer Reznikow: Neuhebräisch 6 Mttelgruppe u.Fortges'chr. Alle Vorlesungen sind unentgeltlich. Anmeldungen sind an Herrn Dr. I. Rabin, Breslau, Wallstraße 14, zu richten. Rebe und Antwort. Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Zuschriften aus unserem Leserkreise, deren Inhalt von allgemeiner Bedeutung ist. Wir erklären uns bereit, jüdische Angelegenheiten, die unser« liberal« Bewegung berühren, hier zur Besprechung zu stellen, sofern sie Nicht zu breiten Raum einnehmen. Annahme oder Ablehnung behalten wir uns in jedem einzelnen Falle vor. Die Schriftleitung. Anfänger Sehr geehrter Herr Redakteur!; Al- Lehrer an der 6. Religion-schule bin kch Eder ve» fugung, von der der Simplex-Artikel in Nr. 34 der ..Jüdische liberalen Zeitung" berichtet, mit betroffen. Da unter den acht Lehrkräften sich auch zwei konservative befinden, war ein gemeinsamer Protest des Kollegiums nicht zu erwirken. Einzelne der liberalen Lehrkräfte beabsichtigten, selbständig vorzugehen, m der Voraussetzung, Schutz und Unterstützung bei den Gemerndekörperschaften zu finden. Wie jetzt aber verlautet, würde dies nicht der Fall sein, was um so bedauerlicher ist, als in den Gemeindekörperschaften die Liberalen in der überwiegenden Mehrheit sind. Es dürfte Sie interessieren, zu erfahren, daß sich m dem Kollegium der 6. Religionsschule auch streng orthodoxe Rabbiner befunden haben, die am Unterricht im Hebräischen ohne Kopfbedeckung niemals Anstoß genommen haben. Bezeichnend ist der Grund, der den Gemeindevorstand entgegen dem ablehnenden Votum des Schulvorstandes veranlaßt hat, die Verfügung zu erlassen. Weil es nämlich einen störenden Eindruck Hervorrufe, wenn einige der Kinder (acht unter dreihundert!) mit der Kopfbedeckung dasitzen und die anderen ohne sie, sollen nunmehr alle die Kopfbedeckung aufsetzen. Vom wissenschaftlichen sowohl wie vom religiösen Standpunkte aus ist die Anordnung meines Erachtens nicht gerechtfertigt. Ich glaube auch nicht, daß sie geeignet ist, erzieherisch zu wirken. Nach meiner Kenntnis der Dinge glaube ich ferner nicht, daß die Kreise, die der Vorstand durch die Maßregel vielleicht glaubt für die Schule gewinnen zu können, ihre Kinder dorthin schicken werden. Diese Kreise wollen nicht nur die Kopfbedeckung, sondern in erster Reihe mehr Unterricht im Hebräischen, insbesondere auch Unterricht in den talmudischen Fächern, und zwar in althergebrachter Weise. Es gibt in Berlin eine ganze Anzahl Glaubensgenossen, die Seitenlöckchen und Kaftan für mindestens so wichtig halten wie die Kopfbedeckung. Nun fürchte ich zwar nicht, das; der Vorstand einem dahingehenden Anträge stattgeben würde, aber man kann sich ungefähr denken, wohin die Nachgiebigkeit in solchen Dingen führt. Zweckdienlicher wäre es meines Erachtens, für die in Betracht kommenden Kreise gesonderte Klassen zu schaffen, in denen das Hebräische in der oben angedeuteten Weise und hier natürlich mit Kopfbedeckung unterrichtet würde. Was jetzt oemacht wird, ist nichts Ganzes und nichts Halbes, es befriedigt leinen und verärgert viele. Berlin, den 10. September 1922. In vorzüglicher Hochachtung Nathan S ch i m m e l m a n'n. AöW-llbersler )upMn zu ‘Mn. Arbeitsplan für den Monat Oktober. Regelmäßig Montag, abends 87s Uhr, im Gaale der Gesellschaft „Eintracht", Tauentzienstr. 12 (Eingang nur Anger): Montag, den 9. Oktober 1922: Vortragszyklus des Herrn Religionslehrer vr. Davidsohn über; Prophetismus Die messianische Idee. Fortgeschrittene je 8 für Anfänger, Montag, den 16. Oktober 1922: Gemeinsame Versammlung mit dem liberalen tzauptverein. Vortrag des Herrn Gemeinde-Rabbiners vr. Vvgelstvin: Die Entwicklung des religiösen Liberalismus in Breslau. Montag, den 23. Oktober 1922: Bibliotheksabend anschließend außerordentliche MitFttederdrrsammlVitA Montag, den 39. Oktober 1922: Vortragszyklus des Herrn Rechtsanwalt Lrleb Spitz: Bilder aus jüdischer Vergangenheit. Die Kreuzzüge. Schriftvorlesung am Neujahrsfest. Sonnabend, den 23. September: Genesis 21, Numeri 29. 1—6. Haftora: Samuel 1—2, 10, Sonntag, den 24. September: Genesis 22, Numeri 29, 1—6. Haftora: Jeremia 31, 1—19. Gottesdienst an den leiden HenjaMp in Kresbu Nit« Neue Sylt. Syn. 6.00 Uhr 6.00 Uhr Freilag, 22.9. Beginn (Predigt) abends Sonnabend, 23. 9. .. 23.9. „ 23.9. Sonntag, 24.9. 24.9. .. 24.9. Freitag, 22.9. Beg. (Pred Predigt Beginn Beginn Predigt Schluß Jugendgottesdienst Lesslngloge (Tempel 11. St.) .) abds. 6.00 Uhr morgens 7.00 vormitt 9.45 abends 6.15 morgens 7.00 vormitt. 9.45 abends 6.28 8.15 9.30 6.15 8.15 9.30 6.28 Sonnbd.,23.9. Beginn morg. 8.00 23.9. Predigt vbrm.9.45 „ 23.9. Beginn abds. 6.00 Sonntg., 24.9. morg. 8.00 .. 24.9. Predigt vorm. 9.45 Bemerkung lm Saale der Hermann-, Lessingloge und Q* Seilschaft der Eintracht wie in der Alten Synagoge; in den übrigen Zweiggottesdiensten wie in der Nkue n Synagoge. Oer Eintritt lat nur gegen Vorzeigung der Eintrittskarte gemattet, Aula der Augustaachule 6.00 Uhr 1000 .. 10.30 .. 6.15 ., 1000 .. 10.30 .. Gottesdienst Breslau Alte $ynag. Neue Synag. An den 25.9. Wochen- bis Beginn . . 630 6.45 tagen 29.9. Beginn . . . .|abends 5.45 5.45 Telefon: Ring 299 u. Ring 7475 SM und ein etc. zu 6ett Keiertagen auch auf telefonischen flnruf. Anelfsgemelnscltatt iQdlsch-Ilberaler JugenMne Deutschlands. Ili-Breslau. Büro: Höfchenstr. 61, 11, 1. Montag, den 25. September und Montag, den 2. Oktober fallen die Vereinsabende aus. Voranzeige! Montag, den 9. Oktober 1922, im Saale der .Eintracht". Vortragszyklus des Herrn Religionslehrer Dr.DavIdsohn Ober: „Prophetlnmis“ Die messianische Idee. Ill-Berlia. Eüro: W 8 Mauerstr. 22 Amt Zentrum 162. Freitag, den 29. Septbr. 1922 abends 8 Uhr im Logenhaus KleiststraSe 10 Kaufe Bruch, Gold, Silber, Platin B. ROHM, Uhrmacher, Breslau, Nikolalstr. 57. UbendeKarpfen.Schleler,Brassen,Hechte und sämtliche anderen Sorten Flußfische and Seefische empfiehlt in nar erstklassigen Qualitäten. st B. Vogler. Bmlmi,HiiiklhDllell Mali.)» H Stand 2S4/S6. — Teleloo I Ring 4542. II 7—'>IIIIM"-^IIW'--1IkWp^«M,lWe"---"I|I„l|I'«"«N,lIlli'-»«,WII„.-.^ Amhold Rosenthal 1 Breslau, Neue Schweldnifzer Straße 5 J empfiehlt H Uhren und Juwelen j MWH—l—ssmi—wsxmiMiinMtHSHsmtmsitHimwtitntMttiinamHmermtmtMwos» Großes Laser 1 Edhlef OlashUtier (Ihren j Lange Löhne, Assmann. Breslau | Kabarett Kaissikione Max Mmmelll Frits Treaterff and das grolle September - Programm. 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