Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 2 (1922)
- Issue
- 37 (15.9.1922)
- Date
- 1922-09-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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nt 25 000 Vtatf «chaktM, also etwa 100, die mit jbtttget* löhnen anskommen müssen, während der Rest der Petenten kaum viel besser als aus 25 000 Mark gestellt ist. Fürckit-r. ltch ist teilweise die Loge der Altpensionäre und ihrer Witwen: es ,ntd uns 14 emeritierte Beamte und Witwe« bekannt geworden die JahreSpenstvnen von 600 bis 1400 Mk. haben. Natürlich ist die Zahl der Unglücklichen viel sssötzer. als die uns bekannt gewordenen Fälle. Der Deutsch-Jsmeltttsche Gemeindebund hat in seinen letzten Etat di« Summe von 1 Million eingestellt für die Unterbringung notleidender Kleingemeinden und ihrer Beamten. Durch Umlegung von 1 Prozent ihres Eirckommens im Jahre 1921 auf die Bundesgemeinden ist <Ser nur ein Betrag von 400 000 Mark eingekommen. Wir müssen jHoch mindestens eine volle Million zur Befriedigung der selbstverständlich mit aller Gründlichkeit durch ortskundige Sachver, ständige nachgeprüften Gesuche zur Verfügung haben. Helfen St« uns durch eine reichlich« Spende dazu, die Männer zu stützen, von deren Wohlergehen und ArbeilSfreudigkeil die Schaltung des Judentums bedingt ist. Der Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Gemetnbeb'undes. Prof. Dr. S. Kalif che«, Geschäftssührender Vorsitzender. Waisenkinder ausS Land! Bedarf es in unseren Tagen einer näheren Begründung deS hygienischen und moralischen Segens der Verpflanzung der Großstadtrinder aufs Land? Wenn der Vorsitzende der Waisenkommission der Berliner Jüdischen Gemeinde an den Deutsch-Israelitischen Gemeindebund die Aufforderung gerichtet hat,'ihm bei der Unterbringung seiner männlichen und weiblichen Schutzbefohlenen im Mer bis zu 14 Jahren an kleinen Plätzen behilflich zu sein, so verfolgt er damit aber noch ein weiteres sehr fdrdernSwertes Ziel. Gr wünscht nämlich die Kinder nach solchen kleinen Gemeinden zu bringen, deren jüdische Volksschule aus Mangel an Zöglingen von'Auflösung bedroht ist, waS, wie die Erfahrung lehrt, vielfach zur Folge hat, daß die Gemeinde nicht mehr einen qualifizierten Beamten anstellen kann. Der vollständige Verfall des jüdischen Lebens /äht dann nicht auf sich warten. Deshalb ist die Anregung zu begrüßen, die auck den jüdischen Lehrern, wie anderen geeigneten Familien Gelegenheit zu einem Nebeneinkommen bietet. Als höchster Pslegesatz werden monatlich 600 Mark angeboten. Anerbietungen sind an den Deutsch-Israelitischen Gemeindebund, Berlin W. 35, Steglitzerstraße 9, I, zu richten. Bresla«. Reprvsenßantenversammlung. Nach der üblichen Sommerpause tagte am 3. b. Mts. die Repräse-MaMenversammlung, um in fast dreistündiger Sitzung eine große Anzahl Vorlagen zu beraten. Außer ded Annahme von Vermächtnissen und Zuwendungen für Grabpflege und JahckettverrichtUng bewilligte man SrhSHUttgen der Jahresbeihtlfe für die Altglogvuer Synagoge und für die Gemeindefchwester. Die Grabpflegegedühren sollen in Zukunft den städtischen Sätzen dafür angepaßt werden, und der Beerdtgungstarif soll zeitgemäß und sozialer auSgestaltei werden. Die Gebühren für die Benützung der rituellen Badeanstalt und für Schlachtungen wurden teils erhöht, teils neu eingeführt. Die Besoldung der Gemeindedeamten wurde dem Anträge der Bvamtenvereinigung entsprechend nach der Reichsbesovdimgsvrdnuny vvrgenommen, und die Tellerungs MschlAge der Angestellten und GnabvnpeNstonsempfänger wurden mit Geltung vom 1. August d. IS. von 25 auf 75 Prozent der Gesamtbezüge erhöht. Für die in den Sommermonaten ausgeführten GrweiterüngSoirbetten am Friedhof und Badeanstalt wurden die erhöhten Kosten nachbewilligt und dem jüdischen Frauenbund« eine Beihilfe für feine hiesig« Tagung gewährt. In kurz« geheimer Sitzung wurde eine Ehrengabe zu einem AmtSjudtläum genehmigt und der oltf eigenen Antrag erfolgenden Pensionierung des Rendanten Sachs zum 1. Januar 1923 zugestimmt. Zum Rendanten an seiner Stelle wurde der bisherige Kassenassistent Breslauer gewählt. Am Sonrrtaa, de« 17. d. Mts., wird bas fünfzigjährige Bestehen der hiesigen Reben Synagoge durch einen Festgottesdienst begangen, bei dem Herr Rabbiner Dr. Vogelstet« die Festrede HM. Am Vorabende dieses Jubiläums spricht im hiesigen liberalen Verein Here Rabbiner Dr. Seliamann-Frankfurt o. M. über das Thema: Warum sind wir liberrcke Jvvenf Der liberale Verein der Shnatzvyeiwgemetitde Breslau trat mit feitttr Vorstands fitzung am 5. d. Mts. in die Winterarbeit ein. Die zukünftige Ausgestaltung des Vereins bildet« den Gegenstand Mer mchirstündigen Aussprache. Die drei Borstitzenden wurden mit der Ausarbeitung eines'Winterarbeitrprogramms beauftragt. Zeitungsschau unü verschieüenes. ysWille für Sir MnM des Mm, Berlin N. % WlleüeWe u. Vorlesungen im Winter-Temester 1922/23. Herr Dr. B ae ck wird lesen: 1. Midrasch, Uebungen über die Pesikta, 2 Stunden. Dienstag 8—10. 8. Homiletische Uebunaen, 2 Stunden. Freitag 6—10. 8. Erziehung und Unterricht, 1 Stunde. Mittwoch 7—8 abends. He« Prof. Dr. B a n e t h wirb lesen: 1. Talmud Gittin, IV, 6 Stunden, Montag, Mittwoch, Donnerstag 9—11. 3. Mfchna Baba Mezia, JI, 2 Stunden. Sonntag 9—11. 3. Tur und Schulchan Aruch Jore Dea, 70 ff., 2 Stunden. Montag und Donnerstag 11—12. 4. Maimuni, Hil. T'filla, 1 Stunde. Mittwoch 11—12. 5. Maimuni, Hil. Kiddusch hachodesch, 1 Stunde. Sonntag 11—12. Herr Prof. Dr. VlLogen wird lesen: 1. Talmnd Menachot, III u. IV, 4 Stunden. Montag und Donnerstag 6—10. 2. Geschichte der nachbiblischen jüdischen Literatm, Stunden. Dienstag 8—9% abends. 3. Probleme der Geschichte der gaonäischen Zeit, 2 Stunden. Dienstag 10—12. 4. Erklärung hebräischer Geschichtsquellen, 1 % Stunden. Freitag 9-10%. Herr Prof. Dr. Guttmann wird lesen: 1. Grundfragen der Religionsphilosophie, II. Teil, 2 Stund««. Montag und Mittwoch 10—11. 2. Hebungen zur Ethik, 2 Stunden. Mittwoch 11—1. 3. Lektüre des Or Adonai von ChaSdai KreSkaS, 2 Stunden. Freitag 11—1. " 4. Lektüre ethischer Texte für Anfänger, 2 Stunden. Dienstag 11-1. Herr Dr. Torczyner wird leien: 1. Bon Jesaja zu Jeremia (für Fortgeschrittene), 2 Stunde«. Montag und Donnerstag 12—1. 2. Thora, kursorisch, 2 Stunden. Montag und Donnerstag 11-13. 3. Chamesch Megillot (Vorlesung in hebräischer Sprach«), 2 Stunden. Sonntag 11—1. 4. Bibelwissenschaftliche Probleme, 1 Stunde. Sonntag 10-11. ' 5. Uebungen zur talmudisch-aramäifchen Grammatik, 1 Std. Donnerstag 10—11. Herr Dr. Freun'd wird lesen: Die siaatSkirchenrechtliche Stellung des Judentums in Deutschland nach der neuen Reichsverfassung, 2 Stunden. Mittwoch 6—8 abends. In der Präparandie werden wie bisher, Kurse über Bibel und Kommentare, hebräische Grammatik, Mischna, Talmud und das Gebetbuch von den Herren Dr. Barol, Dr. Grünthal und Dr. Rosenthal laut Anschlag am schwarzen Brett gehalten werden. Außerdem finden an Montagen der Monate November und Dezember 1922, abends 8 Uhr, einige Gastvorträge in hebräis cher Sprache durch namhafte hebräische Schriftsteller statt. Näheres über die Abendvorlesungen und die Gastvorträge wird noch bekannt gemacht. Alle Vorlesungen und Uebungen find unentgeltlich. Die Eröffnung deS Winter-Semesters erfolgt Montag, den 23. Oktober, 11 Uhr vormittags. Als Zuhörer für die Vorlesungen sind in erster Linie rite immatrikulierte Studierende der hiesigen Universität — und zwar ohne Unterschied der Fakultät — in Aussicht genommen. Auch ander« Personen können auf Grund besonderer Ermächtigung an den Vorlesungen teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt bei dem derzeitigen Vorsitzenden des Lehrer-Kollegiums, Herrn Dr. Torczyner, amDienstag,den24. unbMittwoch, den 25. Oktober, 12—1 Uhr, im Sprechzimmer der Hochschule. Schriftvorlesung am 16. Septbr. 1922: Toraabschnltt: Nlzzowlm, Wajelech, Deuteronomium 29°—31w. Haftora: Jesaja 6110—63®. ammmmmBrnnrnrnsBanammmmmmmmmmmmmmmmmammmsm Gottesdienst Breslau Rite *»»»4 Nea« 5ya«^. Freitag 15. 9. Beginn .... . . abends eoo 6.00 Sennabd. 16.9. Beginn. morg.{ 6J0 8J0 9j00 Predigt. Schrifterklirung . . Jugendgottesdmmt . vorm. - - nadira. 400 4Xß* An den SchluB. abends 6.47 6A7 17.9. Beginn ..... . morg. 6J0 M5 Wochen- bis tagen 22.9. Beginn ..... . abends 6.15 6.15 22.9. Beginn. morg. 6^0 — * Im Kranicenhau«. Konfirmationen In der Alten Synagoge, den 16. September Lothar Nelken (VaterNathan), Neusalx n.O. —Edmund Kgphon (Vater David), SonnenstraBe 30. Konfirmationen, Neue Synagoge, den 16. September i QQnther Grün (Vater Max). BrOderstreBe 55. — HeIni Q oldbau m (Vater SalW), HÖfdienplatz 7. — Herbert B 11 e s k 1 (Vater Felix), TelegraphenstraBe 8._ Aus Anlaß deS $0 Wp B*JW)M tu »MN «WM findet am Sonntag, den 17. Septbr., vorm. 11 Uhr, eine besondere gottesdienstliche Feier statt, zu der wir unsere Gemeindemitglieber hiermit etnladen. der Vorstand der Spnagogen-Gemelnöe Breslau. Für die ZweiggotteSdtenste an den hohen Festtagen wird eine Anzahl Freikarten (Sitz- und Stehplätze) OlUflDOQ, MO w.WMNMMW--» llhk in unserem Büro, Breslau, Wallstr. 9, ausgegeben. Der Vorstand öer Spnagogen-Gemeinöe. Veleßon: Ring 299 «. «Ing 7475 jom %ond/^Q^pj WU uni W ttc. ju den Feiertagen auch ans telefonischen fknruf. KausefchM □mJ Robert Diitzka, Breslau 23 Goethes«». 171 / Tel. Ring 1132« »it-führung sämtlicher Bauarbeiter, Anfertigung von ProjeNen jederArt. — Bavberaiung. 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Unsere regelmäßigen Vortragsabende beginnen Montag, den 9. Oktober 1922. /- Ist Bedarf an Llchf und Kraft, Dann nicht lange nachgedachl. Ruff nur Ring 7903, Schon die Hilfe ellf herbei Repariert wird schnell und gut Ist Eure Leitung mal kopuf. ffcftfr. XitMu. J^fra/tonfogen (fliifkard Geifert 'üreslau S, 9rA6s<flenenlr. 39^ tUflifli »uS erster Familie, 28 I. alt, mtellig. v. geschäftStüchÜg. Ivlllfa mit 100 V00 Demiögen, Wäscheruesteuer. WshmmzLein« richtung (Möbel. Glas, Porzellan, Silber), sucht, da allrinstehenb Kevens - Kameraden. Zuschriften erbeten unter V. N. 208 an die krpevliien der Jüdisch-liberalen Zeitung. m » Buchdruckerei und Verlags - AnsfaU TH. SCHATZKY G. m. b. H. Breslau 3 Lieferung von Drucksachen für Handel, Industrie u. Privat lW.Aust&Co. ,«lp> WM»-MI1»WWM»»M11»W«IIW>-«1, «»-«I!^El»mMll»NE MMtil 5,1. 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