Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 2 (1922)
- Issue
- 33 (18.8.1922)
- Date
- 1922-08-18
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Öe sei, daß tU bevorfteheude DurchfühMng de» PreMeS erÄ» di» AuSfiützu-na der Wasierkräfte wohl taufenden Ebischen Arbeitern Brschastiauna geben wirb. Daher bestehe r eine Fortdauer der Beschränkungen kein Grund, auch entt man Sir Herbert Samuel» jüngste Erklämn«, daß die Hohe der indischen Einwanderung sich nach den ökonomischen Verhältnissen des Lande» richten müsse, in Rücksicht ziehe. Anmutige Literatur. In der Druckerei des deutschnationalen „Dogiländischen Anzeigers" in Plauen ist dieser Tage eine 123 Seiten starke Broschüre heimlich hrrgeüstllt worben, die den vecheihungS« vollen Titel führt: „Hundert völkische Frage« und Antworten au» Rasse, Volkstum, Staat und Turnen zum Gebrauch für die völkischen Prüfungen (!) in den Vereinen de» Deutschen TurnerdundeS und als Lesebuch für alle seine Mitglieder". Herausge geben hat die Broschüre im Aufträge de» Deutsch. vöMschen Turnvereins Plauen und des Deutschvölkischen TmnvereiuS „Jahn" in Chemnitz der Ghmwsialoberlehrer Friedrich Rudolf Zenker in Straßherg bet Plauen. Das Ganze ist eine antisemitische Hetze gegen diedeutsche Republik und ihre Führer. Zenker beschimpft Reichs- und Lande»- regtenmg, republikanische Parlamentarier und Parteiführer-. Mar von Baden, Erzberger, Groener, Scheidemann nennt er JuderrsöMing«. Für den Zusammenbruch hat er diese Er« klärung: „Unter der Oberleitung heimischer Jude« sielen die willigen Knechte der Plutokratie, mißbrauchte und bezahlte Trottel und Verbrecher, ultramontane, demokratische und so« zialdemokrattsche Parteiober, und -Unterhäuptlinge durch Entfesselung der Umstürze» dem Frontheere in den Rücken..." Daß der Herr Oberlehrer den „Tag der Revanche" verkündet („ausgeschovett ist nicht aufgehoben!"), nur nebeltet. Die Hetzbroschüre sollte in 5000 Exemplaren über die Grenze nach Deutschböhmen geschmuggelt werden, al» di« Staatsanwalt, schaft in Plauen diese Sorte nrutionaler Wiedevausbauarbeit unterband, indem sie die gesamte Auslage beschlagnahmte. Daß damit die Angelegenheit nicht erledigt sein kan«, ist wohl selbstverständlich. Rede und Antwort. Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Zuschriften auS unserem Leserkreise, deren Inhalt von allgemeiner Bedentung ist. Wir erklären un» bereit, jüdische Angelegenheiten, die unsere Merale Bewegung derühven, hie» zur Besprechung zu stellen. sofern sie Nicht -u breiten Raum einnehmen. An. nähme oder Ablehnung behalten wir uns in jedem einzelnen Falle tot. Die Schrisileitung. Gin Briefwechsel mit dem Verband national-deutscher Juden. Dr. Max Naumann. Charlottenburg, den 7- Juni 22. An die Redaktion der Jüdisch-liberalen Zeitung Berlin W. 8, Mauerstraßc 22. Durch Zufoill kommt mir ein Artikel „Vertiefung des Judentums" von Rabbiner Dr. Gotischalk, Posen, zu Gesicht, der in Ihrer noch in Breslau hewusgegebenen Nummer vom 24. Mai d. IS. abyedruckt ist. Es würde mir erwünscht sein, einige Jrrtümer, die sich in dem Artikel des Herrn Gottschall finden, an der gleichen Stelle richtig zu stellen. Ich frage ergebenst an, ob Sie bereit sind, einen von mir geschriebenen Aufsatz zum Abdruck zu bringen. Am liebsten wäre es mit, wenn ich die Möglichkeit erhalten könnte, bei det gleichen Gelegenheit mich mit einer ganzen Reihe von sonstigen Kritiken, die an meiner Schrift „Vom mosaischen und nichtmosmschen Juden" geübt worden sind, im Zusammenhänge auseinanderzusehen. In diesem Falle würde der von mir zu schreibende Aussatz natürlich den des Herrn Gottschall an Umfang erheblich überschreiten müsien. Ich bitte ganz ergebenst, in Ihrer Rückäußerung auch zum Ausdruck bringen zu wollen, wann Sie etwa in der Lage fein würden, meinen Artikel zum Abdruck zu bringen, welchen Um fang der Artikel äußerstenfalls haben dürste und bis zu welchem Zeitpunkt Sie das Manuskript in Händtzn haben müssen. Einen freigemachten Briefumschlag gestatte ich mir beizusügen. Mit vorzüglicher Hochachtung m Dr. Naumann Berlin, de« 23. Juli 1922 Herm Dr. Mar Naumann, Vorsitzender de» Verbandes national-deutscher Juden. EharlottenburE. Sehr geehrter Herr Doktor! Dir.müssen zunächst mn Entschuldigung bitten, daß wir erst heute ist der Lage sind, zu Ihrem Schreiben vom 7. Juni sachlich Stellung zu nehmen. Die Verzögerung tu klärt sich dadurch, daß bei der grundsätzlichen BÄeutung der Angelegenheit, die Schrisileitung der „Jüdisch.liberalen Zig." es für angebracht hielt, vo« Beantwortung JbreS SchreivenS, mit den hiesigen Vorstandsmitglieder« der Vereinigung für das liberale Judentum E. V. Fühlung zu nehmen, da die ,Jüdisch-liberale Zeitung" ja das offizielle Organ dieser Ver. cinigung ist. Gemäß dieser Rücksprache teilen wir Ihne« folgendes mit: Die Vereinigung für das liberale Judentum gehl bei der von ihr bezweckten Förderung der fortschrittlichen Ent. Wicklung des Judentums von der Grundausfassung aus, daß die gesamten Juden, unbeschadet ihrer nationalen Verschieden, liciteu und ihrer Pflege vaterländischer Gesinnung, durch das gemeinsame Baud der jüdischen Religion miteinander ver« Hunden sind. Im Gegensatz hierzu erkennt der „Verband national-deutscher Juden" und insbesondere Sie, sehr geehrter Herr Doktor, als ''sein erster Vorsitzender, ms Bindeglied lediglich die Gemeinsamkeit der Abstammung an. Es kommt noch hinzu, daß der Name Ihres Verbandes geeignet er. scheint, bei unseren weniger unterrichteten christlichen Mitbürgern Verwirrung zu stiften, als ob die Hunderttausend« deutscher Juden, welche Ihrem Verbände fern stehen, an national-deutscher Gesinnung und vaterländischer Opferwilligkcit hinter de« Mitgliedern Ihres Verbandes zwrückstehen. Bei dieser Gegensätzlichkeit der Auffassung steht sich die Schrift, leitlmg der „Jüdisch-liberalen Zeitung" nicht m der Lage, Ihnen oder Ihrem Verbände ihre Spalten zu öffnen. Ein Bedürsrns hierzu liegt auch um so weniger vor, als der „Bcrüand national-deutscher Juden" über ein eigenes Mitteilungsblatt verfügt. Mit dem Ausdrucke vorzüglicher Hochachtung und ganz ergebenst Schriftleitung der „Jüdisch-liberalen Zeitung". Schriftvorlesung am 19. August 1922: Toraabschnltt: Re’fc. Haftora: Jesaja 5411—555. Gottesdienst Breslau Alte Synsg, Nest Synag. Freitag lflL 8. Beginn . abends 700 7.00 mnnabd. IS. 8. Beginn . . . rnorg. { 830 9jOO m Neumondweihe . . vorm. 10.00 930 Predigt. 9.45 Jugendgottesdienst . nachm. 430» 430 S<hlu8. abends 7.31 731 An den 20.8. Beginn . morg. 630 645 Wodien- bis tagen 25.8. Beginn. abends 7.00 7.00 * Im Krankenhaus. Konflrmtlonen, Alte Synagoge, 19. August: Qflnther J <h ö n w a I d (Vater Salo, StematraBe 3/3). — Lothar Nelken (Vater Nathan, Neusalz a. O.). Die Tmeuenmg der Vlattartrn für 19*2/2* erfolgt für die bisherigen Inhaber bezüglich der Plätze: in der Alten Synagoge vom 28.—80. Aua»st „ „ Neuen . „ 31. August—4. September im Konzrrtha«ssasle „ -.—8. „ „ lkammermufiksaal« am 12. „ „ Freundesaale , 1». , in der Hermaunlog» . 1b. , . „ resfin-lo-e „ 18. nur dormittag» von »—1 Uh«, «Vavstraste ». Nach Ablauf der Frist findet eine Erneuerung nicht «ehr statt. Dt, Breis« der Platzkarte« find erhöht. Die freie« Platzkarte« für obige Gottesdienste werden auf Grund von Ord« nungSnummrrn. die vom 25. August ab zur Ausgabe gelang««, vergeben. Im Saale des r«u»der«iu- Vorwärts findet ein Gottesdienst nach neuem Ritus unter Mitwirkung eines Harmoniums, im Saal der Gesellschaft «wtracht ei» solcher nach alte« Ritus patt. Briefliche oder telefonisch« «lnfragen können uicht »erückfichtlgt werden. Jtr Waal) -er MWM'EMiliHr Rceslllll. ■■ SDahlcn W MprWMtWNjsMliiiist Auslegung -er Wählerliste. Zur Teilnahme an den spätestens am 1. De. zember cr. stattfindenden Wahlen zur Repräseirtantenversanrmlung ist jede- Gemeindemitglteb berechtigt, welches in der von dem Unterzeichnete« Vorstand geführten Liste der stimmfähigen Gemeindemitglteder verzeichnet ist. Diese Liste wird in der Zeit vom lZ.stugllfi bk ir.WMll b. 3. während der Dienststunden in der Registratur» Oranienburg erstraße 29, II, zur Einsicht ausliegen. Einsprüche gegen die Richtigkeit der Liste sind innerhalb der angegebenen Zeit durch Zuschrift oder durch Protokoll daselbst zu erheben. Spatere Einsprüche find ungültig. (Jur Beachtung: Die Liste wird nach Finanzämtern und Stadtbezirken geordnet, Einsichtnahme daher durch Mitbringen der Bezeichnungen i«r RetchSeinkommensteuerdescheid für 1920 erleichtert.) Berlin, den 12. August 1922. Vorstand der jüdischen Gemeinde. Heirats - Gesuche haben bei der weiten Verbreitung der »I. L.Z.' in den Veste« jüdischen Kreisen durch eine Anzeige in diesem Blatt zufriedenstellendste Wirkung. omeitsgemelnschtttt Jüdisch-liberaler Jugendverelae DenbdUamb. Hi-Breslau, Büro: HOfchenstr. 61, II, I. Montag, den 21. August 1922, abends von 8 Uhr ab (bei Jeder Witterung) GHillinn BelunmiDieln im „Roland*. Voranzeige I Sonntag, d. 27. August 1922 sich MaltüHntms. Treffahrt mit dem Ltecmltzer JU. Treffpunkt 7,15 Uhr vorm, vor dem Nordhotel. Abfahrt 7F7 Uhr v. Bahnsteig N bla Maltsdi. Sonntagsfahrkarte 4. Klasse nach Maltsdi selbst läsen. Der Ausflug findet bei Jeder Witterung statt. lU-IAegnitn. Sonntag, d. 27. August 1922 Millt mit dm Bmlaier Hl int Abfahrt 8.56 Uhr vormittags. Sonntags-Fahrkarte 4. Klasse bis Maltsdi selbst lösen. Der Ausflug findet bei Jeder Witterung statt, 114-BerUn. BOro: W 8 Mauerstr. 22 Amt Zentrum 162. Donnerstag, den 24. Auoust ebenda von 8 Uhr an In BeeHtzhof (Bhf. Nlkolasaea) Sonntag, den 27. Auguat ToTnlttam-Jlnfln. Treffpunkt 9 Uhr Stadtbahn- Bahnsteig d. Bahnhofs Zoologischer Qartan mit Fahrkarte nadi Wan n s ee. Abfahrt9,08 Nadt mehrjähriger Ausbildung an dar Abteilung für Ohren*, Nasenu. Halskrankhelten am Allerheiligen- Hospital (PrlmSrarzt Dr. Gocrke) habe ich mich In Breslau, Reuscliestraße 8/9» Ecke BflttnarstraBe, II. Etage als Facharzt ffir Ohren-, Nasen- :-: und Halskrankheiten niedergelassen. 185 8|>redistunden nur Wochentags 11 -12, 3‘/s-5. beteilige mich an der Kassenpraxis. Dr. med. Ernst Grünthal. Baugeschäft Prinz & Kalusche, Breslau Kausr-Wühslmstr, 123, Telefon "Ring 4410 empfiehlt steh zur Ausführung sämtlicher ins Fach schlagenden Arbeiten, Direkte Schnellzugs- und Auskosft und Füh 'Ctnthavn rxHeluolanü , D*u»I«mjrbladuull Rotddsleb — Nnratrafp irsr anxebdi* Säe« •Veiwalt« ag B erliner riefmarken- Zeitung gratis. Viel# Qelegenhehsangebote. Barankauf von Marken und kleinen u. grollen Sammlungen. Philipp Konack & Co. Berlin C 2, Burgstrafio 13. Heinrich Emden & Co, Telegramm-Adresse: Golderz Bankgeschäft Berlin W 56 Jlgerstrafta 40 Telefon: Amt Zentrum 9513 u. 9514 Femanschluß; Amt Zentrum 13653 Reidisbank-Glro-Konto Postschack-Konto 2477 Ausfflhruns oller ban&raflBlsen Tmsabtlonen Haus in Frankfurt a. Main und Hannover Meinen verehrten Kunden zur gefl. Kenntnis, da» ieb am 15* September cr. Gr&bschenerstr. 39 eine!I WMMWM iiiiiririiiiMmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii eleHtr. 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