Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 2 (1922)
- Issue
- 22 (2.6.1922)
- Date
- 1922-06-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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noch unbekannt sind. Lus dem Inhalt de» ersten Bandes sind ein Brief an den Fürsten BiSmarck und eine Rede an den Familienrat der RotschildS hervorzuheben. Die weiteren Bände erscheinen im Herbst und Winter. Wien. Der polnische Außenminister Skirmunt hielt sich auf der Heimreise von Genua nach Warschau einige Tage hier auf und empfing die Vertreter der Wiener Presse, um sich ihnen gegenüber über die aktuellen politischen Fragen zu äußern. Auf die an ihn seitens eines jüdischen Journalisten gerichtete Anfrage über feine Stellung zur Judcnfrage in Polen erwiderte Minister Skirmunt, daß er auch in der Judenfrage für die Anbahnung eines gegenseitigen Einverständnisses zu wirken trachte. Er trete selbstverständlich für die volle Gleichberechtigung der Juden und für die Befriedigung ihrer kulturellen Bedürfnisse ein; dies könne natürlich nicht fo weit gehen, daß die Juden einen Staat im Staate bilden. Er sei kein Anhänger der nationalen Autonomie für die Juden und wünsche in bezug auf die Juden die Schaffung von Zuständen in Polen, welche denen in Westeuropa gleich seien. Selbstverständlich müsse man im Auge behalten, daß die Zahl der Juden in Polen viel größer ist, als in einem der westlichen Staaten. Aber jedenfalls sei er für eine Befriedigung der kulturellen Bedürfnisse der Juden im Rahmen der vollen Gleichberechtigung. «kingegangene Bücher. Wir bringen an dieser Stelle ein Verzeichnis aller uns esandten Erscheinungen interessierender Literatur und dealten uns die Besprechung vor. BW ttrtttfti Bckdtzlo«Mer**a der Bibel, tu ihrer »e»este» GrsHttnnngSför«. von Eduard König, Professor in Bonn. Ehr. Belserfche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. »er ««teil der jüdische« Freiwillige« au» dem Befrei««g»kriege 1818/1814. von Michael Fraenkel, Bre-lau. Der Herr Verfasser verdient für dainteressante und leider noch immer aktuelle Schriftchen unsere volle Anerkennung und Dankbarkeit. Es ist nur bedauernswert, daß er von den Antisemiten, die grundsätzlich vor der Wahrheit ihre Augen verschließen, nicht gelesen wird. Auf Seite 17 verweist der Verfasser auf meine kleine Abhandlung: Ueber den Anteil der Juden — vorzugsweise der Magdeburger — an den Baterlandskriegen, die dein BerwaltungSbericht des Vorstandes der Synagogengemeinde zu Magdeburg <1893) beigefügt ist. Wir haben damals aus dem Jahrgang 1842 der von Julius' Fürst herauSgegebenen Zeitschrift „Der Orient" eine Episode ausgegraben, die allgemein völlig unbekannt ist und auch von den preußischen Historiographen, die sonst — wie wir bemerkten — mit „heißem Bemühen" die kleinsten Einzelheiten zu einem ihrem Standpunkte entsprechenden Gesamtbilde zu vereinigen wissen, nicht mitgeteilt wird. Nach der unglücklichen Schlacht bei Jena und Auerstädt 1806 flüchtete nämlich die Königin Luise mit ihren Kindern durch Mürkisch-Friedland. Auf dem Markte daselbst angelangt, verlangte sie Vorspann, aber die Bürger vermochten dem Wunsche nicht zu willfahren, denn die besten Pferde hatten sie vor dem Feinde in den Waldungen versteckt und die zurückgebliebenen waren zu schlecht. Die Königin weinte bitterlich, denn der Feind war nur drei Meilen entfernt. Da war eSderJudeJosefMoses Stargard, der bewirkte, daß einige seiner Bekannten ihre bgsten Pferde vorspannten und die Königin mit ihren Kindern rettete. Als sie «ach dem nächste« Orte befördert waren, dankte die hohe Frau mit den Worten: „Gott wird mir helfen und dann soll es euch gedacht werden." (Daher der Antisemitismus btt ihren Urenkeln!) Dr. M. Spanier, Magdeburg. Mitteilungen zur Jüdischen vottskmtde. Herausgegeben von Dr. M. Grunwald, Rabbiner der ifr. lnrlturgemeinde in Wien. 23. Jhrg. Der ganzen Reihe 66. Heft. Wien 1922. Der ungemein rührige, immer aus dem Bollen schöpfende Herausgeber bietet uns in dem vorliegenden Heft eine längere Arbeit über „Jüdische Waisenfürsorge in alter und neuer Zeit", an der niemand vorübergehen kann, der sich mit dieser Materie beschäftigen will. Dankenswert find die reichhaltigen Literaturnachweise. Die letzten Seiten des Heftes enthaften „Jüdische Sprichwörter und Redensarten". Dr. M. Spanier, Magdeburg. Geschäft-Übernahme. Das fett vielen Jahren bestehende Obst- und' Südfmchtgefchäft Fritz Schlodder, Merlau, Höfchenstraße 81, hat der Kaufmann Max Prie. bätsch, der infolge politischer Verhältnisse seinen früheren Wohnsitz in Kriewen, Provinz Posen, verlaffen mußte, läuft ltch übernommen und führt daS Geschäft unter dÄselben Firma weiter. Außer Obst und Südfrüchten sind «och sämtliche Kolonialwaren neu ausgenommen, deren Prei-würdi-. keit die Fenster bekunden. 1877 43 Jahre Fachmann 1922 Optiker G AR AI, Breslau, Albrechtstr. 4, Gottesdientt Breslau Alte Symag. Neu« Synag. Dmtnfig 1. 6. Beginn. abends 8.15 730 Freitag 2.6. Beginn ...... morg.{ 6-30 830 9jOO Predigt ...... vorm. 10.00 10.00 Sonnabd. 3*6. Beginn ...... abends morg. 730 6.30 730 7.45 Predigt u. Totenfeier vorm. 8.45 Beginn. vorm. 830 1030 Predigt u. Totenfeier Schluß. vorm. 10.00 11.15 abends 833 8.53 rin den wodien- 4.6. bis Beginn ...... mqrgs. 6.30 6.45 tagen 9.6. Beginn. abends 7.30 7.30 Zweig-Gottesdienst im Freundesaal nach altem Ritus. Freitag I 2. 6. Sonnobd-I 3. 6. Beginn.I morgs. ] 8.30 Beginn.| morgs. | 8.30 W. Sonnabend Spezlal-Werkstttte f. gediegene u. geschmackvolle POLSTERMÖBEL - DEKORATIONEN INNENEINRICHTUNGEN Breslau, Weidenstraß« 25 - Fernruf i Ring 10186 Aufruf zur Errichtung einer Mischen Mittelstanösküche in Vreslau. Die dauernde Erhöhung aller Lebensbedürfnisse hat Not und Bedrängnis selbst in Kreise einziehen lasten, die bisher ihr bequemes Durchkommen hatten. Am fühlbarsten macht sich die Geldentwertung und ihre Folgen in den Kreisen deS Mittelstandes geltend. Angestellte, Studierende und Beamte sind nicht mehr in der Lage, sich in genügender Weise zu verpflegen. Die Gründung einer jüdischen Mittelstandsküche ist daher unter den obwaltenden Verhält» nisten zu einem dringenden Bedürfnis geworden. Zu ihrer Errichtung und dem Bettlebe find größere Geldmittel erforderlich. Niemand darf sich der Ehrenpflicht entziehen» zu diesem wichtigen Werke beizusteuern. Wir bttten daher um möglichst groß« Jahresbeiträge und Spenden auf Postscheckkonto: BreSlau 62660 an den mttunterzeichneten Herrn Emil Weill Ml MW MlWsMkW l.v. Der Vorstand. p&mtllGlie Sorten Flußfische 1 Seefleehe u. Rflueherwaren In nur eretkleeslgen Qualitäten empfiehlt zu luBereten Teg»«preisen .jnneGariNits^ Telefon King 4648. 0r.phll.WUh.Freyhan. Sally Stellen. Frau Margarete Walk. Frau Berta Kober. Bankier Aerm. Loewtz. Mendel Aoffmann. Frarrau w. Rabb. Prof. Dr. Guttmann. Frau Stadtrat Nofa Mark. Frau Lutte Möller. Max GinS. FrauMarie tzirfchberg. Rabb. Dr. John Sohn. Dr. gofef Schlesinger, luqo Schiften. II Weill. Habe meine Praxis aus dem ehemaligen Posen verlegt nach Breslau, Bahnhofstr. 17 Ecke Tauentzionstraßo und halte Sprechstunden: Wochentags 8—10, 3—5, Sonntag 9—10. Beteilige mich an Kassenpraxis. Telefon: Ring 9458. Dr.med.HarryBerg prakt. Arzt nnd Geburtshelfer. Geschäftsübernahme I Scmctorlum KonwrK «KVAA 700 tn fl. M. mit eigenem 3 ha grobem Naturpark. — Sonder» Heilanstalt fflr Herz-, Narrono. StoflwachielRmnKa. Gau)ihriger, klinischer Betrieb. Individuelle Bohandhmg. Beschrlnkte Patientenzahl. Dr. Joh. Haedicke. o Das seit vielen Jahren bestehende g S Obst- und SQdVrucht-QeschSH o S Fritz Sdilodder, Breslau, HÖfdienstraBe 31 o 5 habe ich käuflich übernommen und bitte, A o das meinem Vorgänger bewiesene Vertrauen o o auch auf midi gell, zu übertragen. Außer 0 2 den bereits geführten Waren habe ich s8mt* o S liehe Kolonialwaren neu aufgenommen, o J Hochachtungsvoll A o Fritz Schloddar, Inh.: Max Prlabatsch. o o o 0000000000090000000000000000000 Gerson Feldmann Uhrmacher Breslau, Gartenotr. 19, Tel. Rg, 11382 Uhren und Goldwaren. Eigene Reparaturwerkstatt. General-Vertretung und Niederlage für Breslau und Umgegend: Karl Brill, Breslau Kupferschmiedestr. 21. Fernruf: Ring 11683.!., Lager um! Breslau [Neue Graupensir. 7. Sonnabend u. Feiertags streng geschlossen. Engros und Detail Kein Laden, Kleine Preise Maolanss„!SL. Herren-flnzlise von altem Abschluß noch norm billig Andrens Koch nur FreibargcrstraBc 9. Kaiserkrone Breslau Kabarett und Tanzpalast Das neue Maiprogramm TlgHeh ab 4 Uhr: Tant-Tee mit Tanzvorfflhrangen. 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Treffpunkt Sonntag, de« L Juni, früh 51/« Ähr, am Nordhotel gegenüber dem tzauptbahnhof. Abfahrt 5** mit Vorzug nach tzausdorf-Wüstewaltersdorfvom Bahnsteig 5 SonntagSfahrkarte 4. Kl. nach Kynau von Sonnabend mittags an selbst lösen. Für angemeldtte Teilnehmer ist für Nachtquartier in Ober-Peterswaldau gesorgt. Nichtangemeldete haben Gelegenheit, Sonntag abends nach ihrem Wohnort zurückzukeyren. (Musikinstrumente und Photographie» Apparate mitbringen.) Georg Jonas tzolteistrrße 46, Tel. Ring 3920 (Tranmann) Leiter der Ansflug-Kommisston. Montag, de« 5. Juni fällt die gesellige Zusammenkunft im Güdpark aus. Mittwoch, den 7. Juni 8V« bi« 9V4 Uhr Kursus Alfred Berger, tzöfchenstr. 61 über „Wesen und Bedeutung der jüdischen Organisationen _Deutschlands"._ DienStag» 6. Juni 1922, abends 1/29 Ahr, Karlstraße 13 Kursus Erich Bayer „Die Genefis in bibelkritischer Betrachtung" Jakobs Rückkehr nach Kanaan. — Sein Kampf mit dem Engel. — Die Aussöhnung mit Esau. r Ist Bedarf an Uchf und Kraft, Dann nlchf lange nachgedachf. Ruff nur Ring 7903, Schon die Hilfe eilt herbet Repariert wird schnell und guf Ist Eure Leitung mal kapuf. tfetktr. XUSkt* u. Xwaftanta&m Richard $efferf V! Bresfou, SiäAscfkenei Mr. 39 Heinrich Emden & Co. Telegramm-Adresse: Golden Bankgeschäft Berlin W 56 llgorstraße 60 Telefon: Amt Zentrum 9513 u. 9514 Femansdiluß: Amt Zentrum 13653 Rödisbank-Qiro-Konto Postsdreck-Konto 2477 Mlmm Hier hnlmmiwi Transnimoneii Haus in Frankfurt a. 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