Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 2 (1922)
- Issue
- 20 (19.5.1922)
- Date
- 1922-05-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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urteilt« die leiben „angesehen«« Landwirte*, deren «amen uni der Bericht der B>S^Korresponde«z, der wir die Mitteilung entnehmen, vorenthält, z» einer Geldstrafe von je fünfirndiiebzi-towsend Mark. Die «testen hebräische» »annstritzt«. Gelegentlich eines Vertrages, den der UmversitätSprofefsor Minder- Petrie kürzlich bor der Gesellschaft für jüdische Geschichte in Manchester hielt, zeigte er einige kleine braune PapyruSfetzen vor, die, wie er erklärte, von Tteininschriften abgesehen, die ältesten hebräischjon Handschriften darstellen. LS handelt sich um Brvchstüöe von vier Bries«n, die vor einigen Wochen in Mittel. Ljzyvten aufgefunden worden sind. Sie stammen audem 3. oder 4. Jahrhundert; es find gewöhnliche Geschäftsbriefe wie die Mehrzahl der griechischen Papyri aus der gleichen Zeit. Einer eMhält eine Bestellung auf Salz und Zimt; ein anderer war teilweise auf ein griechisches Dokument geschrieben, das wahrscheinlich aus dem 3. Jahrhundert stammt. Der Bortragende zeigte auch ein Modell de- Tempelhügels von Jerusalem; efee Kopie davon war von den unter einem der Ptolemäer in ägyptischem Exil lebenden Juden hergestellt worden, als sie planten, «er Memphis ein neue-Jerusalem zu gründen. Der vrde» Bue-Vritz und Ludeudorff. General Ludendorff hat bekanntlich in seinen Schriften gegenüber dem Orden Bne-vriß schwer beleidigende Aeußerungen getan, insbesondere hat er ihm Vaterland-Verrat voraeworfen. Seitender Deutschen Grostloge.de- Ordenist daraufhin ein Verfahren gegen General Ludendorff bei den zuständigen Berliner Gerichten anhängig gemacht «ordeq. - Wre-wir erfahren, soll General Ludendorff ^neuerdings erklärt haben, dah er'die deutschen Glieder der Ordenmit feinen Vorwürfen nicht gemeint habe. Diese Erllärung ist um so unverständlicher, als nicht einzufehen ist, inwiefern'die nichtdeutschen also etwa der. amerikanische oder rumänische Distrikt die von Ludendvrff erhobenen Vorwürfe verdient haben. Wir werden.über de» Fortgang dieser interessanten Prozessenoch berichten. Eresde». Snüppel-Kunzes Abfuhr. Die deutfch-foziale Partei hatte-am 5. Mai in Dresden eine .Versammlung einberufen, in der der bekannte Berliner deutsch-völkische Agitator jkurue, genannt Knüppel-Kunze, eine Rede halten sollte. In der Versammlung waren aber auch Angehörige der sozialistischen Parteien in solcher Zahl erschienen, daß sie die Mehrheit bildeten. Die Anhänger der Kunze-Gruppe, die mit Gummiknüppeln erschienen waren, wurden zunächst entwaffnet und nachdem der Vorsitzende die Versammlung eröffnet hatte, ergriffen die Vertreter der sozialistischen Arbeiter das Wort und führten die Sitzung ordnungsmäßig zu Ende. Knüppel-Kunze und die anderen deutsch-sozialen Redner zogen unverrichteter Dinge ab. Antisemitische Ausartungen. Daß den Antisemiten zur Hetze gegen die Juden jedes Mittel recht ist und sie sich zu diesem Behuf auch direkt deutschfeindlicher Quellen bedienen, beweist eine Beröffentlichnng des Hammer-Derlags. der ein übles Machwerk des amerikanischen Automobilfabrikanten Henry Ford „Der internationale Jude" in deutscher Uebersetzung. übersetzt von Paul Lehmann, herausgegoü»n hat. . Der jetzt erschienene zweite Band der BucheS ist nach einer Jnhaltswiedergabe von Dr. Stanjek in den Mitteilungen des ' Vereinzur Abwehr des Antisemitismus von einem polnisch gestunken Antisemiten verfaßt, der zugleich mit dem antisemitischen auch einen deutschfeindlichen Standpunkt vertritt. So wird es den Vereinigten Staaten zum Borwurf gemacht, daß sie unter jüdischem Einfluß im Friedensvettrag die Uebereinkommen betreffend rassische, sprachliche und religiöse Minderheiten unter die Bürgschaft des Völkerbundes gestellt hätten, was die Juden in Polen der polnischen Botmäßigkeit enlziche. In diesem Zusammenhang wird von dem ruch- und ruhelosen Haß der Juden gegen die Polen gesprochen, den die ganze Propaganda der Juden gegen Polen atme. Der antisemitische Verlag verbreitet diese Hetze, obgleich die hier bekämpften Bestimmungen zum Schutze der deutschen nichtjüdischen Minderheit 'n den abgetretenen Landesteilen dienen und die einzige Sicherheit für diese bieten. So setzt sich der antisemitische Verlag für polnische Gewaltbestrebungen ein. die sich in erster Linie gerade gegen das Deutschtum richten würden. SchriftYorlesung am 20. Mai 1922: Toraabschnitt: Levlticus; Behar; Haftora: Jeremla 16.19—17.14 1877 T3 Jahre Fachmann 1922 Optiker GARAI, Breslau, Albrechtstr. 4. Gottesdienst Breslau Freitag lonnabd. An den Vodiffhtagen, 19.9. 20.9. 21.9. bia »5. .Beginn. .FrOhgottasdtenst . Predigt. SdirtnerlcUrung . . Jugendgotteadfenat Schlufl T. Beginn . .. ebenda morg. { venm. nadim. abends morgs. abends Ulte 730 «3p 83p 4.30 832 «30 8.00 Neue L2L 730 9.00 530 8.32 6.45 7.30 ‘Beginn . . . *,In der Synugoge des iaraelltisdien Krankenhauses. Konfirmation in der Alten Synagoge (21. Mai): Max Margollner (Vater Jacob), KaruthstraSe 18. Konfirmationen ln der Neuen Synagoge (21. Mai): Walter Jacobowitz Water Adolf), KieiststraBe 14. — Erich Pi streich (Vater Divid), Job. WolfgongstraSe. ÄrnfcoM Rosenthal f Breslau, Jfeoe Schweldnltrer SlraBe 5 :; empfiehlt, Uhrenuod Juwelen ■M,wewien»..w»(nn*»iimwiiw«»t»«'|ii»tll|iiiiiimin»«ii>ini«i««mniiiin*«>««»«ii» ' Große» Lager EdUer Ölaghlltter Uhren Laoc« S8ba% Aannftosu Sonntorlom Kurpnrk 700 m U.M. mit eigenem 3 ha großem Naturpark. — SondarhaflanaUlt fBrnasrzr. Uerrann. StoflwschaalKraake. Gsiwilhrlfer, blinlaSiar Betrieb. Individuelle Behandfmg. BesclirlpMe Patienteneahl. Dr. Job. HaedicKe. Mon «Mt auf cfit MflritJtHciftvQUflf* Felle IenQuelle m Tafelqefränk errten Ranqe» Nafurlichei Mincral und 6«>undheiliwa*i?r? ♦ 4fBBsL * Blutbildend und Aui dem '-w:’kr'oJfiq,'n vor/,ua!ich fjrdie .... Verdau.unqi , daü.unq s 7// orgone re icicf' ourudri >4-*' de* Kurort 'jbern \\V/ und mit Kofile r. s a u r c > BrssnvswSHsi.hfidifrQMRc^Obcniqtfrf.H Gönera.l-Vertretung tmd Niederlage für Breslau und Umgegend: Karl Brill, Breslau Kupferachmledestr. 21 Fernruf s Ring 11683. KaUerkrone Kabarett ml Tinpalast Das neue Malprogramci Tlglich ab 4 Uhr: Tant-Tee mit Tanzvorffihrungen. Gereon Feldmann Uhrmacher Breslau» Gartenstr. IS, Tel. Rg. 11382 Uhren und Goldwaren. Eigene Reparaturwerkstatt. Onrnuns für Brillflntenhesltzer! SÄ höohstzahlende Stelle bezeichnet wurden, so können wir jedem Verkäufer von Brillanten, "AL" Steine, Platin, Gold- und Silbersachen, Uhren, Ketten, Ringe usw. dringend raten, unsere hoben Ankaufspreise zu hören. 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Mai 1922 G g abends von 7s/t Ähr an Z 8 Gesellige« Ivsammensein | 5 in der Mte« Fischerhütte. (Bhf. gehlen- Z W dorf-West; entweder vom Potsdamer Wann- - see-Bahnhpf abfahren, oder von der Stadt- L {bahn mit Ämsteigen in NikolaSsee.) Z Der Vorstand, e e«««««»l«GlGl»U«»I««IM»l««I«G Heinrich Emden & Co, Telegramm* Ad resse: Holder» Bankgeschäft Berlin W 56 ilgerslraße 40 Telefon: Amt Zentrum 95113 u. 9514 Fernanschluß: Amt Zentrum 13653 Reichsbank-Giro-Konto Postscheck*Konto 2477 SiMM liier boniimaßisen Transabttonen Haus in Frankfurt a. Main und Hannover iiU Müisch-liberaler ffugenöverein zu Breslau Montag» den 22. Mai 1922, abends von lf.fl Uhr an Geselliges Beisammensein im Südpark-Restaurant. Dienstag, den 23. Mai 1922, abends V,9 Ahr. KarlSstr. 13 Kursus Erich Bayer: „Die Genesis in bibellritischer Betrachtung (Jakob und Laband). Donnertag, den 2S. Mai 1922 (Himmelfahrt): Nachmittags - Ausflug nach Werdenhof. Treffpunkt V?3 Ahr nachmittags, tzaupt» bahnhof (tzauptportal). Abfahrt 3.03 Uhr, Bahnsteig 1. Sonntagsfahrkarte selbst lösen. Freunde und Anhänger unserer Bewegung als Gäste bei allen Deranstaltungen willkommen. Doranzelge! Pfingst»Sonntag und »Montag: Treffahrt mit dem Liegnitzer und Schweidnitzer Fli in das Gulengedirge Nähere Auskunft durch Herrn Georg Jonas, tzolteistraße 46. Telefon: Ni»g 3820, Tranmamr Vs s/ BSBEdÜBBSSSSBBSSi D Dai IleiülseiDkoiiiineDsteeergesiilz vom 29. M8rz 1920 u. 24. März 1921 st nabst AuafUhrunga-Bastlmmungen u. sämtlichen [T Ergänzungen (batr. Lohnabzug, 8 VSu, usw.) u FSr die Praxis gemeinverständlich dargestellt mit v Einführung, Text, Erläuternngen, Beispielen, sowie gj den ergänzenden Vorschriften der Reichsabgaben- Ordnong tmd des Landessteaergesetzes von Dr. Erlar und Dr. Koppe Vierte erweiterte u. ergänzte Auflage. Preis gebunden Mk. SS.— (ohne Tenernngsatxfschlag) Zn beziehen dnreh den Verlag der JQdlscti-lIberalen Zeitung. Braalaa 8, Naue QraupenatraBa 8. —o—~l’—"Q—0—1>—-o-^8S m VB11 I ' SOS! Heirats-Gesuche haben bei der weiten Verbreitung der „I. L.Z? in den besten jüdischen Kreisen durch eine Anzeige in diesem Blatt zufriedenstellendste Wirkung. i« der Steuen Ghuagoge Honntag. ds» 21. Mai, 11 IHt». Erftvaffiger MM MltWM bei Ereuud» Augustastraß« ISS. Wir bitten bei Einkäufen auf die Sfidlldi ^liberale Zeitung Bezug zu nehmen. Neue uraupenstr. 7 Sonnabend u. Feiortags streng geschlossen. Svebe« erschien: Soeben erschien; STAATSBANKEROTTE von Bankier Georg Hermann Loewy in Breslau 83 Seiten stark, drosch. Mk. 30.—, gebunv. Mk. 40.— Das aus Dorttügen Im Rahmen ber Fachhochschulkurse der rechts» und ftaatL'Mlssenschast- Nchen Fakultät der Schlesischen Friedrich-MIhelmS-Universltüt entstandene Büchlein gibt in lebendig geschriebener und allgemeinversländNcher Darstellung eine durchaus umfassende Aufilämng über den Begriff, das Wesen und die Geschichte der Staatsbankerotte und wirft infolge seiner absolut objeMven. wiffenschafnichen und historischen Unanfechtbarkeit ein um so grelleres Licht auf die entsetzenerregende Lage des Staatsbankerotis, in ber fich Deutschland seit Jahren bereits befindet, um zum Schluß aus diesen Bettachtungen heraus mit dem intuitiv sicheren Bliri des stet von parteilogik urteilenden Fachmanns auf die einzige Mvgllchkeit hinzuweisen, die dem Gleiten auf ber in den furchtbarsten Abgrund führenden schiefen Ebene Einhalt tun könnte. Ein Buch, das jeder Deutsche, der die schwerwiegende Bedeutung und den verderbenbrohenben Charakter dieses für Deutschlands nächste Zukunft in erster Linie entscheidenden Problems auch nur leise empfindet ober ahnt, unbedingt lesen mutz. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen und auch der Verlag: % AMv.i». d. h, Bttbiniihnf mi Dttlaiunfiali, Bmlan 3, Um eraupeifit. r. Herausgeber: Vereinigung für das liberale Judentum Berlin. — Verantwortlich: Dr. Martin Salomonski, Frankfurt a. d. O. Dauck und Kommissionsverlag: Th. Vchatzky, Buchdruckerei und DerlagSanftalt, G. m. b. H-, Breslau HL Nene Braupenstraße 5. 5674