Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 2 (1922)
- Issue
- 14 (7.4.1922)
- Date
- 1922-04-07
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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5* « « » » « « « » » » » » « » « » « »« An unsere Leser! Von dieser Nummer ab erscheint die bisher vom Liberalen Verein der Synagogengemeinde BreSlau herausgegebene »Jüdisch-liberale Zeitung« als bas offizielle Otgan der Vereinigung für das liberale Judentum G. D., Berlin; ste erweitert dadurch ihren Wirkungskreis über ganz Deutschland. / Der redaktionelle Teil der Zeitung wird wesentlich ausgebaut, indem ihr einmal monatlich eine wissenschaftliche Beilage unter dem Titel »Liberales Judentum«, sowie einmal monatlich die »Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Iugendvereine Deutschlands« beigefügt werden« Sämtliche Mitglieder der Bereinigung für das liberale Judentum und der jüdisch-liberalen Iugendvereine erhalten die Zeitung kostenlos. / Alle NichtMltgUeder bitten wir höflichst, die BezugSgebührerr von Mk. IS.— für das 2. Quartal 1S22 bis spätestens IS. April auf unser Postscheckkonto Amt Breslau Nr. 57 einzuzahlen, damit in der Zustellung der Zeitung keine Unterbrechung eintritt. * Der Verlag der «Jüdisch-liberalen Zeitung», Th. Schatz»«, Duchdruckerel und Verlagöanflalt, S. m. b. Breslau 3. r »»»«««»»«»»»»«»«»«»«OG»««»»«»« »«««»«4« »««««'44»»4»»444A4«»4«G4 4« «« ««»««4«««0«4«»4544«« »»»««««««^»»«»»44««»««4 ««44«« «G'«V4Va«» lichen Kelch meiner Leiden leere» unerschöpflich, soviel ich sehen, den Gott, der uns führt, uns, unsere Kinder und unsere Kindeskinder. Wahrlich die Religion der Väter — aber, fürwahr, die Religion unserer Kinder soll es vor allem auch sein. Aber wir tonnen Gott vor uns sehen, nur wenn wir es mit uns ernst nehmen; er ist der gebietende Gott. Es ist eine alte Regel der Pädagogik, nicht leicht zu machen, sondern eher schwer zu machen. Erziehen, das bedeutet nicht, Aufgaben und Pflichten adnehmen, sondern Aufgaben und Pflichten stellen. Die Wicht, die gefordert wird, führt einen Menschen in die Höhe, sie macht ihn wahrhaft zum Mann, sie macht ihn zur Frau. Und wenn irgendwo, können wir so allein in unserer Religion es halten: nicht sogen, was einer nicht zu tun, nicht zu erfüllen, nicht zu beobachten brauche, nicht diese Bedarfsphilosophie geben, die die nachträgliche Rechtfertigung für das nur ist, was eben einer nicht tun will, nicht es uns zurnuten lassen, daß wir nachträglich das verteidigen und rechtfertigen, was einer, weil er es nicht genug ernst mit sich nimmt, eben nicht erfüllen will und nicht erfüllt hat. Es schwer machen — das ist Judentum, das ist besonders liberales Judentum auch! Wenn wir das können, jeder an feinem Platz, jeder zu dieser Realität des Judentums wird, dann wird unser liberales Judentum das Judentum fein und unser Judentum die Religion. Vexilla regis prodeunt! „Die Fahnen des Komas voran, des Königs aller Könige!« Oder wie der Psalmist gesagt hat: hm mb» 2V21 „Im Namen unseres Gottes wollen wir das Panier tragen." In die Weite schauen und es ernst mit uns nehmen, das ist unsere jüdische Forderung, unser jüdisches Besitztum. Das ist der große Zug. der große Stil unseres Löbens. „Im Namen unseres Gottes wollen wir das Panier tragen." Fum Pesachfeste. Von Rabbiner Dr. Seligmann. Frankfurt ck. M. Nach langer Winterszeit grüßt uns wieder der Frühlingsbote unserer Religion, das Pesachfest, und kredenzt uns den Becher der Hoffnung, wie wir am Scherabend dem. Propheten der Hoffnung, Eliahu, als unserem unsichtbaren Gaste, den Becher kredenzen. Eliahu ist der Genius unseres Volkes, und seine Geschichte ist unsere Geschichte. Nach dem gewaltigen Drama auf dem Karmel war es. die flammende Gotteskraft des Propheten hatte die Priester des Baal niedergeschmettert und das ganze Volk zu jauchzender Gotteshuldigung hingerissen, da kam jäh der enffetzliche Rückschlag: vor der ungebrochenen Macht der heidnischen Königin Isebel mußte Eliahu fliehen. Erging in die Wüste. Unter einem Ginsterstrauch legte er sich nieder, müde zum Sterben, und sprach: „Laß' es genug sein. Gott!" Da berührte ihn ein Etrgel des Herrn, brachte ihm Himmelsbrot und sprach: „Auf, iß, denn du hast noch einen weiten Weg vor dir!" Da stand Eliahu auf und ging, durch die Kraft des Himmelbrots, vierzig Tage und vierzig Nächte, bis der Berg Gottes im Morgengrauen vor ihm dämmerte. Ist das nicht unsere Geschichte? Nach dem einzigartigen Triumphe, den die Lehre Israels über die Heidenwelt davongetragen,^ haben sie uns hinausgestoßen in die Wüste der Weltgeschichte. Dnrch diese Wüste wandern wir seit zweimal vierzig Geschlechtern, und auch wir wollen müde werden, müde zum Sterben. Auch aus unserer Seele schreit es aus: „Latz' es genug sein, Gott!" Da kommt das Pesachfest alljährlich, wie ein Engel des Herrn, und bringt uns das Himmelsbrot der Hoffnung und spricht: „Auf! iß, denn du hast noch einen weiten Weg vor dir!" „Du hast noch einen weiten Weg vor dir!" Eine doppelte Bedeutung liegt in diesem Schicksalswort, eine trübe und eine helle, eine Tragik und ein Triumph, ein Wehe und ein Trost. Das unsägliche Wehe, daß nach dreitausend Jahren unser Pesach noch immer ein zeitgemäßes Fest ist, daß die ägyptischen Erinnerungen an Herrschergewalt und Völkerhaß noch immer nicht nur alte Erinnerungen, sondern neue Erlebnisse sind, daß noch weil, weltenweit der Weg ist bis zum Berg des Herrn, bis zum messtanischen Pesach der Zukunft. Alte Dichter erzählen von einem Bauer, der an einen Fluß kam, über den keine Brücke führte. Das Bäuerlein wartete, bis der Fluß sich verlausen wiitde. Er wartete und wartete — und wenn er inzwischen nicht gestorben ist, wartet er noch heute. So warten wir Juden auf eine Zeit des Völkerfriedens und der Menschenliebe, warten, daß sich die Flut des Hasses und der brutalen Gewalt verlausen würde. Aber die Jahrhunderte verrauschen, und in jedem rauscht aufs neue der trübe Strom des alten Völkerelends, in jedem erneut sich die alte Schmach der Zurücksetzung. in jedem wird uns ein neues Mzrajrm bereitet. Soll der Wahnsinn nimmer enden? O Gott, warum hast Du mich aus Aegypten erlöst mit gewaltiger Hand, um in jÄ>ern Jahrhundert mich ein neues Aegypten erleben zu lassen? Warum hast Du mich aus dem Schiffbruch meines Reiches, warum mich allein aus der brandenden Bölkerflut gerettet, gerettet aus Not und Tod in tausend Gestalten — nur damit ich immer wieder den unerschöpsauch daraus trinke? Laß es genug sein» Gott! Ich brn müde, müde zum Sterben. Der Weg ist mir zu weit, endlos weit, und ich sehe kein Licht, kein Morgendämmern. Dr kommt das Pesachfest und reicht uns sein Him» melSbrot, da kommt Eliahu, der Gottesmann, unser guter Genius, mit dem Kelch der Hoffnung zu uns am Sederaberch. Und sie singen und sagen uns, daß die Weltgeschichte noch nicht ihr letztes Wort gesprochen, daß Israel noch nicht am Ende seiner Laufbahn angekommen, daß noch weit der Weg für uns ist, daß noch eine große, reiche Zukunft vor uns liegt, eine Zukunft des Triumphes unserer beispiellosen Treue, eine Zukunft der Erfüllung unserer heiligen Hoffnungen. Was sprichst du. Israel, ich bin müde, müde zum Sterben! Du kennst dich selber nicht. Schon vor fünfundzwanzig Jahrhunderten haben sie vom „Untergang des Judentums" geredet, wie heute. Haben sie gesagt: „das Ende ist gekommen". Aber gestärkt dnrch das Himmelsbrot deiner Lehre, deiner Feste und Sabbate, deiner Erinnerungen und Hoffnungen, echobst du dich aus dem Staube und zogest gottesstark und frühlingsjung aus jedem Aegypten deiner Geschichte. So oft sie in Sklavenketten dich schnürten, von außen und von innen, hast du in ungebrochener Kraft die Sklavenketten von dir abgestreift. Deine Kraft war nicht von dir gewichen. Du warst nicht müde. So stärke dich auch heute am Himmelskbrote deines Pesach. wappne dich mit dem stolzen Glauben deiner Väter, dem Glauben an deine Bestimmung, dem Glauben an deine Zukunft. Denn an sich glauben muß der Mensch, daß er ausharre in Not. An sich glauben muß ein Volk, daß es bestehe in Sturm und Todesnot. Oeffne dein Auge, daß du das Wunder deines Geschichtsganges schauest und daß du durch das Dunkel der Zeiten fern am Horizont im Morgengrauen dämmern siehst den Berg des Herrn. vvr öen Mittler (Mnöeroatylen. Die ^JMisch-lkberale Zeitung" erscheint nurimchr in Berlin. Es wird ihve Aufgabe sein, den Ereignissen des Berliner Gemeindclebens «höhte Aufmerksamkeit zuzuwenden, »möglich ans dasselbe durch Anregung und Kritik för»: einzuwirken, ohne daß deshalb die Vorgänge in an-' deren Gemeinden, insbesondere, itt der Geburtsstadt unserer Zeitung, Breslau, vernachlässigt werden dürfen. Im folgenden soll die gegebene politische Situation zur Einführung der Leser rein sachlich und zahlenmäßig aus« eincmdegesetzt werden. Eine Erörterung der Probleme, die in der Gemeindepolitik der letzten Jahre eine Rolle gespielt haben und in dev Zukunft von entscheidend« Bedeutung sein werden, bleibt Vorbehalten Die Berliner Gemeinde steht tu diesem Jahre vor schick« salsschwever Entscheidung. Im November stehen Gemeinde- Wahlen bevor und diese werden aller Voraussicht nach dem Gemeindeparlament pttt ersten Male seit langen Jahren eine orthodoxjgionistische Mehrheit bescheren — und zwar auch dann, wenn sich die Uebrrzahl der Wählerschaft erneut zur liberalen Fahne bekennt. Die Gefahr eines solchen paradoxen Ergebnisses ist die Folge der rmglücllichen Wahlrechtsvcrhältmsse und einer Kette von taktischem Irrtum Und politischen Mißgeschick. Die Rspräsentanterwersammlung besteht aus- 21 Mitgliedern (und 10 Stellvertretern), die in der Weise aus sechs Jahre gewählt werden, daß in jedem dritten Ichr 10, bezw. 11 Mitglieder ausscheiden. In der Periode vor der letzten Mahl, dis im November 1919 stattfinden sollte, aber aus den 20. Juni 1920 verschoben wurde, bestand die Versammlung aus 14 Liberalen und 7 Konservativen. Einige Zeit vor der Wahl legten jedoch alle Konservativen ihre Mandate nieder, so* dach» die Versammlung fortan nur liberale Mitglieder zählte. Die Wahlen 1920, die ersten nach dem Verhältntswahlvecht, standen im Zeichen des Kompromisses der Liberalen und Konservativen. Man hatte auch in liberalen Kreisen dem konservativen Element eins hinreichende Vertretung in der Gemeindeftube gewährleisten wollen und daher den konservativen Kandidaten' eine sehr starke Vertretung aus der yeinsamen Liste eiugeraumt. Es waren 10 Repräsentanten aus 6 Jahre, 2 in der Ersatzwahl aus nur 3 Jahre flu wählen. Es gingen 4 Liberale, 4 Konservative und 4 Zionisten aus der Wahl hervor. 9 Liberale blieben in d« Versammlung. Ursachen und Bedeutung des Kompromisses habe ich in der Nr. 7/8 des Jahrganges 1S20 des ^Liberales Judentum" eingehend erörtert. Ich Habs daraus hingewiesen, daß die Wahl die frühere Feststellung, daß die Mehrbeit der Berliner Gemeindewäbler liberal denkt und wählt, beftättgt hat, denn nach den übereinstimmenden zuverlässigen Feststellungen derjenigen, die im Wahlkampf mitgearbeitet halben, waren unter den 8600 Wählern des Liberal-Konservativen Blocks vielleicht 1000 Konservative, und sind Un ganzen etwa 7600 liberale und 5600 zionistische und konservative Stimmen abgegeben worden. Trotzdem hierwach dahinsichtlich der Stimmenveckeilung erfreuliche Wahlergebnis vom Gesichtspunkt der Mandatpolitik sich sehr Ungünstig stellte, trotzdem, wie ich in dem erwähnten Aussatz hervorgebvben Hab«, mindestens zwei Mandate glatt „verschnitt' womelt sind, glaubt« moit doch keinen Anlaß zu Znkunstrbefüvchtungen zu haben. Denn da alle Parteien in dem Bestreben einig waren, VaS verrottete Zensuswahlrecht de- 1847«et Jndengesetzes zu beseittgen, so mußten ja die nächsten Wahlen eine Gesamt. «Neuerung der Versammlung bringen, B«t der fck» Parteien in ehrlichem Kampfe ihre Kräfte Messest konnten. So schien es 1920. Seither sind fast zwei Iah« «tzgangen und wir sind der Wahlnchtsändemng nicht im ge- Ängsten nstheraerückt. Liberaler Verein rmd Liberale Fraktion haben in wiederholten Eingaben und Interpellationen auf die Dringlichkeit der Wahlrechtsänderung hingewiesen. Die archeren Parteien haben dem nicht widersprechen können, was ss« selbst stets aus stürmischste begehrt. Aber d-r Gemeinde- Vorstand bat sich erst in allecketztek Zeit, gewissermaßen ist 13ter Stunde, zu Schritte« bei den Behörden ausgerafft und bei diesen scheint der M«fo«nrifer selbst da verflogen zu sei«. wo es sich lediglich um die Einführung des allgemeines, gleichen Wahlrechts, um die Elementarsovderung der Demokratta handelt. 1 Allaemeinpolitisch wird das Ergebnis das sein, daß/ weitest« Kreise deö Berliner Juden weiterhin außerhalb des Gemetndelebens bleiben, da die Zensuslisteu bei der schlepp penden Einkommensteuerveranlayung der letzten Jahre sichert lich unvollständiger sind als je. Parteipolitisch liegt di« Sach« so, daß von den vier 1920 gewählten Liberalen einen nur in der Ersatzwahl auf drei Jahre gewählt war, ein anderer sein Mandat niedergelegt hat. Es verbleiben also nur zwei Liberal« in dev Versammlung und es müßten von den 12 neuzmvühlenden Repräsentanten 9 Liberale sein, wenn sich wieder «ine liberale Mehrheit von auch nur einer Stimm« ergeben sollte. Nach dem Ergebnis dev letzten Wahlen würde aber auch bei einem liberalen Wahlsieg unter dem Verhältniswahlrecht nur auf 7 Mandate zu rechnen sein, bet angestrengtester Arbeit vielleicht aus 8, so daß di« Behauptung der liberalen Mehrheit kaum im Bereiche des Möglichen liegt. AlS seiner Zeit die konservativen Mitglieder durch freiwillige Amtsniederlegung ausgeschieden waren, verlangten Konservativ« und Zionisten, auch die verbleibenden Liberalen sollten resignieren und eine Gesamterncuerung der Versammlung ermöglichen. Sachliche Gründe veranlagten damals di« Liberale Fraktion — gegen so manche Stimme in ihrer Reihe und in dev Partei — dieses Ansuchen abzulehnen. Die änderest Parteien wollten das Gewicht dieser Gründe damals nicht anerkennen. Es wird Sache der Liberalen seist, jetzt an di« Konservativen und Zionisten die Frage zu richten, ob sie ihrem alten Standpunkt treu bleiben wollen, wo er keine parteipolitische Vorteile mehr verbeißt, ob es insbesondere die Konservativen als fair platz betrachten würden, ans den Schultern der Liberalen, die btt der Kompromißwahl aus Gerechtigkeitsgefühl vier Konservativen zur Wahl verh offen haben, jetzt die Herrschaft in der Gemeinde anzutreten. Die Neuwahl der Repräsentantenversammlung wird aller Voraussicht nach auch eine Neuwahl des Gemeindevorstandes zur Folge habest. Erhält die Versammlung eine Mehrheit der Parteien der Rechten, so wird sicherlich mich ein« entsprechend« Umgestaltung des Vorstandes eintreien. Aber auch wenn es gelingt, eine Gesamternenerung der Repräsetttanz auf Grund allgemeiner Wahlen herbeizuführen und der liberalen Sach« bei diesen Wahlen wieder den Sieg zu erstreitest, werden im Vorstand wohl Änderungen eintreien müssen, wann Nicht in den Personen, so. doch in den Auffassungen.,' Der Vorstand besteht zurzeit aus je einem Konservativen und Zionisten (mit je einem Stellvertreter) und fünf Mitgliedern, die Liberale „genannt werden" (mit ebenfalls nur einem Stellvertreter). Diese Mehrheit vost fünf Herren wird liberal „genannt", ober während einige der Herren auch als Liberale fühlen und handeln, sehen andere ihre Aufgabe darin, eine vermittelnde, „neutrale" Stellung einzunehmen. Diese Politik hat die Folge gehabt, daß man — bei Anerkennung alle« großen geleisteten Mbeit — eigentlich auf keiner Seit« -f* recht mit dem Vorstande zufrieden ist. Mast kann sehr daran zweifeln, ob es zweckmäßig ist, eist« Verwaltungsbehörde wie den Vorstand mit politischen Persönlichkeiten nach dem Proporzverhältnis zu besetzen.- Zweifellos sind Auswüchse dieser Politisierung denkbar — urtt> vorgekommen, indem ein (sticht liberales) Mitglied de-S Gemeindevorstandes bei seiner Tätigkeit als Vorsitzender einetz Verwaltungskommission elementare sachliche Erwägungen hirv tet politischen hat zurücktretest lassen. Aber wenn man schon ei« „politisches Ministerium" schafft, dann ist es für den Liberallsmus ms die Dauer unerträglich, daß es statt aus Liberalen, Konservativen und Zionisten, aus „liberal genann-, teu" Neutralen. Konservativen und Zionisten (und daneben wohl auch diesem und jenem wahren Liberalen) bestellt. Di« erheblichsten Umwälzungen in der Berliner Gemeindeverwaltung stvhen somit bevor. Geschlossenheit und Lattraft der liberalen Partei, vor allem Stärkung der Organisation sind mehr denn je geboten. Dr. W. B r e s l a u e r. Breslau. Am 1. Tage des Pessachsestes, Donnerstag. 13. Avril, predigt um 9 Vs Uhr in der Synagoge deS ilidisch-tbeologische«! Seminars, Herr Seminarrabbiner Professor Dr. Guttmann. WM8mKWslÜ her Synagogen-Oemeirrtze. Die Aufnahme neuer Schüler und Schülerinnen auch von Knaben für die Fortbildungskurse in den talmudischen Fächern und von Damen, die sich zu Lehrerinnen ausbilden wollen, findet «■mittag, t(u £ WtH l „„mittags 10-18 Ufr Im Lehrerzimmer, Wallstr. v, Seitenhcrus II. Etg. statt. Dort werden zu gleicher Zeit die Anmeldungen für die Kurse in der Südvorstadt (auch für Schulentlassene) entgegengenommen. Für diese Kurse ferner am Montag, den 24. April, nachmittag 4—5 Uhr, im Lehrerzimmer der Jlmtngschule, Kleistftr. Schulbeginn in der Haupranstalt: Sonntag, den 23. April Schulbeginn bet Jlmina: Montag, den 24. April. Der gesamte Unterricht findet unentgeltlich statt. Rabbiner D*. Simanlohn. RWM.MllW.Wsll II dev Syttagogeu-Gemeinde. Die Aufnahme rreuer Schüler und Schülerinnen «inschl. der Fortbildungskurse zur Ausbildung von Lehrerinnen findet Soaatag» de« April j vormittags 10—12 Uhr im Amtszimmer Anger 8, ptr., statt. Dort werden ast den gleichen Tagen die Anmeldungen für die Jlmingkurse (auch für Schul* entlassem) entgegengenommen. Ferner für diese am Dienstag, de« 25. April, nachmittag 3—5 Uhr^ im Konferenzzimmer der Jlmingschule. Kleistftr. Schulbeginn am Anger: Montag, den 24. April , bei Jlming: Dienstag, den 25. April. Der gesamte Unterricht findet unentgeltlich statt. Rabbiner Dr. Kanger.